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DE1056595B - Verfahren zur Reinigung von 1, 1, 1-Trimethylolalkanen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von 1, 1, 1-Trimethylolalkanen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen

Info

Publication number
DE1056595B
DE1056595B DED25431A DED0025431A DE1056595B DE 1056595 B DE1056595 B DE 1056595B DE D25431 A DED25431 A DE D25431A DE D0025431 A DED0025431 A DE D0025431A DE 1056595 B DE1056595 B DE 1056595B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trimethylolalkanes
carbon atoms
crude product
purification
trimethylolpropane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED25431A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Wuest
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED25431A priority Critical patent/DE1056595B/de
Publication of DE1056595B publication Critical patent/DE1056595B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N1/00Regulating fuel supply
    • F23N1/08Regulating fuel supply conjointly with another medium, e.g. boiler water
    • F23N1/087Regulating fuel supply conjointly with another medium, e.g. boiler water using mechanical means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von 1,1,1-Trimethylolalkanen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen 1,1,1-Trimethylolalkane gewinnen heute in der Kunststoffindustrie unter anderem als Polyesterkomponenten zunehmende Bedeutung. Es ist bekannt, durch Kondensation von Aldehyden mit mindestens 4 C-Atomen, beispielsweise Butyraldehyd, mit Formaldehyd im alkalischen Medium, z. B. in Gegenwart von Calciumhydroxyd,1,1,1-Trimethylolalkane mit mindestens 6C-Atomen zu gewinnen. Die hierbei entstehenden Rohprodukte sind stark durch Kondensationsprodukte der Aldehyde, ungesättigte Aldehyde, Formale und Ester verunreinigt. Solche verunreinigten Rohprodukte sind als Polyesterkomponente unbrauchbar.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, zur Reinigung solcher Rohprodukte eine Umkristallisation aus Ester durchzuführen.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, bei der Herstellung von reinem Trimethylolpropan durch alkalische Kondensation von Butyraldehyd und Formaldehyd zur Abtrennung der Hauptmenge der Formiate das Reaktionsgut mit Lösungsmitteln zu behandeln, dann zur Entfernung der letzten Spuren der Formiate mit anorganischen, sauer reagierenden Substanzen, z. B. Phosphorsäure, zu versetzen und anschließend zu destillieren. Im Gegensatz hierzu wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Kondensationsprodukt nach dem Ansäuern von den gebildeten Salzen abgetrennt, dann zunächst durch Zugabe von Alkali auf einen pH-Wert von 6,0 bis 7,5 gebracht und erhitzt. Schließlich wird durch Zugabe einer Säure ein pH-Wert von 4,0 bis 5,0 eingestellt und im Vakuum destilliert. Durch die alkalische Behandlung bei einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 werden die vorhandenen Ester hydrolytisch zu leichtflüchtigen Verbindungen aufgespalten. Durch die anschließende Behandlung bei einem pH-Wert von 4,0 bis 5,0 werden die anwesenden Formale ebenfalls gespalten. Die in beiden Stufen entstehenden leichtflüchtigen Verbindungen werden durch die Destillation im Vakuum abgetrennt. Die außerdem noch vorhandenen, nicht näher definierten ungesättigten Verbindungen, die durch Nebenreaktionen während der Kondensationsperiode entstanden sind, werden durch die beiden obengenannten Behandlungen ebenfalls zersetzt, und zwar in destillativ abtrennbare und schwer destillierbare Verbindungen. Die letzteren verbleiben im Rückstand. Die 1,1,1-Trimethylolalkane werden unter den erfindungsgemäßen Bedingungen nicht angegriffen.
  • Schließlich ist aus der USA.-Patentschrift 2 420 496 ein Reinigungsverfahren für Polymethylolalkane bekanntgeworden, nach welchem das Reaktionsgemisch mit wasserlöslichen aliphatischen Alkoholen, wie Äthanol, Isopropanol usw., bei 75 bis 90°C behandelt wird. Durch dieses Verfahren werden Polymethylolalkane gelöst, während die als Ve:un_einigung anwesend°n Formiate zurückbleiben. Nach der Abtrennung des Rückstandes wird die wäßrig-alkalische Lösung einer azeotropen Destillation unterworfen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man leicht sehr reine 1,1,1-Trimethylolalkane inguten Ausbeuten erhalten kann, wenn man die Rohprodukte, z. B. Roh-1,1,1-Trimethylolpropan, nach einem Zusatz von alkalisch reagierenden Stoffen, wobei ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 erreicht wird,,, auf 50 bis 250°C, vorzugsweise 95 bis 100°C, und dann; nach Zugabe einer Säure, zweckmäßigerweise Phosphorsäure, bei einem pH-Wert von 4,0 bis 5,0 eine Dünnschicht-Destillation (Sambay-Destillation) durchführt. Die pH-Werte beziehen sich auf Messungen mit Lyphan-Papier.
  • Es wurde ferner gefunden, daß sich die Reinigung von 1,1,1-Trimethylolalkanen, z. B. 1,1,1-Trimethylolpropan, leichter - durchführen läßt, . wenn man von salz- und wasserfreien Roh-1, 1,1-Trimethylolalkanen ausgeht. Diese kann man leicht erhalten, wenn man die Kondensationslösung in an sich bekannter Weise mit einer Säure, zweckmäßigerweise Ameisensäure, auf einen solchen pH-Wert einstellt, däß beim Eindampfen zur wasserfreien Schmelze eine Kondensation der ungesättigten Produkte zu höherkondensierten Verbindungen vermieden wird und das in der wasserfreien Schmelze suspendierte- Salz (Ca-Formiat) durch Zentrifugieren oder Filtrieren entfernt. Es ist zweckmäßig, beim Abdampfen des Wassers und beider Filtration der Schmelze eine Temperatur von 80 bis 130°C aufrechtzuerhalten und schon während des Eindampfprozesses aus der teilweise eingedickten Lösung einen Teil des gebildeten Salzes (Ca-Formiat) mittels eines Salzabscheiders, der unterhalb des Verdampfers angebracht ist, abzutrennen.
  • Ferner wurde gefunden, daß sich das Reinigungsverfahren weiter verbessern läßt, wenn man das Roh-1,1,1-Trinethylolalkan vor der Zugabe des alkalisch reagierenden Stoffes einer Vakuumdünnschicht-Destillation unterwirft md die übergehenden Dämpfe partiell in zwei beheizten Kühlern kondensiert.
  • Nach dem Verfahren der Erfindung gelingt es, die in lern Roh-1,1,1-Trimethylolalkan in beträchtlichen Men-;en enthaltenen Ester und Formale, die destillativ nicht au entfernen sind, abzutrennen. Man erhält ein 1,1,1-Trimethylolalkan, z. B. 1,1,1-Trimethylolpropan, welches als Schmelze anfällt und ohne weiteres mittels einer Kühlwalze kristallisiert und geschuppt werden kann. Wie die Kennzahlen zeigen, ist dieses Produkt praktisch rein. Das erfindungsgemäße Verfahren verursacht geringe Kosten und bringt gute Ausbeuten an Trimethylolalkanen, z. B. 76 % der Theorie, bezogen auf Butyraldehyd, da die Vorläufe bei der Destillation im Kreisprozeß geführt werden und das als Ester und Formal gebundene Trimethylolalkan wiedergewonnen werden kann. Die Arbeitsweise wird durch das beigefügte Verfahrensschema gezeigt.
  • Beispiel 1 648195%iger Butyraldehyd und 2340130%iger Formaldehyd werden mit 279 kg Kalk (letzterer als 17%ige Kalkmilch) in 2580 1 Wasser in 6 Chargen zu je 8 Stunden Reaktionszeit unter intensivem Rühren einlaufen gelassen, wobei die Temperatur auf 20 bis 22°C gehalten wird. Nach einer Nachreaktionszeit von 1 Stunde wird die Kondensationslösung mit so viel Ameisensäure versetzt, daß der pH-Wert 6,4 beträgt. Die anschließende Vakuumeindampfung liefert 9341 Roh-1, 1,1-Trimethylolpropan und 449 kg Calciumformiat, letzteres enthält nach seiner Isolierung noch etwa 5 0% Feuchtigkeit. Nach dem Zentrifugieren und Dünnschichtverdampfen erhält man 649 kg verunreinigtes 1,1,1-Trimethylolpropan, 84 kg Vorlauf und 144 kg Rückstand. Der Verlust an gasförmigen Stoffen beträgt 124 kg. Das verunreinigte 1,1,1-Trimethylolpropan und der Vorlauf II werden mit 45%iger Kalilauge 75 Minuten lang auf 95 bis 100°C erwärmt und anschließend mit 500/0iger Phosphorsäure versetzt, so daß der pH-Wert 4,3 beträgt. Der Vorlauf I wird vorher derselben Behandlung unterworfen und nach dem Abtoppen dem noch verunreinigten 1,1,1-Trimethylolpropan zusammen mit dem Vorlauf II zugegeben.
  • Das erhaltene Produkt wird dann einer weiteren Dünnschichtverdampfung mit teilweiser Verflüssigung unterworfen, und zwar so, daß etwa 25 % Vorlauf 1I abgezweigt werden. Man erhält insgesamt 660 kg Rein-1,1,1-Trimethylolpropan, das sind 710/0 der Theorie, bezogen auf Butyraldehyd. Beispiel 2 5 x 108195%igerButyraldehydund 5 x 380130%iger Formaldehyd werden in einem Vibromischergefäß vorgemischt und mit 5 x 46,5 kg Kalk (als 170/0ige Kalkmilch) in fünf Chargen zu je 430 1 in vorgelegtes Wasser in 8 Stunden einlaufen gelassen. Reaktionstemperatur: 20 bis 22°C. Nach einer Nachreaktionszeit von 1 Stunde wird wie im Beispiel 1 mit Ameisensäure neutralisiert und analog aufgearbeitet. Erhalten wurden 613 kg verunreinigtes 1,1,1-Trimethylolpropan. Dieses wurde wie im Beispiel 1 weiter aufgearbeitet: Es wurden 595 kg Rein-1,1,1-Trimethylolpropan, entsprechend 76% der Theorie, bezogen auf Butyraldehyd, erhalten. Der Reinigungseffekt dieses Verfahrens geht aus den folgenden Kennzahlen hervor, die für verschiedene 1,1,1-Trimethylolpropan-Produkte erhalten werden:
    Verseifungs- Säure- Ester-
    zahl zahl zahl Schmelzpunkt
    Einmal dünnschichtdest. Roh-1,1,1-Trimethylolpropan a 21,7 0,45 21,25 49 bis 51°C
    b 20,1 0,44 19,66 51 bis 53°C
    Vorlauf I hierzu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . : . . . . a 45,0 3,2 41,8 flü. b. R. T.
    b 40,41 2,13 38,28 flü. b. R. T.
    Nach Basen- und Säurezusatz und Destillation .... a 3,9 0,1 3,8 58 bis 59°C
    b 5,3 0,1 5,2 58 bis 59°C
    Vorlauf II ...................................... b 9,5 0,2 9,3 -

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Reinigung von 1,1,1-Trimethylolalkanen mit mindestens 6 C-Atomen, die durch Kondensation von gesättigten Aldehyden mit mindestens 4 C-Atomen mit Formaldehyd in alkalischem Medium nach dem Ansäuern und nach der Abtrennung der hierdurch gebildeten Salze als Rohprodukt erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohprodukt nach Zusatz eines alkalisch reagierenden Stoffes bei einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 auf 50 bis 250°C, vorzugsweise 95 bis 100°C, erwärmt wird, und dann nach Einstellung des pH-Wertes auf 4,0 bis 5,0 durch Zusatz einer wenig oder nicht flüchtigen, anorganischen Säure im Vakuum destilliert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Rohprodukts, das nach Abdampfen des Wassers im Vakuum durch Zentrifugieren oder Filtrieren im Schmelzfluß von den vorhandenen Salzen, beispielsweise Calciumformiat, befreit worden ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Rohprodukts, das durch Vakuumdestillation vorgereinigt worden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 857 802; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 020 012; USA.-Patentschriften Nr. 2 420 492, 2 292 926.
DED25431A 1957-04-17 1957-04-17 Verfahren zur Reinigung von 1, 1, 1-Trimethylolalkanen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen Pending DE1056595B (de)

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DE1056595B true DE1056595B (de) 1959-05-06

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2292926A (en) * 1938-05-10 1942-08-11 Du Pont Preparation of methyltrimethylolmethane
US2420492A (en) * 1945-01-30 1947-05-13 William M Marseilles Recoil absorber for guns
DE857802C (de) * 1951-03-25 1952-12-01 Basf Ag Verfahren zum Reinigen von Trimethylolpropan
DE1020012B (de) * 1952-11-18 1957-11-28 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung von reinem Trimethylolpropan

Patent Citations (4)

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