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DE1057124B - Verfahren zur Herstellung von Sydnonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sydnonen

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Publication number
DE1057124B
DE1057124B DEF22631A DEF0022631A DE1057124B DE 1057124 B DE1057124 B DE 1057124B DE F22631 A DEF22631 A DE F22631A DE F0022631 A DEF0022631 A DE F0022631A DE 1057124 B DE1057124 B DE 1057124B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aryl
alkyl
water
phosgene
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF22631A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rolf Puetter
Dr Gerhard Wolfrum
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to DEF21379A priority Critical patent/DE1044502B/de
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF22631A priority patent/DE1057124B/de
Priority to CH360396D priority patent/CH360396A/de
Priority to US686044A priority patent/US3238219A/en
Priority to NL221319A priority patent/NL110424C/xx
Priority to GB31211/57A priority patent/GB823001A/en
Priority to BE561417D priority patent/BE561417A/xx
Priority to FR1183964D priority patent/FR1183964A/fr
Publication of DE1057124B publication Critical patent/DE1057124B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D271/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
    • C07D271/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
    • C07D271/041,2,3-Oxadiazoles; Hydrogenated 1,2,3-oxadiazoles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
Nach den bisher bekannten Herstellungsverfahren [z. B. von Earl und Mackney, J. ehem. Soc. (London) 1935, S. 899; oder von Baker, Ollis und Poole, ebenda, 1950, S. 1542] werden die Sydnone durch Wasserabspaltung aus N-Nitrosoglycinen mit der vier- bis fünffachen Menge Essigsäureanhydrid gewonnen. Diese Umsetzung erfordert bei Raumtemperatur einige Tage, bei 100° C dagegen nur einige Stunden. Zur Isolierung der Sydnone wird das gleichzeitig als Lösungsmittel dienende Essigsäureanhydrid im Vakuum abdestilliert oder das Reaktionsgemisch auf Eis gegossen und das ausgeschiedene Sydnon abfütriert. Es ist ferner schon bekannt (s. Baker, Ollis und Poole, a. a. O.), das 3-Phenylsydnon aus N-Nitrosophenylglycin durch Umsetzung mit Trifluoressigsäureanhydrid oder Thionylchlorid bei tiefen Temperaturen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln herzustellen. Weiter ist aus der Literatur bekannt (Baker und Mitarb., a. a. O.), das Kaliumsalz des N-Nitrosophenylglycins mit Acetylchlorid in Benzol umzusetzen. Dabei wurde das gemischte Anhydrid aus Essigsäure und N-Nitrosophenylglycin isoliert, das beim Aufbewahren an der Luft Essigsäure abgibt und dabei in 3-Phenylsydnon übergeht.
Nach allen diesen bisher bekannten Methoden zur Herstellung von Sydnonen ist es erforderlich, die durch Nitrosierung von Glycinen erhältlichen N-Nitrosoglycine zu isolieren und zu trocknen, bevor sie mit Essigsäureanhydrid, Trifluoressigsäureanhydrid oder Thionylchlorid zu Sydnonen umgesetzt werden können. Bewerkstelligt man den Ringschluß mit Trifluoressigsäureanhydrid oder Thionylchlorid, so muß außerdem in einem organischen Lösungsmittel gearbeitet werden.
Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß der mit Säurechloriden unter Wasseraustritt erfolgende Ringschluß der N-Nitrosoglycine zu Sydnonen glatt und mit sehr guten Ausbeuten auch in wäßrigem Reaktionsmedium verläuft. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet also die Möglichkeit, anschließend an die Nitrosierung derGlycine ohne Isolierung derNitrosoglycine in einem einzigen Verfahrensgang die Sydnonbildung vorzunehmen.
Die früher beschriebenen Reaktionen, nach welchen die Sydnone aus N-Nitrosoglycinen entstehen (Baker und Mitarb., a. a. O.), legt nahe, bei den neu gefundenen Herstellungsmethoden analoge Intermediärprodukte folgender Formel anzunehmen:
R'
R-N"
,.CH-CO
OX
N = O
Hierin ist X ein Acylrest. Durch Abspaltung von HOX Verfahren zur Herstellung von Sydnonen
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Rolf Pütter, Düsseldorf,
und Dr. Gerhard Wolfrum, Opladen,
sind als Erfinder genannt worden
entstehen hieraus die Sydnone, wie aus folgender Gleichung zu ersehen ist.
R'
CHV
R—W
N = O
R'
O
SC
-HOX
©.
R — K
-C-O
Ο —Χ
N O
(Diese obige rechte Formel für die Sydnone ist nur eine der möglichen Grenzformeln dieser Resonanzhybride.)
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sind nun allgemein Sydnone folgender Formel herstellbar:
R'
-CO
R —
N 0
In dieser Formel bedeuten: R = Alkyl, Aryl, Aralkyl oder ein heteroeyclischer Rest und R' = H, Alkyl, Aryl, Aralkyl oder ein heteroeyclischer Rest. R und R' können auch weitere Substituenten enthalten, wie z. B. Alkyl, Aryl, Aralkyl, — O-Alkyl, — O-Aryl, — NH-Alkyl, —N H-Aryl·-,— O-Acyl,—N H-Acyl,—S-Alkyl, —S-Aryl, — S Og-Alkyl, — S O2-Aryl, weiter substituierte und unsubstituierte Sulfonamidgruppen sowie auch die Gruppen — COOH, -COOR, —CN, -SCN, —Halogen und -NO2.
Als Säurechloride sind nach dem erfindungsgemäßen Verfahren z. B. brauchbar Sulfochloride (beispielsweise Benzolsulfochlorid), Kohlensäurehalbesterchloride, Phosgen, POCl3.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Schädlingsbekämpfungsmittel und haben eine akarizide bzw. ovizide
909 510/444
3 4
Wirkung. Eine Anzahl der erfindungsgemäßen Ver- 3-(2'-Methylphenyl)-sydnon vonF. 94bis95°C. Nachdem bindungenist bekannt, viele Verbindungen jedoch sind neu. Umkristallisieren liegt der Schmelzpunkt bei 97 bis 98° C.
Beispiel 1 Beispiel 5
200 g Phenylglycin (1 Mol einer 75°/0igen Ware) werden 5 110 g 3,4-Dichlorphenylglycin werden ganz analog der
in 600 ml Wasser mit 150 ml konz. Salzsäure in Lösung im Beispiel 4 für das N-(2-Methylphenyl)-glycin gege-
gebracht, mit Kohle geklärt und zu dieser Lösung bei benen Vorschrift nitrosiert. In das neutral gestellte
0 bis 5° C unter kräftigem Rühren eine Lösung von 69 g Reaktionsgemisch wird ebenfalls, wie im Beispiel 6 be-Natriumnitrit in 150 ml Wasser zugetropft. Wenn die schrieben, Phosgen eingeleitet. Man arbeitet auch hier Zugabe beendet ist, wird 1Z2 Stunde nachgerührt und dann io bei pH 5 bis 7 und einer Temperatur von 10 bis 40° C bei 0 bis 100C das Gemisch mit Natronlauge neutralisiert. und mit 20 bis 50% Phosgenüberschuß. Es werden 49 g Zu dieser Lösung von N-nitrosophenylglycinsaurem Rohprodukt vom Schmelzpunkt 130 bis 135° C erhalten. Natrium tropft man nun sehr langsam bei 10 bis 400C Nach dem Umkristallisieren aus Alkohol schmilzt das 200 g Benzolsulfochlorid zu und hält durch gleichzeitigen 3-(3',4'-Dichlorphenyl)-sydnon bei 145 bis 147° C.
Zusatz von Soda einen pH-Wert von 5 bis 7 ein. Ist alles 15 .
Benzolsulfochlorid eingetropft, wird noch 1 Stunde nach- Beispiel 6
gerührt und dann abgesaugt. Es wird gründlich mit Wasser 70 g 4'-Chlor-4-phenoxyphenylglycin werden, wie im gewaschen und getrocknet. Man erhält 130 g eines 130 bis Beispiel 4 beschrieben, mit 17,3 g Natriumnitrit in 50 ml 133° C schmelzenden rohen 3-Phenylsydnons, das nach Wasser nitrosiert. Die Weiterverarbeitung erfolgt volleinmaligem Umkristallisieren aus Benzol oder Wasser bei 20 kommen analog Beispiel 4. Man erhält 70 g eines Roh-135 bis 136°C schmilzt. Produktes vom Schmelzpunkt 125 bis 130° C. Nach dem
. . Umkristallisieren aus 80°/0igem Methanol liegt der
Beispiel I Schmelzpunkt des 3-[4'-(4"-Chlor)-phenoxyphenyl]-syd-
165 g N-Benzylglycin werden analog der Vorschrift zur nons bei 135 bis 137° C.
Nitrosierung von Phenylglycin, wie im Beispiel 1 be- 25 .
schrieben, nitrosiert und das erhaltene Reaktionsgemisch xseispiei
mit Natronlauge bei 0 bis 100C neutralisiert. Zu dieser 84 g N-(n-Butyl)-glycinhydrochlorid werden in 200 ml
Lösung von N-nitrosobenzylglycinsaurem Natrium werden Wasser gelöst und bei —5° C innerhalb von Y2 Stunde
bei 10 bis 400C sehr langsam 200 g Benzolsulfochlorid eine Lösung von 35 g Natriumnitrit in 100 ml Wasser
getropft und unter gleichzeitiger Zugabe von Soda der 30 zugetropft. Darauf wird 2 Stunden bei —5° C gerührt
pH-Wert bei etwa 5 bis 7 gehalten. Man arbeitet analog und dann bei der gleichen Temperatur mit Lauge neutral
der im Beispiel 1 gegebenen Vorschrift auf und erhält gestellt. In diese Lösung von N-nitroso-N-(n-butyl)-
143 g 3-Benzylsydnon vom Schmelzpunkt 58 bis 62° C. glycinsaurem Natrium wird unter Rühren langsam
Nach dem Umkristallisieren aus Benzol—Petroläther (4:1) Phosgen eingeleitet. Dabei läßt man die Temperatur auf
liegt der Schmelzpunkt der farblosen Verbindung bei 65 35 10 bis 40° C ansteigen. Durch gleichzeitige Zugabe von
bis 660C. Soda wird der pH-Wert von 5 bis 7 eingehalten. Wenn
Beispiel 3 ^ ^s ^% mehr Phosgen eingeleitet sind, als theoretisch
notwendig ist, wird die Phosgeneinleitung unterbrochen,
200 g 75%iges Phenylglycin werden nach der im Bei- Va Stunde nachgerührt und darauf das ölige 3-(n-Butyl)-
spiel 1 angegebenen Methode nitrosiert und das Reaktions- 40 sydnon mit Äther oder Benzol extrahiert. Die Extrakte
gemisch darauf bei 0 bis 100C mit Natronlauge neutral werden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, das
gestellt. In die neutrale Lösung von N-nitrosophenyl- Lösemittel abdestilliert und der Rückstand im Vakuum
glycinsaurem Natrium leitet man dann unter gutem fraktioniert. Nach einem geringen Vorlauf erhält man
Rühren bei 10 bis 400C in schwachem Strom Phosgen ein 43 g 3-(n-Butyl)-sydnon mit einem Siedepunkt von 162
und hält durch gleichzeitige Zugabe von Soda den pH-Wert 45 bis 164° C bei 0,8 mm.
auf etwa 5 bis 7. Es ist wichtig, das Phosgen sehr langsam . .
einzuleiten, damit es fast vollständig und ohne hydroly- Beispiel 0
siert zu werden in Reaktion treten kann. Wenn man 48 g N-Cyclohexylglycinhydrochlorid werden analog
20 bis 50°/0 mehr als die berechnete Menge an Phosgen der im Beispiel 7 angegebenen Methode mit 17,3 g Na-
eingeleitet hat, wird die Phosgenzufuhr abgestellt und 50 triumnitrit in 50 ml Wasser nitrosiert. In die neutralisierte
1 Stunde nachgerührt. Darauf saugt man ab, wäscht gut Lösung wird unter gleichzeitiger Zugabe von Soda bei mit Wasser und trocknet. Man erhält 132 g 3-Phenyl- pg 5 bis 7 und einer Temperatur von 10 bis 40° C Phosgen sydnon vom Schmelzpunkt 135 bis 1360C. in einem 20- bis 50%igen Überschuß eingeleitet. Man
rührt V2 Stunde nach, saugt ab und wäscht mit Wasser
Beispiel 4 55 nacn· Nach dem Trocknen erhält man 38 g eines bei
60 bis 62° C schmelzenden Rohproduktes. Nach dem
83 g N-(2-Methylphenyl)-glycin werden in 400 ml Wasser Umkristallisieren aus Benzol—Petroläther (1: 1) schmilzt
suspendiert, und bei 0 bis 5° C wird unter Rühren eine das 3-CycIohexylsydnon bei 66 bis 67° C.
Lösung von 35 g Natriumnitrit in 100 ml Wasser zu- . .
getropft. Man rührt 2 Stunden bei 0 bis 5°C und tropft 60 Beispiel 9
dann bei der gleichen Temperatur langsam 60 ml konz. Verwendet man 57 g a-Anilinophenylessigsäure und
Salzsäure zu. Die Nitrosoverbindung scheidet sich ölig ab. verfährt im übrigen analog Beispiel 4, so erhält man
Darauf wird V2 Stunde bei 0 bis 5° C nachgerührt und 41 g 3,4-Diphenylsydnon, das nach dem Umkristallisieren
anschließend mit Natronlauge bei etwa 10° C neutralisiert. bei 186 bis 188° C schmilzt.
In diese Lösung leitet man nun bei 10 bis 40° C unter 65
gutem Rühren in langsamem Strom Phosgen ein und hält Beispiel It)
dabei durch gleichzeitige Zugabe von Soda einen pH-Wert 200 g 75°/0iges Phenylglycin werden nach der im
von 5 bis 7 ein. Es muß dazu etwa 20 bis 50 % Überschuß Beispiel 1 angegebenen Methode nitrosiert und das
Phosgen eingeleitet werden. Dann wird analog den An- Reaktionsgemisch darauf bei 0 bis 10° C mit Natronlauge
gaben des Beispiels 3 verfahren, und man erhält 66 g 70 neutral gestellt. Zu dieser Lösung tropft man nun bei
20 bis 30° C unter gutem Rühren sehr langsam 130 g Chlorameisensäureäthylester und hält durch Zugabe von Soda stets auf pH 4 bis 7. Wenn alles eingetropft ist, wird 1Z2 Stunde nachgerührt, abgesaugt und der Rückstand gut mit Wasser gewaschen. Man erhält 100 g 3-Phenylsydnon vom Schmelzpunkt 134,5 bis 135° C (Zers.).
Beispiel 11
200 g 75%iges Phenylglycin werden nach der im Beispiel 1 angegebenen Methode nitrosiert und das Reaktionsgemisch darauf bei 0 bis 10° C mit Natronlauge neutral gestellt. Zu dieser Lösung tropft man nun bei 0 bis 10° C unter gutem Rühren 140 g Chloracetylchlorid und hält durch Zugabe von Soda einen pH-Wert von 4 bis 7 ein. Wenn das gesamte Chloracetylchlorid zugetropft ist, wird 1Z2 Stunde nachgerührt. Dann saugt man das Reaktionsprodukt ab, wäscht mehrfach mit Wasser und trocknet. Man erhält 90 bis 100 g 3-Phenylsydnon. Nach einmaligem Umkristallisieren liegt der Schmelzpunkt bei 134 bis 136° C (Zers.).
Beispiel 12
200 g 75%iges Phenylglycin werden nach der im Beispiel 1 angegebenen Methode nitrosiert und das Reaktionsgemisch bei 0 bis 10° C mit Natronlauge neutral »5 gestellt. Zu dieser Lösung tropft man nun bei 0 bis 10° C unter gutem Rühren 153 g Oxalylchlorid und hält durch Zugabe von Soda einen pH-Wert von 4 bis 7 ein. Wenn das gesamte Säurechlorid zugetropft ist, wird 1Z2 Stunde nachgerührt und dann das Reaktionsprodukt abgesaugt. Man erhält nach dem Waschen mit Wasser und Trocknen 100 bis 110 g 3-Phenylsydnon, das nach einmaligem Umkristallisieren aus Wasser, Methanol oder Benzol bei 134 bis 136° C unter Zersetzung schmilzt.
Beispiel 13
55 g a-Anilino-propionsäure werden in 150 ml Wasser und 50 ml konz. Salzsäure gelöst und bei 0 bis 5° C mit einer Lösung von 23 g Natriumnitrit in 50 ml Wasser unter gutem Rühren nitrosiert. Darauf wird mit verdünnter Natronlauge bei 0 bis 10° C neutral gestellt und bei 20 bis 40° C langsam Phosgen eingeleitet. Durch Zugabe von Soda hält man den pH-Wert bei 4 bis 7. Wenn 20 % mehr als die berechnete Menge Phosgen eingeleitet sind, wird die Phosgenzufuhr abgestellt, 1Z2 Stunde nachgerührt, auf 5 bis 10° C abgekühlt und abgesaugt. Der Rückstand wird wiederholt mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 35 g eines Sydnons folgender Konstitution:
mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 60 g Sydnon folgender Konstitution:
OCH3 N
CO
C
H
SO2C2H5
CH,
das bei 101 bis 102° C schmilzt.
Beispiel 14
69 g N-(2-Methoxy-5-äthylsulfonyl)-phenylglycin werden in 250 ml Wasser und 30 ml konz. Salzsäure gelöst und bei 0 bis 5° C unter Rühren mit einer Lösung von 17 g Natriumnitrit in 30 ml Wasser nitrosiert. Man rührt 1Z2 Stunde nach und stellt dann mit verdünnter Natronlauge neutral. Darauf wird unter heftigem Rühren bei 10 bis 40° C Phosgen eingeleitet und mit Soda bei pH 4 bis 7 gehalten. Wenn 20 % über die theoretisch berechnete Menge Phosgen eingeleitet sind, wird die Phosgenzufuhr abgestellt, 1Za Stunde nachgerührt, abgesaugt, wiederholt das bei 161 bis 164° C unter Zersetzung schmilzt. Nach einmaligem Umkristallisieren aus Methanol liegt der Schmelzpunkt bei 169 bis 171° C (Zers.).
C11H12N3O5S (284,28)
Berechnet.. C 46,47%, H4,26°/0, N 9,86°/0, S 11,28°/0; gefunden .. C 46,39%, H4,40°/0, N 10,02 Q/o, S 11,400Z0.
Beispiel 15
25 g p-Acetylaminophenylglycm-hydrochlorid werden in 150 ml Wasser aufgeschlämmt und bei 0 bis —5° C mit 10 ml konz. Salzsäure versetzt. Dann tropft man bei der gleichen Temperatur unter gutem Rühren eine Lösung von 7 g Natriumnitrit in 10 ml Wasser zu, rührt 10 Minuten nach und stellt dann bei etwa -S0-C mit 10Q/0iger Natronlauge auf pH 6. Nun leitet man zwischen —5° und 10° C langsam Phosgen ein und hält durch Zugabe von Soda den pH-Wert zwischen 5 und 7. Sind 25 °/0 über die theoretisch berechnete Menge an Phosgen eingeleitet, wird die Phosgenzufuhr abgestellt, das Reaktionsprodukt abfiltriert und gut mit Wasser gewaschen. Man erhält 12 g einer Verbindung vom Schmelzpunkt 251 bis 253° C, die nach Analyse und chemischen Eigenschaften folgende Konstitution hat:
HX- CO — NH-
V- N
CO
C10H9N3O3
Berechnet .
gefunden .
(219,2)
.. C 54,79°Z0, H 4,14°/0) N 19,17%;
.. C 54,83%, H 4,19%, N 19,40%.
Beispiel 16
Verwendet man an Stelle des im Beispiel 15 angegebenen p-Acetylaminophenylglycin-hydrochlorids 25 g p-Acetoxyphenylglycinhydrochlorid und verfährt im übrigen analog der Vorschrift des Beispiels 15, so erhält man 18 g einer farblosen Verbindung vom Schmelzpunkt 143 bis 144° C. Das so erhaltene Sydnon hat die Konstitution:
;—co—0—e >— n;
,CO
55 C
H
C10H8N2O4 (220,18)
Berechnet.. C 54,55 %, H 3,66 %, N 12,72 %, O 29,07 %; gefunden .. C 54,92%, H 3,89%, N 12,45%, 028,84%.
Beispiel 17
39 g N-[Tetrahydrothiophen-l'-dioxyd-(3')]-aminoessigsäure der Konstitution:
65 O2S
NH-CH2-COOH
werden in 80 ml Wasser und 40 ml konz. Salzsäure suspendiert und bei 5 bis 10° C mit einer Lösung von 13 g Natriumnitrit in 20 ml Wasser nitrosiert. Nach
etwa !/jstündigem Rühren liegt eine klare Lösung vor, die bei 0 bis 5° C mit verdünnter Natronlauge auf pH 6 bis 7 gebracht wird. Dann leitet man langsam unter gutem Rühren bei 10 bis 40° C Phosgen ein und hält den pH-Wert durch laufende Zugabe von Soda zwischen 4 und 7. Man unterbricht die Phosgenzufuhr, sobald 25 % über die theoretisch berechnete Menge eingeleitet sind, rührt 1J2 Stunde nach und filtriert das Reaktionsprodukt ab. Es wird wiederholt mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 25 g einer farblosen Verbindung, die nach dem Umkristallisieren aus Wasser in sehr schön ausgebildeten Kristallen vom Zersetzungspunkt 173 bis 174° C anfällt und die Konstitution
O8S

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Sydnonen der allgemeinen Formel
    R'
    -CO
    C = O
    besitzt.
    C6H8N2O4S (204,2)
    Berechnet.. C35,29%, H3,95%, N 13,72%, 031,34%,
    S 15,70 %;
    gefunden .. C 35,32%, H 4,13 %, N 14,28%, 031,30%, a5
    S 15,70%.
    R-N' ± j
    N O
    in welcher R für Alkyl, Aryl, Aralkyl oder einen heterocyclischen Rest und R' für H, Alkyl, Aryl, Aralkyl oder einen heterocyclischen Rest stehen kann und R und R' als weitere Substituenten Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, — O-Alkyl-, — O-Aryl-, — NH-Alkyl-, — NH-Aryl-, — O-Acyl-, — NH-Acyl-, — S-Alkyl-, — S-Aryl- SO2-Alkyl-, oder—S O2-Aryl-Gruppen, unsubstituierte und substituierte Sulfonamidgruppen, ferner — COOH, — COOR, — CN, — SCN, — Halogen oder — NO2 enthalten können, dadurch gekennzeichnet, daß man Säurechloride auf N-Nitrosoglycine in wäßrigem Reaktionsmedium einwirken läßt.
    ©909 510/444 5.59
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