DE1050805B - Impulstrennschaltung für Fernsehempfänger - Google Patents
Impulstrennschaltung für FernsehempfängerInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Impulstrennschaltung für Fernsehempfänger zur Trennung der
Vertikalsynchronimpulse vom Synchronsignal. Schaltungen dieser Art sind an sich bekannt, jedoch bisher
im wesentlichen in der Form, daß eine Röhre, die auch eine Mehrgitterröhre sein kann, das Synchronsignal
vom Bildsignal trennt. Für die nachfolgende Trennung der Vertikalsynchronimpulse von den Horizontalsynchronimpulsen
wurden bisher im allgemeinen röhrenlose Schaltungen verwendet, die lediglich
Differenzierglieder oder Integrierglieder enthielten. Zur Aussiebung der Vertikalsynchronisierimpulse
wird dabei im allgemeinen eine Integration; des Synchronsignales vorgenommen, was aber zu verhältnismäßig
unscharfen Impulsflanken führt. Demzufolge haben mit solchen Schaltungen ausgerüstete Fernsehempfänger
den Nachteil, daß der Bildwechsel zeitlich nicht exakt genug vonstatten geht. Die so erzeugten
Bilder weisen infolgedessen Mängel auf.
Eine bekannte Impuilistrennschadtung mit vorgeschaltetem
Amplitudensieb ist in Fig. 1 dargestellt. Sie ist eingerichtet für ein im heutigen Fernsehbetrieb
angewendetes Synchronsignal, welches in zeitlicher Aufeinanderfolge periodische Zeitenimpulse für die
Horizontalsynchronisierung enthält und dazwischen in gleichbleibenden größeren Zeitabschnitten längere
Vertikalsynchronimpulse für die Vertikalsyncbronisierung. Zwischen den Horizontalsynohronimpulsen
und dem längeren Vertikalsynchronimpuls sind Hilfsimpulse,
sogenannte Trabanten, eingefügt, welche das exakte Arbeiten der Empfänger-Schaltungen erleichtern
sollen.
Die bekannte Schaltung nach Fig. 1 enthält eine Pentode Rö 1 (ECL 80), welche die Aufgabe hat, das
Synchronsignal von dem Bildsignal abzutrennen. Der Pentode ist eine Triode Rö 2 nachgesohaltet, wobei
beide Röhrensysteme im allgemeinen in einer Verbundiröhre vereinigt sind. Dem ersten Steuergitter der
Pentode wird das Fernsehsignalgemisch, welches aus Bildsignal und Synchronsignal besteht, über einen
Koppelkondensator Cl mit positiver Polarität des Synchronsignals zugeführt. Dabei wird die Pentode
in den Gitteristrombereich hineingesteuert, so daß sich
durch den über den Gitterableitwiderstand R1 fließenden Strom das gitterseitige Ende des Koppelkondensatoirs
C1 so weit negativ auflädt, daß das Bildsignal
unterdrückt wird und an der Anode nur das negative Synchronsignal entsteht.
Die Anodenspannung für die Röhre Rö 1 wird an einem Spannungsteiler R 4/i? 5 angegriffen, während
das Schirmgitter an einen Spannungsteiler R2/R3 angeschlossen und über einen Kondensator C 2 hochfrequenzmäßig
geerdet ist. Das am Anodenwiderstand i?4 der Pentode entstehende negative Synchron-Impulstrennschaltung
für Fernsehempfänger
Anmelder: Siemens-Electrogeräte Aktiengesellschaft, Berlin und München,
München 2, Oskar-von-Miller-Ring 18
Dipl.-Ing. Eduard Lüdicke, Renfrew, Ontario (Kanada), ist als Erfinder genannt worden
signal wird über einen Koppelkondensator C 3 an das Steuergitter der nachgeschalteten Triode Rö 2 gegeben
und durch Hineinsteuern der Triode in den Sperrbereich auf konstante Spannungswerte abgeschnitten.
Zu diesem Zweck ist das Steuergitter der Röhre Rö 2 über einen Widerstand R 6 mit der Anodenspeiseleitung
+ A verbunden, so daß eine negative Aufladung der gitterseitigen Belegung des Koppelkodensators
C 3 und damit eine Arbeitspunktverlagerung vermieden wird. Am Anodenwiderstand R 7 der
Triode erscheint dann das positive Synchronsignal mit konstanter Amplitude. Dieses positive Synchronsignal
wird über einen weiteren Koppelkondensator C 4 einer röbrenlosen Trennschaltung zugeführt, die aus
einer Differenzierkette für die Horizontalimpulse und einer Integrierkette für die Λ^ertikalimpulse besteht.
Die Horizontalimpulse werden an dem aus dem Kondensator C 5 und dem Widerstand i?8 bestehenden
Differenzierglied differenziert und über den Koppelkondenisator C 6 der nachfolgenden Horizontalablenkschaltung
in an sich bekannter Weise zugeführt. Die
4-0 im Vergleich zu den Horizontalimpulsen wesentlich
längeren Vertikalimpulsen werden in der aus den Widerständen R9 und RIO und den Kondensatoren
C 7 und C 8 bestehenden Integrierkette integriert und von dort dem Vertikaloszillator gegebenenfalls
unter Zwischenschaltung einer an sich bekannten Frequenzna,chstellJschaltung
zugeführt.
In Fig. 1 sind die differenzierten Horizontalimpulse
und die integrierten Vertikalimpulse am Ausgang des zugehörigen Differenziergliedes bzw. Integriergliedes
eingezeichnet. Die differenzierten Horizontalimpulse haben scharfe Einsatzflanken, während
die integrierten Vertikalsynchronimpulse als Folge der Integration allmählich ansteigende Flanken haben.
Demzufolge ist der Einsatzzeitpunkt des Bildwechsels
809 750/210
nicht exakt genug definiert, was sich dahingehend äußert, daß die Zwischenzeile nicht immer genau in
der Mitte liegt. Dies führt zu ungleichmäßiger Ausschreibung des Rasters. Es ist'möglich, auch für die
Vertikalsynchronimpulse" Differenzierglieder anzu-"
wenden, doch'wird dann meist eine weitere Röhre erforderlich.
Außerdem wirken sich dann StörimpuJse stärker aus, weshalb solche Schaltungen häufig nur
auf -der Senderseite bei' Studiogeräten verwendet werden. Die Impulsintegration bei der Vertikalablenkung
weist geringere Anfälligkeit gegen kurzzeitige Stö'rimpuilse auf. Ihr Nachteil ist aber der erwähnte
langsame Anstieg und damit die zeitlich ungenaue Bestimmung des Zeitpunktes der Synchronisation^
Ein weiterer Nachteil der bekannten Schaltung besteht darin, daß trotz der Integration noch
Reste des Synchrongemisches im Vertikalsynchironisierkreis vorhanden sind, die die Zwischenzeiile ebenfalls
ungünstig beeinflussen. Hierfür ist es an sich bekannt, nach der Impulstrennschaltung weitere
Röhrensysteme vorzusehen, die dafür sorgen, daß exakte Vertikalsynchronimpulse zustande kommen,
die keine störenden Reste des übrigen Synchronsignale aufweisen. Der Aufwand solcher Schaltung ist aber
erheblich, so daß sie sich in der Praxis nicht durchsetzen konnte.
Es sind auch Schaltungen bekannt, die zur Trennung der Horizontalimpulse und der Vertikalimpulse
eine Mehrgitterröhre verwenden. Diese auf dem Prinzip des Transitrons beruhenden Schaltungen weisen
jedoch den Nachteil auf/ daß die vom Synrihirongemisch
getrennten Vertikalimpulse noch Reste der Horizontalimpulse aufweisen. Die hierfür verwendeten
Elektronenröhren weisen drei Gitter auf. Das Fersehisignalgemisch wird mit positiver Polarität des
Synchronsignals dem ersten Gitter zugeführt, welches· infolge Aufladung des Koppelkondensators mittels
Gitterstrom soweit negativ vorgespannt ist, daß nur die Synchronimpulse die Röhre öffnen können. Die
beiden anderen Gitter sind an einen zwischen der Anodenspeiseleitung und . Kathodenpotential eingeschalteten
Spannungsteiler, der aus der Reihenschaltung zweier Widerstände mit einem zwischengeschalteten
Kondensator besteht, derart angeschlossen, daß das zweite Gitter (Schirmgitter) einerseits über den
einen Widerstand mit der Anodenspeisequelle und
andererseits über den Kondensator mit dem dritten Gitter verbunden ist, während das dritte Gitter gleichzeitig
über den anderen Widerstand mit dem Kathodenpotential in Verbindung steht. Treffen am ersten
Gitter die positiven Synchronimpulse ein, so· wird hierdurch dem Elektronenstrom der Weg sowohl zum
zweiten Gitter (Sichirmgitter) als auch zur Anode
freigegeben. Erst durch den vom Schirmgitterstrom am Schirmgitterwiderstand hervorgerufenen Spannungsabfall
und den hierdurch bedingten, über den zwischen dem Schirmgitter und dem dritten Gitter
eingeschalteten Kondensator an das dritte Gitter gelangenden negativen Spannungstoß wird dieses dritte
Gitter so weit negativ vorgespannt, daß dem Elektronenstrom der Weg zur Anode versperrt wird. Diese
Sperrung der Entladungsstrecke zur Anode hält so lange an, bis sich der genannte Kondensator über den
ihn mit dem Kathodenpotential verbindenden Widerstand so weit entladen hat, daß die Spannung am
dritten Gitter den Weg zur Anode - wieder freigibt. Beim Eintreffen von Horizontalimpulsen wird sich
der Kondensator bis zu einem solchen Spannungswert erst nach dem Verschwinden.-des Horizontalimpulses
entladen haben, so daß ■ von den Horizontalimpulsen
nur der im ersten Augenblick zur Anode gelangende Teil am Anodenwiderstand als impulsförmige Spannung
erscheint. Beim Eintreffen von Vertikalimpulsen hingegen entlädt sich der Kondensator während der
Dauer des Vertikalimpulses, so daß noch während der Anwesenheit des Vertikalimpulses die Strecke zur
Anode freigegeben wird und der Vertikalimpuls am Anodenwiderstand erscheint. Es ist jedoch mit dieser
Schaltung nicht möglich, von Horizontalimpulsresten ίο freie Vertikalimpulse zu erzeugen.
Zweck der Erfindung ist es, die an sich bekannte Schaltung gemäß Fig. 1 so zu vereinfachen, daß ohne
zusätzlichen Aufwand trotz Anwendung von Integration zeitlich exakt einsetzende und von Horizontalimpulsresten
freie Vertikalsynchronimpulse mit Hilfe einer Mehrgitterröhre erzeugt werden, die an einer
Elektrode die Vertikalimpulse und an einer weiteren Elektrode das Synchronsignal abgibt. ... .
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, ao daß das negative, vom Bildsignal getrennte Synchronsignal
einem positiv vorgespannten ersten Steuergitter einer Hexöde zugeführt wird, daß eine weitere Elektrode
bzw. erstes und zweites Schirmgitter der Röhre über einen Widerstand mit einer positiven Anodenspeiseleitung
verbunden sind, daß das an dieser Elektrode bzw. am Widerstand entstehende positive Synchronsignal
dem horizontalen Ablenkgenerator in an sich bekannter Weise zur Synchronisierung zugeführt
wird, daß ferner von dem an der genannten Elektrode bzw. am Widerstand entstehenden Synchronsignal
eine den Vertikalsynchronimpulsen entsprechende positive Steuerspannung durch Integration abgeleitet
und an das zweite Steuergitter der Mehrgitterröhre zurückgeführt wird und dort einer negativen Vorspannung
dieses Gitters derart entgegenwirkt, daß der Strom zur Anode der Röhre nur für die Dauer der
Vertikalimpulse freigegeben wird, so daß an der Anode ein Vertikalsynchronimpuls entsteht, der durch
Abschneiden seines unteren Teils exakt begrenzt ist und dann in an sich bekannter Weise für die Synchronisierung
des Vertikalablenkgenerators benutzt wird. Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung wird die das positive Synchronsignal
liefernde Elektrode, vorzugsweise das erste und/oder zweite Schirmgitter der Mehrgitterröhre,
durch ein aus einem Längswiderstand und einem; Querkondensätor gebildetes Integrierglied sowie einen
Koppelkondensator mit dem zweiten Steuergitter der Röhre verbunden. Ferner wird zweckmäßig das zweite
Steuergitter der, Mehrgitterröhre bei positiv vorgespannter Kathode über seinen Äbleitwiderstand auf
Erd- bzw. Massepotential gelegt. Der Gitterwiderstand des ersten Gitters der Mehrgitterröhre liegt
vorzugsweise mit seinem anderen Ende an einer positiven Anodenspeiseleitung.' ,
Der Mehrgitterröhre wird gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform nach der Erfindung
zur Abtrennung des Synchronsignals von dem Bildsignal
eine an sich bekannte Amplitudentrennröhre vorgeschaltet, die zweckmäßig bis ins Gitterstromgebiet
ausgesteuert wird, so daß nur das. Synchronsignal sie öffnet. Wird ihrem Steuergitter das negative Signalgemisch zugeführt, so kann ihrer -Anode
das negative Synchrongemisch entnommen werden.; Die Amplitudentrennröhre und die Mehrgitterröhre
:s (Hexöde) bilden zweckmäßig zwei Systeme einer
Verbundröhre (z.B. ECH 81), d.h. sie haben; einen gemeinsamen Röhrenkolben und eine gemeinsame
Kathode. Der Aufwand ist somit, nicht größer als bei der bekannten Schaltung nach =Fig. .1, die .ebenfalls
mit einer Verbundröhre (z. B. ECL 80) arbeitet,
wohingegen die Wirkungsweise auch gegenüber der oben beschriebenen Transitronechaltung sehr wesentlich
verbessert wird.
Die Erfindung und dazugehörige Einzelheiten sind an Hand von Fig. 2 bis 4 beispielsweise erläutert.
Die Schaltung nach Fig. 2 besteht aus der Triode Rö 11 und der Hexode Rö 12. Beide Röhren befinden
sich in einem gemeinsamen Glaskolben und haben eine gemeinsame Kathode. Es liegt ohne weiteres auch im
Rahmen der Erfindung, daß getrennte Röhren verwendet werden. Für diesen Fall ist auch bei der
Hexode Rö 12 eine getrennte Kathode eingezeichnet, obwohl diese bei einer Verbundröhre beiden Systemen
gemeinsam ist. Das aus Bildsignal und Synchronsignal bestehende negative Signälgemisch 51 gelangt über den
Koppelkondensator CIl auf das Gitter der Triode Rö 11. Der Gitterwiderstand i?ll liegt mit seinem
anderen Ende an der Kathode, und zwischen dieser und Erd- bzw. Massepotential ist der durch den Kondensator
C15 abgeblockte Kathodenwiderstand R17 eingeschaltet. Der Anodenwiderstand ist mit R12 bezeichnet,
die Kathode ist über den Widerstand R16 mit der Anode verbunden. Dadurch fließt über den
Kathodenwiderstand R17 ein zusätzlicher Strom. Die
Triode Rö 11 verschiebt durch Gitterstrom ihren Arbeitspunkt so weit ins Negative, daß nur die Impulse
des Synchronsignals sie öffnen. Für diesen Zweck hat der Gitterableitwiderstand 7? 11 einen verhältnismäßig
großen Wert, z. B. 5 MOhm. An der Anode bzw. am Anodenwiderstand i?12 entstehen
dann nur negative Synchronimpulse, die über den Koppelkondensator C12 auf das erste Steuergitter der
Hexode i?öl2 gelangen. Der Gitterwiderstand i?13 der Hexode liegt mit seinem anderen Ende an einer
positiven Anodenspeiseleitung; hierdurch wird eine Arbeitspunktverlagerung verhindert. Zwei Elektroden der Hexode Rö 12, vorzugsweise das erste und
zweite Schirmgitter, sind in der Röhre miteinander verbunden und liegen über dem Widerstand R14 an
der positiven Anodenspeiseleitung -\-A. An diesen
Elektroden bzw. am Widerstand R14 entsteht jetzt
das positive Synchronsignal. Dieses wird erstens über ein auf die Horizontalimpulse abgestimmtes
Differenzierglied in an sich bekannter Weise dem Horizontalablenkoszillator zur Synchronisierung gegebenenfalls
über eine Nachstimmschaltung zugeführt. Zweitens wird aus dem positiven Synchronsignal
durch Integration eine den Vertikalimpulsen entsprechende Impulsspannung abgeleitet, die dem zweiten
Steuergitter der Hexode Rö 12 zugeführt wird. Für diesen Zweck sind das aus dem Längswiderstand
R 15 und dem Querkondensator C13 bestehende Integrierglied
sowie der Koppelkondensator C14 vorgesehen. Der Gitterwiderstand des zweiten Steuergitters
ist mit R18 bezeichnet und liegt mit seinem anderen Ende auf Erd- bzw. Massepotential. Am
zweiten Steuergitter der Hexode liegt somit ein positiver Impuls der in Fig. 3 dargestellten Form.
Dieser Impuls weist in Abweichung von dem an der Integrierkette gemäß Fig. 1 gewonnenen Impuls einen
flachen Verlauf des Daches auf, da der bei weiterhin ansteigender Spannung am zweiten Steuergitter ein-'
setzende Gitterstrom eine Begrenzung des Impulses hervorruft, so daß dem an sich flachen Verlauf des
Impulsdaches lediglich von den für die Aufrechterhaltung der Horizontalsynchronisierung im Vertikalimpuls
enthaltenen Impulslücken herrührende Schwankungen überlagert sind.
Die Kathode ist durch den über den Widerstand R16 durch den Kathödenwiderstand R17 geleiteten
Querstrom so weit positiv vorgespannt, daß von dem in Fig. 3 dargestellten, am zweiten Gitter der Hexode
liegenden Impuls nur der obere Teil freigegeben wird. Durch das Abschneiden der unteren flachanlaufenden
Impulsteile werden die Impulsflanken versteuert und die von den Hörizöntalimpulsen herrührenden Reste
und Störungen unterdrückt. An der Anode der Hexode bzw. am Anodenwiderstand i?19 erscheinen dann
ίο exakte Vertikalsynchronimpulse mit negativem Vorzeichen,
wie in Fig. 4 dargestellt ist.
Die am Anodenwiderstand R19 stehenden Vertikalimpulse
werden dann in an sich bekannter Weise zur Synchronisierung des Vertikalablenkoszillators benutzt.
Da der Vertikalimpuls bei dieser Schaltung sehr exakt und definiert und auch von Impulsresten
des Synchronsignals völlig gereinigt ist, arbeitet die Vertikalsynchronisierung sehr genau, und die schlechte
Zwischenzeile kann bei der Schaltung nach der Erfindung nicht auftreten. Der Anstieg des auf diese Weise
gelieferten Vertikalimpulses ist versteuert worden, und alle Reste des übrigen Synchronsignals sind beseitigt.
Diese Wirkungsweise wird erzielt, ohne das der Aufwand an Röhren und sonstigen Bauelementen
gegenüber den bekannten Schaltungen vergrößert wird.
Es besteht infolge der hinreichend großen Amplitude : des so gewonnenen Vertikalsynchronsignals
durchaus technisch die Möglichkeit, dieses durch eine weitere Integrationskette zu schicken und das an
ihrem Ausgang vorhandene Signal dann erst zur Synchronisierung des Vertikaloszillators zu benutzen.
- Durch diese doppelte Integration, einmal vor dem Gitter 3 der Hexode, das andere Mal an ihrem Ausgang
durch die oben erwähnte Integrationskette, ist eine besonders gute Unterdrückung von Störimpulsen,
die der Synchronisationsstabilität des Vertikaloszillators zugute kommt, gewährleistet.
Claims (8)
1. Impulstrennschaltung für Fernsehempfänger zur Trennung der Vertikalsynchronimpulse vom
Synchronsignal mit Hilfe einer Mehrgitterröhre, die an einer Elektrode die Vertikalimpulse und
an einer weiteren Elektrode das Synchronsignal abgibt, dadurch gekennzeichnet, daß das negative,
vom Bildsignal getrennte Synchronsignal einem positiv vorgespannten ersten Steuergitter einer
Hexode (Rö 12) zugeführt wird, daß eine weitere Elektrode bzw. erstes und zweites Schirmgitter
der Röhre über einen Widerstand (i?14) mit einer positiven Anodenspeiseleitung verbunden sind,
daß das an dieser Elektrode bzw. am Widerstand (i?14) entstehende positive Synchronsignal dem
horizontalen Ablenkgenerator in an sich bekannter Weise zur Synchronisierung zugeführt wird, daß
ferner von dem an der genannten Elektrode bzw. am Widerstand (i?14) entstehenden Synchronsignal
eine den Vertikalsynchronimpulsen entsprechende positive Steuerspannung durch Integration
abgeleitet und an das zweite Steuergitter der Mehrgitterröhre zurückgeführt wird und dort
einer negativen Vorspannung dieses Gitters derart entgegenwirkt, daß der Strom zur Anode der
Röhre nur für die Dauer der Vertikalimpulse freigegeben wird, so daß an der Anode ein Vertikalsynchronimpuls
entsteht, der durch Abschneiden seines unteren Teils exakt begrenzt ist, und dann
in an sich bekannter Weise für die Synchronisierung des Vertikalablenkgenerators benutzt wird.
2. Impulstrennschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das positive Synchronsignal
liefernde Elektrode, vorzugsweise das erste und/oder zweite Schirmgitter, und das zweite
Steuergitter der Mehrgitterröhre durch ein aus einem Längswiderstand (RiS) und einem Querkondensator
(C 13) gebildetes Integrierglied sowie einen Koppelkondensator (C14) miteinander verbunden
sind.
3. Impulstrennschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei positiv vorgespannter
Kathode das zweite Steuergitter der Mehrgitterröhre über einen Ableitwiderstand (R 18) auf Erd- bzw. Massepotential liegt.
4. Impulstrennschaltung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Gitterwiderstand
(R13) des ersten Steuergitters der Mehrgitterröhre mit seinem anderen Ende an einer
positiven Anodenspeiseleitung liegt.
5. Impulistrennschaltung nach Anspruch 1 oder
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrgitterröhre eine an sich bekannte Amplitudentrennröhre
(Rö 11) für die Abtrennung des Synchronsignals vom Bildsignal vorgeschaltet ist, die
zweckmäßig als Triode ausgebildet ist und im Gitterstromgebiet arbeitet, so daß nur die Synchronimpulse
sie öffnen, indem ihrem Steuergitter das negative Signalgemisch zugeführt und ihrer
Anode das negative Synehrongemisch entnommen wird.
6. Impulstrennschaltung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Gitterwiderstand
(i?ll) der Amplitudentrennröhre (Rö 11) an der Kathode liegt und zwischen beiden
und dem Erdpunkt ein abgeblockter Kathodenwiderstand (R 17) eingeschaltet ist, der mit seinem
kathodenseitigen Ende über einen Widerstand (R 16) mit der Anode der Röhre verbunden ist.
7. Impulstrennschaltung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitudentrennröhre
(Triode Rö 11) und die Mehrgitterröhre (Hexode RölZ) zwei Systeme einer
Verbundröhre bilden, d. h. im gemeinsamen Röhrenkolben angeordnet sind, und daß beide eine gemeinsame
Kathode haben.
8. Impulstrennschaltung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausgang
der Mehrgitterröhre eine weitere Integration erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 813 163;
französische Patentschrift Nr. 974 732;
schweizerische Patentschrift Nr. 214 515;
Kerkhof und Werner, »Fernsehen«, Ausgabe der N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken, 1951, S. 123
bis 125; ■ -
Wireless World, July 1949, S. 249/250, Aufsatz »Transitron Syne Separator« von H. V. Versey.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE314181X | 1952-03-19 |
Publications (1)
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| DE1050805B true DE1050805B (de) | 1959-02-19 |
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| DENDAT1050805D Pending DE1050805B (de) | 1952-03-19 | Impulstrennschaltung für Fernsehempfänger |
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|---|---|
| CH (1) | CH314181A (de) |
| DE (1) | DE1050805B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1194897B (de) * | 1961-12-09 | 1965-06-16 | Grundig Max | Schaltungsanordnung zur automatischen Zeilennormumschaltung |
-
0
- DE DENDAT1050805D patent/DE1050805B/de active Pending
-
1953
- 1953-02-23 CH CH314181D patent/CH314181A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1194897B (de) * | 1961-12-09 | 1965-06-16 | Grundig Max | Schaltungsanordnung zur automatischen Zeilennormumschaltung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH314181A (de) | 1956-05-31 |
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