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DE1051043B - Anordnung zum Befestigen von Wechselpflugwerken an Dreipunktgestaengen oder Gelenkvierecken - Google Patents

Anordnung zum Befestigen von Wechselpflugwerken an Dreipunktgestaengen oder Gelenkvierecken

Info

Publication number
DE1051043B
DE1051043B DER21628A DER0021628A DE1051043B DE 1051043 B DE1051043 B DE 1051043B DE R21628 A DER21628 A DE R21628A DE R0021628 A DER0021628 A DE R0021628A DE 1051043 B DE1051043 B DE 1051043B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plow
coupling
arrangement according
link
plows
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER21628A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Friedrich Icking
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rabewerk Heinrich Clausing
Original Assignee
Rabewerk Heinrich Clausing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rabewerk Heinrich Clausing filed Critical Rabewerk Heinrich Clausing
Priority to DER21628A priority Critical patent/DE1051043B/de
Publication of DE1051043B publication Critical patent/DE1051043B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/36Ploughs mounted on tractors
    • A01B3/40Alternating ploughs
    • A01B3/44Alternating ploughs with parallel plough units used alternately
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B59/00Devices specially adapted for connection between animals or tractors and agricultural machines or implements
    • A01B59/06Devices specially adapted for connection between animals or tractors and agricultural machines or implements for machines mounted on tractors
    • A01B59/065Devices specially adapted for connection between animals or tractors and agricultural machines or implements for machines mounted on tractors for ploughs or like implements

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Agricultural Machines (AREA)

Description

Patent
Unterlagen
R 21628 III/45 a
ANMELDETAG: 3. AUGUST 1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 19. FEBRUAR 1959
Landwirtschaftliche Schlepper sind üblicherweise mit einem Dreipunktgestänge oder einem Gelenkviereck ausgerüstet, das zum Anbau der landwirtschaftlichen Geräte dient. Diese Gelenke haben den Vorteil, daß sie einen ideellen Zugpunkt ergeben, der genügend tief und genügend weit vor dem Gerät liegt. Diese Zugpunktlage ist aber bei Pflügen nicht immer erwünscht. Liegt beispielsweise, wie es bei leichtem Boden der Fall ist, die Resultierende der am Pflug angreifenden Kräfte oberhalb der Lage, die für einen sogenannten reellen Zugpunkt üblich und erreichbar ist, so arbeitet der Pflug besser mit diesem reellen Zugpunkt. Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, in diesem Fall die starre Verbindung des Pfluges mit dem Dreipunktgestänge aufzuheben, so daß der Pflug in der Lotrechten um den Ablenkpunkt schwenken kann, und das Dreipunktgestänge durch ein Stützrad abzufangen, so daß der Schwenkpunkt des Pfluges zum reellen Zugpunkt wird. Die praktische Durchführung des Vorschlages macht bei Wechsel· pflugwerken Schwierigkeiten. Die eine ist, beim Übergang aus der Transportstellung beider Pflüge in die Arbeitsstellung des einen Pfluges für den jeweils ausgehobenen Pflug eine Bereitschaftsstellung einzuhalten, in der das Pflugschar noch genügend hoch über dem Erdboden liegt. Eine zweite Schwierigkeit bildet das Abfangen des Gewichtes des ausgehobenen Pfluges, da dieser Pflug nicht mit seinem ganzen Gewicht den arbeitenden Pflug oder das das Gestänge abfangende Stützrad belasten soll, sondern in erster Linie die Hinterachse des Schleppers, um die vom Schlepper übertragbare Zugkraft zu erhöhen. Eine dritte Schwierigkeit liegt darin, daß eine Änderung des üblicherweise zum Schlepper gehörenden Gestänges vermieden werden muß. Dieses Gestänge bildet ein von den Schlepperfirmen zu lieferndes Zubehör zum Schlepper, dessen Abmessungen nicht geändert werden können. Wenn dagegen das Gestänge den jeweiligen Geräten angepaßt werden muß, so müssen die die Geräte bauenden Firmen die Gestängeteile liefern. Das ist schwer durchführbar, da die Teile des Gestänges für jeden Schlepper andere Abmessungen haben müßten.
Die Erfindung bezweckt die Ausbildung einer Anordnung, welche die Befestigung von Wechselpflugwerken an Dreipunktgestängen oder ähnlichen Gelenkvierecken zuläßt, und zwar mit reellem Zugpunkt und unter Verwendung der üblichen, mit dem Schlepper verbundenen Gestänge, die weiter für den jeweils ausgehobenen Pflug eine Bereitschaftsstellung mit genügender Höhe über dem Erdboden sicherstellt und schließlich auch das Gewicht des jeweils ausgehobenen Pfluges in einstellbarem Ausmaß auf die Schlepperhinterachse zu übertragen gestattet. Zu diesem Zweck ist die Anordnung erfindungsgemäß so ausgebildet, Anordnung zum Befestigen von
Wechselpflugwerken an Dreipunktgestängen oder Gelenkvierecken
Anmelder:
Rabewerk Heinrich Clausing,
Linne über Bohmte (Bez. Osnabrück)
Dipl.-Ing. Friedrich Icking, Bad Essen (Bez. Osnabrück), ist als Erfinder genannt worden
daß ein die Schwenkachse der beiden Pflüge des Wechselpflugwerkes tragenden, mit den Lenkern des Dreipunktgestänges oder Gelenkvierecks verbundene Koppel mit dem oberen Lenker des Dreipunktgestänges über einen Zwischenlenker und zusätzlich mit dem Schleppergehäuse über ein Zugglied verbunden ist, das mit den unteren Lenkern des Dreipunktgestänges, der Koppel und dem Schleppergehäuse ein Gelenkviereck bildet, wobei für jeden Pflug an der Koppel ein mit dem Zwischenlenker kuppelbarer Hebelarm angelenkt ist, dessen anderes Ende über eine Kette mit dem dazugehörigen Pfluggrindel verbunden ist.
Durch diese Ausbildung und Verbindung des koppelartigen Teiles mit dem üblichen Gestänge des Schleppers wird beim Übergang aus der Transportin die Arbeitsstellung ein zusätzliches Anheben des nicht arbeitenden Pfluges und eine zusätzliche Belastung der Schlepperhinterradachse erreicht. Die Anordnung ist im übrigen weiter so ausgebildet, daß die Kupplung des den jeweils ausgehobenen Pflug tragenden Hebels mit dem Lenker, der den koppelartigen Teil mit dem Lenker des Dreipunktgestänges verbindet, selbsttätig durch die Relativbewegung des koppelartigen Teiles zu dem zusätzlichen Lenker bewirkt wird, der Pflugwechsel am Anfang der Furche also automatisch erfolgt. Die Erfindung bietet weiter die Möglichkeit, die Pflüge an dem koppelartigen Teil über ein Gelenkviereck zu befestigen, um einen ideellen Zugpunkt zu erhalten, oder sie zu diesem Zweck in der Arbeitsstellung starr mit dem koppelartigen Teil zu verbinden. Die Erfindung bietet dann die zuvor
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genannten Vorteile des selbsttätigen, zusätzlichen Anhebens des nicht arbeitenden Pfluges und die günstige Verteilung des Gewichtes dieses Pfluges.
Die Verbindung der Koppel mit dem oberen Lenker durch einen Zwischenlenker ist an sich bekannt. Man verwendet eine solche Koppel als Überlastsicherung. Das die Koppel mit dem Zwischenlenker verbindende Gelenk wird dabei als Reibungskupplung ausgebildet, so daß es durch den normalen Bodenwiderstand nicht eingedrückt werden kann. Die Verbindung der Koppel mit dem oberen Lenker durch einen Zwischenlenker wird auch dann angewendet, wenn das Gewicht des ausgehobenen Pfluges dazu benutzt wird, einen Wechsel der Pflughälften bzw. das Drehen von Winkeldrehpflügen durchzuführen. Weiter ist es bekannt, für jeden Pflug an der Koppel einen Hebelarm anzulenken und diesen mit dem zugehörigen Grindel durch eine Kette zu verbinden, wobei jeder Grindel schwenkbar auf der Verbindungsstange der unteren Lenker gelagert und das über dieses vorstehende Ende durch eine Kette mit dem Schlepper verbunden ist. Eine solche Anordnung dient zur Betätigung eines Schaltwerkes für die Verriegelung der abwechselnd arbeitenden Bodengeräte.
Die Erfindung sowie weitere Merkmale der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt. In der Zeichnung zeigt
Abb. 1 die Befestigung eines Wechselpflugwerkes an dem Dreipunktgestänge eines Schleppers in der Anordnung nach der Erfindung, und zwar in der Transportstellung beider Pflüge,
Abb. 2 die gleiche Ansicht in der Bereitschaftsstellung des einen und in der Arbeitsstellung des anderen Pfluges,
Abb. 3 das obere Ende der Koppel mit der Kupplungsvorrichtung in perspektivischer Darstellung,
Abb. 4 und 5 eine Rückansicht und Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung nach Abb. 3,
Abb. 6 und 7 eine andere Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung,
Abb. 8 eine Einstellvorrichtung der Arbeitsbreite der Pflüge in perspektivischer Darstellung,
Abb. 9 eine schematische Darstellung der Vorrichtung nach Abb. 8 und
Abb. 10 und 11 Ausführungsbeispiele für die Befestigung der Pflüge mit ideellem Zugpunkt.
Die Abb. 1 und 2 zeigen das hintere Ende eines Schleppers 1, an dem bei 2 und 3 gelenkig die Lenker eines .Dreipunktgestänges befestigt sind, nämlich der obere, in der Länge einstellbare Lenker 4 und die unteren Lenker 5. Beide Lenker 5 sind üblicherweise, durch eine Achse 6 miteinander verbunden, die den koppelartig ausgebildeten Teil 7 trägt. Die Lenker 5 sind weiter in bekannter, nicht dargestellter Weise mit der Aushebevorrichtung des Schleppers verbunden, die meist hydraulisch arbeitet.
Die beiden Pflüge 8 und 9 des Wechselpflugwerkes haben durch eine Stellschraube 10 in bekannter Weise einknickbare Grindel 11, um die Arbeitstiefe einstellen zu können. Die Grindel sind schwenkbar um eine Welle 12, die an dem koppelartig ausgebildeten, in der Zeichnung schematisch als dreieckiger Träger dargestellten Teil 7 befestigt ist.
Das obere Ende der Koppel 7 trägt einen Schwenkzapfen 13 mit einem Lenker 14, der mit dem oberen Lenker 4 bei 15 gelenkig verbunden ist. Die Koppel 7 ist weiter etwa in ihrer Mitte am Haken 16 zusätzlich durch eine Kette 17 bei 18,mit dem Schlepper 1 verbunden, wobei die Stelle 18 auch mit dem Zapfen 2 zusammenfallen kann. Die Kette 17 bildet mit der Koppel 7, dem unteren Lenker 5 und mit dem Schlepper 1 ein Gelenkviereck, das die Bewegung der Koppel beim Ausheben und Absenken der Pflüge bestimmt.
Auf dem Zapfen 13 schwenkbar sitzt für jeden Pflug ein Hebelarm 19, 20; jeder trägt eine mit einem der Pfluggrindel 11 verbundene Kette 21, 22. Diese Ketten können an mehreren Stellen 23 jedes Grindels eingehängt werden, um beim Arbeiten des einen
ίο Pfluges das Gewicht des ausgehobenen Pfluges einstellbar aus den Schlepper und auf das mit 24 bezeichnete, an der Koppel 7 befestigte Stützrad verteilen zu können. Dieses Stützrad kann auch in der Höhe einstellbar mit der Koppel 7 verbunden werden; in diesem Falle wird die Stellschraube 10 entbehrlich.
♦In der ausgehobenen Stellung nach der Abb. 1 werden die Lenker 5 des Dreipunktgestänges wie üblich vom Hubarm der hydraulischen Aushebevorrichtung festgehalten. Die Koppel 7 wird von der Kette 17 gehalten. Der obere Lenker 4 und der zusätzliche Lenker 14 bilden in dieser Stellung einen stumpfen Winkel miteinander, d. h., eine Drehung des Lenkers 14 entgegen dem Uhrzeigersinn ist durch den Lenker 4 verhindert. Wie in Abb. 1 durch den Kreis 25 mit dem Strich 26 angedeutet ist, ist der Hebel 19 mit dem Lenker 14 so gekuppelt, daß eine Bewegung des Hebels
19 entgegen dem Uhrzeigersinn selbst unter Einwirkung des Pfluggewichtes nicht möglich ist. Der Hebel
20 des Pfluges 9 ist nicht gekuppelt. Dieser Hebel bildet also mit der Kette 21 eine gerade Linie, was aber an der Stellung des Pfluges 9 nichts wesentliches ändert. In Abb. 1 ist angenommen, daß sich der Pflug 8 mit dem Pflug 9 deckt. Beide Pflüge befinden sich in der Transportstellung in dem Abstand α überdem Erdboden.
Beim Einsetzen des Pfluges 9 werden wie üblich die unteren Lenker 5 freigegeben, sie bewegen sich nach unten, bis das Stützrad 24 sich auf den Erdboden aufsetzt. Die Koppel 7 wird bei der Abwärtsbewegung durch das Gelenkviereck 1, 5, 7, 17 geführt und nimmt die in Abb. 2 dargestellte Lage ein. Der gestrichelt dargestellte Pflug 9 kommt in die Arbeitslage; die zugehörige Kette 22 hängt frei durch. Das gleiche gilt für den zugehörigen Hebelarm 20, der um 13 frei schwenkbar ist.
Beim Absenken muß der Lenker 14, bedingt durch den oberen Lenker 4, eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn ausführen. Da der Hebelarm 19 durch die Teile 25, 26 mitgenommen wird, folgt er der Drehung des Lenkers 14. Das bewirkt, daß der Grindel 11 des Pfluges 8 um die Achse 12 nach oben geschwenkt wird. Der Pflug 8 behält so annähernd seinen Abstand a vom Erdboden bei.
In der Arbeitsstellung wird das Gewicht des ausgehobenen Pfluges durch die Kette 21 auf den Arm 19 übertragen. Das entstehende Moment wird vom Lenker 4 aufgenommen und führt zu einer zusätzlichen Belastung der Hinterachse des Schleppers, die die Rutschsicherheit der Räder erhöht. Das gleiche gilt für die lotrechte Komponente der in der Kette 17 wirksamen Zugkraft.
Soll beim Absenken der Pflüge nicht der Pflug 9, sondern der Pflug 8 in die Arbeitsstellung kommen, so muß durch die Teile 25, 26 der Hebel 20 mit dem Lenker 14 gekuppelt werden. Diese wahlweise Kupplung der Hebel 19, 20 mit dem Lenker 14 kann von Hand geschehen, die Anordnung nach der Erfindung gestattet aber eine selbsttätige Umschaltung der Kupplung bei jedem Aushubvorgang. Eine selbsttätig arbeitende Vorrichtung zeigen die Abb. 3 bis 5.
Die mit 27 bezeichneten Flacheisen bilden die Koppel 7; sie tragen an den oberen Enden den Drehzapfen 13. Um diesen schwenkbar sind einmal die Hebelarme 19, 20 und weiter die Lappen 28 des gehäuseartig ausgebildeten Lenkers 14. In dem Gehäuse des Lenkers 14 ist um einen Zapfen 29 ein Riegel 30 schwenkbar, der in der Abb. 3 den Hebel 19 sperrt und den Hebel 20 freigibt. Wie Abb. 4 zeigt, ist in dem Gehäuse des Lenkers 14 um einen Zapfen 31 eine dreieckförmige Platte 32 schwenkbar, die einen dreieckförmigen Ansatz 33 hat. An der Spitze der Platte 32 ist um einen Zapfen 34 eine Buchse 35 mit einem rohrartigen Ansatz 36 schwenkbar gelagert. Er trägt einen mit einer Feder 37 belasteten Bolzen 38 mit einer Platte 39. An dem Riegel 30 sind zu beiden Seiten des Bolzens 38 Anschläge 40, 41 angebracht, gegen die sich die Platte 39 abwechselnd abstützt. Die Platte 39 liegt in der Zeichnung am Anschlag 41 an und hält den Riegel 30 in der Sperrstellung des Hebelarmes 19 fest.
Ein Schaltfinger 42 ist mit einem Zapfen 43 in Platten 44 an den Flacheisen 27 schwenkbar gelagert und wird durch eine nicht dargestellte Feder in seiner Mittellage gehalten, und zwar so, daß er nach einer seitlichen Schwenkbewegung sofort wieder von der Feder in die Mittellage zurückgeführt wird. Diese Feder kann eine beliebige Ausbildung haben, beispielsweise eine Blatt- oder Schraubenfeder oder auch eine Gummiplatte sein. Bei der Relativbewegung der Flacheisen 27 zum Lenker 14 gleitet der Finger 42 entlang einer der Seiten des Dreiecks 33, bis er gegen den vorspringenden Teil des Dreiecks 32 stößt. Er schwenkt dann die Platte 32 um den Zapfen 31. Die Feder 37 wird gleichfalls umgelegt, sie greift jetzt auf der anderen Seite des Schwenkzapfens 29 an, d. h. am Anschlag 40, und schaltet den Riegel 30 um, sobald er vom Gewicht des Pfluges entlastet ist. Der Finger 43 folgt der Schwenkbewegung, er kann aber in die Mittellage wieder zurückkehren, sobald der Lenker 14 beim Absenken der anderen Pflugseite wieder rückwärts gedreht wird.
Die Abb. 6 und 7 zeigen eine andere Form des Antriebes der Wechselvorrichtung. Die Hebelarme 19, 20 sind an ihrem oberen Ende 45 nach innen gekröpft. Unterhalb der Abkröpfung sind Nocken 46, 47 befestigt, die zur Verschiebung einer Schiene 48 dienen, die im Gehäuse 14 gelagert ist. Die Platte 32 ist durch eine rechteckige Platte 49 ersetzt, die wieder um den Zapfen 31 schwenkbar ist. In einen Ausschnitt 50 der Schiene 48 greift ein Zapfen 51 ein, der an der Platte 49 befestigt ist. Durch die Anschläge an den Hebelarmen 19 und 20 wird die Schiene 48 nach rechts bzw. nach links verschoben und nimmt die Umschaltung des Riegels 30 vor, sobald eine Pflugseite abgesenkt wird. Das Umschalten des Riegels 30 kann auch von Hand erfolgen, und zwar vorteilhaft unter Verwendung von Vorwählern, d. h. eines kleinen, von Hand betätigten Kraftspeichers. Das ist ohne weiteres möglich, da die Hebelarme 19, 20 in der Sperrstellung unter Wirkung des Pfluggewichtes mit so großer Kraft am Riegel anliegen, daß ein kleiner Kraftspeicher nicht in der Lage ist, den Riegel zu verschieben. Das ist erst möglich, wenn beim Ausheben durch Relativbewegung des Lenkers 14 zur Koppel 7 der Riegel vom Pfluggewicht entlastet wird. Der Riegel 30 kann auch verschiebbar statt schwenkbar gelagert sein.
Die Abb. 8 zeigt die Gestaltung der Koppel 7, und zwar dem unteren Teiles der Koppel. Die beiden,-,-Flacheisen 27 bilden die Schenkel eines U-förmig gebogenen Flacheisens, der Haken 16 sitzt auf einem Zapfen 52, der in den Löchern 53 in verschiedener Höhenlage, d. h. in verschiedenem Abstand von der Achse 6 der Lenker 5, befestigt werden kann. Der Haken 16 kann weiter auf dem Zapfen 52 in Richtung der Zapfenachse verschoben werden. Diese Verschiebung kann zur Regelung des auf die Pfliiganlage wirkenden Druckes benutzt werden. Ist der Haken 16 nach rechts oder links geschoben, so übt das Zugorgan 17 auf die Koppel 7 eine Kraft aus, die eine in Richtung der Achse 6 liegende Komponente hat und die je nach Richtung den Anlagedruck der arbeitenden Pflugseite vergrößert oder verkleinert. Man kann so den Anlagedruck leicht den gegebenen Verhältnissen anpassen, beispielsweise auf sehr losen Böden oder bei Hanglagen.
Die Flacheisen 27 sind auf einem Flacheisen 54 befestigt, das mit dem Zapfen 55 in Berührung der aus einem Flacheisen bestehenden Achse 6 schwenkbar ist. An jedem Ende des Flacheisens 54 ist ein aus Flacheisen gebogener Bügel 56 befestigt, der mehrere Bohrungen 57 hat, die die beiden Schenkel des Flacheisens gleichmäßig durchsetzen. In einer dieser Bohrungen sitzt ein Steckbolzen 58, der als Anschlag wirkt, wenn das Flacheisen 54 durch den Pflugwiderstand verschwenkt wird. Der dabei mögliche Schwenkwinkel des Flacheisens 54 und damit die Arbeitsbreite des Pfluges kann durch Umstecken des Steckstiftes 58 geändert werden. Die die Grindel tragende Schwenkachse 12 ist an den Armen 59 befestigt, die wiederum mit dem Flacheisen 27 verbunden sind. Die Enden der Achse 12 sind über aus Flacheisen gebogene Winkel 60 an den Taschen 56 abgestützt bzw. mit ihnen fest verbunden. Die Bohrungen 57 können auch in der Achse 6 angebracht sein.
Die schwenkbare Lagerung der Koppel 7 auf der Achse 6 dient der Einstellung der Arbeitsbreite. Die Achse 12 ist dabei um die Mitte der Achse 6 schwenkbar, wie dies bereits vorgeschlagen ist. Gegenüber den bekannten Vorrichtungen bietet die Verwendung der Tasche 56 wesentliche Vorteile. Die bisherigen Schwenkachsen werden zwischen Schrauben eingestellt, und es ist sehr schwierig, die hochbelasteten Schrauben zu verstellen, insbesondere, wenn die Gewinde durch Rost und Schmutz angegriffen sind.
Das Führungsrad 24 ist über die Flacheisen 61 starr mit dem Flacheisen 27 verbunden, d. h., es macht die Drehung des Flacheisens der Koppel mit und läuft in der Arbeitsstellung schräg zur Zugrichtung. Das hat den großen Vorteil, daß es mit dem Pflug einen nach hinten sich öffnenden Winkel bildet und Verstopfungen zwischen Pflug und Rad vermieden werden.
Wie Abb. 9 zeigt, sind weiter die Grindel 11 der Pflüge 8 und 9 an der Achse 12 unter einem Winkel befestigt, der größer als 90° ist, d. h., die Grindel 11 gehen nach hinten auseinander. Hierdurch wird weiter der Winkel zwischen Rad 24 und Pflug vergrößert. Außerdem hat diese Befestigung den Vorteil, daß eine genügend große Arbeitsbreite für die vorderen Schare bei einem zweischarigen Wechselpflugwerk gewonnen werden kann, ohne daß die hinteren Schare 62 und 63 miteinander kollidieren können. Man vermeidet so auch die sonst erforderliche starke seitliche Verschiebung des Dreipunktgestänges aus der Mittellage, die einen großen Seitenzug und damit ein entsprechendes Gegensteuern des Schleppers erforderlich macht.
Die Schwenkachse des Lenkers 14 braucht nicht mit der Schwenkachse des Hebelarmes 19, 20 zusammenzufallen. Werden getrennte Schwenkachsen verwendet, so wird der Lenker 14 über zusätzliche Lenker mit
den Hebelarmen 19, 20 verbunden. Man erhält so eine mechanische Kette höherer Gliederzahl.
Die Abb. 10 zeigt, daß der Grindel 11 des jeweils arbeitenden Pfluges in der Arbeitsstellung starr mit dem koppelartigen Teil 7 verbunden werden kann, um den ideellen Zugpunkt des aus den Teilen 17, 7, 5 und dem Schleppergehäuse 1 gebildeten Dreipunktgestänges auszunutzen. In diesem Falle muß der Lenker 17 Druckkräfte übertragen, d. h., er erhält dieselbe Ausbildung wie der obere Lenker 4 des Gestänges. Die 1Q Kupplung in der Arbeitsstellung selbst bewirkt ein Haken 64, der bei 65 am Pfluggrindel 11 schwenkbar gelagert befestigt ist. Er hat die Form eines doppelarmigen Hebels. Der obere Hebelarm 66 ist mit der Kette 21 verbunden, und der untere Hebelarm 67 greift mit dem hakenförmigen Ende unter einen Arm 68, der am koppelartigen Teil 7 starr befestigt ist. Beim Ausheben, d. h. beim Anziehen der Kette 21, schwenkt der Haken 64 um seinen Zapfen 65, d. h., die Kupplung des Grindels mit dem Arm 68 wird aufgehoben; sie stellt sich beim Einsetzen des Pfluges wieder selbsttätig her.
Das Ausführungsbeispiel zeigt im übrigen, daß das Stützrad in der Höhe einstellbar am koppelartigen Teil 7 befestigt werden kann. Hierzu dienen die Bohrungen 69 in Verbindung mit einem Steckstift.
Die Abb. 11 zeigt die Befestigung der Pflüge 8 und 9 an dem koppelartigen Teil 7 über ein Gelenkviereck, das aus den Lenkern 70 und 71, dem Teil 72 der Koppel 7 und einem mit dem Grindel 11 starr verbundenen Teil 73 gebildet wird. Die Abb. 11 zeigt, daß bei Anwendung der Erfindung auch ein ideeller Zugpunkt für den arbeitenden Pflug erreichbar ist, der unabhängig von dem des Dreipunktgestänges wählbar ist.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Anordnung zum Befestigen von Wechselpflugwerken an Dreipunktgestängen oder Gelenkvierecken, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schwenkachse (12) der beiden Pflüge (8, 9) des Wechselpflugwerkes tragenden, mit den Lenkern (4, 5) des Dreipunktgestänges oder Gelenkvierecks verbundene Koppel (7) mit dem oberen Lenker (4) des Dreipunktgestänges über einen Zwischenlenker (14) und zusätzlich mit dem Schleppergehäuse (1) über ein Zugglied (17) verbunden ist, das mit den unteren Lenkern (5) des Dreipunktgestänges, der Koppel (7) und dem Schleppergehäuse (1) ein Gelenkviereck bildet, wobei für jeden Pflug (8, 9) au der Koppel (7) ein mit dem Zwischenlenker (14) kuppelbarer Hebelarm (19, 20) angelenkt ist, dessen anderes Ende über eine Kette (21) mit dem dazugehörigen Pfluggrindel (11) verbunden ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenker (14) mit dem gekuppelten Hebelarm (19 oder 20) eine solche Lage einnimmt, daß er bei Arbeitsstellung eines Pfluges durch das Gewicht des nicht arbeitenden Pfluges den oberen Lenker (4) auf Druck beansprucht.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsvorrichtung aus einem schwenkbaren Riegel (30) mit Anschlägen (40, 41) zu beiden Seiten des Schwenkzapfens und aus einem über die Totlage schaltbaren Kniehebel (32, 38 bzw. 49, 38) mit einer Feder (37) besteht, der in der Totlage den Kupplungshebel (30) aushebt und in den beiden Endlagen in entgegengesetzter Richtung verschwenkt.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines verschiebbaren Riegels (30).
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Koppel (7) ein federbelasteter Schaltfinger (42) zum Umschalten des Kniehebels (32, 38) schwenkbar gelagert ist, der durch seine Feder in seiner Mittellage gehalten wird.
6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschalten des Kniehebels (38, 49) durch eine Schiene (48) erfolgt, die durch Nocken (46) gesteuert wird, die an den Hebeln (19, 20) selbst befestigt sind.
7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schwenkachse (12) tragende Koppel (7) auf der die unteren Lenker (5) des Gestänges verbindenden Achse (6) um einen lotrechten Zapfen (55) schwenkbar gelagert und an den Enden der die Pfluggrindel tragenden Achse (12) Taschen (56) befestigt sind, die selbst oder, die Achse (6) mehrere Bohrungen (57) zur Aufnahme eines als Anschlag wirkenden Steckstiftes (58) aufweisen.
8. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Befestigung des zusätzlichen Zugorgans (17) dienende Haken (16) an der Koppel (7) in der Höhenlage und quer hierzu einstellbar ist.
9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützrad an der schwenkbar gelagerten Koppel (7) so befestigt ist, daß es der seitlichen Schwenkbewegung der Koppel folgt.
10. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfluggrindel (11) mit ihrer Schwenkachse (12) einen Winkel von mehr als 90° einschließen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 704 020;
deutsche Patentschriften Nr. 962 756, 1008 034; deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 680 920, 1 728 993.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 809 750/145 2.
DER21628A 1957-08-03 1957-08-03 Anordnung zum Befestigen von Wechselpflugwerken an Dreipunktgestaengen oder Gelenkvierecken Pending DE1051043B (de)

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