DE1053120B - Verfahren zur Veredelung leichter Rohbenzin-Fraktionen - Google Patents
Verfahren zur Veredelung leichter Rohbenzin-FraktionenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Veredelung leichter Schwerbenzinfralitionen durch
Hydroformierung und Herstellung von Motorkraftstoffen mit hoher Oktanzahl in hoher Ausbeute. Es
werden Produkte mit möglichst hohen Oktanzahlen durch Behandlung leichter Schwerbenxine mit einem
Siedebereich, der etwa zwischen, dem Siedebereich von ^-Kohlenwasserstoffen und 93° C liegt, hergestellt,
indem man Verfahrensbedingungen wählt, durch die maximale Ausbeuten an Aromaten erhalten werden
und die so gehalten werden, daß gerade eine vollständige Umwandlung der C7-Kohlenwasserstoffe erfolgt,
wodurch die Umwandlung der C6-Kohlenwasserstoffe weitgehend verringert wird.
Diese Verfahrensbedingungen werden auf Grund einer chromatographischen Analyse der Beschickung
und des Hydro-formats gewählt. Das Hydroformat wird darauf so behandelt, daß die kleine Menge an
n-C5- und C6-Paraffinen, die eine niedrige Oktanzahl haben, entfernt werden. Diese werden in die Reaktionszone zurückgeführt oder in hochwertigen Düsenkraftstoffen
oder anderen Spezialprodukten verwendet. Mit diesem Verfahren läßt sich gegenüber dem üblichen
Platin-Hydroformierungsverfahren eine um 19 bis 23*/o höhere Ausbeute an Motorkraftstoffen mit
C5+ -Atomen und einer Oktanzahl von 100 erzielen.
Die Hydroformierung ist ein bekanntes und in großem Umfang angewandtes Verfahren zur Veredelung
von im Motorbenzin- oder Schwerbenzinbereich siedenden Kohlenwasserstofffraktionen zwecks
Erhöhung ihrer Oktanzahl und Verbesserung ihrer Verbrennungs- oder Motorsauberkeitseigenschaften.
Bei der Hydroformierung wird die Kohlenwasserstofffraktion oder das Schwerbenzin bei erhöhten. Temperaturen
und Drücken in Gegenwart von Wasserstoff oder mit Wasserstoff angereichertem Verfahrensgas
mit festen katalytischen Stoffen unter solchen Bedingungen zusammengebracht, daß in dem Verfahren
kein Nettoverbrauch an Wasserstoff und gewöhnlich eine Nettoerzeugung an Wasserstoff stattfindet. Bei
der Hydroformierung finden eine Reihe von Reaktionen statt, z. B. eine Dehydrierung der Naphthene
zu den entsprechenden. Aromaten, Hydrocracken von Paraffinen, Isomerisierung geradkettiger Paraffine zu
Paraffinen mit verzweigten Ketten, Dehydrozyklisierung von Paraffinen sowie Isomerisierung von Verbindungen
wie Äthylcyclopentan zu Methylcyclohexan, das sich leicht in Toluol umwandeln läßt. Außer diesen
Reaktionen findet eine gewisse Hydrierung von Olefinen und Polyolefinen statt, und Schwefel oder
Schwefelverbindungen werden durch Umwandlung in Schwefelwasserstoff oder in katalytische Metallsulfide
entfernt. Das Hydroformat verbrennt infolgedessen reiner und bildet weniger Ablagerungen, wenn es als
Verfahren zur Veredelung
leichter Rohbenzin-Fraktionen
leichter Rohbenzin-Fraktionen
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company, Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Beil und A. Hoeppener1
Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 1. März 1957
V. St. v. Amerika vom 1. März 1957
Donald D. MacLaren, Scotch Plains, N.Y. (V. St. Α.), ist als Erfinder genannt worden
Kraftstoff in einem Verbrennungsmotor verwendet wird.
Die Hydroformierung wird gewöhnlich bei von 398 bis 620° C sowie Drücken von 3,5 bis 70 kg/cm2 unter
Verwendung von Katalysatoren wie Molybdänoxyd, Chromoxyd oder allgemein von Oxyden oder Sulfiden
von Metallen der Gruppe IV, V, VI, VII und VIII des Periodischen Systems entweder allein oder auf
einem Träger oder Verteilungsmittel, z. B. Tonerde-
gel, gefällter Tonerde oder Zinkaluminatspinell imprägniert durchgeführt. Ein guter Nichtedelmetall-Hydroformierungskatalysator
ist z. B. ein solcher, der etwa 10'Gewichtsprozent Molybdänoxyd auf einem durch Wärmebehandlung eines hydratisierten Alumin-iumoxyds
hergestellten Aluminiumoxydtrager oder auf einem Zinkaluminatspinell enthält. Ein guter
Edelmetall-Hydroformierungskatalysator ist z. B. ein solcher, der aus einem Alkoholat-n^Tonerde-Träger
besteht, der mit 0,6 Gewichtsprozent Platin imprägniert ist. Es können auch Katalysatoren mit
niedrigerem Platingehalt verwendet werden, ebenso Katalysatoren mit durch Kieselsäure stabilisierter
Tonerde als Träger.
809 770/441
Es ist bekannt, die Hydroformierung von Schwerbenzin-Fraktionen in Gegenwart einer dichten aufgewirbelten
Katalysatormasse in einer Wirbelschichtkammer durchzuführen, in dem die Schwerbenzindämpfe
in einer Reaktionszone kontinuierlich durch die dichte aufgewirbelte Schicht von Katalysatorteilchen
geführt werden und die verbrauchten. Katalysatorteilchen aus der dichten Schicht abgezogen
und einer getrennten Regenerationsanlage zugeführt werden, in der die entaktivierenden, kohlenstoffhaltigen
Ablagerungen durch Verbrennung entfernt werden, worauf die regenerierten Katalysatorteilchen
in die Hauptreaktionskammer zurückfließen. Ein mit Ruheschüttung arbeitendes Hydroformierungsverfahren
dagegen wird in der Weise durchgeführt, daß man die Schwerbenzindämpfe durch eine ruhende Katalysatorschicht
führt, bei erforderlicher Regenerierung den betreffenden Apparat außer Betrieb setzt, diesen
zwecks Entfernung der Reaktionsdämpfe durchspült und den Katalysator abzieht oder regeneriert, indem
man ein sauerstoffhaltiges Gas durch diese Katalysatorschicht leitet.
Eine Hydroformierung wird gewöhnlich bei Schwerbenzinen mit ziemlich weitem Siedebereich von beispielsweise
etwa 51 bis etwa 205 bis 221° C angewandt. Es ist bekannt, daß die niedrigersiedenden
Schwerbenzine durch Hydroformierung wie gewöhnlich durchgeführt wird, nicht wesentlich verbessert
werden. Ziel der vorliegenden Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Hydroformierung oder Veredelung
leichter Schwerbenzine, wobei ein einfaches und wirksames Verfahren zur Veredelung leichter
Schwerbenzine mit einem Siedebereich von etwa 37 bis 93° C, vorzugsweise von etwa 37 bis 82° C, durch
das Produkte mit hoher Oktanzahl in hohen Ausbeuten erhalten werden, geschaffen wird.
In den Zeichnungen Fig. 2 bis 6 zeigt die Auswertung chromatografischer Daten, die bei Untersuchung einer
leichten, zwischen dem Ce-Bereich und 93° C siedenden Schwerbenzinfraktion erhalten worden sind, die durch
Hydroformieren unter Verwendung eines Platinkatalysators bei Drücken von 3,5 bis 21 kg/cm2 behandelt
worden ist.
An Hand dieser Daten ergab sich, daß ein optimaler Umwandlungsgrad vorliegt, bei dem die Hydroformierung
durchzuführen ist. Oberhalb dieses Umwandlungsgrades werden die aromatischen Verbindungen
zerstört und die Cs-Isoparaffine mit hoher Oktanzahl durch Cracken zersetzt.
Fig. 2 und 3 zeigt die Zerstörung von Aromaten, die oberhalb des optimalen Oktanwertes von etwa 95
erfolgt, und ferner, daß bei diesem Wert maximale Ausbeuten an Aromaten erhalten werden.
Fig. 4 zeigt, daß dieses Maximum genau an dem Punkt auftritt, an dem gerade die vollständige Umwandlung
der C7-Paraffine erreicht worden ist. Fig. 5 zeigt, daß dies einer etwa 75- bis 80prozentigen Umwandlung
der C6-Paraffine entspricht, während aus Fig. 6 zu ersehen ist, daß, wenn die Bedingungen weiter
verschärft werden, die C--Paraffine1 insbesondere die C3-Isoparaffine, gecrackt werden, wodurch die Ausbeute
an Benzin mit hoher Oktanzahl herabgesetzt wird. Hieraus ist also zu ersehen, daß bei der Hydroformierung
mit Platinkatalysatoren eine optimale Umwandlung bei genau IOOprozentiger Umwandlung der
C7-Paraffine erreicht wird, die einer 75- bis 80prozentigen Umwandlung der C6-Paraffine entspricht. Es ist
dies der Punkt der Umwandlung, an dem höchste Ausbeuten an Aromaten und Gesamtausbeuten an Benzin
erzielt werden. Dies zeigt, daß oberhalb dieses Wertes
eine weitere Verbesserung der Oktanzahl nur dann zu erzielen ist, daß die restlichen C6-Paraffine gecrackt
und gleichzeitig die C5-Paraffine und einige der bereits in dem Produkt vorhandenen Aromaten zerstört
werden. Das Cracken der C5-Paraffine ist um so mehr nachteilig, als vorzugsweise die C5-Isoparaffine
gecrackt werden.
Erfindungsgemäß wird diese optimale Umwandlung benutzt und die n-C5- und C6-Paraffine von dem Produkt
abgetrennt. Diese können dann in die Umwandlungszone zurückgeführt oder für sich als Bestandteil
in hochwertigen Düsenkraftstoffen oder anderen Spezialprodukten verwendet werden. Durch diese Erfindung
kann die Auebeute an Motorkraftstoff der OktanzaH 100 und darüber um etwa 20*/o erhöht
werden.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung können selbstverständlich sowohl bei Hydroformierungsverfahren,
die mit Ruheschüttung als auch die mit Wirbelschicht arbeiten, erreicht werden. Darüber hinaus
ist das erfindungsgemäße Verfahren auch für Hydroformierungen geeignet, die mit aufgewirbelten
Molybdanoxyd-Katalysatoren arbeiten. Es werden hier ähnliche chrotnatografische Daten unter anderen
Verfahrensbedingungen bei der mit aufgewirbeltem Molybdän-Katalysator arbeitenden Hydroformierung
erzielt, und die Reaktionsbedingungen werden so gewählt, daß die Umwandlung bis zu dem Punkt durchgeführt
wird, an dem eine 1 OOprozentige Umwandlung der C7-Kohlenwasserstoffe erfolgt.
Nach der Zeichnung Fig. 1, in der schematisch eine erfindungsgemäße Hydraformierungsanlage gezeigt
wird1, wird eine zwischen C5-Kohlenwasserstoffen und 93° C siedende leichte Schwerbenzinfraktion über die
Leitung 1 (an dem geschlossenen Ventil 2 vorbei) durch das geöffnete Ventil 3 in die Destillationskolonne
4 eingeführt. In dieser wird eine zwischen 82 und 93° C siedende Bodenfraktion abgetrennt, die
durch die Leitung 5 in eine getrennte (hier nicht gezeigte) Hydroformierungsanlage zur Behandlung von
schwerem Rohbenzin befördert wird. Über die am Kopf der Säule 4 befindliche Leitung 6 gelangt die
C5/82° C-Fraktion in den Hydroformer 8 zur Behandlung von leichtem Schwerbenzin. Gegebenenfalls kann
die gesamte C5/82° C-Fraktion auch direkt in den Hydroformer 8 geleitet werden, indem man das
Ventil 3 schließt und das Ventil 2 in Leitung 7 öffnet. Die Bedingungen im Hydroformer werden derart eingestellt,
daß eine größtmögliche Umwandlung der Aromaten und eine vollständige Umwandlung der
C7-Paraffine bei geringstmöglicher Umwandlung von C6-Paraffinen erfolgt. Vom Hydroformer 8 wird das
Produkt gegebenenfalls über die Leitung 9 in eine Katalysatorgewinnungsanlage geleitet und von hier
durch einen Wärmeaustauscher und einen Kondensator in den Gas-Flüssigkeits-Abscheider 10 befördert,
in dem das Umlaufgas abgetrennt und über die Leitung 11 dem Kompressor 12 zugeführt wird. Aus dem
Kompressor 12 wird das Gas über die Leitung 13 in den Hydroformer zurückgeführt.
Vom Abscheider 10 gelangt das flüssige Hydroformat in die Stabilisieranlage 15, in der das C4-Material
am Kopf durch die Leitung 16 entfernt und in die übliche (hier nicht gezeigte) Behandlungszone
zur Gewinnung der leichten Enden geleitet wird. Das am Boden des. Stabilisators 15 abfließende Produkt
gelangt über die Leitung 17 in. die Säule 18 zur Entfernung des Isopentane. Das Isopentan wird am Kopf
dieser Säule durch die Leitung 19 als eines der
7" Hauptprodukte abgezogen und das Bodenprodukt über
Claims (4)
1. Verfahren zur Veredelung leichter Rohbenzinfraktionen mit einem Siedebereich zwischen dem
von C5-Kohlenwasserstoffen und 93° C, dadurch gekennzeichnet, daß man Beschickungen aus diesen
Fraktionen nach bekannten Verfahren hydroformiert, daß eine genau IOOprozentige Umwandlung
der C7-Paraffine erfolgt und die Umwandlung der C6-Paraffine auf einem Minimum gehalten und
eine maximale Ausbeute an Aromaten erzielt wird, man dieses Hydroformat stabilisiert und die C4-
und leichteren Stoffe entfernt, worauf man das Hydroformat so fraktioniert, daß die Isopentane
als Kopfprodukt mit hoher Oktanzahl abgetrennt werden, man das Bodenprodukt aus dieser Kolonne
feinst fraktioniert und ein Benzol mit hoher Oktanzahl als Bodenprodukt und eine n-C5- und C6-Paraffinfraktion
als Kopfprodukt abzieht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator Platin verwendet
wird, das auf Tonerde mit großer Oberfläche niedergeschlagen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die n-C5- und C6-Paraffinfraktionen in
die Hydroformierungszone zurückgeführt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die der Hydroformierung zu
unterwerfende leichte Rohbenzinfraktion in einem Siedebereiich zwischen dem von ^-Kohlenwasserstoffen
und 82° C siedet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 719 816.
USA.-Patentschrift Nr. 2 719 816.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 809 770/4+1 3.59
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| US643343A US2937137A (en) | 1957-03-01 | 1957-03-01 | Process for light naphtha upgrading |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|---|
| US2719816A (en) * | 1952-07-29 | 1955-10-04 | Exxon Research Engineering Co | Light ends recovery in fluid hydroforming |
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1957
- 1957-03-01 US US643343A patent/US2937137A/en not_active Expired - Lifetime
-
1958
- 1958-03-01 DE DEE15450A patent/DE1053120B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2719816A (en) * | 1952-07-29 | 1955-10-04 | Exxon Research Engineering Co | Light ends recovery in fluid hydroforming |
Also Published As
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| US2937137A (en) | 1960-05-17 |
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