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DE1049048B - Geraet zur Erfassung und Bewegung des Foetusses waehrend der Geburt - Google Patents

Geraet zur Erfassung und Bewegung des Foetusses waehrend der Geburt

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Publication number
DE1049048B
DE1049048B DEG14770A DEG0014770A DE1049048B DE 1049048 B DE1049048 B DE 1049048B DE G14770 A DEG14770 A DE G14770A DE G0014770 A DEG0014770 A DE G0014770A DE 1049048 B DE1049048 B DE 1049048B
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DE
Germany
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threads
gripping
rod
parts
loop
Prior art date
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Pending
Application number
DEG14770A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FEDERICO D C GUERRIERO DR
Original Assignee
FEDERICO D C GUERRIERO DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FEDERICO D C GUERRIERO DR filed Critical FEDERICO D C GUERRIERO DR
Publication of DE1049048B publication Critical patent/DE1049048B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/42Gynaecological or obstetrical instruments or methods
    • A61B17/44Obstetrical forceps
    • A61B17/442Obstetrical forceps without pivotal connections, e.g. using vacuum

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  • Surgery (AREA)
  • Gynecology & Obstetrics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Description

  • Gerät zur Erfassung und Bewegung des Fötusses während der Geburt Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Erfassung und Bewegung des Fötusses während der Geburt, mit einem den Fötuskopf umschließenden Greiforgan, Mitteln zur Anpressung des Greiforgans an den Fötuskopf und Mitteln zur Kraftausübung auf das Greiforgan.
  • Das bisher meist benutzte Gerät im geburtshilflichen Instrumentarium war die Zange in zahlreichen Formen. Die Unterschiede der einzelnen Zangenkonstruktionen beziehen sich im wesentlichen auf die Formgebung der Löffel, Fenster, Griffe und Schlösser sowie die Zangenkriimmtmg.
  • Jedes dieser Instrumente beruht auf dem gleichen mechanischen Prinzip, nämlich dem der Schere oder der Zange, Allen gemeinsam war ein langer und starrer Schaft, der in Löffeln endete, die zusammen drehbar waren, so daß die Anwendung von Gewalt auf die Griffe oder Schäfte eine Aufeinanderzu- oder Voneinanderwegbewegung ergab, aber stets in einer einzigen Ebene.
  • Dfe Konstruktion und die Umstände, unter denen es gebraucht wurde, setzen dem Gerät zahlreiche und vielfach selbstverständliche Grenzen. Der lange, starre Schaft, mittels dessen die aufgewendete Kraft auf die den gewünschten Zug ergebenden Löffel übertragen wurde, beschfänkte die Verwendung des Instrumentes unter bestimmten Faktoren, wie Lage des Fötusses, Krümmung des Kanals, Bau des Beckens und anderen in der ärztlichen Wissenschaft bekannten Umständen.
  • So war die Arbeit der Zange auch weiter dadurch beschränkt, daß nur eine Art von wirkender Kraft angewendet werden konnte. Die Anwendung von Kräften, wie Schwerkraft, Spannung und ähnlichen langsam wirkenden Kräften, war nicht nur unpraktisch, sondern tatsächlich bei der bisher bekannten Zange unmöglich.
  • Ein weiteres ernstes und nachteiliges Merkmal der Zange war die ihr innewohnende Lokalisierung der Zugkräfte, die durch den Löffel auf den Fötuskopf ausgeübt wurden. Dieser Umstand hatte oft dauernde Spuren oder gar Entstellung zur Folge. Daher sind verbesserte geburtshilfliche Geräte ein großes und langgefühltes Bedürfnis.
  • Als Ersatz für diese starren Instrumente sind daher schon geburtshilfliche Geräte bekanntgeworden, die im wesentlichen aus einer auf den Fötuskopf aufsetzbaren Saugschale und einem daran befestigten biegsamen Zugmittel, z. B. in Form eines Schlauches, bestehen.
  • Ein weiteres bekanntes Gerät weist ein den Fötuskopf umschließendes Greiforgan etwa in Form eines weichen biegsamen Gürtels auf, der mittels Schnurzügen von außen an den Fötuskopf angepreßt werden kann und mit seitlichen Bändern ausgestattet ist, durch die Kraft auf das Greiforgan ausgeübt werden kann.
  • Die Erfindung geht einen dem zuletzt genannten Gerät ähnlichen Weg. Da jedoch das Einbringen bei diesem bekannten Gerät schwierig ist, weil dieses aus einem einzigen biegsamen Stück besteht, das als Ganzes über den Fötuskopf gezogen werden muß, und andererseits auch die bekannten Saugschalengeräte nicht immer eine sichere Verbindung mit dem Fötuskopf herzustellen vermögen, zielt die Erfindung auf die Schal°rung eines Gerätes ab, bei dem das Greiforgan aus einzelnen miteinander verbindbaren, dem Fötuskopf angepaßten Teilen besteht, die eich kettenartig aneinanderreihen und nacheiinander der Reihe nach auf den Fötuskopf aufgeschoben werden können und so schrittweise das Greiforgan aufbauen. Dadurch wird das Einbringen des Greiforgans erleichtert und gleichzeitig ein sicheres Erfassen des Fötuskopfes erzilelt, wobei der wirksame Druck auf einen weiten Kopfbereich verteilt ist und die flexiblen Zugmittel eine weitgehende Anpassung an die körperlichen Gegebenlheiten der Patientin erlauben. Die weitere Ausbildung der Erfindung sollte zudem noch die Möglichkeit bieten, Drehbewegungen auf den Fötus zu übertragen und als Zugkraft die Schwerkraft oder eine elastische Kraft einzusetzen.
  • Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß das Greiforgan von einer Kette aus einzelnen, beweglich miteinander verbundenen starren Greifteilen gebildet wird.
  • Die einzelnen Greifteile können in einer Ausbildungsform so ziemlich die Form einer »Sieben« haben, also einen längeren gekrümmten Schenkel und einen dazu geneigten kürzeren Schenkel, sowie ein waagerecht angeordnetes, die beiden Schenkel zu einer Einheit verbindendes Joch besitzen.
  • In ein!er anderen Ansführungsform sind die einzel nen Greifteile dreieckförmig ausgebildet.
  • Die Greifteile sind dabei so gewölbt, daß sie sich an die über der Schädelbasis gelegene Hälfte des Fötusliopies anschmiegen.
  • L)ie Greifteile können aus starrem oder elastischem Älaterial, vorzugsweise Metall, bestehen.
  • Die einzelnen Greifteile sind dabei an ihren oberen Ecken durch gelenkige Verbi ndungsglieder, wie Haken, Ösen od. dgl.. verbunden.
  • Die Endteile der Greifteilliette besitzen an ihren einander zugekellrten Enden Ösen, durch dile eine Fadenschlinge gezogen wird, mittels welcher die Greifteilkette an den Fötuskopf angepreßt werden kann.
  • Zum Anziehen und Festlegen der Fadens chl inge kann ein Hilfsgerät dienen, das aus einem ablösbaren, die Festlegung der Schlinge bewiileenden Klemmkopf, einer Röhre und vorzugsweise einer zangenartigen Vorrichtung besteht.
  • Der Klemmkopf, durch den die Enden der Fadenschlinge gezogen werden, besteht aus einer von der Röhre ablösbaren Hülse, in der Mittel zur Befestigung der Schlinge, ohne das Anziehen derselben zu beeinträchtigen, vorgesehen sind.
  • Die Hülse des Klemmkopfes kann dabei ein Paar von ihrem oberen Ende nach innen zusammenlaufende und in einer erweiterten Mittelhöhlung mit auseinandergehen den Wänden endigende Durchgänge für die Fäden der Schlinge besitzen, wobei die an ihrem unteren Ende durch eine durchbrochene Scheibe abgeschlossene Höhlung einen gefederten Kolben mit einer kegelstumpfförmigen Scheibe aufnimmt, so daß die Fäden der Schlinge zwischen der kegelstumpfförmigen Scheibe und den Wänden der Höhlung festgeklemmt werden, wenn kein Zug auf die Fäden der Schlinge ausgeübt wird.
  • Am unteren Ende der vorzugsweise biegsamen Röhre kann eine zangenavtige Vorrichtung vorgesehen sein, an der die Enden der durch den Klemmkopf und die Röhre gezogenen Fäden der Schlinge befestigt sind, uni die Schlinge und damit die Greifteilkette zusammenzuziehen. jedes Greifteijglied ist an seinem unteren Ende, das dem Scheitel des Fötuskopfes zugekehrt zu liegen kommt, mit einem Kraftübertragungsmittel, z. B. einem Faden, versehen.
  • Die einzelnen Fäden können durch einen unten an einem Greifteil angeschlossenen Fadensammelringgeführt werden, so daß über die Fäden entweder auf alle Greifteile oder nur auf einzelne eine Kraft ausgeübt werden kann.
  • Die Fäden können nach dem Durchgang durch den Sammelring von einem am Scheideneingang angeordneten gewölbten Scheidenglied aufgenommen werden, das aus einem waagerechten gewölbten Lippenglied und einem vertikalen gewölbten Teil besteht, wobei die Fäden in dem gewölbten Scheidenglied durch ein mit Quersprossen, um die sie herumgelegt sind, versehenes herauãn,elhmbares Teil gehalten werden.
  • Zur Anordnung des Scheidengliedes am Scheideneingang der Patientin kann am Ende des vertikal angeordneten Teils des Scheidengliedes ein stangenartigen Griff vorgesehen sein, an dem verschiebbar ein Paar Ständerbeine befestigt sind, so daß sich ein Dreibeingestell ergibt.
  • Das aus dem stangenartigen Griff und den Ständerbeinen gebildete Dreibeingestell kann verschiebbar an einer aln Körper, vorzugsweise am Rücken der Patientin, befestigten rahmenartigen Schiene angeordnet sein.
  • An Stelle eines Sammelringes kann auch eine becherförmige Platte vorgesehen sein, dile sich dem Scheitel des Fötuskopfes anschmiegt und welche in der Mitte einen hohlen, mit Gewinde versehenen Schaft aufweist, wobei die Enden der Fäden durch Öffnungen in der Platte, durch den hohlen Schaft und durch Öffnungen in der Schaftwand aus diesem herausgeführt werden.
  • Weiter kann eine Fadenkleminvorrichtung vorgesehen sein, die dadurch gebildet wird, daß eine über den Schaft ,geschraubte Gewindehülse die aus den Öffnungen heraustretenden Fäden festklemmt.
  • Die Gewindehülse kann über ein Gelenk an einer mit einem Griff versehenen Stange angeschlossen sein, mittels welcher auf die Greifteile sowohl ein Zug allein als auch eine zusätzliche Drehkraft ausgeübt werden kann.
  • Für die Stange können dabei Auflagemiftel am Körper der Patientin befestigt werden.
  • Ein der Patientin anlegbares Gipskorsett kann eine vordere Kerbstange tragen, die die Zugstange verstellbar aufnimmt.
  • An dieser Stange kann zwischen der vorderen Kerhstange und dem Gelenk ein Gewicht derart angebracht sein, daß auf die Greifteile ein stetiger Zug infolge der Schwerkraft des Gewichtes ausgeübt wird.
  • Das der Patientin anlegbare Gipskorsett kann auch sowohl eine vordere als auch eine hintere Kerbstange aufweisen, die durch eine Strebe verbunden sind, wobei zwischen dieser Strebe und der Zugstange elastische Zugmittel, wie z. B. ein Gummizug, eine Zugfeder u. dgl., derart vorgesehen sind, daß auf die Greifteile eine dauernde Zugkraft ausgeübt wird.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele beschieben. Es zeigt Fi!g. 1 eine Ansicht im Aufriß eines Bestandteiles des gteburtshilflichen Gerätes.
  • Fig. 2 eine Ansicht der Teile des Gerätes beim Zusammenbau derselben in der Arbeitsstellung um den Fötuskopf, wie hier im Geburtskanal dargestellt, Fig. 3 eine Ansicht ähnlich wie in Fig. 2, wobei aber das Gerät nach weiterem Zusammenbau dargestellt ist, Fig. 4 eine ähnliche Ansicht, wobei dile gkeburtshilfliche Arbeit aber noch weiter vorgeschritten dargestellt ist, Fig. 5 eine Ansicht im Aufriß, in der gewisse Teile und ihre Verbindung miteinander dargestellt sind, Fig. ö einen noch weiteren Schritt nach vorwärts bei der Entbindung sowie einen weiteren Teil des Gerätes und des Vorganges bei seiner Verwendung im Verlauf der Entbindung, Fig. 7 eine Aufriß ansieht im Schnitt eines anderen Teiles des Gerätes, Fig. 8 einen Grundriß der in Fig. 7 dargestellten Teile in der Ebene der Linie 8-8, in der angegebenen Richtung gesehen, Fig. 9 einen Querschnitt in der Ebene der Linie 9-9 in Fig. 7, in der angedeuteten Richtung gesehen, Fig. 10 eine Ansicht im Aufriß einer weiteren Phase der dz Entbindung und einen weiteren Teil der Erfindung in Arbeitsstellung im Zusammenhang mit einem Fötuskopf. der noch im Geburtskanal liegt, Fig. 11 eine Ansicht im Aufriß eines weiteren Teiles des Gerätes, Fig. 12 eine vergrößerte Teilansicht des in Fig. 11 dargestellten Teiles mit gewissen baulichen Einzel-Seiten desselben, Fig. 13 eine Ansicht ähnlich wie in Fig. 12, aber mit den Teilen in einer anderen Arbeitsstellung, Fig. 14 eine Draufsicht auf einen Teil des in Fig. 11 dargestellten Teiles in der Ebene der Linie 14-14 in Fig. 15 der Zeichnung, in der angegebenen Richtung gesehen.
  • Fig. 15 eine vergrößerte bruchstückweise Aufrißteilansicht im Schnitt mit gewissen baulichen Einzelheiten eines Teiles des in Fig. 11 der Zeichnung dargestellten Teiles, Fig. 16 eine perspektivische Ansicht mit der Anwendung des Teiles von Fig. 11 bei der Entbindung.
  • Fig. 17 eine Ansicht ähnlich wie Fig. 16, aber mit dem Teil von Fig. 11 in einer anderen Phase der Entbindung, Fig. 18 eine Ansicht im Aufriß eines weiteren Teiles des Gerätes, Fig. 19 eine Ansicht einer weiteren Stufe der Entbindung und gleichfalls mit diem Teil von Fig. 18 in Verwendung bei der Entbindung, Fig. 20 eine weitere Ansicht bei der Entbindung mit der Verwendung eines weiteren Teiles des Gerätes, Fig. 21 eine vergrößerte Teildraufsicht mit dem Teil von Fig. 18 in Arbeitsstellung.
  • Fig. 22 eine Aufrißansicht einer anderen Ausführungsform gewisser Teile der Erfindung, Fig. 23 eine Ansicht der Anwendung der Teile von Fig. 22 bei der Entbindung, Fig. 24 eine Ansicht des Fötuskopfes mit den Teilen von Fig. 22 in Arbeitsstellung im Geburtskanal, Fig. 25 eine perspektivische Ansicht noch eines weiteren Teiles des Gerätes, Fig. 26 eine perspektivische Ansicht des Teiles von Fig. 25, zusammengestellt mit noch weiteren Teilen des Gerätes, Fig. 27 eine Ansicht der Zusammenstellung von Teilen von Fig. 26 in Arbeitsstellung bei der Entbindung, Fig. 28 eine Teilansicht einer Patientin mit der Zusammenstellung von Teilen von Fig. 26 in Arbeitsstellung, Fig. 29 eine Seitenansicht der Patientin mit noch weiteren Teilen des Gerätes in Arbeitsstellung, Fig. 30 eine perspektivische Ansicht einer Zusammenstellung der Teile des Gerätes in Arheitsstellung in Verbindung mit dem Fötuskopf, Fig. 31 eine perspektivische Ansicht einer Zusammenstellung der Teile des Gerätes in Arbeitsstellung bei der Entbindung.
  • Wenn man nun die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Figuren der Zeichnung lenkt, wird bemerkt, daß das im allgemeinen mit der Bezugsziffer 40 bezeichnete, in Arbeitsstellung in verschiedenen Figuren einschließlich Fig. 12, 17 und 20 dargestellte Gerät eine Ziehvorrichtung 42 aufweist, die den Fötuskopf H im Geburtskanal D umgibt und faßt. Bequemliehkeitshalber wird die Ziehvorrichtung 42 als »Kopfanordnung« bezeichniet. Diese weist ihrerseits eine Anzahl von einzelnen Greiftdeilen 44 auf, die verschiedenartig ausgebildet sein können. In der in Fig. 1 bis 6, 10, 16, 17, 19 und 20 dargestellten Ausführungsform ist-die Gestalt ähnlich wie eine »Sieben« mit einem langen, gekrümmten Schenkel 46 und einem kürzeren, geneigten Schenkel 48. Beide Schenkel sind mit: einem waagerechten Stangenteil 50- verbunden, der sowohl seitlich als auch lotrecht zu einem Zweck gekrümmt ist. der im weiteren Verlauf der Beschreibung offenbart werden wird.
  • Zunächst sei bemerkt. daß die Greifteile 44 aus dauerhaftem AIaterial gebildet sind, wie Stahl, der so ausgebildet ist, daß er sich dem Umriß des Fötuskopfes anpaßt. wobei der Kopf- bzw. der Stangenteil 50 um dile Schädelbasis herum angeordnet werden kann. wie in den verschiedenen Figuren der Zeichnung dargestellt. Tatsächlich müssen die Teile so gestaltet sein. daß sie sich möglichst den Umrissen des Fötuskopfes anpassen, und zwar an esnXer Linie um die Schädelbasis. In diesem Zusammenhang ist aber zu beachten, daß biegsames. halbstarres Material oder eine entsprechende Konstruktion verwendet werden kann. Weiter muß die Höchstlänge jedes Teiles 44 so gewählt werden. daß der Schenkel 46 kürzer ist als die Entfernung von der Schädelbasis zum Scheitel.
  • Der Grund dafür wird ebenfalls im weiteren Verlauf der Beschreibung ersichtlich werden.
  • Die einzelnen Greifteile 44 sind durch Bindeglieder 52 miteinander verbunden. derart, daß sie einen den Kopf umgehenden Ring bilden, der in mehreren Figuren der Zeichnung dargestellt ist.
  • Dieses Bindeglied 52 kann Hakenteile 54 aufweisen. die in die Ringe oder Ösen 56 eingreifen, wobei diese an der Stelle angeordnet sind, wo der kurze Schenkel 48 in einem Winkel von weniger als 900 an die waagerechte Stange 50 angeschlossen ist. Durch diese Verbindung ist das Bindeglied frei um eine lotrechte Achse beweglich. Die Haken 54 sind an den Enden eines Joches ausgebildet. das in einem nach außen vorstehenden Haken 60 endet. Dieser Haken 60 ist seinerseits so eingerichtet, daß er sich an das anliegende Greifglied 44 anhakt, wie in Fig. 3. 4 und in weiteren Figuren der Zeichnung dargestellt.
  • Die Art. wie die Zusammenstellung der einzelnen Greifteile 44 vollführt wird, um die Zieh- bzw. Kopf anordnung 42 zu bilden, wird später beschrieben.
  • Vorläufig genügt zu sagen, daß die so miteinander verbundenen Teile 44 eine Kette bilden, so daß sie sich um die Schädelbasis legen, und dabei genügend biegsam sind, um den Fötuskopf innig in Anpassung an dessen Umrisse zu fassen. Von jedem Glied dieser Kette ragt der Schenkel 46 längs der verschiedenen Nieridiane des Kopfes hervor und weist auf den Scheitel des Schädels zu. Die Schenkel 46 sind gleichfalls gekrümmt, um sich den Umrissen des Schädels anzupassen, wie in den Fig. 16, 17 und 20 der Zeichnung dargestellt.
  • Am Ende des langen Schenkels 46 ist eine Öse 62 ausgebildet, an diie ein Faden 64 gebunden werden kann. Eine ähnliche Öse 66 ist am Außenende des kurzen Schenkels 48 vorgesehen.
  • Beim Zusammensteilllen der Teile zur Bildung der Ziehvorrichtung 42 umgibt der Haken 60 des Verbindungsgliedes 52 den Faden 64 des anliegenden Teiles, so daß der Haken an diesem Faden über den langen Schenkel 46 gleiten kann, bis er den Verbindungspunkt des Schenkels mit der waagerechten Stange 50 erreicht. Dies wiederholt sich an jedem Teil, bis eine Kette von hinreichender Länge für den Fötuskopf ii gebildet ist. Zur Vervollständigung der Kettie ist der erste Teil 44, der in den Geburtskanal eingesetzt wird, mit einem Öeenring 68 versehen, der an dem Verbindungspunlçt der waagerechten Stange 50 und des längeren Scheiiliels 46 liegt. Der letzte in die Kette einzusetzende Teil ist gleichfalls mit einem ähnlichen Ösenring 70 versehen, aber an dem Verbindungspunkt des kürzeren Schenkels 48 mit der waagerechten Stange 50. So ist ersichtlich, daß diese beiden Ösen 68 und 70, die der Einfachheit halber nachstehend als Schließösen bezeichnet werden, aneinanderzuliegen kommen. Ferner ist zu bemerken, daß vor dem Einsetzen des ersten Greifteiles 44 ein Bindfaden 72 durch die Öse 68 geschlungen wird.
  • Wenn der letzte Teil eingesetzt ist, wird das eine Ende der Fadenschlinge 72 durch die Öse 70 gezogen, so daß der Faden 72 als Schließteil dient und den Ring vervollständigt. Durch Zusammenziehen der Enden dieser Fadenschlinge 72 kann die Ziehvorrichtung so eingestellt werden, daß sie die Vorrichtung entweder straff zieht oder lockert und so den Umfang bzw. die Länge der Kette entweder verringert oder vergrößert.
  • Es sei nun auf die Mittel aufmerksam gemacht, um das Schließen des Gerätes um den Fötuskopf zu bewerkstelligen. Wie schon früher bemerkt, ist es nach Vollendung des Ringes notwendig, Kraft auf die Fadensehlinge 72 auszuüben, um die Glieder der Kette zusammenzuziehen. Zu diesem Zweck kann ein besonr deres Gerät benutzt werden, obwohl es unter gewissen Umständen auch möglich ist, einfach die Enden des Fadens zusammenzuziehen, die aus einer Röhre aus dem Geburtskanal herausragen, wobei man die Hände oder geeignetere Ziehmittel benutzt. Das durch die Erfindung vorgesehene Gerät witrd gewöhnlich mit der Bezugsziffer 74 (Fig. 10) bezeichnet und kann als das Schlingenanziehmittel bezeichnet werden. Es weist eine lange Röhre 76 auf, durch die man die Enden der Fadenschlinge 72 hindurchziehen kann, die mit einem Handgreifgerät 78 ähnlich wie bei den bekannten Tonsilleuschnürern endet. Die Enden des Fadens werden mit dem Gerät 78 derart verbunden', daß beim Zusammenpressen der Griffe 80 und 82 die Schlinge 72 angezogen wird.
  • Die Röhre 76 (Fig. 10) muß hinreichend lang sein, so daß sie vom Fötuskopf bis zur Mündung des Geburtskanals und darüber hinaus reicht. Die Röhre muß auch genügend biegsam sein. so daß sie sich den verschiedenen Formen, die gewöhnlich bei Geburtskanälen vorkommen, anpaßt.
  • Obwohl die Röhre 76 in Fig. 10 mit einem bei Tonsillenschnürern bekannten Handgreifgerät 78 verbunden dargestellt ist. so ist es doch klar, daß das Anziehen mit der Hand erfolgen kann, wie in Fig. 6 der Zeichnung dargestellt. In beiden Fällen aber kann ein neuartiges Ventil oder eiln Fadenhalter verwendet werden, der nun eingehend beschrieben werden soll.
  • Dieses Ventil, das gewolmliclh mit der Bezugsziffer 83 bezeichnet wird, liegt am inneren Ende der Röhre 76.
  • Es kann eine Hülse 84 aufweisen, die am äußersten Ende der Röhre 76 liegt und die so ausgebildet ist, daß ein Teil 85 von kleinerem Durchmesser in die Hiilse 84 paßt.
  • Die Hülse 85 kann mit einem Paar nach innen zusainmenlanfender Durchgänge 86 versehen sein. die sich an ihren Außenenden gegen das Außenende der Hülse 85 öffnen, wie in Fig. 7 der ZelichtDung dargestellt. Das dimere Endie der Durchgänge 86 endet in einer erweiterten SIittelheRhlunLg 88, deren Wände von dem Verbindungspunkt mit den Durchgängen 86 an auseinandergehen. Die WIittelhohlunig 88 kann mit seiner Scheibe 90 geschlossten werden, welch letztere in die Mündung der Höhlung innerhalb des verengten Teiles der Hiilse 85 paßt. Zwei kleine Öffnungen 92 sind in der Scheibe 90 vorgesehen, durch die die Enden des Schließfadens 72 gezogen werden können.
  • Die Haitewirkung wird mittels eines Kolbengliedes, allgemein mit 94 bezeichnet, besorgt, das seinerseits eine innere Stange 96 und eine äußere, 97, aufweist, um welche eine Feder 98 angeordnet ist, wie in Fig. 7 der Zeichimng dargestellt. Diese Feder steht normalerweise unter Druck und ist bestrebt, den Kolben 94 gegen das Ende der Hülse 85 zu drücken. Sowie der Kolben in der angegebenen Richtung bewegt wird, zieht er mit sich eine kegelstumpfförmige Scheibe 100 mit einem hinreichend großen Durchmesser, der größer ist als der engste Punkt der zentralen Höhlung 88, aber kleiner als der größte Durchmesser der Höhlung.
  • Der Grund hierfür wird im weiteren Verlauf der Beschreibung ersichtlich werden. Die äußere Stange 97 kann mit einem Knopf 104 versehen sein, um die Bedienung des Kolbengliedes von Hand zu erleichtern.
  • Die Feder 98 ist zwischen der Schließscheibe 90 und der Fläche 95 des Kegels 100 vorgesehen, so daß ihre normale Ausdehnung den Kegel und den Kolben in die angegebene Richtung schiebt.
  • Wenn es bei der Arbeit erwünscht ist, die Verbindungsschlinge anzuziehen, werden die Enden der Fäden einfach nach außen gezogen. Sowie an den Enden gezogen wird, wird der Kegelstumpf 100 zu dem erweiterten Teil der Höhlung 88 zurückgezogen, so daß sich die Fäden frei zwischen dem Kegelstumpf 100 und den Wänden der Höhlung 88 bewegen. Wenn die Spannung an den Fadenenden 72 gelockert wird, schiebt die Feder 98 den Kegelstumpf 100 abwärts zu dem Ende der Hülse 85 und somit auf den zusammenlaufenden Wandteil der Höhlung 88 zu. Infolgedessen wird der Faden 72 schließlich durch Reibung zwischen dem Kegelslelmpf 100 und den zusammenlaufenden Wänden der Höhlung 88 festgehalten. Sobald also der Verbindungsfaden 72 ei.nmal straff ist, kann er sich nicht mehr lockern, bis di.e Operation beendigt oder der Faden abgeschnitten ist.
  • Nachdem die Ziehvorrichtung für die Operation in die entsprechende Lage gebracht und derVerbindungsfaden 72 angezogen ist, wodurch die Ziehvorrichtung 42 angezogen und dem UmriB des Fötuskopfes angepaßt wird, ist das Gerät für die nächste Stufe der Entbindung bereit. Es wird bemerkt, daß das Ventil 83 als besondere Einheit konstruiert ist, so daß es von der Hülse 84 und der Röhre 76 gelöst werden kann.
  • Diese Teile werden sodann entfernt und lassen das Ventil an Ort und Stelle, um dieVerbindungsfäden 72 in gespannter Lage zu halten. Jetzt ist das Gerät zur Kraftanwendung auf die Ziehvorrichtung bereit.
  • Zu diesem Zweck kann eines von mehreren Geräten verwendet werden, die ihrerseits mit den einzelnen Ziehfäden 64 verbunden sind, welchle durch die in den vorstehenden Enden des längeren Schienkels 46 ausgebildeten Osien 62 gezogen sind. Wie aus den verschiedienen Figuren der Zeichnung hervorgeht, reichen diese Fäden über den Gehurtskanal D hinaus.
  • Der Bequemlichkeit halber kann ein Fadensammelring 105 (Fig. 20) vorgesehen werden, durch den alle Ziehfäden 64 gezogen und so gesammelt werden können. Dieser Sammelring 105 kann an der Öse 62 des letzten Greifteiles 44 in irgendeiner geeigneten Weise befestigt werden, aber in der zur Veranschaulichung gewählten Ausführungsform in Fig. 18 und 20 weist er einen geschlitzten Ring 106 auf. Damit ist ein rasch bereitet Mittel zum Befestigen des Ringes an der Ziehvorrichtung und zugleich das Mittel zur Drehung des Teiles in allen Richtungen gegeben. Also gehen alle Ziehfäden 64, von denen jeder mit einem der Greifteile 44 verbunden ist, vom Kopf durch den Sammelring aus dem Geburtskanal heraus, wobei die Fadenenden zur Verbindung mit den Kraftübertragungsmittel bereit sind.
  • Wie bereits erwähnt, kann irgendeines von verschiedenen Kraftübertragungsmitteln verwendet werden. In Fig. 25, 26 und 27 ist eine gewöhnlich mit der Bezugsziffer 108 bezeichnete Vorrichtung dargestellt.
  • Der Anschaulihhlseit halber wird dafür die Bezeichnung Flaschenzug gewählt, obwohl die Vorrichtung keine Rollen aufweist. In Wirklichkeit weist die Vorrichtung ein konkaves Scheidenglied 110 auf, das so ausgebildet ist, daß es ein vorstehendes, waagerecht angeordnetes Lipp:engl ied 112 mit einem konkaven, vertikal angeordneten Teil 114 an seinem einen Ende aufweist. Die Ziehfäden 64 laufen zusammen und erstrecken sich entlang der Seiten und des Bodens der konkaven Innenwände des Scheidengliedes und werden durch ein Glied gehalten. das als Fach 116 bezeichnet wird und in dem Holt'raum des Scheidengliedes 110 gelagert und darin festgehalten ist.
  • Das Fach 116 kann mit einem Paar Seitenteilen 118 und 120 ausgebildet sein, die mittels waagerechter Teile 122, 123 und 124 verbunden sind. Wie in Fig. 25 der Zeichnung dargestellt, können die Fäden 64 um diese Teile herumgeschlungen werden. Die Enden der Fäden 64 gehen dann durch den Hohlraum des vertikal angeordneten Teiles 114 und können dann mit verschiedenen kraftausübenden Mitteln verbunden oder von Hand betätigt werden.
  • Der vertikale Teil 114 ist mit einem langen, stangenartigen Griff 126 verbunden. Gleitbar auf diesem Griff 126 kann ein Klemmring wie 128 angeordnet sein. Mit diesem Ring kann ein Stangenpaar 130 und 132 verbunden sein, das zusammen mit dem Griff 126 einen Stützdreifuß für das Scheidenglied 110 bildet.
  • Aus der obigen Beschreibung ist es klar, daß der Stützdreifuß für das Scheidlenglied 110 derart konstruiert ist, daß die Länge der Stütze durch einfaches Strecken oder Zusammensohiieben der D reifußbeine 126, 130 und 132 verändert werden kann. Auch ist es klar, daß die Winkelstellung der Beine sowie ihre Länge mittels des gleitbaren Klemmringteiles 128 noch weiter verändert werden kann. Das Scheidenglied ist daher beliebig mit Bezug auf den Geburtskanal verstellbar, und so kann das Gerät sich jeder Form, Höhe oder Größe je nach dlen gegebenen Bedingungen anpassen.
  • Um der Deutlichkeit halber nochmals den Verlauf der äußerst wichtigen Ziehfäden 64 zu überblicken, ist zu bemerken, daß dieselben vom Scheitel ende der Greifteile 44 ausgehen. Sie werden dann durdh den Sanimelring 105 gesammelt, ragen aus der Mündung des Geburtskanals D heraus, werden um und durch das Flaschenzugteil 108 gezogen, wobei sie dem Hohlraum des Scheidengliedes 110 folgen, und fallen dann lotrecht vom Flaschenzugteil herab, durch den Hohlraum des lotrechten Teiles 114 geführt. Alle Fäden 64 werden unabhängig voneinander gehalten, so daß, falls gewünscht, auf jeden einzelnen Greifteil 44 Kraft ausgeübt werden kann. Andererseits aber werden sie gebündelt gehalten, so daß ein Zug auf die ganze Ziehvorrichtung 42 erzielt werden kann, indem auf alle Fäden als Ganzes Kraft ausgeübt werden kann.
  • Die Kraft kann von dem Bedienenden selbst oder nach einem von mehreren Verfahren ausgeübt werden, die im weiteren Verlauf der Beschreibung geschildert werden sollen. Zur Stütze der Dreifulßschenkel 126, 130 und 132 ist ein neuartiges. aus einem geschlossenen Rahmen gebildetes Glied, allgemein mit 134 bezeichnet, vorgesehen. Dieses weist ein Paar gerade Seitenstangen 136 und 138 auf. Diese Stangen 136 und 138 können durch Endteile 139 und 140 verhunden sein, wobei mehrere Streben wie 142 die Seitenstangen 136 und 138 gleichfalls miteinander verbinden. Falls gewünscht, kann ein Teil des Ralhmens bogenförmig ausgebildet sein, wie bei 143 in Fig. 26 der Zeichnung dargestellt. Zusätzliche Querglieder, wie 144, und nach außen vorstehende Fingerteile, wie 146, sind für einen Zweck vorgesehen, der im weiteren Verlauf der Beschreibung noch dargelegt werden soll.
  • Die Beine 130, 132 und 126 sind verstellbar mit dem Rahmen 134 durch bewegliche Klemmen, wie 148, 149 und 150, verbunden. Die Klemmen 148 und 149 sind mit Schlitzen wie bei 151 versehen, in denen die Beine 130 und 132 gelagert und mittels Gewindebolzen 152 und 153 gehalten werden. Die Klemmen selbst sind mit Bohrungen versehen, in denen die Seitenstangen 136 und 138 gleiten können. Somit können sich die Klemmen 148 und 149 längs der Seitenstangen 136 und 138 verschieben und sich außerdem um die Achse der Seiteustangen drehen.
  • Die Klemme 150 kann auf einem gleitbaren Querglied 154 angeordnet sein, das Teile wie 155 und 156 aufweist, die gleitbar auf den Seitenstangen 136 und 138 angeordnet und mittels Gewindebolzen 157 und 158 verklemmbar sind. Die Klemme 150 ist wieder mit einem Schlitz wie bei 159 sowie mit einem Gewindeholzen 160 versehen, der das Bein 126 im Schlitz festklemmt. In Fig. 27 ist die Arbeitsstellung der ganzen Flaschenzugvorrichtung dargestellt.
  • Das zweite Mittel zur Übertragung der Kraft auf den Fötus weist ein Geleukglied 126 auf, das in Fig. 11 bis 17 dargestellt ist. Dieses soll nun eingehender beschrieben werden.
  • Ausgehend vom Bestandteil, der den Fötuskopf direkt berührt, ist eine becherförmige Platte 164 vorgesehen, die eine Höhlung aufweist, wie in Fig. 15 dargestellt, und so ausgebildet ist, daß sie sich dem Scheitel des Fötuskopfes anpaßt. Diese Platte 164 ist mit einer Mittelöffnung 166 versehen, die sich in einem Schaft 168 fortsetzt.
  • Die Platte weist außerdem noch mehrere Öffnungen wie 169 auf, die zwischen dem Rand der Platte und der Mittelöffnung 166 angeordnet sind. Nahe dem Außen rand der Platte sind mehrere vorstehende, halbkreisförmige Ringe 170 vorgesehen, deren Zahl ungefähr der Zahl der Greifteile 44 gleichkommt. Die Arbeitsweise dieser Ringe wird sich aus der weiteren Beschreibung ergeben.
  • In dem Schaft 168 sind mehrere Längsschlitze 172 vorgesehen, deren Zahl wieder sowohl der der Ringe 170 als auch der Greifteile 44 gleichkommt.
  • Es sei nun auf die Art auAmerltsam gemacht, wie die Zieheinrichtung 42 arbeitsmäßig mit dem Gelenkglied 162 verbunden ist. Die Biegsamkeit der Verbindung wird mittels der Fäden 64 gewährleistet. Die vom Scheitelende der Greifteile 44 kommenden Fäden werden durch die Ringe 170, dann durch eines der Löcher 169, hierauf durch die Mittelöffnung 166 des Schaftes hin,durchLgezogen und treten durch die Schlitze 172 heraus.
  • Nachdem die Fäden so in der Platte 164 angebracht sind, ist eine Vorrichtung vorgesehen, um die Fäden in der gewünschten Lage festzuklemmen. Diese Vorrichtung soll nun näher beschrieben werden.
  • Unter besonderer Bezugnachme auf Fig. 15 der Zeichnung wird bemerkt, daß der Schaft 168 an dem unter den Schlitzen 172 liegenden Teil mit Gewinde wie bei 174 versehen ist. Der untere Teil des Schaftes kann mit einem massiven Glied 176 von veildeinertem Querschnitt und einem Flansch 178 versehen sein, der am äußersten Ende gebildet ist und einen Bund 180 aufweist, dessen Funktion im weiteren Verlauf der Beschreibung klar werden wird. Eine Hüilse 182 paßt iiber den Schaft 168 und ist mit einem entsprechenden Innengewinde 183 versehen, das mit dem Gewinde 174 des Schaftes zusammenwirkt.
  • Die Hülse ist mit einem nach innen vorstehenden Anschlag 184 versehen, der die Bewegung der Hülse nach oben begrenzt. wenn sie auf den Bund 180 zu bewegt wird.
  • Die Hülse 182 ist an ihrem unteren Ende mit einem Paar bogenförmiger Ausschnitte wie 185 versehen, so daß sie ein Paar Zungen wie 186 darbietet, und zwar eine an jeder Seitie der Hülse. Zwischen diesen Zungen ist ein schwenkbarer Teil 187 auf einem Nietbolzen 188 angeordnet, der einen Drehzapfen darstellt, um den sich der Schwenkteil in der einen Richtung drehen kann. An dem Teil 187 ist ein Stiel 189 einer Gabel 190 angenietet, wobei ein Paar Zinken 192 angeordnet ist, an dem ein Stiel 194 angefügt ist. Der Stiel 194 seinerseits ist entweder als Ganzes ausgebildet oder unten an eine lange Stange 195 angeschlossen, die in einem Querstück oder Griff 196 endigt, welch letzterer an dem äußeren Ende der Stange 195 befestigt ist.
  • Auf diese Weise ist eine Kupplung vorgesehen, die nicht nur Drehung und Bewegung in jeder Richtung gestattet, sondern auch hinreichend biegsam ist, damit die Vorrichtung sich jeder Krümmung des Gel>urtskanals anpassen kann, auf die man bei der Anwendung des geburtshilflichen Gerätes stoßen könnte.
  • Die Klemmwirkung wird durch bloßes Drehen der Hülse 182 erzielt. Die Gewinde 174 und 183 arbeiten dabei zusammen, um die Hülse zu senken, bis die Fäden 64 zwischen das Ende der Hülse und die Schulter 197 gekleinmt sind, welch letztere durch die Grundfläche des Schaftes und der Platte gebildet wird, wie in Fig. 15 der Zeichnung dargestellt. Nachdem der Faden durch diese Drehung festgeklemmt ist, überträgt die weitere Drehung der Vorrichtung 162 auf den Fötuskopf selbst eine Drehbewegung.
  • Das oben beschriebene Gelenkglied darf nur dann benutzt werden, wenn eine Drehung des Fötuskopfes in einer Richtung, und zwar im Sinne des Uhrzeigers erforderlich ist. Sollte die Drehung in der anderen Richtung, entgegen dem Sinne des Uhrzeigers, erforderlich sein, dann kann dasselbe Instrument verwendet werden, aber besser mit Links- als mit Rechtsgewinde. Die Verwendung eines Rechtsgewindes, wo eine Linksdreh.ung des Kopfes gefordert wird, würde offenbar zur Lockerung der Klemmung der Fäden führen und sonach nicht günstig sein. Daher muß der Geburtshelfer zuvor bestimmen, in welcher Richtung der Kopf gedreht werden moß. Mit anderen Worten, er muß erst feststellen, ob er es mit einer Rechts-oder Linksilage des Kopfes im Geburtskanal zu tun hat. Ist dies einmal festgestellt, so braucht er nur ein Gelenkglied mit dem erforderlichen Rechts- oder Linksgewinde zu wählen.
  • Bei den Doppelgelenken kann die Kraft fast in jedem gewünschten Winkel angewendet werden. Es versteht sich aber, daß dann. wenn der erforderliche Winkel mehr spitz ist, ein Gerät mit mehr als zwei Gelenken verwendet werden kann. wodurch natürlich der Arbeitswinkel vergrößert wird.
  • Wie bereits bemerkt. ist zur ijbermittlung einer Drehbewegung auf den Kopf des Fötusses lediglich ein bloßes Drehen des Griffes notwendig. Dieses Drehen, das in jedem benötigten Winlçel durch den Bau des Gelenkes übertragen wird, dreht die Platte, die ihrerseits die Bewegung auf die Ziehfäden 64 überträgt. Auf diese Weise wird die Bewegung auf die Greifteile 44 und schließlich auf den Fötuskopf H übertragen Die Gelenkvorrichtung 162 überträgt auch die bei der Entbindung benötigte Zugkraft in jenem notwendigen Winkel. Zu diesem Zweck ist Fig. 16 zu beachten, bei der der Geburtshelfer den Griff 196 mit der einen Hand faßt und dile andere Hand benutzt, um einen Zug auf den Arm 195 auszuüben. Diese Kraft wird in einer Richtung ausgeübt, die senkrecht zur größeren Achse der Stange 195 ist. So wirkt die Stange 195 als ETCebel, wobei das äußere, von der Hand gehaltene Ende als Drehpunkt dient. Durch dasselbe Merkmal kann eine Drehkraft angewendet werden, indem sowohl Zug- als auch Drehbewegung zugleich erteilt wird.
  • Bisher hat sich die Beschreibung hauptsächlich mit der direkten Kraftausübung durch den Operateur befaßt. Es wurde nur kurz erwähnt, daß mit diesem Gerät auch auf andere Weise Kraft ausgeübt werden kann. Die Anwendung von Kräften wie Schwerkraft und Elastizität eröffnet neue und unerwartete Verfahren und Techniken und bedeutet so einen wichtigen Beitrag für die geburtshilfliche Medizin. Mittel und Verfahren zur Durchführung sollen nun im einzelnen geschildert werden.
  • Zu diesem Zwecke wird auf Fig. 28 bis 31 der Zeichnung verwiesen. Wenn die Schwerkraft zur Ausübung eines Zuges auf den Fötuskopf gewählt wird, ist es natürlich, daß für den Griff des Gelenkgliedes 162 oder irgendein anderes Glied zur Kraftübertragung. wie z. B. den Flaschenzugdreifuß in Fig. 25 bis 28. eine Stütze vorgesehen werden muß.
  • Für diesen Zwßck kann eine Kerbstange 200 (Fig. 31) vorgesehen werden, die mit einer Bolzen- oder einer Flügeimuttervorriehtung 201 an einer Grundfläche in Form eines Gipskorsetts 202 befestigt werden kann, das der Patientin, wie in Fig. 28 und 29 der Zeichnung dargestellt, vorher angelegt wird.
  • Die Kerbstange 200 ist mit mehreren Kerben 203 versehen, die die Stange 195 des Gelenkglledes tragen. Es ist ein Gleithalter 204 vorgesehen, der die Stange in der vorgewählten Kerbe 203 sperrt.
  • Um die seitliche Bewegung der Vorrichtung nach deren Einstelluntg in der Kerbstange 200 zu verhindern, kann ein Paar Klemmring wie 205 auf der Stange 195 mit SteWlschrauben wie 206 zum Festklemmen der Ringe in jeder beliebigen Stellung angeordnet werden. So kann einer der Klemmringe an je einer Seite der Kerbstange 200 angeordnet und in der Stellung gehalten werden, wodurch jede seitliche Bewegung in der Richtung der größeren Achse der Stange 195 vermieden wird. Ferner ist zu beachten, daß bei der oben beschriebenen Einrichtung die Drehung des Fötusses mittels des Griffes 196 in keiner Weise durch die beschriebene Bauart begrenzt wird.
  • Nachdem das Gelenlglied in der Kerhstange 200 in Stellung gebracht ist, kann ein Gewicht 208 mittels einer Leine 209 an irgendeiner Stelle an der Stange 195 zwischen der Kerbstange 200 und dem Gelenk 194 aufgehängt werden. Dadurch kann eine langsam wirkende Schwerkraft ausgeübt werden, die bei gewissen Entbindungen von Wert sein dürfte.
  • Bei anderen Entbindungen wird oft die Anwendung von Elastizitätskraft notwendig. Eine solche kann ausgeübt werden, indem eine B;rückens,tange 210. wie in Fig. 29 und 30 der Zeichnung dargestellt, vorgesehen wird. Zum Stützen der Brücke kann ein vorderes Lager 212 und ein hinteres, 214, vorgesehen werden, zwischen denen die Brückenstange 210 gestützt wird.
  • Das hintere Lager 214 kann eine Kerbstange 216 (Fig. 30) aufweisen ähnlich der Kerbstange 200. die ihrerseits von einer Flügelmutter 218 getragen wird, welch letztere auf einem Stützbolzen 220 aufgeschraubt wird, dessen Ende in das Gipskorsett eingebettet werden kann, wie in Fig. 29 der Zeichnung dargestellt. Das Ende der Brücke 210 wird von dem Ende der Kerbstange 216 aus in geeigneter Weise getragen, wird aber, wie in der zur Erläuterung dargestellten Ausfülhrungsform gezeigt, mittels eines Gelenks 221 mit ihr verbunden. Dieses Gelenk erlaubt die Einstellung (Höber- und Tieferstellung) der Brücke 210. je nachdem dies bei der Entbindung erforderlich ist.
  • Das vordere I,ager 212 weist gleichfalls eine Kerbstange 222 auf, die mittels eines Bolzens 224 getragen wird, dessen inneres Ende 225 in den Schamteil des Gipskorsetts 202 eingebettet werden kann. Es kann eine Flügelmutter wie 226 zum Feststellen der Kerbstange verwendet werden.
  • Auch die Stange 222 ist mit Kerben 223 versehen sowie mit einem Gleithalter 227 zum Festhalten des Endes der Brückenstange 210 in der Keche 223. Die Elastizitätskraft wird ausgeübt, indem ein gestrecktes Gummiglied wie 228 um die Stange 195 des Gelenkgliedes und die Brückenstange 210 gebunden wird. Dadurch wird der Kopf des Fötusses H nach abwärts aus dem Geburtskanal herausgezogen.
  • Indem die Brücke 210 in Bezug auf die Stange 195 veränderlich eingestellt wird. ist es möglich, eine einstellbare Zugkraft anzuwenden. die je nach Wunsch. nach einer der beiden Seiten des Beckens zieht. Genau so wie im Falle der Anwendung der Schwerkraft übt auch die Anwendung der Elastizitätskraft auf den Fötuskopf einen langsamen, allmählichen Zug in der gewünschten Richtung nach abwärts aus.
  • Das in den Zeichnungen dargestellte Gipskorsett 202 bedeckt die ganze Lumbo-Sakralgegend der Patientin und erstreckt sich nach oben bis zu den letzten zwei Rippen und nach unten zur Sakro-Coccygeai-Verbi ndung. Ebenso bedeckt das Korsett das innere Drittel der Glutäalregion. Doch handelt es sich hier besonders um den Sakralteil 230 und den Schamteil 232.
  • Der Sakralteil 230 gibt nicht nur einen Halt für das hintere Lager 214 der Brücke 210 in Verbindung mit dem Gelenkglied 162, sondern kann auch als Auflage für den hinteren Teil des Rahmens 134 in Verbindung mit dem Flaschenzug 108 verwendet werden.
  • In Fig. 28 der Zeichnung ist eine solche Anordnung dargestellt, die den hinteren Teil bzw. das gekrümmte Ende des in dem Korsett 202 eingebetteten Rahmens 134 darstellt. wobei die nach außen vorstehenden Finger 146 zur starren Verankerung des Rahmens 134 im Gipskarsett 202 dienen.
  • Die bisher beschriebene Bauart hat sich hauptsächlich mit der Anwendung zusammenwirlcender Kräfte befaßt. Wenn lediglich Zug benötigt wird, wobei die Drehung durch die normale Arbeitseinrichtung bewirkt wird, kann diese Kraft durch die Verwendung irgend einer Vorrichtung mit Hebelwirkung angewendet werden. wie z. B. mit einer langen, chirurgischen Zange 232, wie in Fig. 20 der Zeichnungen dargestellt.
  • Die Zange faßt die Enden der Ziehfäden 64 zwischen ihren Löffeln 234. Die Kraft kann auch direkt durch die Hände des Geburtshelfers ausgeübt werden. wie in der Zeichnung dargestellt.
  • In Fig. 22 bis 24 der Zeichnung ist eine andere Ausführungsform der Greifteile 44 dargestellt.
  • Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen mit dem Zusatz a bezeichnet.
  • Bei dieser Ausführunigsforn weisen die einzelnen Greifelemente 44a ein geschlossenes Glied 236 in Form eines ungleichseitigen Dreiecks mit den Seiten 238 und 240 und der Grundlinie242 auf. Das gesehlossene Glied 236 ist bogenförmig ausgebildet, um sich der Form des Fötuskopfes anzupassen, in derselben Weise wie die erste Ausführungsform 44. Wieder sind Ösenringe 68a und 70a an der Verbindungsecke zwischen den Seiten und der Grundlinie des ersten und letzten Teiles vorgesehen, durch die der Bindfaden 72a gezogen werden kann.
  • Ringösen 56a sind ebenfalls vorgesehen, um das Hakenlied 52a aufzunehmen, das dazu dient. die Glieder miteinander zu verbinden, gerade wie in der ersten Ausführungsform. Aber im Gegensatz zur ersten Ausführungsform können die Verbindungshaken 52a an jedem Glied in Form einer Kette wie in Fig. 23 der Zeichnung befestigt werden. Es kann die Kette zuerst zusammengestellt und dann jedes Glied in Arbeitsstellnng gebracht werden. und zwar immer je eines.
  • Der Ziehfaden 64 a kann an dem Greifteil 44 a durch einfaches Anbinden seines Endes an den Scheitel des Gliedes (wie in den Figuren der Zeichnung dargestellt) befestigt werden. In jeder anderen Hinsicht wird diese Ausführungsform in derselben Weise angewendet wie die erste.
  • Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, vermeidet das Gerät den Gebrauch eines langen, starren Armes wie er bei einer normalen Zange vorhanden ist. Statt dessen weist es eine biegsame Zusammenstellung auf, so daß die Krümmung des Geburtskanals, der Bau des Beckens und andere bisher zu beachtende einschränkende Faktoren nicht im bisher bekannten Maße erschwerend in Erscheinung treten Mit Hilfe dieses Gerätes können vielerlei Kräfte, wie langsam wirkende Schwerkraft und Elastizität, in Anwendung kommen. Die Lokalisierung von Zugkräften wie bei der Zweilöffelzange ist weitgehend ausgeschaltet. Statt dessen wird der Zug gleichmäßig auf den ganzen Umfang des Fötuskopfes verteilt. Dabei kann aher, falls nötig, lokalisierter Zug an jeder beliebigien Stelle ausgeübt werden.
  • Auch ist ersichttlich, daß das Gerät, wenn es einmal in Stellung gebracht und angezogen ist. keiner weiteren Kraftanwendung bedarf, um in der Arbeitssteltung gehalten zu werden. Die einzige Kraft, die ausgeübt werden muß, dient Lediglich dem Zweck, Zug.
  • Drehung oder andere notwendige Kunstgriffe am Fötuskopf auszuführen.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß die Erfindung, ihre Konstruktion und Zusammen stellung und vielerlei Vorteile, wie sie aus den vorzugsweise gewählten und lediglich zur Verdeutlichung dienenden Ausführungsformen ersichtlich sind, in den baulichen Einzelheiten Abänderungen zulassen, ohne aus dem Rahmen der Erfindung gemäß den nachstehenden Patfentansprticihen herauszutreten.

Claims (23)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Gerät zur Erfassung und Bewegung des Fötusses während der Geburt, mit einem den Fötuskopf umschließenden Greiforgan, Mitteln zur Anpressung des Greiforgans an den Fötuskopf und Mitteln zur Kraftausübung auf das Greiforgan, dadurch gekennzeichnet, daß das Greiforgan von einer Kette aus einzelnen, beweglich miteinander verbundenen starren Greifteilen (44 bzw. 44a) gebildet wird.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Greifteile (44) so ziemlich die Form einer »Sieben« haben, also einen längeren gekrümmten Schenkel (46) und einen dazu geneigten kürzeren Schenkel (48) sowie ein waagerecht angeordnetes, die beiden Schenkel zu einer Einheit verbindendes Joch (50) besitzen.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Greifteile (44 a) nach einer zweiten Ausführungsform dreieckförmig ausgebildet sind.
  4. 4. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifteile (44 bzw. 44a) so gewölbt sind, daß sie sich an die über der Schädelbasis gelegene Hälfte des Fötuskopfes anschmiegen.
  5. 5. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifteile (44 bzw. 44 a) aus starrem oder elastischem Material, vorzugsweise Metall, bestehen.
  6. 6. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifteile (44 bzw. 44 a) an ihren oberen Ecken durch gelenkige Verbindungsglieder (52 bzw. 52a), wie Haken, Ösen u. dgl., verbunden werden.
  7. 7. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Endteile der Greifteilkette an ihren einander zugekehrten Enden eisen (68, 70 bzw. 68 a, 70a) besitzen, durch die eine Fadenschlinge (72 bzw. 72a) gezogen wird, mittels welcher die Greifteilkette an den Fötuskopf angepreßt werden kann.
  8. 8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gelçenn zeichnet, daß zum Anziehen und Festlegen der Fadenschlinge (72 bzw. 72a) ein Hilfsgerät (74) vorgesehen ist, das aus einem ablösbaren, die Festlegung der Schlinge (72 bzw. 72a) bewirkenden Klemmkopf (83), einer Röhre (76) und vorzugsweise einer zangenartigen Vorrichtung (78) besteht.
  9. 9. Hilfsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkopf (83), durch den die Enden der Fadenschlinge (72 bzw. 72a) gezogen werden, aus einer von der Röhre ablösbaren Hülse (85) besteht, in der Mittel zur Festlegung der Schlinge (72 bzw. 72a), ohne das Anziehen derselben zu beeinträchtigen, vorgesehen sind.
  10. 10. Hilfsgerät nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (85) des Klemmkopfes (83) ein Paar von ihrem oberen Ende nach innen zusammenlaufende und in einer erweiterten Mittelhöhlung (88) mit auseinandergehenden Wänden endigende Durchgänge (86) für die Fäden der Schlinge (72 bzw. 72a) besitzt, wobei die an ihrem unteren Ende durch eine durchbrochene Scheibe (90) abgeschlossene Höhlung (88) einen gefederten Kolben (94) mit einer kegelstt mpfförmigen Scheibe (100) aufnimmt, so daß die Fäden der Schlinge zwischen der kegelstumpfförmigen Scheibe und den Wänden der Höhlung festgeklemmt werden, wenn kein Zug auf die Fäden der Schlinge ausgeübt wird.
  11. 11. Hilfsgerät nach den Anspff.chen 8 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der vorzugsweise biegsamen Röhre (76) eine zangenartige Vorrichtung (78) vorgesehen ist, an der die Endenl der durch den Klemmkopf (83) und die Röhre (76) gezogenen Fäden der Schlinge (72 bzw. 72a)befestigt sind, um die Schlinge und damit dile Greiftei lkette zusammenzuziehen.
  12. 12. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 8. dadurch gekennzeichnet, daß jedes Greifteil (44 bzw. 44 cd) an seinem unteren Ende, das dem Scheitel des Fötuskopfes zugekehrt zu liegen kommt, mit einem Kraftübertragungsmittel, wie z. B. einem Faden (64 bzw. 64a), versehen ist.
  13. 13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Fäden (64 bzw. 64a) durch einen unten an einem Greifteil (44 bzw. 44 a) angeschlossenen Fadensammelring (105) geführt werden, so daß über die Fäden (64 bzw. 64a) entweder auf alle Greifteile (44 bzw.
    44a) oder nur auf einzelne eine Kraft ausgeübt werden kann.
  14. 14. Gerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (64 bzw. 64a) nach dem Durchgang durch den Sammelring (105) von einem am Scheideneingang anzuordnenden gewölbten Sch,eidenglied (110) aufgenommen werden, das aus einem waagerechten gewölbten Lippengli,ed (112) und einem vertikalen gewölbten Teil (114) besteht, wobei die Fäden (64hzw. 64a) in dem gewölbten Scheidenglied (110) durch ein mit Quersprossen (122, 123, 124), um die sie herumgelegt sind, versehenes herausnehmbares Teil (116) gehalten werden.
  15. 15. Gerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Scheidenglied (110) zur Anordnung am Scheideneingang der Patientin am Ende des vertikal angeordneten Teils (114) mit einem stangenartigen Griff (126) versehen ist, an dem verschiebbar ein Paar Ständerbeine (130, 132) befestigt sind, so daß sich ein Dreibeingestell ergibt.
  16. 16. Gerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem stangenartigen Griff (126) und den Ständerbeinen (130, 132) gebildete Dreibeingestell verschiebbar an einer am Körper, vorzugsweise am Rücken der Patilentin befestigten rahmenartigen Schiene (134) angeordnet ist.
  17. 17. Gerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt eines Sammelringes (105) eine becherförmige Platte (164) vorgesehen ist, die sich dem Scheitel des Fötuskopfes anschmiegt und welche in der Mitte einen hohlen, mit Gewinde versehenen Schaft (168) aufweist, wobei die Enden' der Fäden (64) durch Öffnungen (169) in der Platte, durch den hohlen Schaft (168) und durch Öffnungen (172) in der Schaftwand ans diesem herausgeführt werden.
  18. 18. Gerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fadenldemmvorrichtnng vorgesehen ist, die dadurch gebildet wird, daß eine über den Schaft (168) geschraubte Gewindehülse (182) die aus den Öffnungen (172) heraustretenden Fäden (64 bzw. 64a) festklemmt.
  19. 19. Gerät nach den Ansprüchen 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindehülse (182) über ein Gelenk (194) an einer mit einem Griff (196) versehenen Stange (195) angeschlossen ist, mittels welcher auf die Greifteile sowohl ein Zug allein als auch eine zusätzliche Drehkraft ausgeübt werden kann.
  20. 20. Gerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß für die Stange (195) Auflagemittel am Körper der Patientin befestigt sind.
  21. 21. Gerät nach den Ansprüchen 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Patientin anlegbaren Gipskorsett eine vordere Kerbstange (200) angebracht ist, die die Zugstange (195) verstellbar aufnimmt.
  22. 22. Gerät nach den Ansprüchen 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stange (195) zwischen vorderer Kerbstange (200) und Gelenk (194) ein Gewicht (208) derart angreift, daß auf die Greifteile ein stetiger Zug infolge der Schwerkraft des Gewichtes ausgeübt wird.
  23. 23. Gerät nach den Ansprüchen 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Patientin anlegbaren Gipskorsett eine vordere und hintere Kerbstange (222 bzw. 216) angebracht sind, die durch eine Strebe (210) verbunden sind, wobei zwischen dieser Strebe (210) und der Stange (195) elastische Zugmittel, wie z. B. Gummizug, Zugfeder u. dgl., vorgesehen sind, daß auf die Greifteile eine dauernde Zugkraft ausgeübt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 840 885, 62 846; USA.-Patentsdhrift Nr. 1 782 814.
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DE62846C (de) * P. MC CAHEY in Philadelphia, 901 Walnut-Street, i V. St. A Instrument zur Geburtshilfe
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