DE1136311B - Vorrichtung zur Wiederaufgabe des Rostdurchfalles von Wirbelbetten - Google Patents
Vorrichtung zur Wiederaufgabe des Rostdurchfalles von WirbelbettenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Vorrichtung zur Wiederaufgabe des Rostdurchfalles von Wirbelbetten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wiederaufgabe des Rostdurchfalles von Wirbelbetten in das Wirbelbett, das aus einem aufrechtstehenden, geschlossenen Behälter mit einem in seinem Innern angeordneten Rost besteht, durch den das zur Aufwirbelung von auf dem Rost liegenden pulverförmigen oder körnigen Feststoffen dienende gas- oder dampfförmige Medium von unten nach oben hindurchgeleitet wird.
- Bei derartigen Vorrichtungen fällt während des Betriebes eine gewisse von Gasgeschwindigkeit, Körnung und Rostöffnungen abhängige Menge des über dem Rost aufgewirbelten Materials durch den Rost in den darunterliegenden Raum und muß von Zeit zu Zeit entfernt werden, um eine ungestörte Gaszufuhr sicherzustellen.
- Die Entfernung des sich im Raum unterhalb des Rostes ansammelnden Materials geschieht mit Hilfe von Zellrädern, Pendelklappen, Schleusen u. dgl., die meist am Boden des unterhalb des Rostes sich befindenden Raumes angeordnet sind. Austragsvorrichtungen dieser Art sind einem großen Verschleiß unterworfen. Das ausgetragene Material muß in geeigneten Behältern aufgefangen und weggeschafft werden. Häufig wird es dem in das Wirbelbett aufzugebenden Gut außerhalb der Apparatur beigemischt. In manchen Fällen ist ein Beimischen des Rostdurchfalls zu dem Aufgabegut jedoch unvorteilhaft und erfolglos, weil sich beim Mischen Klumpen bilden, die das Fließen im Wirbelbett empfindlich stören. Eine solche Klumpenbildung tritt häufig dann auf, wenn heißer, trockener Rostdurchfall mit kaltem und feuchtem Aufgabegut vermischt werden soll. Neigt der Rostdurchfall zur Staubbildung, so müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um Staubbelästigungen zu vermeiden.
- Es wurde nun gefunden, daß alle diese Schwierigkeiten vermieden sind und eine einwandfreie Wiederaufgabe des Rostdurchfalls in das Wirbelbett möglich ist, wenn erfindungsgemäß am Wirbelbett eine Leitung angeordnet ist, die den Raum unterhalb des Rostes mit dem Raum oberhalb des Rostes verbindet und gegebenenfalls mit einem Absperrschieber versehen ist. Die Leitung kann mit einem Anschluß zur zusätzlichen Einleitung von Preßluft versehen sein. Der Rostdurchfall wird unter Ausnutzung der beim Durchströmen der Gase durch den Rost auftretenden Druckdifferenz vom Raum unterhalb des Rostes in den Raum oberhalb des Rostes pneumatisch gefördert.
- Die Druckdifferenz beim Durchströmen der Gase durch den Rost reicht aus, um den Rostdurchfall ohne zusätzliche Einwirkung von außen selbsttätig pneumatisch wieder in den Raum oberhalb des Rostes zu fördern, wobei ein gewisser Teilstrom des zur Aufwirbelung des Materials von unten durch den Rost strömenden gasförmigen Mediums selbst als Fördermedium in der Verbindungsleitung der beiden Räume dient. Alle bisher erforderlichen Austragsvorrichtungen, z. B. besondere Transportbehälter usw., fallen nunmehr weg.
- Die Größe des Querschnitts der Verbindungsleitung, durch welche der Rostdurchfall automatisch und diskontinuierlich oder kontinuierlich auf oder in die Wirbelschicht aufgegeben wird, hängt ab von der Korngröße des Rostdurchfalls und seiner Neigung zum Anbacken sowie von der für die Förderung ausgenutzten Druckdifferenz innerhalb des Behälters, die gleich dem Druckverlust ist, der das Gas beim Durchgang durch den Rost hat.
- Je geringer der Druckverlust im Rost im Vergleich zu Druckverlust im Fließbett ist, um so größer wird man den Querschnitt des Förderkanals machen, um den durch die Strömung im Kanal verursachten Druckverlust möglichst klein zu halten.
- Beispiel: Ein Wirbeltrockner zur Trocknung von Eisensulfat wird mit etwa 800° C heißen Brenngasen beaufschlagt. Der statische Druck unter dem Rost beträgt etwa 1100 mm WS. Der Raum unter dem Rost ist durch eine Rohrleitung mit dem Raum oberhalb der Wirbelschicht verbunden. In dem senkrechten Teil der Leitung befindet sich ein Schieber. Nach öffnen des Schiebers wird der in dem Raum unter dem Rost angesammelte Rostdurchfall ohne Einwirkung von außen pneumatisch in den Raum oberhalb des Wirbelbettes gefördert. Während der Förderung strömt etwa 1 0/0 der dem Wirbeltrockner zugeführten Gasmenge durch den Verbindungskanal. Bei diskontinuierlicher Förderung kann ein in die Verbindungsleitung eingebauter Schieber geschlossen werden. Verstopfungen in der Verbindungsleitung können durch kurzzeitiges zusätzliches Einleiten von Preßluft in die Leitung beseitigt werden.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Abb.1 zeigt eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Förderung des Rostdurchfalles, Abb.2 eine Vorrichtung zur diskontinuierlichen Förderung, Abb. 3 eine Vorrichtung zur kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Förderung mit Vorrichtung zur Verhinderung des Verstopfens in der Verbindungsleitung.
- Im einzelnen bedeutet 1 den Behälter, 2 den Rost, 3 den Raum unter dem Rost, in dem der Eintrittsstutzen 4 für das gas- oder dampfförmige Medium einmündet. Mit 5 ist die Wirbelschicht und mit 6 der Raum oberhalb der Wirbelschicht bezeichnet. Der Raum 3 unterhalb des Rostes 2 ist durch eine Leitung 7 mit dem Raum 6 oberhalb der Wirbelschicht 5 verbunden. Das zu behandelnde pulverförmige oder körnige Material wird durch den Stutzen 8 in den Behälter 1 eingeführt. Das gas- oder dampfförmige Medium tritt durch den Stutzen 9 aus dem Behälter aus.
- In die Verbindungsleitung 7 kann, wie Abb. 2 zeigt, ein Absperrschieber 10 eingebaut sein, wenn der Rostdurchfall aus Raum 3 diskontinuierlich entfernt werden soll. Um eventuelle Verstopfungen in der Verbindungsleitung 7 zu vermeiden, kann an der Leitung ein Anschluß 11 zur Zufuhr von Preßluft od. dgl. vorgesehen sein (Abb. 3).
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Wiederaufgabe des Wirbelbett-Rostdurchfalles in den Wirbelraum, gekennzeichnet durch eine am Wirbelbett angeordnete Leitung (7), die den Raum (3) unterhalb des Rostes (2) mit dem Raum (6) oberhalb des Rostes (2) verbindet und gegebenenfalls mit einem Absperrschieber (10) versehen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (7) mit einem Anschluß (11) zur zusätzlichen Einleitung von Preßluft versehen ist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DEF33641A DE1136311B (de) | 1961-04-12 | 1961-04-12 | Vorrichtung zur Wiederaufgabe des Rostdurchfalles von Wirbelbetten |
| LU41477D LU41477A1 (de) | 1961-04-12 | 1962-04-02 | |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1136311B true DE1136311B (de) | 1962-09-13 |
Family
ID=7095185
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE1136311B (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2654662A1 (de) * | 1975-12-04 | 1977-06-08 | Shell Int Research | Verfahren und vorrichtung zur teilverbrennung von kohlestaub |
-
1961
- 1961-04-12 DE DEF33641A patent/DE1136311B/de active Pending
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1962
- 1962-04-02 LU LU41477D patent/LU41477A1/xx unknown
- 1962-04-05 BE BE616028A patent/BE616028A/fr unknown
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| DE2654662A1 (de) * | 1975-12-04 | 1977-06-08 | Shell Int Research | Verfahren und vorrichtung zur teilverbrennung von kohlestaub |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE616028A (fr) | 1962-07-31 |
| LU41477A1 (de) | 1962-06-02 |
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