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Klarprüfeinrichtung für Schreibrechenmaschinen mit einem Querzählwerk.
Die Erfindung betrifft Schreibrechenmaschinen mit einem Querzählwerk, in dem eine
Aufrechnung der nacheinander in einer Querlinie geschriebenen Ziffern erfolgt.
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Die Aufgabe der Erfindung ist, Verbesserungen im Klarprüfgetriebe
anzubringen. Bei bekannten Maschinen sind derartige Vorrichtungen durch den Schaltschritt
des Wagens beeinflußt worden,- der unmittelbar auf das Schreiben- der letzten Ziffer
in einer Zeile folgte; -diese--Vorrichtungen verriegelten- die Zifferntasten der
Maschine, sofern das Querzählwerk in diesemAugenblick nicht klar war.
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Abweichend hiervon ist gemäß der Erfindung die Anordnung getroffen,
daß die Inbetriebsetzung der Sperrung und ihre Entsperrung durch beim Vorwärtsgange
(bei der Bewegung nach links) von Wagen und Querzähler in eine Rechenspalte zur
Wirkung gebrachte Einrichtungen erfolgt, derart, daß ein Schreiben von Ziffern in
dieser Spalte verhindert wird, es sei denn, daß das Querzählwerk vor Erreichen der
Spalte klargeschrieben war.
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Durch diese Änderung wird das Getriebe für eine Klasse von Rechenarbeiten
geeignet gemacht, für die die frühere Einrichtung sich nicht eignete, wie im folgenden
noch näher beschrieben wird.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf eine Remington-Schreibrechenmaschine
veranschaulicht; Abb. i ist eine Vorderansicht unter Weglassung von Teilen, Abb.
2 ein Grundriß zum Teil im Schnitt nach Linie 2-2 in Abb. i; Abb. 3 ist eine Seitenansicht
des Querzählwerks von links unter Wegbrechen von Teilen; -zugehörige Teile sind
dabei im Schnitt nach Linie 3-3 der Abb. i dargestellt, und die Abbildung ist im
größeren-Maßstabe gehalten.
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Die Remington-Schreibrechenmaschine _ ist allgemein bekannt und bedarf
einer--näheren Beschreibung nicht. Bezüglich Einzelheiten sei jedoch auf das amerikanische
Patent von John C. W a h 1, Nr, i 270 474 verwiesen.
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Die Zifferntasten i i wirken durch Verbindungsgliedür i2 auf das Antriebswerk-
der Rechenvorrichtung mit einem Rahmenwerk, zu dem das Gehäuse 13 und Seitenplatte
1q. gehören. Zu dem Antriebswerk gehört insbesondere ein V ertikalhauptrad
15 und ein Querhauptrad 16. Das Rad r5 wirkt auf die Vertikalzähler r7, 18,
1g und 2o, das Rad 16
auf das Querzählwerk zr. Vertikalzählwerke können in
beliebig gewünschter Zahl auf einem nicht dargestellten Gestell angebracht sein,
das so angeschlossen ist, daß es- mit dem Schreibmaschinenwagen in der Buchstabenschaltrichtung
vorwärts und in die Anfingsstellung rückwärts geht, derart, daß jedes der Vertikalzählwerke
eine Rechenzone oder -spalte auf dem Papier festlegt. Das Querzählwerk 2i sitzt
auf einem Quergestell 22, das- auf Kugellagern 23. im Teil 24 des feststeheric:en
Maschinenrahmens nach rechts.und links zu gehen vermag. Wenn sich -beim
Linksgange
des Wagens ein Vertikalzählwerk dem Hauptrad 15 nähert, so erfaßt eine am Zählwerk
angebrachte Nase 25 den Querwagen und nimmt ihn nach links mit sich um die Breite
einer Rechenspalte, und zwar erfolgt dieses mittels einer Kupplungsstange 26 und
einer Sperrstange 27, von denen die erstgenannte eine Nase 28 aufweist, die von
der Nase 25 am Summierwerk erfaßt wird. Die Stangen 26 und 27 sind bei 3o an ein
Tragstück 31 des Querwagens 22 drehbar angelenkt, und es sind Einrichtungen vorgesehen,
durch die sie beim Ende einer Addierspalte niedergedrückt werden, so daß sie dem
Querwagen gestatten, in dieRechtsste@llung zurückzuspringen, -die in der Zeichnung
dargestellt ist, und zwar unter Einwirkung einer Feder 32, die in Abb. 3 dargestellt,
jedoch der Deutlichkeit halber -in den übrigen Abbildungen ausgelassen ist.
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Wenn der Querwagen nach rechts springt, wird er von einer Stange 33
abgefangen, die vom Wagen nach rechts vorspringt und gegen einen Hebel 34 schlägt,
der bei 35 an die Rahmenplatte 14 angelenkt und der normal durch eine Feder 36 ein
wenig nach links gedrückt ist. Befindet sich der Querwagen in seiner rechten Lage,
so drückt er diesen Hebel flach gegen die Rahmenplatte .14. Ist aber der Wagen nach
links gezogen, -dann bewegt sich der Hebel ein wenig von der Rahmenplatte weg. An
den Heb,-1,34 ist .eine Stange 37 angehängt, die zu einer wohlbekannten Getriebekette
gehört, deren Aufgabe es ist, die Zifferntasten immer zu verriegeln, wenn eines
der vertikalen Zählwerke sich über dem Hauptrad 15 befindet und wenn.der Hebel 34
in seiner in der Zeichnung dargestellten Rechtslage ist. Die Darstellung der Stange
37 soll nur auf das Bestehen einer Sperrung hinweisen. Selbstverständlich kann eine
beliebige, sonst geeignete Sperreinrichtung benutzt werden.
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Das Hauptrad 16 dreht sich normalerweise in solcher Richtung, daß
es im Quersummierwerk 21 eine Addition hervorruft. Es kann durch eine Mehrzahl von
Einrichtungen auf Subtraktion umgestellt werden; eine der hauptsächlichsten enthält
Abzugsnocken 38, die an beliebigen der vertikalen Zählwerke angebracht sein können
und die bei Einsteilung des Zählwerkes in solcher Weise, daß es sich über dem Hauptrade
15 befindet, eine Fühlrolle 40 an einem Hebelarm 41 nach unten drücken, der gewöhnlich
in der in Abb, i .dargestellten Weise durch eine Fetter nach oben :gedrückt wird.
Wenn Rolle und Hebel ihre oberen Lagen einnehmen, wie dargestellt, so addiert das
Hauptrad 16. Werden sie durch einen der Nocken 38 niedergedrückt, so bewirkt das
Hauptrad 16 eine Subtraktion. Das Klarprüfgetriebe jenthält eine Fühleinrichtunig,
die festzustellen gestattet, ob die Räder des Quersummierwerkes 21 alle auf Null
stehen oder nicht. Dieses Zählwerk enthält in jeder Ziffernstelle ein Leitrad 42,
ein Vorgelegerad 43 und ein Scheibenrad 44; dieses ist an einer Seite einer Ziffernscheibe
41 befestigt. Der Fühler besteht aus einem Kamm 46, oder in den Seitenwarndungen
der S.ummierwerke bei 47 drehbar ist, so daß er gegen die Zähne der Triebräder 44
gedrückt werden kann; der Kamm besitzt einen Vorsprung oder Zahn, der in die Ebene
jedes der Triebräder 44 vorspringt. Jedes Rad 44 besitzt einen kürzeren Zahn 49,
und dieser Zahn ist so gewählt, daß, wenn die Scheibe 45 eine Null zeigt, dann der
verkürzte Zahn 47 dem Kammzahn 46 gegenüberliegt, und wenn alle kurzen Zähne in
dieser Weise den Kammzähnen gegenüberliegen, so kann der ganze Kamm nach vorn in
die in Abb.3 dargestellte Lage schwingen. Zeigen aber eine oder mehrere Scheiben
eine andere Ziffer als Null, so liegt an einem oder mehreren Zahnrädern 4.4 ein
langer Zahn gegenüber dem Kamm, und dieser wird demnach gezwungen sein, eine gegenüber
der Lage der Abb. 3 etwas nach hinten (im Uhrzeigerdrehsinne) verschwenkte Stellung
einzunehmen. Am rechten Ende des Kammes q.6 sitzt ein Winkelhebel 48, dessen hinteres
Ende gelenkig in .dasVorderende einesArmes 5o eines zweiten Winkelhebels eingreift,
der bei 51 drehbar ist und einen nach oben ragenden Arm 52 aufweist, der durch einen
Schlitz in der oberen Deckplatte des Sttmmierwerkes emporragt. Der vorspringende
Teil bildet einen Finger, dessen Stellung den Zustand des Summierwerkes anzeigt.
Ist das Quersummierwerk »klar«, so kann der Finger 52 seine in Abb. 3 dargestellte
hintere Lage einnehmen, andernfalls ist er gezwungen, eine .gegenüber der dargestellten
weiter nach vorn v erschwenkte Lage einzunehmen.
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Ein Sperrhebel 53, mit dem der Finger 52 zusammenarbeitet, ist bei
54 an einem aus Blech bestehenden Tragstück 5 5 drehbar gelagert. Dieses ist in
seiner Lage durch die gleichen Schrauben gehalten, die die Platte 14 am Gehäuse
13 befestigen. Das Tragstück ragt nach links etwas hinter dem Gehäuse vor und trägt
.außer dem Hebel 53 noch verschiedene Teile des Klarprüfgetriebes.
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Der .Sperrhebel ,53 bat drei Arme, von denen der eine wagerecht liegt
und an seinem linken Ende einen seitlichen Vorsprung 56 trägt, der nach hinten abgebogen
ist und mit einem Schlitz einen nach unten ragenden Teil 57 der Tragplatte 55 umgreift,
so daß die Auf- und A.bbewagung des Hebelarmes
geführt wird. Der
Hebel 53 besitzt ferner einen nach unten ragenden Arm, von dem ein Lappen
58 in solcher Weise abgebogen ist, daß, wenn der Hebe13q. sich in s°iner Linkslage
befinden würde und der Hebel 54 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinne aus der normalen
Lage der Abb. i verschwenkt wäre, dieser Lappen den Hebel 34 in die Sperrstellung
genau so drücken würde, wie es der Querzählwerkwagen tut. Der Arm trägt ferner einen
Knopf 59, und der Sperrhebel kann in die normale Lage durch Endrücken dieses Knopfes
mittelsFingerdruckes zurückgebracht werden.
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Der dritte emporragende Arm des Hebels 53 -dient zum Zusammenarbeiten
mit einer Klinke 6o, die den Sperrhebel gewöhnlich in der in Abb. i gezeichneten
Stellung hält. Diese Klinke ist als bei 61 an der Platte 55 drehbarer Winkelhebel
ausgebildet. Er hat einen wagerechten Arm, in dessen freies Ende eine Nut eingeschnitten
ist, derart, daß eine Anschdagsschulter gebildet wird, die mit einem vom oberen
Arm des Hobels 53 abgebogenen Lappen zusammenwirkt; hierdurch wird der Hebel
53 gegen eineVerschwenkung entgegen dein Uhrzeigersinne gesichert. An einem
Ende des emporragenden Armes des Hebels 53 greift eine Feder 62 an, deren anderes
Ende an einem nach unten ragenden Arm des Hebels 6o angreift. Diese Feder hat die
Doppelaufgabe, die Klinke in ihrer Sperrstellung zu halten und dem Hebel 53 das
Bestreben zu geben, in die Sperrlage zu gelangen. Die Klinke 6o kann nun an einem
bestimmten Punkt des Wagenlaufes ausgelöst werden. Zu der Auslösevorrichtung gehört
ein Stoßdraht 63, der am rechten Ende m einem Auge 6,4 der Rahmenplatte 55 :geführt
ist. Das Ende des Drahtes vermag den senkrechten Arm des Klinkenhebels 6o nach rechts
zu stoßen und auf diese Weise die Klinke auszulösen. Am linken Ende ist der Draht
63 an einen Arm 65 eines Winkelhebels angelenkt, der um einen Stift 66 in einem
Blechtragstück oder einem Rahmenteil 67 drehbar ist, der am oberen Rande des Gehäuses
13 durch zwei Schrauben 68 befestigt ist, von denen nur eine in Abb. 2 dargestellt
wurde. Das Tragstück 67 besitzt eine Grundplatte, die flach auf dem Gehäuse 13 aufruht,
und das Metall ist zunächst aufwärts zu einem senkrechten Teil 7o und dann nach
vorn zu einem wagerechten Teil 71 gebogen. Der Stift 66 ist in diese wagerechte
Abdeckung des Tragstückes eingenietet und ragt von dort nach unten. Der Arm 65 wird
in seiner normalen Linkslage durch eine Feder 72 gehalten. Zum Winkelhebel gehört
außer dem Arm 65 ein nach links ragender Arm 73. An ihn ist eine Klinke 75 angelenkt,
auf die eine Feder 76 einwirkt. Ein Stift 77, der von der Klinke vorragt und sich
:gegen den Rand des Hebelarmes 73 legt, verhindert eine Drehung der Klinke im Uhrzeigerdrehsinne,
läßt jedcch die Drehung im entgegengesetzten Sinne zu. Der nach vorn ragende Arm
der Klinke fällt links senkrecht ab, ist dagegen auf der rechten Seitenfläche abgeschrägt.
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Was vom Klarprüfgetriebe bisher beschrieben ist, ist identisch mit
dem, was bisher bei der Remington-Maschine Anwendung findet.
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Um .die Klinke 75 zwecks Auslösung der Klinke 6o zu beeinflussen,
ist ein Auslöse-oder Nockenstück 78 am ersten Vertikalsummierwerk durch Schrauben
8o befestigt. Das Auslösestück ragt vorzugsweise vom Summierwerk nach links und
hat am linken Ende eine Nase 81, deren scharfe Spitze gegen die Klinke 75 schlägt
und sie zur Wirkung bringt. ln der Zeichnung sind die Teile an dem Punkte des Wagenweges
dargestellt, an welchem der linke Rand der Nase 81 gerade in Berührung mit der Schrägfläche
oder Kante des Klinkzahnes 75 ist. Der nächste Schritt des Wagens nach links drückt
die Klinke aus ihrer Lage, und da sie sich nicht frei im Uhrzeigersinne .drehen
kann, wird die Wirkung eine Verschwenkung des Winkelhebels 65, 73 im Uhrzeigersinne
sein, verbunden mit einem Stoßen des Drahtes 63 nach rechts und einem Auslösen der
Klinke 6o, so daß der Sperrhebel 53 in seine Verriegelungsstellung fallen
kann. Bei dem gleichen Schritt des Wagens, der dieseArbeit hervorruft, wird die
Nase 81 an dem Sperrzahn 75 vorbeigehen und den Winkelhebeln 65, 73 die sofortige
Rückkehr in die normale Stellung unter Wirkung der Feder 72 gestatten. Wenn der
Wagen aber wieder nach rechts zurückgeschoben wird, so kann sich der Winkelhebel
nicht weiter entgegengesetzt dem Uhrzeigerdrehsinne verschwenken, als in der Zeichnung
dargestellt ist; dagegen kann der Klinkzahn 75 in dieser Richtung um seinen Drehzapfen
74 schwingen, und infolgedessen wird die Nase 81 die Klinke 75 v erschwenken,
ohne auf den Winkelhebel 73, 65 einzuwirken. Die bisherigen Remington= Maschinen
hatten einen Auslösenocken, der den Teilen 78, 81 ähnelte, jedoch waren Lage und
Anordnung verschieden, wie unten noch erläutert wird.
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Zu den Einrichtungen der Zusammenarbeit des Fingers 52, mit
dem Sperrhebel 53 gehört eine wagerechte Nockenplatte oder Stange 82, die in :geringer
Entfernung vor dem wagerechten Arm des Hebels 53 durch Abstandsstücke 83 und Schrauben
84 befestigt ist. Bisher fand eine etwas ähnlich gelegene und
angeordnete
Nockenplatte Anwendung, die am linken Ende eine abgeschrägte Unterkante= 85 besaß,
die auch, wenn es gewünscht wird, -in vorliegenderKonstruktion beibehalten
werden kann. Wenn bisher der klargeschriebene Querzähler in die Rechtslage zurücksprang,
so würde dieser Nocken durch den Finger 52 angeschlagen und nach oben geschwenkt,
wodurch der Sperrhebel in die normale Lage zurückgebracht wurde. Die Unterseite
dieser Stange rechts von der Abschrägung 85 war gerade, so daß -bei den schon geschilderten
Verhältnissen dann, wenn das Querzählwerk die normale Rechtsstellung erreichte,
der Finger 52 unter der geraden Unterkante der -Stange 82 weiterging und
Stange und Sperrhebel 53 in Normallage hielt. Im vorliegenden Falle aber ist der
Teil der unteren Kante der Stange 82, der normal über dem Finger 52 steht, nach
der gekrümmten Linie 86 (Abb. i) ausgeschnitten, so daß auch bei klargeschriebenem
Querzählwerk- der. Finger 5z normal außer Berührung mit der Stange 82 steht. Dieser
Ausschnitt ist so gestaltet, daß eine schräge Kante 87 entsteht, die bei klargeschriebenem
Querzähler in der Bahn. der Vorwärts- (Links-) Bewegung des Fingers 52 steht. Die
Ausführung ist derart, daß, wenn es gewünscht wird, bei der Anordnung der Teile,
die in der Zeichnung wiedergegeben ist, -eine Ziffer im Vertikalsurrimierwerk 17
zu addieren, und wenn eine Tabulatortaste gedrückt wird, um den Wagen nach links
auf die ausgewählte Ziffernstelle im Querzählwerk zu stellen, dann der erste Teil
der Linksbewegung des Wagens veranlaßt, daß die Nase 8 1 und die zugehörigen
Teile -den Sperrhebel 53 auslösen und ihm gestatten, in seine- Sperrlage zu gelangen.
Wenn die Nase 25 des Summierwerkes 17 die Nase 28 der Aurnehmerstange 26
erfaßt .und- den Oiierrahmen ein wenig nach links geschoben hat, so wird der Finger
52, der auf die Schrägfläche 87 einwirkt, die Stange 82 anheben und den Sperrhebel
53 wieder in die normale Lage zurückbringen, wo .er sofort erfaßt und von der Klinke
6o- festgehalten wird. Das bewirkt die Aufhebung der Tastensperrung und zeigt einen
Freizustand der Maschine an. Ersichtlich aber wird eine Klaranzeige -oder Klarprüfung
durch die Bewegung des Wagens in die erste Rechenspalte herbeigeführt und nicht,
wie bisher, durch die- Bewegung des Wagens aus der letzten Rechenspalte.
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Der Querzähler 21 kann- gewünschtenfalls eine Feder enthalten, die
den Kamm 46 dauernd gegen die Räder 44 drückt; bisweilen -werden die Zähler so ausgebildet.
Die Feder wird jedoch gewöhnlich ausgelassen, um die Zahnräder 44 nicht vom Kamm
46 bei ihrer -Drehung bremsen zu lassen; und es wird dann eine besondere Vorrichtung
angewendet, um den Kamm gegen die Räder und den Finger _52 nach -hinten in dem Augenblick
zu pressen, wenn diese Wirkung verlangt wird. Die im Beispiel hierzu verwendete
Einrichtung ist eine Abänderung der bekannten. Die Stange 82 besitzt einen von ihrem
oberen Rand nach vorn abgebogenen Lappen, und an diesem ist bei 9o ein Streichhebel
88 drehbar angebracht, den eine Spannfeder gi im Uhrzeigersinne (Abb.2) zu drehen
sucht. -Der nach links vorspringende Arm der Vorrichtung 88 ist am- freien Ende
abwärts an der Vorderkante gebogen; so daß ein senkrechtes Stück entsteht, und dessen
unterer- Teil ist nach hinten gebogen, so daß ein im wesentlichen wagerechtes Stück
entsteht, das, wie aus Abb. 2 im Grundriß erkennbar ist, eine umgekehrte 'V-Form
darstellt mit einer rechten Schrägfläche g2 und einer linken Schrägfläche 93. Dieser
Nockenteil der Vorrichtung 88 ist so angeordnet, daß bei Einfallen des Hebels 53,
in die Sperrlage dieses Stück -im wesentlichen wagerecht steht. Die Vorrichtung
88 mit ihrem Nockenstück liegt etwas näher am Zapfen 5¢ als bisher, entsprechend
der anderen - Wirkungsart. Im Beispiel ist diese Veränderung in der Anordnung des
-Nlockenstückes zum Teil dadurch hervorgerufen, daß der Zapfen go nach rechts --erlegt
wurde,- und-zum Teil auch- dadurch, daß der Arm der Vorrichtung 88 in der aus Abb.
i ersichtlichen Weise $-förmig gekrümmt wurde.
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Der Nockenteil der Vorrichtung 88 ist so gelegen, daß der Finger 52
auf seinem Wege nach rechts und links hinter der Vorrichtung \-orbeistreicht; die
-Spitze des P liegt ein wenig rechts von der Abschrägung 87 der Platte 82. Wenn
der Querzähler bei Beginn seiner Bewegung nach- links klar und die Stange 8a in
der niedergedrückten Stellung ist, so steuert die Schrägfläche 92 den Finger 52
nach hinten- nach Maßgabe; seiner Bewegung in dieser Richtung und veranlaßt ihn,
auf die Schrägfläche 87 zu treffen und die Stange anzuheben. Ist der Querzähler
nicht. klar, so kann der Finger -52 nicht in die -hintere Lage- gelangen, er-- wird
also auf die Abschrägung 92 einwirken und die Vorrichtung 88 zwingen, nach vorn
entgegen der Spannung der Feder 9i zu schwingen. Der Finger 52 wird- in- diesem
Falle nicht auf die Schrägfläche 87 einwirken und wird den Hebel 53 nicht in die
Freigabestellung zurückbringen. Der Druck der Feder 9i wird in-diesem Augenblick
auf den Kamm 46 einwirken. Demnach - unterliegt der - Kamm einem Federdruck zwecks
Prüfung der Räder auf »Klar«-Stellung nur genau -in diesem Augenblick,- wenn der
Druck notwendig ist,
näinlich''vvähretiii -der Vorwärtsbeweg=ung
des Querzählwerkes in eine Lage zwecks Rechnens in einer der Rechenzonen.
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Um ein Beispiel der Zweckmäßigkeit der Erfindung zu geben, ist im
folgenden ein Verteilarbeitsbeispiel - wiedergegeben; - das Beispiel ist absichtlich
sehr einfach gehalten. Praktisch ist das Schreibblatt bei-den Buchhaltungsmaschinen
ja erheblich breiter, und infolgedessen können die einzelnen Posten in einer größeren
Anzahl von Klassen verteilt sein.
| A 17 18 1g --o |
| Messer- Werk_ |
| Käufer Betrag Schmied- zeuge Blech |
| arbeiten |
| ABC zoo oo 4000 5000 zo oo |
| MN 6000 6ooo |
| ST 8000 3500 #4500 |
Ein Eisenwarengroßhändler wünscht Aufstellung über den Betrag der Verkäufe der verschiedenen
Klassen seiner Ware zu führen. In jeder Zeile schreibt er in Spalte A den Namen
eines Käufers, in Spalte
17 den Gesamtbetrag des Verkaufs an diesen Käufer
und in die übrigen Spalten die verschiedenen Beträge entsprechend den verschiedenen
Warenklassen. die bei jedem besonderen Kauf vorhanden waren. Am Ende des Tages zeigt
das Summierwerk 17 die Gesamtsumme aller Käufe für den Tag, und 18 zeigt, wieviel
hiervon Messerschmiedearbeiten waren, ig, wieviel Werkzeuge usw.
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Das Ouerzählwerk dient dazu, die Richtigkeit des Abschreibens zu prüfen.
Die Zählwerke 18, ig und 2o haben Subtraktionsnocken 38, nicht aber das Summierwerk
17. Die in Spalte 17 niedergeschriebenen Beträge werden demnach im Querzählwerk
21 addiert, und die Beträge in den Verteilungsspalten 18, i9 und 2o werden abgezogen.
In jeder Zeile sollte die Summe der letztgenannten Beträge gleich dem Betrag in
Spalte 17 sein, und das \'iederschreiben des letzten Verteilerpostens in jeder Zeile
müßte den Querzähler frei machen, und das geschieht auch, wenn die Arbeit richtig
ausgeführt ist. Ist aber in irgendeiner Spalte eine Zahl falsch geschrieben oder
vergißt der Schreiber, einen Verteilungsposten abzuschreiben, so wird der Querzähler
nicht klargeschrieben. Wenn demnach der Schreiber mit dem Schreiben der nächsten
Zeile beginnt und wenn er nach Schreiben des -Namens des Käufers in Spalte A durch
den Tabulator den Wagen zwecks Schreibens des ersten Postens in Spalte
17 einstellt, so wird der Finger 8i den Sperrhebel 53 auslösen. Dadurch wird
die Maschine gesperrt. -Wenn sich dann "der'Qttet#zähler-nacii-Tinks zü 'bewegen
beginnt, so kann der Finger 52; da sich seineRäder nicht inKlarstellurig-befinden,
sich nicht in die hintere Lage bewegen und infolgedessen auch nicht auf die Schrägung
87 zwecks Entsperru-ng der Maschine einwirken. Demnach findet der Schreiber die
Tasten gesperrt und wird dadurch auf den Fehler aufmerksam gemacht.
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Im obigen Beispiel wurde in der ersten Schreibzeile der Querzähler
in Spalte 2o klargeschrieben, in der zweiten Zeile in Spalte 18 und in der dritten
in Spalte ig. Das bisher bei dieser Maschine angewendete Klarprüfgetriebe würde
bei diesen besonderen Aufgaben nicht richtig arbeiten, weil es auf Klarschreiben
immer erst am Ende der letzten Spalte des Papiers prüfte; bei der oben angegebenen
besonderen Aufgabe wird der Wagen diese Spalte gegebenenfalls überhaupt nicht erreichen.
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Bei Verteilerarbeit ist gewöhnlich eine Erläuterung auf der linken
Seite jeder Schreibzeile geschrieben, so daß, wenn der Wagen nach rechts gezogen
ist, er gewöhnlich eine. gewisse Strecke nach links zu durchlaufen hat, bevor das
Summierwerk 17 die Rechenlage erreicht, und der Wagen wird gewöhnlich in die Stellung
zur Rechnung auf dieses Sumtnierwerk durch das Tabulatorgetriebe gebracht. Demnach
kann sich der Wagen rasch in die Spalte 17 bewegen, und infolgedessen ist
die Nase 8i nach der Darstellung etwas nach links vom Summierwerk 17 .gerückt,
so daß der Sperrhebel 53 merklich früher ausgelöst wird, bevor der Finger 52 in
die Lage gelangt, in der er gegen die Schrägfläche 87 trifft. Dieser Zeitunterschied
gestattet, daß der Sperrhebel in seine Sperrlage gelangen kann, bevor der Finger
52 dagegenschlägt. Wenn kein solcher Raum am Anfang jeder Schreibzeile bleibt, wenn
vielmehr die Spalte 17 zuerst auf dem Papier zu schreiben ist, dann kann die Nase
8i gegenüber der dargestellten Lage geeignet nach rechts verschoben werden, weil
dann der Wagen nicht so rasch in die Rechenspalte einspringen kann.