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DE1046938B - Schaedlingsbekaempfungsmittel - Google Patents

Schaedlingsbekaempfungsmittel

Info

Publication number
DE1046938B
DE1046938B DEG20571A DEG0020571A DE1046938B DE 1046938 B DE1046938 B DE 1046938B DE G20571 A DEG20571 A DE G20571A DE G0020571 A DEG0020571 A DE G0020571A DE 1046938 B DE1046938 B DE 1046938B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
vinyl
pyrrolidone
hours
adduct
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG20571A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Bruce Kellog
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GAF Chemicals Corp
Original Assignee
General Aniline and Film Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Aniline and Film Corp filed Critical General Aniline and Film Corp
Publication of DE1046938B publication Critical patent/DE1046938B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/34Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • A01N43/36Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom five-membered rings

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Schädlingsbekämpfungsmittel, welche als Insecticide, Insektenvertreibungsmittel, Fungicide und Nematodenvertilgungsmittel brauchbar sind.
Zur Vertilgung von Schädlingen in der Landwirtschaft und Gartenwirtschaft werden zur Zeit verschiedene organische Verbindungen verwendet, z. B. l,2A44040-HexacWor-lA4a^8,8a-hexaliydro-1,4,5,8 - dimethanonaphthalin, 1,2,3,4,10,10 - Hexachlor-6,7-epoxy-l ,4^,5,6,7,8,Sa-OCtEhVdTO-1,4,5,8-dimethanonaphthaiin und 0,0-Diäthyl-O-p-nitrophenylthiophosphat. Diese organischen Insecticide einschließlich 1,1,1-Trichlor-2,2-bis-(p-chlorphenyl)-äthan, Tetraäthylpyrophosphat usw. sind wasserunlöslich, jedoch in den meisten gewöhnlich verwendeten organischen Lösungsmitteln löslich, zum Teil sind sie sehr toxisch, und es müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen zum Schütze der Personen, die mit diesen Produkten umgehen, ergriffen werden. Als Insecticide verwendete organische Phosphate, wie Hexaäthyltetraphosphat (HETP), Tetraäthylpyrophosphat (TEPP), Tetraäthyldipyrophosphat, 0,0-Diäthyl-O-p-nitrophenylthiophosphat und andere organische Stoffe können auch als Aerosole in Gewächshäusern verwendet werden, da die Dämpfe dieser Produkte für Insekten in außerordentlich geringen Konzentrationen giftig sind. Für die Bodenausräucherung erwies sich Äthylendibromid wirksam und wirtschaftlich, es ist jedoch für viele Pflanzen und auch den Menschen recht giftig. Es wurden auch flüssige Mischungen von Dichlorpropan und Dichlorpropylen verwendet, die viel leichter als Äthylendibromid sind, jedoch sind diese Mischungen gegen die im Boden befindlichen Insekten nicht annähernd so giftig.
Der Hauptnachteil der für die Bodenausräucherung verwendeten Verfahren liegt in den Kosten für die Ausrüstung, die zur Behandlung großer Saatgebiete benötigt wird, und in der zum Transport solcher Ausrüstungen, wie Spritz- und Gießvorrichtungen usw., benötigten Zeit und Arbeit. Bei den meisten Räuchermitteln muß zur Erzielung sehr guter Ergebnisse nachher sofort eine Wasserschicht aufgebracht werden. Die behandelte Fläche muß mit Sackleinwand, Planen usw. abgedeckt werden, welche ihrerseits mit Wasser bespritzt und dann nach 4 bis 5 Tagen entfernt werden müssen. Der Boden wird dann belüftet und kein Samen eingesetzt, bis nicht jede Spur des Räuchermittels verschwunden ist, was gewöhnlich 8 bis 12 Tage dauert. Bei feuchtem, kaltem Wetter kann dies noch längere Zeit in Anspruch nehmen.
Das gasförmige Chlorpikrin, welches für Pflanzen sowohl im Boden als auch an der Luft sehr giftig wirkt, kann als Räuchermittel große Schäden anrichten, während Mischungen aus 1,3-Dichlorpropylen und 1,2-Dichlorpropan feuergefährlich sind und beim Menschen betäubend und reizend wirken.
Schädlingsbekämpfungsmittel
Anmelder:
General Aniline & Film Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. Dannenberg und Dr. V. Schmied-Kowarzik,
Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 19. September 1955
Henry Bruce Kellog, Tenafly, N. J. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
Fast alle zur Zeit erhältlichen Bodenausräucherungsmittel sind für Pflanzen giftig, und die Hersteller weisen daher immer darauf hin, daß diese im Boden zur Einwirkung kommen sollen bevor dieser bepflanzt wird, da sonst die Pflanzen verkümmern können. Die für eine genügende Belüftung des Bodens benötigte Zeit variiert sehr stark und wird von vielen Faktoren beeinflußt, einschließlich der Bodenart, der Bodenbedingungen, der verwendeten Räuchermittel und anderen Faktoren. Soweit diese Mittel wasserunlöslich sind, müssen sie als Emulsion oder als Lösung in einem organischen Lösungsmittel verwendet werden.
Die Erfindung bezweckt nun, neue Schädlingsbekämpfungsmittel zu schaffen, die wasserlöslich sind und als Insecticide, Insektenvertreibungsmittel, Fungicide, Nematocide und im Boden verwendbare Mittel geeignet und welche in gewissen Konzentrationen für Pflanzen und Warmblüter einschließlich Menschen nicht toxisch sind.
Es wurde gefunden, daß das Addukt aus Jod und polymerem N-Vinyl-2-pyrrolidon, welches sehr stabil und in Wasser löslich ist, gegen Schädlinge außerordentlich wirksam ist, ohne auf Pflanzen und Warmblüter eine toxische Wirkung auszuüben.
In der USA.-Patentschrift 2 706 701 ist ein neues Produkt aus polymerem N-Vinyl-2-pyrrolidon und Jod beschrieben, welches für viele Anwendungszwecke, für die die baktericide Wirkung des Jods ausgenutzt werden
809 699/544
3 4
soll, sehr wertvoll ist und in welchem die reizenden und 3. das polymere N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt, das sensibilisierenden toxischen Eigenschaften des Jods bis zu 25% verfügbares Jod enthalten kann, ist für praktisch ausgeschaltet sind. Dabei werden Jod und das warmblütige Tiere, Menschen und im allgemeinen pulverförmige Polymere gemischt, bis ein homogenes für Pflanzen in wäßrigen Konzentrationen bis sogar Pulver entsteht. Das Mischen wird hierbei durch Ver- 5 20 Gewichtsprozent nicht toxisch. Wird dieses Produkt reiben von Jod und polymerem N-Vinyl-2-pyrrolidon mit zufälligerweise auf die Haut oder Kleider gegossen, so Mörser und Pistill oder in einem geeigneten mechanischen treten keine physiologischen Effekte, wie Haut-Mischer durchgeführt, wie z. B. in einer Kugelmühle, Schädigungen, auf.
die aus Materialien, die von Jod nicht angegriffen werden, Unabhängig von der Konzentration des polymeren hergestellt worden ist. Dann wird die homogene Mischung io N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodadduktes in Wasser besitzen 22 bis 64 Stunden auf 90 bis 1000C erhitzt. Die Zeit für dessen Lösungen die Neigung, auf Blättern und Stengeln, das Mischen hängt nur von der Wirksamkeit desselben einschließlich dem Blütenstand, anzuhaften und einen ab, da die Kombination des polymeren N-Vinyl-2-pyrro- dünnen Film zu bilden, der die toxischen Bestandteile lidon mit Jod auf der Oberfläche schnell vonstatten geht enthält. Bei wiederholtem Regen oder Besprühungen und eine solche Kombination tatsächlich schon in einem 15 wird der Film leicht gelöst und weggewaschen. Das gewissen Ausmaß eintritt, wenn Jodkristalle in das polymere N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt ist nicht nur trockene pulverförmige Polymere fallen. Nach Beendi- als Insecticid, Insektenvertreibungsmittel und Fungicid gung des Mischens wird eine Verbindung erhalten, die in wirksam, sondern auch gegen verschiedene Nematoden ihrem physikalischen Zustand dem reinen Polymeren auf Blättern und an Wurzeln, sowie eine große Anzahl ähnlich ist, welche jedoch wechselnde Mengen von ver- 20 von Bodenschädlingen wirksam. So vernichten z. B. fügbarem Jod (zu unterscheiden vom freien Jod), Jodid- wäßrige Lösungen, die 0,075 bis etwa 5 Gewichtsprozent ionen und gebundenem Jod enthält. Eine Unterschei- Jodaddukt enthalten, bei der direkten Anwendung auf dung dieser Formen kann durch Analyse erfolgen, wobei Pflanzen verschiedene Arten von Blattläusen, Milben, das verfügbare Jod direkt durch Auflösen der Probe in wie Rote Spinne, Ausschläge. Stäubemittel, d. h. Wasser und Titrieren mit 0,1 n-Natriumthiosulfatlösung 25 Mischungen mit einem festen Träger, wie Ton, Talkum unter Verwendung von Stärke als Indikator bestimmt usw., die 1 bis 10 Gewichtsprozent Jodaddukt enthalten, werden kann. Die Menge Jod, die als Jodidion anwesend können zur Vernichtung von Insekten oder Pilzen direkt ist, wird bestimmt, indem die gelöste Additionsver- angewendet werden. Wäßrige Lösungen oder Stäubemittel bindung mit 1-n sauerer Natriumsulfitlösung versetzt die 0,1 bis 5 Gewichtsprozent des Jodadduktes enthalten, wird, wobei so viel zugegeben wird, daß die Lösung färb- 3° vernichten Blattnematoden, Aphelenchoides ritzemalos wird, anschließend 0,1 n-Silbernitrat zugefügt, mit bosi, Wurzelnematoden, Meloidogyne species; Blatt-Salpetersäure angesäuert und schließlich mit Ammonium- krankheiten, wie Alternaria species, Septoria chrysanthiocyanat zurücktitriert wird. Die Menge an Jodidion themi und CyHndrosporium chrysanthemi.
errechnet sich als Differenz zwischen dieser Zahl und dem Wäßrige Lösungen, die 100 bis 1000 Teile/Mill. an wie oben bestimmten verfügbaren Jod. Der Gesamtjod- 35 polymerem N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt enthalten, gehalt kann durch Verbrennungsmethoden bestimmt sind sehr wirksam in der Vernichtung von Bodenschädwerden, wie die von Hallet in Scott's »Standard lingen, wie Tausendfüßler, z. B. Symphyliden, Scutigerella Method of Chemical Analysis« beschriebene Methode, immaculata, Drahtwürmer, Käferlarven und verschiedene wobei das gebundene Jod erhalten wird, indem man von andere Bodenschädlinge oder Nematoden. Es muß der so erhaltenen Gesamtjodmenge die Menge an ver- 40 bemerkt werden, daß die Anwendung wäßriger Lösungen fügbarem Jod und Jodidionen abzieht. von polymerem N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt keine
Das erfindungsgemäße Additionsprodukt kann einen Verwendung kostspieliger Vorrichtungen notwendig
Gehalt an verfügbarem Jod von 2,0 bis 25 % besitzen. Bei macht, wie es mit den jetzt verwendeten Bodenaus-
den verschiedenen polymeren N-Vinyl-2-pyrrolidon- räucherungsmitteln und Nematociden der Fall ist. Durch
Proben kann die als verfügbares Jod und Jodidionen 45 die Verwendung der erfindungsgemäßen wäßrigen Lösun-
anwesende Jodmenge etwas variieren. Weitere Einzel- gen werden die sehr hohen Kosten und die oft schwierige
heiten können aus der obengenannten Patentschrift ent- Handhabung völlig vermieden. Die wäßrige Lösung wird
nommen werden. in Konzentrationen von 10 bis 20 Gewichtsprozent bloß
Die polymeren N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodverbindungen auf den Boden gesprüht, mit Wasser nachgesprüht oder
die entsprechend der genannten Patentschrift hergestellt 50 darauf regnen und in den Boden eindringen gelassen. Es
wurden, bilden wäßrige Lösungen, die eine sehr hohe kann auch eine leichte Anwendung auf die Oberfläche
toxische Wirksamkeit gegen Schädlinge besitzen. Die des Bodens stattfinden, der Boden bearbeitet werden,
wäßrigen Lösungen können als solche in Form von Sprüh- damit er aufgelockert und porös wird, und dann eine
mitteln oder in Verbindung mit anderen Fungiciden oder zweite Anwendung erfolgen. Durch Besprühen mittels
Insecticiden verwendet werden. 55 Sprühvorrichtungen oder durch Regen wird der Wirk-
Die hervorstechendsten Eigenschaften der als Schädlings- stoff in den Boden eingewaschen und tötet die ver-
bekämpfungsmittel verwendeten Präparate aus polymeren schiedenen Insekten, mit denen er in Berührung kommt,
N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukten sind folgende: ab.
1. gute Löslichkeit in Wasser, wodurch gleichmäßige Das polymere N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt besitzt Konzentrationen bei der Verwendung als Insecticide 60 sowohl bei der Anwendung als wäßrige Lösung oder ab und Fungicide und tiefes Eindringen in den Boden, Staub mit/oder ohne Anwesenheit von Netzmitteln in den wenn sie zur Vernichtung von Bodenschädlingen oben angegebenen Konzentrationen eine extrem niedrige dienen sollen, gewährleistet sind; phytotoxische Wirkung. Anstatt das polymere N-Vinyl-
2. geringe Dampfdrücke, wodurch sich die Bodenaus- 2-pyrrolidon-Jodaddukt in Lösung oder als Staub zu verräucherung über längere Zeiträume erstrecken kann 65 wenden, kann die Verbindung auch in kleinen Mengen und die giftigen Konzentrationen des Präparates Aceton, Alkohol oder sogar Wasser gelöst und die wäßlängere Zeit im Boden zurückgehalten werden. Die rigen Lösungen mit flüchtigen, flüssigen organischen Präparate töten eine Anzahl von Insektenarten ab, Treibmitteln, wie Äthylenchlorid, Propylenchlorid oder schädigen jedoch die wachsenden Pflanzen nicht. Eine eine Mischung aus Äthylenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff Belüftung vor dem Anpflanzen ist nicht nötig; 70 versetzt werden, zur Bildung von Aerosolen.

Claims (1)

  1. 5 6
    Die folgenden Beispiele veranschaulichen, in welcher Parasiten als tot angesehen werden. Zwischen 2 und
    Weise die erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungs- 4 Stunden waren alle Nematoden tot. Der Kontrollver-
    mittel zur Vernichtung schädlicher Insekten, Pilze, such zeigte, daß die Nematoden sich nach 4 Stunden
    Nematoden verwendet werden können: bewegten.
    . 5 Der Versuch wurde wiederholt mit einer wäßrigen
    eispiel 1 Lösung von Chlorpikrin der gleichen Konzentration als
    Etwa 3,1 g polymeres N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt, Standard. Es wurde innerhalb 2 bis 4 Stunden eine voll-
    das 10 % verfügbares Jod enthielt, wurden in etwa 3,81 kommene Abtötung erhalten, woraus zu ersehen ist, daß
    Wasser gelöst. Die Lösung wurde unter und über alle das polymere N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt dem Blätter von Chrysanthemum morifolium einschließlich io Standardpräparat gleichwertig ist.
    der beiden basalen Blätter, welche mit einem Blatt- .
    nematoden, Aphelenchoides ritzemabosi infiziert waren, eispiel 4
    gesprüht. Nach 3 Tagen zeigten die infizierten basalen Eine 5 %ige wäßrige Lösung von polymeren! N-Vinyl-
    Blätter keine weitere Ausbreitung der Krankheit, welche 2-pyrrolidon-Jodaddukt mit 12 % verfügbarem Jod
    durch die Entwicklung von braunen keilförmigen Flächen 15 wurde mittels einer kleinen Kamelhaarbürste auf die
    auf den Blättern gekennzeichnet ist, die meistens am dorsale Thoraxregion von zwölf Mehlwurmlarven,
    Ansatz beginnen und sich nach oben ausbreiten. Die Tenebrio Molitor, aufgebracht; nach 3 Stunden waren
    infizierten Blätter wurden entfernt. Mit etwa vier Be- alle Larven tot.
    sprühungen wurde eine vollkommene Vernichtung der . .
    Blattnematoden erreicht, d. h. zur Blütezeit der Pflanze 20 Beispiel 5
    blühte diese, ohne daß eine Schädigung von Nematoden 10 g polymeres N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt mit
    auf den Blättern beobachtet werden konnte. 8 % verfügbarem Jod und 5 g Natriumlaurylsulfat
    . ·19 wurden in Wasser gelöst und auf etwa 7 x/21 aufgefüllt.
    -Beispiel ζ Wenn diese Lösung in Form eines Sprühmittels gegen die
    Eine eingetopfte Geranie (Pelargonium), deren Boden 25 Rote Spinne, Tetranychus bimaculatus, verwendet wurde,
    mit Symphyliden, Scutigeralla immaculata, infiziert war, trat eine Abtötung von 100 % ein. Die Anwendung des
    wurde mit einer wäßrigen 0,5 %igen Lösung von poly- gleichen Sprühmittels gegen Blattläuse, Macrosiphoniella
    merem N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt, das 15% ver- sanborni, ergab eine Abtötung von 98%.
    fügbares Jod enthielt, benetzt. Die Benetzung wurde fort- .
    gesetzt, bis die Lösung am Boden durchzusickern begann. 30 eispiel ο
    Nach 4 Stunden wurde die Geranienpflanze aus dem Etwa 3,81 der Lösung gemäß Beispiel 5 wurden auf eine Topf entfernt, der Boden in ein weißes Steingutgefäß etwa 90 · 60 cm große Bodenfläche, die mit dem Pilz umgeleert und genügend Wasser zugegeben, um den Fusarium spore infiziert worden war, gesprüht. Nach dem Boden teilweise zu bedecken. Mit einer 5fach vergrößern- Besprühen mit Wasser bis zu einer Tiefe von etwa 20 cm den Lupe wurde die Oberfläche des Wassers beobachtet 35 wurden in den behandelten Boden Nelkensetzlinge in und bei den Symphyliden keine Bewegung mehr festge- etwa 15 cm Abstand eingesetzt. Die Setzlinge wuchsen stellt. Diese wurden herausgeschöpft und in eine Petri- kräftig, und es konnten keine Krankheitsspuren beschale gegeben, die eine dünne Wasserschicht enthielt, obachtet werden.
    und die Schale verschlossen. Die völlige Bewegungslosig- Alle Krankheiten, die zuerst die unter dem Boden
    keit bestand auch noch nach einer Stunde, wodurch ange- 40 liegenden Teile der Pflanze angreifen und welche auf
    zeigt wurde, daß alle Symphyliden tatsächlich abgetötet Grund von im Boden gebildeter Organismen entstehen,
    worden waren. Die Geranienpflanze wurde in den gleichen wie Wurzelfäule durch Pilze (Pythium, Rhizoctonia),
    BodeneingetropftundeinflüssigesDüngemittelzugegeben. durch Pilze verursachtes Welken (Fusarium, Verti-
    Sie wuchs dann in gesunder Weise weiter. cillium), durch Nematoden bewirkte Wurzelfäule (MeIo-
    . 45 idogyne species), können wirksam vernichtet werden,
    Beispiel ο indem der Boden mit einer wäßrigen Lösung von poly-
    Eine 1000 Teile/Mill. enthaltende wäßrige Lösung von merem N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt besprüht wird,
    polymerem N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt mit 10% welches 5 bis 15% verfügbares Jod enthält,
    verfügbarem Jod wurde hergestellt. Zehn fast ausge- Selbstverständlich kann das polymere N-Vinyl-2-pyrro-
    wachsene oder gerade ausgewachsene Nematoden der Art 50 lidon-Jodaddukt unverdünnt oder mit einem Träger, wie
    Panagrellus redivivus wurden in die Lösung eingetaucht, eine Suspension in Wasser oder gemischt mit Talkum,
    während in einem Kontrollversuch zehn andere Nema- Ton oder anderen gebrächlichen Trägern verwendet
    toden in Leitungswasser getaucht wurden. Es wurden werden,
    nun in bestimmten Zeiten Untersuchungen angestellt
    und die Nematoden nach 15 Minuten, 30 Minuten, 55 Patentansprüche:
    !Stunde, I1Z2 Stunden, 2 Stunden und dann in 2stün- 1. Schädlingsbekämpfungsmittel, enthaltend poly-
    digen Intervallen 24 Stunden untersucht. Die Aktivität meres N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodaddukt mit 2 bis 25 %
    des polymeren N-Vinyl-2-pyrrolidon-Jodadduktes wurde verfügbarem Jod als Wirkstoff,
    auf die Zeit bezogen, die für die völlige Inaktivierung 2. Mittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekenn-
    benötigt wurde. Während dieses Versuches wurde fest- 60 zeichnet, daß es inerte Träger enthält,
    gestellt, daß innerhalb 2 Stunden die Versuchstiere voll- 3. Mittel gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
    kommen ruhig und nicht mehr fähig waren, sich zu be- gekennzeichnet, daß es als wäßrige Lösung oder
    wegen. Für die Praxis können die vollständig ruhigen Suspension vorliegt.
    Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist ein Prioritätsbeleg in München ausgelegt worden.
    ©■ 809 699/544 12.58
DEG20571A 1955-09-19 1956-09-17 Schaedlingsbekaempfungsmittel Pending DE1046938B (de)

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