DE1049061B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Mineralwolle - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von MineralwolleInfo
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Description
- Verfahren zum Austragen staubförmigen Gutes, insbesondere sehr feiner Stäube, aus Zyklonen Aus Zyklonen, die zur Staubabscheidung aus Gasen verwendet werden, wird der im Zyklonraum abgeschiedene Staub üblicherweise durch Verschlußorgane, wie Ventile, Schieber, Zellenräder, Staubschleusen, abgezogen.
- Diese Verschlußorgane können indes zu Störungen des Betriebes Veranlassung geben, insbesondere wenn es sich um die - Austragung reaktionsfähigen oder heißen Staubes handelt oder sehr feine Stäube ausgetragen werden sollen, die wenig nieselfähig sind und die Verschlußorgane verstopfen.
- Um aus Zyklonen Staub auszutragen, wurde deshalb auch bereits vorgeschlagen, am Austragende des Zyklons das auszutragende staubförmige Gut in ffuidisiertem Zustand zu halten, indem man als unteren Abschluß des Zyklons feinporige, gasdurchlässige Platten verwendet, durch die hindurch man Gase in das im Zyklon abgeschiedene Gut einleitet und es seitlich aus der so gebildeten Fließschicht abführt. Zwar wird bei dieser Verfahrensweise der auszutragende Staub durch das durch die poröse Bodenplatte eingeleitete Gas in seiner Fortbewegung unterstützt und eine Verstopfung der Austragleitung vermieden. Nachteilig ist jedoch, daß ein Teil des eingeleiteten Gases aus der Fließschicht in den Zyklonraum übertritt und dabei insbesondere Feinanteile des Staubes wieder in den Zyklonraum zurückträgt, wodurch die Staubabscheidung gestört wird. Diese Störung macht sich besonders bemerkbar, wenn der abzuscheidende Staub wesentliche Mengen von sehr feinen Teilchen (10 bis 15 i, und darunter) enthält.
- Es wurde gefunden, daß sich staubförmiges Gut, insbesondere sehr feine Stäube, aus Zyklonen mit einer an die Staubaustragöffnung angeschlossenen Ablaufleitung in einfacher Weise und störungsfrei austragen lassen, wenn man gemäß der Erfindung während des Austragens des Staubes aus dem Zyklon in die Ablaufleitung des Zyklons grobkörniges inertes Gut leitet. Geeignet hierfür ist - wie bei bekannten Maßnahmen zum Agglomerieren von Feinstäuben vor dem Abscheiden oder zum Verhindern von Staubansätzen in Zyklonen - grobkörniges Gut, vor allem aus Quarz, Porzellan oder aus dem gleichen Material wie der auszutragende Staub oder auch Stahlkugeln. Bei Zyklonen, die unmittelbar unterhalb der Staubaustragöffnung in der Ablaufleitung eine Beruhigungskammer aufweisen, kann das grobkörnige Gut auch in diese Beruhigungskammer eingeführt werden.
- Für die spätere Verarbeitung des Staubes ist es gleichgültig, ob das grobkörnige Gut aus artfremdem oder arteigenem Material besteht, da eine Trennung des Staubes vom grobkörnigen. Gut leicht möglich ist, sei es durch Sieben, Magnetscheidung oder eine andere bekannte Maßnahme. Das vom Staub getrennte grobkörnige Gut kann daher auch ohne Schwierigkeiten im Kreislauf geführt werden.
- Bei sehr schlecht rieselnden Stäuben kann das Mengenverhältnis des grobkörnigen Gutes zum Staub zugunsten des ersteren so weit verschoben werden, daß in jedem Fall eine leichte Rieselfähigkeit des Staubkorngemisches gewährleistet ist.
- Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die F i g. 1 und 2 veranschaulicht, in denen einander entsprechende Vorrichtungsteile durch dieselben Zahlen gekennzeichnet sind. Die mit feinem Staub beladenen Gase treten durch den tangentiäl angeordneten Einlaßstutzen 2 in den Zyklon-1 ein und verlassen diesen nach Abscheidung des Staubes durch das axiale Reingasauslaßrohr 3. Dem im Zyklon abgeschiedenen Staub wird durch die Rohrleitung 5 grobkörniges inertes Gut zugeführt. Der Staub fällt zusammen mit dem zugeführten grobkörnigen Gut durch die Ablaufleitung 4 aus. Das grobkörnige Gut wird entweder, wie in F i g. 1 dargestellt ist, in das an die Staubaustragöffnung 7 des Zyklons angeschlossene Ablaufrohr 4 oder gemäß F i g. 2 in die unmittelbar unterhalb der Staubaustragöffnung 7 in der Ablaufleitung vorgesehene Beruhigungskammer 6 eingeführt.
- Durch die erfindungsgemäße Verfahrensweise wird der Staubaustrag aus dem Zyklon mengenmäßig verbessert und als Folge der erhöhten Fließfähigkeit des Auslaufgutes die Gefahr von Verstopfungen ausgeschaltet. Der dadurch ermöglichte stetige Staubaustrag aus dem Zyklon ist von wesentlicher Bedeutung für eine gute Staubabscheidung im Zyklon. Darüber hinaus machen sich die Vorteile dieses Verfahrens auch bei der überführung des aus dem Zyklon ausgetragenen Staubes in einen nachfolgenden Reaktionsraum geltend, indem hierbei durch das rollende, körnige Material ein Gasaustausch zwischen dem Zykloninnenraum und dem nachfolgenden Reaktionsraum verhindert wird, auch dann, wenn zwischen diesen beiden Räumen statische Druckunterschiede bestehen. Die Länge der Ablaufleitung, durch die der Staub und das grobkörnige Gut geführt werden, kann hierbei dem jeweils herrschenden Druckunterschied zwischen dem Zyklon und dem nachfolgenden Reaktionsraum angepaßt werden.
- Das Verfahren ist mit Vorteil auch geeignet, um zwei Reaktionsstufen miteinander zu verbinden, in deren einer die Gaszusammensetzung verschieden von der Gaszusammensetzung in der anderen Stufe ist und wobei die Gase aus den einzelnen Stufen nicht miteinander in Berührung kommen sollen. Beispiele hierfür sind die oxydative Kontaktregenerierung mit Rückführung des Kontaktstoffes in die Zone der katalytischen Umsetzung, die Erzröstung, die Chlorierung von Metallen und Metalloxyden, wobei diese Reaktionen auch nach dem Fließschichtverfahren erfolgen können.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Austragen staubförmigen Gutes, insbesondere sehr feiner Stäube, aus Zyklonen mit einer an ihre Staubaustragöffnung angeschlossenen Ablaufleitung, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß dem im Zyklon (1) abgeschiedenen Staub bei dessen Austragung aus dem Zyklon in der Ablaufleitung (4) inertes grobkörniges Gut zugegeben wird. .
- 2. Verfahren nach Anspruch 1 bei Zyklonen, die unmittelbar unterhalb ihrer Staubaustragöffnung in der Ablaufleitung eine Beruhigungskammer aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß das grobkörnige inerte Gut in die Beruhigungskammer (6) der Ablaufleitung (4) eingeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 943 331; britische Patentschrift Nr. 700 511; USA: Patentschriften Nr. 2152114, 2 588106. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1125 408.
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