DE1047842B - Impulsumformer zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen konstanter Spannungszeitflaeche aus unterschiedlichen Eingangsimpulsen - Google Patents
Impulsumformer zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen konstanter Spannungszeitflaeche aus unterschiedlichen EingangsimpulsenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen Impulsumformer,
der es ermöglicht, Eingangsimpulse beliebigen zeitlichen Verlaufes in einheitliche Ausgangsimpulse
umzuformen. Um beispielsweise in Zählstromkreisen eine Messung der Zahl der Emgangi.impulse zu erhalten,
ist es vorteilhaft, wenn diese Impulse eine konstante Spannungszeitfläche haben.
Derartige Impulsumformer sind für nachrichtentechnische Zwecke bekanntgeworden Dabei wird mit
einem Kondensatorkreis gearbeitet, dessen Umladeverhalten den Ausgangsimpuls bestimmt. Beispielsweise
hat man mit dem Güterstrom einer vom Eingangsimpuls übersteuerten Röhre einen Kondensator
aufgeladen, dessen Spannung nach dem Ende des Eingangsimpulses die Röhre gesperrt hält und über eine
weitere Röhre den Ausgangsimpuls erzeugt. Während der Abgabe des Ausgangsimpulses kehrt die Schaltung
durch Kondensatorentladung in den ursprünglichen Zustand zurück.
Die bekannten Impulsumformer haben den wesentlichen Nachteil, daß der Beginn des Ausgangsimpulses
im wesentlichen mit dem Ende des Eingangsimpulses zusammenfällt. Bei nicht extrem kurzen Eingangsimpulsen entstehen daher merkliche Verzögerungen
des Ausgangsimpulses und damit des weiteren Steuerungsablaufs. Ferner ist es mit den bekannten Einrichtungen
nicht möglich, lange Ausgangsimpulse zu erzielen, da die Zeitkonstante des Kondensatorkreises
praktisch nicht üher einen relativ kleinen Grenzwert erhöht werden kann» abgesehen davon, daß dadurch
der Beginn des Ausgangsimpulses noch weiter verzögert würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Impulsumformer zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen
konstanter Spannungszeitfläche aus unterschiedlichen Eingangsimpulsen zu schaffen, der geeignet ist,
sehr lange Ausgangsimpulse zu erzeugen» deren Beginn mit dem Beginn des Eingangsimpulses zusammenfällt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Magnetkern mit annähernd rechteckiger
Hystereseschleife vorhanden ist, auf dem sich eine Erregerwicklung, eine Haltewicklung und eine Rückmagnetisierungswickhmg
befinden, daß ferner ein elektronischer Schalter vorhanden ist, der bei Eintreffen eines Eingangsimpulses den Erregerstrom einschaltet, der den Magnetkern von dem ersten Sättigungszustand
in den. zweiten Sättigungszustand umrnagnetisiert, daß die Haltewicklung mit dem elektronischen
Schalter derart gekoppelt ist, daß die Spannung, die in ihr durch den bei der Ummagnetisierung
des Kernes sich ändernden Fluß induziert wird, den. elektronischen Schalter auch nach dem Verschwinden
des Eingangsimpulses so lange im leitenden Zustand hält, bis die Ummagnetisierung des Kernes beendet
Impulsumformer
zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen
zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen
konstanter Spannungszeitßäche
aus unterschiedlichen Eingangsimpulsen
aus unterschiedlichen Eingangsimpulsen
Anmelder:
Westinghouse Electric Corporation,
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. P. Ohrt, Patentanwalt,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 8. Juni 1954
V. St. v. Amerika vom 8. Juni 1954
George F. Pittman jun., Richard Q. Decker,
Pittsburgh, Pa.,
und Richard L. Bright, Adamsburg, Pa. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
ist, daß die Rückrnagnetisierttngswicklung von einem
konstanten Gleichstrom derart durchflossen ist, daß zwar der durch die Wicklung fließende Erregerstrom
den Kern in den zweiten Sättigungszustand ummagnetisieren
kann, aber nach Abschalten des Erregerstromes durch die Wicklung der Kern wieder im den
ersten Sättigungszustand rückmagnetisiert wird, und daß im Ausgangskreis nichtlineare Schaltelemente vorgesehen
sind, die derart wirken, daß die in einer Ausgangswicklung
induzierten Ausgaragsimpulse nur während der Ummagnetisierung des Kernes von dem
ersten in den zweiten Sättigungszustand mit konstanter Spannungszeitfläche abgenommen; werden können.
Die Spannungszeitfläche der Ausgangsimpulse wird also· von der konstanten Spaimungszeitfläche bestimmt,
die zur völligen Ummagnetisierung des Kernes erforderlich ist, und ist vom Eingangsimpuls unabhängig,
der nur zum Anstoß des Impitlsformers dient.
Zwischen den Eingangsimpulsen müssen so große
Pausen liegen, daß die selbsttätige Rückmagnetisie-
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3 4
rung des Kernes gewährleistet ist. Die Dauer der induzierten Spannungsimpulse von dem Verbraucher
Eingangsimpulse bleibt jedoch ohne Einfluß auf den 12 ferngehalten werden. Der Transistor 38 ist eben-
Ausgangsimpuls. falls als Schalttransistor ausgebildet und besitzt eine
An Hand der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Aus- Emitterelektrode 40, eine Kollektorelektrode 42 und
führungsbeispiele sei die Erfindung näher erläutert. 5 eine Basiselektrode 44. Die Steuerung dieses Tran-
Fig. 1 zeigt einen Impulsumfoirmer 10, welcher einen sistors erfolgt durch eine zusätzliche Steuerwick-
Verbraucher 12 mit Ausgangsimpulsen konstanter lung 36.
Spannungszeitfläche speist. Diese Ausgangsimpulse Solange ein Strom von der Spannungsquelle 20
sind abhängig von den den Eingangsklemmen 14 und durch die Hauptwicklung 18 fließt, wird in der Ver-14'
zugeführten Eingangsimpulsen beliebigen zeit- io braucherwicklung 34 eine Spannung induziert, die
liehen Verlaufes. Der Impulsumformer enthält eine entsprechend der Magnetisierungsschleife des Eisen-Induktivität
mit einem Eisenkern 16, der in Abhängig- kernes 16 einen rechteckförmigen Verlauf zeigt. Die
keit von den den Eingangsklemmen 14 und 14' züge- Amplitude der in der Wicklung 34 induzierten Ausführten
Eingangsimpulsen in einer Richtung bis zur gangsimpulse ist abhängig von der Größe der Span-Sättigung
magnetisiert wird. Diese Magnetisierungs- 15 nung, die von der Spannungsquelle 20 erzeugt wird,
richtung sei im folgenden mit positiv bezeichnet. So- und dem Windungsverhältnis zwischen der Hauptbald
die positive Sättigung erreicht ist, wird der wicklung 18 und der Verbraucherwicklung 34. Anderer-Eisenkern
durch besondere Mittel ummagnetisdert, bis seits ist die Breite der erzeugten Ausgangsimpulse abdie
Sättigung in der anderen, der negativen Richtung hängig von der Höhe der von der Spannungsquelle
erreicht ist. Für den vorliegenden Zweck ist es vor- 20 20 erzeugten Spannung, der Charakteristik der Hauptteilhaft, für den Eisenkern ein Material mit weit- wicklung 18 und den Abmessungen des Eisenkernes 16.
gehend rechteckförmiger Magnetisierungsschleife zu Um den Eisenkern 16 nach Erreichen der positiven
verwenden. Zur Magnetisierung des Eisenkernes 16 in Sättigung bis zur negativen Sättigung umzumagnetipositiver
Richtung dient eine Hauptwicklung 18, die sieren, ist eine Rückmagnetisierungswicklung 48 vorüber
einen steuerbaren Halbleiterwiderstand, in die- 25 gesehen, welche ebenfalls an die Spannungsquelle 20
sem Fall einem Transistor 22, an eine Gleichspan- angeschlossen ist. Diese Rückmagnetisierungswicklung
nungsquelle 20 angeschlossen ist. Der Transistor 22 48 ist so ausgelegt, daß der durch sie fließende Strom
wird in Abhängigkeit von den Eingangsimpulsen ge- in dem Eisenkern 16 einen magnetischen Fluß erzeugt,
steuert und arbeitet in diesem Fall als Schalt- der demjenigen von der Hauptwicklung 18 erzeugten
transistor, d. h. entweder in vollständig geöffnetem 30 Fluß entgegengerichtet ist. Dabei ist jedoch dafür zu
oder in vollständig geschlossenem Zustand. Er enthält sorgen, daß der von der Wicklung 48 erzeugte magneeine
Emitterelektrode 24, eine Kollektorelektrode 26 tische Fluß kleiner ist als derjenige von der Wicklung
und eine Basiselektrode 28. 18 erzeugte. Zu dem Zweck kann die Rückmagneti-
Mit der Basis 28 des Transistors 22 ist der positive sierungswicklung mit einem Vorwiderstand 50 ver-PoI
einer Gleichspannungsquelle 30 verbunden, so daß 35 sehen sein, der so bemessen ist, da,8 bei geöffnetem
dieser Transistor im allgemeinen geschlossen ist. Liegt Transistor 22 der durch die Rückrnagnetisierungsnun
an den Eingangsklemmen 14 und 14' ein Impuls wicklung 48 fließende Strom klein ist im Verhältnis
der eingezeichneten Polarität, dessen Spannungs- zu dem durch die Hauptwicklung 18 fließenden Strom,
amplitude größer ist als die Spannung der Batterie Die Wirkungsweise des in Fig. 1 dargestellten
30, so wird der Emitter 24 positiv gegenüber der 40 Impulsumformers 10 ist folgende: Wenn ein Eingangs-Basis
28,, d. h., der Transistor 22 öffnet. Damit wird impuls mit einer in der Figur angegebenen Polarität
aber der Stromkreis von der Batterie 20 über die an den Eingangsklemmen 14 und 14' anlangt, wird
Hauptwicklung 18 und den Transistor 22 geschlossen, die Emitterelektrode 24 des Transistors 22 positiv
so daß der Eisenkern 16 beispielsweise in positiver gegenüber der Basiselektrode 28. Infolgedessen wird
Richtung magnetisiert werden kann. 45 der Transistor 22 geöffnet. Dadurch kann von der
Damit der Eisenkern 16 unabhängig von der Größe Spannungsquelle 20 durch die Haupcwicklung 18 ein
und Dauer des Eingangsimpulses bis zur positiven Strom fließen, der den Eisenkern 16 zur positiven
Sättigung magnetisiert wird, ist es erforderlich, daß Sättigung bringt. Gleichzeitig fließt aber auch ein
der Transistor 22 entsprechend lange geöffnet bleibt. Strom von der Spannungsquelle 20 durch die Rück-
Zu diesem Zweck ist eine Haltewicklung 32 vorge- 50 magnetisierungswicklung 48. Dieser Strom ist jedoch
sehen, in der von dem ansteigenden magnetischen Fluß durch den Strombegrenzungswiderstand 50 klein ge-
des Kernes 16 eine Spannung solcher Größe und gehalten, so daß der durch die Hauptwicklung 18 flie-
Polarität induziert wird, daß die Emitterelektrode 24 ßende Strom den Eisenkern 16 bis zur positiven Sätti-
auch nach dem Abklingen des Eingangsimpulses gegen- gung magnetisieren kann. Erst nach Sperrung des
über der Basiselektrode 28 positiv ist. 55 Stromes in der Hauptwicklung 18 treibt der ent-
Während der von der Spannungsquelle 20 durch sprechend bemessene Strom in der Rückmagneti-
die Hauptwicklung 18 fließende Strom den Eisenkern sierungswicklung 48 den Kern in die negative
16 in positiver Richtung bis zur Sättigung magnetd- Sättigung.
siert, d. h. während der Änderung des magnetischen Der durch die Hauptwicklung 18 fließende Strom
Flusses im Kern 16, wird in der Verbraucherwick- 60 induziert in der Steuerwicklung 32 eine Spannung
lung 34 ein Impuls erzeugt, welcher entsprechend der solcher Amplitudenhöhe und Polarität, daß der Tran-Magnetisierungsschleife
des Eisenkernes eine kon- sistor 22 in geöffnetem Zustand gehalten wird, bis stante Spannungszeitfläche besitzt. Dieser Ausgangs- der Eisenkern 16 in positiver Richtung gesättigt ist.
impuls wird über einen Transistor 38 dem Ver- Wie bereits oben beschrieben, induziert der durch
braucher 12 zugeführt. Der Transistor 38 hat die Auf- 65 die Hauptwicklung 18 fließende Strom eine Spannung
gäbe, nur solche Impulse dem Verbraucher 12 zuzu- in der Verbraucherwicklung 34. Diese Spannung ist
führen, die während der positiven Magnetisierung des während dieser Magnetisierungsphase von solcher
Eisenkernes 16 in der Wicklung 34 induziert werden, Polarität, daß die Emitterelektrode 40 des Transistors
während die beim Ummagnetisieren bis zur negativen 38 gegenüber der Kollektorelektrode 42 positiv wird.
Sättigung des Eisenkernes. 16 in der Wicklung 34 70 Außerdem induziert der durch die Hauptwicklung 1β
fließende Strom in der Haltewicklung 36 eine Spannung solcher Polarität, daß die Emitterelektrode 40
positiv wird gegenüber der Basiselektrode 44. Infolgedessen ist der Transistor 38 geöffnet, so daß von der
in der Verbraucherwicklung 34 induzierten Spannung ein Strom durch den Transistor 38 und den Verbraucher
12 fließen kann.
Sobald der Eisenkern 16 die positive Sättigung erreicht hat, wird die in der Steuerwicklung 32 induzierte
Spannung nahezu Null. Sie sinkt damit erheblich unter die Spannungshöhe der Stromquelle 30, so
daß die Basis 28 des Transistors 22 positiv wird gegenüber dem Emitter 24. Infolgedessen wird der
Transistor 22 geschlossen und der Stromkreis von der Spannungsquelle 20 durch die Hauptwicklung 18
unterbrochen. Es fließt also nunmehr nur noch ein Strom von der Spannungsquelle 20 durch die Rückmagnetisierungswicklung
48, so daß der Eisenkern 16 in negativer Richtung magnetisiert wird. Der durch die Rüekmagnetisierungswicklung 48 fließende Strom
induziert jedoch über die S teuer wicklung 36 eine Spannung solcher Polarität, daß die Basiselektrode 44
des Transistors 38 gegenüber der Emitterelektrode 40 ein positives Potential erhält. Außerdem induziert der
durch die Wicklung 48 fließende Strom in der Verbraucherwicklung 34 eine Spannung solcher Polarität,
daß die Kollektorelektrode 42 des Transistors 38 positiv wird gegenüber der Emitterelektrode 40. Dadurch
wird der Schalttransistor 38 geschlossen und verhütet — in Verbindung mit der Verbraucherwicklung 34
und der Steuerwicklung 36 ·— Ausgangsimpulse über den Verbraucher 12 während der Zeit, in der der
Eisenkern 16 bis zur negativen Sättigung magnetisiert wird. Gleichzeitig verhindert die in der Wicklung
32 induzierte Spannung ein verzeitiges Öffnen des Transistors 22. Ist die negative Sättigung erreicht,
so kann der nächste an den Klemmen 14 und 14' anlangende Eingangsimpuls wiederum den Transistor 22
öffnen, so daß sich der oben beschriebene Vorgang wiederholt.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist der Verbraucher durch die Wicklung 34 lediglich induktiv mit
der Eingangsseite des Impulsumformers verbunden, galvanisch dagegen von der Eingangsseite getrennt.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist der Verbraucher direkt an die Hauptwicklung 18 angeschlossen
und somit eine galvanische Verbindung zwischen Eingangs- und Ausgangskreis des Impulsumformers
hergestellt. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist annähernd die gleiche wie diejenige der
Fig. 1. Ein an den Eingangsklemmen 14 und 14' ankommender Eingangsimpuls öffnet den Transistor 22.
Damit fließt ein Strom von der Spannungsquelle 20 durch die Hauptwicklung 18 und den Transistor 22
und gleichzeitig ein Strom durch den Verbraucher 12 und den mit dem Verbraucher in Reihe geschalteten
Einweggleichrichter 52. Solange der Strom durch die Hauptwicklung 18 fließt, fließt daher ein Ausgangsimpuls
vorbestimmter Spannungszeitfläche über den Verbraucher 12. Sobald der Kern 16 die positive Sättigung erreicht hat, wird der Transistor 22 geschlossen,
so daß nunmehr der von der Spannungsquelle 20 über die Rückmagnetisierungswicklung 48
fließende Strom eine Ummagnetisierung des Kernes 16 bis zur negativen Sättigung bewirkt. Der von diesem
Strom hervorgerufene magnetische Fluß induziert jedoch in der Hauptwicklung 18 eine Spannung, die
bestrebt ist, einen Strom durch den Verbraucher 12 fließen zu lassen, welcher dem oben beschriebenen,
von der Spannungsquelle 20 erzeugten Strom entgegengerichtet wäre. Dieser negative Stromimpuls
wird durch den Einweggleichrichter 52 verhindert.
In Fig. 3 ist noch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei welchem wie in Fig. 1
eine galvanische Trennung der Eingangs- und Ausgangsimpulse vorgesehen ist. Der wesentliche Unterschied
gegenüber den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen besteht darin, daß bei der Anordnung nach
Fig. 3 nur dann durch die Rückmagnetisierungswicklung 48 ein Strom fließt, wenn der Eisenkern 16
in negativer Richtung magnetisiert werden soll. Dies wird durch einen Schalttransistor 60 erreicht, der von
einer zusätzlichen Wicklung 62 gesteuert wird. Diese S teuer wicklung 62 ist so ausgebildet, daß in der posi-
t5 tiven Magnetisierungsphase des Kernes 16 in ihr eine Spannung induziert wird, die den Schalttransistor 60
geschlossen hält, so daß der Stromfluß von der Spannungsquelle 20 durch die Wicklung 48 unterbrochen
wird. Wie dargestellt, enthält der Schalttransistor 60 eine Emitterelektrode 64, eine Kollektorelektrode
66 und eine Basiselektrode· 68.
Beim Anliegen eines Eingangsimpulses an den Klemmen 14 und 14' wird wie bei den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen der Transistor 22 geöffnet, so daß der durch die Hauptwicklung 18 fließende Strom
den Eisenkern 16 in positiver Richtung magnetisiert und dadurch in der Verbraucherwicklung 34 ein
Impuls vorbestimmter Spannungszeitfläche induziert wird. Während dieser Zeit wird in der Steuerwicklung
62 eine Spannung solcher Polarität erzeugt, daß die Basiselektrode 68 des Transistors 60 positiv wird
gegenüber der Emitterelektrode 64. Der Transistor 60 ist dadurch geschlossen, so· daß ein Strom über die
Rückmagnetisierungswicklung 48 verhindert wird.
Beim Erreichen der positiven Sättigung des Kernes 16 wird, wie oben beschrieben, der Transistor 22 gesperrt
und der Strom durch die Hauptwicklung 18 unterbrochen. Damit geht aber auch die magnetische Feldstärke
des Eisenkernes 16 auf Null zurück, und der magnetische Fluß sinkt um einen entsprechenden,
durch die Magnetisierungsschleife bestimmten Wert. Dieser absinkende magnetische Fluß bewirkt nunmehr,
daß die Polarität der in der S teuer wicklung 62 induzierten Spannung umgekehrt wird; die Emitterelektrode
64 erhält ein positives Potential gegenüber der Basiselektrode 68, und der Transistor 60 öffnet.
Es kann nun von der Spannungsquelie 20 ein Strom durch die Rückmagnetisierungswicklung 48 fließen,
der den Eisenkern 16 in negativer Richtung bis zur Sättigung magnetisiert. Währenddessen wird aber in
der Steuerwicklung 62 eine Spannung solcher Polarität induziert, daß der Transistor 60 geöffnet bleibt.
Nach Erreichen der negativen Sättigung wiederholt sich der oben beschriebene Vorgang.
Ein wesentlicher Vorteil der vorbeschriebenen Erfindung liegt darin, daß die erzeugten Ausgangsimpulse
stets eine konstante Spannungszeitfläche besitzen, unabhängig davon, ob die Spannung der Stromquelle
20 oder diejenige der Stromquelle 30 konstant ist oder nicht. Außerdem sind in dem Impulsumformer
keine rotierenden oder großem Verschleiß unterliegenden Teile vorhanden, so daß er praktisch keiner Wartung
bedarf. Die Wartung wird außerdem dadurch vereinfacht, daß der Impulsumformer nach der Erfindung
von robuster Konstruktion ist
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. So können beispielsweise die dargestellten Transistoren sowohl in basisgeerdeter
als auch in emitter- oder kollektorgeerdeter Schaltung verwendet werden. Desgleichen ist es mög-
lieh, sowohl p-n-p-, als auch n-p-n-Transistoren ebenso
gut wie Flächen- oder Spitzentransistoren oder andere Transistorentypen zu verwenden.
Claims (10)
1. Impulsumformer zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen konstanter Spanmuigszeitfläche aus
unterschiedlichen Eingangsimpulsen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Magnetkern (16) mit annähernd
rechteckiger Hysteresisschleife vorhanden ist, auf dem sich eine Erregerwicklung (18), eine
Haltewicklung (32) und eineRückmagnetisierungswicklung
(48) befinden, daß ferner ein elektronischer Schalter (24) vorhanden ist, der bei Eintreffen
eines Eingangsimpulses den Erregerstrom einschaltet, der den Magnetkern (16) von dem ersten
Sättigungszustand in den zweiten Sättigungszustand ummagnetisiert, daß die Haltewicklung
(32) mit dem elektronischen Schalter (24) derart gekoppelt ist, daß die Spannung, die in ihr durch
den bei der Ummagnetisierung des Kernes sich ändernden Fluß induziert wird, den elektronischen
Schalter (24) auch nach dem Verschwinden des Eingangsimpulses so lange im leitenden Zustand
hält, bis die Ummagnetisierung des Kernes (16) beendet ist, daß die Rückmagnetisierungswicklung
(48) von einem konstanten Gleichstrom derart durchflossen ist, daß zwar der durch die Wicklung (18)
fließende Erregerstrom den Kern (16) in den zweiten Sättigungszustand ummagnetisieren kann,
aber nach Abschalten des Erregerstromes durch die Wicklung (18) der Kern (16) wieder in den
ersten Sättigungszustand rückmagnetisiert wird, und daß im Ausgangskreis nichtlineare Schaltelemente
vorgesehen sind, die derart wirken, daß die in einer Ausgangswicklung induzierten Ausgangsimpulse
nur während der Ummagnetisierung des Kernes (16) von dem, ersten in den zweiten
Sättigungszustand mit konstanter Spannungszeitfläche abgenommen werden können
2. Impulsumformer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Schalteinrichtung ein als Schalter wirkender steuerbarer Halbleiterwiderstand,
vorzugsweise Transistor, verwendet ist.
3. Impulsumformer nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Induktivität mit
einer über die Schalteinrichtung an eine Gleichspannungsquelle (20) angeschlossenen Hauptwicklung
(18) zur Magnetisierung des Kernes in der einen Richtung sowie einer ebenfalls an die
Gleichspannungsquelle angeschlossenen Rückmagnetisierungswicklung (48) zur Magnetisierung
des Kernes in der anderen Richtung versehen ist.
4. Impulsumformer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückmagnetisierungswicklung
über eine von dem magnetischen Fluß des Kernes gesteuerte Schalteinrichtung (60)
an die Gleichspannungsquelle angeschlossen ist.
5. Impulsumformer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsimpulse
von der Hauptwicklung (18) der Induktivität abnehmbar sind.
6. Impulsumformer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgangsimpulse von einer zusätzlichen, auf dem Kern der Induktivität
angeordneten Ausgangswicklung (34) abnehmbar sind,
7. Impulsumformer nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsimpulse
derart über eine Schalteinrichtung abnehmbar sind, daß sämtliche Ausgangsimpulse gleiche
Polarität besitzen.
8. Impulsumformer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Schalteinrichtung ein Einweggleichrichter
(52) dient,
9. Impulsumformer nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß als Schalteinrichtung ein von dem magnetischen Fluß des Eisenkernes gesteuerter
Halbleiterwiderstand (38), vorzugsweise Transistor, dient.
10. Impulsumformer nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der
Schalteinrichtungen (24,38,60) zusätzliche Steuerwicklungen (32., 36,62) auf dem Eisenkern vorgesehen
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 892 916, 905 617;
schweizerische Patentschrift Nr. 248654.
Deutsche Patentschriften Nr. 892 916, 905 617;
schweizerische Patentschrift Nr. 248654.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 80J 7277224 12.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US435212A US2760088A (en) | 1954-06-08 | 1954-06-08 | Pulse-shaping circuits |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1047842B true DE1047842B (de) | 1958-12-31 |
Family
ID=23727497
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW16833A Pending DE1047842B (de) | 1954-06-08 | 1955-06-07 | Impulsumformer zur Erzeugung von Ausgangsimpulsen konstanter Spannungszeitflaeche aus unterschiedlichen Eingangsimpulsen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2760088A (de) |
| DE (1) | DE1047842B (de) |
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