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Überzug-Steuereinrichtung für Buchungs- und ähnliche Rechenmaschinen
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Überzug-Steuereinrichtung für Buchungs-
und ähnliche Rechenmaschinen.
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Die in dem Ausführungsbeispiel erläuterte Maschine ist eine sogenannte
Bankmaschine und dient zum Registrieren und Verbuchen verschiedener in einem Bankunternehmen
vorkommender Geschäftsvorgänge.
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Im Bankgewerbe ist es üblich, jedes einzelne benutzte Kontrollkonto
täglich abzurechnen. Diese Abrechnung geschieht durch Aufnahme des alten Saldos,
Subtraktion der Debetposten (auf das Konto gezogene Schecks), Addition von Kreditposten
(z. B. Einlagen) und Summenzug (Bildung des neuen Saldos).
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Beim Bebuchen von Konten werden die Beträge auf eine kombinierte Aufstellungs-
und Kontokarte gedruckt. Die zwei Teile dieser Karte sind in der litte voneinander
abtrennbar. Der Aufstellungsteil geht an den Kunden, und der Kontokartenteil bleibt
bei der Bank. Auf dieser kombinierten Aufstellungs- und Kontokarte werden bei der
Ziehung eines jeden Schecks der abgehobene Betrag, der Betrag jeder Einlage, das
Datum und der Saldo des Kundenkontos gedruckt.
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Die meisten Bankkonten werden in für die Bank zufriedenstellender
Weise genutzt, d. h., die durchschnittliche Tagesbilanz ergibt einen Kreditsaldo,
auf Grund dessen die Bank Verwaltungs- und Kreditauskunftsspesen verrechnen kann.
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Es kommt jedoch vor, daß ein Kunde sein Bankkonto wissentlich oder
unwissentlich auf eine für die Bank nicht gerade wünschenswerte Weise nutzt. Dies
wäre z. B. dann der Fall, wenn er stets nur so hohe Einlagen macht, daß die Schecks
jeweils am Tage ihrer Vorlage gerade gedeckt sind.
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Aus den Bankbelegen würde in diesem Fall auf den ersten Blick hervorgehen,
daß ein Kreditsaldo vorhanden oder, mit anderen Worten, das Konto, vom Gesichtspunkt
der Bank aus betrachtet, in Ordnung ist.
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Den wahren Stand des Kontos läßt die Aufstellungs-Kontokarte jedoch
nicht ohne weiteres erkennen. Der Kreditsaldo ist in diesem Fall nämlich meistens
so niedrig, daß er eines Tages bei der Vorlage eines Schecks nicht mehr zu dessen
Deckung ausreicht. Das heißt, für den Scheck müßte dann ein Betrag ausgezahlt werden,
über den der betreffende Kunde überhaupt nicht mehr verfügen dürfte und der bereits
einen Bankkredit darstellt.
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Der Stand eines solchen Kontos wird jedoch sofort deutlich vor Augen
geführt, wenn eine Anzeige des überzogenen Zustandes erfolgt, noch bevor eine neue
Einlage verbucht wird.
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Es sind Einrichtungen bekannt, die die Maschine sofort sperren, wenn
in dem Addier-Subtrahier-Werk ein Überzug erfolgt. Bei einer dieser bekannten Einrichtungen
erfolgt die Sperrung dadurch, daß eine Motortaste sowie eine Summenzugtaste für
das Addier-Subtrahier-Werk unmittelbar beim Stattfinden eines Überzuges gesperrt
werden. Wieder freigebbar sind diese Motortaste und die Summenzugtaste dann von
Hand durch Verstellung eines sogenannten Dezimalschiebers.
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Bei einer anderen bekannten Einrichtung werden beim Überziehen des
Addier-Subtrahier-Werkes sofort sämtliche Betragstasten, jedoch nicht die Motortaste
gesperrt. Durch Drücken der Motortaste erfolgt die Freigabe der Betragstasten, während
die Maschine selbst einen Leerlauf durchführt. Bei einer solchen Anordnung müssen
besondere Vorkehrungen getroffen sein, um eine Beschädigung gewisser Teile während
jenes Maschinenleerlaufes zu verhindern.
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Bei diesen bekannten Einrichtungen erfolgt die Sperrung der Motortaste
bzw_ der Betragstasten sofort beim Stattfinden eines Überzuges. Die Maschine ist
also erst dann wieder in Gang setzbar, nachdem die Sperre unwirksam gemacht worden
ist. Dies wirkt sich insbesondere bei mehrere Addierwerke enthaltenden Maschinen
recht nachteilig aus, wenn z. B. bei bestimmten Arbeiten trotz des überzogenen Zustandes
des
einen Addierwerkes, z. B. des Addier-Subtrahier-Werkes, ein oder mehrere der übrigen
Addierwerke beschickt werden sollen, bevor das Addier-Subtr ahier-Werk erneut angesprochen
wird. Dies ist bei den bekannten -Maschinen aber nicht möglich, solange die Sperre,
die sich auf sämtliche Addierwerke erstreckt, wirksam ist.
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Wieder hei einer anderen bekannten Einrichtung dieser Art wird eine
Summenzug-Maschinenfreigabetaste für das Addier-Subtrahier-Werk gesperrt, sobald
in diesem ein Überzug stattfindet. Die Maschine ist in diesem Fall nur durch das
Drücken einer Überzug-Taste freigebbar, wodurch in mehreren Arbeitsspielen ein komplementärer
Überzugbetrag in eine echte negative Summe verwandelt und als solche gedruckt wird.
Bei dieser -Maschine wird jedoch durch die additive Einbringung eines Betrages,
der genügend hoch ist, um den überzogenen Zustand aufzuheben, die dem Addier-Subtrahier-Werk
zugeordnete Summenzugtaste entsperrt.
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Es ist ferner bekannt, ein Saldierwerk mit einer Überzug-Sperrvorrichtung
auszustatten, die nur während eines Maschinenganges, in welchem keine Betragstasten
gedrückt wurden, und nur wenn der Kartenwagen in die »Neuer-Saldo«-Spalte tabuliert
wurde. wirksam wird. Zum Ziehen einer Zwischensumme des Saldos zwecks Übertragung
auf eine neue Karte, wenn eine harte mit Eintragungen vollständig bedruckt wurde,
ist in dieser Maschine eine »Keine-Einlage«-Taste vorgesehen. Wird diese Taste gedrückt
und befindet sich der Wagen in der genannten Saldospalte, so unterbleibt die von
der Überzug-Sperrvorrichtung ausgeübte Sperrwirkung, und die Maschine ist dann sowohl
zum Drucken der Zwischensumme des Saldos auf die alte als auch auf die neue Karte
freigebbar. Für den Fall, daß eine fehlerhafte »Einlage, oder »Scheck«-Einbringung
zu berichtigen ist, sind in dieser bekannten Maschine »Korrektur«-Tasten, z. B.
eine »Addition-Korrektur«- oder eine »Subtraktion-KOrrelitür«-Taste, vorhanden,
durch deren Drücken ein selbsttätiges Steuerglied angetrieben wird, das dann die
Sperrwirkung der genannten Überzugsperre ausschaltet. In allen denjenigen Spalten,
in denen die Überzugsperre zwecks Durchführung anderer Einbringungsarten ausgeschaltet
«-erden so]'. kann das genannte selbsttätige Steuerglied außerdem mittels einer
Wagensteuervorrichtung angetrieben werden.
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Nachdem jedoch die genannte Überzugsperre. wie bereits erwähnt. nur
während eines Maschinenganges, in welchem keine Betragstasten gedrückt wurden, wirksam
wird, ergibt sich für eine solche Maschine der Nachteil, daß trotz überzogenen Saldierwerkes
das Buchen weiterer Schecks oder Einlagen noch möglich ist, wodurch die Überzugwirkung
dann wieder aufgehoben werden kann.
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Mit der erfindungsgemäßen Maschine wird jedoch in jedem Fall der -Iaschinenbediener
auf das Überziehen des betreffenden Kontos aufmerksam gemacht. da ein solches Aufheben
des Cberzuges durch eine additive Einbringung unterbunden ist. Ein Kunde ist daher
nicht einmal in der Lage, sein Konto zeitweilig zu überziehen, ohne daß die Bank
diesen Vorgang sofort gewahr wird.
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Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, die Bearbeitung eines Bankkontos
auf verschiedene Art zu ermöglichen, und zwar z. B. so, daß entweder unmittelbar,
nachdem durch die Einbringung eines Scheckbetrages das Addier-Subtrahier-@,#'erk
überzogen worden ist, ein Verbuchen weiterer Schecks oder Einlagen verhindert wird,
solange der Maschinenbediener nicht gewisse Vorkehrungen trifft, oder aber daß Schick-und
Einlagenbeträge trotz des überzogenen Zustandes des Addier-Subtrahier-Werkes weiterhin
verbucht werden können. Der Maschinenb°diener kann also ohne weiteres zwischen den
beiden Arten der Kontenbearbeitung je nach Bedarf wählen. Dies ist mit keiner der
bekannten Maschinen möglich.
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Die Erfindung geht aus von einer Buchungsmaschine mit mehreren Addierwerken
einschließlich eines Addier-Subtrahier-Werkes, Addier-Steuertasten zum Steuern der
Maschine zwecks Durchführung von Additionsmaschinengängen und Subtrahier-Steuertasten
zum Steuern der Maschine zwecks Durchführung von Subtraktionsmaschinengängen, Summenzug-Steuertasten,
einer Sperrvorrichtung, die beim Überziehen des Addier-Subtrahier-Werkes durch dieses
wirksam gemacht wird, und mit von Hand oder selbsttätig steuerbaren Abschaltvorrichtungen
zum Unwirksammachen der Überzugsperre, so daß die Maschine für bestimmte Maschinengangarten,
z. B. Zwischensummenzug und Fehlerberichtigung, freigebbar ist; sie ist dadurch
gekennzeichnet, daß zum Verhindern weiterer Einbringungen additiver oder subtraktiver
Posten in das Saldierwerk nach dessen Überzug zwei normalerweise das Wirksamwerden
der Sperrv orrichtung verhindernde Halteglieder vorgesehen sind, von denen das eine
beim Überziehen des Addier-Subtrahier-Werkes zur Vorbereitung des Wirksam-,verdens
der Sperrvorrichtung, hingegen das andere erst bei nachfolgendem Drücken entweder
einer dem Saldierwerk zugeordneten Addier-Steuertaste oder einer dem Saldierwerk
zugeordneten Subtrahier-Steuertaste zwecks vollständiger Freigabe der Sperrvorrichtung
zur Bewegung in die Sperrstellung unwirksam machbar ist.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht auch nach dem Stattfinden
eines Überzuges in dem Addier-Subtrahier-Werk die Einbringung weiterer Scheck-und
Einlagenbeträge (ein. vorheriger Abdruck des Überzuges ist dabei nicht notwendig,
aber durchführbar), wenn vor der Einlagen- oder Scheck-Taste eine Gberzug-Taste
gedrückt wird. Sie verhindert jedoch eine Freigabe der Maschine nach dem Stattfinden
eines Überzuges, wenn nur eine der Scheck- oder Einlagen-Tasten ohne die Überzug-Taste
gedrückt wird. Der Maschinenbediener wird also in jedem Fall darauf aufmerksam,
daß das betreffende Konto überzogen worden ist. Will er vor der Verbuchung weiterer
Scheck- oder Einlagenposten den Überzug drucken, so braucht er nur die Cberzug-Taste
zusammen mit einer Zwischensaldo-Taste zu drücken.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der
Zeichnung erläutert, und zwar zeigt Fig. 1 das Maschinentastenfeld, Fig. 2 eine
schematische Darstellung des das Datum, die Anzahl der Schecks und die Beträge sowie
die Geschäftsvorgangsarten anzeigenden Schauwerkes, Fig. 3 eine Vorderansicht (gebrochen)
eines Teiles der überzugeinrichtung und ihrer auf die Maschinenfreigabeeinrichtung
wirkenden Steuerung.
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Fig. 4 eine Seitenansicht eines Teiles der Geschäftsvorgangstastenbank
mit der dieser Tastenbank zugeordneten Schaltvorrichtung, die beim Drücken irgendeiner
der Tasten dieser Bank - mit Ausnahme der Überzug-Taste - geschlossen wird, Fig.5
eine Einzelheit der Einrichtung, die nach dem Wirksamwerden einer selbsttätigen
Überzugsperre durch ein Drücken entweder der Scheck- oder
der Einlage-Taste
zusammen mit der Überzug-Taste so antreibbar ist, daß sie die -Maschine freigibt,
Fig.6 eine Einzelansicht der Überzugeinrichtung für das Addier-Subtrahier-Werk der
oberen Addierwerksreihe, Fig.7 einen Teil der Überzug-Tastensteuerung der Maschinenfreigabesperreinrichtung,
Fig.8 einen Teil der Überzug-Steuervorrichtung zum Verhindern der Freigabe der Maschine
durch die dem Addier-Subtrahier-Werk der oberen Addierwerksreihe zugeordneten Summentasten,
wenn sich dieses Addier-Subtrahier-Werk in überzogenem oder Minus-Zustand befindet,
und einen Teil des Solenoidauslösers für die Maschinenfreigabeeinrichtung, Fig.9
den übrigen Teil der in Fig.8 gezeigten Überzug-Steuereinrichtung, Fig. 10 eine
Einzelansicht der zum Zurückstellen der in den Fig. 8 und 9 gezeigten Überzugeinrichtung
dienenden Vorrichtung, Fig.11 eine Einzelheit der zum Steuern der Maschinenfreigabeeinrichtung
dienenden Überzugklinke, Fig. 12 ein Bild einer von der Maschine des Ausführungsbeispiels
bedruckten kombinierten Aufstellungsbogen- und Kontokarte ohne Überzugdruck, Fig.
13 ein Bild einer von der Maschine des Ausführungsbeispiels bedruckten kombinierten
Aufstellungsbogen- und Kontokarte mit Überzugdruck und Fig.14 eine Einzelansicht
eines Tastenfreigabehebels, welche erkennen läßt, wie der Tastenfreigabehebel die
Sperreinrichtung ausschaltet, wenn die gedrückte Taste freigegeben wird.
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Die Maschine des Ausführungsbeispiels ist mit einem Druckwerk versehen,
das an der Vorderseite der Maschine angeordnet ist und zum Drucken von Angaben in
einer Spalte oder mehreren Spalten einführbarer kombinierter Auf stellungs- und
Kontobogen dient.
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Die Maschine, an der die Erfindung erläutert wird. ist bekannt und
wird daher nur kurz beschrieben.
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Die Maschine des Ausführungsbeispiels weist mehrere Betragtasten zum
Einbringen von Beträgen in verschiedene Addierwerke und zum Einstellen entsprechender,
zum Drucken der Beträge dienender Typenräder auf.
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Ferner ist die Maschine mit einer zum Einbringen positiver und negativer
Posten in die verschiedenen Addierwerke dienenden Vorgangstastenreihe, mit einer
zum Steuern des Symboldruckes dienenden Symboldrucktastenreihe und mit einer Summentastenreihe
ausgerüstet, die zum Steuern bestimmter Maschinenteile für Ablesen- und Nullstellarbeitsgänge
dienen.
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Durch Drücken bestimmter Tasten der Summentastenreihe und der Tasten
der Vorgangstastenreihe wird die Maschinenfreigabeeinrichtung in bekannter Weise
mittels elektrischer Mittel, zu denen Mikroschalter gehören, geschaltet.
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Die im Ausführungsbeispiel beschriebene Maschine weist ferner zwei
Addierwerksreihen, nämlich eine obere und eine rückwärtige Addierwerksreihe, auf.
In der oberen Addierwerksreihe stützt sich das Saldierwerk ab, das oft als Quersaldierwerk
bezeichnet wird und zum Ziehen neuer Salden aus positiven und negativen Beträgen
dient.
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In der rückwärtigen Addierwerksreihe sind vier Addierwerke angeordnet,
von denen zwei Addier-Subtrahier-Werke oder Quersaldierwerke sind, eines zum Speichern
einer Summe der Debet- oder Scheckposten und eines zum Speichern einer Summe der
Kredit- oder Einlageposten dient. Tastenfeld Die zwei linken Tastenbänke 150 (Fig.
1) dieiren zum Einstellen des auf der kombinierten Aufstellungsbogen- und Kontokarte
zu druckenden Datums (Tag. Monat) und die nächsten vier Tastenbänke 151 zuni Einstellen
einer gewissen Anzahl von durch eine besondere Buchungseinbringung zusammengefaßten
Schecks.
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Die nächsten zehn Betragstastenreihen 152 werden zum Einstellen von
Beträgen, zum Aufnehmen von Salden, zum Einstellen der Scheck- und Einlagebeträge
sowie anderer gewünschter Angaben, die im Bankgewerbe üblich sind, verwendet.
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Die Tasten 153 (Symbolreihe) werden nur zum Einstellen der auf der
kombinierten Aufstellungsbogen- und Kontokarte zu druckenden Symbole verwendet.
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Die Überzugaufnahme-Taste 154 wird gedrückt, wenn der aufzunehmende
Saldo ein Überzug- oder Debetsaldo ist.
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Die Einlage-Taste 157 dient zum Einbringen von Einlagen, die in der
Plusseite des Saldierwerkes einaddiert werden.
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Wird die Überzug-Taste 158 zusammen mit der Einlage-Taste 157 oder
der Scheck-Taste 159 der Vorgangsbank gedrückt, so wird eine Überzugsperre durch
die überzug-Taste 158 entsperrt, so daß die Maschine auch bei überzogenem Saldierwerk
auslösbar ist. `'Wird die Überzug-Taste 158 bei Vorhandensein eines Überzuges zusammen
mit einer Saldoanzeige-Taste 165 gedrückt, so erfolgt eine Anzeige des überzugbetrages.
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Die Scheck-Taste 159 dient zum Buchen sämtlicher Scheck- oder Debetposten.
Durch diese Scheck-Taste eingebrachte Beträge werden selbsttätig aus dem Saldierwerk
subtrahiert.
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Die Saldoaufnahme-Taste 162 dient zum Aufnehmen des alten Saldos von
der kombinierten Aufstellungsbogen- und Kontokarte vor Einleitung neuer Buchungsarbeitsgänge.
Durch ein Drücken der Saldoaufnahme-Taste wird die Plus-Seite des Saldierwerkes
ausgewählt.
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Die Tasten 163 bis 168 der Summenbank werden für Summen oder Zwischensummenzugarbeitsgänge
gebraucht.
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Die Neuer-Saldo-Taste 163 dient zum Ziehen des neuen Saldos, nachdem
sämtliche Posten verbucht worden sind. Ist jedoch der neue Saldo ein Überzug, so
wird die Maschine durch ein Drücken der Neuer-Saldo-Taste 163 nur freigegeben, wenn
die Überzug-Taste 158 vorher gedrückt worden ist.
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Ein Drücken der Zwischensaldo-Taste 164 bewirkt einen Saldodruck ohne
Entleerung des Saldierwerkes. Die Saldoanzeige-Taste 165 dient zum Einstellen des
Schauwerkes gemäß Fig. 2, derart, daß es den in dem Saldierwerk stehenden Saldo
nach der Verbuchung der Posten anzeigt.
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Wird die Zwischensumme-Reihe --Taste 166 in Verbindung mit der Überzugaufnahme-Taste
154, der Einlage-Taste 157, der Scheck-Taste 159 oder der Saldoaufnahme-Taste 162
gedrückt, so wird eine Zwischensumme der in den entsprechenden Addierwerken der
rückwärtigen Addierwerksreihe gespeicherten Beträge gezogen.
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Die »Entleeren-Reihe 1«-Taste 167 wird. zusammen mit den Tasten der
Reihe 1 zum Ziehen von Summen aus den zugehörigen Addierwerken gedrückt.
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Die »\Teuer-Saldo-kein-Übertrag«-Taste 168 dient zum Entleeren des
Saldierwerkes ohne einen Übertrag in ein anderes Addierwerk, wenn das Saldierwerk
zum
Aufrechnen entweder von Schecks oder Einlagen verwendet worden ist.
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Die Vorgangstastenbank Der Vorgangstastenbank-Einstellmechanismus
ist bekannt und wird daher nicht näher beschrieben.
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In jedem Schaft der in der Vorgangstastenbank untergebrachten Tasten
ist ein Stift 61 (Fig.4) befestigt. Jedem Stift 61 ist je ein in einem Maschinenfreigabeschieber
63 vorgesehener Schlitz 62 zugeordnet. Der Stift 61 im Schaft der Überzug-Taste
158 ist jedoch so kurz. daß er nicht in Eingriff mit seinem zugeordneten Schlitz
62 gehen kann. Der Maschinenfreigabeschieber 63 ist mit seinem oberen Ende an einem
bei 65 an einem Tastenrahmen 66 gelagerten Arm 64 und mit seinem unteren Ende an
einem nicht gezeigten Arm angelenkt.
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Der über den Freigabeschieber 63 bei Drücken und Verriegeln einer
der Vorgangstasten - mit Ausnahme der 158 - vierschwenkbare Arm 64 (Fig. 4) verschwenkt
mittels eines in ihm befestigten, mit einem Finger 75 eines auf einer Stange 77
gelagerten Armes 76 zusammenarbeitenden Stiftes 74 den Arm 76 nach Fig.4 im Uhrzeigersinn.
Ein Stift 79 verbindet einen Ansatz 78 des Armes 76 mit einem Verbindungsglied 80,
das bei 81 an einem auf einer Maschinenfreigabewelle 30 gelagerten Arm 82 drehbar
angelenkt ist.
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Der Arm 82 weist eine Abbiegung 83 (Fig. 4) auf, die mit einem Schalterknopf
84 zusammenarbeitet, mittels dessen ein Mikroschalter 85 schließbar ist, der an
einem von dem Maschinenrahmen getragenen Halter 86 angebracht ist.
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Befinden sich die Vorgangstasten in ihren nicht gedrückten Lagen,
so besteht zwischen der Abbiegung 83 und dem Schalterknopf 84 ein Luftspalt 87.
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Wird eine der Vorgangstasten - mit Ausnahme der Cberzug-Taste 158
- gedrückt, so wird durch die dadurch bewirkte Abwärtsbewegung des Maschillenfreigabeschiebers
63 das Verbindungsglied 80 angehoben und der Arm 82 im Uhrzeigersinn verschwenkt.
so daß die Abbiegung 83 den Schalterknopf 84 eindrückt und den Mikroschalter 85
schließt.
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Dadurch wird über ein Solenoid (nicht gezeigt) ein Stromkreis geschlossen
und die Maschinenfreigabeeinrichtung wirksam gemacht, d. h., die Maschinenfreigabewelle
30 wird für eine Uhrzeigerbewegung in bekannter Weise freigegeben. Summensteuerbank
In jedem Schaft der Summentasten 163 bis 168 (Fig. 1 und 8) ist ein abgeflachter
Stift 90 befestigt, der mit einem bekannten, nicht gezeigten Sperrschieber zusammenarbeitet.
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Die Stifte 90 der Summentasten 163. 164, 165 und 168 arbeiten ferner
mit schräg in einen Antriebsschieber 102 eingeschnittenen Schlitzen 100 und die
Stifte 90 der Summentasten 166 und 167 mit einer etwa rechteckigen Ausnehmung 101
in dem Antriebsschieber 102 zusammen. Der Antriebsschieber 102 stützt sich gleitbar
auf in dem Tastenrahmen (nicht gezeigt) befestigten Stiften 103 ab. Eine Feder 104
hält die linken Kanten der Schlitze 100 normalerweise in Anlage mit den Stiften
90 der Summentasten 163, 164, 165 und 168. Sämtliche Summentasten werden durch Druckfedern
105 (nur eine ist in Fig.8 zu sehen) in ihren nicht gedrückten Normallagen gehalten.
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Im Antriebsschieber 102 ist ein Stift 110 befestigt, der von dem gegabelten
Ende eines auf der Stange 77 gelagerten Armes 111 umgriffen wird. An dem Arm 111
ist mittels einer Nabe 112 ein Arm 113 befestigt, der über ein Verbindungsglied
114 mit einem auf der Maschinenfreigabewelle 30 gelagerten Arm 115 in Verbindung
steht. Der Arm 115 weist eine Abbiegung 116 auf, die mit einem Schalterknopf 117
eines Mikroschalters 118 zusammenarbeitet.
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Wird eine der Summentasten 163, 164, 165 und 168 gedrückt, so bewegt
ihr Stift 90 den Antriebsschieber 102 abwärts, wodurch die Arme 111 und 113 im Gegenzeigersinn
geschwenkt werden. Dies bewirkt über das Verbindungsglied 114 eine Gegenzeigerbewegung
des Armes 115 derart, daß die Abbiegung 116 an dem Schalterknopf 117 anläuft, ihn
aufwärts bewegt und dadurch die Kontakte eines Mikroschalters 118 schließt, wodurch
das bereits genannte Solenoid erregt und die Maschine für ein Arbeitsspiel freigegeben
wird.
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Durch Drücken der Tasten 166 und 167 wird der Antriebsschieber 102
infolge der geradwandigen Ausnehmung 101 nicht bewegt und demzufolge der'
ikroschalterknopf 117 nicht gedrückt.
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Die Betragseinstelleinrichtung ist bekannt und wird daher nicht näher
erläutert. Es sei lediglich bemerkt, daß die Betragseinstelleinrichtung die Einstellung
des Anzeigewerkes 298 (Fig. 2) bewirkt. Überzuganzeige durch Sperrung Es folgt eine
Beschreibung der Vorrichtung, die unter der Steuerung des Saldierwerkes bewirkt,
daß nach einem Arbeitsgang, bei dem in dem Saldierwerk ein Überzug stattgefunden
hat, die Maschine bei dem Versuch einer Scheck- oder Einlagenposteneinbringung gesperrt
wird.
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An dem auf der Plus-Seite des Saldierwerkes liegenden Addierwerksrad
300 (Fig.3 und 6) höchsten Stellenwertes ist eine einen hohen Zahn 403 aufweisende
Scheibe 402 befestigt. Bei Subtraktionsarbeitsgängen wird das Saldierwerk aus der
in Fig.3 gezeigten Stellung so weit nach links verschoben, daß Minusräder 301 des
Saldierwerkes in Gegenüberstellung mit den bekannten Betragseinstellantriebsgliedern
205 gelangen. Werden nun die Minus-Räder 301 während des folgenden Maschinenganges
in Eingriff mit den Betragseinstellantriebsgliedern 205 gebracht, so werden sie
durch letztere bei deren Einstellbewegung im Uhrzeigersinn (Fig. 6) angetrieben.
Da die Plus-Räder 300 über ein bekanntes Umkehrgetriebe mit den Minus-Rädern 301
des Saldierwerkes im Eingriff stehen, werden sie bei der Uhrzeigerdrehung der Minus-Räder
301 im Gegenzeigersinn angetrieben. Das Plus-Rad 300 höchsten Stellen-wertes läuft
daher bei Eintreten eines Überzuges im Gegenzeigersinn von »0« auf »9«.
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Bei dieser Gegenzeigerbewegung des höchsten Stellen-,i'ert-PluS-RadeS
300 von »0« auf »9« läuft der hohe Zahn 403 der Scheibe 402, die ja, wie oben beschrieben,
am Plus-Rad 300 höchsten Stellen-,vertes befestigt ist, an einem Daumen 437 eines
Armes 407 an und verschwenkt diesen im Uhrzeigersinn.
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Der Arm 407 ist über eine Nabe 406 starr mit einem zweiten Arm 405
verbunden. Die Arme 405 und 407 sowie die Nabe 406 sind auf einer Stange 408 (Fig.6)
gelagert, die einerseits von einer das Betragseinstellglied für die höchste Stellenwertreihe
abstützenden Platte 329 und andererseits von einem ebenfalls an der Platte 329 befestigten
Halter 409 getragen wird. Die Arme 405 und 407 tragen eine Stange 410, die von dem
rachenförmigen Ende eines auf einer Welle 412 verstifteten Armes 411 umgriffen
wird.
Die Welle 412 ist in einer linken Maschinenseitenwand und in einer dem Vorgangseinstellglied
zugeordneten Platte 333 gelagert (s. auch Fig. 3).
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Die Arme 405 und 407 werden jeweils als ein Ganzes. im Uhrzeigersinn
verschwenkt. Bei dieser Uhrzeigerbewegung der Arme 405 und 407 verschwenkt die mit
dem gegabelten Ende des Armes 411 im Eingriff stehende Stange 410 den Arm 411 sowie
die Welle 412 im Uhrzeigersinn.
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Ein auf einer Stange 390 (Fig. 7) gelagerter Arm 415 trägt einen Stift
417, der sich im rachenförmigen Ende eines auf der Stange 77 gelagerten Hebels 418
führt. Das obere Ende des Hebels 418 arbeitet mit einem in einem Schieber 421 befestigten
Stift 420 zusammen. Der Schieber 421 ist einerseits gleitbar durch einen Stift 422
abgestützt und andererseits an einem Arm 423 aasgelenkt, der seinerseits auf einem
Bolzen 424 gelagert ist.
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Der Schieber 421 weist einen Vorsprung 426 auf, dessen schräge Kante
durch eine Feder 427 normalerweise in Anlage mit dem Stift 61 der Überzug-Taste
158 gehalten wird. Eine an dem Arm 415 eingehängte Feder 428 hält das obere Ende
des Hebels 418 normalerweise in Anlage mit dem Stift 420 des Schiebers
421.
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Wird die überzug-Taste 158 nach stattgehabtem Überzug gedrückt,
so wi rd der Schieber 421 gemäß Fig.7 nach links bewegt, der Hebel 418 im Gegenzeigersinn
und der Arm 415 im Uhrzeigersinn verschwenkt.
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Durch die Uhrzeigerbewegung des Armes 415 vor dem Drücken einer Geschäftsvorgangstaste
wird über den Stift 417 die überzug-Sperreinrichtung in anschließend zu beschreibender
Weise ausgeschaltet.
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Ein sich in einem Ansatz 434 (Fig. 6) des Halters 409 gleitbar führendes
Ausrichteglied 433 dient zum Ausrichten der Arme 405 und 407. Das obere Kopfende.
des Ausrichtegliedes 433 ist eingekerbt und steht mit einem in dem Arm 405 befestigten
Stift 435 im Eingriff. Eine um das Ausrichteglied 433 gewundene und zwischen dem
Ansatz 434 und dem Kopf des Ausrichtegliedes befindliche Feder 436 hält das Ausrichteglied
ständig im Eingriff mit dem Stift 435. Werden die Arme 405 und 407 im Uhrzeigersinn
verschwenkt, so wird das Ausrichteglied 433 in eine Stellung bewegt, in der es beide
Arme so lange hält, bis der Überzug in dem Saldierwerk wieder ausgeglichen worden
ist.
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Wird aus dem Saldierwerk eine negative Summe gezogen, so wird das
Saldierwerk, wenn es sich nicht schon in der linken Stellung befindet, in bekannter
Weise nach links (Fig.3) verschoben, so daß die Minus-Räder 301 mit den Betragseinstellantriebsgliedern
205 in Eingriff gelangen, wenn das Saldierwerk eingerückt wird.
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Die Scheibe 402 befindet sich somit wieder in einer Stellung, in der
ihr hoher Zahn 403 in der Bewegungsbahn des am Arm 407 vorgesehenen Daumens 437
liegt.
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Sobald sich das Saldierwerk im Eingriff mit den Betragseinstellantriebsgliedern
205 befindet und die Minus-Räder 301 von denselben im Gegenzeigersinn angetrieben
werden, wird die Scheibe 402 in oben beschriebener Weise im Uhrzeigersinn verschwenkt.
Da sich jedoch der Daumen 437 des Armes 407 zu diesem Zeitpunkt in seiner Überzug-Stellung
(Fig.6) befindet, läuft der hohe Zahn 403 der Scheibe 402 nicht an ihm an.
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Während des negativen Saldiervorganges werden sämtliche Minus-Räder
301 nullgestellt und sämtliche Plus-Räder 300 in die »9«-Stellung gebracht. Während
des einem negativen Saldiervorgang folgenden ersten Additionsarbeitsganges wird
das Saldierwerk wieder nach rechts (Fig.3) verschoben, so daß der hohe Zahn 403
der Scheibe 402 in die Bewegungsbahn eines am Arm 405 ausgebildeten Daumens 404
gelangt. Bei der nun stattfindenden additiven Einbringung wird das Addierwerksrad
300 des höchsten Stellenwertes von »9« auf »0« gedreht, da der Zehnerschaltmechanismus
nach einem negativen Saldiervorgang - angefangen von der niedrigsten Stelle - in
sämtlichen Stellenwertreihen arbeitet. Während sich das Plus-Addierwerksrad des
höchsten Stellenwertes aus der »9«- in die »0«-Stellung bewegt, läuft der hohe Zahn
403 der Scheibe 402 an dem Daumen 404 an und schwenkt die Arme 405 und 407 im Gegenzeigersinn
in die in Fig. 6 gezeigte Stellung zurück. Gleichzeitig wird dem Arm 411 und der
Welle 412 über die Stange 410 ebenfalls eine Gegenzeigerbewegung erteilt.
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Entschließt sich die Bank, nach einem Überzug und nach der Notierung
des Überzuges die Einbringung eines Einlagepostens in das Saldierwerk zuzulassen,
so wird dieser Einlageposten vor dem Saldozug in das Saldierwerk einaddiert. Ist
der Einlageposten groß genug, so nimmt das überzogene Saldierwerk wieder einen positiven
Zustand an, und die geschalteten Teile des Überzugmechanismus werden, wie bereits
beschrieben, wieder zurückgestellt.
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Die bekannte »Flüchtige-Eins«-Einrichtung wird in bekannter Weise
durch die Welle 412, wenn dieser durch den hohen Zahn 403 der Scheibe 402 eine Drehbewegung
erteilt wird, angetrieben, so daß der echte negative Saldo gedruckt werden kann.
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Findet ein Überzug in dem Saldierwerk statt und wird die Welle 412
(Fig. 9, 11) wie beschrieben im Uhrzeigersinn verschwenkt, so bewegt sich ein lose
auf der Welle 412 gelagerter hakenförmiger Arm 466
durch folgende Einrichtung
ebenfalls im Uhrzeigersinn: Ein Arm 467 umgreift mit seinem gabelförmigen Ende einen
in einem Arm 469 befestigten Stift 468. Der Arm 469 ist auf der Stange
390 gelagert und umfaßt mit seinem gegabelten Ende einen in dem Arm
466 befestigten Stift 470. Der auf der Welle 412
befestigte
Arm 467 erteilt so dem Arm 466 eine Uhrzeigerbewegung, die größer ist als die der
Welle 412. Das hakenförmige Ende des Armes 466 ist normalerweise in Anlage mit einem
Stift 471 eines auf der Stange 390 gelagerten Hebels 472. Eine Feder 473 sucht den
Hebel 472 ständig im Gegenzeigersinn zu ziehen, wird jedoch normalerweise durch
den in Anlage mit dem Stift 471 befindlichen hakenförmigen Arm 466 daran gehindert.
Der Hebel 472 trägt einen Stift 474, der von dem gegabelten Ende eines drehbar auf
der Stange 77 gelagerten Armes 475 umgriffen wird. Der Arm 475 ist durch eine Nabe
starr mit einem Arm 476 (Fig. 3 und 9) verbunden. An dem Arm 476 ist eine Fläche
477 vorgesehen, die normalerweise außerhalb der Bewegungsbahn einer Abbiegung 478
eines auf der Maschinenfreigabewelle 30 befestigten Armes 479 liegt.
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Wird der Arm 466 von dem Stift 471 wegbewegt, so kann die Feder 473
den Hebel 472 trotzdem nicht im Gegenzeigersinn schwenken, da sich ein Vierkantstift
481 (Fig. 8), der ,in einem durch eine Nabe mit dem Hebel 472 verbundenen Winkelhebel
480 befestigt ist, in Anlage mit einer Schulter 482 befindet, die an einem auf der
Welle 77 gelagerten Arm 483 vorgesehen ist.
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Eine Feder 484 hält den Arm 483 normalerweise in Anlage mit dem Vierkantstift
481. Ein Finger 485 des
Armes 111 befindet sich in Anlage
mit der Unterseite eines in dem Arm 483 befestigten Stiftes 486.
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Bei der durch das Drücken einer der Summentasten 163. 164. 165 oder
168 bewirkten Abwärtsbewegung des Antriebsschiebers 102 «-erden mit dem Stift 486
in Anlage befindliche Finger 485 und somit der Arm 483 iin Gegenzeigersinn geschwenkt,
so daß die Schulter 482 des Armes 483 von dein Vierkantstift 481 «-egb ewe@t wird.
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Daratifliin schwenkt die Feder 473 den t@'inl@elh:.bel 480 und den
Hebel 472 im Gegenzeigersinn und die Arme 475 und 476 über den Stift 474 so weit
im Uhrzeig ersinn, da?) die Fläche 477 des Armes 476 in die Bewegungsbahn der Abbiegung
478 d---s Armes 479 gelangt. wodurch eine C'hrzeigerl>e«-egung des Armes 479 sowie
der Maschinenfreigabewelle 30 verliindcrt wird. Die Maschine ist somit gesperrt.
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Zwischen der Abbiegung 116 des Verbindun g:-gliedes 114 (Fig. 8) und
dem unteren Ende des Schalterknopfes 117 ist- so viel Spielraum 119 vorgeselicn,
claß die Schulter 482 noch von dein Vierkantstift 481 weg gelangt, bevor der Schalterknopf
117 gedruckt und der Kontakt zur Freigabe der Mfaschine geschlossen wird.
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Wird jedoch vor einer der Summentasten 163. 164, 165 und 168 die Üherztig-Taste
158 gedrückt, so -@-langt der Stift 417 des Armes 415 (Fig: 7 und 9) in die Bewegungsbahn
einer am. Arm 475 vorgesehenen Fläche 491 und verhindert eine Ulirz-#igerbewegun
beider Arnie 475 und 476. Dies ermöglicht dein Arm 479 und der Welle 30 eine Uhrzeigerbewegung
und somit eine Freigabe der Maschine durch ein Drücken der Taste 163 oder der Tate
168 zum Zi:lien eines neuen Saldos.
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Kurz vor Beendigung des @lascliinenganges wird der Maschinenfreigabewelle
30, wie bereits beschriceben, eine Gegenzeigerbewegung erteilt. Dies bewirkt; daß
eine auf der Maschinenfreigabewelle 30 befestigte Platte 492 (Fig. 10) den Hebel
472 und den Arm 480 über einen Lenker 493 und einen in dem Hebel 472 befestigten
Stift 494 so weit im Uhrzeigersinn schwenkt, bis der Vierkantstift 481 (Fig. 8)
hinter die Schulter 482 des Armes 483 gelangt. Bei der Gegenzeigerbewegung der Welle
412 in ihre Normalstellung klinkt der hakenförmige Arm 466 wieder über dem Stift
471 des Hebels 472 ein (Fig. 9). Überzug-Anzeige Sollte ein Versuch unternommen
werden, bei überzogenem Saldierwerk einen Scheckposten durch Drül:-ken der Scheck-Taste
159 oder einen Einlageposten durch Drücken der Einlage-Taste 157 einzubringen, so.
ermöglicht die Freigabe des Vierkantstiftes 481, die durch eine in anschließend
zu beschreibender Weise bewirkte Bewegung des Armes 483 hervorgerufen wird, eine
Gegenzeigerbewegung des Hebels 472 durch die Feder 473. Durch diese Gegenzeigerbewegung
werden der Arm 475 und der Arm 476 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch die Fläche
477 des Armes 476 in die Bewegungsbahn der Abbiegung 478 gelangt, die an dem auf
der Maschinenfreigabewelle 30 befestigten Arm 479 vorgesehen ist. Durch die auf
diese Weise bewirkte Sperrung der Maschine wird der Bediener darauf aufmerksam,
daß das Saldierwerk überzogen ist und daß der Buchhalter von dieser Tatsache in
Kenntnis zu setzen ist. Alsdann bestimmt der Buchhalter den ihm erteilten Anweisungen
gemäß. ob der Überzug auf die Kontokarte des Kunden zu drucken ist oder nicht. Soll
der Überzug gedruckt werden, so wird die Überzug-TastL 158 vor der Zwischensaldo-Taste
164 gedrückt.
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Nachdem die Zwischensumme des Überzuges je nach den erteilten Anweisungen
gedruckt oder nicht gedruckt worden ist, fährt der lllaschinenb°diener fort, den
nächsten Scheck- oder Einlageposten in da= Saldierwerk einzubringen. Zu diesem Zweck
mula er jedoch für die Einbringung eines Scheckpostens die Überzug-Taste 158 und
alsdann die Scheck-Taste 159 oder für die Einbringung eines Einlagepostens die Ü
berzug-Taste 158 und alsdann die Einlage-Taste 157 drücken.
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Wird die Scheck-Taste 157 oder die Einlage-Taste 159 ohne ein
vorheriges Drücken der Überzug-Taste 158 gedrückt, so wird erstere durch den bekannten,
nicht gezeigten Sperrschieber in gedrückter Stellung gehalten und muß durch einen
bekannten, zum L'nwirksammachen des Sperrschiebers dienenden Betragtasten-Freigabeknopf
521 (Fig. 14) erst wieder freigegeben werden, bevor die Überzug-Taste 158 gedrückt
werden kann.
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Der Betragtasten-Freigabeknopf 521 ist mit einem bei 523 an dem Maschinenrahmen
drehbar angebrachten Hebel 522 verbunden. An dem Hebel 522 ist ein
Verbindungsglied 524 angelenkt, dessen oberes Ende ein Langloch 525 aufweist, in
welchem sich ein in einem Arm 527 befestigter Stift 526 führt. Der Arm 527 ist auf
der Maschinenfreigabewelle 30 befestigt.
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Sobald der Betragtasten-Freigabeknopf 521 zweck Freigabe der gedrückten
Taste 157 oder 159 abwärts bewegt wird, schwenkt der Hebel 522 den Arm 527 und die
Maschinenfreigabewelle 30 über das Verbindungsglied 524 und den Stift 526 gemäß
Fig. 9, 10 und 14 im Gegenzeigersinn. Dies bewirkt eine Gegenzeigerbewegung des
Armes 479 (Fig. 9) und der Platte 492 (Fig. 10). Durch die Gegenzeigerbewegung der
Platte 492 werden der Hebel 472 und der Winkelhebel 480 (Fig.8) über den Lenker
493 gegen die Kraft der Feder 473 im Uhrzeigersinn verschenkt, wodurch der Vierkantstift
481 in seine in Fig. 8 gezeigte Normalstellung zurückgelangt. Zu diesem Zeitpunkt
zieht die Feder 484 den Arm 483 mit seiner Schulter 482 in seine Ausgangsstellung
zurück, so daß die Hebel 480 und 472 von der Schulter 482 «-leder in ihren Normalstellungen
festgehalten werden.
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Durch die Uhrzei.gerbewegung des Hebels 472 (Fig. 9) werden die Arme
475 und 476 durch den Stift 474 von der Abbiegung 478 des Armes 479 wegbewegt.
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Der Einlage-Taste 157 und der Scheck-Taste 159 ist ein Steuerschieber
511 (Fig. 5) zugeordnet, der drehbar an den Armen 512 und 513 angebracht ist und
zwei mit einer Schrägfläche versehene Ansätze 514 und 515 aufweist. Wird eine der
Tasten 157 und 159 gedrückt, so bewegt der in ihrem Schaft befestigte Stift 69 den
Steuerschieber 511 abwärts.
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Ein Fortsatz 516 des Steuerschiebers 511 trägt einen Stift 517, der
bei der Abwärtsbewegung des Steuerschiebers 511 an einem an dem Arm 483 befestigten
Finger 518 anläuft und diesen zusammen mit dem Arm 483 im Gegenzeigersinn verschwenkt.
Durch die Gegenzeigerbewegung des Armes 483 wird der Vierkantstift 481 frei, und
die Feder 473 (Fig. 5 und 9) verschwenkt den Hebel 472 im Gegenzeigersinn, so daB,
wie bereits beschrieben, die Fläche 477 des Armes 476 vor die Abbiegung 478 gelangt
und eine Bewegung der Maschinenfreigabewelle 30 verhindert. -Der zwischen der Abbiegung
83 und dem Schalterknopf 84 befindliche Luftspalt 87 (Fig. 4) ist so gewählt,
daß
die Schulter 482 (Fig. 5) des Armes 483 von dem Vierkantstift 481 entfernt wird,
noch bevor der Schalterknopf 84 so weit eingedrückt ist, daß er den Kontakt zur
Freigabe der Maschine schließt.
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Kombinierte Aufstellungsbogen- und Kontokarte Die Fig. 12 und 13 zeigen
je eine kombinierte Aufstellungs- und Kontokarte 532. In Fig. 12 erscheinen auf
der Kontokarte sämtliche einen bestimmten Kunden betreffenden Eintragungen, nämlich
der Saldovortrag und mehrere Scheck- und Einlageposten, jedoch kein Überzug. Die
in dieser Figur gezeigte Karte ist nicht von einer mit der beschriebenen, selbsttätigen,
durch eine Sperre bewirkten Überzuganzeige ausgestatteten Maschine ausgegeben worden.
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Auf der in Fig. 13 gezeigten Karte dagegen sind die Cherzüge bei 533
und 535 auf dem Aufstellungsteil und bei 534 und 536 auf dem Kontokartenteil gedruckt.
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Diese Cberzugposten werden gedruckt, wenn die Überzug-Taste 158 und
die Zwischensaldo-Taste 164 bei überzogenem Saldierwerk zwecks Freigabe der Maschine
gedrückt werden.
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Der Abdruck auf den in Fig. 12 und 13 gezeigten Aufstellungs- und
Kontokarten erfolgt durch ein an sich bekanntes Druckwerk.