DE1050185B - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen photographischen Verschluß mit von einem Hauptantriebsorgan
angetriebenen Verschlußsektoren und einem entgegen einer Rückholfeder betätigten Spannorgan sowie
einem wahlweise einschaltbaren Vorlaufwerk und einem eine eigene Kraftquelle besitzenden Gleichstimmechanismus für Blitzlicht.
Verschlüsse dieser Art besitzen somit mehrere Einzelmechanismen, deren innerer Aufbau und funktionsmäßiger Zusammenhang kompliziert sind und
bei den bekannten Ausführungen deshalb einen beträchtlichen Raum im Verschlußgehäuse beanspruchen.
Außerdem besitzen die bekannten Verschlüsse meist mehrere Betätigungsglieder für die Einzelmechanismen.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen Verschluß der genannten Art zu schaffen, bei dem die Einzelmechanismen von sehr raumsparender und trotzdem
einfacher Bauart sind, so daß ihre Unterbringung auch in Verschlüssen kleiner Abmessungen ohne
Schwierigkeiten möglich ist. Ferner hat die Erfindung zum Ziel, eine einfache funktionsmäßige Verbindung
der Einzelmechanismen untereinander zu schaffen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß am Spannorgan Spannmittel, Anschläge und Steuermittel in der Weise angeordnet sind, daß die
Spannmittel während der Spannbewegung das Hauptantriebsorgan und den Gleichstimmechanismus spannen und daß die Anschläge während des Rücklaufs
mit einer vom Verschlußauslöser gesteuerten Sperre und gegebenenfalls mit einer vom Vorlaufwerk gesteuerten Sperre zusammenarbeiten sowie daß die
Steuermittel ebenfalls während des Rücklaufs gegebenenfalls zunächst das Vorlaufwerk und dann den
Gleichstimmechanismus freigeben, der zunächst die Kontakteinrichtung für Blitzlicht betätigt und schließlich das gespannte Hauptantriebsorgan zur Durchführung der Öffnungs- und Schließbewegung der Verschlußsektoren auslöst.
Die weiteren Merkmale der Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es Jteigt
Fig. 2 die X-Kontakteinrichtung für den BlitzHchtstromkreis und
Fig. 3 bis 5 den Verschluß in verschiedenen Betriebsstcllungen.
Der in Fig. 1 in der Ruhestellung dargestellte photographische Verschluß besitzt ein zylindrisches
Verschlußgehäuse 10 üblicher Form. Die vordere Deckplatte des Verschlusses ist in dieser Figur weggelassen, um die'im Verschlußinnern untergebrachten
VerschluBorgane klar ersichtlich zu machen. Der Verschlußmechaniismus besitzt ein Hauptantriebsorgan
12,
Photographischer VerscfrTufi
mit Vorlaufwerk und
Gleichstinimechanismus
mit Vorlaufwerk und
Gleichstinimechanismus
Anmelder:
Dr.-Ing. Hans Deckel,
München 25, Waakirchner Str. 7,
und Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Deckel, Zug (Schweiz)
Dr.-Ing. Hans Deckel,
München 25, Waakirchner Str. 7,
und Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Deckel, Zug (Schweiz)
Vertreter: Dr. jur. H. Lersdi, Rechtsanwalt,
München 22, Maximilianstr. 35
welches um einen seitlich neben dem Objektivrohr 14
as liegenden Zapfen 16 des Verschlußgehäuses 10 drehbar gelagert ist. Das Hauptantriebsorgan 12 steht unter
Wirkung einer Hauptantriebsfeder 18, welche den Zapfen 16 umgreift und mit ihrem einen Ende an
einem Stift 20 des Hauptantriebsorgans 12 angreift.
Das andere Ende der Hauptantriebsfeder 18 drückt gegen einen festen Stift 22 des Verschlußgehäuses 10.
Die Hauptantriebsfeder 18 ist somit bestrebt, das Hauptantriebsorgan 12 stets im Uhrzeigersinn zu
verdrehen. Das Hauptantriebsorgan 12 besitzt einen
nach oben abgebogenen Lappen 24, welcher mit einem
radialen Vorsprung 26 eines oberhalb des Hauptantriebsorgans 12 am Zapfen 16 frei drehbar gelagerten Zahnrades 28 zusammenarbeitet. Dieses
Zahnrad 28 greift in eine Verzahnung 29 eines um
4u das Objektivrohr 14 des Verschlußgehäuses 10 drehbar gelagerten Spannorgans in Form eines Spannringes 30 ein. Ein radialer Arm 32 des Spannringes
30 ragt durch eine Umfangsnut 34 des Verschtußgehäuses nach außen und dient zur Handbetätigung
dieses Spannringes. Eine Feder 36 ist bestrebt, den Spannring 30 entgegen dem Uhrzeigersinn zu verdrehen und ihn in der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung
R
zu halten.
dem Hauptantriebsorgan 12 an einem Zapfen 40 des Verschlußgehäuses 10 schwenkbar gelagert. Sie steht
unter der Wirkung einer schwachen Feder 42, die bestrebt ist, die Sperrklinke38 entgegen dem Uhrzeigersinn zu verschwenken und ihren Arm 44 mit einer
809 748/13»
1
Nase 46 des Hauptaniriebsqrgans in Eingriff zu bringen, wodurch das Hauptantriebsorgan 12 in
seiner Spannstellung 5" (Fig. 3) gehalten wird.
Zum öffnen und Schließen der zentralen öffnung des Qbjektivrohres 14 beim Durchführen einer Aufnähme
dienen mehrere Verschlußsektoren 48, welche in bekannter Weise vom Hauptantriebsorgan 12 über
Zwischenglieder derart angetrieben werden, daß sie beim Ablauf des Hauptantriebsorgans 12 aus der
Spannstellung in die Ruhestellung die Objektivöffnung öffnen und schließen.
Es wurde bereits erläutert, daß der Spannring 30 zum Spannen des Hauptantriebsorgans 12 im Uhrzeigersinn
aus seiner Ruhelage R in die Spannstellung vS" bewegt werden muß. Das Hauptantriebsorgan
bleibt nachher in der Spannstellung durch den Sperrhebel 38, 44 versperrt, wogegen sich der Spannring
30 — nachdem er vom Bedienenden freigelassen wurde — in Richtung auf seine Ruhelage R unter dem
Einfluß seiner Feder 36 zurückbewegt, und zwar so weit, bis er eine Sperrstellung I (Fig. 4) erreicht, in
welcher sein Anschlag 112 von einem Sperrhaken 114 eines Sperrhebels 116 angehalten und gesperrt wird.
Der Sperrhebel 116 ist als ein Winkelhebel ausgebildet und durch eine Feder 118 belastet. Der
Lagerzapfen 120 des Sperrhebels 116 ist von einer nicht dargestellten oberen Platine des Verschlußgehäuses
getragen. Der zweite Arm 122 dieses Sperrhebels arbeitet mit einem Arm 124 des Auslösers 92
zusammen, wodurch die Sperre 112, 114 für den Spannring 30 gelöst werden kann, so daß derselbe
"aus seiner Sperrstellung I weiter in Richtung seiner Ruhelage R ablaufen kann.
Der im Verschlußgehäuse 10 eingebaute Gleichstimmechanismus für Blitzlicht besteht aus einem verzahnten
Segment 200, welches an einem Zapfen 202 des Verschlußgehäuses 10 drehbar gelagert ist. Eine
verhältnismäßig starke Feder 204, welche an einem seitlichen Arm 206 des Segmentes 200 angreift, ist
bestrebt, dieses Segment im Uhrzeigersinn zu verschwenken. Das Segment greift dabei mit seiner Verzahnung
208 in ein Zahnritzel 210 ein, das um einen Zapfen 212 des Verschktßgehäuses 10 drehbar gelagert
ist. Das Zahnritzel 210 ist fest mit einem Steigrad 214 verbunden, in welches ein Anker. 216 zwecks
Hemmung der Ablaufbewegung in bekannter Weise eingreift.
Das Spannen des Gleichstimmechanisrnus bzw. des Segmentes 200 geschieht zugleich mit dem Spannen
des HauptantHeJbsorgans. 12 durch den Spannring 30. Der Spannring trägt "zu diesem' Zweck einen riacVi
unten ragenden Stift 218, welcher bei der Spannbewegung des Spannorgans 30 im Uhrzeigersinn mit
dem Arm 206 des Segmentes 200 in Eingriff kommt und seine Feder 204 spannt. In der gespannten Stellung
wird das' Segment 200 durch, eine doppelar.mige, federbelastete Sperrklinke 220 gehalten, deren einer
Arm 222 mit einem Sperrstift 224 des Segmentes 200 zusammenarbeitet. Der andere Arm 226 der Sperrklinke
220 arbeitet dagegen mit dem zugleich als Steuermittel wirkenden Stift 218 des Spannringes 30
zusammen, um das Auslösen der Sperre 222, 224 für das Segment 20Ö zu bewerkstelligen.
Neben diesem Gleichstimmechanismus ist im Verschlußgehäuse 10 eine Kontakteinrichtung für den
Blitzlichtstromkreis eingebaut. Der Blitzlichtstromkreis ist in Fig. Γ nur schematisch angedeutet. Er enthält
eine Stromquelle 228 und eine BUtziiampe 230, welche Teile mit Hilfe eines Kontaktnippels 232 in
bekannter Weise an die Kohtakteinrichtung im Ver-
sehlußinnepi elpktrisch angeschlossen werden können. Die Kontakteinrichtung enthält einen unbeweglichen,
isoliert angeordneten Kontakt 234 und eine mit dem Verschlußgehäuse 10 elektrisch leitend verbundene
Kontaktfeder 236 in Form einer Haarnadel. Beim Andrücken der Kontaktfeder 236 an den Kontakt 234
wird der Blitzlichtstromkreis geschlossen.
An der Kontaktfeder 236 greift ein Kontakthebel 238 an, der am Zapfen 40 des Sperrhebels 38 drehbar
gelagert ist und unter dem Einfluß der Kontaktfeder 236 steht, die ihn entgegen dem Uhrzeigersinn zu
schwenken sucht. Mit der Nase 242 dieses Kontakthebels 238 steht der eine Arm 244 eines doppelarmigen
Betätigungshebels 246 im Eingriff, der im Verschlußgehäuse 10 um den Zapfen 248 drehbar gelagert
und durch eine Feder 250 entgegen dem Uhrzeigersinn belastet ist. Die Feder 250 ist stärker als
die Kontaktfeder 236.
In der Ruhelage steht ein Lappen 252 des Betätigungshebels 246 mit dem Arm 44 des Sperrhebels 38
im Eingriff. Der andere Arm 254 des Sperrhebels 38 liegt an der äußeren Seite des Segmentes 200 an, so
daß die Feder 204 dieses Segmentes die Teile des Gleichstimmechanismus und der Kontakteinrichtung
in der Lage nach Fig. 1 hält. Der Arm 254 liegt dabei an einem Anschlag 256 des Verschlußgehäuses 10 an.
Hierzu sei noch erwähnt, daß das Ende 247 des Betätigungshebels 246 mit einem nach oben abgebogenen
Steuerlappen 31 des Spannringes 30 während der Spannbewegung desselben in Eingriff
kommt, so daß eine Schwenkung dieses Betätigungshebels entgegen dem Uhrzeigersinn und somit eine
Kontaktgabe während des Spannens nicht stattfinden kann.
Der Betätigungshebel 246 und der Gleichstimmmechanismus 200. bis 216 werden zur Steuerung der
Kontakteinrichtung 234 bis 238. nur in solchen Fällen verwendet, in denen die Blitzlampe 230 des Blitzlichtstromkreises
einen großen Leuchtverzug, ζ B. 20 ms, besitzt. Bei. diesen Blitzlampen der sogenannten
Ai-Klasse muß. nämlich die Kontaktgabe um eine entsprechende Zeitspanne vor der vollen Offenstellung
der Verschlußsektoren erfolgen. Bei der Verwendung von Blitzlampen ohne Verzug, also bei sogenannten
B.iitzröhren der X-Klasse, darf dagegen die Kontaktgabe erst annähernd im Augenblick der vollen Offensteiiung
der Versch.lußsektoren stattfinden. Zu. diesem Zweck ist im Verschlußgehäuse noch eine zweite
Einrichtung zur Kontaktgabe vorgesehen.
Diese, zweite Kontakteinrichtung besteht aus einem doppejarmigen Betätigungshebel 258 (Fig. 2), der an
dem Zapfen 202 drehbar, lagert, und zwar derart, daß daß er unterhalb des Segmentes 200 des Blitzlicht-Gleichstimmechanismus
liegt. Eine Feder 260. wirkt auf diesen Betätigungshebel 258 in der Weise ein,
daß sein Arm 262 gegen den Kontakthebel 2.38 gedrückt wird. Die Feder 260 ist aber nur so stark, daß
sie die eigene Federwirkung der Kontaktfeder 236. nicht überwindet, wodurch eine Trennung zwischen
den Kontakten 234 und 236 in der Ruhelage der Einrichtung gesichert ist. Der andere Arm 264 des
Betätigungshebels 258 ragt in die Bewegungsbahn eines Stiftes 54 des Sektoren ringes 56 ein. und kann
von ihm verschwenkt werden.
Auf" der bereits erwähnten, nicht dargestellten oberen Platine des Verschlußgehäuses 10 ist ein
Lagerzapfen 266 angebracht, an dem ein doppel1 armiger Sicherüngshebel 268 drehbar gelagert ist.
Dieser Sicherungshebel steht unter dem Einfluß einer schwachen Feder 270, wodurch sein Arm 272. ent-
1 05
gegen dem Uhrzeigersinn gegen die innere Steuerfläche 274 eines Umschaltringes 276 gedrückt wird.
Dieser Umschaltring ist oberhalb der in Fig. 2 gezeigten Kontakteinrichtung im Verschlußgehäuse 10
verdrehbar gelagert. Aus Gründen der Deutlichkeit ist er in dieser Figur nur strichpunktiert angegeben.
Der Umschaltring 276 besitzt einen radialen Arm 278, der durch einen Schlitz 280 des Verschluß^
gehäuses 10 nach außen ragt und zum Einstellen dieses Umschaltringes in Stellung
M
oder X oder V
dient. In der Stellung
M
oder X wird der Umschaltung 276 durch eine Rastfeder 282 gesichert, die in
eine entsprechend angeordneten Kerben 284 oder 286 einfällt. Eine Zugfeder 288 ist dabei bestrebt, den
Umschaltring 276 entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen.
In der in Fig. 2 dargestellten Lage X des UmschaItiinges 276 ist der Arm 272 des Sicherungshebels 268
durch die Steuerfläche 274 des Umschaltringes 276 derart verschwenkt, daß er am Betätigungshebel 246,
der im nachstehenden Af-Betätigungshebel genannt wird, anliegt und ihn gegen eine kontaktgebende Verschwenkung entgegen dem Uhrzeigersinn versperrt.
Die zur X-Kontaktgabe nötige Bewegung des Kontakthebels 238 im Uhrzeigersinn führt daher nur der
Betätigungshebel 258 aus, der nachstehend X-Betätigungshebel genannt wird. Wenn jedoch der Umschaltring 276 in Stellung
M
eingestellt wird, erlaubt seine Aussparung 290, ein Ausweichen des Armes 272 des
Sidierunigshebel 268 entgegen dem Uhrzeigersinn, so daß nun der ^-Betätigungshebel 246 frei verschwenkt mid zur Kontaktgabe· herangezogen werden
kann.
Erwähnt sei noch, daß das andere Ende 292 des Sicherungshebels 268 sich bis über den Anker 216 erstreckt und deH Lagerzapfen 294 desselben trägt. Damit wird je nach Stellung des Sicherungshebels 268,
292 der Anker 216 in oder außer Eingriff mit dem Steigrad 214 des Hemmwerkes für das Segment 200
des Blitzlicht-Gleichstimmechanismus gebracht.
Im Verschlußgehäuse 10 ist außer den bereits erläuterten Mechanismen noch ein Vorlaufhemmwerk
eingebaut, welches den eigentlichen. Ablauf des Verschlußmechanisraus beispielsweise zwecks Ausführung von Selbstaufnahmen entsprechend verzögert.
Dieses Vorlaufwerk besitzt einen Hemmanker 300 mit Steigrad 302, das mit einem Räderwerk 304 bis 310
im Eingriff steht. Das Rad 310, welches um einen Zapfen 312 drehbar lagert, ist als Ratschr.ad mit etwas
nach oben vorstehenden. Rasten-314 ausgebildet, in die zwei; nach unten abgebogene Schleifzungen 316 einer
Spannschei.be 318: eingreifen, welche ebenfalls um den Zapfen 312 drehbar gelagert ist, jedoch oberhalb des
Rades.310 liegt. Um den Zapfen 312 ist außerdem eine Antriebsfeder 32$ für das Vorlaufwerk gewunden,
welche sich mit ihiiem Ende an einem. Stift 322. der Spannscheibe 318 und mit dem anderen; Ende an
einem ortsfesten Stift 324 der oberhalb des Vor.laufwerkes liegenden, nicht dargestellten Platine abstützt.
Arn, Stift 322 der Spannscheibe 318; ist zugleich eine M1Itnehmerklinke 326. angehängt, deren nach unten
abgebogener Lappen 328. in, einem, nicht; dargestellten Kreisbogenschlitz des V^.rschlußgehäus.e.s.lQ/ gleitet,
wodurch, diese Mritnehmerklinke· entsprechend geführt ist
Njeben der bereits erwähnten pramärenFunlction der Einstellung: der. Kontakteinrichtungen ist dem: Umschaltring 276 noch, eine andere Funktion zugeordnet,
nämlich das Spannen, des eben erläuterten Vorlaufwerkes. Zu. diesem Zweck ist der, Umschaltring 27.6
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aus seiner Stellung X im Uhrzeigersinn bewegbar in eine Stellung V, in welcher sein nach unten abgebogener Lappen 330 mit einem Haken 332 der Mitnehmerklinke 326 in Eingriff gekommen ist und diese Mitnehmerklinke so weit mitgenommen hat, daß die
Spannscheibe 318 mit ihren Schleifzungen 316 im Uhrzeigersinn verdreht und die Antriebsfeder 320 des
Vorlaufwerkes genügend vorgespannt ist.
Eine Sperrklinke 334 ist an einem Zapfen 336 des ίο Verschlußgehäuses 10 neben dem Vorlaufwerk drehbar gelagert und durch eine Feder 338 belastet, die
sie im Eingriff mit einen Steuernocken340 des Spannringes 30 hält. In der Spannstellung
5" und der Sperrstellung I dieses Spannringes 30 (Fig. 3 und 4) ist
jedoch dieser Steuernocken 340 so weit im Uhrzeigersinn vom Sperrhebel 334 wegbewegt, daß sich dieser
Sperrhebel 334 unter Wirkung seiner Feder 338 gegen die eine Seite des Ankers 300 legt und ihn an einer
Schwenkbewegung hindert. Damit ist auch das Vorlaufräderwerk 302 bis 310 gegen Bewegung gesperrt,
so daß nun das Spannen des Vorlaufwerkes durch den Umschaltring 276 erfolgen kann. Bei dieser Spannbewegung überschleifen die Schleifzungen 316 der
Spannscheibe 318 zunächst einige Rasten 314, bis sie 35. schließlich am Ende der Spannbewegung mit neuen
Rasten 314 des Ratschrades 310 in Eingriff kommen. Nach dem Spannen des Vorlaufwerkes kehrt unter
Einwirkung der Feder 288 der Umschaltring 276, sobaLd er durch den Bedienenden freigegeben ist, aus
der StellungV sofort in die StellungX zurück, wobei sich sein Lappen 330 vom Haken 332 der Mitnehmerklinke 326· löst.
Die funktionsmäßige Verbilrudung zwischen dem Vorlaufwerk und den übrigen Mechanismen bzw. dem
35, Spannring 30 stellt ein Zwischenhebel 342. dar, der bei 344 an der oberen Platine des Verscblußgehäuses
10 gelagert und durch eine Feder 346 belastet ist, die ihn entgegen dem Uhrzeigersinn zu verschwenken
sucht. Der Zwischenhebel arbeitet mit einem Stift 348 40. der Spannscheibe 318 derart zusammen, daß seine
Sperrnase 350 in der Ruhelage des Vorlaufwerkes aus der Bewegungsbahn eines Anschlages 352 des
Spannringes herauisbewegt ist. Bei· gespanntem Vorlaufwerk ist jedoch der Zwischenhebel 342 durch
45. seine Feder 346 so verschwenkt, daß er am Spannring 30. aufliegt und seine Sperrnase350 mit dem Anschlag
352. des Spannringes 30 zusammenarbeiten kann. Ein Stift 354 bildet den Anschlag für den Zwischenhebel
342 in seiner Ruhelage (Fig. 1).
So.- Der erfindungsgemäße Verschluß arbeitet in folgender Weise:.
Es sei angenommen,, daß eine Aufnahme mit eingeschaltetem Vorlaufwerk und unter Benutzung des
Blitelicihites mit einer Bliitzlampe dex M-Kiasse vor-55. genommen werden soll..
Zu diesem Zweck muß zunächst der. Ver.schlußmechanismus gespannt werden. Diese Spannbewegung
wir;d mittels des Spannringes 30 ausgeführt, indem er im Lmrzeigersinn aus seiner Ruhelage R (Fig. 1) in
6d- die Spannstellung 5" (Fig. 3) verdreht wird. Während dieser Spannbewegung spannt die Verzahnung.29 des
Spannringes 30 das Hauptantriebsorgan 12 in der bereits erläuterten Weise. Zugleich, spannt der Stift
218 des Spannringes über, den Arm 206 das Segment 65.; 200 des GleichstimmecHainismus für Blitzlicht.
Am Ende dieser Spannbewegung rastet der Arnv44 der Sperrklinke 3.8·' bei 46- in das Hauptantriebsorgan
12 ein und sperrt es. In ähnlicher Weise versperrt der Arm 222 der Sperrklinke 220· das Segment 200 bei
7P, 224- Zugleich, hat sich auch eine Nase 207 des Armes
06 hinter den Lappen 252 des M-Betätigungshebels 46 gelegt und sperrt ihn gegen eine kontaktgebende
'erschwenkung entgegen dem Uhrzeigersinn. Die eile des Verschlußmechanismus und des Gleichtimmechanismus nehmen in der Spannstellung die in
"ig. 3 gezeigte Stellung ein.
Wenn der gemeinsame Spannring 30 die Spannewegung ausgeführt hat und vom Bedienenden freiegeben wird, bewegt er sich aus seiner Spannteilung
6" unter Wirkung seiner Feder36 in Richtung uf seine Ruhelage zurück, kann sie aber nicht ganz
rreichen, denn der Sperrhebel 116 ragt mit seinem laken 114 in die Bewegungsbahn des Anschlags 112
es Spannringes 130, so daß dieser Spannring nun η einer ersten Sperrstellung I angehalten wird
Fig. 4).
In dieser ersten Sperrstellung I des Spannringes 30 at auch sein Steuernocken 340 die Sperrklinke 334
ür den Anker 300 des Vorlaufwerkes freigegeben, so laß sich diese Sperrklinke gegen den Anker legt und
hn an einer Bewegung hindert. Das Vorlaufwerk :ann nun gespannt werden, indem der Umschaltring
76 im Uhrzeigersinn aus seiner augenblicklichen »teilung bis in die Stellung V bewegt wird, wobei
ein Lappen 330 die Mitnehmerklinke 326, 332 mit-■ewegt und das Vorlaufwerk spannt. Der Zwischen-.ebel 342 ist nach Ausführung der Vorlaufwerkpannbewegung durch den Stift 348 der Spannscheibe
.18 freigegeben, so daß er unter Wirkung seiner ■eder346 entgegen dem Uhrzeigersinn schwenken
.nd sich wieder an den Umfang des Spannringes 30 nlegen kann, wie es in Fig. 4 dargestellt ist.
Sobald der Umschaltring 276 nach Ausführung der Vorlaufwerkspannbewegung vom Bedienenden freilassen wird, kehrt er unter Wirkung seiner Feder
!88 automatisch aus seiner StellungV in die Stelling X zurück. Der Bedienende braucht ihn daher nur
loch aus der Stellung X in die Stellung
M
zu bringen, ,eil ja eine Blitzlichtaufnahme mit einer Lampe der
^-Klasse ausgeführt wird.
Der Verschluß ist nun zur Durchführung der Aufahme bereit (Fig. 4). Die Aufnahme wird durch die
Setätigung des Auslösers 92 eingeleitet, wobei der Vrm 124 des bei 94 gelagerten und durch eine Feder
'6 belasteten Auslösers 92 den Sperrhebel 116 derart ■erschwenkt, daß die Sperre 112,114 des Spannringes
0 gelöst wird. Dieser Spannring bewegt sich nun us seiner ersten Sperrstellung I (Fig. 4) in eine
weite SperrstellungII (Fig. 5), die durch Einrasten eines Anschlags 352 in den Haken 350 des Zwischenebels 342 gegeben ist. In dieser Sperrstellung II hat
er Steuernocken 340 des Spannringes die Sperrlinke 334 wieder im Uhrzeigersinn verschwenkt, so
aß der Anker 300 des Vorlaufwerkes sich nunmehr mieder frei bewegen kann. Das Vorlaufwerk läuft
omit in bekannter Weise ab.
Die Ablaufzeit des Vorlaufwerkes dauert etwa 8 is 10 Sekunden. Gegen Ende der Vorlaufwerkblaufbewegung kommt wieder der Stift 348 der
pannscheibe 318 in Eingriff mit dem Zwischenhebel 42 und verschwenkt ihn im Uhrzeigersinn. Dabei
rird die den Spannring 30 in seiner Sperrstellung II altende Sperre 350, 352 gelöst und der Spannring 30
jm weiteren Ablauf freigegeben. Er läuft nun aus iiner Sperrstellung II in die Ruhelage
R
zurück.
Während dieses letzten Abschnitts der Spannringblaufbewegung steuert derselbe die Ingangsetzung
as Gleichstimmechanismus für Blitzlicht und dadurch ich des Verschlußmechanismus. Diese Steuerung
rfolgt durch den Stift 218 des Spannringes 30,
weicher nun mit dem Arm 226 der Sperrklinke 220 in Eingriff kommt und sie im Uhrzeigersinn verschwenkt. Hierbei wird die Sperre 222, 224 für das
Segment 200 des Gleichstimmechanismus gelöst, so daß dieses Segment unter Wirkung seiner Kraftquelle
204 ablaufen kann. Gleich zu Beginn dieser Ablaufbewegung löst sich die Nase 207 des Segmentes 200
vom Lappen 252 des Af-Betätigumgshebels 246, so daß derselbe frei wird und unter Wirkung seiner
ίο Feder 250 entgegen dem Uhrzeigersinn ausschwenkt. Der Kontakthebel 238 und die Kontaktfeder 236
werden somit gegen den Kontakt 234 gedrückt und dadurch der Stromkreis der Blitzlampe 230 geschlossen.
Das Segment 200 läuft hierauf weiter im Uhrzeigersinn ab. Da in der M-Stellung des Umschaltringes 276 der Sicherungshebel 268 nicht nur mit
seinem Arm 272 in die Aussparung 290 eingefallen ist und den ^-Betätigungshebel 246 freigegeben, sondern auch mit seinem anderen Arm 292 den Anker 216 in Eingriff mit dem Steigrad 214 gebracht hat,
wird die Ablauf bewegung des Segmentes 200 durch dieses Hemmwerk verzögert. Gegen Ende der Ablaufbewegung des Segmentes 200 wird der Arm 254 der Sperrklinke38 so weit im Uhrzeigersinn verschwenkt, daß ihr anderer Arm 44 von der Sperrnase 46 des
Hauptantriebsorgans 12 wegbewegt wird. Das Hauptantriebsorgan 12 läuft nun zusammen mit dem
Sektorenring 56 in der bereits geschilderten Weise aus der Spannstellung ab, wobei die Verschlußsektoren 48 die öffnungs- und Schließbewegung ausführen. In der Offenstellung der Verschlußsektoren 48
ist der Leuchtverzug der Blitzlampe 230 nach der Kontaktgabe gerade verstrichen, so daß ein Blitz licht erzeugt und die Belichtung des Filmes zwecks
Durchführung der Aufnahme ausgeführt wird. Nachher nehmen die Teile des Verschlusses wieder die
Ruhestellung nach Fig. 1 ein.
zwar auch mit eingeschaltetem Vorlaufwerk, aber mit einer Blitzröhre der X-Klasse ausgeführt werden soll,
dann ist die Spannbewegung durch Bewegung des Spannringes 30 in gleicher Weise, wie vorstehend beschrieben, vorzunehmen. Auch das Spannen des Vor-
laufwerkes durch den Umschaltring 276 geschieht in der erläuterten Weise. Sobald sich aber der Umschaltring 276 aus der V-Stellung in die X-Stellung zurückbewegt hat, muß er nun in dieser Stellung bleiben.
Der Siciherungshebel 268 sperrt nun den M-Betäti
gumgs'hebel 246 und hält auch den Anker 216 des
Hemmwerkes für das Segment 200 abgeschaltet (Fig. 2). Die übrigen Vorgänge während der Ablaufbewegung des Spannringes 30 aus der Spannstellung .S"
in die Sperrstellung I und später in die Sperr
stellung II spielen sich in der geschilderten Weise ab.
Abweichend jedoch von der Arbeitsweise bei M-Aufnahme geschieht nun bei einer X-Aufnahme während
des Ablaufs von Spannring 30 aus der Sperrlage II in die Ruhelage
R
folgendes:
Der Steuerstift 218 entsperrt durch die Sperrklinke 220, 226 wiederum die Sperre 222, 224 für das
Segment 200 des Gleichstimmechanismus. Dieses Segment 200 läuft aber in vorliegendem Falle ohne Hern ·
mung rasch ab, wodurch praktisch unmittelbar nach
der Auslösung die Freigabe des Hauptantriebsorgans
12 erfolgt. Da der M-Betätigungshebel 246 gesperrt ist, erfolgt die kontaktgebende Bewegung des Kontakthebels 238 aber erst durch den X-Kontakthebel 258 in
der vollen Offenstellung der Verschlußsektoren 48, in
dem der Arm 264 vom Stift 54 des Sektorehringes 56
Claims (2)
1. Photographischer Verschluß mit von einem Hauptantriebsorgan angetriebenen Verschlußsektoren und einem entgegen einer Rückholfeder
betätigten Spannorgan sowie einem wahlweise einschaltbarem Vorlaufwerk und einem eine eigene
Kraftquelle besitzenden Gleichstimmmechanismus für Blitzlicht, dadurch gekennzeichnet, daß am
Spannorgan (30) Spannmittel (29, 218), Anschläge (112, 352) und Steuermittel (340, 218) in
der Weise angeordnet sind, daß die Spannmittel (29,218) während der Spannbewegung das Hauptantriebsorgan (12) und den Gleichstimmechanismus (200) spannen und daß die Anschläge
(112, 352) während des Rücklaufes mit einer vom Verschlußauslöser (92) gesteuerten Sperre (114)
und gegebenenfalls mit einer vom Vorlaufwerk gesteuerten Sperre (350) zusammenarbeiten sowie
daß die Steuermittel (340, 218) ebenfalls während des Rücklaufs gegebenenfalls zunächst das Vorlaufwerk und dann den Gleichstimmechanismus
freigeben, der zunächst die Kontakteinrichtung (234, 236) für Blitzlicht betätigt und; schließlich
das gespannte Hauptantriebsorgan (12) zur Durchführung der öffnungs- und Schließbewegung der
Verschlußsektoren auslöst.
2. Photographischer Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannorgan als
ein um das Objektivrohr drehbarer Ring (30) ausgebildet ist, an dem die Spann- und Steuermittel
und die Anschläge angebracht sind und dessen Spannarm (32) aus dem Verschlußgehäuse radial
herausragt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 748π39 1.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1050185B true DE1050185B (de) | 1959-02-05 |
Family
ID=590648
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1050185D Pending DE1050185B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1050185B (de) |
-
0
- DE DENDAT1050185D patent/DE1050185B/de active Pending
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