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DE1042590B - Verfahren zur Herstellung von Disulfidabkoemmlingen des Vitamin B - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Disulfidabkoemmlingen des Vitamin B

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Publication number
DE1042590B
DE1042590B DET7166A DET0007166A DE1042590B DE 1042590 B DE1042590 B DE 1042590B DE T7166 A DET7166 A DE T7166A DE T0007166 A DET0007166 A DE T0007166A DE 1042590 B DE1042590 B DE 1042590B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
vitamin
general formula
compound
methyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET7166A
Other languages
English (en)
Inventor
Taizo Matsukawa
Shojiro Yurugi
Takeo Iwatsu
Hajime Kawasaki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takeda Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Takeda Pharmaceutical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Takeda Pharmaceutical Co Ltd filed Critical Takeda Pharmaceutical Co Ltd
Publication of DE1042590B publication Critical patent/DE1042590B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Disulfidabkömmlingen des Vitamin B, Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel in der R, einen Methyl- oder Äthylrest, R, einen Alkyl-, Alkenyl-, Aryl- oder Aralkylrest und R, ein Wasserstoffatom, einen Acetyl- oder Benzoylrest bedeutet.
  • Beim Studium des Wirkungsmechanismus von Vitamin B, wurde schon früher gefunden, daß Vitamin B, vom Organismus vollkommener absorbiert wird, wenn es mit Knoblauch angewendet wird. Vitamin B, bildet mit den aktiven Bestandteilen der Alliumarten, wie Knoblauch, Lauch, Winterzwiebel u. dgl., oder ihren Abbauprodukten zwei Verbindungen, die in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften von denen des Vitainins B, völlig abweichen, aber die gleichen physiologischen Wirk.ungen vrie das Vitamin B, zeigen.
  • Es wurde nun gefunden, daß Vitamin B, und seine Abkömmlinge mit Verbindungen der allgemeinen Formel (R, ist ein Alkyl-, Alkenyl-, Aralkyl- oder Arylrest, M ist ein Kalium oder Natriumatom) Verbindungen ergeben, die den oben angegebenen Verbindungen ähneln und daß von diesen Verbindungen die beiden, in denen R, der Allylrest und R, der CH,-rest ist, identisch mit den Verbindungen sind, wie sie bei der Umsetzung zwischen Vitamin B, und Pflanzenextrakten der Alliumarten entstehen.
  • Auf Grund von weiter unten beschriebenen Strukturuntersuchungen wurde festgestellt, daß diese Verbindungen die allgemeine Formel Die Struktur dieser Verbindungen gemäß der Erfindung wurde wie folgt festgestellt: Wird beispielsweise das Reaktionsprodukt des weiter unten angeführten Beispiels 1 analytisch untersucht (T. Matsukawa und S. Yurugi, Proceedings of Japan Academy, Bd. 28 [1952], Nr. 3, S. 146 bis 149), so sprechen das Molekulargewicht und die analytischen Daten dieser Verbindung für die Formel C,5H"0,N4S,. Bei einem PH-Wert von 3,4 liegt das Maximum des Absorptionsspektrums bei 240 m#t, und bei einem pl,-Wert von 10,9 zeigen sich Maxima bei 235 und 275 m#L, entsprechend denen von Aneurindisulfid, so daß die Annahme naheliegt, daß diese Verbindung in ihrer Struktur dem Aneurindisulfid ähnelt. Durch Hydrolyse dieser Verbindung mit verdünnter Salzsäure bildet sich Ameisensäure (I), 2-Methyl-4-amino-5-aminomethylpyrimidin (II) und ein nicht flüchtiges Öl. Die Reduktion dieses nicht flüchtigen Öles mit Zinkstaub in Essigsäure ergibt Allylmercaptan (III) und y-Aceto-y-mercapto-propylalkohol (IV). Folglich ist das Öl a-Aceto-y-oxy-propyl-allyldisulfid (V).
    Aus diesen Tatsachen ist ersichtlich, daß die Hydrolyse
    die Verbindungen I, II und V ergibt, und es liegt der
    Schluß nahe, daß die #,aneuiindisulfid#(-ähnliche Verbin-
    dung 2--2'-Methyl4-an-iino-pyrimidyl-(5')l-methyl-form-
    amino-5-0.Xy-A'-'-pentenyl-(3)-allyldisulfid (VI) ist.
    Diese Verbindungen sind neu und zum erstenmal durch
    die vorliegende Erfindung synthetisiert worden. Sie haben
    folgende allgemeine Eigenschaften:
    1. Sie geben eine negative Thiochrom- und Diazoreak-
    tion;
    2. sie reagieren mit Cystein, reduzieren Glutathion, werden in der Leber in Vitamin B, übergeführt und liefern dann positive- Thiochrom- und -Diazoreaktion; 3. sie werden durch Thiaminase nicht zersetzt; 4. sie werden durch die Vitamin-B,-Zersetzungsfaktoren in der Pflanze nicht zersetzt; 5. sie sind' in organischen L6sungsmitteln, wie Alkohol, Äther, Äthylacetat u. dgl-.; löslich'.
  • Einige ihrer -physiköchemischen Eigenschaftswerte sind nachstehend aufgeführt-
    Verbindung entsprechend der einleitend F in ' C u -Lösun-gsmittei Kristallform
    angeführten allgemeinen Formel (unter Zersetz ng) zur Kristallisatio
    R, Rz, R#
    C H# H CH, 135 bis 136 Äthylacetat farblose Prismen
    C Hz, H C ri, 150 Wasser desgl.
    C H, H C,H, 126 bis 127 Benzol desgl.
    CH, H C, H5 167 Wasser dergl.
    CHS 11 n - C,X, 127 bis 128 Benzol desgl.
    CH# H n - C,H, 145 Wasser desgl.
    C H.. H i - C,H, 163 bis 164 Benzol desgl.
    136 bis 137 Benzöl desgl.
    CH, H n - C4H,
    CH# H n - C4H, 150 Wasser desgl.
    CH, H C4H, 154 Äthylacetat desgl.
    CH, H i - C,H, 174 Wasser desgl.
    CH, H i -- C5 Hil 135 Benzol desgl.
    Wasser desgl.
    CH, H i -- C5H1, 154
    CH, H C8H17 132 bis 133 verdünnterAlkohol farbloseNadeln
    CH, H C12 H25 133 bis 134 verdün:ät6rAlköh01 farblose Nadeln
    CH, H C,H5 - CH, 154 Benzbi farblose Prismen
    C H, H CH2=CH-CH, 132 bis 133 Benzol' desgl.
    CH, H CH-=CH-CH, 141 Wasser' desgl.
    CH, C,H,CO-- C,H, 77 bis 78 desgl. desgl.
    CH C,Häco C,H, 60 bis -61 desgl. desgl.
    CH, C,H5C0m-- i C,H, 88 bis 89 desgl. decgl.
    CH C,H CO i C5H11 91 bis 92' Benzol-B in
    3 5 enzin-
    Gemiscli desgl.
    CH, C,H,CO- 1 CH,=CH-CH, 114 bis 115 desgl. desgl.
    CH3 H,CO- i ' n-C,H,- 89 lAs 90 desgl. desgl.
    CH# C' H5C0 - CH3 78 bis 80 desgl. desgl.
    C d. H CH3 122 bis 123 Benzol desgl.
    C,H 5. H 1 C.H5 132 bis 133 desgl. desgl.
    C2 Hä H C,'H, 130 bis 131 desgl. desgl.
    C2 H, H CIIH9 1192s 120 desgl. desgl.
    CH, H CH,-CH -OH 149 bis 149 Alkohol-Benzol-
    3 1 - 2 Äthylacetat-Gemisch desgl.
    Aus der Tatsache, daß beim Rattenwachstumstest die Verbindungen gemäß der Erfindung ebenso wie Vitamin B, eine Erhöhung des Körpergewichts der Ratten verursachen, ist ersichtlich, daß die Verbindungen etwa die gleichen physiologischen- Wirkungen wie Vitamiii B, haben. Gelegentlich scheinen diese Verbindungen, nachdem sie vom Körper aufgenommen worden sind, in Vitamin B, umgewandelt zu werden.
  • Werden beispielsweise je 10 y 'der verfahrensgemäß erhältlichen Verbindung, bei welcher in der allgemeinen Formel R, ein CH,-, R, ein - CH, - CH = CH,-Rest und R3 ein Wasserstoffatom ist, den Ratten, die an Körpergewicht verloren haben, unregelmäßigen Puls aufweisen und infolge Vitarnin-B,-Mangel an Krämpfen leiden, per os gegeben, so zeigt sich die Wirkung der Verbindung äußerst rasch, wie aus- Tabelle 1 zu ersehen ist. Diese Erscheinung ist niemals bei Vitamin B., beobachtet worden.
    Tabelle 1
    Unregel-
    Puls mäßiger K-rämpfe
    Puls
    Vor der Verabreichung ...... 120
    Nach der Verabreichung
    15 Minuten ............. 225
    30 Minuten ............. 260
    45 Minuten ............. 230
    60 Minuten ............. 240
    120 Minuten .............. 340
    Wird diese gleiche Verbindung dem menschlichen Körper per os zugeführt, so erhöht sie den Vitamin-B,-Spiegel im Blut (s. Tabelle III) beträchtlich und wird mit dem Urin schneller und in größeren Mengen ausgeschieden als Vitamin Bl.
    Tabelle II
    Im Urin ausgeschiedene Vitamin-B,7Menge
    Erfindungs-
    Probezeit gemäße Vitamin B,
    nach der Verabreichung Verbindung (10 mg)
    (10 mg)
    1 Stunde ............ 410,y 60,y
    1 bis 2 Stunden ........... 440 y 1407
    2 bis 3 Stunden ....... . ... 320 y 907
    3 bis 24 Stunden ........... 11lOy 4507
    Gesamt ....... ........... 2280 y 740 y
    Dieses Gleichgewicht wird unter alkalischen Bedingungen nach rechts und unter sauren Bed n en nach i"Vbg un links verschoben. Aus der Struktur der - V nd gen.
    Tabelie III
    Vitamin-B,-Konzentration im Blut
    Erfindungs-
    gemäße Vitamin B,
    Verbindung (10 mg)
    (10 mg)
    Vor der Verabreichung ...... 6,30/, 6,30/,
    1 Stunde nach der Ver-
    abreichung .............. 11,20/, 6,30/,
    Aus diesen Tatsachen ist ersichtlich, daß die Verbindung wirkungsvoll und stark vom, Darm resorbiert wird.
  • Die Verbindungen gemäß der Erfindung zeigen also bei der- Verabreichung per os a-tigenfällige und schnelle Vitamin-B#-ähnlic'he Wirkungen und wirken, da sie von Thiami'nase -nicht zersetzt werden, auch dann_ beim Menschen, wenn die Wirkung von Vitamin B" welches durch den Mund verabreicht wird, nicht abgewartet werden kann.
  • Eine Variation in den Gruppen R, R., und R, hat fast keinen Einfluß auf die therapeutische Wirksamkeit der Verbindungen. ' Die Herstellung der Verbindungen gemäß der Erfindung erfolgt- so, daß Vitamin B, oder verwandte Verbindungen oder ihre Acylabkönimlinge mit einer aktiven Verbindung, die die - S H-Gruppe in die R, - S - S-Gruppe umwandelt, umgesetzt werden. Beispielsweise wird Vitamin B" ein Vitamin-B,7Abkümmling, in dem die Methylgruppe im Pyrimidinkern durch eine Äthylgruppe ersetzt ist oder deren Acylderivate mit Verbindungen der allgemeinen Formel beispielsweise Alkyhuerkaptanen, Alkenylinerkaptanen, wie Allylraerkaptan, Arylmerkaptanen, Aralky1nierkaptanen, Aralkyl-aralkvlthiosulfinaten, Alkyl-alkylthiosulfinaten, Alkenyl-alkenylthiosulfinaten, wie Allyl-allylthiosulfinat, Aryl-arylthiosulfinaten, Alkyl-(oder Aralkyl-oder Alkenyl-, wie Allyl- oder Aryl-)thiorhodaniden, Salzen von Alkyl-(oder Aralkyl- oder Alkenyl, wie Allyl-oder Aryl-)thiosulfonsäuren, umgesetzt.
  • Zu den obengenannten Alkyl-, Alkenyl- oder Aralkylverbindungen gehören auch deren Substitutionsprodukte und wenn in der Beschreibung oder den Ansprüchen von gesättigten oder ungesättigten Alkyl- oder Aralkylresten gesprochen wird, so sind darunter auch immer deren Substitutionsprodukte zu verstehen.
  • Nachstehend wird das Verfahren erläutert: Es wird im allgemeinen angenommen, daß sich das Vitamin B, und seine Acylderivate in einem Gleichgewichtszustand zwischen der Ammoniumform und der Thiolform befinden. gemäß der Erfindung kann vermutet werden, daß. das Vitamin B, und seine Abklönunlinge in der Thiolform reagieren. Tatsächlich verläuft die Reaktion meist glatt bei einem pH-Wert von über 7, durch eine zu starke Alkalität wird aber nicht nur das VitaminB, zersetzt, sondern auch die - S - S-Gruppe der Reaktionsprodukte aufgespalten und damit die Ausbeute an den Verfahrensprodukten herabgesetzt. Bei der technischen Herstellung ist also die Einhaltung eines pl,-Bereiches von 7 bis 9 am zweckmäßigsten. Die Reaktion verläuft am besten in Gegenwart von Wasser, Alkohol, Aceton, Methanol, Propylalkohol, Äthylacetat oder deren Mischungen oder von anderen indifferenten Lösungsmitteln.
  • Werden die Acylderivate des Vitamin B, verwendet, so können die Acylgruppen aus den Reaktionsprodukten abgespalten weiden, es lassen sich aber auch Acylgruppen in die Reaktionsprodulzte einführen. Alk:yl, Alkenyl- oder Aralkyl- oder Arylmerkaptane werden im allgemeinen zusammen mit einem oxydierenden Mittel verwendet, das in neutralem oder alkalischem, Medium wirksam ist, z. B. Brom, Wasserstoffsuperoxyd, Kaliumpermanganat, Alkalibichromat u. dgl. Es kann aber zum gleichen Zwecke auch eine elektrolytische Oxydation durchgeführt werden.
  • Die Ausbeuten beim Verfahren gemäß der Erfindung sind im allgemeinen ausgezeichnet.
  • Die Umwandlung der S H-Gruppe in der Thiolform des Vitamins B, oder seiner Derivate in die - S - S R,-(R2 gleich Alkyl-, Alkenyl-, Aryl- oder Aralkylrest) Gruppe verläuft immer nur dann glatt, wenn das Medium bei einem geeigneten pl,-VVert gehalten wird. Beispiel 1 li, Teil Allvl-allylthiosulfinat und 1 Teil Vitanün-B1-hvdrochlorid werden in 50 Teilen 50 0/,igem Alkohol aufgelöst , und die Lösung wird mit 10 "/,iger Natriumhydroxyd lösung auf einen p11-Wert von 8 eingestellt. Danach wird 30 Minuten aui 60'C erhitzt. Während der Reaktion wird der pH-Wert bei 8 gehalten. Die Reaktionsmischung v, ird unter vermindertem Druck zur Entfernung des Alkohols konzentriert und der Rückstand mehrmals mit Äther extrahiert. Nach dem Trocknen wird der Ätherextrakt zur Trockne verdampft, bis Kristalle zurückbleiben, die aus Benzol umkristallisiert farblose Prismen vom F. = 132 bis 133'C (unter Zersetzung) ergeben. Das Hydrochlorid hat einen Schmelzpunkt von 151 bis 152'C (unter Zersetzung). Diese Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R. ein Allylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispie12 1,7 Teile -#litamin-B,-hydrochlorid werden in 50 Teilen Wasser gelöst und dann 0,7 Teile Äthyl-äthylthiosulfinat zugegeben. Die Mischung -wird mit 101)/,iger Natriumhydroxydlösung auf einen plj-'Wert von 8 eingestellt und weiter gemäß Beispiel 3 behandelt.
  • Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 126 bis 127'C (unter Zersetzung) und aus Wasser in der gleichen Kristallforin mit einem Schmelzpunkt von 167'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 1,3 Teile. Das Hydrochlorid hat einen Schmelzpunkt von 174 bis 175'C (unter Zersetzung). Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R. ein Äthylrest und R, ein Wasserstoffatom ist.
  • Beispiel 3 1,7 Teile Vitamin-B,-hydrochlorid werden in 100 Teilen 500j.igem Alkohol gelöst und 0,75 Teile Isopropyl-isopropylthiosulfinat zugesetzt. Die Mischung wird m it einer 10 II/Oigen Natriumhydroxydlösung auf einen pl,-Wert von 8 eingestellt, und die Reaktionsmischung wird auf 50 bis 60'C erhitzt, bis die Thiochromreaktion negativ geworden ist. Während der Reaktion wird der pl,-Wert auf 8 gehalten. Die Reaktionsmischung wird unter vermindertem Druck auf die Hälfte ihres Volumens eingeengt und dann nÜt Äthylacetat extrahiert. Nach dem Trocknen wird der Extrakt unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft, und das Reaktionsprodukt verbleibt in kristallinischer Form. Es kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen aus mit einem Schmelzpunkt von 163 bis 164'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 1,5 Teile, die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein Isopropylrest und R, ein Wasserstoffatom ist.
  • Beispiel 4 5 Teile 3-[2'-äthyl-4'-aniinopyrinüdyl(5)j---rnethyl-4-methyl-5-p-ox37äthyl-thiazolchlorid-hydrochlorid, das nachstehend als Homovitamin-B,-hydrochlorid bezeichnet wird, werden in 250 Teilen 50 0/,igem Alkohol gelöst und zu der Lösung 1,5 Teile Methyl-methylthiosulfinat gegeben. Die Mischung wird mit 100/,iger Natriumhydroxydlösung auf einen pn-Wert von 8 eingestellt, auf 40 bis 50'C erhitzt und gemäß Beispiel 3 behandelt.
  • Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 122 bis 123'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 4 Teile. Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Äthyl-, R, ein Methylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispiel 5 1,3 Teile Benzoyl-Vitamin-B,7hydrobromid werden in 10 Teilen Wasser aufgelöst und 0,25 Teile Methyl-methylthiosulfinat zugegeben. Die Mischung wird mit 100,1.1ger Natriumhydroxydlösung auf einen pl,-Wert von 8 eingestellt und so lange auf 50 bis 60'C erhitzt, bis die Reak# tionsmischung keine Thiochromreaktion mehr zeigt. Beim Konzentrieren der Reaktionsmischung scheidet sich eine ölige Substanz aus, die sofort kristallisiert.
  • Die Reaktionsmischung wird in verdünnter Salzsäure gelöst und die Lösung nach Entfärbung mit Natriumbicarbonat neutralisiert, wobei sich farblose Prismen von einem Schmelzpunkt von 78 bis 80'C ausscheiden. Die Ausbeute beträgt 1 Teil. Das Hydrochlorid hat einen Schmelzpunkt von 182 bis 183'C (unter Zersetzung). Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, und R, ein Methyl- und R, ein Benzoylrest ist. Beispiel 6 2,5 Teile Benzoyl-Vitamin-B,7hydrobrornid werden mit 0,75 Teilen Propyl-propylthiosulfinat in 100 Teilen 50 0/,igem Alkohol wie im Beispiel 5 umgesetzt. Das rohe ölige Reaktionsprodukt wird mit Äthylacetat extrahiert, und der Extrakt wird nach dem Trocknen unter vermindertem Druck eingedampft.
  • Der ölige Rückstand wird in verdünnter Salzsäure aufgelöst, die Lösung entfärbt und mit Natriumbicarbonat neutralisiert, wobei sich farblose Prismen mit einem Schmelzpunkt vou 89 bis 90'C ausscheiden. Die Ausbeute beträgt 1,5 Teile. Das Hydrochlorid hat einen Schmelzpunkt von 155 bis 156'C (unter Zersetzung). Diese Verbindung hat die Struktur der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein Propyl- und R, ein Benzoylrest ist. Beispie17 Zu einer Lösung von 1 Teil Vitamin-BI-hydrochlorid in 10 Teilen Wasser werden zunächst 3,3 Teile einer 10 0/,igen Natriumhydroxydlösung und dann eine Lösung von 0,7 Teilen Natrium-butylthiosulfat in 20 Teilen Wasser gegeben, wobei sich sogleich Kristalle ausscheiden. Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 136 bis 137'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 0,8 Teile.
  • Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein Butylrest und R, ein Wasserstoffatom ist.
  • Beispie18 Eine Lösung von 1 Teil Vitamin-B,-hydrochlorid in 10 Teilen Wasser wird mit 3,3 Teilen einer 10 0/,igen Natriumhydroxydlösung gemischt, die Mischung mit Natriumchlorid gesättigt und dann mit einem Teil Natriumallylthiosulfat versetzt, wobei sich eine ölige Substanz ausscheidet, die alsbald kristallisiert. Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 132 bis 133'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 1 Teil. Die Verbindung hat die Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein Allylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispiel 9 1 Teil Vitamin-B,7hydrochlorid wird mit 1,5 Teilen Natrium-ß-oxyäthylthiosulfat wie im Beispie18 umgesetzt. Das erhaltene Produkt kristallisiert aus einer Mischung aus Alkohol, Äthylacetat und Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 148 bis 149'C (unter Zersetzung). Ausbeute 1 Teil. Die Verbindung hat die Struktur der entsprechenden allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein ß-Oxyäthylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispiel 10 Eine Lösung aus 1 Teil Vitanün-B,7hydrochlorid in 3,3 Teilen einer 100/,igen Natriumhydroxydlösung wird mit Natriumchlorid gesättigt und dann mit einem Teil Natriumäthylthiosulfat versetzt, wobei Trübung und Kristallisation erfolgt. Das erhaltene Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 126 bis 127'C. Die Ausbeute beträgt 0,8 Teile.
  • Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein Äthylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispiel 11 Eine Lösung von 1,5 Teilen Benzoyl-Vitamin-B,-hydrobromid in 15 Teilen Wasser wird mit 3,5 Teilen einer 100/,igen Natriumhydroxydlösung und anschließend mit einer Lösung von 2 Teilen Natrium-propylthiosulfat in 5 Teilen Wasser versetzt, wobei sich augenblicklich Kristalle abscheiden.
  • Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus einer Mischung aus Benzol und Benzin in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 89 bis 90'C. Die Ausbeute beträgt 1,1 Teile. Das Hydrochlorid hat einen Schmelzpunkt von 155 bis 156'C (unter Zersetzung).
  • Die Verbindung hat die Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein Propyl-und R, ein Benzoylrest ist. Beispiel 12 Eine Lösung von 0,5 Teilen Homovitanün-Brhydrochlorid in 3 Teilen Wasser wird mit 1,7 Teilen einer 10"/,igen Natriumhydroxydlösung und anschließend mit 0,5 Teilen Natrium-propylthiosulfat versetzt wobei sich sofort Kristalle ausscheiden. Das Reak#ionsprodukt kristaRisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 130 bis 131'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 0,5 Teile. Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Äthyl-, R., ein Propylrest und Rs ein Wasserstoffatom ist.
  • Beispiel 13 Eine Lösung von 1 Teil Homovitamin-B,-hydrocWorid in 5 Teilen Wasser wird rrtit 3,4 Teilen 100/,iger Natriumhydroxydlösung und danach mit einem Teil Natriumbutylthiosulfat versetzt, wobei sich sofort Kristalle abscheiden. Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 119 bis 120'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 1 Teil. Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, ein Äthyl-, R, ein Butylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispiel 14 9Teile einer 1011/,igen Natriumhydroxydlösung und 0,5 Teile Allylmerkaptan werden zu einer Lösung von 2 Teilen Vitamin-BI-hydrochlorid in 100 Teilen 600/#gem Alkohol unter Kühlung mit Eiswasser gegeben, und dann wird eine Lösung von 1,6 Teilen Jod und 3,6 Teilen Kaliumjodid in 30 Teilen Wasser unter Kühlung mit Eiswasser eingetropft. Die Reaktionsmischung wird zur Entfernung des Alkohols unter vermindertem Druck konzentriert und mehrmals mit Äthylacetat extrahiert. Der Extrakt wird getrocknet und unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft. Es bleibt eine ölige Substanz zurück, die sofort kristallisiert. Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 132 bis 133'C. Die Ausbeute beträgt 1 Teil. Die Verbindung hat die Struktur der allgemeinen Formel, in der R, ein Methyl-, R, ein Allylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispiel 15 32Teile einer 10"/,igen Natriumhydroxydlösung und 21 Teile der Natriumverbindung des Methyhnercaptans werden zu einer Lösung von 10 Teilen Vitan-iin-B,7hydrochlorid in 500 Teilen Wasser unter Kühlung mit Eiswasser gegeben. Dann wird unter fortgesetzter Kühlung eine Lösung von 8 Teilen Jod und 15 Teilen Kalluinjodid in 150 Teilen Wasser eingetropft. Die Reaktionsmischung wird auf die Hälfte ihres Volumens unter vermindertem Druck eingedampft und mehrmals mit Methylacetat extrahiert. Der Extrakt wird entfärbt, getrocknet und unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft. Es verbleibt eine ölige Substanz, die sofort kristallisiert. Das Reaktionsprodukt kristalEsiert aus Äthylacetat in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 132'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 5 Teile.
  • Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R, und R, ein Methylrest und R, ein Wasserstoffatom ist. Beispiel 16 Zu einer Lösung von 1,5 Teilen Vitanün-Bl-hydrochlorid in 20 Teilen Wasser werden 4,85 Teile einer 100/,igen Natriumhydroxydlösung und anschließend eine Lösung von 0,8 Teilen Butylthiorhodanid (hergestellt aus Butylmercaptan und Dirhodan) in 30 Teilen Äther gegeben, wobei sich langsam Kristalle ausscheiden. Das Reaktionsprodukt kristallisiert aus Benzol in farblosen Prismen mit einem Schmelzpunkt von 136 bis 137'C (unter Zersetzung). Die Ausbeute beträgt 0,7 Teile. Die Verbindung hat eine Struktur entsprechend der allgemeinen Formel, in der R,. ein Methyl-, R2 ein Butylrest und R, ein Wasserstoffatom ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. verfahren, zur Herstellung von Disulfidabkömmlingen des Vitan-üns B, der allgemeinen Formel - # in der R, einen Methyl- oder Äthyl-, R2 Alkyl-, Alkenyl-, Aryl- oder Aralkylrest und R, ein Wasserstoffatom, einen Acetyl- oder Benzoylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung der allgemeinen Formel in der R, und R, die vorstehend angegebene Bedeutung haben, mit einem Thioalkylierungsmittel, Thioarylierungsmittel oder Thioaralkylierungsmittel umgesetzt wird, das imstande ist, die - S H-Gruppe in die - S - S - R,-Gruppe umzuwandeln, und zwar bei einem pu-Wert über 7. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Thioalkylierungsmittel, Thioarylierungsmittel oder Thioaralkylierungsmittel Verbindungen der allgemeinen Formeln H - S - R, Rp, - SO - SR, R, - S - SCN, RpS - SO,M, worin R, die oben angegebene Bedeutung hat und M Natrium oder Kalium bedeutet, verwendet werden. 3. Verfahren nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei pjl-Werten von 7 bis 9 erfolgt. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Wasser oder einem organischen Lösungsmittel, wie Alkohol, Aceton, Methanol, Propylalkohol, Äthylacetat oder deren Mischungen, erfolgt.
DET7166A 1952-02-06 1952-12-20 Verfahren zur Herstellung von Disulfidabkoemmlingen des Vitamin B Pending DE1042590B (de)

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JP1042590X 1952-02-06

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