DE1053129B - Dekorationskerze - Google Patents
DekorationskerzeInfo
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Classifications
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Description
- Dekorationskerze Die Erfindung bezieht sich auf eine Dekorationskerze mit einem aufrechten, mit Docht versehenen Stamm, dessen Durchmesser von oben nach unten zunimmt, und mit zu dem Stamm konzentrischen, querliegenden, aus Kerzenmasse bestehenden, flanschartigen Teilen, deren Abmessungen von der Spitze zum Fuß der Kerze zunehmen. Derartige Kerzen lassen sich auf Tische und ähnliche Unterlagen stellen, aber auch als Weihnachtslicht verwenden, wobei sie gleichzeitig Dekoration und Beleuchtungsquelle darstellen.
- Ein Nachteil der bisher bekannten Dekorationskerzen lag darin, daß eine solche Kerze schon nach einer relativ kurzen Brennzeit ihr dekoratives Äußeres verlor, da die geschmolzene Kerzenmasse an der Kerze nach unten floß und bei längerem Brennen der Kerze sich auch auf der Unterlage ausbreitete, die das untere dicke Ende der Kerze umgab. Dies gilt auch von bekannten Kerzen, die bereits flanschartige Querteile aufwiesen. Bei solchen Kerzen wurde die Wand zwischen der sich um den brennenden Docht bildenden Höhlung und der nächsten, nach oben und außen geneigten Unterfläche eines vorspringenden, flanschartigen Teils schnell, dünn, ebenso der äußere Rand des flanschartigen Teils, so daß beim Erweichen und Durchschmelzen der Wand der weiche äußere Rand zusammen mit geschmolzener Kerzenmasse aus der Höhlung bis auf den Kerzenhalter herabfloß.
- Das Ziel dieser Erfindung ist zunächst, diese Nachteile zu beseitigen, und weiterhin die Brennzeit der Kerze dadurch zu verlängern, daß ihre brennbare Masse in einer wirksameren Weise als bisher ausgenutzt wird; es soll aber auch in dekorativer Hinsicht Neues geschaffen werden.
- Die Erfindung besteht darin, daß die oberen Flächen der flanschärtigen Teile sich nach unten kegelförmig erweitern und die unteren Flächen eben ausgebildet sind.
- Wenn man eine solche Kerze anzündet, wird sie von Schicht zu Schicht abwärts verbraucht, und zwar so, daß jedesmal die Schicht, die gerade brennt, ohne daß Tropfen herabrinnen, nach unten auf den nächstunteren Schichtflansch sinkt in dem Maße, wie die um das brennende Ende des Dochtes in einer Höhlung befindliche Kerzenmasse infolge der Verbrennung verschwindet. Der niedersinkende Teil behält dabei im wesentlichen seine Gestalt bei, weil sein Rand wegen der waagerechten, ebenen Unterseite der flanschartigen Teile beim Abbrennen dick bleibt. Auf dem unteren Schichtflansch sammelt sich in derselben Weise um das brennende Ende des Dochtes geschmolzene klasse, die von dem festen Randteil umgeben ist. Da die Flansche dank der vorteilhaften Form der Kerze der abkühlenden Wirkung der Luftströmungen nicht nur von der Seite, sondern auch von oben und unten ausgesetzt sind, bleibt während des Brennens der Kerze ein Ring, der die geschmolzene Kerzenmasse umgibt, die ihrerseits den Lichtdocht umfließt. Dieser Ring ist so fest, daß er an seinem ganzen Umfang und an allen Punkten das Fließen der geschmolzenen Masse nach den Seiten hin zu verhindern vermag. Da irgendein Wegfließen der Masse so nicht vorkommen kann, wird die ganze brennbare Masse der Kerze auch tatsächlich verbrannt und infolgedessen zugleich die Brenndauer der Kerze soweit wie möglich verlängert. Diese Art des Brennens bietet auch den Vorteil, daß der untere Teil der brennenden Kerze seine ursprüngliche Form bewahrt. Da die Flansche noch nach unten größer werden, verbrennt die Kerze, je länger sie brennt, immer langsamer; somit bleibt die dekorative Form der Kerze lange erhalten; beinahe bis zum Ende der Brenndauer.
- Versuche haben gezeigt, daß die Brenndauer bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Kerze, die 120 bis 130 g wog, 10 bis 15 Stunden betrug, womit die Brennzeit, welche die bisherigen Dekorationskerzen von demselben Gewicht aufweisen, bei weitem überschritten wurde.
- In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
- Die Zeichnung zeigt eine Kerze, die der Form nach eine schneebedeckte Tanne darstellt. Mit 1 ist der sich nach unten verdickende Stammteil der Kerze bezeichnet, die mit ihrem dicken Ende in einen z. B. sternförmigen Leuchter gesteckt ist, der aus demselben Material besteht, oder in das Mittelloch einer scheibenförmigen Unterlage 6, z. B. aus Gips, oder in irgendeine andere geeignete Unterlage. Durch die Kerze läuft, wie üblich, ein Docht 5.
- Von diesem Stamm 1 her breiten sich einige flanschartige Teile 2 aus, die aus derselben Masse wie die Kerze bestehen, und diese in der Mitte- umschließen und die in passenden Abständen voneinander von oben nach unten stetig zunehmend größer werden.
- Diese flanschförmigen Teile 2, deren Oberteil am besten als eine sich nach unten erweiternde Kegeloberfläche geformt wird und deren Untertei13 im wesentlichen eben ausgebildet ist, geben die verschiedenen Schichten von Zweigen einer Tanne wieder.
- Damit das Äußere der Kerze noch mehr an eine Tanne im Winter erinnert, wird die Oberfläche der flanschartigen Teile 2 z. B. mit einer aus Stearin hergestellten Reifschicht 4 versehen, auf deren Oberfläche man, um die dekorative Wirkung zu verstärken, außerdem irgendeinen schimmernden Stoff, z. B. silbern oder golden glänzendes Metallpulver, auftragen kann.
- Es ist vorteilhaft, die eigentliche Kerzenmasse grün zu färben, wogegen man als Reifmasse am besten eine rein weiße Masse verwendet, z. B. Stearin, so daß die Kerze schon ihren Farben nach einer schneebedeckten Tanne ähnlich ist.
- Die Herstellung einer Kerze wird am besten so durchgeführt. daß Kerzenmasse in eine aus zwei Teilen bestehende Form gegossen wird, durch welche ein Lichtdocht gelegt ist. Nachdem die Masse fest geworden ist, wird die feste Kerze aus der Form genommen und von allen durch das Gießen entstandenen Unebenheiten befreit. Danach werden die oberen Flächen der flanschartigen Teile 2 mit der Reifschicht 4 versehen, z. B. durch Aufspritzen von Stearin mit einem geeigneten Spritzapparat. Bevor diese Reifschicht ganz erstarrt ist, wird auf ihre Oberfläche noch ein Glanzstoff, z. B. mit ähnlichen Vorrichtungen wie die Reifschicht, aufgetragen.
- Im Rahmen der Erfindung können Form, Zierat und Farbe der Kerze vielfältig abgewandelt werden; auch kann die Herstellung der Kerze auf andere Weise als die dargelegte ausgeführt werden.
Claims (4)
- PATE\TA\SPH('CHE: 1. Dekorationskerze mit einem aufrechten, mit Docht versehenen Stamm, dessen Durchmesser von oben nach unten zunimmt, und mit zu dem Stamm konzentrischen, querliegenden, aus Kerzenmasse bestehenden, flanschartigen Teilen, deren Abmessungen von der Spitze zum Fuß der Kerze zunehmen, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Flächen der flanschartigen Teile sich nach unten kegelförmig erweitern und die unteren Flächen eben ausgebildet-sind.
- 2. Kerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Flächen der flanschartigen Teile mit einer reifartigen Schicht überzogen sind.
- 3. Kerze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche der reifartigen Schicht ein glänzender Stoff aufgetragen ist.
- 4. Kerze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eigentliche Kerzenmasse im Gegensatz zu den reifartigen Schichten farbig ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 48 073.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FI1053129X | 1954-11-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1053129B true DE1053129B (de) | 1959-03-19 |
Family
ID=8556796
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL23261A Pending DE1053129B (de) | 1954-11-08 | 1955-10-22 | Dekorationskerze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1053129B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115396B (de) * | 1959-04-09 | 1961-10-19 | Wachswaren Fabrik Karl Wiedema | Kerze |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE48073C (de) * | C. F. ULLRICH in Aue im Erzgeb | Spar-Kerze |
-
1955
- 1955-10-22 DE DEL23261A patent/DE1053129B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE48073C (de) * | C. F. ULLRICH in Aue im Erzgeb | Spar-Kerze |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115396B (de) * | 1959-04-09 | 1961-10-19 | Wachswaren Fabrik Karl Wiedema | Kerze |
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