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DE1012101B - Vorrichtung zum Ausheben, Einsetzen und Fuehren von landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgeraeten, insbesondere fuer Wechselpfluege - Google Patents

Vorrichtung zum Ausheben, Einsetzen und Fuehren von landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgeraeten, insbesondere fuer Wechselpfluege

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Publication number
DE1012101B
DE1012101B DEP9101A DEP0009101A DE1012101B DE 1012101 B DE1012101 B DE 1012101B DE P9101 A DEP9101 A DE P9101A DE P0009101 A DEP0009101 A DE P0009101A DE 1012101 B DE1012101 B DE 1012101B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
power
tractor
articulated
lever
rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP9101A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Printz Sen
Dr-Ing Ernst Printz Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ERNST PRINTZ JUN DR ING
Original Assignee
ERNST PRINTZ JUN DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ERNST PRINTZ JUN DR ING filed Critical ERNST PRINTZ JUN DR ING
Priority to DEP9101A priority Critical patent/DE1012101B/de
Publication of DE1012101B publication Critical patent/DE1012101B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/36Ploughs mounted on tractors
    • A01B3/40Alternating ploughs
    • A01B3/44Alternating ploughs with parallel plough units used alternately

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Machines (AREA)

Description

BIBLIOTHEK DES DEUTSCHEN PATENTAMTES
Es ist bekannt, Bodenbearbeitungsgeräte unmittelbar am rückwärtigen Schlepperende anzulenken und sie mittels am Schlepper vorgesehener, zumeist hydraulisch betätigter Hubvorrichtung über Kettenzüge od. dgl. in die Transport-Stellung auszuheben. Derart ausgebildete Anlenkvorrichtungen haben den Nachteil, daß die Bodenbearbeitungsgeräte bei trockenen, schweren und harten Böden nicht in ausreichender Weise im Boden gehalten werden können, ein Übelstand, der insbesondere bei in solcher Weise angelenkten Wechselpflügen störend in Erscheinung tritt. Es ist ferner bekannt, die Arbeitsgeräte über Gelenkvierecke an das Schlepperende bzw. an ein hier fest angeordnetes Kupplungsgestell anzuschließen, wodurch die Anpassungsfähigkeit der Geräte an den Boden verbessert wird. Auch hierbei sind Hubvorrichtungen vorgesehen, durch die die Arbeitsgeräte nur aus dem Boden herausgehoben, jedoch nicht eingedrückt werden können. Nachteilig ist dabei ferner, daß bei Anordnung mehrerer, insbesondere zweier Arbeitsgeräte, beispielsweise bei Wechselpflügen, die Zugkräfte jeweils beidseitig der Schleppermitte angreifen, wodurch auf den Schlepper, insbesondere auf dessen Vorderräder, seitliche Druckkräfte ausgeübt werden, die die Bedienung und Lenkung des Schleppers erschweren.
Ferner ist es auch bekannt, die Arbeitsgeräte an einem um eine senkrechte Achse am Schlepperende beweglich angeschlossenen Kupplungsgestell anzulenken und sie mittels einer auf dem Kupplungsgestell angeordneten hydraulischen Hubeinrichtung aus dem Boden auszuheben bzw. in letzteren einzudrücken. Obwohl eine derartige Anbauvorrichtung eine weitgehende Anpassung der Arbeitsgeräte an die jeweils vorliegenden Bodenverhältnisse ermöglicht, ist sie doch insofern von Nachteil, als die Hubeinrichtung auf dem Kupplungsgestell, hingegen die-übrigen Teile der Hydraulik, wie die ölpumpe, Steuerventile usw., davon getrennt auf dem Schlepper angeordnet sind, mithin auch besondere Übertragungsmittel für die Hydraulik erfordern.
Demgegenüber betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Ausheben, Einsetzen und Führen von Bodenbearbeitungsgeräten, bei der letztere zwar ebenfalls an einem schwenkbeweglich am Schlepperende angeschlossenen Kupplungsgestell angelenkt sind, jedoch sämtliche Elemente der insbesondere, hydraulisch arbeitenden Hubvorrichtung — wie das heute zumeist der Fall ist — unmittelbar auf dem Schlepper, der Zugmaschine od. dgl. angeordnet sind, und die es dennoch ermöglicht, die Arbeitsgeräte bei weitgehendster Eigenbeweglichkeit und Bodenanpassungsfahigke.it der Höhe und Tiefe nach einwandfrei zu steuern. Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß. die zwischen Vorrichtung zum Ausheben, Einsetzen
und Führen von landwirtschaftlichen
Bodenbearbeitungsgeräten, insbesondere für Wechselpflüge
Anmelder:
Ernst Printz sen.,
Kettwig/Ruhr, Bahnhofstr. 20,
und Dr.-Ing. Ernst Printz jun.,
Kettwig/Ruhr, Bahnhofstr. 19
Ernst Printz sen. und Dr.-Ing. Ernst Printz jun.,
Kettwig/Ruhr,
sind als Erfinder genannt worden
den schlepperfest angeordneten Krafthebeln und den am schwenkbeweglichen Kupplungsgestell angelenkten Arbeitsgeräten bzw. deren Gelenkvierecken vorgesehenen Kraftübertragungsmittel aus einem zug- und drucksteifen Übertragungsgestänge bestehen, das mit Bewegungsspiel ineinandergreifende Gestängeglieder aufweist, derart, daß die Arbeitsgeräte zusammen mit ihren Gelenkvierecken in bezug auf die schlepperfest angeordneten Krafthebel seitlich sowie innerhalb bestimmter, ober- und unterhalb einer durch die jeweilige Stellung der Krafthebel festgelegten Mittelstellung liegender Grenzen der Höhe nach frei beweglich sind. Da die in der Regel hydraulisch betätigten Krafthebel am Schlepper zumeist so ausgebildet sind, daß sie im nicht betätigten. Zustand starr stehen, können die Arbeitsgeräte den zwangläufig während der Bodenbearbeitung, beispielsweise während des Pflügens, sieh ergebenden Höhenänderungen in gewissem Umfang folgen, weil die Zug- und Druckkraftübertragungsmittel in entsprechenden-Grenzen Bewegungsspiel besitzen, also insoweit, nachgiebig sind. Andererseits
'50 erlauben sie aber bei Verstellen der Krafthebel eine sofortige Übertragung der Verstell-, d. h. der Zug; oder Druckkräfte auf die Bodenbearbeitungsgeräte,. Vorteilhaft sind die Kraftübertragungsmittel, so/aus-
... gebildet, daß sie in der ausgehobenen ■ Stellung der
709 587/39
Krafthebel bzw. der Arbeitsgeräte in an sich bekannter Weise gegen die'Krafthebel entkuppelt und am Schlepper verriegelt werden.
Weitere Einzelheiten der Vorrichtung nach der Erfindung seien an Hand dreier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele beschrieben, die sich durchweg auf die Anlenkung zweier über je ein Gelenkviereck an das schwenkbeweglich am Schlepperende sitzende Kupplungsgestell angeschlossener Pflüge beziehen. Dabei zeigen die
Fig. 1 und 2 eine erste Ausführung in schaubildlicher Darstellung in einer Gesamt- und Teilansicht,
Fig. 3 bis 7 ein zweites Ausführungsbeispiel in schaubildlicher Darstellung sowie Einzelheiten der
sich das Gelenkviereck und damit auch die Pflughälfte 13 den Bodienunebenheiten anpassen. Der Schlepphebel 7 und der Krafthebel 6 sind in dieser Stellung (Fig. 1) fest miteinander gekuppelt, und zwar dadurch, daß die Schaltklinke 19 mit ihrer Aussparung 22 über den Bolzen 23 greift und durch die Feder 20 in dieser Verriegelungsstellung gehalten wird. Die andere Pflughälfte 13' befindet sich in der ausgehobenen Transportstellung.
ίο Soll die Pflughälfte 13 beispielsweise bei einer harten Bodenstelle in den Boden gedruckt werden, so wird der Krafthebel 6 nach unten gedruckt. Hierbei nimmt er mittels der Schaltklinke 19 über den Bolzen 23 den Schlepphebel 7 mit nach unten und drückt über
Kraftübertragungsmittel in zwei verschiedenen Seiten- 15 die Stange 8 den Tragzapfen 16 und das Gelenkvieransichten, einer Auf sicht'ünd einer Stirnansicht und die eck 15,12 die Pflughälfte 13 in den Boden. Soll die Fig. .8 bis 10 eine dritte Ausführung mit einer in Pflughälfte 13 während der Arbeit leicht angehoben Aufsicht und Seitenansicht dargestellten Einzelheit. werden, so wird in umgekehrter Richtung entsprechend
■;Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist an verfahren. Die jeweiligen Änderungen in der Arbeitsdem rückwärtigen Ende des Schleppers 1 die Kraft- 20 tiefe der Pflughälfte 13 bzw. die Bewegungen zwischen hebelwelle 2 gelagert, die über den fest auf ihr sitzen- ■ der Pflughälfte und dem Schlepper werden durch das den Arm 3 .und die Pleuelstange 4 eines hydraulisch Gelenkviereck ausgeglichen, was durch die Schlitzbeaufschlagbaren Druckzylinders 5 links- und rechts- führung 9 der Stange 8 ermöglicht wird. Auch seitsinnig verdrehbar ist. Die Welle 2 trägt an ihren Enden liehe Bewegungen des Kupplungsgestelles 10 um die fest aufgekeilte Krafthebel 6, 6' sowie zwei lose auf 25 Bolzen 11,11' sind dabei ohne weiteres möglich, ihr sitzende Schlepphebel· 7, T. An den freien Enden Wenn die Pflughälfte 13 beispielsweise am Ende
der Schlepphebel 7, T sind Zug- und Druckstangen einer Furche in die Transportstellung ausgehoben 8,8' angelenkt, die an ihren unteren Enden eine Schlitz- werden soll, wird der Krafthebel 6 durch die Hydrauführung 9, 9' besitzen. Am rückwärtigen Schlepper- Hk nach oben verschwenkt. Hierbei nimmt er über die ende ist das Kupplungsgestell 10 über die Bolzen 11,11' 30 an seinem freien Ende vorgesehene Abwinklung 17 schwenkbeweglich angeschlossen. Das Kupplungs- den Schlepphebel 7 mit. Bei dem Hochschwenken des gestell 10 trägt.auf beiden Seiten zwei Gelenkvierecke, Schlepphebels 7 läuft der obere Teil der Schaltklinke an deren rückwärtige Koppeln 12,12' die jeweiligen 19 auf den Bolzen 25 auf, wodurch die Schaltklinke Bodenbearbeitungsgeräte 13,13' über Spindeln 14,14' von dem Bolzen 23 abgehoben und die Verriegelung höhenverstellbar angeschlossen sind. Jeder der unteren 35 zwischen Schlepphebel 7 und Krafthebel 6 gelöst wird Lenkerarme 15,15' des Gelenkvierecks besitzt einen ''■'■ (Fig. 2). Dabei hat sich gleichzeitig die Nase 31 des seitlich ausladenden Tragzapfen 16,16', der durch die Schlepphebels 7 unter das hakenartig ausgebildete Schlitzführung 9, 9' des Lenkerarmes 8 bzw. 8' hin- Ende 30 des Schnapphebels 26 geschoben. In dieser durchgreift. . _ der Transportstellung entsprechenden Lage sind beide
Durch an der Schlepperhydraulik vorgesehene 40 Pflughälften 13 und 13' ausgehoben, wobei beide Steuereinrichtungen können die Krafthebel 6, 6' in be- " Schlepphebel 7 und T in den Schnapphebeln 26, 26' ■
stimmte Drehstellungen gebracht und darin gehalten werden. Jeder Krafthebel 6 bzw. 6' besitzt eine den Schlepphebel 7, 7' untergreifende Abwinklung 17 bzw. 17'. Ferner ist an dem Krafthebel 6 bzw. 6' eine um den Bolzen 18 bzw. 18' schwenkbare Schaltklinke 19 bzw. 19' vorgesehen. Eine Feder 20 bzw. 20' sucht die Schaltklinke gegen den Bolzen 21 bzw. 21' zu ziehen. Eine auf der Schaltklinke 19 bzw. 19' vorgesehene
verriegelt, jedoch die Krafthebel 6,6' gegen die Schlepphebel 7, T entkuppelt, also frei sind. Soll eine der beiden Pflughälften 13 bzw. 13' wieder abgesenkt werden, so wird der betreffende Schnapphebel 26 bzw.
: 26' betätigt. Dabei kippt die Pflughälfte unter ihrem Eigengewicht nach unten ab, wobei der Schlepphebel 7 den Krafthebel 6 mitnimmt. Bei seiner Abwärtsbewegung gleitet der obere Teil der Schaltklinke 19
Ausnehmung 22 bzw. 22' wirkt mit einem auf den 50 von dem Bolzen 25 ab. Die Feder 20 bringt dabei die Schlepphebeln vorgesehenen Bolzen 23 bzw. 23' zu- Klinke 19 wieder zum Eingriff mit dem Bolzen 23, Auf den seitlichen Führungsblechen 24 bzw.
sammen.
24' des Schleppers ist "ein weiterer Schaltbolzen 25 bzw. 25' eingelassen. An der Oberkante des Führungsbleches ist ein Schnapphebel 26 bzw. 26' angebracht, der um den Bolzen 27 Bzw. 27' gelenkig angeordnet ist und mittels der Feder 28 bzw. '28' gegen den Anschlag 29 bzw. 29' gedrückt wird. Das hakenartig ausgebildete Ende 30 bzw. 30'der Schnapphebel unter-
wodurch der Schlepphebel 7 und der Krafthebel 6 miteinander verriegelt werden, so daß dann die gewünschten Druck- bzw. Hubwirkungen auf die Pflughälfte 13 wieder übertragen werden können.
Bei dem in den Fig. 3 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Anordnung des Kupplungsgestelles mit den beiden Gelenkvierecken und den Pflughälften 13 und 13' die gleiche wie in Fig. 1. Auch
fängt in der ausgehobenen Stellung der Geräte 13,13' 60 die Krafthebel 6 und 6' sind in gleicher Weise angeeine anöden Schlepphebeln 7, T vorgesehene Nase 31 ordnet und steuerbar. An den Enden der Krafthebel 6 bzw. 31'. und 6/ ist nun, anders als bei der oben beschriebenen
Durch das Gelenkviereck wird die über die Spindel Ausführungsform, je eine Lenkerstange 32 bzw. 32' 14 auf einen mittleren Tiefgang eingestellte Pflug- angebracht, die mittels zweier Schlaufen 33 und 34 hälfte 13 in bekannter Weise in sogenannter »Schwimm- 65 parallel Yerschieblich an eine Lenkerstange 35 bzw. 35' lage« gehalten. Der Kraftneber 5 wird mittels der oben- geführt ist, die ihrerseits drehbeweglich auf dem TrAgerwähnten hydraulischen. Einstellvorrichtung auf eine
der gewünschten Arbeitstiefe entsprechende Drehlage
eingestellt. Dadurch, dkß der Tragzapfen 16 mit Spiel
zapfen 16 bzw. 16' des unteren Lenkerarmes 15 bzw, 15' des Gelenkvierecks lagert. Auf dem Tragzapfen 16 bzw. 16' ist ferner ein Anschlagblech 36 bzw. 36' drell·
durch die Schlitzführung 9' der Stange 8 greift, kann 70 beweglich gelagert, das an seinem hinteren Ende einen
nach beiden Seiten überstehenden Anschlagstift 37 trägt. Eine an der Stange 35 angeordnete Zugfeder 38 sucht den Stift 37 gegen die Stange 35 zu drücken. Auf der Lenkerstange 32 ist ein Anschlagnocken 39 festgeschraubt. Ein auf dem Tragzapfen 16 vorgesehener Schaltstift 40 wirkt mit dem Anschlagstift 37 des Bleches 36 zusammen.
Bei der in Fig. 3 gezeichneten Stellung befindet sich die linke Pflughälfte 13 in der Arbeitsstellung, hingegen die rechte, entsprechend ausgebildete Pflughälfte 13' in der ausgehobenen, d. h. Transportstellung. Soll nun beispielsweise während des Pflügens die Pflughälfte 13 weiter in den Boden gedrückt werden, so wird der Krafthebel 6 nach unten bewegt. Hierbei schiebt sich zunächst die Stange 32 an der Stange 35 so weit nach unten, bis der Anschlag 39 auf das Anschlagblech 36 stößt. Eine noch weitere Abwärtsbewegung des Krafthebels 6 hat zur Folge, daß auch die Stange 35 nach unten bewegt wird, die dabei über den Tragzapfen 16 auch das Gelenkviereck mitnimmt und die Pflughälfte 13 in den Boden drückt. Wenn dann anschließend der Krafthebel 6 wieder etwas nach oben bewegt wird, hört die Kraftwirkung auf das Gelenkviereck und die Pflughälfte 13 auf. Letztere können sich sodann in dem durch die Anschläge 34 und 36 bestimmten Bereich den jeweiligen Bodenunebenheiten anpassen.
Wenn die Pflughälfte 13 während des Pflügens etwas angehoben werden soll, wird der Krafthebel 6 entsprechend nach oben bewegt. Hierbei legt sich der Anschlagnocken 39 unter die Schlaufe 34 und hebt dabei die Lenkerstange 35, den Tragzapfen 16, das Gelenkviereck und die Pflughälfte 13 mit an. Wenn der Krafthebel 6 dann wieder etwas nach unten bewegt wird, tritt wiederum die obenerwähnte ausgleichende Wirkung des Gelenkvierecks ein, wodurch Tiefgangunterschiede des Pfluges und die Unebenheiten zwischen Schlepper und Pflug während der Pflugarbeit ausgeglichen werden können.
Das Ausheben der Pflughälfte 13 in die Transportstellung wird dadurch bewirkt, daß der Krafthebel 6 unter Mitnahme des Gelenkvierecks nach oben bewegt wird. Dabei führt der Schaltstift 40 eine Schwenkbewegung in Richtung des Pfeiles 41 aus, weil der Lenkerarm 15 eine Schwenkbewegung um seine Anlenkachse am Kupplungsgestell 10 macht. Dabei trifft der Stift 40 auf den Anschlagstift 37 des Bleches 36, das er in der gezeichneten Pfeilriehtung 41 verschwenkt. Wenn die Pflughälfte 13 in die obere Stellung gelangt ist, fängt sich der Haken 42 bzw. 42' in dem Schnepper 43 bzw. 43', wodurch die Pflughälfte 13 bzw. 13' in der Transportstellung festgehalten wird. In dieser Stellung sind aber auch die Bleche 36, 36' durch die Stifte 40,40' derart weit verschwenkt worden, daß ihre obere Fläche außerhalb des Verschiebeweges· der Anschlagnocken 39 bzw. 39' zu liegen kommt. Auf diese Weise werden die beiden Lenkerstangen 32, 35 bzw. 32', 35' gegeneinander entkuppelt, um bei gemeinsam angetriebenen Krafthebeln 6, 6' ein getrenntes, voneinander unabhängiges Absenken der Pflughälften 13,13' zu ermöglichen. Die Anschlagbleche 36,36' entsprechen daher in ihrem Bestimmungszweck den Schaltklinken 19 des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels.
Bei dem dritten, in den Fig. 8 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Pflughälften 13, 13' wieder über hier nur schematisch gezeichnete Gelenkvierecke an das Kupplungsgestell und diese an den Schlepper schwenkbeweglich angeschlossen. An der Rückseite des Schleppers sind ebenfalls zwei hydraulisch betätigte Krafthebel 6, 6' vorgesehen. Auf dem unteren Teil 10' des Kupplungsgestelles ist eine Konsole 45 angebracht, die einen senkrecht· stehenden Führungszylinder 46 für eine Führungsstange 47 trägt. An dem oberen Ende der Stange 47 ist über einen Bolzen 48 eine Steuerstange 49 und ein Balancierhebel 50 angelenkt, der in dem gegabelten mittleren Teil 49' der Steuerstange 49 pendelnd lagert. An den beiden Enden des Balancierhebels 50 sind Hubstangen 51, 52 angelenkt, die ihrerseits mit den unteren Lenkerarmen 15, 15' der Gelenkvierecke gelenkig verbunden sind- Die Steuerstange 49 greift mit ihren Enden durch die gabelförmig ausgebildeten Enden 6 a, 6 a' der Krafthebel 6 und 6'. Die lichte Weite der Gabelenden ist größer als der Durchmesser der Steuerstange 49.
In Fig. 8 befindet sich wiederum die linke Pflughälfte 13 des Anbau-Wechselpfluges in Arbeitsstellung. Die Krafthebel 6 und 6' sind durch die hydraulische Steuerung so eingestellt, daß ihre Stellung der gewünschten Pflugtiefe entspricht. Etwa während des Betriebes auftretende Tiefgangsunterschiede des Pfluges sowie zwischen .Schlepper und Pflug auftretende Bodenunebenheiten werden dadurch ausgeglichen, daß die beiden Enden der Steuerstange 49 in den gabelförmigen Enden 6 a, 6 a' der Krafthebel auf und ab spielen können. Die Krafthebel 6, 6' können auch so ausgebildet sein, daß die innere Maulweite ihrer gabelförmigen Enden 6 a, 6 a', mithin deren Spiel, verstellbar ist. Wenn die Pflughälfte 13 während des Pflügens in der Furche für kurze Zeit in den Boden gedrückt oder etwas angehoben werden soll, wird die hydraulische Steuerung so betätigt, daß die Krafthebel 6, 6' dementsprechend entweder nach unten gedrückt oder nach oben gehoben werden. Hierdurch wird auch die Steuerstange 49 nach unten oder nach oben gedrückt, die damit über den Bolzen 48, das Balanciergestänge 50, 51, 52 und das Gelenkviereck die gewünschten Bewegungen auf die Pflughälfte 13 überträgt. Da sich die andere Pflughälfte 13' in der mittels der Haken 42' und Schnepper 43' verriegelten Transportstellung befindet, ist die Hubstange 52 festgestellt. Der Balancierhebel 50 schwingt daher bei Bodenuinebenheiten bzw. Tiefgangunterschieden des Pfluges 13 um den Gelenkpunkt 53. Diese Bewegungen werden aber auch von der Steuerstange 49 mitgemacht, was durch das beidseitige Spiel in den Gabelenden 6 a, 6 a' der Krafthebel ermöglicht wird. Das Ausheben der Pflughälfte 13 in die Transportstellung erfolgt dadurch, daß die Krafthebel 6 und 6' angehoben werden, und zwar so weit, bis der Haken 42 in den Schnepper 43 einrastet. Wenn die andere Pflughälfte 13' in Arbeitsstellung gebracht werden soll, wird der Schnepper 43' betätigt, so daß die Pflughälfte 13' unter ihrem Eigengewicht nach unten fallen kann. Die Steuerung der Pflughälfte 13' erfolgt dann über die Krafthebel 6, 6', die Steuerstange 49, das Balanciergestänge 50, 51, 52 und das Gelenkviereck in der oben bereits beschriebenen Weise.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr kann die erfindungsgemäße Anlenkung und Steuerung des Arbeitsgerätes über am Schlepper angeordnete, vorzugsweise hydraulisch zu betätigende Krafthebel in gleich vorteilhafter Weise auch bei mittels einfacher Lenker an das Kupplungsgestell angelenkten Arbeitsgeräten sowie ebenfalls auch bei unmittelbar am Schlepperende über Gelenkvierecke oder einfache Lenker angeschlossenen Arbeitsgeräten verwendet werden. Ferner können statt des beschriebenen abwechselnden Aushebens bzw. Abdrückens der Geräte letztere natürlich auch gemeinsam ausgehoben bzw. in
den Boden gedrückt werden, wie es beispielsweise bei Eggen, Grubbern usw. erforderlich sein kann.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Vorrichtung zum Ausheben, Einsetzen und Führen von landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgeräten, die vorzugsweise über Gelenkvierecke an ein am rückwärtigen Ende eines Schleppers od. dgl. um eine senkrechte Achse schwenkbeweglich angeschlossenes Kupplungsgestell angelenkt und mittels am Schlepper vorgesehener Krafthebel unter Zwischenschaltung von Übertragungsmitteln ausheb- und absenkbar sind, insbesondere für Wechselpflüge, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den schlepperfest angeordneten Krafthebeln (6,6') und den am schwenkbeweglichen Kupplungsgestell (10) angelenkten Arbeitsgeräten (13,13') bzw. deren Gelenkvierecken (15,15') vorgesehenen Kraftübertragungsmittel aus einem zug- und drucksteifen Übertragungsgestänge bestehen, das mit Bewegungsspiel ineinandergreifende Gestängeglieder (9,16 bzw. 32, 35 oder 6 a, 49) aufweist, derart, daß die Arbeitsgeräte (13,13') zu-
    . sammen mit ihren Gelenkvierecken in bezug auf die schlepperfest angeordneten Krafthebel (6, 6') seitlich sowie innerhalb bestimmter, ober- und unterhalb einer durch die jeweilige Stellung der Krafthebel festgelegten Mittelstellung liegender Grenzen der Höhe nach frei beweglich sind.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Kfafthebeln (6, 6') und den die Arbeitsgeräte (13,13') tragenden Gelenkvierecken (15,15') vorgesehenen Zug- und Druckkraftübertragungsmittel (7, 8 bzw. 35) in der ausgehobenen Stellung der Geräte (13,13') in ansich bekannter Weise am Schlepper verriegelbar und gegen die zugehörigen Krafthebel (6, 6')
    .·. entkuppelbar sind.
    -..._ 2 Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, ■ dadurch gekennzeichnet, daß an den vorzugsweise "] unteren Lenkerarmen (15) der Gelenkvierecke je ein seitlich ausladender Tragzapfen (16) vorgesehen ist, der mit Spiel durch eine an einer mit dem Krafthebel (6 bzw. 6') kuppelbaren Zug- und Druckstange (8 bzw. 8') vorgesehene Schlitzführung (9 bzw. 9') greift.
    4, Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (8,8') mit den Krafthebeln (6,6') über lose auf der Krafthebelwelle (2) sitzende Schlepphebel (J^T) kraftschlüssig verbunden sind, wobei der Kraftschluß . düfcheine am Krafthebel (6 bzw. 6') sitzendeKupp-
    ~_ lungsklinke (19 bzw. 19^ erfolgt, die in der aus-
    gehobenen Stellung des Gerätes (13) durch Auflaufen auf einen Anschlag (25) ausgehoben wi-rcC und die Verbindung zwischen Krafthebel (6) uncl Schlepphebel (7) aufhebt. ,'
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2* dadurch gekennzeichnet, daß jeweils an einem vorzugsweise an den unteren Lenkerarmen (15,15')^ des Gelenkvierecks angeordneten, seitlich ausladenden Tragzapfen (16) eine Lenkerstange (35) angelenkt ist, die gegen eine weitere am Krafthebel (6) angelenkte Stange (32) parallel verschieblich ist, wobei das Ausmaß der Parallelverschiebung durch Anschläge (34, 36, 39) begrenzbar ist, deren einer (36) in der auegehobenen Stellung des Gerätes (13) bzw. Gelenkvierecks durch einen an letzterem vorgesehenen Schaltstift (40) außer Wirkung gesetzt wird.
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 5^ dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Schaltstift (40) zusammenwirkende Anschlag (36) ausj einem auf dem Tragzapfen (16) des Gelenkvierecks drehbeweglich angeordneten Anschlagblech (36) besteht, das in der Arbeitsstellung des Arbeitsgerätes (13) durch eine auf der Lenkerstange (35) angeordnete Feder (38) in einer den Verschiebeweg eines auf der Lenkerstange (32) vorgesehenen Anschlagnockens (39) begrenzenden Stellung gehalten wird.
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils unteren Lenkerarme (15) zweier in ausgehobener Stellung am Schlepperende verriegelbarer Gelenkvierecke durch ein Balanciergestänge (50,51,52) miteinander verbunden sind, dessen Balancierhebel (50), von einer an ihren Enden mit Spiel zwischen die gabelartig ausgebildeten Enden (6 a, 6 a') der Krafthebel (6, 6') greifenden Steuerstange (49) getragen wird, die höhenverschieblich am Kupplungsgestell (10) geführt ist. ' *
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung der Steuerstange (49) aus einer mittig an ihr angelenkten, in einem senkrecht angeordneten Führungszylinder (46) des Kupplungsgestelles (10) höhenverschieblichen Führungsstange (47) besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 823 816, 809 726; USA.-Patentschriften Nr. 2 521503, 2 363 292, 2 377127;
    belgische Patentschrift Nr. 497 043; deutsche Patentanmeldungen P 2449 III/45 a, ;:·* B14715III/45a. J
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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DEP9101A 1953-01-27 1953-01-27 Vorrichtung zum Ausheben, Einsetzen und Fuehren von landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgeraeten, insbesondere fuer Wechselpfluege Pending DE1012101B (de)

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