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DE1049859B - - Google Patents

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Publication number
DE1049859B
DE1049859B DENDAT1049859D DE1049859DA DE1049859B DE 1049859 B DE1049859 B DE 1049859B DE NDAT1049859 D DENDAT1049859 D DE NDAT1049859D DE 1049859D A DE1049859D A DE 1049859DA DE 1049859 B DE1049859 B DE 1049859B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrocortisone
mixture
dione
resulting
triol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1049859D
Other languages
English (en)
Publication date
Publication of DE1049859B publication Critical patent/DE1049859B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P33/00Preparation of steroids

Landscapes

  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Einführung einer Hydroxylgruppe in die 12-Stellung von Reichsteins Verbindung S Es ist bereits bekannt, daß man auf biochemischem Wege Hydroxylgruppen als Substituenten an den verschiedensten Stellen in das Molekül von Steroiden einführen kann. Jedoch ist eine Einführung in die 12-Stellung allein auf diesem Wege bisher nicht beschrieben. 'Man kennt lediglich eine gleichzeitige Einführung von Hyoxylgruppen in die 12- und 15-Stellung (vgl. Chem. Ber., Bd. 90, 1957, S. 2576ff).
  • Es wurde nun gefunden, daß bei der Incubation von Reichsteins Verbindung S (4-Pregnen-17a,21-diol-3,20-dion) mit dem Pilz Coniothyrium hellebori, Rasse 078, aus der Klasse Fungi imperfecti und der Reihe Sphaeropsidales neben dem als Hauptprodukt in 50°/oiger ausbeute entstehenden Hydrocortison (4-Pregnen-11f,17a,21-triol-3,20-dion) in mindestens 25°'oiger -ausbeute auch 4-Pregnen-12ß,17a,21-triol-3,20-dion gebildet wird.
  • Dieser Befund ist um so überraschender, als nach den Angaben der britischen Patentschrift 749 -l14 bei der Incubation des gleichen Ausgangsmaterials mit nahestehenden Pilzen der gleichen Klasse und Reihe als Nebenprodukt ausschließlich 11-epi-Hydrocortison zu erwarten war.
  • Bei dem erfindungsgemäßen `'erfahren fallen Haupt-und Nebenprodukt der Kulturfiltratextrakte zunächst als kristallines Gemisch an. Seine vollständige Ruftrennung durch Kristallisation ist schwierig und verlustreich. Acetyliert man das nicht weiter aufzutrennende Gemisch unter normalen milden Bedingungen, so entstehen vorwiegend die Monoacetate beider Verbindungen, die sich ebenfalls nur schwer trennen lassen. Acetyliert man dagegen das Gemisch bei höherer Temperatur, so bildet sich neben dem 21-Monoacetat des Hydrocortisons das 12f3,21 -Diacetat des -1-Pregnen-12ß,17a,21-triol-3,20-dions. Die Trennung dieser Verbindung durch Kristallisation, Gegenstromverteilung oder Verteilungsclironiatographie bereitet nun keine Schwierigkeiten und gelingt praktisch quantitativ.
  • Das auf diese ""eise rein erhältliche 4-Pregnen-12ß,17a,21-triol-3,20-dion-12@,21-diacetat ist ein wertvolles Ausgangsprodukt für Synthesen in der Steroidreihe, insbesondere zur Herstellung pharmazeutisch interessanter Verbindungen.
  • Beispiel Es werden 2,4 1 einer Nährlösung hergestellt, die pro Liter folgende Bestandteile enthält: 50 g Dextrose, 10 g Biomalz, 2 g Natriumnitrat, I g prim. Kaliumphosphat, 0,5 g Kaliunichlorid, 0,5 g 1lagnesiunisulfat, 0,02 g Eisensulfat.
  • ,je 1,21 der Lösung werden in einen Laborfermenter von 2 1 Inhalt gegeben und hierin 30 Minuten bei 120'C und 1 atü im :@utoklav sterilisiert. Die Fermenter bestehen aus einem Glasgefäß mit einem Deckel aus rostfreiem Stahl; sie sind ausgerüstet mit einem Turbinenrührer, Zugabestutzen, Lufteinleitungsrohr und Luftableitung. Jeder Fermenter wird mit etwa 1 -Milliarde Sporen des Coniothyrium hellebori, Rase 078, in Form einer wäßrigen Suspension beimpft und dann 48 Stunden bei 25'C mit 500 Up- gerührt. Inzwischen wird in einem Stahlfermenter mit 50 1 Fassungsvermögen eine Lösung von 1,5 kg Dextrose, 30 g prim. Kaliumphosphat und 90 g --'"-atriumnitrat in 30 1 Leitungswasser bereitet und diese 40 Minuten bei 120°C und 1 atü sterilisiert.
  • Die Kulturen aus den beiden Laborfermentern werden steril entnommen, gemischt und von der -Mischung 1,6 1 zur Beimpfung des 50-1-Fermenters verwendet.
  • Nach 24stündigem Rühren unter Durchleiten von 1 bis 2 cbm Luft je Stunde (25'C) werden 5 g Reichsteins Verbindung S in 40 ccm sterilem Dimetliylformamid zugegeben. Die gleiche Menge wird noch zweimal jeweils im Abstand von 24 Stunden zugesetzt. 24 Stunden nach der letzten Zugabe wird die Kultur dem Fermenter entnommen, filtriert und das Kulturfiltrat in einem -westfalia,:-Zentrifugalextraktor i-ierni@il mit je 41 Methylisobutylketon extrahiert. Nach chromatograpliischer Analyse enthält der Extrakt 7,9 g Hy#drocortison und 3,9 g 4-Pregnen-l2ß,17a,21-triol-3,20-dion.
  • Der Extrakt wird im Vakuum bis auf etwa 150 ccni eingedampft. Beim Abkühlen kristallisiert die erste Fraktion aus, das Filtrat wird wieder eingedampft und durch Kühlen weitere Kristallfraktionen gewonnen, die vereinigt und getrocknet werden. Alan erhält auf diese Weise 11 g eines Produktes, das 66°;a H@,drocortison und 27°;ä 4-Pregnen-12@,17a,21-triol-3,20-dion enthält.
  • Das Rohprodukt wird zweimal aus @@tliy#leticlilorid umkristallisiert, wodurch man 7 g chrornatographisch reines Hydrocortison vom F.212 bis 215`C erhält. Die Mutterlaugen werden eingedampft und der Rückstand finit 10 ccm Pyridin aufgenommen, 5 ccm @ssigs<iureanhydrid zugesetzt und das Gemisch 8 Stunden auf 50` C erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird nach üblicher Aufarbeitung auf cire Säule gegeben, die 20 g mit .äthy@eng@ykol imprägniertes CeIite, d. h. eine unter diesem Handelsnamen bekannte Mischung verschiedener Kieselerden, enthält. Eluierung mit einem Gemisch aus 3 Teilen CycloheNan und 1 Teil Methylenchlorid ergibt 3,5 g kristallines Material. Durch L'mkristallisieren aus «wenig @s-äßrigcni Methanol erhält man 3 g 4-Pregnen-12p,17a, 21-triol-3,20-dion-12f3,21-diacetat. F. 155 bis 157'C; F_38 17 000 _-a],, _ -f- 122° (Chlf.) Die Elementaranalyse bestätigt die Zusammensetzung der Verbindung. Der Mischschmelzpunkt mit einem authentischen Präparat (J. Chem. Soc., 1955, S. 870) gibt keine Depression. Die Infrarotspektren beider Substanzen sind praktisch identisch.

Claims (1)

  1. l'.\TEXTANsri;ccile: I. Verfahren zur Einführung einer Hydroxylgruppe in die 12-Stcllung von Reichsteins Verbindung S, da- durch gekennzeichnet, daß man Reichstem; Ver- bindung S in bekannter Weise der Einwirkung der Enzyme des Pilzes Coniothyrium hellebori aus der Klasse Fungi iniperfecti und der Reihc Sphaerop- @ida@e: in einem n-äßrigem Medium in Gegenwart von Sauerstoff unterwirft und das Gemisch der ent- standenen hydroxylierten Steroide abscheidet und auftrennt. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, daß man das abgeschiedene Gemisch der hydrosylierten Steroide, gegebenenfalls nach Ab- trennung der Hauptmenge des als Hauptprodukt entstandenen Hydrocortisons durch Kristallisation aus .@tliy,-lenclilorid, vor der weiteren Auftrennung einer Acetylierung bei erhöhter Temperatur unter- wirft und das hierbei entstandene 4-Pregnen-12ß,17a, 21-triol-3,20-dion-12ß,21-diacetat von dem daneben entstandenen Hydrocortison-21-monoacetat darin mit- teils Verteilungschromatographie abtrennt.
DENDAT1049859D Pending DE1049859B (de)

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DE1049859B true DE1049859B (de) 1959-02-05

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