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DE1048890B - Verfahren zur Herstellung von sauren Kieselsaeurehydroorganosolen mit ausserordentlich geringem Salzgehalt - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sauren Kieselsaeurehydroorganosolen mit ausserordentlich geringem Salzgehalt

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Publication number
DE1048890B
DE1048890B DEM27958A DEM0027958A DE1048890B DE 1048890 B DE1048890 B DE 1048890B DE M27958 A DEM27958 A DE M27958A DE M0027958 A DEM0027958 A DE M0027958A DE 1048890 B DE1048890 B DE 1048890B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
sol
acid
salt
percent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM27958A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilson H Power
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Chemicals Ltd filed Critical Monsanto Chemicals Ltd
Publication of DE1048890B publication Critical patent/DE1048890B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/113Silicon oxides; Hydrates thereof
    • C01B33/12Silica; Hydrates thereof, e.g. lepidoic silicic acid
    • C01B33/14Colloidal silica, e.g. dispersions, gels, sols
    • C01B33/145Preparation of hydroorganosols, organosols or dispersions in an organic medium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Colloid Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von sauren Kieselsäurehydroorganosolen mit außerordentlich geringem Salzgehalt Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung saurer Kieselsäurehydroorganosole, die praktisch frei von Salzen sind.
  • Nach der USA.-Patentschrift 2 285 477 werden saure Kieselsäurealkosole hergestellt, indem man zunächst eine saure, wäßrige, kolloide Kieselsäurelösung durch Vermischung einer Mineralsäure mit einer Alkalisilicatlösung bei einem p$ von 1,8 bis 4,5 herstellt und - ehe sich das entstandene Sol zur Gelform verfestigt - ein organisches Lösungsmittel (z. B. Alkohol), das mit Wasser mischbar ist, zwecks Herstellung eines gemischten Hydroorganisols zugibt. Zugabe des organischen Lösungsmittels und Abkühlung des Sols bewirkten, daß ein wesentlicher Anteil des anorganischen Salzes ausfällt; nach Entfernung des Niederschlags wird ein Sol erhalten, dessen Beständigkeit je nach dem pH-Wert des Sols und der Temperatur, bei der es aufbewahrt wird, schwankt. In jedem Fall sind die Sole erheblich unbeständiger als alkalische Kieselsäurehydrosole.
  • Diese bekannten Hydroorganosole enthalten wechselnde Mengen von anorganischen Salzen je nach der verwendeten Säure und dem verwendeten Silicat, der Konzentration an organischem Lösungsmittel und Kieselsäure in dem Sol, der Temperatur des Sals und anderen Falttoren. Jedoch liegt die Mindestkonzentration an anorganischem Salz im Sol bei etwa 0,1 bis 0,3 Gewichtsprozent, was für bestimmte Verwendungszwecke des Sols nachteilig ist. Das gleiche gilt für die sauren Hydroorganosole, die nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 285 449 hergestellt sind.
  • Die Ziele dieser Erfindung werden im allgemeinen durch Entfernung aller oder praktisch aller restlichen gelösten Salze aus einem sauren Kieselsäurehydroorganosol erreicht, indem ein solches Sol mit einem starken Kationenaustauscher, der befähigt ist, Metallkationen aus einer sauren, wäßrig-organischen Lösung zu absorbieren, und dann mit einem mit einer flüchtigen organischenSäure beladenen schwachen Anionenaustauscher, der eine Vielzahl von salzbildenden Stickstoffatomen enthält, unter geregelten pa Bedingungen in Berührung gebracht wird. Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung ist es möglich, das elektrolythaltige Kieselsäurehydroorganosol mit dem anionen- und kationenaustauschenden Material gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge in Berührung zu bringen, solange die pg Bedingungen in geeigneter Weise überwacht werden.
  • Obwohl bekannt ist, daß Salze aus wäßrigen Lösungen durch Kationen- und Amonenaustauscher entfernt werden können, konnte -nicht vorhergesehen werden, daß die Entfernung der Salze aus sauren Kieselsäurehydroorganosolen auf diese Weise in Gegenwart einer organischen Flüssigkeit - bei der Neigung solcher Sole, unter verhältnismäßig geringer p11-Erhöhung schnell zu gelieren, und ferner der Neigung der Kieselsäure, in solchen Solen von Anionenaustauscherharzen .adsorbiert zu werden - erreicht werden würde. Die Erfindung schlägt ein Verfahren vor, um Salze aus solchen. Solen unter Vermeidung der Gelierung des Söls und-unter Verminderung der Adsorption kolloidaler Kieselsäure durch den Anionenaustauscher.auf ein Mindestmaß zu entfernen.
  • Die hier als Ausgangsstoffe verwendeten Kieselsäurehydroorganosole können nach den Verfahren der obigen USA.-Patentschriften hergestellt werden. Diese Verfahren sehen zunächst die Herstellung eines sauren Kieselsäurehydrosols mit einem p1 'zwischen 1,8 und 4,5 vor, indem ein wasserlösliches Alkalisilicat, z. B. Natriumsilicat, mit einer Mineralsäure; z. B. Schwefelsäure, in geeigneter Menge angesäuert und darauf ein mit Wasser mischbares organisches Lösungsmittel, wie Äthanol, zur Ausfällung des durch die Reaktion von Silicat und Säure gebildeten Salzes zugegeben wird, wobei .das Söl zum Ausfällen weiterer Mengen Salz abgekühlt werden kann. Das Salz wird dann voll dem Spl durch Filtrieren, Zentrifugieren od., dgl. abgetrennt. Diese . Sole enthalten noch mindestens 0,1 Gewichtsprozent an Salz, was für gewisse Verwendungszwecke der Sole, so z. B. bei der Herstellung von Filmen und ebenso bei der Herstellung von Aerogelen, die frei oder praktiseh frei von Elektrolyten sein müssen, unbefriedigend ist. Der maximale Salzgehalt der Sole liegt unter normalen Umständen bei etwa 5 Gewichtsprozent.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Ausgangs-Kieselsäurehydroorganosole durch Umsetzen einer wäßrigen Lösung von Natriumsilicat mit wäßriger H2 S O4 bei 0 bis 15°C und in solchen Mengenanteilen und Konzentrationen hergestellt, daß ein saures Kieselsäurehydroso1 mit einem pH-Wert von etwa 2 bis 4 entsteht, das Natriumsulfat und etwa 12 bis 20 Gewichtsprozent Si 02 als Kieselsäure enthält. Die Hydrosole, die einen Kieselsäuregehalt über 17 Gewichtsprozent haben, müssen im allgemeinen bei 0 bis 5° C gehalten -werden, um rasche Gelbildung zu vermeiden.
  • Das so erhaltene Kieselsäurehydrosol wird bei 0 bis 1-5° C gehalten und mit einer mit Wasser mischbaren organischen Flüssigkeit, wie Äthanol, unter Bildung eines Kieselsäurehydroorganosols vermischt, das etwa 25 bis. 60 Gewichtsprozent der organischen Flüssigkeit und etwa 4 bis 11 Gewichtsprozent S'02 als Kieselsäure enthält. Das Natriumsulfat ist in dem obigen Sol praktisch unlöslich und wird somit in beträchtlicher Menge ausgefällt. Bei Entfernung des Nag S 04 durch Zentrifugieren, Filtrieren od. dgl. wird ein Sol erhalten, das etwa 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent Nag S 04 enthält, je nach der Konzentration der organischen Flüssigkeit in dem Sol und der Temperatur des Sols.
  • Die verwendete, mit Wasser mischbare Flüssigkeit kann bei Atmosphärendruck einen Siedepunkt unterhalb oder oberhalb von dem des Wassers haben, wenn das Sol z. B. zur Behandlung von Textilien oder Papier verwendet werden soll. So können z. B. die hähersiedenden, mit Wasser mischbaren Flüssigkeiten, -wie Diäthylenglyko1, Äthylenglykol, 2-Äthoxyäthanol, Methoxyäthanol, 2-Butoxyäthanol, der Monomethyläther von Diäthylenglykol, der Monoäthyläther von Diäthylenglykol oder der Monobutylätlher von Diäthylenglykol od. dgl., in solchen Fällen verwendet werden. Wenn jedoch die Sole zur Herstellung von Aerogelen verwendet werden sollen, ist es empfehlensyvert, mit Wasser mischbare organische Flüssigkeiten, vorzugsweise solche, die aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen bestehen, zu verwenden, die einen Siedepunkt unter dem des Wassers bei Atmosphärendruck 'haben. Als Beispiele für solche Flüssigkeiten seien Methanol, Äthanol, Isopropanol, tert.-Butylalkohol, Aceton od: dgl. genannt. Die bevorzugten organischen Flüssigkeiten oder Verdünnungsmittel sind Äthanol und Aceton.
  • Erfindungsgemäß wird nun das restliche oder gelöste Salz aus den oben beschriebenen Kieselsäurehydroarganosolen entfernt, indem man bei einer Temperatur unter 15' -C ein saures Kieselsäurehydroörganosol, das Kieselsäure, Wasser, eine mit Wasser ,mischbare organische Flüssigkeit, eine Mineralsäure -in einer- Menge, die einen p,1-Wert von 1,8 bis 4,5 einsteht, und ein Alkali enthält, mit der Wasserstoffform eines in Wasser unlöslichen, starken Kationen--austauschezs und einem mit einer flüchtigen organischen Säure beladenen wasserunlöslichen-schwachen' Anionenaustauscher, der eine Vielzahl von:salz-bilden-'den S.tiekstoffatömen enthält, in Berührung bringt, bis .das Hydroorganosöl praktisch frei von dem genannten, .zuerst erwähnten Salz ist, wobei das Sol mit den "genannten Anionen-_und Katio-nenaustauschern. gleich ;zeitig oder.in jeder beliebigen.Reihedfolge in Beruh-@rung ,gebracht wird. Das entstandene Sol enthält weniger als 0,01 Gewichtsprozent an Salz und enthält außerdem eine flüchtige organische Säure; die im Falle der Herstellung eines Aerogels bei Temperaturen nahe der kritischen Temperatur der flüssigen Phase des Sols ausgetrieben wird.
  • Die Reaktion zwischen den Metallkationen in dem Sol und dem Kationenaustauscher kann durch die folgende Gleichung wiedergegeben werden: M+ -1-- H R --> M R -f- H+, in der M+ ein Metallkation und R der wasserunlösliche Anteil des Kationenaustauschers ist. Der Kationenaustauscher wird also in der Wasserstofform verwendet- Sobald er erschöpft ist, wird er durch Behandlung mit einer Säure, z. B. H2 S 04 oder H Cl, regeneriert. Der Kationenaustauscher muß ein »starker Kationenaustauscher« sein, also Metallkationen aus wäßrig-organischen Lösungen beim p$ Wert 2 entfernen können. Beispiele für starke Kationenaustauscher sind wasserunlösliche phenolische Methylensulfonsäureharze, die z. B. durch Umsetzen von Phenol, Formaldehyd und H2 S O4 oder einem Alkali.sulfit erhalten werden; -wasserunlösliche polymerisierte Vinylaromaten, die kernständige Sulfonsäure- oder Schwefelsäuregruppen an aliphatischen Teilen der Polymeren enthalten, u. dgl. Im allgemeinen sind die Kationenaustauscher, die eine Titrationskurve haben, wie sie in Fig. 1, S. 88, der »Analytical Chemistry«, Bd. 21 (1949), gezeigt wird, gut geeignet.
  • Die Reaktion zwischen den Mineralsäureanionen im Sol und der flüchtigen organischen Säureform des schwachen Anionenaustauschers kann durch die folgende Gleichung -wiedergegeben ---.erden: A-+R1(NH2)x' P --> Rz-(NH2)x'A+P-@ in der A- das Anion der Mineralsäure, z. B. Cl-, SO 4 - oder P04---, R1 - (N H2) x der wasserunlösliche Teil eines Anionenaustauschers und P eine flüchtige organische Säure, z. B. Ameisen- oder Essigsäure, ist. Die Gleichung erläutert den Austausch eines Mineralsäureanions in dem Hydroorganosol gegen ein flüchtiges organisches Säureanion durch Verwendung des Salzes einer flüchtigen organischen .Säure mit einem schwachbasischen Anionenaustauscher, der eine Vielzahl von salzbildenden Stickstoffatomen, z. B. Aminogruppen oder Iminogruppen, enthält. Der Anionenaustauscher muß in Farm eines »Salzes eines schwadhbasischen Anionenaustauschers mit einer flüchtigen organischen Säure« vorliegen, womit ein Material gemeint ist, das leicht Mineralsäureanionen aus einer wäßrig-organischen Lösung bei einem verhältnismäßigniedrigenpH Wert entfernt, .das aber solche Anionen-nur langsam entfernt, wenn der pH-Wert sich 7,0 nähert. Starke Anionenaustauscher können nicht verwendet werden, da sie Kieselsäure ebenso gut wie Mineralsäureanionen aus dem Sol absorbieren. Die- Basenformen einiger schwacher Anionenaustauscher, die untersucht worden sind, - sind für einen großtechnischen Einsatz .nieiht geeignet wegen der Schwierigkeit, die sich durch -die Gelierung des Sols auf Grund seines verhältnismäßig -hohen p$ Wertes bei Verwendung solcher-. Anionenäustauscher ergibt. Durch Verwendung der mit einer _flüchtigen organischen Säure bereiteten Form -eines schwachen Anionenaustauschers 'st es möglich, -die geeigneten p_ Werte - in dem 'S.ol zu erhalten, und das entstandene Sol -ist für weitere -Operationen, wie .Abpumpen, -zeitweilize Aufbewahrunz u..d--l- hin-,reichend -flüssig. Beispiele für hier zu verwendende schwache Anionenaustauscher sind die Salze mit flüchtigen organischen Säuren von schwachen Anionenaustauschern, z. B. von wasserunlöslichen Mischpolymerisaten von Styrol und Divinylbenzol, die kernständige Aminogruppen oder Polyalkylamingruppen enthalten, wasserunlösliche polymerisierte Kondensationsprodukte aus einem aromatischen Amin, z. B. m-Phenylendiamin, und Formaldehyd und wasserunlösliche polymerisierte Reaktionsprodukte von einem Polyamin, z. B. Äthylendiamin, Diäthylentriamin u. dgl., mit Phenol und Formaldehyd. Im allgemeinen sind geeignete schwache Anionenaustauscher solche, die eine Titrationskurve wie die von Fig. 6, S. 8 der »Encyclopedia of Chemical Technology«, Bd.8 (1952), herausgegeben von der Interscience Encyclopedia, Inc. New York, haben. Solche Stoffe enthalten eine Vielzahl von -N H2-, - N H R-oter -NR.- Gruppen, wobei R einen aliphatischen Rest bedeutet. Die flüchtigen organischen Säuren, die zur Umwandlung solcher Materialien in die Salzform dienen, sind Ameisen-, Essig-, Propionsäure u. dgl.
  • Wenn der Anionenaustauscher erschöpft ist, kann er - z. B. durch Behandlung mit Ammoniak -regeneriert und dann durch Behandlung mit einer flüchtigen organischen Säure der beschriebenen Art in die Salzform der schwachen Säure übergeführt werden.
  • Bei der Durchführung der Verfahren dieser Erfindung ist es wichtig, daß der pH-Wert des Hydroorganosols während des Kationen- und Anionenaustauschs in dem Sol überwacht wird, um ein Gelieren des Sols zu vermeiden und um die Kationen und Anionen wirksam und so vollständig wie möglich zu entfernen. Die in dem Sol während des Kationenaustausches und des Anionenersatzes herrschenden p11-Bedingungen schwanken etwas mit der Reihenfolge, in der die Kationen- und Anionenaustau.sche-r verwendet werden bzw. bei denen gleichzeitiger Anwendung. Wenn das Ausgangshydroorganosol mit dem Anion enaustauscher und dann mit dem Kationenaustauscher in Berührung gebracht wird, steigt der pH Wert des Ausgangssols währond der Berührung mit dem Anionenaustauscher auf etwa 4,4 bis 4,8. Dieser PH-Wert wäre normalerweise zu hoch wegen der Gefahr der Gelierung, aber weil das Mineralsäureanion in dem Sol gegen das Anion der flüchtigen organischen Säure ausgetauscht wird, ist das erhaltene Sol stabiler und geliert nicht so schnell wie Sole, die Mineralsäureanionen enthalten. Tatsächlich hat dieses Sol eine Beständigkeit von einer Stunde oder mehr bei .einer Temperatur unter 15° C und ist somit hinreichend fließfähig, um mit dem Kationenaustauscher vor der Gelierung in Berührung gebracht zu werden. Das anschließende Inberührüngbringen` des Soli mit dem Kationenaüstauscher setzt den pH-Wert des Sols mit der Entfernung der Metallkationen so weit herab, daß er unter 4 und gewöhnlich zwischen etwa 1,8 und 3,3 liegt. Das bedeutet einen großen Vorteil, weil der Kationetiaustauscher anfänglich bei dem höheren pH-Wert des Sols angewendet wird; was eine wirksamere Entfernung der Metallkationen als .in dem Falle 'bewirkt, wo der Kationenaustaus,cher anfänglich mit einem Sol von geringerem p$ Wert umgesetzt wird: Obwohl dieses Verfahren die anfängliche Bildung. eines S-ols mit einem relativ hohen pÄ Wert und dadurch die Gefahr einer schnellen Gelierung in sich birgt, werden sowohl der .Anionen-#als auch der Kationenaustauscher bei einem ztir Umsetzung günstigen pg=Wert verwendet: - Nach dem obigen Verfahren kann das Sol direkt ohne weitere Verarbeitung für bestimmte Zwecke verwendet werden. Wenn das Sol bei Tei.iperaturen bis zu etwa 140° C getrocknet wird, ist das verbleibende Kieselsäwreanhy drill praktisch elelctrolytfrei, weil die flüchtige organische Säure ausgetrieben wird.
  • Wenn das Ausgangshydroorganosol zunächst mit dem Kationenaustauscher in Berührung gebracht wird, verursacht die Entfernung der Metallkationen. daraus ein Absinken des pH-Wertes bis etwa 1,8 'bis 2,0. Bei diesen pH-Werten ist das Sol ziemlich -.d. 1i. etwa 1 Woche oder länger bei Temperaturen unter 15° C - beständig. Es besteht deshalb kaum eine Gefahr der Gelierung. Jedoch erfolgt bei diesen tiefen pH-Werten die Entfernung der letzten Spuren von Metallkationen verhältnismäßig langsam, und der Kationenauistausch'er arbeitet nicht mit größter Wixksamkeit. Wann das entstandene Sol mit dem Anionenaustauscher in Berührung gebracht wird, steigt der pH-Wert des Sols mit der Entfernung der Mineralsäureanionen aus dem Sol durch den Anionenaustauscher an. Das Sol soll jedoch von dem Anionenaustausc'her abgetrennt werden, bevor das pff den Wert 4,0 überschreitet, weil andernfalls das Sol verhältnismäßig unstabil ist und selbst bei tiefen Temperaturen ziemlich rasch geliert.
  • Das Au.sgarngshydroorganosol kann ferner mit einem Gemisch des Kationen- und Anionenaustauschers in Berührung gebracht werden, bis alle oder praktisch alle Ionen des Salzes in dem Sol durch die Austauscher entfernt worden sind. Bei der Durchführung dieses Verfahrens liegt der pH-Wert des Sols im allgemeinen im Bereich von etwa 2,5 bis 4,0, und die Berührung wird so lange fortgesetzt; bis das Sol wenigor als 0,01 Gewichtsprozent des Salzes enthält. Bei dieser Ausführung der Erfindung wird das Ausgangshydroorganosol vorzugsweise aufwärts oder abwärts durch ein Mischbett des Anionen und Kationenaustauschers geschickt, wobei dieFließgesch-v##indi.gkeit so geregelt wird; daß der pH Wert des abfließenden Sols zwischen 2,5 und 4,0, bevorzugt aber zwischen 3,5 und 4,0, gehaalben wird, um beide Austauscher am besten wirksam werden zu lassen: Auf diese Weise wird der Salzgehalt des Ausgangssols so weit herabgesetzt; daß er weniger als 0,01 Gewichtsprozent des Sols ausmacht.
  • Wenn das Mischbett erschöpft ist, kann es regeneriert werden, indem zunächst der Anionen- und der Kationenaustauscher voneinander getrennt werden. Das kann durch hydraulische Trennung geschehen, die sich dile Unterschiede in den Dichten beider Materialien nutzbar macht. Nach der Trennung des A-nionen-und Kationenaustauschers voneinander -können diese, wie oben-beschrieben, einzeln regeneriert und wieder zu weiterer Behandlung des Ausgangshydroorganosols vermischt werden. .
  • Unabhängig von der Reihenfolge der Austäuscher, die zum Umsatz mit dern Ausgangssod gewählt wird, wird es vorgezogen, das Sol durch ein. Bett -des Anionenaustauschers und ein Bett -des @Kationenaustauschers oder ein 'Mischbett beider Austausche zu schicken, um das Salz aus dem Sol zu',entfernen. -Das Durchfließen des Bettes des Austauschers kann abwärts oder aufwärts gesahdhen. Am einfachsten läßt man das Sol auf Grund der -Schwerkraft abwärts durch das Bett .der Austauscher fließen; .aber dies ist nicht notwendigerweise das-wirksamste Verfahren. In jedem Fall wird .es vorgezogen, vor:..dem Durchschicken der Au@sgangs,soJe durch das--Aus-tauscherbett irgendwelche 'Festbestandtei.le, z. B. Gelteilchen. oder andere Teilehen von mehr als kolloider Größe, aus dem Sol zu entfernen. Das kann durch Filtrieren oder Zentrifugneren od. dgl. geschehen; am besten wird das Sol durch ein Sandfilter geschickt.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert. Teile und Prozentzah `len sind, wenn nicht anders bemerkt, in Gewichtseinheiten angegeben.
  • Beispiel 1 7,51 eines sauren Kies@elsäure-Äthanol-Hydrosols mit einer Temperatur von 5° C und einem Gehalt an kolloider Kieselsäure von 9,7%; einem Natriumsulfatgehalt von 0,3%, einem Äthanolgehalt von 50%, einem Wassergehalt von 40% und so viel freier Schwefelsäure, daß der pH-Wert bei etwa 2,6 lag, wurden zunächst durch ein Sandfilter filtriert und dann auf Grund der Schwere abwärts durch eine 140-ccm-Säule der Wasserstofform von wasserunlöslichen Kügelchen eines MisChpolymerisats aus Styrol und Divinylbenzol, das kornständige Sulfonsäu.regruppen enthält, in einer Menge von annähernd 10 ccm j e Minute geschickt. Das Kationenaustauschmischpalymerisat hatte eine Kapazität von 4,25 mval/g. Der pH-Wert des Äthanol-Hydrosols wurde durch diese Behandlung auf etwa 2,0 erniedrigt, und das abfließende Soll war praktisch frei von Natrium- und Eisenionen, was daraus ersichtlich war, daß es eine zu vernachlässigende Flammenfärbung für Natrium und eine sehr schwache Färbung einer sauren Rhodanidlösung ergab, wenn diese in einen Teil des abfließenden Sols getropft wurde.
  • 3,751 des von dem Kationenaustauschharz abgetropften Sols wurden in einen Glasbehälter gebracht und kräftig umgerührt, während insgesamt 220g des. ameisensauren Salzes von »Amberlite IR-45« (schwacher Anionenaustausdher, der aus einem wasserunlöslichen Styrol-Divinylbcnzol-Misdhpolymerisat mit einer Vielzahl von Polyalkylamingruppen besteht) , der eine Kapazität von 6,0 mval/.g hatte, zugefügt wurden. Sobald der pH-Wert des Sols den Wert 3,7 erreicht hatte, wurde das Rühren unterbrochen und der Anionenaustauscher schnell von dem Sol durch Filtrieren durch ein Sieb mit 525 Maschen je qcm abgetrennt. Das entstandene Sol lieferte keinen sichtbaren .Niederschlag, wenn ein Teil davon mit Bariumchlori:dlösung geprüft wurde, und enthielt weniger als 0,01 Gewichtsprozent Natriumsulfat. Die Menge der von dem Anionenaustauscher absorbierten Kieselsäure war zu vernachlässigen.
  • Beispiel 2 9,751 eines sauren Kieselsäure-Äthanol-Hydrosols mit einer Temperatur von 10° C und einem Gehalt an kolloider Kieselsäure von 9,70/0. einem Natriumsulfatgehalt von 0,3.% und einem Äthanoilgc'halt von 50°/o, einem Wassergehalt von 401/o und so viel freier Schwefelsäure, daß der pH-Wert bei etwa 3,0 lag, wurden zunächst durch ein Sandfilter filtriert und dann auf Grund der Schwere abwärts durch eine Säule von 17 mm Durehmess,er und 610 mm Höhe von Kügelch,ai der Wasserstofform des Kationenaus.tauscherharzes Amberlite IR-120, das aus einem wasserurilösl.ic'hen Imlischpolymerisat von Styrol und Divinylbenzol mit einer Vielzahl von kernständigen Sulfonsäuregruppen und einer Kapazität von 4,20 mval/g besteht, in einer Menge von 15 ccin je Minute geschickt. Das vorn dem Kationernaustauscherharz abfließende Sol wurde bis zur Erreichung eines pH-Werrtm von 2 aufgefangen. Ein Teil des abgeflossenen Sols-wurde untersuchet und ergab in der Flamme zu vernachlässigende Mengen Natrium; es wurde ferner durch Zusatz einer sauren Rhodani.dlösung geprüft und ergab dabei eine sehr geringe Färbung und damit eine zu veirnachlässigende Menge Eisen.
  • Der Rest des abgeflossenen Sols wurde daraufhin abwärts durch eine Säule von 17 mm Durchmesser und 610 mm Höhe aus Kügelchen des ameisensauren Salzes von (obenerwähntem) »Amberlite IR-45« (Kapazität 6,0 mval/,g) in einer Menge von 15 ccm je Minute geschickt. Der pH-Wert des von dem Anionenaustausdherhairz abfließenden Sols war etwa 3,8, und seine spezifische Lautfähigkeit betrug 3 . 10-5 reziproke Ohm bei 25° C. Die Flammenfärbung zeigte zu vernachlässigende Mengen Natriumionen, und es wurden kein Niederschlag und kenne Trübung beobachtet, weinn ein Teil der abfließenden Lösung mit einer verdünnten wäßrigcn Bariumchloridlösung versetzt wurde. Die oben angegebene spezifische Leitfähigkeit entsprach einem Natriumsulfatgehalt von weniger als 0,01%. Beispiel 3 9,751 eines sauren Kieselsäure-Äthanol-Hydrosols mit einer Temperatur von 5° C und einem §ililciumdi'oxydgehalt von 9,4% als kolloidale Kieselsäure, einem Natriumsulfatgehalt von 0,60/0, einem Äthanolgehallt von 45%, einem Wassergehalt von 45% und so viel freier Schwefelsäure, daß der pH-Wert bei etwa 2,3 lag, wurden zuerst durch ein Sandfilter filtriert und dann auf Grund der Schwere abwärts durch eine Säule von 17 mm Durchmesser und 1.220 mm Höhe aus einem gründlich vermischten Bett von Teilchen geschickt, die gleiche Kapazitäten der Wasserstofform des Kationenaustauschers »Amberlite IR-120« und des Essigsäuresalzes von »Amberlite IR-45« :enthielten:. Die Fli.eßgeschwindi.gleieit des Ausgarngs,sols durch, die Säule wurde so geregelt, daß ein ablaufendes Sol mit einem pH zwischen 3,5 und 4,0 erhalten wurde. Dieses abfließende Sol enthielt wenige als 0,01'% Natriumsulfat und «rar bei 5° C etwa 24 Stunden lang stabil, währeaid welcher Zeit es ohne merkliche Änderung der Viskosität abgepumpt oder gelagert werden konnte. Beispiel 4 Ein saures Kieselsäure-Äthanol-Hydrosol wurde durch allmähiicihes Zufügen von 630g einer wäßrigen Lösung, die 201/o Natriumsilicat mit einem Nag O : Si H2 Verhältnis von 3,2 : 1 enthielt, unter kräftigem Rühren zu 176g einer wäßrigen Lösung, die 34,61/o H2 S 04 enthielt, hergestellt. Sobald der pH-Wert der Mischung 2,5 erreicht hatte, wurde die Zugabe der Natriumsilicatlösung abgebrochen und nach und nach so viel Äthanol zugefügt, daß dieses 501/o des erhaltenen Sols ausmachte. Alle genannten Bestandteile befanden sich in Glasbehältern, die bis zum Augenblick, des Vermischens in einem Eisbad standen. Das erhaltene Sol -hatte eine Temperatur von 6° C, und die bei. der Zugabe des Äthanols ausgefallenen Natriumsulfatkristalle werden von dem Sol bei 6° C äbfiltriert. Der Natriumsulfatgehalt dieses Kieselsäu.re-Äthanol-Hydrosol:s betrug 0,121/o.
  • Das obige K ieselsäure-Äthanal-Hydrosol wurde in einer Menge von 4 ccm j e Minute auf Grund der Schwere abwärts durch eine Säule fließen gelassen, die 1 cm Durchmesser und 28 cm Höhe hatte und Teilchen des ameisensauren Salzes von »Amberlifie IR-45« enthielt. Der PH-Wert des von dieser Säule ablaufenden Sols betrug etwa 4,6, und der spezifische Widerstand war 2500 Ohm. Eine Probe von 2 ccm des ablaufenden Sols ergab mit einem Tropfen einer lmolaren wäßrigen Bäriumchloridlösung keine Trübung, wodurch die wirksame Entfernung der Sttlfat-Ionen angezeigt wurde.
  • Das von der Anion:enaustauschersäule abfließende Sol befand sich im Zustand rascher Gelierfähigkei:t und wurde deswegen sofort abwärts durch die Säule geschickt, die 1 ,cm Durchmesser und 28 cm Höhe hatte und aus Teilchen der Wasserstofform von »Dowe--,;, 50«, einem starken K2tionenaust@auseherharz, bestand, das aus einem Misohpolymeris.at von Styroi und Divirtylbenzol mit einer Vielzahl von kernständigen Sulfonsäuregruppen und einer Kapazität von 4,25 mval/g bestecht. Die Fließgeschwindigkeit des Sols durch das Kationenaustauscherbett betrug 4 ccm je Minute, und das von dem Bett ablaufende Sol hatte einen pH-Wert von etwa 3,0 und einen spezifischen Widerstand von 6600 Ohm, entsprechend einem Natriumsulfatgelhalt unter 0,01%. Dieses ablaufende Sol zeigte in der Flamme eine zu vernachlässigende Gelbfärbung, die die praktisch vollständige Entfernung des @Tatrium-Ions anzeigte. Beispiel s Es wurden Versuche, wie in den Beispielen 1 und 4 beschrieben, durchgeführt, nur enthielten die (sonst gleichen) Ausgangssole Aceton an Stelle von Alkohol. Die sauren Ki,eselsäure-Aceton-Hvdrosole enthielten nach der Behandlung mit den Anionen- und Kationenaustauscherfiarzen weniger als 0,01% Nag S04.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von sauren Kieselsättrehydroorganosolen mit außerordentlich geringem Salzgehalt, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einer Temperatur unter 15° C ein saures Kieselsäurehydroorganasol, das Kieselsäure, Wasser, eine mit Wasser mischbare organische Flüssigkeit, eine Mineralsäure in einer Menge, die einen PH-Wert von 1,8 bis 4,5 einstellt, und ein Alkali enthält, mit der Wasserstofform eines in Wasser unlöslichen, starken Kationünaustauschers und einem mit einer flüchtigen organischen Säure beladenen wasserunlöslichen schwachen Anionenaustauscher, der eine Vielzahl von salzbildenden Stickstoffatomen enthält, in Berührung bringt, bis das Hydroorganosol praktisch frei von dem genannten, zuerst erwähnten Salz ist, wobei das Sol mit den genannten Anionen- und Kationenaustauschern gleichzeitig oder in jeder beliebigen Rei,henfo.lge in. Berührung gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die organische Flüssigkeit Äthanol oder Aceton und das genannte, zuerst erwähnte Salz Na, S 04 ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das saure Kieselsäurehydroorganosal Natriumsulfat, etwa 4 bis 11 Gewichtsprozent Kieselsäure, etwa 25 bis 60 Gewichtsprozent einer mit Wasser mischbaren organischen Flüssigkeit, Wasser und eine hinreichende Menge Schwefelsäure enthält, um eiirren pH-Wert zwischen 2 und 4 zu erzeugen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzei-chnet, daß bei einer Temperatur unter 15° C ein saures Kieselsäurehydroorganosol, welches etwa 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent Natriumsulfat, etwa 4 bis 11 Gewichtsprozent S" 02 als Kieselsäure, etwa 25 biss 60 Gewichtsprozent einer mit Wasser mischbaren organischen Flüssigkeit mit einem Siedepunkt unter dem des Wassers bei Atmosphürendruck, die aus Sauerstoff-, Wasserstoff- und Kohlenstoffatomen besteht, enthält und dessen Rest praktisch aus Wasser und Schwefelsäure in solcher Menge besteht, daß sein pH-Wert zwischen 2 und 4 liegt, mit der Wasserstofform eines wasserunlöslichen, starken Kationenaustatraehers zwecks Entfernung praktisch aller Natri.um-Ionen des Natriumsulfats aus dem Sol in Berührung gebracht wird, wobei ein Hydroorganosol mit einem pH-Wert zwischen 1,8 und 3,3 entsteht, und daß das erhaltene Sol danach bei einer Temperatur unter 15° C mit einem mit einer flüchtigen organischen Säure beladenen wasserunlöslichen schwachen Anionenaustauscher, der eine Vie4zah d von salzbildenden Stickstoffatomen enthält, in Berührung gebracht wird, um praktisch alle Sulfat-Ionen in dem Sol durch Anionen der genannten flüchtigen organischen Säure zu ersetzen, wobei ein Hydroorganosol erhalten wird, dessen pH-Wert zwischen etwa 3,3 und 4,0 liegt und das praktisch frei von Natriumsulfat und anderen anorganischen Salzen ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei, einer Temperatur unter 15° C ein saures Kieselsäurehydroorganosoil, das etwa 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent Natriumsulfat, etwa 4 bis 11 Gewichtsprozent Kieseläure, etwa 25 bis 60 Gewichtsprozent einer mit Wasser mischbaren organischem Flüssigkeit mit einem Siedepunkt unter dem des Wassers bei Atmosphärendruck, die aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen besteht, enthält und dessen Rest praktisch aus Wasser und Schwefelsäure in solcher Menge besteht, daß sein pH-Wert zwischen 2 und 4 liegt, mit einem mit einer flüchtigen organischen Säure beladenen wasserunlöslichen schwachen Anionenaustauscher, der eine Vielzahl von salzbildenden Stickstoffatomen enthält, in Berührung gebracht wird, bis praktisch alle Sulfat-Ionen in dem genannten Sol gegen Anionien der genannten, flüchtigen organischen Säure ausgetauscht worden sind, wobei der pH-Wert des genannten Sols auf etwa 4,4 bis 4,8 ansteigt, und daß danach das genannte Sol bei einer Temperatur unter 15° C und ehe noch beträchtliche Änderung derViskosität erfolgt, mit der Wasserstofform eines wass ierundöslichen starken Kationenaustausdhers in Berührung gebracht. wird, bis praktisch alle Natrium- und anderen Metallionen aus dem genannten Sod durch den Kationenaustauscheir entfernt worden sind, wobei der pH-Wert des Sols auf etwa 2 bis 3.3 absinkt, und das Sol praktisch frei von Natriumsulfat und anderen anorganischen Salzen ist.
  6. 6. Verfahren nach jedem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die flüchtige organische Säure, mit der der Anionenaustauscher die Salzform bildet, Essig- oder Ameisensäure ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 701245.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2009147025A3 (de) * 2008-06-04 2010-10-21 Basf Se Verfahren zur herstellung von organosolen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB701245A (en) * 1951-11-17 1953-12-23 Du Pont Process for producing stable silica sols

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