DE3733569C2 - - Google Patents
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- DE3733569C2 DE3733569C2 DE19873733569 DE3733569A DE3733569C2 DE 3733569 C2 DE3733569 C2 DE 3733569C2 DE 19873733569 DE19873733569 DE 19873733569 DE 3733569 A DE3733569 A DE 3733569A DE 3733569 C2 DE3733569 C2 DE 3733569C2
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- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
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Description
Die Erfindung geht aus von einer kieferorthopädischen Vorrich
tung nach den Oberbegriffen der Ansprüche I und II und umfaßt
ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches IV.
Man kennt bereits einige kieferorthopädische Vorrichtungen zur
Behandlung einzelner pathologischer Störungen im Kieferbe
reich. Beispielsweise kennt man Kieferdehngeräte, die jedoch
bislang ausschließlich zur Behandlung der Kieferklemme verwen
det werden. Unter "Kieferklemme" versteht man die Unfähigkeit
eines Patienten, den Mund (die Zahnreihen) zu öffnen. Dies
zieht dann entsprechende Störungen bei der Nahrungsaufnahme,
beim Kauen und beim Sprechen nach sich. Weitere Folgen einer
Kieferklemme können die Unmöglichkeit einer zahnärztlichen Be
handlung oder die einer Intubationsnarkose sein.
Die vorbekannten Kieferdehngeräte sind zielgerichtet nur für
eine bestimmte therapeutische Aufgabe konstruiert und mehr
oder weniger unbrauchbar, wenn die individuelle Situation des
Patienten, bedingt durch bestimmte Schädigungen oder Krank
heiten im Kieferbereich, Maßnahmen erfordern, die über die der
bekannten Vorrichtungen zugrundeliegenden Aufgabe hinausgehen
oder von ihr abweichen.
So kennt man bereits seit mehreren Jahrzehnten einen mediko
mechanischen Apparat, der allein zur Behandlung der Kiefer
klemme dient und bei dem mittels eines Elektromotors und eines
Getriebes zwei in den Mund des Patienten eingeführte Stahl
teile Mundöffnungsbewegungen erzwingen. Ferner kennt man einen
Holzkreisel mit Stellgewinde, der in den Mund des Patienten
eingedreht werden kann, um dadurch die Zahnreihen auseinander
zuzwängen. Mit dem letztgenannten Gerät vergleichbar ist auch
ein ebenfalls seit langer Zeit bekannter Holzkeil und ein
zangenartiger Mundspanner. Diese vorbekannten Geräte weisen
erhebliche Nachteile auf. Insbesondere belasten sie die Zahn
reihen nur punktuell, so daß es an einzelnen Zähnen leicht zu
Überlastungen und Beschädigungen kommen kann. Außerdem sind
einige dieser Geräte nur ortsständig bzw. nicht ohne fremde
Hilfe anwendbar. Außerdem erlauben diese vorbekannten Geräte
keine Ergänzungen oder Modifikationen. Ein weiterer wesent
licher Nachteil dieser bekannten Geräte ist, daß die ihnen
eigene, nur in eine Richtung führende starre Kraftübertragung
nicht selten tetanische und für den Patienten äußerst schmerz
hafte Muskelkrämpfe nach sich ziehen kann, weil - was diese
Vorrichtungen unberücksichtigt lassen - die sogenannten Desmo
dontalrezeptoren des Zahnhalteapparates reaktiv eine sehr
große Gegenkraft der Kaumuskulatur induzieren.
Wegen der vorerwähnten gesundheitlichen Gefahren hat man in
neuerer Zeit bereits ein Kieferdehngerät geschaffen, das eine
mechanische Entkopplungsvorrichtung hat. In seiner Grundkon
struktion besteht dieses Gerät aus zwei am äußeren Ende gelen
kig miteinander verbundenen Metallplatten sowie aus einer da
zwischenliegenden Dehnschraube, wobei die dem Gelenk gegen
überliegenden freien Enden der Metallplatten mit je einer Pol
sterung versehen sind. An der Dehnschraube ist eine Entkopp
lungsvorrichtung angebracht, mittels der im Falle eines Kram
pfes schnell die in Richtung der Kieferdehnung vorgegebene Be
lastung aufgehoben werden kann. Das Problem der kaumuskulären
Mitreaktion unter der angewandten Dehnkraft ist damit jedoch
biomechanisch noch nicht gelöst. Die in ihrer antagonistischen
Wirkung sich weitgehend aufhebenden übermäßigen Kräfte werden
nämlich auch über die Kiefergelenke abgeleitet, wo sie zu un
übersehbaren Schäden führen können.
Man hat deshalb auch schon ein Kieferdehngerät geschaffen,
welches kontinuierlich den während der Behandlung erreichten
Mundöffnungsweiten angepaßt werden kann, das aber andererseits
die entfaltete Dehnkraft nicht bloß starr auf die Zahnreihen
einwirken läßt. Vielmehr sieht diese Weiterentwicklung (vgl.:
Journal of Crano-Maxillo-Facial Surgery Nr. 2, 1987, S. 94
ff.) Federelemente vor, die Teil eines die Dehnkraft erzeugen
den Abstandhalters sind und die neben der Kieferdehnung
gleichzeitig den Patienten dynamische Muskelkontraktionen er
möglichen. Mit einem solchen kontinuierlich-dynamisch arbei
tenden Kieferdehngerät kann durch annähernd isotonische Kon
traktion gegen den federelastischen Widerstand während der
Kieferdehnung vorübergehend die Schmerzstille auf physiolo
gischem Wege gesteigert werden. Dadurch kann beim Patient eine
"Dehnungsreserve" bis zur erneuten Schmerztoleranzgrenze er
reicht werden. Dieses kaumuskuläre Verhalten ist - mit nach
lassender Wirkung - mehrmals wiederholbar, was einen wesent
lichen Teil des therapeutischen Effektes ausmacht. Gleichzei
tig kann der für den Patienten sehr unangenehme und äußerst
schmerzhafte Muskelkrampf, mit dem bei Verwendung der eingangs
beschriebenen Geräte jederzeit gerechnet werden muß, in prak
tisch allen Fällen vermieden werden. Dieses kontinuierlich
dynamische Kieferdehngerät weist zwei den Zahnkonturen des
Patienten angepaßte, als Widerlager ausgebildete Zahnschienen
auf, die über einen als Abstandhalter dienenden Gewindebolzen
sowie zwei dazugehörige Federelemente miteinander verbunden
sind. Dieses Kieferdehngerät vermeidet zwar etliche der Nach
teile der vorbekannten Kieferdehngeräte und es ist auch in
seinem Aufbau einfach, leicht zu bedienen und kann vom Patien
ten mit sich geführt werden. Nachteilig ist jedoch, daß auch
dieses kontinuierlich-dynamisch arbeitende Kieferdehngerät mit
der von ihm erzeugbaren Dehnkraft nur in einem Freiheitsgrad
wirksam ist.
Man kennt zwar auch bereits einen Muskeltrainer zum Trainieren
der Kaumuskulatur, der aus einem festen und einem gegen Feder
kraft verschwenkbaren, beweglichen Schenkel besteht. Dieser
Muskeltrainer wird aufgrund seiner dynamischen, auf Federkraft
beruhenden Wirkungsweise zur Stärkung der Kaumuskulatur ange
wandt, zu einer kontinuierlichen Kieferdehnung fehlen diesem
Gerät jedoch die Voraussetzungen; es ist ausschließlich als
Muskeltrainer gedacht und kann nicht - wie die vorbeschrie
benen Vorrichtungen - als Kieferdehngerät eingesetzt werden.
Es besteht daher die Aufgabe, eine kieferorthopädische Vor
richtung der eingangs erwähnten Art derart zu verbessern, daß
über die Behandlungsmöglichkeit einer einfachen, nur in einem
Freiheitsgrad betätigbaren Kieferklemme hinaus mit der Vor
richtung weitere kieferorthopädische Therapiemöglichkeiten
durchgeführt werden können, die Vorrichtung dabei dennoch ein
fach und leicht zu bedienen ist sowie trotz beengter Platzver
hältnisse die notwendige Stabilität aufweist.
Eine erste Lösung dieser Aufgabe besteht bei einer
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art in den Merkmalen des
Gegenstandes des Anspruches I. An eine solche kiefer
orthopädische Vorrichtung kann bedarfsweise an Zahnschienen
wenigstens eine Hilfsvorrichtung befestigt werden, die eine
zwei- oder dreidimensionale Ausrichtung eines Unterkiefers er
möglicht. Dies kann auch wahlweise zeitlich nacheinander mit
einem Abstandhalter und einer Hilfsvorrichtung in Zusammenar
beit mit den gleichen, auf den Patienten abgestimmten Zahn
schienen erfolgen. Damit wird eine gleichzeitige Förderung
einer fehlenden Vorschubbewegung oder eine Korrektur einer
Seitenabweichung des Unterkiefers bei maximaler Mundöffnung
begünstigt.
Eine zweite Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß bei einer
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art die Merkmale des
Gegenstandes des Anspruchs II vorgesehen sind.
Bei einer solchen Vorrichtung können an einer oder an beiden
Zahnschienen kontrolliert dreidimensionale Ausrichtkräfte von
mehreren Hilfsvorrichtungen gleichzeitig ausgeübt werden, bei
spielsweise kann gleichzeitig zwischen den beiden Zahnschienen
ein für sich alleine mit einem Freiheitsgrad arbeitendes
Kieferdehngerät gleichzeitig mit einer Seitenzugeinrichtung
zusammenwirken.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung ergeben sich aus
den im Anspruch III aufgeführten Merkmalen.
Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, nach dem kieferorthopä
dische Vorrichtungen nach Anspruch I, II oder
III gemäß einem von dessen Positionen 1 bis 4 oder
27 einfach und schnell in stabiler Weise hergestellt
werden können.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den im
Kennzeichnungsteil von Anspruch IV angegebenen
Arbeitsschritten.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind in den ein
zelnen Merkmals-Positionen von Anspruch V aufgeführt.
Die Merkmalsgruppen des dritten Anspruches bieten insbesondere
folgende Vorteile:
Die Merkmale nach Pos. 1 ermöglichen eine einfache Herstell
barkeit der Vorrichtung und ein einfaches, dabei ausreichend
sicheres Anschließen von Hilfsvorrichtungen. Die Merkmale nach
Pos. 2 erleichtern die Herstellung der Vorrichtung und sind
besonders platzsparend. Die Merkmale nach Pos. 3 bieten für
die Zahnschienen den erwünschten guten Halt an den Zähnen, der
beim Verbinden der Kiefer auch mit extraoralen Teilen der Vor
richtung und zum Angriff von gegebenenfalls auch starken Zug
kräften an den Kiefern, etwa bei Positionierung des Unterkie
fers mittels eines Richtgerätes, notwendig ist. Zahnschienen
gemäß Pos. 4 lassen sich besonders gut den individuellen Zahn
konturen des jeweiligen Patienten genau anpassen und halten
dann auch sicher in ihrer Gebrauchslage. Dabei können gemäß
Pos. 4 hergestellte Zahnschienen raumsparend ausgebildet wer
den, was bei den beengten Verhältnissen im Mund des Patienten
wichtig ist. Das austauschbare Verbinden der zu einem Kiefer
dehngerät gehörenden Teile gemäß Pos. 5 ermöglicht das leichte
Anpassen von Einzelteilen an die Bedürfnisse des Patienten, z. B.
über die Behandlungsdauer. Die Merkmale von Pos. 6 begün
stigen, daß von einem Abstandhalter auf eine Zahnschiene aus
geübte Kraft keine Drehkomponente erhält, welche in Richtung
des Lösens der Zahnschiene aus den Zähnen wirken könnte. Aus
den Merkmalen nach Pos. 7 ergibt sich eine einfache Ausbildung
der Drahtbügel und diese lassen sich auch verhältnismäßig
leicht mit der Zahnschiene verbinden bzw. wieder dort entfer
nen, ohne daß die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens von Ab
standhalter und Zahnschiene gegeben ist. Das erleichtert die
Handhabung des Kieferdehngerätes insbesondere in Verbindung
mit einer weiteren Hilfsvorrichtung, was insbesondere über
eine längere Behandlungsdauer erwünscht ist. Die Merkmale der
Pos. 8 und 9 ergeben eine besonders einfache Verbindungs-Kon
struktion zur Zahnschiene, die auch leicht zu bedienen bzw.
auszuwechseln ist. Dies gilt besonders, wenn der Drahtbügel
gemäß Pos. 10 ausgebildet ist. Die Merkmale nach Pos. 11
machen den Federwiderstand weicher im Vergleich zu einem bloß
etwa C-förmigen Drahtbügel. Außerdem drückt eine solche Feder
wicklung die freien Enden des Federelementes gut in die offe
nen Enden der Halterung hinein, wodurch ein sicherer Halt auch
dann begünstigt wird, wenn Hilfsvorrichtungen auf das Kiefer
dehngerät oder eine Zahnschiene einwirken. Die Federwirkungen
gemäß den Pos. 10 und 11 begünstigen nicht nur dynamische Kau
bewegungen des Patienten gegen den federelastischen Widerstand
der zum Abstandhalter gehörenden Federelemente; sie sichern
auch die freien Enden des jeweiligen Federelementes in der je
weiligen Halterung gegen stärkere Zugkräfte, wie sie etwa bei
Verwendung von dort angreifenden Hilfsvorrichtungen auftreten
können. Die Merkmale der Pos. 12 begünstigen, daß auch durch
Federwicklungen von weit ausladenden Federelementen der Rand
der gegenüberliegenden Zahnschiene nicht überragt wird. Da
durch kann sie mit einem solchen Federelement möglichst schmal
gebaut werden, was dem Patienten das Tragen der Vorrichtung
erleichtert. Analoges gilt für die Merkmale der 13. Position.
Die Merkmale der Pos. 14 bis 17 begünstigen eine einfache Aus
bildung sowie eine bequeme Bedienung des Kieferdehngerätes.
Die Merkmale der Pos. 18 und 19 von Anspruch III ermöglichen die
Schaffung eines Kieferdehngerätes als Teil der kieferorthopä
dischen Vorrichtung, das eine relativ flache Ausgangshöhe hat
und daher besser bei einer relativ geringen Mundöffnungsweite
bzw. bei geringem Abstand der Zahnschienen angewendet werden
kann. Dabei ermöglicht diese Konstruktion eine Austauschbar
keit derart, daß die gleichen Zahnschienen sowohl mit dem Ab
standhalter nach Pos. 18 und folgende als auch mit dem vor
stehend bereits erwähnten Abstandhalter zusammenarbeiten kann.
Bei entsprechenden Therapiefortschritten kann andererseits der
mit gelenkig miteinander verbundenen Schenkeln versehene, in
seiner Ausgangslage besonders flache Abstandhalter gemäß Pos.
18 durch einen mit einem Gewindebolzen und besonders flachen,
von Drahtbügeln gebildeten Federelementen gebildeten Abstand
halter ersetzt werden, der u. a. die Vorteile hat, daß er in
der Ebene der Mundöffnung besonders flach ist und im Bedarfs
falle leicht mit Hilfe eines langen Gewindebolzens auf eine
besonders große Öffnungsweite eingerichtet werden kann. Dabei
erhält man sowohl durch die Merkmale gemäß Pos. 19 als auch
die von Pos. 20 eine besonders stabile Ausführungsform des
Abstandhalters. Die Merkmale jeder Position 21, 22 oder 23 be
günstigen eine flache, stabile Bauweise des Abstandhalters.
Bei der nach Pos. 23 möglichen alternativen Ausführung, wonach
die Schraubendruckfeder durch ein druckelementartiges Gummi
röhrchen ersetzt ist, erreicht man, daß dieses Kieferdehngerät
insbesondere auch als Muskeltrainer eingesetzt werden kann,
der vergleichsweise frühzeitig lediglich quasi-isometrische
Kontraktionen zuläßt.
Die Merkmale der Pos. 24 erlauben mehrfache Ausgestaltungsmög
lichkeiten für die Vorrichtung, da die für diesen Abstandhal
ter vorgesehenen C-förmigen Drahtbügel ausgetauscht werden
können, die selbstfedernd wirken bzw. deren Außenbereich zur
Verstärkung der Federwirkung Federwicklungen aufweisen.
Mittels der Merkmale gemäß Pos. 25 kann auf einfache Weise,
z. B. durch Aufkleben oder Auflöten der Seitenanschläge, ein
unerwünschtes Verrutschen der Oberkieferzahnschiene zum Ab
standhalter oder auch zur Unterkieferzahnschiene verhindert
werden. Die Merkmale von Pos. 26 begünstigen, daß die von dem
oder den Federelement(en) entfaltete Kraft über die Zahnschie
nen praktisch ausschließlich in eine die Zahnreihen auf Di
stanz haltende Dehnkraft umgewandelt wird; störende, seitlich
wirkende Kräfte werden weitestgehend vermieden. Die Merkmale
von Pos. 27 ermöglichen auch die Behandlung zahnloser Patien
ten, bei denen Zahnschienen wegen fehlender Zahnreihen keinen
Halt finden würden.
Gelegentlich ergibt sich bei der Therapie mittels der Vorrich
tung 1 das Problem, daß sich der Unterkiefer des Patienten
z. B. während der Kieferdehnung im Verhältnis zum Oberkiefer
seitlich zu verschieben sucht. Mit Hilfe der Merkmale nach
Pos. 28 kann diese unerwünschte seitliche Verschiebung korri
giert werden. Die Merkmale der Ansprüche 29 bis 31 zeigen je
für sich besonders einfache Ausführungsformen für eine Seiten
zugeinrichtung. Dabei wird auch begünstigt, daß der Patient
diese selbst entfernen und wieder einbauen kann, was z. B. die
Zahn- und Mundpflege erleichtert. Auch kann der Patient die
Seitenzugeinrichtung selbst gemäß den Anweisungen seines
Arztes regulieren, z. B. durch Auflegen eines oder mehrerer
als Zugelement dienender Gummibänder.
Die Merkmale gemäß Pos. 32 verhindern, daß die Unterkiefer-
Zahnschiene durch das seitliche Zugelement derart in Richtung
zum Abstandhalter gezogen wird, daß die freien Enden der
Drahtbügel aus der Halterung rutschen können. Gewöhnlich grei
fen nämlich die freien Enden der etwa C-förmigen und als
Lagerachsen oder Federelemente dienenden Drahtbügel in die
Halterung seitlich ein. In Verbindung mit der Seitenzugein
richtung könnte sich hier jedoch eine Störstelle in der vor
beschriebenen Art ergeben. Die Verschiebbarkeit der Unter
kiefer- bzw. Oberkieferzahnschiene gegenüber dem Abstandhalter
wird durch die seitliche Verschiebbarkeit der Halterung in der
Zahnschiene sowie die Verbindung zwischen den Drahtbügel-Enden
mit der zugehörigen Halterung in gesicherter Weise erreicht.
Mittels der Merkmale nach Position 33 kann die entsprechende
Zahnschiene, insbesondere die Unterkieferzahnschiene selb
ständig mittels des Zahnschienenhalters lösbar befestigt wer
den.
Die Kiefergelenke erfüllen bei Kaubewegungen zwei Aufgaben,
nämlich zum einen eine reine Drehbewegung und anschließend -
bei sich weiter öffendem Mund - eine Schub-Gleitbewegung.
Mittels eines reinen Kieferdehngerätes wird allein die Dreh
bewegung des Kiefergelenkes erzwungen bzw. gefördert. Für eine
Vorverlagerung des Unterkiefers während der Kieferdehnung gibt
es bisher keine therapeutischen Lösungen. Störungen dieser Ge
lenkfunktionen können etwa bei einer einseitigen oder beidsei
tigen Fraktur des Kiefergelenkfortsatzes mit schwerer Verlage
rung des gebrochenen Gelenkfortsatzes auftreten. Die dadurch
verlorengegangene Abstützung des aufsteigenden Unterkiefer
astes gegenüber der Gelenkpfanne und die damit verbundene
Fehlfunktion des Unterkiefers sollte durch die ärztliche Be
handlung korrigiert und ausgeglichen werden. Die Maßnahmen
nach Pos. 34 ermöglichen ein Ausrichten und Zugbeaufschlagen
des Unterkiefers zumindest nach einer Richtung, z. B. nach
vorne und/oder seitlich. Die Merkmale nach Pos. 35 ermöglichen
auf unblutige Weise einen sicheren Halt des Richtgerätes, ohne
daß es einer Schraubverbindung mit dem Schädel oder dem Kie
ferknochen bedarf. Ein Richtgerät mit den Merkmalen nach Pos.
36 hat nur ein geringes Gewicht und kann auch vom Patienten
einfach gehandhabt werden. Da als rückseitige Halterung allein
ein elastisches Nackenband dient, kann das Richtgerät mit
wenigen Handgriffen vom Gesicht des Patienten gelöst werden
und die therapeutische Behandlung mit Hilfe des Richtgerätes
wird vom Patienten als weniger belastend empfunden; ihm kann
auch in Notsituationen schnell geholfen werden. Durch die Maß
nahmen der Pos. 37 verhindert man ein Kippen des Richtgerätes,
was bei seitlich daran angreifenden Zugkräften leicht ge
schehen könnte und eine unerwünschte seitliche Vorverlagerung
des Unterkiefers zumindest erschweren würde. Andererseits
erreicht man, daß das Kieferdehngerät der Vorrichtung bezüg
lich der Kaubewegungen gleichzeitig scharnierartig bewegbar
fixiert ist; dies ist erforderlich, da das Kieferdehngerät auf
einer kontinuierlich-dynamischen Wirkungsweise beruht und Kau
bewegungen des Patienten während der Behandlung zulassen muß.
Ein gemäß Position 38 ausgebildetes Richtgerät erhält mit
Hilfe des Zwischenstückes einen sicheren Halt. Mit den Merk
malen gemäß Position 39 erreicht man, daß das Richtgerät vom
Gesicht des Patienten im Kieferbereich auf Abstand gehalten
wird.
Mittels der Merkmale der 42. Position wird u. a. ein Träger
für wenigstens eine Zugelementhalterung geschaffen, auf der
diese(s) in unterschiedlichen Lagen positioniert werden
können. Die Merkmale des 44. Anspruchs erlauben eine Höhen-
und Tiefenverstellbarkeit des Richtgerätes bzw. seines Ober
kieferbügels und eine entsprechende Anpassung an die anato
mischen Verhältnisse des jeweiligen Patienten. Die Merkmale
der Postionen 45 erlauben ebenfalls eine einfache Anpassung
des Unterkieferbügels des Richtgerätes an die anatomischen
Verhältnisse des jeweiligen Patienten. Ein elastisches Zug
element entsprechend Postion 46 dient dem Ausrichten und Zug
beaufschlagen des Unterkiefers zumindest nach vorne und/oder
seitlich. Gemäß den Merkmalen von Position 47 ist eine ein
fache Verbindung zwischen der Unterkiefer-Zahnschiene einer
seits und dem Unterkieferbügel andererseits durch das ela
stische Zugelement, das beispielsweise aus einem Gummiband,
Gummiring oder einer Schraubenzugfeder bestehen kann, gut mög
lich. Bei der Ausführung gemäß Position 48 werden die Enden
der Bügelschenkel sicher in der weiteren Halterung der Unter
kiefer-Zahnschiene gehalten. Darüberhinaus gibt der Haken des
Verbindungsstückes leicht in Richtung der an ihm angreifenden
Zugkraft nach und richtet sich entsprechend aus.
Bei umfangreichen Operationen im Kieferbereich, beispielsweise
bei Teilentfernungen des Unterkiefers wegen eines bösartigen
Tumors, kann es erforderlich sein, die dreidimensionale Lage
des Unterkiefers auch während der Abheilungsphase in seiner
ursprünglichen Position zu sichern. Hierzu sind erhebliche
Kräfte notwendig, die in der Abheilungsphase gegen narbige
Verziehungen gerichtet sind. Die dazu notwendige, gezielte
Ausrichtung auch großer Zugkräfte nicht nur nach vorne, son
dern auch zu den Seiten hin, erfordert eine breite Abstützung
des Richtgerätes am Körper des Patienten. Mittels der Maß
nahmen der Position 49 wird dies ermöglicht. Dabei können die
Halterungen der Zahnschienen als Verbindung zum Richtgerät
bzw. zur Verankerung am Unterkiefer dienen und die Oberkiefer
bzw. Unterkieferzahnschienen unabhängig voneinander, das heißt
ohne Verbindung durch einen Abstandhalter bleiben. Bei Teil
entfertung des Unterkiefers etwa wegen eines bösartigen Tumors
muß zwar während der Abheilungsphase die dreidimensionale Lage
des Unterkiefers in ursprünglicher Weise gesichert bleiben,
eine Kieferklemme tritt jedoch in diesen Fällen nicht auf und
ein Abstandhalter zwischen den Zahnschienen ist deshalb weder
notwendig noch möglich.
Durch die Maßnahmen nach Position 50 ist eine einfache und vor
allem leichte, aber dennoch stabile Brust- und/oder Schulter
stütze für dieses Richtgerät geschaffen. Die höhen- bzw.
tiefenverstellbare Verbindung des Thoraxbügels mit dem Ober
kieferbügel und/oder dem Unterkieferbügel erlaubt es, das
Richtgerät den individuellen anatomischen Verhältnissen des
Patienten gut anzupassen, was auch eine stabile Abstützung der
gesamten kieferorthopädischen Vorrichtung begünstigt. Bei der
Ausbildung der Vorrichtung nach den Merkmalen der Positionen
53 übernimmt ein Zugbügel den Halt der Oberkiefer-Zahnschiene
und der Zugbügel stellt damit, zusammen mit der Kopfkappenhal
terung und den zugehörigen Zugelementen eine sichere, leicht
zu lösende und vor allem unblutige Abstützung der Oberkiefer-
Zahnschiene an den oberen Zahnreihen dar. Bei den Maßnahmen
nach Position 54 dient der Innenbügel des Zugbügels als Ver
bindung zur Halterung der Oberkiefer-Halteschiene und der
Außenbügel als Verbindung zu den Zugelementen der Kopfkappen
halterung. Dadurch, daß dabei der Innenbügel mit Halteenden in
die Halterung der Oberkiefer-Zahnschiene eingreift und mit
dieser nicht fest verbunden ist, erübrigt sich ein Verbiegen
und Ausrichten des Innenbügels horizontal zur Kauebene, denn
durch die freie Beweglichkeit der Halteenden in der Halterung
richtet sich der Innenbügel entsprechend der Zugrichtung der
am Außenbügel angreifenden Zugelemente von alleine aus. Durch
die Maßnahmen der 56. Position wird berücksichtigt, daß das
Richtgerät als zusätzliche Abstützung eine Brust- und/oder
Schulterstütze aufweist, weshalb bei dieser Ausführungsform zu
beachten ist, daß zwischen dem Oberkiefer und dem Brustkorb
sich die frei bewegliche Wirbelsäule befindet. Dementsprechend
ermöglicht das Verbindungsgelenkstück gemäß Position 56, daß
der Patient nicht in ein unnatürlich starres Gerüst gezwängt
wird, sondern die Verbindungsstelle zwischen Oberkiefer-Zahn
schiene und Oberkieferbügel bei dieser Gerüstkonstruktion zu
mindest geringfügig in allen drei Ebenen beweglich bleibt.
Gleichzeitig muß die so gebildete Verbindungsstelle aber auch
ein Abgleiten der Gerüstkonstruktion des Richtgerätes nach
oben oder unten verhindern.
Die Maßnahmen nach Position 57 dienen, insbesondere wenn an
den Halteenden Doppelschlaufen vorgesehen sind, der zusätz
lichen Sicherung der Halteenden des Innenbügels an der Halte
rung. Die Maßnahmen der 59. Position begünstigen, daß die am
Außenbügel angreifende Zugkraft nur von der Halterung in
Richtung zu den elastischen Zugelementen hin wirkt, ohne daß
eine weitere, störende Kraftrichtungs-Komponente auftritt, so
daß auf diese Weise die Oberkiefer-Zahnschiene sicher an die
Oberkiefer-Zahnreihen gepreßt wird. Die Maßnahmen gemäß Posi
tion 60 gewährleisten mit Hilfe des Kugelgelenkes zumindest
eine geringfügige Beweglichkeit des Verbindungsgelenkstückes
dort in allen drei Ebenen. Durch die Maßnahmen der Positionen
61 und 62 erreicht man einerseits eine kippsichere Anbringung
des Verbindungsgelenkes, andererseits kann, etwa in einer Not
situation, die Gerüstkonstruktion des Richtgerätes einfach und
schnell vom Gesicht des Patienten entfernt werden.
Mit Hilfe des Zahnschienenhalters gemäß Position 62 kann die
Unterkiefer-Zahnschiene selbständig am Unterkiefer befestigt
werden. Dabei bleibt die Unterkiefer-Zahnschiene leicht lös
bar, wie dies etwa zum Reinigen der Zähne erwünscht ist. Die
Befestigung der Unterkiefer-Zahnschiene mittels eines Zahn
schienenhalters ist angezeigt, wenn bei Verwendung des Zug
bügels die Oberkiefer-Zahnschiene nicht mehr durch den Ab
standhalter mit der Unterkiefer-Zahnschiene verbunden ist. In
Position 63 sind Verbindungselemente zwischen Unterkiefer-
Zahnschiene und Zahnschienenhalter angegeben, die einfach in
der Handhabung sind und grundsätzlich auch vom Patienten
selbst zusammengesetzt und auseinandergenommen werden können,
was für die Zahn- und Mundpflege wesentlich ist. Die Anordnung
einer Rinne zum Angreifen eines elastischen Zugelementes beim
Zahnschienenhalter hat sich als vorteilhaft erwiesen. Bei
einer solchen Rinne treten - im Gegensatz zu hakenförmigen An
griffsstellen - weniger Verletzungen im Schleimhautbereich des
Mundes und an den Lippen auf. Mit den Maßnahmen der Positionen
64 und 65 erreicht man, daß die Unterkiefer-Zahnschiene durch
ein elastisches Zugelement nach unten auf die Unterkiefer-
Zahnreihen gedrückt wird. Zwar erfolgt die Verbindung des
Zahnschienenhalters an seinem unteren Ende mit den Unterkiefer
auf blutige Weise, etwa durch eine sogenannte Minischraube.
Ein operativer Eingriff ist in der ersten Phase der Behand
lung, z. B. bei einer beidseitig dislozierten Kiefergelenk
fortsatz-(Collum-)Fraktur, ohnehin erforderlich, da eine Be
handlungsmethode in diesen Fällen eine vorübergehende Ruhig
stellung der Kiefer im Sinne einer intermaxillären Imobili
sation erforderlich macht. Zur vorläufigen Ruhigstellung der
Kiefer kann der bereits operativ eingesetzte Zahnschienen
halter mittels eines Gummizuges und einem entsprechenden Zahn
schienenhalter auch am Oberkiefer und erst anschließend
während der funktionellen Nachbehandlung als Verankerung der
Unterkiefer-Zahnschiene verwendet werden.
Die Verbindungselemente gemäß Positionen 66 ermöglichen ein
einfaches Verstellen und Ausrichten der einzelnen Bügel der
Vorrichtung zueinander. Die Maßnahmen der Position 68 haben
den Vorteil, daß das Richtgerät auch bei zahnlosen Patienten
einen ausreichenden Halt findet.
Die Maßnahmen der ersten Position von Anspruch V begünstigt,
daß die Halterung etwa parallel zu den vorderen Zähnen in der
Zahnschiene zu liegen kommt. Dabei ist die Lage zwischen dem
zweiten Schneidezahn und dem ersten Backenzahn der rechten und
der linken Kieferhälfte wegen der vergleichsweise höheren
Stabilität dieser Zähnen vorteilhaft. Die gewöhnlich mit Hilfe
eines stabilen Röhrchens gebildete Halterung ergibt dann auch
eine gute Form-Stabilisierungseinlage für die Zahnschiene,
insbesondere im Krafteinleitungsbereich. Mit der Maßnahmen
nach Position 2 von Anspruch V erreicht man, daß das die
Halterung bildende Halteröhrchen seitlich verschiebbar mit der
Zahnschiene verbunden wird, eine Ausführungsform, wie sie etwa
bei Verwendung der Seitenzugeinrichtung gebraucht wird.
Mittels der Maßnahmen nach Positionen 3 von Anspruch V er
reicht man, daß auch mit zwei Halterungen versehene Zahn
schienen in einem Arbeitsgang hergestellt werden können. Dabei
können zwei entsprechend stabile, die beiden benachbarten
Halterungen bildenden Halteröhrchen eine besonders gute Stabi
lisierungseinlage für die jeweilige Zahnschiene ergeben.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand vorteilhafter Aus
führungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung noch näher
erläutert. Es zeigen in unterschiedlichen Maßstäben :
Fig. 1 ein in einer kieferorthopädischen Vorrichtung ein
setzbares, in seine wesentlichen Einzelteile zer
legtes Kieferdehngerät in Draufsicht,
Fig. 2 die Frontansicht eines zusammengesetzten Kieferdehn
gerätes nach Fig. 1, das in einem Kiefer-Gipsabdruck
eingelegt ist,
Fig. 3 eine Seitenansicht von Gipsabdruck und Kieferdehnge
rät entsprechend Fig. 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines gegenüber der Ausführung
nach Fig. 1 bis 3 abgewandelten, in einer kiefer
orthopädischen Vorrichtung einsetzbaren Kieferdehn
gerätes in seiner flachen Ausgangsstellung,
Fig. 5 eine Seitenansicht des in Fig. 4 dargestellten Kie
ferdehngerätes in einer Stellung mit vergrößertem
Abstand der Zahnschienen,
Fig. 6 einen Querschnitt durch das Kieferdehngerät ent
sprechend der Schnittlinie VI-VI in Fig. 4,
Fig. 7 einen Teilquerschnitt durch das Kieferdehngerät und
einem Teil der daran befindlichen Zahnschienen ent
sprechend der Schnittlinie VII-VII in Fig. 4,
Fig. 8 einen Querschnitt durch das Kieferdehngerät ent
sprechend der Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 4,
Fig. 9 eine Teilansicht eines etwas abgewandelten Kiefer
dehngerätes ähnlich Fig. 1 bis 3 mit einer als Hilfs
vorrichtung dort angebrachten Seitenzugeinrichtung in
schaubildlicher Darstellung,
Fig. 10 in schaubildlicher Darstellung und stärker schema
tisiert ein ein Kieferdehngerätes tragendes Richtge
rät mit Schädel-Oberkiefer-Abstützung am Kopf eines
Patienten,
Fig. 11 eine Schnittzeichnung eines an einem Oberkieferbügel
des Richtgerätes angebrachten Zwischenstückes als
Teil-Ausschnitt von Fig. 10,
Fig. 12 einen Teil-Längsschnitt durch Fortsetzungen des
Unterkieferbügels zusammen mit einem im Schnitt dar
gestellten Verbindungselement, das einen Abschnitt
eines Oberkieferbügels hält, entsprechend einem ver
größerten Ausschnitt aus Fig. 10,
Fig. 13 Teile einer auseinandergezogen dargestellten kiefer
orthopädischen Vorrichtung mit den wesentlichen
Teilen eines Kieferdehngerätes ähnlich Fig. 1 und ein
an eine Oberkieferzahnschiene anschließbares Zwi
schenstück sowie ein an eine Unterkiefer-Zahnschiene
anschließbares Verbindungsstück,
Fig. 14 ein gegenüber Fig. 10 abgewandeltes Richtgerät mit
Brustkorb-Oberkiefer-Abstützung in stark schemati
sierter schaubildlicher Darstellung im Kopf- und
Schulterbereich eines Patienten,
Fig. 15 einen Längsschnitt durch ein Verbindungsgelenkstück
als Ausschnitt aus Fig. 14 mit daran angeschlossener
Klemmgabel und Steckhülse,
Fig. 16 einen Teillängsschnitt durch einen Auflageteller und
einem damit verbundenen Thoraxbügel-Abschnitt,
Fig. 17a einen Außenbügel, der mit einem einfachen Innenbügel
in Verbindung steht, in perspektivischer Darstel
lungsweise,
Fig. 17b einen Außenbügel, der mit einem Innenbügel in Verbin
dung steht, der eine Schlaufe an der Anschlußstelle
zur Oberkiefer-Zahnschiene hat, ebenfalls in per
spektivischer Darstellungsweise,
Fig. 18 eine auf einem Unterkiefer aufgesetzte Unterkiefer-
Zahnschiene, die dort mittels eines Zahnschienen
halters festgelegt ist und
Fig. 19 eine für die Zeit des Herstellungsvorganges einer
Zahnschiene auf einen Gipsabdruck fixierte Halterung.
Fig. 1 zeigt eine in Einzelteile zerlegte kieferorthopädische
Vorrichtung 1 mit für die Zahnreihen als Widerlager ausgebil
deten Zahnschienen 6. Sowohl die für den Oberkiefer vorgese
hene Oberkiefer-Zahnschiene 6a als auch die für den Unterkie
fer vorgesehene Unterkiefer-Zahnschiene 6b weist je eine Hal
terung 4 auf. Die Herstellung und weitere Details der jewei
ligen Zahnschiene 6 und ihrer Halterung werden nachstehend
noch näher erläutert. Zur Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 gehört
noch ein mit der Halterung 4 verbindbarer Abstandhalter 3,
wobei jede Zahnschiene 6 gegenüber dem Abstandhalter 3 ge
lenkig verschwenkbar angeordnet ist. Es gehört mit zur Erfin
dung, daß an der Halterung 4 mindestens einer Zahnschiene 6
wenigstens eine Hilfsvorrichtung befestigt ist. In Fig. 2
erkennt man die zusammengesetzte Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1,
wobei die Zahnschienen 6a u. 6b auf die Zahnreihen des Ober-
und Unterkiefers eines Gipsabdrucks GA aufgesetzt sind. In die
Halterung 4 der Oberkiefer-Zahnschiene 6a greift ein zum Ab
standhalter 3 gehöriges Federelement 7 ein, das im wesent
lichen durch einen Drahtbügel 7′ realisiert ist. Ebenso greift
in die Halterung 4 der Unterkiefer-Zahnschiene 6b ein Feder
element ein, das aus einem mit je einer seitlichen Federwick
lung versehenen Drahtbügel 7′′ besteht. Die beiden Federele
mente 7 haben je ein Gewindebohrungsteil 9 und sie stehen über
einen Gewindebolzen 5, der mit seinen beiden gegenläufigen Ge
windeabschnitten in diese Gewindebohrungsteile 9 eingreift,
miteinander in Verbindung. Der Abstand der Zahnschienen 6a und
6b zueinander (vgl. Fig. 2 u. 3) ist durch Verdrehen des Ge
windebolzens 5 kontinuierlich zu verändern. Wie insbesondere
aus Fig. 1 bis 3 gut erkennbar, ist in jeder Zahnschiene 6
etwa parallel zur Halterung 4 eine weitere Halterung 2 ange
bracht. Sie besteht aus einem Röhrchen 2′ mit seitlich offenen
Enden. Der mit der Oberkiefer-Zahnschiene 6 verbundene Draht
bügel 7′ ist im wesentlichen C-förmig ausgebildet. Gemäß Fig.
2 u. 3 greift er mit seinen freien Enden in die ebenfalls -
rohrartig ausgebildete Halterung 4 der Oberkiefer-Zahnschiene
6a ein. Analoges gilt für den Drahtbügel 7′, der an jeder
Seite an seinem Außenbereich eine Federwicklung 8 aufweist.
Dieser Drahbügel 7′′ federt infolge dieser Drahtwicklung 8
etwas weicher ab als der Federbügel 7′, an dem eine solche
Federwicklung fehlt. Dessen Federwirkung kommt erst dann zum
Tragen, wenn die Federwirkung des mit den Federwicklungen 8
versehenen Drahtbügels 7′′ annähernd ausgenützt ist. Der Ab
stand, den der Abstandhalter 3 zwischen den beiden Zahn
schienen aufrecht erhält, kann über einen Knebel 10, der zum
Verdrehen des Gewindebolzens 5 dient, kontinuierlich verändet
werden. Durch eine Vergrößerung der Erstreckung des Abstand
halters 3 kann auch dessen Dehnkraft kontinuierlich verändert
werden. Jede Zahnschiene 6 ist gegenüber dem Abstandhalter,
seinem oder einem anderen daran anschließenden Drahtbügel 7′
verschwenkbar ausgebildet.
In Verbindung mit Fig. 9 ist nun gut erkennbar, daß an der
Halterung 4 der Vorrichtung 1 eine Hilfsvorrichtung befestigt
ist, und zwar eine Seitenzugeinrichtung 22. Man erkennt in der
Teilansicht nach Fig. 9 gut einen vergrößert dargestellten
Teil der Unterkiefer-Zahnschiene 6b, die mit einer Halterung 4
und einer weiteren Halterung 2 verbunden ist. Die weitere Hal
terung 2 wird dabei von einem Zusatzröhrchen 2′ gebildet, das
im wesentlichen paralle und außenseits der Halterung 4 in der
Unterkiefer-Zahnschine 6b gehalten ist. In die Halterung 4
greift der mit Federwicklungen 8 versehene Drahtbügel 7′′ ein.
Im Gewindebohrungsteil 9 des Federelementes 7 ist das eine
Ende des Gewindebolzens 5 eingeschraubt. Die Seitenzugeinrich
tung 22 besteht im wesentlichen aus einem Draht 22a und einem
elastischen Zugelement 23. Dabei ist die Unterkiefer-Zahn
schine 6b relativ zum Abstandhalter 3 seitlich verschiebbar.
Der Draht 22a ist an seinem einen Ende S-förmig ausgebildet
und mit seinem anderen Ende in die weitere Halterung 2 bis zu
einem Anschlag 24 des Drahtes 22a eingeschoben. Dabei ist
dieser Anschlag als bogenförmige Verkrümmung des Drahtes 22a
ausgebildet. Am anschlagseitigen Ende des Drahtes 22a greift
ein Zugelement an, das im Ausführungsbeispiel von einem Gummi
band 23′ gebildet wird und mit der dem S-förmigen Endes des
Drahtes 22a gegenüberliegenden Seite des ihm benachbarten
Teils des Drahtbügels 7′′ verbunden ist. Dementsprechend kann
an die Unterkiefer-Zahnschiene 6b der Vorrichtung 1 neben dem
Abstandhalter gleichzeitig die Seitenzugeinrichtung 22 angrei
fen und entsprechend auf den Unterkiefer einwirken. Die Kraft
einwirkung, welche die Vorrichtung auf den Unterkiefer ausüben
soll, kann sowohl bezüglich der Richtung der Kaubewegung als
auch bezüglich der Wirkungsrichtung der Seitenzugeinrichtung
22 auf die individuell erforderlichen Verhältnisse des Patien
ten eingestellt werden. In Fig. 9 ist die Seitenzugeinrichtung
22 an der linken Seite der Halterung 4 und der weiteren Halte
rung 2 angebracht; die Seitenzugeinrichtung kann auch auf der
rechten Seite der Halterungen 4 u. 2 analog angebracht werden,
so daß dann die von der Seitenzugeinrichtung 22 aufgebrachten
Kräfte analog entgegengesetzt gegenüber dem Ausführungsbei
spiel nach Fig. 9 wirken. Änderungen an der Seitenzugeinrich
tung 22 sind dazu nicht erforderlich; sie braucht nur anders
zusammengesetzt zu werden.
Fig. 10 zeigt eine abgewandelte Hilfsvorrichtung in Form eines
Richtgerätes 25, das mit wenigstens einer Zahnschiene 6 zusam
menarbeitet. Dieses Richtgerät 25 ist haltemaskenartig mit zu
mindest an Teilbereichen des Kopfes des Patienten angepaßten
und dort anliegenden Abstützungen versehen. Dabei besteht das
Richtgerät im wesentlichen aus einem Unterkieferbügel 26,
einem Oberkieferbügel 27 sowie einem elastischen Nackenband,
das als rückseitige Halterung dient. Eine zusätzliche Schädel
abstützung für dieses Richtgerät 25 übernimmt ein Stirnband
67. Das Richtgerät 25 dient dem Ausrichten und Zugbeauf
schlagen des Unterkiefers zumindest nach vorne und/oder seit
lich. Dazu sind elastische Zugelemente 36 vorgesehen, die bei
spielsweise aus Gummibändern, Gummiringen oder Schraubenzug
federn bestehen können. Die Zugelemente 26 ziehen dabei über
ein hakenförmig ausgebildetes Verbindungsstück 37, die in Fig.
10 der besseren Übersicht halber nicht dargestellte, aber in
Fig. 9 gut erkennbare Unterkiefer-Zahnschiene 6b nach vorne
und/oder seitlich. Die Zugelemente 36 sind dabei über eine
oder mehrere Zugelement-Halterungen 38 mit dem Unterkiefer
bügel 26 verbunden.
Der Unterkieferbügel 26 ist im Bereich des Unterkiefers etwa
halbkreisförmig ausgebildet und umgibt diesen Unterkiefer
formangepaßt und mit Abstand. Etwa im Bereich der Kieferge
lenke geht er in gerade, am Schläfenbereich nach oben vorbei
führende Fortsetzungen 34 über. Mit diesen Fortsetzungen 34
ist der Oberkieferbügel 27 durch Verbindungselemente 36 höhen-
und auch tiefenverstellbar, nachstehend kurz "höhenverstell
bar" genannt, verbunden, was jedoch - auf den Patienten be
zogen - "nach vorwärts" oder "nach rückwärts" bedeutet.
Die in Fig. 10 ebenfalls der Übersichtlichkeit wegen nicht
dargestellte Oberkiefer-Zahnschiene 6a ist mit der den Ober
kiefer- bzw. Unterkieferbügel 27 bzw. 26 aufweisenden Gerüst
konstruktion des Richtgerätes 25 durch ein Zwischenstück 29
verbunden. Dieses ist mit seinen beiden dem Oberkieferbügel 27
zugewandten Enden in eine dort befestigte Bügelhalterung 30
eingeschoben (vgl. Fig. 10 u. 11).
Bei Verbindung des Richtgerätes 25 mit Schädel-Oberkiefer-Ab
stützung zu den Zahnreihen des Patienten verwendet man häufig
ein Kieferdehngerät 3 oder 3a, wie es in Fig. 1 bis 3 oder
Fig. 4 bis 8 dargestellt und nachstehend noch näher beschrie
ben ist. Ein Richtgerät (vgl. Fig. 10) kann vorteilhafterweise
angewendet werden, wenn beim Patienten auch eine Kieferklemme
vorhanden ist. Dabei haben die elastischen Zugelemente 36 des
Richtgerätes 25 die zusätzliche Funktion, auch die Gleitbe
wegungen der Kiefergelenke zu fördern.
Fig. 11 zeigt Einzelheiten der Verbindung des Zwischenstückes
29 mit dem Oberkieferbügel 27 mit Hilfe einer Bügelhalterung
30. Der Oberkieferbügel 27 ist an dieser Stelle mit einer Ab
flachung 33 versehen, auf die von unten eine Stellschraube 32
angreift. Die Abflachung 33 dient dazu, daß das Richtgerät 25
nicht nach oben oder unten abrutscht, wie dies bei einem run
den Querschnitt des Unterkieferbügels möglich wäre. Die beiden
den Unterkieferbügel 26 zugewandten Enden des Zwischenstückes
29 sind in zwei Hülsen 130 oder gegebenenfalls auch Bohrungen
der Bügelhalterung 30 eingeschoben. Die Stellschraube 32 oder
dergleichen Klemmelement und der Oberkieferbügel 27 mit einer
darauf abgestimmten Abflachung 33 bilden also eine Seitenarre
tiereinrichtung 131, die ein unerwünschtes Verschwenken der
Bügelhalterung 30 verhindert. Dadurch, daß das Zwischenstück
29 mittels zweier Enden mit dem Oberkieferbügel 27 verbunden
ist, besteht eine in Seitenrichtung kippsichere Verbindung.
Fig. 12 zeigt im Schnitt ein Bügel-Verbindungselement 35.
Dieses verbindet hier den Oberkieferbügel 27 der Fortsetzung
34 des im übrigen in dieser Figur nicht abgebildeten Unter
kieferbügels 26. Das Bügel-Verbindungselement 35, hier auch
kurz "Verbindungselement 35" genannt, wird dabei im wesent
lichen durch zwei überkreuzt und versetzt zueinander verlau
fende Verbindungshülsen 63a, 63b gebildet. Stellschrauben 32
gewährleisten die Höhen- und Tiefenverstellbarkeit der Bügel
elemente.
Fig. 13 zeigt von der Vorrichtung 1 in auseinandergezogener
Darstellunsweise die Oberkiefer-Zahnschiene 6a, den Abstand
halter 3 und die Unterkiefer-Zahnschiene 6b in Verbindung mit
dem Zwischenstück 29 und einem Verbindungsstück 37. Soweit es
die Teile 3 bis 10 anbetrifft, entspricht das Mittelteil von
Fig. 13 der Fig. 1. In Fig. 13 ist gut erkennbar, daß das
Zwischenstück 29 klammerartig ausgebildet ist, was einen
sicheren Halt der in die Zusatzhalterung 2 der Unterkiefer-
Zahnschine 6 eingreifenden Enden gewährleistet. Mittels seines
Zwischenstück-Anschlages 31 hält das Zwischenstück 29 das
Richtgerät 25 vom Gesicht des Patienten im Kiefernbereich auf
vorgegebenem Abstand (vgl. Fig. 10 bis 14). Das Verbindungs
stück 37 (Fig. 10 u. 13) weist einen Haken 72 auf und greift
mit den Enden seiner sich überkreuzenden Bügelschenkel 39 in
die weitere Halterung 2 der Unterkieferzahnschiene 6b ein.
Wegen der überkreuzten Ausbildung der Bügelschenkel 39 kann
sich das Verbindungsstück 37 entsprechend der an dem Haken 72
angreifenden Kräfte ausrichten. Außerdem hält diese Ausführung
die Enden der Bügelschenkel 39 auch bei Auftreten größerer
Zugkräfte sicher in den offenen Enden der weiteren Halterung
2.
Fig. 14 zeigt ein gegenüber Fig. 10 etwas abgewandeltes Richt
gerät 25a mit einer zusätzlichen Brust- und/oder Schulter
stütze. Es besteht im wesentlichen aus einem als Bruststütze
dienenden Thoraxbügel 40, einem Oberkieferbügel 27, einem
Unterkieferbügel 26 sowie aus einer Kopfkappenhalterung 44 mit
Zugelementen 45. Diese sind im Ausführungsbeispiel durch
Gummiketten realisiert. Die aus dem Oberkieferbügel 27, dem
Unterkieferbügel 26 und dem Thoraxbügel 40 gebildete Gerüst
konstruktion des Richtgerätes 25a greift an (in Fig. 14 nicht
abgebildeten) unabhängig voneinander ausgebildeten und befe
stigten Oberkiefer- bzw. Unterkiefer-Zahnschienen 6a und 6b
über ein Verbindungsgelenk 50 bzw. das Verbindungsstück 37
zumindest mittelbar an. Das Verbindungsstück 37 ist auf der
einen Seite als Steckbolzen zum Steckverbinden mit einer mit
dem Oberkieferbügel 27 verbundenen Steckhülse 57 ausgebildet
und auf der anderen Seite über einen Zugbügel 43 mit der Ober
kiefer-Zahnschiene 6a lösbar verbunden. Der Zugbügel 43 (Fig.
14 u. 17) besteht aus einem Innenbügel 45 sowie aus einem den
Oberkiefer mit Abstand umgebenden Außenbügel 48. Außen- und
Innenbügel 48 u. 47 sind an einer Verbindungsstelle 49 fest
miteinander verbunden, an der auch ein Verbindungsgelenk 50
angreift. Die Halteenden 46 des Innenbügels 47 sind in die
offenen Enden der rohrartigen Halterung 4 der Oberkiefer-
Zahnschiene 6a eingesteckt. Der Außenbügel 48 ist an seinen
freien Enden schräg nach oben abgewinkelt. An diesen Enden
greifen die elastischen Zugelemente 45 der Kopfkappenhalterung
44 an und ziehen damit gleichzeitig den Zugbügel 43 und somit
auch die damit verbundene Oberkiefer-Zahnschiene 6a gegen die
oberen Zahnreihen.
Das in Fig. 14 abgebildete Richtgerät 25 mit Brustkorb-Abstüt
zung dient der Sicherung der dreidimensionalen Lage des Unter
kiefers, beispielsweise bei Teilentfernungen etwa wegen eines
bösartigen Tumors, während der Abheilungsphase. Hierzu sind
erhebliche Kräfte notwendig, die in der Abheilungsphase gegen
narbige Verziehungen gerichtet sind. Die Zugkräfte werden auch
hier durch elastische Zugelemente 36 entwickelt, die im Unter
kieferbügel 26 durch Zugelement-Halterungen 38 und mit der
Unterkiefer-Zahnschiene 6b durch das Verbindungsstück 37 ver
bunden sind. Die Zugelement-Halterungen 38 lassen sich auf dem
halbkreisförmigen Teil des Unterkieferbügels 26 beliebig po
sitionieren, so daß die Zugkräfte wahlweise nach vorne oder
seitlich ausgerüstet werden können.
Das etwas abgewandelte Richtgerät 25a gemäß Fig. 14, welches
eine Brustkorb-Oberkiefer-Abstützung hat, wird in Therapie
fällen angewendet, in denen beim Patienten keine Kieferklemme
aufgetreten ist. Die Verbindung des Richtgerätes 25a mit den
Zahnreihen eines solchen Patienten über ein Kieferdehngerät
ist daher zeitweise weder notwendig noch möglich, jedoch fin
den die Zahnschienen 6a oder 6b Verwendung.
Da sich beim Patienten zwischen dem Oberkiefer und dem Brust
korb die freibewegliche Wirbelsäule befindet, ist auch das
Verbindungsgelenkstück 50 mittels eines Kugelgelenkes 68 so
ausgestaltet, daß es zumindest geringfügig in allen drei Ebe
nen beweglich ist, aber dennoch ein Abgleiten der Gerüstkon
struktion nach oben oder unten verhindert. Das Verbindungs
gelenkstück 50 (Fig. 14 u. 15) hat an seinem einen Ende einen
Steckbolzen 56, der bis zu am Steckbolzen 56 befestigten
Steckbolzen-Anschlägen 69 in die mit dem Oberkieferbügel 27
verbundene Steckhülse 57 eingeschoben ist. An seinem anderen
Ende hat das Verbindungsgelenkstück 50 eine Klemmgabel 53, die
über eine Klemmschraube 54 mit der abgeflachten Verbindungs
stelle 49 des Zugbügels 53 verbunden ist (Fig. 15 bis 17).
Zwischen diesen beiden Enden des Verbindungsgelenkstückes 50
sitzt das Kugelgelenk 68.
Der Thoraxbügel 40 ist in Brusthöhe beidseitig mit Auflagetel
lern 41 ausgestattet (Fig. 14 u. 16), die dem Thoraxbügel 40
mit einer Auflagefläche 42 am Körper des Patienten abstützen.
Mit Hilfe von Stellschrauben 32 kann sowohl die Auflagefläche
42 als auch der gesamte Auflageteller 41 verstellt und in
unterschiedlichen Lagen festgelegt werden.
In den Fig. 17a und 17b ist der bereits in Verbindung mit
Fig. 14 erwähnte Innenbügel 47 in vergrößertem Maßstab darge
stellt. Man erkennt bei Fig. 17b gut, daß der Innenbügel 47 in
Höhe seiner Halteenden 46 je mit einer Schlaufe 51 versehen
ist, welche die Halteenden 46 in der Halterung 4 auch beim
Auftreten von starken Zugkräften sichert und auch das einfache
Einstecken der Halteenden 46 in die Halterung 4 begünstigt.
Außerdem ist bei den Fig. 17a u. 17b an der Verbindungs
stelle 49 von Außenbügel 48 und Innenbügel 47 die Abflachung
56 erkennbar, an welche die Klemmgabel 53 (Fig. 15) angreift.
Die freien Enden 148 des Außenbügels 48 sind in der Höhe einer
der Längsachse der Halterung 4 entsprechenden Linie L schräg
nach oben zur Kopfkappenhalterung 44 hin abgewinkelt (Fig. 17b
u. 14).
Fig. 18 zeigt in Frontansicht einen am Unterkiefer UK befe
stigten Zahnschienenhalter 58. Er ist - in Draufsicht gesehen
- etwa T-förmig ausgebildet, wobei sein horizontal orientier
ter T-Querbalken etwa parallel zur Halterung 4 der Unterkie
fer-Zahnschiene 6b verläuft und auch etwa dieselbe Länge wie
diese Halterung 4 hat. Die Verankerungshäkchen 60 ragen also
mit ihren hakenförmigen Enden aus den beiden Seiten der Halte
rung 4 heraus und sie bilden jeweils ein Widerlager für ein
elastisches Zugelement 59, das mit seinem Mittelteil an zwei
hakenartigen Rinnen 61 des Zahnschienenhalters 58 eingreift.
Diese Rinnen 61 liegen dabei an den beiden horizontalen Enden
des Querbalkens des T-förmigen Zahnschienenhalters 58, so daß
dort auch ein rinnenfreies Mittelstück verbleibt, an dem der
Patient mit bloßem Finger das in Fig. 18 teilweise gestrichelt
erkennbare elastische Zugelement 59 aus den Rinnen 61 entfer
nen kann. Man erhält auf diese Weise eine auch vom Patienten
selbst leicht lösbare Verbindung zwischen der Unterkiefer-
Zahnschiene 6b und dem gewöhnlich für eine längere Zeit am
Kiefer befestigten Zahnschienenhalter 58. Dessen verbleibendes
Ende 70 ist nämlich gewöhnlich während einer Operation zumin
dest teilweise unter die Schleimhaut O (Fig. 18) gelegt und
fest mit dem Unterkiefer UK verbunden worden.
Es kannt auch erwünscht sein, daß beide Kiefer ruhiggestellt
werden sollen. In diesem Falle kann man zwei T-förmige Zahn
schienenhalter 58 vorsehen, die am Ober- und am Unterkiefer
des Patienten etwa spiegelbildlich zueinander zu befestigen
sind. Dann werden dabei diese beiden Zahnschienenhalter 58 mit
einem Draht oder einem elastischen Zugelement miteinander
verbunden.
Aus Fig 19 ist zu entnehmen, wie in einem einfach Her
stellungsverfahren die Halterung 4 zusammen mit der jewei
ligen Zahnschiene 6 herstellbar ist. Die spätere Halterung
4 wird von einem stabilen Rohrstück gebildet. Dieses wird
zunächst durch einen Wachstropfen 73 auf zwei sich ent
sprechende Stellen eines Gipsabdruckes GA vorübergehend
fixiert. Dies erfolgt vorzugsweise jeweils zwischen dem
i.d.R. vergleichsweise stabilen zweiten Schneidezahn 65 und
dem benachbarten i.d.R. ebenfalls stabilen Eckzahn 66 jeder
Kieferhälfte. Anschließend wird in einem Arbeitsgang,
während des Herstellens der Zahnschiene 6 bei einem Tief
ziehverfahren - die Halterung 4 in Kunststoffmaterial der
entstehenden Zahnschiene eingebettet. Soll eine Zahnschiene
6 neben der Halterung 4 zusätzlich eine weitere Halterung 2
aufweisen, kann auch diese weitere Halterung 2 in gleicher
Weise unmittelbar und gleichzeitig in das Zahnschienenmate
rial beim Tiefziehen eingebettet werden. Die weitere Halte
rung 2 besteht gewöhnlich ebenfalls aus einem stabilen
Röhrchen 2′. Verwendet man, was vorteilhaft ist, für die
Halterung 4 und die weitere Halterung 2 Röhrchen von genü
gender Eigenstabilität, dienen diese bedarfsweise auch noch
als Stabilisierungseinlage für diese Zahnschiene 6.
Ist erwünscht, daß ein die Halterung 4 bildendes Halteröhr
chen 4′ innerhalb der Zahnschiene verschiebbar oder ent
nehmbar sein soll, wird das Halteröhrchen 4′ vor dem Tief
ziehvorgang mi einem Trennmittel beschichtet. Analoges gilt
bezüglich eines Halteröhrchens 2′.
Beim Anbringen von mehreren Halterungen 4 u. 2 an einer
Zahnschiene 4 ist es nicht nur aus Platzgründen zweckmäßig,
wenn die weitere Halterung 2 etwa parallel zur Halterung 4
angebracht ist. Das Herstellungsverfahren vereinfacht sich
durch diese Parallel-Anordnung und auch die Handhabung der
kieferorthopädischen Vorrichtung beim Verbinden von einzel
nen Vorrichtungsteilen mit der jeweiligen Halterung 4 und/
oder 2 wird dadurch einfacher. Die Zahnschiene 6 mit ihrer
Halterung 4 und/oder 2 wird auf einem Gipsabdruck herge
stellt, der die individuellen Zahnkonturen des jeweiligen
Patienten aufweist. Dementsprechend erhält man auch die
Zahnschienen, die den individuellen Zahnkonturen des jewei
ligen Patienten nachgebildet sind. Die im Betrieb der kie
ferorthopädischen Vorrichtung 1 über die Zahnschienen 6 auf
die Zähne des Patienten einzuleitenden Kräfte können dem
entsprechend günstig auf vergleichsweise große Kraftüber
tragungsflächen übertragen werden.
Claims (5)
- I. Kieferorthopädische Vorrichtung mit Zahnschienen, die als Widerlager für die Zahnreihen ausgebildet sind und von denen zumindest eine Zahnschiene auf die Zahnreihe des Unterkiefers und wenigstens eine weitere Zahnschiene auf die Zahnreihe des Oberkiefers aufsetzbar sind, sowie mit einem verstellbaren Abstandhalter, welcher zwischen dem Ober- und dem Unterkiefer wirkt und mit an den Zahnschienen vorgesehenen Halterungen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandhalter (3, 3a) mit den Halterungen (4) verbindbar ist und daß der Abstandhalter (3, 3a) gegen eine Kieferorthopädische Hilfstvorrichtung (25a, 43, 58 bis 61) austauschbar ist, die an der Halterung (4) mindestens einer Zahnschiene (6a, 6b) angreift.
- II. Kieferorthopädische Vorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß an zumindest einer Zahnschiene (6a, 6b) wenigstens eine Zusatzhalterung (2) für die Befestigung der kieferorthopädischen Hilfsvorrichtung(en) (22, 25, 43, 58 bis 61) vorgesehen ist, die an der ihr zugeordneten Zahnschiene (6a, 6b) so angreift, daß eine kontrolliert dreidimensionale Kraftübertragung möglich ist.
- III. Kieferorthopädische Vorrichtung nach Anspruch I oder II, wahlweise kombiniert mit einem oder mehreren der folgenden Merkmale:
- 1. Die weitere Halterung (2) besteht aus einem an einer Zahnschiene (6) angebrachten Zusatzröhrchen (2);
- 2. die weitere Halterung (2) ist etwa parallel zu einer Halterung (4) angebracht.
- 3. Die Zahnschienen (6) sind den individuellen Zahnkon turen des jeweiligen Patienten nachgebildet.
- 4. Die Zahnschienen (6) sind als tiefgezogene Kunststoff schienen ausgebildet.
- 5. Die Zahnschienen (6), der Abstandhalter (3) und ein da zugehöriges Federelement (7) sind austauschbar mit einander verbunden.
- 6. Jede Zahnschiene (6) ist gegenüber dem Abstandhalter (3) gelenkig verschwenkbar angeordnet.
- 7. Der Abstandhalter (3) ist über wenigstens einen Draht bügel (7′) mit den Zahnschienen (6) verbunden und die freien Enden des Drahtbügels (7′) greifen in die Enden der an den Zahnschienen (6) angebrachten Halterungen (4) ein.
- 8. Wenigstens ein Drahtbügel (7′) des Abstandhalters (3) ist C-förmig ausgebildet.
- 9. Zwei Drahtbügel (7′) greifen mit ihren freien Enden in die Enden der an den Zahnschienen (6) angebrachten Hal terungen (4) ein.
- 10. Zumindest einer der Drahtbügel (7′) ist federelastisch als Federelement (7) ausgebildet.
- 11. An wenigstens einem der Federelemente (7) ist seitlich am Außenbereich wenigstens eine Federwicklung (8) vor gesehen.
- 12. Jedes Federelement (7) ist an den beiden Seiten seines Außenbereiches etwa an der Stelle abgewinkelt, an der das Federelement (7) den äußeren Rand der benachbarten Halterung (4 oder 2) überragt.
- 13. Jedes Federelement (7) ist an den beiden Seiten seines Außenbereiches, an welcher das Federelement (7) den äußeren Rand der benachbarten Zahnschiene (6) überragt, in einem stumpfen Winkel von mindestens 90° abgewin kelt.
- 14. Der Abstandhalter (3) ist bezüglich des Abstandes der Zahnschienen (6) kontinuierlich verstellbar.
- 15. Der Abstandhalter (3) weist einen Gewindebolzen (5) mit gegenläufigen Gewindesteigungen auf, die mit Gewinde bohrungsteilen (9) zusammenarbeiten, welche mit den Zahnschienen (6) verbunden sind.
- 16. Die Gewindesteigungen der Gewinden des Gewindebolzens (5) liegen in einem Bereich von 0,15 bis 0,35 mm.
- 17. An dem Gewindebolzen (5) ist als Verdrehmittel ein Knebel (10) angeordnet.
- 18. Wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundene Schen kel (11) bilden einen Abstandhalter (3a), der durch wenigstens ein Federelement (7) in Spreizstellung der oberen und unteren Zahnschiene (6) druckbeaufschlagt ist, wobei die Schenkel (11) des Abstandhalters (3a) mit den Zahnschienen (6) verbunden sind.
- 19. Der Abstandhalter (3a) hat vier gelenkig und parallelo grammartig miteinander verbundene Schenkel (11), wobei diese an ihren äußeren, jeweils den Zahnschienen (6) zugewandten Enden mit diesen über Lagerachsen (12) ver bunden sind und die Schenkel (11) im Mittelbereich des Abstandhalters (3a) jeweils paarweise über Gelenkachsen (13) miteinander in Verbindung stehen;
- 20. Die Gelenkachsen (13) des Abstandhalters (3a) sind durch wenigstens einen Verbindungsstab (14) miteinander verbunden, der die Schenkel (11) gegeneinander ab stützt.
- 21. Der Verbindungsstab (14) des Abstandhalters (3a), der die Gelenkachsen (13) miteinander verbindet und letztere durch radiale Querbohrungen (17) durchsetzt, weist an seinem einen Ende ein festes Widerlager (15) für den einen Gelenkbereich und an seinem anderen, in Betriebszustellung mundauswärts gerichteten Ende ein verstellbares Widerlager (16) für den anderen Gelenk bereich auf.
- 22. Das feste und das verstellbare Widerlager (15, 16) zwischen den Gelenkachsen (13) sitzt auf dem Verbin dungsstab (14) des Abstandhalters (3a) und ein Feder element (7) drückt die Gelenkachsen (13) bis zu den Widerlagern (15, 16).
- 23. Die Gelenkachsen (13) zwischen den außen befestigten Widerlagern (15, 16) sind auf dem Verbindungsstab (14) beweglich angeordnet und eine Schraubendruckfeder (19) oder ein druckelementartiges Gummiröhrchen ist als Federelement (7) zumindest zwischen einem der Wider lager (15, 16) und der benachbarten Gelenkachse (13) auf den Verbindungsstab (14) angeordnet.
- 24. Die Lagerachsen (12) des Abstandhalters (3a), welche die Schenkel (11) an ihren den Zahnschienen (6) zuge wandten Enden miteinander verbinden, sind als C-förmige Drahtbügel ausgebildet, deren freie Enden in den mit den Zahnschienen (6) verbundenen Halterungen (4) ein greifen.
- 25. Die Schenkel (11) des Abstandhalters (3a) sind mittels auf den Lagerachsen (12) festgelegten Seitenanschlägen (21) etwa mittig gehalten.
- 26. Zumindest die mittelbar mit den Zahnschienen (6) ver bundenen Schenkelenden der Schenkel (11) liegen in einer Linie, die etwa senkrecht zur Kauebene steht.
- 27. Anstelle von Zahnschienen dienen Prothesenbasisplatten als Widerlager bei der Vorrichtung (1), wobei an den Prothesenbasisplatten jeweils wenigstens eine Halterung (4 und/oder 2) befestigt ist.
- 28. Die Unterkiefer-Zahnschiene (6b) ist relativ zum Ab standhalter (3) seitlich verschiebbar und eine Seiten zugeinrichtung (22) ist mit der weiteren Halterung (2) kuppelbar.
- 29. Die Seitenzugeinrichtung (22) besteht im wesentlichen aus einem Draht (22a) und einem elastischen Zugelement (23), wobei der Draht an seinem einen Ende S-förmig ausgebildet ist und mit seinem anderen Ende wahlweise von rechts oder links in die weitere Halterung (2) bis zu einem Anschlag (24) einschiebbar ist, und wobei das Zugelement (23) vom S-förmigen Ende des Drahtes (22a) mit der gegenüberliegenden Seite des ihm benachbarten Teiles (7) des Abstandhalters (3) verbunden ist.
- 30. Das elastische Zugelement (23) der Seitenzugeinrichtung (22) ist als Gummiband (23′) oder als Feder ausge bildet.
- 31. Der Anschlag (24) des Drahtes (22a) der Seitenzugein richtung (22) ist als bogenförmige Verkrümmung des Drahtes (22a) ausgebildet.
- 32. Wenigstens eine der Halterungen (4) ist seitlich ver schiebbar in der jeweils zugehörigen Zahnschiene (6) gelagert und der oder die zum Abstandhalter (3) zuge hörigen, diesen mit den Zahnschienen (6) verbindenden Drahtbügel (7′) sind mit ihren freien Enden an der je weils zugehörigen Halterung (4) festgelegt.
- 33. Die Vorrichtung (1) weist ein wenigstens einen T-för migen Zahnschienenhalter (58) auf, der am Ober- oder Unterkiefer des Patienten befestigbar und mit einer Zahnschiene (6) verbindbar ist.
- 34. Die Halterung (4 und/oder 2) der Vorrichtung (1) steht mit einem Richtgerät (25) zum Ausrichten und Zugbeauf schlagen des Unterkiefers in Verbindung.
- 35. Das Richtgerät (25) ist haltemaskenartig mit zumindest an Teilbereichen des Kopfes angepaßten und dort an liegenden Abstützungen versehen.
- 36. Das Richtgerät (25) weist einen mit Abstand zum Unter kiefer verlaufenden Unterkieferbügel (26), einen mit Abstand zum Oberkiefer verlaufenden Oberkieferbügel (27) sowie ein als rückseitige Halterung dienendes ela stisches Nackenband (28) auf.
- 37. Bei der Vorrichtung (1) ist der Abstandhalter (3) mit dem Oberkieferbügel (27) des Richtgerätes (25) über ein Zwischenstück (29) verbunden, welches den Abstandhalter (3) in Seitenrichtung weitgehend starr und bezüglich der Kaubewegung scharnierartig bewegbar festlegt und das Richtgerät (25) vom Gesicht des Patienten im Kie ferbereich auf Abstand hält.
- 38. Das mit dem Richtgerät (25) verbundene Zwischenstück (29) ist klammerartig ausgebildet und greift mit seinen beiden dem Abstandhalter (3) zugewandten Enden in eine an der Oberkieferzahnschiene (6a) angebrachte weitere Halterung (2) ein, wobei die gegenüberliegenden beiden äußeren Enden des Zwischenstückes (29) mit einer am Oberkieferbügel (27) des Richtgerätes (25) angebrachten Bügelhalterung (30) in Verbindung steht.
- 39. Das Zwischenstück (29) hat einen Zwischenstück-Anschlag (31) und ist bis zu diesem in die Bügelhalterung (30) eingeschoben.
- 40. Die Bügelhalterung (30) hat eine Seitenarretiervor richtung (131), mit der sie am Oberkieferbügel (27) in ihrer Seitenlage festlegbar ist.
- 41. Die Seitenarretiereinrichtung (131) der Bügelhalterung (30) weist eine Stellschraube (32) od. dgl. Klemmele ment und der Oberkieferbügel (27) eine darauf abge stimmte Abflachung (33) auf, die ein Verschwenken der Bügelhalterung (30) verhindert.
- 42. Der Unterkieferbügel (26) des Richtgerätes (25) ist im Bereich des Unterkiefers etwa halbkreisförmig ausge bildet, dem Unterkiefer formangepaßt und umgibt diesen mit Abstand, wobei der Unterkieferbügel etwa im Bereich der Kiefergelenke in gerade, am Schläfenbereich nach oben vorbeiführende Fortsetzungen (34) übergeht.
- 43. An den nach oben weisenden Fortsetzungen (34) des Unterkieferbügels (26) des Richtgerätes (25) ist als Widerlager ein Stirnband (67) angebracht.
- 44. Der Oberkieferbügel (27) ist höhenverstellbar am Richt gerät (25) angebracht.
- 45. Der Oberkieferbügel (27) des Richtgerätes (25) ist mit den nach oben weisenden Fortsetzungen (34) des Unter kieferbügels (26) des Richtgerätes (25) über Verbin dungselemente (35) verbunden.
- 46. Zwischen der weiteren Halterung (2) der Unterkiefer- Zahnschiene (6b) und dem Unterkieferbügel (27) des Richtgerätes (25) ist zumindest ein elastisches Zug element (36) angeordnet, das am Unterkieferbügel (26) in unterschiedlichen Positionen anbringbar ist.
- 47. Bei der mit dem Richtgerät (25) ausgerüsteten Vorrich tung (1) ist das elastische Zugelement (36) mit der Unterkiefer-Zahnschiene (6b) durch ein einen Haken (72) aufweisendes Verbindungsstück (37) sowie mit dem Unter kieferbügel (26) durch eine verstellbare Zugelement- Halterung (38) verbunden, wobei das Zugelement (36) am Haken (72) des Verbindungsstücks (37) und an der Zug element-Halterung (38) angreift.
- 48. Beim Richtgerät (25) ist das Verbindungsstück (37) an seiner dem Haken (72) abgewandten Seite bügelförmig mit sich überkreuzenden Bügelschenkeln (39) ausgebildet und die Enden dieser Bügelschenkel greifen seitlich in die weitere Halterung (2) ein.
- 49. Das Richtgerät (25) greift zumindest mittelbar an die unabhängig voneinander ausgebildeten und befestigten Oberkiefer- bzw. Unterkiefer-Zahnschienen (6a, 6b) an und hat zur zusätzliche Abstützung eine Brust- und/oder Schulterstütze.
- 50. Die Brust- und/oder Schulterstütze des Richtgerätes (25a) besteht im wesentlichen aus einem etwa U-förmig ausgebildeten und den menschlichen Körperkonturen in etwa nachgeformten Thoraxbügel (40), welcher zumindest in Brusthöhe auf dem Oberkörper des Patienten aufliegt und etwa in Höhe der Kiefergelenke höhenverstellbar zu mindest mit dem Oberkieferbügel (27) verbunden ist.
- 51. Der Thoraxbügel (40) des Richtgerätes (25) ist minde stens mit dem Unterkieferbügel (26) verbunden.
- 52. Der Thoraxbügel (40) des Richtgerätes (25) ist in Höhe des Brustkorbes des Patienten beidseitig mit Auflage tellern (41) ausgestattet, die sowohl auf dem Thorax bügel (40) als auch mit ihrer Auflagefläche (42) am Brustkorb verstellbar sind.
- 53. Mit der Halterung (4) der Oberkiefer-Zahnschiene (6a) ist ein Zugbügel (43) verbunden, an dem elastische, mit einer Kopfkappenhalterung (44) verbundene Zugelemente (45) angreifen.
- 54. Der mit der Oberkiefer-Zahnschiene (6a) verbundene Zug bügel (43) besteht im wesentlichen aus einem in die Halterung (4) mit Halteenden (46) eingreifenden Innen bügel (47), der mit einem dem Oberkiefer des Patienten etwa formangepaßten und diesen mit Abstand umgebenden Außenbügel (48) verbunden ist.
- 55. Der Innenbügel (47) und ein damit verbundener Teil des Außenbügels (48) liegen etwa in einer Ebene, während der andere Teil des Außenbügels (48) mit dessen freien Enden nach oben und schräg nach hinten verlaufend, ab gewickelt sowie mit Haken versehen ist, an welche die Kopfkappenhalterung (44) zumindest mittelbar angreift.
- 56. Am Zugbügel (43) ist im Verbindungsbereich von Innen- und Außenbügel (47, 48) eine Verbindungsstelle (49) zum Anschließen eines Verbindungsgelenkstückes (50) vorge sehen, welches auf seiner gegenüberliegenden Seite mit dem Oberkieferbügel (27) des Richtgerätes (25) verbun den ist.
- 57. Am Innenbügel (47) ist bei dessen Übergang von seinem bogenförmigen Teil zu den Halteenden (46) zumindest eine Einfach-Schlaufe (51) vorgesehen.
- 58. Der in der Halterung (4) der Oberkiefer-Zahnschiene (6a) eingreifende Innenbügel (47) weist Seitenanschläge (52) auf, die ihn bezüglich der Halterung (4) etwa mittig halten.
- 59. Die freien Enden des Außenbügels (48) sind an derje nigen Stelle nach oben, schräg nach hinten verlaufend, abgewinkelt, an der eine durch die Halterung (4) ge dachte Linie (L) den Außenbügel (48) schneidet.
- 60. Das Verbindungsgelenkstück (50) ist zwischen seinen beiden mit den Zugbügel (43) und dem Oberkieferbügel (27) verbundenen Enden als Kugelgelenk (68) ausge bildet.
- 61. Das Verbindungsgelenkstück (50) hat an seinem einen Ende zum Anschließen am Zugbügel (43) eine Klemmgabel (53) mit einer Klemmschraube (54), wobei diese Verbin dungsstelle (49) eine dem lichten Klemmgabel-Abstand entsprechende Abflachung (55) aufweist, und wobei das andere Ende des Verbindungsgelenkstückes (50) als Steckbolzen (56) mit Steckbolzen-Anschlägen (69) zum Steckverbinden mit einer mit dem Oberkieferbügel (27) verbundenen Steckhülse (57) ausgebildet ist.
- 62. An der Halterung (4) der Unterkiefer-Zahnschiene (6b) ist ein Zahnschienenhalter (58) lösbar befestigt.
- 63. In der Halterung (4) der Unterkiefer-Zahnschiene (6b) sind beidseits Verankerungshäkchen (60) eingeschoben und ein in diese Verankerungshäkchen eingehaktes ela stisches Zugelement (59) greift zwischen diesen Ver ankerungshäkchen (60) an eine Rinne des Zahnschienen halters (58) an.
- 64. Der Zahnschienenhalter (58) ist - in Draufsicht gesehen - etwa T-förmig ausgebildet, weist an den beiden Enden seines T- Querbalkens jeweils eine dem Mund zugewandte Rinne (61) zum Angreifen des elastischen Zugelementes (59) auf und das verbleibende Ende (70) des T-förmigen Zahnschienenhalters (58) weist in Richtung des Unter kiefers und ist mit diesem verbindbar.
- 65. Der T-förmige Zahnschienenhalter (58) ist derart be messen, daß sein in Gebrauchsstellung etwa horizontal verlaufender Teil ungefähr parallel zur Gebrauchslage der Halterung (4) der Unterkiefer-Zahnschiene (6b) ver läuft und dieser horizontale Teil des Zahnschienen halters (58) etwa die gleiche Länge wie diese Halterung (4) hat.
- 66. Die Vorrichtung (1) weist zum Verbinden von Unter kieferbügel (26), Oberkieferbügel (27) und Thoraxbügel (40) Verbindungselemente (35) auf, an denen Arretier mittel (32) zum Verbinden dieser Teile vorgesehen sind.
- 67. Die Verbindungselemente (35) haben überkreuzt und ver setzt zueinander verlaufende Verbindungshülsen (63) oder Verbindungsbohrungen zur Aufnahme der zu verbin denden Teile.
- 68. Das Richtgerät (25) der Vorrichtung (1) ist zumindest mittelbar mit Prothesenbasisplatten als Widerlager ver bunden, an denen jeweils eine Halterung (4) und eine weitere Halterung (2) vorgesehen sind.
- 69. Die Vorrichtung (1) weist zwei T-förmige Zahnschienen halter (58) auf, die am Ober- bzw. Unterkiefer des Patienten etwa spiegelbildlich zueinander befestigbar sind, wobei diese beiden Zahnschienenhalter (58) zur Ruhigstellung der Kiefer mit einem Draht oder einem elastischen Zugelement miteinander verbindbar sind.
- IV. Verfahren zum Herstellen einer kieferorthopädischen Vor richtung nach Anspruch I, II oder III, Position 1 bis 4 und 27, dadurch gekennzeichnet, daß zum Herstellen der Zahnschiene (6) die Halterung (4 und/oder 2) auf einen individuellen Gipsabdruck des Ober- oder Unter kiefers des Patienten zwischen beidseitig sich entsprech enden Zähnen der Prothesen-Zahnreihe plaziert und dort da mit lösbar verbunden, Tiefzieh-Kunststoff auf den Gipsab druck aufgebracht wird und dann ein die Halterung(en) (4 und/oder 2) in sich einbettendes Tiefziehen stattfindet.
- V. Verfahren nach Anspruch IV,, wahlweise kombiniert mit einem oder mehreren der folgenden Merkmale:
- 1. Die Halterung (4) wird zwischen jeweils dem zweiten Schneidezahn (65) und dem Eckzahn (66) der rechten und der linken Kieferhälfte plaziert.
- 2. Ein die Halterung (4) bildendes Halterröhrchen (4′) wird vor dem Tiefziehvorgang mit einem Trennmittel be schichtet.
- 3. Mehrere die Halterung (4 und/oder 2) bildende Halte röhrchen (4′ und/oder 2′) werden während des Tiefzieh vorganges in die Zahnschiene (6) eingebettet.
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Cited By (1)
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1987
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Cited By (1)
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| DE102010060896A1 (de) * | 2010-11-30 | 2012-05-31 | Jolanthe Offer | Spreizvorrichtung für eine Dehnplatte und Verfahren zum Spreizen einer Dehnplatte |
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