DE1052355B - Einrichtung zum selbsttaetigen Abschneiden einstellbarer Laengen von Buerstenstreifen - Google Patents
Einrichtung zum selbsttaetigen Abschneiden einstellbarer Laengen von BuerstenstreifenInfo
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- DE1052355B DE1052355B DEB48030A DEB0048030A DE1052355B DE 1052355 B DE1052355 B DE 1052355B DE B48030 A DEB48030 A DE B48030A DE B0048030 A DEB0048030 A DE B0048030A DE 1052355 B DE1052355 B DE 1052355B
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A46—BRUSHWARE
- A46D—MANUFACTURE OF BRUSHES
- A46D1/00—Bristles; Selection of materials for bristles
- A46D1/08—Preparing uniform tufts of bristles
Landscapes
- Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
Description
DEUTSCHES
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, von einem Bürstenstreifen einzelne Streifenstücke von
genau gleicher, wählbarer Länge abzuschneiden. Die für diesen Zweck bisher verwendeten Methoden beruhten
meist darauf, daß die einzelnen Längen von Hand oder mit Vorrichtungen abgemessen und abgeschnitten
wurden, wobei der eine oder der andere dieser Arbeitsvorgänge auch mechanisch durchgeführt wurde.
Nachteilig ist dabei ein großer Aufwand an Zeit und Arbeitskraft5 ferner eine Abhängigkeit von der Zuverlässigkeit
des Arbeiters, die u. U. zu einem großen Ausschußanfall führt und keine Gewähr für die bei den
meisten Anwendungsfällen von Bürstenstreifen verlangte genaue Übereinstimmung der Längen aller
Strei fen stücke bietet.
Man bevorzugte deshalb mechanisch arbeitende Abscbneideeinrichtungen für Bürstenstreifen, bei welchen
dieser mit gleichbleibender Geschwindigkeit zwischen zwei Schneidmessern hindurchgeführt wird, welche
geradlinig von beiden Seiten senkrecht zur Streifenachse bewegt werden und dabei den Streifen abschneiden.
Da sich der Streifen bei diesem Vorgang ständig weiterbewegt, so muß die Schnittgeschwindigkeit
zur Vermeidung von schrägen Schnittflächen möglichst groß gewählt werden. Der sich dabei ergebende
schlagartige Schneidevorgang hat jedoch nachteilige Stauchungen an der Schnittfläche und u. U. Verformungen
des Bürstenstreifens zur Folge. Außerdem besteht durch die hohe Schnittgeschwindigkeit eine
entsprechend große Beanspruchung der Schneidmesser, so daß diese häufig ausgewechselt bzw. nachgeschliffen
werden müssen.
Die vorliegende Erfindung behebt diese Nachteile und kommt in ihren einzelnen Merkmalen den heutigen
wirtschaftlichen und technischen Forderungen entgegen, welche bei der Herstellung und Verarbeitung
von Bürstenstreifen vorliegen.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß zwei oder mehrere intermittierend angetriebene, durch
Zahnräder miteinander in Antriebsverbindungstehende rotierende Abscherklingen angeordnet sind, zwischen
deren sich überschneidenden Schnittkantenkreisen der Bürstenstreifen mit einer der Umfangsgeschwindigkeit
und Drehrichtung der Abscherklingen entsprechenden Geschwindigkeit und Richtung kontinuierlich hindurchbewegt
wird.
Diese Einrichtung würde an sich genügen, um Streifenstücke gleicher Längen abzuteilen. Da während
des Abschneidens die Bewegung der Schneidekanten der Abscherklingen mit derjenigen, des Bürstenstreifens
in Größe und Richtung genau übereinstimmt, sind schräge Schnittflächen, Stauchungen und Verformungen
am Bürstenstreifen vermieden. Außerdem werden beim Abschervorgang an der Schnittfläche die die Be-Einrichtung
zum selbsttätigen Abschneiden einstellbarer Längen von Bürstenstreifen
Anmelder: Josef Baer, Maschinenfabrikr Weingarten (Württ.)
Paul Kolaczek, Weingarten (Württ.), ist als Erfinder genannt worden.
stückung haltenden seitlichen Blechstreifen nach innen gebogen, so daß die Bestückung an der Trennstelle
nicht herausfallen kann.
Bei der genannten Einrichtung würden die abgeteilten Längen dem Umfang des Bewegungskreises der
Abscherklingen entsprechen. Um jedoch auch gleich lange Streifenstücke mit anderen, wählbaren Längen
herstellen zu können, sind nach der Erfindung hinter den Abscherklingen Steuereinrichtungen angeordnet,
bestehend aus einem Einschalter bzw. Ausschalter für den die Abscherklingen antreibenden Elektromotor,
wobei ein Schaltglied in die Bewegungsbahn des Bürstenstreifens gelegt ist und durch dessen vorderes
Ende im Einschaltsinne betätigt wird und ein Stopschalter angeordnet ist, dessen Schalter z. B. durch
einen mit den Abscherklingen umlaufenden Steuernocken in Abhängigkeit von der bei einem Umlauf der
Abscherklingen möglichen Schnittzahl unmittelbar am Beginn der Schneidzone im Ausschaltsinne betätigt
wird.
Die Betätigung des Einschalters kann auch durch andere Steuermittel, z. B. durch eine Fotozelle, über
ein Relais ausgelöst werden.
Die Länge des abgeschnittenen Bürstenstreifens wird bestimmt durch den Abstand der Schneideeinrichtung
von der hinter dieser angeordneten Einschaltsteuerung.. Durch Vor- oder Zurückverstellen dieser
Steuerung kann diese Länge genau eingestellt werden und gegebenenfalls auftretende Streuungen sind durch
Verwendung einer entsprechend großen Untersetzung zwischen Antriebsmotor und Abseherklingen, praktisch
unwirksam gemacht.
Im gleichen Sinne wirkt die Ausstattung des An-
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1
triebsmotors mit einer automatischen Stoppbremse, welche vom Ausschalter gesteuert wird und die Umlaufbewegung
der Abscherklingen mit der erforderlichen Genauigkeit begrenzt.
Da durch die genannten Mittel eine selbsttätige genaue Einhaltung der gewünschten Länge der Streifenstücke
erreicht ist, können keine Ausschußstücke mehr anfallen. Außerdem ist eine ausreichend hohe Arbeitsgeschwindigkeit möglich, ohne daß die Zuverlässigkeit
der Arbeitsweise beeinträchtigt wird.
Ferner ist die neue Einrichtung baulich und funktionell geeignet, als Aggregat in einen vollautomatischen
Fertigungsvorgang von technischen Bürsten eingegliedert zu werden. Sie kann dabei in ihrem Arbeitsrhythmus
demjenigen der anderen Aggregate besser angepaßt werden, als dies bei Handarbeit oder halbautomatischen
Vorrichtungen möglich ist.
Da die in einer Kreisbahn bewegten, mit ihren Schneidkanten in den Bürstenstreifen eindringenden
Abscherklingen quer zur Streifenachse gegeneinander nach Art von Verzahnungen bei Zahnrädern bewegt
werden, so schlägt die Erfindung zur Vermeidung von Klemmungen vor, die Rückenflanken der Abscherklingen
nach einer Evolvente oder einer anderen geeigneten Abwälzkurve zu formen.
Um das für den Abschneidevorgang beste Schnittspiel einstellen zu können, sind nach der Erfindung die
Naben der Abscherklingen nachstellbar über Spannringe auf ihren Wellen befestigt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Schnittansicht des Antriebs für die Abscherklingen,
Fig. 2 eine Ansicht der Abscherklingen von oben,
Fig. 3 ein Anordnungsschema der gesamten Einrichtung,
Fig. 4 das Anordnungsschema nach Fig. 3 in einem anderen Betriebszustand.
Im Gehäuse 1 sind die senkrecht angeordneten Wellen 2, 3 gelagert und stehen miteinander über die
gleich großen Zahnräder 4, 5 in Antriebsverbindung. DieWelle2wird von einem nicht dargestellten Elektromotor
über ein Untersetzungsgetriebe, z. B. Schneckenradgetriebe 6, 7 angetrieben.
Zur Beseitigung des Zahnspieles zwischen den Rädern 4 und 5 ist das Rad 5 in bekannter Weise mit
einem Teilzahnkranz 8 versehen, welcher über die Zugfeder 9 gegenüber dem Zahnkranz des Rades 5 radial
verspannt ist. An Stelle der Verbindung über eine Zugfeder kann der Teilzahnkranz auch bei der Montage
mit dem Gegenzahnkranz 4 spielfrei gemacht und dann mit dem Rad 5 verschraubt werden. Oder es können
die Flanken der Zahnkränze 4, 5 leicht konisch ausgebildet und durch Federkraft ständig axial gegeneinander
gedrückt werden.
An den oberen, aus dem Gehäuse 1 herausragenden Enden 10 bzw. 11 der Wellen 2 bzw. 3 sind die Naben
12 bzw. 13 der Abscherklingen 15 bzw. 16 kraftschlüssig durch Spannringe 14 befestigt. Die Abscher=
klingen sind auf ihren Naben so angebracht, daß sich ihre Schneidekanten beim Abteilvorgang nach Art
einer Schere gegeneinander bewegen (Fig. 2). Um dabei beim Schneidevorgang ein spielfreies Abwälzen
der Rückenflanken 17 bzw. 18 aneinander zu erreichen und dadurch Klemmungen und einen ungenauen Schnitt
zu vermeiden, sind diese Rückenflanken nach einer Evolvente ausgebildet. Die genaue spielfreie Einstellung
der Abscherklingen zueinander kann durch entsprechendes Verdrehen der Naben 12,13 gegenüber
ihren Wellen erfolgen.
Der abzuschneidende Bürstenstreifen 20 wird von einer nicht dargestellten Vorschubeinrichtung zwischen
die Abscherklingen mit einer Vorschubgeschwindigkeit bewegt, welche der Umlaufgeschwindigkeit der Abscherklingen
entspricht.
In einem der gewünschten Streifenlänge entsprechenden Abstand von der Abschneideeinrichtung
ist eine den Abschneidevorgang in Gang setzende Steuereinrichtung angeordnet. Im Beispiel nach Fig. 3
und 4 ist als Steuereinrichtung eine elektrische Schalteinrichtung dargestellt, welche im wesentlichen aus
dem Einschalter 22 besteht. Dieser ist so angeordnet, daß er durch das vordere Ende des durchlaufenden zusammenhängenden
Bürstenstreifens 20 betätigt wird. Dabei ist eine Tastrolle 23 angeordnet, die gegenFederwirkung
das eigentliche Schaltglied 24 einschaltet, sobald die Tastrolle 23 von dem durchlaufenden Bürstenstreifen
in ihre Einschaltlage gedrückt wird, wodurch dann die Stromzufuhr zum Antriebsmotor 25 über den
Leitungszweig 26 geschlossen wird.
Eine andere Leitungsabzweigung 27 führt zu einem weiteren Schalter 28, dessen Schaltglied 29 ebenfalls
die Stromzufuhr zum Motor 25 beeinflußt und über einen Fühler 30 betätigt wird, welcher durch einen
Steuernocken 31 axial verschoben wird. Letzterer weist eine Vertiefung 32 auf und ist als Ring auf einer
der Wellen 2 oder 3 befestigt. Er kann dort zur Einstellung des genauen Schaltpunktes relativ zur Nabe
der Abscherklingen bzw. zur Antriebswelle verdreht werden.
In der Stellung nach Fig. 3 ist ein Abschneidvorgang abgelaufen und das abgetrennte Streifenstück ist
zur Weiterverarbeitung aus der Vorschubbahn herausgenommen. Der Schalter 22 liegt in seiner Ausschaltstellung,
während der Schalter 28 die Stromzufuhr zum Antriebsmotor 25 geschlossen hält, so daß die Abscherklingen
in der eingezeichneten Pfeilrichtung umlaufen. Unabhängig von dieser Umlaufbewegung wird
der Bürstenstreifen 20 in Pfeilrichtung »A« mit einer Geschwindigkeit vorgeschoben, die der Umlaufgeschwindigkeit
der Abscherklingen entspricht. Die Lage der Vertiefung 32 im Steuerring 31 und des
Schalters 28 ist so gewählt, daß der Antriebsmotor dann ausgeschaltet wird, wenn die Abscherklingen die
Lage I (Schnittbeginn, Fig. 4) erreicht haben. In dieser Ruhestellung ist zwischen Abscherklingen und Bürstenstreifen
nur noch so viel Raum gelassen, daß der Streifen unbehindert zwischen den Klingen durchlaufen
kann.
Der Antriebsmotor und damit der Schneidevorgang wird erst wieder in Gang gesetzt, wenn der Bürstenstreifen
die in Fig. 4 dargestellte Lage erreicht hat, d. h., wenn der Schalter 22 über das Schaltglied 24 die
Stromzufuhr zum Motor25 schließt. Dabei beginnt der Schneidvorgang sofort und ist längstens in der LageII
der Abscherklingen abgeschlossen. Gleichzeitig wird der Fühler 30 durch den Nockenring 31 angehoben und
dadurch der Schalter 28 bzw. das Schaltglied 29 ebenfalls in die Einschaltstellung gebracht. Die Länge des
abgeschnittenen Streifenstückes ergibt sich dann aus dem Abstand I-IIL
Die Abscherklingen 15 und 16 bewegen sich infolge des geschlossenen Schalters 28 von ihrer Lage II bis
in die Lage I weiter, während der Schalter 22 durch Entfernen des abgeschnittenen Streifenstückes selbsttätig
in seine Ausschaltlage zurückkehrt. Nachdem die Abscherklingen die Lage I wieder erreicht haben, wird
der Antriebsmotor 25 durch den Schalter 28, wie bereits beschrieben, gestopt, und die Einrichtung steht
für einen neuen Abschneidevorgang bereit.
Claims (2)
1. Einrichtung zum selbsttätigen Abschneiden einstellbarer Längen von Bürstenstreifen, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere intermittierend angetriebene, durch Zahnräder (4, 5)
miteinander in Antriebsverbindung stehende rotierende Absdherklingen (15, 16) angeordnet
sind, zwischen deren sich überschneidenden Sohnittkantenkreisen der Bürstenstreifen (20) mit einer
der Umfangsgeschwmdigkeit und Drehrichtung der Absoherklingen entsprechenden Geschwindigkeit
und Richtung kontinuierlich hindurchbewegt wird.
2. Einrichtung nadh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung von Streifenstücken
gleicher einstellbarer Längen hinter den
ίο Abscherklingen Steuereinrichtungen (22 bis 28)
angeordnet sind, bestehend aus einem Einsohalter bzw. Ausschalter (24 bzw. 28) für den die Absoherklingen
antreibenden Elektromotor, wobei ein Schaltglied (23, 24) in die Bewegungsbahn dies
Bürstenstreifens gelegt ist und durch dessen vorderes Ende im Einschaltsinne betätigt wird und
ein Stopschalter (28) angeordnet ist, dessen Schalter (29) z. B. durch einen mit den Abscherklingen
umlaufenden Steuernocken (31) in Ab-
ao hängigkeit von der bei einem Umlauf der Absoherklingen möglichen Sohnittzahl unmittelbar am Beginn (I) der Sdhneidzone im Ausschaltsinne betätigt
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 649336, 2 580 378,
1871775;
1871775;
französische Patentsdhrift Nr. 1104597.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 769/4 3.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB48030A DE1052355B (de) | 1958-03-01 | 1958-03-01 | Einrichtung zum selbsttaetigen Abschneiden einstellbarer Laengen von Buerstenstreifen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB48030A DE1052355B (de) | 1958-03-01 | 1958-03-01 | Einrichtung zum selbsttaetigen Abschneiden einstellbarer Laengen von Buerstenstreifen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1052355B true DE1052355B (de) | 1959-03-12 |
Family
ID=6968450
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB48030A Pending DE1052355B (de) | 1958-03-01 | 1958-03-01 | Einrichtung zum selbsttaetigen Abschneiden einstellbarer Laengen von Buerstenstreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1052355B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1871775A (en) * | 1925-12-14 | 1932-08-16 | Fuller Brush Co | Brush element and process |
| US2580378A (en) * | 1945-08-06 | 1951-12-25 | Osborn Mfg Co | Brush manufacture |
| US2649336A (en) * | 1950-10-25 | 1953-08-18 | Fuller Brush Co | Brushmaking machine |
| FR1104597A (fr) * | 1953-10-03 | 1955-11-22 | Brosse & J Dupont Reunis | Machine automatique pour la fabrication des brosses |
-
1958
- 1958-03-01 DE DEB48030A patent/DE1052355B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US1871775A (en) * | 1925-12-14 | 1932-08-16 | Fuller Brush Co | Brush element and process |
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