DE1056181B - Bistabiler Kippschalter mit gegenueber der Schaltleistung geringerem Leistungsverbrauch - Google Patents
Bistabiler Kippschalter mit gegenueber der Schaltleistung geringerem LeistungsverbrauchInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K3/00—Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
- H03K3/01—Details
- H03K3/012—Modifications of generator to improve response time or to decrease power consumption
Landscapes
- Electronic Switches (AREA)
Description
DEUTSCHES
In: der Relaistecihni'k der Fernmeldeanlagen ergibt sich öfters die Aufgabe, ein Relais mit einem kurzen
Impuls einzuschalten, das einen Haltestromkreis schließt, in dem es nach Beendigung des Impulses gehalten
bleibt. Diese Anordnungen machen es erforder-Hch, daß der Einschalteimpuls etwas länger als die
Anzugszeit des Relais ist, damit das Relais mit Sicherheit ansprechen und seinen Haltekontakt schließen
kann. Um mit sehr kurzen Impulsen arbeiten zu können, ist die Anwendung elektronischer Schaltmittel,
wie Glimmröihren, Elektronenröhren oder Transistoren,
erforderlich, die jeweils einen von zwei stabilen Zuständen einzunehmen vermögen. Auch bei der elektronischen
Steuerung van Stromtoren mit Dioden oder Transistoren durch bistabile Schalter wird normalerweise
für den »Ein«-Zustand eine wesentlich höhere Leistung als für den »Aus«-Zustand gebraucht.
Die bekannten bistabilen Schaltanordnungen nach Eccles-Jordan sind symmetrisch aufgebaut. Daher
ist der Verbrauch an elektrischer Leistung des bistabilen Schalters unabhängig davon, in welchem seiner
beiden stabilen Zustände er sich befindet, ob also der Verbrauchen-, der ein Relais oder ein anderes elektromagnetisches
Schaltmittel sein kann, ein- oder ausgeschaltet ist. Wi.rd z. B. in der Fernmeldetechnik aus
einer großen Anzahl von Relais, welche über solche bistabilen Schalter gesteuert werden, in einem gegebenen
Augenblick nur ein Bruchteil eingeschaltet, so verbrauchen die bistabilen Schalter dieselbe Leistung,
wie wenn alle Verbraucher eingeschaltet wären.
Zur Herabsetzung dieses Leistungsverbrauches ist es bekannt, die bistabilen Schalter für eine sehr geringe
Leistung zu bemessen und in dem einen der beiden stabilen Zustände diese Leistung über einen
zusätzlichen Leistungstransistor zur Steuerung des A^erbrauchers (Relais, Lampe, Torschaltungen od. dgl.)
zu verstärken. In dem einen Schaltzustand des bistabilen Schalters wird daher nur die geringe Eigenleistung
verbraucht, während in dem anderen stabilen Zustand zusätzlich auch die wesentlich größere Leistung für
die Steuerung des Verbrauchers verbraucht wird.
Die Erfindung bezweckt, den gleichen Erfolg einer Verringerung des Leistungsverbrauches in dem einen
stabilen Zustand dos Schalters ohne Aufwendung eines zusätzlichen Transistors, einer Elektronenröhre oder
eines sonstigen Verstärkerschaltmittels zu erzielen, das besondere Venstärkc.rschaltmittel der bekannten
Anordung somit einzusparen. Dies erreicht die Erfindung dadurch, daß in einer Schaltungsanordnung
für aus zwei Gliedern mit mindestens je drei Elektroden gebildete bistabile Schalter die Stromkreise
beider Glieder durch unterschiedliche Bemessung der Spannungsteilerwiderstände für die Vorspannung je
zweier Elektroden unsymmetrisch aufgebaut sind und Bistabiler Kippschalter
mit gegenüber der Schaltleistung
geringerem Leistungsverbrauch
Anmelder:
Telefonbau und Normalzeit G. m. b. H.,
Frankfurt/M., Mainzer Landstr. 134-146
Frankfurt/M., Mainzer Landstr. 134-146
Hans H. Gute, Frankfurt/M.,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
die durch die Unsymmetrie hervorgerufene Unstabilität durch Aufbringung einer konstanten Spannung an
zwei einander entsprechenden Elektroden der Glieder aufgehoben wird. Durch diese konstante Spannung an
zwei einander entsprechenden Elektroden wird eine Stabilität in jedem der beiden möglichen Zustände
erzwungen, obwohl die unsymmetrische Dimensionierung der sonstigen Schaltelemente einen unterschiedlichen
Leistungsverbrauch in den beiden stabilen Zuständen ergibt. Die konstante Spannung kann durch
eine besondere Spannungsquelle, einen nichtlinearen Widerstand oder auch durch eine entsprechende Ausbildung
der beiden über einen gemeinsamen Widerstand verlaufenden, als Spannungsteiler wirkenden
Stromkreise des Schalters hervorgerufen werden.
Einige Auisführungsbeispiele der Erfindung sind, in
der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Fig, 1 die übliche Ausbildung eines aus zwei Transistoren
gebildeten bistabilen Schalters,
Fig. 2 einen unsymmetrischen bistabilen Schalter mit einer besonderen Spannungsquelle.
Ein aus zwei Transistoren TrI und Tr2 gebildeter
bistabiler Schalter besitzt zwei Spannungsteiler, die aus den Widerständen Rl, Rl, RZ einerseits und R5,
R6, R7 andererseits gebildet werden. Diese Spannungsteiler bestimmen die Spannung, der Basis der
beiden Transistoren. Die Widerstände R2 und R6 der beiden Spannungsteiler sind hierbei durch Kondensatoren
Cl und C 2 überbrückt, damit ein schnelles Umschalten von einem stabilen Zustand auf den anderen
stabilen Zustand möglich ist. Die Emittoren der beiden Transistoren Tr 1 und Tr 2 sind miteinander
verbunden und über einen Widerstand R4 an den
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positiven, Pol der Spannungsquelle gelegt. Der Kollektor
des Transistors TrI ist an den Verbindungsputnkt der Widerstände R 5 und i?6 des Spannungsteilers
des Transistors Tr 2 gelegt, und umgekehrt liegt der Kollektor des Transistors Tr 2 an dem Verbindungspunkt
der Widerstände Rl und R2 des Transistors TrI.
Die einander entsprechenden Widerstände beider Spannungsteiler, z.B. die Widerstände R1 und R 5,
sind gleich groß bemessen. Die Widerstände R2 bzw.
/?6 \'erhalten sich zu den Widerständen R 3 bzw. R 7
bei bekannten Anordnungen etwa wie 2 :1 oder größeres
Verhältnis. Angenommen, der Transistor Tr 2 ist leitend, dann fließt ein Strom über den Widerstand
Rl, den Transistor Tr 2 und den Widerstand./? 4. Infolgedessen
wird der Spannungsabfall an dem Widerstand Rl vergrößert. Die Spannung an der Basis des
Transistors TrI wird, positiver gegenüber der Spannung an dem Emitter, so daß der Transistor TrI
sperrt. Wird über den Eingang El ein kurzer negativer Impuls an die Basis des Transistors TrI angelegt,
dann wird dieser stromleitend,. Dadurch wird der Stromfluß über den Widerstand R 5 verstärkt.
Über den Kondensator C2 wird ein positiver Impuls auf die Basis des Transistors Tr 2 übertragen, so daß
dieser sperrt. Wird an den Eingang E2 ein negativer Impuls aufgebracht, dann wird der Transistor Tr2
leitend, und der Transistor TrI sperrt. . In beiden
stabilen Zuständen fließt ein Strom gleicher Größe über den Widerstand R Ί, so daß dessen Spannung
gleich groß ist. Wird an Stelle der Widerstände Rl oder/? 5 der elektromagnetische Verbraucher, ein Relais
od. dgl., eingeschaltet, dann muß der entsprechende Widerstand des anderen Spannungsteilers gleich groß
bemessen iSein, damit die Stabilität in beiden möglichen Zuständen gewährleistet ist. Ausschlaggebend dafür
ist, daß die an dem gemeinsamen Emitterwiderstand i?4 abfallende Spannung für den jeweils gesperrten
Transistor größer ist als die durch den Spannungsteiler an der jeweiligen Basis erscheinende Spannung.
Gleichzeitig muß diese Spannung aber auch für den stromführenden Transistor kleiner sein als die an
seiner Basis durch den Spannungsteiler erscheinende Spannung. Da bei der symmetrischen Ausbildung in
jedem der beiden stabilen Zustände der Stromfluß über den Widerstand i?4 gleich groß ist, fließt stets ein
dem \^erbraucherst/rom entsprechender Strom, unabhängig
davon, ob der Verbraucher eingeschaltet ist oder nicht.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten bistabilen Schalter sind die beiden Widerstände i?l und i?5 ungleich bemessen.
Der Widerstand Rl des Verbrauchers ist wesentlich kleiner als der entsprechende Widerstand
J? 5 des anderen Spannungsteilers. Die an den beiden Emittoren der beiden Transistoren TrI und Tr2
liegende Spannung wird durch eine Spannungsquelle U mit kleinem Innenwiderstand konstant gehalten.
Der Transistor Tr 2 kann'so-gewählt werden, daß er ein großes Leistungsverhältnis zwischen dem
ein- und dem ausgeschalteten Zustand des Verbrauchers zuläßt. Der Transistor Tr 1 braucht dagegen
nur auf kleine Leistung dimensioniert zu werden. Solange der Transistor TrI leitend ist, fließt nur ein geringer
Strom über den Widerstand R 5; solange der
Transistor Tr 2 leitend ist, fließt ein erheblich stärkerer Strom über den Verbraucher Rl. Die Stabilität
ist durch die Spannungsquelle U sichergestellt.
An Stelle der konstanten Spannungsquelle kann auch ein nichtlinearer \¥iderstand verwendet werden.
So kann z. B. eine Kristalldiode Si mit einer bestimmten Anlaufspannung an die Stelle der Spannungsquelle U gesetzt werden. Man kann dazu vorzugsweise
Siliciumdioden verwenden, deren Anlaufspannung bei etwa 0,7 V liegt, die dann bei stärker zunehmendem
Strom nur wenig ansteigt. Ebenso lassen sich die unter der Bezeichnung »Zenerdioden« bekannten K.ristalldioden
für denselben Zweck anwenden.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung können die Widerstände 7?1, 7?2 und R3 des einen Spannungsteilers
und die Widerstände R5, R6 und R7 des
anderen Spannungsteilers gewählt werden, daß trotz des unterschiedlichen Stromflusses in den beiden
stabilen Zuständen die an dem Widerstand R4 abfallende
Spannung stets größer als die Basisspannung des gesperrten Transistors und· kleiner als die Basisspannung
des stromführenden Tranistors ist. Wird z.B. das Widerstandsver.hältnis des Verbrauchers/?!
zu dem entsprechenden Widerstand R 5 des anderen Spannungsteilers wie 1 :10 gewählt, so arbeitet die
Anordnung einwandfrei, wenn sich die Widerstände /?2 und i?3 des einen Spannungsteilers wie
1:1, die Widerstände 7? 6 und R 7 des anderen Spannungsteilers wie 2 :1 verhalten. In dem einen stabilen
Zustand wird dann nur ein Zehntel der Leistung des anderen stabilen Zuistandes verbraucht. Es ist beispielsweise
möglich, den Verbraucher/?! mit 1 Watt zu speisen, im stromleitenden Zustand des Transistors
TrI jedoch nur 0,1 Watt zu verbrauchen.
Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung von Transistoren beschränkt. Sie läßt sich auch auf alle
bistabilen Schalter anwenden, deren beide Glieder mit je drei Elektroden ausgerüstet sind, beispielsweise
zwei Verstärkerröhren.
Durch geeignete Wahl der Absolutwiderstände der beiden Spannungsteiler und geeignete Bemessung der
mit den Basen der beiden Transistoren TrI und Tr2
verbundenen Kondensatoren Cl und C2 ist es möglich,
den Schalter durch einen Impuls von der Zeitdauer kleiner als 2 Mikrosekunden, der an einen der
Eingänge El oder £2 angelegt wird, in den jeweils
anderen stabilen Zustand zu kippen.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung für aus zwei Gliedern mit mindestens je drei Elektroden gebildete
bistabile Kippschalter mit gegenüber der Schaltleistung geringerem Leistungsverbrauch, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stromkreise beider Glieder durch unterschiedliche Bemessung der
Spannungsteilerwiderstände (R 1, R 5) für die Vorspannung je zweier Elektroden unsymmetrisch
aufgebaut sind und die durch die Unsymmetrie hervorgerufene !Instabilität durch eine konstante
Spannung an. zwei einander entsprechenden Elektroden
beider Glieder aufgehoben wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet/daß die beiden einander entsprechenden
Elektroden, der Glieder (TrI, Tr 2)
gemeinsam an einer besonderen Spannungsquelle (!7) liegen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden einander entsprechenden
Elektroden der Glieder (TrI, Tr 2) gemeinsam an einem nichtlinearen Widerstand
liegen.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände (Rl,
R2, RZ) des Spannungsteilers des einen Gliedes (TrI) und die Widerstände (R 5, R 6, R 7) des
7" Spannungsteilers des anderen Gliedes (Tr2) so
gewählt sind, daß trotz unterschiedlicher Stromflüsse
in den beiden stabilen Zuständen an einem für zwei Elektroden beider Glieder gemeinsamen
Widerstand (i?4) eine die Stabilität sichernde Spannung auftritt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Bemessung der
Widerstände (Rl bis i?3 und R5 bis RT) der
beiden Spannungsteiler sowie der je einen Widerstand (R 2, R 6) überbrückenden Kondensatoren
(Cl, C2), daß Impulse mit der Zeitdauer von kleiner als 2 MikroSekunden genügen, um den
Schalter in den jeweils anderen stabilen Zustand zu kippen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 508/247 4.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET14436A DE1056181B (de) | 1957-11-23 | 1957-11-23 | Bistabiler Kippschalter mit gegenueber der Schaltleistung geringerem Leistungsverbrauch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET14436A DE1056181B (de) | 1957-11-23 | 1957-11-23 | Bistabiler Kippschalter mit gegenueber der Schaltleistung geringerem Leistungsverbrauch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1056181B true DE1056181B (de) | 1959-04-30 |
Family
ID=7547637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET14436A Pending DE1056181B (de) | 1957-11-23 | 1957-11-23 | Bistabiler Kippschalter mit gegenueber der Schaltleistung geringerem Leistungsverbrauch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1056181B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1178112B (de) * | 1959-08-03 | 1964-09-17 | Gen Precision Inc | Bistabile Kippschaltung |
| DE1208764B (de) * | 1963-05-31 | 1966-01-13 | Ibm | Bistabiler Kippschalter hoher Schaltfrequenz und hoher Schaltleistung |
-
1957
- 1957-11-23 DE DET14436A patent/DE1056181B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1178112B (de) * | 1959-08-03 | 1964-09-17 | Gen Precision Inc | Bistabile Kippschaltung |
| DE1208764B (de) * | 1963-05-31 | 1966-01-13 | Ibm | Bistabiler Kippschalter hoher Schaltfrequenz und hoher Schaltleistung |
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