DE1046689B - Schaltungsanordnung zur Frequenzvervielfachung unter Verwendung von Doppelbasisdioden - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Frequenzvervielfachung unter Verwendung von DoppelbasisdiodenInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03B—GENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
- H03B19/00—Generation of oscillations by non-regenerative frequency multiplication or division of a signal from a separate source
- H03B19/06—Generation of oscillations by non-regenerative frequency multiplication or division of a signal from a separate source by means of discharge device or semiconductor device with more than two electrodes
- H03B19/14—Generation of oscillations by non-regenerative frequency multiplication or division of a signal from a separate source by means of discharge device or semiconductor device with more than two electrodes by means of a semiconductor device
-
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- H03B7/00—Generation of oscillations using active element having a negative resistance between two of its electrodes
- H03B7/02—Generation of oscillations using active element having a negative resistance between two of its electrodes with frequency-determining element comprising lumped inductance and capacitance
- H03B7/06—Generation of oscillations using active element having a negative resistance between two of its electrodes with frequency-determining element comprising lumped inductance and capacitance active element being semiconductor device
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Frequenzvervielfachung unter Verwendung
von Doppelbasisdioden. Frequenzvervielfachungsschaltungen werden auf vielen Gebieten der
Fernmeldetechnik, so> z. B. in der Meßtechnik, in der Trägerfrequenztechnik oder in der Fernseh- und Inir
pulstechnik, angewandt und wirken in der Weise, daß sie aus einer vorgegebenen Grundfrequenz eine bzw.
mehrere gewünschte Harmonische ableiten.
Die bisher bekannten Schaltungen zur Frequenz-Vervielfachung sind, falls sie mit gutem Wirkungsgrad
in bezug auf Ausgangsamplitude und Frequenztreue arbeiten, sehr aufwendig und erfordern komplizierte
Röhrenschaltungen sowie Einrichtungen zur Erzeugung der benötigten, möglichst konstanten Betriebsspannungen.
Zweck der Erfindung ist es, eine Frequenzvervielfachungssohaltung zu schaffen, die einen wesentlich
geringeren Aufwand an Schaltelementen und Betriebsspannungen erfordert.
Hauptbestandteil der Schaltungsanordnung nach
der Erfindung ist eine an sich bekannte Doppelbasisdiode, deren Aufbau und Wirkungsweise an Hand der
Fig. 1 und 2 näher erläutert werden.
Die in Fig. 1 dargestellte Doppelbasisdiode besteht aus einem η-leitenden Halbleiterstab 1 (z. B. n-Germanium)
sowie einer p-leitendenPille2 (z.B. Indium),
die derart zusammengefügt sind, daß eine pn-Grenzschicht 3 entsteht. Die Enden des Halbleiterstabes 1
sind mit zwei ohmschen Kontakten, den Basisanschlüssen B1 und B2, versehen. Der mit D bezeichnete
Diodenanschluß ist an die Pille 2 geführt. Im Betrieb liegt eine Gleichspannung Uj, von einigen Volt
zwischen B1 und B2, wobei der positive Pol der Batterie
mit B2 verbunden ist. Dadurch wird im Halbleiterstab
1 ein konstanter Potentialgradient erzeugt. Durch die endliche Länge der pn-Grenzschicht 3 wirken
sich die örtlich verschiedenen Potentialverhältnisse im Halbleiterstab 1 so aus, daß am oberen, dem
Anschluß B2 zugekehrten Teil der pn-Grenzschicht 3
eine größere Sperrspannung liegt als am unteren, dem Anschluß B1 zugekehrten Teil. Diese Eigenschaft ist
mitentscheidend für die Wirkungsweise einer Doppelbasisdiode.
Die Wirkungsweise der Doppelbasisdiode ist aus der in Fig. 2 dargestellten Kennlinie ersichtlich,
welche die Strom-Spannungs-Charakteristik zwischen den Anschlüssen D und B1 zeigt. Wird der Diodenanschluß
D gegenüber B1 negativ gemacht, so erhält
man den Zweig 4 der Kennlinie, der das Sperrverhalten der Diode charakterisiert. Auch wenn das
Potential an D höher ist als das an B1, liegt an der
pn-Grenzschicht 3 infolge des durch Ub hervorgerufenen
Potentialgradienten im Halbleiterstab 1 noch S ctialtungs anordnung
zur Frequenzvervielfachung
unter Verwendung von Doppelbasisdioden
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dr. phil. Otto Macek, München-Haar,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
eine Sperrspannung, was durch den Zweig 5 der Kennlinie ausgedrückt wird. Erst beim Überschreiten einer
gewissen Größe der an D und B1 angelegten Spannung
Uα bzw. beim Erreichen der sogenannten Kippspannung
wird der untere, B1 zugekehrte Teil der pn-Grenzschicht 3 in Fluß richtung umgepolt. Der
obere, B% zugekehrte Teil der pn-Grenzschicht 3 bleibt
jedoch noch in Sperrichtung gepolt, da an dieser Stelle des Halbleiterstabes 1 das von Uj, herrührende Potential
höher ist. Durch diese Umpolung des unteren Teils der pn-Grenzschicht 3 erfolgt eine Trägerinjektion
in das ßj-Gebiet, wodurch der untere Teil des
Halbleiterstabes 1 stärker leitend wird und den Potentialgradienten mehr gegen den Anschluß B2 zu
verschiebt. Dadurch wird jedoch die pn-Grenzschicht3
in fortschreitendem Maße auch in dem oberen, B2 zugekehrten
Teil in Durchlaßrichtung umgepolt. Wir haben also in diesem Gebiet ein instabiles Verhalten
des Vorganges, das sich in einem negativen Widerstand
äußert (Zweig 6 der Kennlinie in Fig. 2) und erst dann wieder stabil wird, wenn der ganze pn-Übergang
in Durchlaßrichtung gepolt ist. Nimmt Ud noch größere positive Werte an, so bekommt man die
normale Durchlaßcharakteristik 7 einer pn-Diode.
Wird nun in bekannter Weise ein Kondensator geeigneter Größe an die Diodenanschlüsse D, B1 gesschaltet
und eine konstante Speisespannung Uj, an die Strecke B1, B2 gelegt, so entsteht ein selbsttätig wirkender
Sägezahngenerator.
Der durch die pn-Grenzschicht gelangende Sperrstrotn
lädt den Kondensator derart auf, daß die an dem Diodenanschluß D liegende Platte positives
809 699/387
Potential erhält. Bei Erreichen einer gewissen Größe führt die Kondensatorspannung selbsttätig zum Kippen
der Doppelbasisdiode, Dabei wird die zwischen D und B1 befindliche Halbleiterstrecke plötzlich stark
leitend und schafft damit einen Entladestromkreis für den Kondensator. Durch das Absinken der Kondensatorspannung
beim Entladevorgang auf einen Bruchteil ihres Wertes wird die pn-Grenzschicht wieder in
Sperrichtung umgepolt, und der Ladevorgang infolge des Sperrstromes kann neuerlich beginnen. Die Frequenz
dieses Vorganges wird unter anderem durch die Größe des Kondensators, die Höhe der angelegten
Speisespannung Ub und die Größe des Sperrstromes
beeinflußt, wobei sich höhere Frequenzen durch Verkleinerung der Kapazität, durch Verkleinerung der
Speisespannung Ut, und durch Vergrößerung des
Sperrstromes erreichen lassen.
Nach der Erfindung" ist eine wirksame Frequenzvervielfachung
unter Verwendung einer Doppelbasisdiode in der Weise möglich, daß die Grundfrequenz
an den parallel zur Diodenstrecke D, B1 liegenden
Kondensator einer in an sich bekannter Weise als Sägezahngenerator geschalteten Doppelbasisdiode gelegt
ist, wobei die Generatorfrequenz vorzugsweise etwas niedriger ist als die Grundfrequenz, und daß
zwischen der negativen Basiselektrode B1 und dem
negativen Pol der Speisespannungsquelle (—i/&) ein
auf die gewünschte n-iache. Frequenz abgestimmtes,
zur Abnahme dieser Frequenz geeignet ausgebildetes
Resonanzglied vorgesehen ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist das zwischen der negativen Basiselektrode B1 und dem negativen
Pol der Speisespannungsquelle (— Ub) angeordnete
Resonanzglied ein Parallelschwingkreis.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist das zwischen der negativen Basiselektrode B1 und
dem negativen Pol der Speisespannungsquelle (— Ub)
angeordnete Resonanzglied ein Serienschwingkreis, wobei die gewünschte fi-fache Frequenz entweder an
der Induktivität oder an der Kapazität abgegriffen wird.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind mehrere derartige Vervielfacherstufen zu einer
Kaskadenschaltung zusammengefaßt, wobei es zweckmäßig ist, zwischen einzelnen oder mehreren Vervielfacherstufen
eine reina Verstärkerstufe vorzusehen.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es möglich ist, mit einer Doppelbasisdiode in Sägezahngeneratorschaltung
ein wenig aufwendiges, aber qualitativ hochwertiges Frequenzvervielfachungsglied aufzubauen.
Wie in Fig. 3 schematisch angedeutet ist, wird die aus der Doppelbasisdiode B1, B2, D und dem parallel
geschalteten Kondensator K bestehende Sägezahngeneratorschaltung·
über einen Koppelkondensator 9 zusätzlich mit der Grundfrequenz 8 gespeist. Wird
nun an einem zwischen der negativen Basiselektrode!?!
und dem negativen Pol der Speisespannungsquelle (-Uf1) befindlichen Ausgangswiderstand 10 die auftretende
Spannung, vorzugsweise über einen Kondensator 13, abgegriffen, so ergibt sich ein Spannungszug
11, der sich von der Grundfrequenz 8 dadurch unterscheidet, daß er in jeder positiven Halbwelle einen
Impuls 12 hoher Flankensteilheit aufgesetzt hat, der durch den Sägezahngenerator selbsttätig hinzugefügt
wird. Infolge der stark vergrößerten Leitfähigkeit der Strecke B1, B2 der Doppelbasisdiode im gekippten Zustand
tritt nämlich am Ausgangswiderstand 10 plötzlich ein wesentlich größerer Teil der Speisespannung JT6
auf, so daß bei dem periodischen Kippvorgang des Sägezahngenerators eine Reihe von Impulsen 12 entsteht.
Um eine phasenrichtige Zuordnung der Impulse 12 zu dem Spannungszug 11 zu erhalten, ist es
zweckmäßig, die Eigenfrequenz des Sägezahngenerators etwas niedriger zu wählen als die Grundfrequenz
8, so daß die Sägezahnschwingung von der Grundfrequenz 8 noch sicher mitgezogen wird. Dadurch
ist gewährleistet, daß die phasenmäßige Zuordnung zwischen den Impulsen 12 und den ihnen zugeordneten
positiven Halbwellen des Spannungszuges 11 immer gleichbleibt.
Die am Ausgangswiderstand 10 abgenommene Kurvenform weist eine große Anzahl von Harmonischen
mit relativ großer Amplitude auf, so daß man bei geeigneter selektiver Ausbildung des Ausgangswiderstandes
10 die gewünschte Harmonische in einfacher Weise abgreifen kann.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Schaltungsanordnung
nach der Erfindung ist in Fig. 4 dargestellt. Hierbei ist der Ausgangswiderstand 10 durch
einen Parallelschwingkreis 14 ersetzt, der auf die gewünschte fj-fache Frequenz der Grundfrequenz abgestimmt
ist.
Es kann auch zweckmäßig sein, an Stelle des Parallelschwingkreises 13 einen Serienschwingkreis
einzuschalten, der ebenfalls auf die gewünschte n-iache
Frequenz der Grundfrequenz abgestimmt sein muß. In diesem Fall wird die Ausgangsspannung entweder
an der Induktivität oder an der Kapazität dieses Serienresonanzkreises abgegriffen.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung werden mehrere derartig aufgebaute Vervielfacherstufen zu
einer Kaskadenschaltung zusammengefaßt, wobei die Ankopplung der einzelnen Kaskadenstufen vorzugsweise
über Koppelkondensatoren erfolgt. Mit einer derartigen Kaskadenschaltung wird ein Vervielfachungsfaktor
erreicht, der sich durch Multiplikation der Vervielfachungsfaktoren der einzelnen Stufen
ergibt. Die Vervielfachungsfaktoren der einzelnen Stufen sind dabei durch das Verhältins der
Resonanzfrequenz des Schwingkreises 14 zur Grundfrequenz 8 gegeben. Bei derartigen Kaskadenschaltungen
kann es zweckmäßig sein, nach einer oder nach mehreren Vervielfacherstufen eine reine Verstärkerstufe
anzuordnen, die dazu dient, die Energiebilanz wieder auszugleichen.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung zur Frequenzvervielfachung unter Verwendung vonDoppelbasisdioden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfrequenz (8) an den parallel zur Diodenstrecke (D3 B1) liegenden
Kondensator (K) einer in an sich bekannter Weise als Sägezahngenerator geschalteten Doppelbasisdiode
gelegt ist, wobei die Generatorfrequenz vorzugsweise etwas niedriger ist als die Grundfrequenz
(8), und daß zwischen der negativen Basiselektrode (S1) und dem negativen Pol der
Speisespannungsquelle (-[Z6) ein auf die gewünschte
ra-fache Frequenz abgestimmtes, zur Abnahme dieser Frequenz geeignet ausgebildetes
Resonanzglied vorgesehen ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen der negativen
Basiselektrode (B1) und dem negativen Pol der Speisespannungsquelle (~Ub) angeordnete
Resonanzglied ein Parallelschwingkreis (14) ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen der nega-
tiven Basiselektrode (JJ1) und dem negativen Pol
der Speisespannungsquelle (— üj) angeordnete
Resonanzglied ein Serienschwingkreis ist und die gewünschte »-fache Frequenz entweder an der
Induktivität oder an der Kapazität abgegriffen wird.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
in die Zuleitung der Grundfrequenz (8) und in die Ableitung der gewünschten »-fachen Frequenz
Koppelkondensatoren (9,13) eingefügt sind.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Zu-
sammenfassung mehrerer Vervielfaciherstufen zu
einer Kaskadenschaltung.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankopplung der
einzelnen Kaskadenstufen über Koppelkondensatoren (9,13) erfolgt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach einer oder nach
mehreren Vervielfaciherstufen eine reine Verstärkerstufe vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Elektronics«, März 1955, S. 198 bis 202.
»Elektronics«, März 1955, S. 198 bis 202.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DE1046689B true DE1046689B (de) | 1958-12-18 |
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Family Applications (1)
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| DES54607A Pending DE1046689B (de) | 1957-08-02 | 1957-08-02 | Schaltungsanordnung zur Frequenzvervielfachung unter Verwendung von Doppelbasisdioden |
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1957
- 1957-08-02 DE DES54607A patent/DE1046689B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
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