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DE1040245B - Verfahren zur Polymerisation von AEthylen oder Propylen - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von AEthylen oder Propylen

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Publication number
DE1040245B
DE1040245B DEST7442A DEST007442A DE1040245B DE 1040245 B DE1040245 B DE 1040245B DE ST7442 A DEST7442 A DE ST7442A DE ST007442 A DEST007442 A DE ST007442A DE 1040245 B DE1040245 B DE 1040245B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethylene
catalyst
polymerization
borohydride
reaction
Prior art date
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Pending
Application number
DEST7442A
Other languages
English (en)
Inventor
Edmund Field
Morris Feller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Standard Oil Co
Original Assignee
Standard Oil Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Oil Co filed Critical Standard Oil Co
Publication of DE1040245B publication Critical patent/DE1040245B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F10/00Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Description

  • Verfahren zur Polymerisation von Äthylen oder Propylen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Polymerisation von Äthylen oder Propylen allein oder von Äthylen im Gemisch mit Propylen oder anderen Monoolefinen zu Produkten mit Molekuilargewichten von wenigstens 300 in Gegenwart eines oxydischen Katalysators, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man den Ausgangsstoff bei Temperaturen zwischen 75 und 325° C in Gegenwart eines Borhydrids eines Metalls, dessen Elektronegativität nach der Skala von Pauling mindestens 1 beträgt und dessen Borhydridverbindung mit Wasser bei 25° C unter Bildung von Wasserstoff heftig reagiert, und mindestens eines Oxyds eines Metalls der Gruppe V1 a des Periodischen Systems polymerisiert bzw. mischpolymerisiert.
  • Die Ausbeuten an, festem Polymerisat sind im Vergleich zu Verfahren, die man bisher bei alleiniger Verwendung von Oxyden der Metalle der Gruppe VI a mit Wertigkeitsstufen unter 6 erhalten konnte, wesentlich erhöht. Erfindungsgemäß entstehen hauptsächlich hochmolekulare, unter normalen Bedingungen feste Polvmerisate.
  • Das Verfahren wird bei Temperaturen zwischen etwa 75 und 325-- C, vorzugsweise etwa 130 und 260 C, und bei Drücken zwischen etwa Atmosphärendruck und 1050 at oder höher, vorzugsweise zwischen etwa 14 und 350 at oder bei etwa 70 at, durchgeführt. Die bei der katalytischen Umwandlung erzeugten, unter normalen Bedingungen festen Stoffe neigen dazu, sich auf und in dein festen Katalysator anzusammeln. Es ist deshalb zweckmäßig, der Reaktionszone ein flüssiges Medium zuzuführen, das einerseits als Reaktionsmedium und andererseits als Lösungsmittel für die festen Reaktionsprodukte dient. Geeignete flüssige Reaktionsmedien für die Polymerisation sind verschiedene, besonders aromatische Kohlenwasserstoffe, z. B. Benzol, Toluol oder die Xylole. Bei der Polymerisation von, Propylen werden weniger leicht alkylierbare Reaktionsmedien, z. B. Cycloparaffine, wie Cyclohexa,n oder Dekalin (Dekahydronaphthalin), oder Paraffine. z. B. Isooctan, bevorzugt.
  • Die: Überführung von äthylen- oder propylenhaltigem Gas kann auch in Abwesenheit eines flüssigen Reaktionsmediums oder Lösungsmittels durchgeführt werden. Es muß dann der Katalysator, auf dem sich das feste polymere Umwandlungsprodukt angesammelt hat, von Zeit zu Zeit innerhalb oder außerhalb der Umwandlungszone behandelt werden, um die Umwandlungsprodukte zu entfernen und ihn, wenn nötig, zum weiteren Gebrauch zu reaktivieren oder zu regenerieren.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch eine außerordentliche Wandelbarkeit sowohl hinsichtlich der Verfahrensbedingungen als auch der mit ihm herstellbaren Produkte gekennzeichnet. Mit Hilfe des Verfahrens kann man zu schmierfettähnlichen Äthylenpolymerisaten mit einem ungefähren Molekulargewicht zwischen 300 und 700, zu wachsähnlichen Äthylenhomopolymerisaten mit einer ungefähren spezifischen Viskosität (105) zwischen etwa 1000 und 10000 und zu zähen, harzartigen Äthylenhomopolym.erisaten mit einer ungefähren spezifischen Viskosität ( - 105) zwischen 10000 und mehr als 300000 [(?irel - 1) - 105] gelangen. Unter dem Ausdruck »zähes, harzartiges Polyäthylen« wird ein Polymerisat verstanden, dessen Versprödungspunkt unter - 50° C liegt (ASTM Method D 746 -51 T), dessen Kerbschlagzähigkeit größer als 0,28mkg pro etwa 5 cm Kerbe ist (ASTM Method D 256 -47 T - Izod) und dessen Mindestdehnung bei Raumtemperatur (25° C) 100°/o beträgt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann benutzt werden, um die Mischpolymerisation, von Äthylen mit anderen Monoolefinen, wie Propylen, n-Butylenen; Isobutylen, tert.-Butyläthylen,, gewöhnlich in Mengen zwischen 1 und 25 Volumprozent, bezogen auf das Gewicht des Äthy Jens, durchzuführen.
  • Die Metallborhy dride, die in denn vorliegenden Verfahren benutzt werden, reagieren mit Wasser bei 25° C unter Bildung von Wasserstoff heftig. Unter dieser heftigen Reaktion mit Wasser soll eine schnelle, zuweilen praktisch augenblickliche Reaktion verstanden werden. Als Borhydride, die hier angewandt werden können, kommen die des Lithiums, Magnesiums, Berylliums, Aluminiums, Thoriums, Hafniums, Zirkoniums und Urans in Frage. Diese reaktionsfähigen Borhydride zeichnen sich alle ferner durch das Vermögen aus, mehrwertige Metallsalze, z. B. das Ti in Ti C14, zu dreiwertigem Ti reduzieren zu können. Sie sind ferner dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Borhydrid verbundenen Metalle eine Elektronegativität nach der Skala von P au 1 i ng von mindestens 1 haben (vgl. L. P aul i ng, »The Nature of the Chemical Bond«, Cornel University Press [1939] S.64, und D. T. Hurd, »Chemistry of the Hydrides«, John Wiley & Sons, Inc., N. Y.,1952, sowie Hoekstra und Katz, I. Am. Chem. Soc., 71, S.2488 bis 2492, Juli 1949).
  • Die Verwendung eines reaktionsfähigen Metallborhydrids in der Reaktionszone ist in mehrfacher Hinsicht von praktischer Bedeutung, besonders beim Vergleich mit Verfahren, bei denen der Metalloxydka.talysator nur allein verwendet wird. So können in Gegenwart sowohl des reaktionsfähigen Metallborhydrids als auch des Metalloxydkatalysators hohe Ausbeuten an festen Polymerisaten erhalten werden. Der Metalloxydkatalysator kann in Gegenwart großer Mengen des flüssigen. Reaktionsmediums wirken, er behält seine starke Polymerisationsaktivität über lange Zeiträume hinweg bei (Lebensdauer des Katalysators). Die gewünschten. physikalischen und chemischen Eigenschaften der Polymerisate können leicht durch Einstellung der betreffenden Reaktionsbedingungen erzielt werden; diesbezügliche Einzelheiten gehen aus der Beschreibung und den, späteren Beispielen hervor.
  • Die Funktion oder die Funktionen des reaktionsfähigen Metallborhydrids in, dem vorliegenden Verfahren sind nicht ganz klar. Das reaktionsfähige Metallborhydrid steigert die Wirkung der Oxydkatalysatoren von Metallen der Gruppe V1 a und erhöht dadurch die Polymerisatausbeu.te zuweilen erstaunlich.
  • Vor dieser Erfindung waren Oxyde von Molybdän mit einer Wertigkeit unter 6 als Katalysatoren für die Polymerisation von Äthylen zu unter normalen Bedingungen festen Polymerisaten bekannt, die lediglich auf einem der drei schwierig reduzierbaren Metalloxyde: y-Aluminiumoxyd, Titanoxyd und Zirkoniumoxyd aufgebracht waren. In Gegenwart von reaktionsfähigen Metallborhydriden können die Metalloxydkatalysatoren der Gruppe VI a nicht nur auf Aluminiumoxyd, Titanoxyd oder Zirkoniurnoxvd aufgebracht werden, sie können vielmehr auch auf vielen anderen Trägern zur Polymerisation von äthylenhaltigen Ausgangsstoffen zwecks Bildung von unter normalen Bedingungen festen Polymerisaten, z. B. auf Kieselsäureträgern, wie Kieselsäuregel, Kieselgur, Diatomeenerde; Kieselsäure-Aluminiumoxyd, Aluminiumsilikaten, den verschiedenen Tonen und Bleicherden aufgebracht sein.. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines schwierig reduzierbaren Metalloxyds als Träger für den Meta,lloxydkatalysator, z. B. von y-Aluminiumoxyd.
  • Die in dem Verfahren angewandte Menge von reaktionsfähigem Metallborhydrid kann zwischen etwa 0,005 und 2 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil des Metalloxydkatalysators (d. h. Gesamtgewicht des festen Katalysators) schwanken. Die optimalen Mengen können in besonderen Fällen durch einfache Teste in kleinem Umfange mit den jeweiligen Ausgangsmaterialien, dem flüssigen Reaktionsmedium, einem bestimmten Verhältnis von Reaktionsmedium zu Katalysator, dem Katalysator, der Temperatur, dem Druck und der Art des gewünschten Produktes leicht bestimmt werden. Gewöhnlich wird Li B H4 in Mengen zwischen etwa 0,05 und 2 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil MalybdänoxydkataJysator bei Verhältnissen zwischen etwa 5 und 2000 Volumina flüssigen Reaktionsmediums pro Gewichtsteil Molybdünoxydkatalysator angewandt.
  • Die jeweiligen Mengen Träger im Verhältnis zum katalytischen Metalloxyd können in verhältnismäßig weiten Grenzen in der Weise schwanken, daß jede Komponente in Mengen von wenigstens etwa 1 Gewichtsprozent vorhanden ist. Die üblichen Metalloxyd-Träger-Verhältnisse liegen im Bereich von etwa 1 : 20 bis 1 : 1 bzw. ungefähr hei 1 : 10. Es werden z. B. fertige Aluminiumoxyd-Metalloxyd-Katalysatoren mit 1 bis 80010, vorzugsweise etwa. 5 bis 35% bzw. etwa l00/0 katalytischem Metalloxyd auf dein Träger angewandt.
  • Die als Träger für die Katalysatoren dienenden y-Aluminium-, Titan- und Zirkoniumoxyde können nach den, verschiedenen bekannten Verfahren hergestellt werden. Desgleichen können die Oxyde des Molybdäns oder anderer Metalle der Gruppe VIa in diese Träger nach irgendeinem bekannten Verfahren eingebracht oder auf ihnen abgelagert werden.
  • Das Molybdän oder irgendeine andere Molybdän-Sauerstoff-Verbindung, z. B. Kobaltmolybdat, kann dem Katalysatorträger nach jedem bekannten Verfahren einverleibt werden, z. B. durch Imprägnierung, gleichzeitige Fällung, eine Art Gelierung und/oder Adsorption. Die Katalysatormasse und/oder der fertige Katalysator können in der bei der Herstellung von Katalysatoren für die Hydroforinierung bekannten Weise in der Wärme stabilisiert werden. Kobaltmolybdatkatalysatoren können nach den USA.-Patentschriften 2 393 288 und 2,486 361 hergestellt werden. Ebenso können Kobalt-, Calcium-, Nickel- und Kupfersalze der Chromi-, Chromo-, Wolfram- und Uransäuren mit oder ohne Träger angewandt werden.
  • Der Katalysator kann mit Siliciumdioxyd (USA.-Patentschriften 2437532/3) oder mit Aluminiumorthophosphat (USA.-Patentschriften 2440236 und 2441297) oder anderen bekannten Stabilisatoren oder Modifizierungsmitteln stabilisiert werden. Der Katalysator kann Calciumoxyd enthalten (USA.-Patentschriften 2442172 und 2447043) oder aber die Masse kann in Form eines Zink-Aluminat-Spinells (USA.-Patentschrift 2447016) vorliegen, und sie kann beträchtliche Mengen Zirkoniumoxyd oder Titanoxyd enthalten (USA.-Patentschriften 2437531/2). Oxyde anderer Metalle, z. B. des Magnesiums, Nickels, Zinks, Vanadiums, Thoriums, Eisens usw., können in kleinen. d. h. unter 10 Gewichtsprozent liegenden Mengen. auf den ganzen Katalysator bezogen, vorhanden sein.
  • Obwohl, wie bereits festgestellt, die Metalloxydkatalysatoren bei ihrer Verwendung in Gegenwart eines reaktionsfähigen Metallborhydrids keiner Reduktionsbehandlung unterworfen zu werden brauchen, empfiehlt sich dennoch eine solche Reduktion. Diese reduzierende Behandlung des Oxyds eines 6wertigen, aus der GruppeVIa stammenden Metalls wird vorzugsweise mit Wasserstoff durchgeführt; es können aber auch andere Reduktionsmittel, z. B. Kohlenmonoxyd, Gemische von Wasserstoff und Kohlenmonoxyd (Wassergas, Synthesegas usw.), Schwefeldioxvd. , Schwefelwasserstoff, reduzierende Kohlenwasserstoffe usw. angewandt werden. Wasserstoff kann als Reduktionsmittel bei Temperaturen zwischen etwa 350 und 850° C besonders zwischen 450 und 650° C dienen. Der Wasserstoffpartialdruck bei der Reduktion kann zwischen einem Unterdruck von z. B. etwa 0,007 at (absolut) und verhältnismäßig hohen Drücken, z. B. bis 210 at oder selbst höher, schwan-ken. Die einfachste Reduktion kann mit Wasserstoff bei etwa Atmosphärendruck durchgeführt werden. Die teilweise Reduktion des Metalloxydkatalysators, in welchem das Metall in seiner 6wertigen Form vorliegt, kann in Gegenwart des als Aktivator wirkenden, beanspruchten reaktionsfähigen Metallborhydrids vor der Polymerisation erfolgen.
  • Es wurde beobachtet, daß eine Induktionsperiode vor der Äthylenpolymerisation ausgeschaltet oder wesentlich reduziert werden kann, wenn man. den Wasserstoff in das mit Lösungsmittel. Äthylen, dem Metalloxydkatalysator und Borhydrid beschickte Reaktionsgefäß unter Druck, z. B. bei 0,7 bis 63 at, vorzugsweise 7 bis 28 at, einpreßt. Unter diesen Bedingungen wird nur ein kleiner Teil des Äthylens zu Äthan reduziert.
  • Lithiumaluminiumhydrid, ein außergewöhnlich wirksames Reduktionsmittel, reduziert und aktiviert Oxyde von 6wertigen Metallen der Gruppe VI a enthaltende Katalysatoren selbst. bei 35° C, obwohl im allgemeinen Temperaturen zwischen. 100 und 300° C angewandt werden. Bei der praktischen Durchführung z. B. wird ein freies oder chemisch gebundenes Mo03 (z. B. als CDM004 gebunden.) enthaltender Katalysator mit einer Suspension von Li A1 H4 in einem flüssigen Kohlenwasserstofflösungsmittel in einem Gewichtsverhältnis von etwa 0.01 bis 1 Li A1 H4 zu festern Katalysator behandelt. N atriumhydrid (oder Natrium+H,) wirkt auf Katalysatoren aus Oxyden 6wertiger Metalle der Gruppe VI a, z. B. 11o 03, bei Temperaturen über etwa 180° C reduzierend und kann in denselben Mengenverhältnissen wie Li A.1 H4 angewandt werden. Das reaktionsfähige Metallborhydrid der vorliegenden Erfindung kann unter praktisch den gleichen Bedingungen zur teilweisen Reduktion von aus Metalloxyden der Gruppe VI a bestehenden Katalysatoren benutzt werden, wie Li A1 H4.
  • An die Reduktion des Metalloxyds der Gruppe V I a kann sich eine Analyse mit Cerisu,lfat-Sch.wefelsäure-Lösung zur genauen Bestimmung der durchschnittlichen Wertigkeitsstufe des Molybdäns oder eines anderen Metalloxyds in dem Ka.taJysa,tor anschließen. Zur Bestimmung der Durchschnittsvalenz der Metalle, z. B. des teilweise reduzierten Mo03 auf einem schwierig reduzierbaren Metalloxyd, z. B. ;,-Aluminiumoxyd, muß man den Gesamtgehalt an Molybdän und die Zahl der Milliäduiva.lente eines Standard-Oxydationsmittels, die zur Reoxyda,tion des teilweise reduzierten Molybdänoxyds zu M003 notwendig sind, kennen. Ein geeignetes Oxydationsverfahren besteht darin, daß man ungefähr 1 g des feingemahlenen, frisch, reduzierten Katalysators in einen mit Glasstopfen versehenen 250-ccm-Erlenmeyerkolben abwiegt und dazu 25 ccm einer 0,1 n-Cerisulfatlösung und 25 ccm einer Schwefelsäure (1 : 1) gibt. Dieses Gemisch läßt man bei Raumtemperatur unter öfteren Umrühren 4 Tage stehen. Der feste Rückstand wird dann abfiltriert und die überschüssige Cerisulfa.tlösung durch Zusatz überschüssiger Standard-Ferrosalzlösung bestimmt, die ihrerseits mit einer normalen Cerisalzlösung unter Benutzung eines Ferro-ortho-Phenanthrolin-Indikators titriert wird. Das gesamte \folvbdän in der Probe wird durch Auflösung der Probe in einer Schwefelsäure-Phosphorsäure-Lösung, Reduktion des Molybdäns in, einem Jones-Reduktionsappa,rat, Aufnehmen der reduzierten Lösung in Ferri-Alaun und Titration des erhaltenen Ferro-Ions mit Standard-Cerisulfatlösung bestimmt. Aus den erhaltenen Werten kann die Oxydationsstufe des Molybdänoxyds bestimmt werden.
  • Die partielle Reduktion des Molybdänoxyds oder eines anderen Trioxyds eines Metalls der Gruppe VI a wird so weit durchgeführt, da.ß die durchschnittliche Valenzstufe des katalytischen Metalls in dem Katalysator zwischen etwa 2 und. 5,5, vorzugsweise etwa 3 und 5, liegt.
  • Die hier beschriebene Reduktion ist nicht nur bei frischen Katalysatoren zweckmäßig, sie ist ebenso notwendig bei Katalysatoren, die durch die Polymerisation verhältnismäßig inaktiv geworden sind. Wie noch ausgeführt werden wird, muß das in der Polymerisationsreaktion gebildete Polymerisat in Abständen oder ununterbrochen von den Katalysatorteilchen, vorzugsweise mit Hilfe von Lösungsmitteln, entfernt werden. Es ist gewöhnlich notwendig oder zweckmäßig, einen Katalysator zu reduzieren, der auf diese Weise bis zu einem gewissen Grade von dem Polymerisat befreit worden ist, ehe er weiter in der Polymerisation benutzt wird. Wenn ein Katalysator nicht länger genügend aktiv durch einfache Entfernung des Polymerisats und Reduktion mit einem reduzierenden Gas in der hier beschriebenen Weise gemacht werden kann, wird er durch Extraktion mit Wasser oder verdünnten Säuren und anschließendes Abbrennen verbrennbarer Ablagerungen mit Sauerstoff vor der eigentlichen Reduktion regeneriert. Unter Umständen kann auch eine Entgiftung der Katalysatoren durch Behandlung mit verdünnten wäßrigen Lösungen von Persäuren, wie z. B. Permolybdän-, Pervanadin- oder Perwolfra.msäure, und anschließende Reduktion des Katalysators mit `Vasserstoff angezeigt sein.
  • Die Katalysatoren, können in verschiedenen Formen und Größen, z. B. als Pulver, Körnchen, kleine Kügelchen, zerbrochene Filterkuchen, Klümpchen:, Plätzchen u. dgl., angewandt werden. Eine geeignete Form für die Katalysatoren ist die von Körnchen, die eine Größe von 58 bis 1460 Maschen je cm2 haben. Sowohl den Metalloxydkataly sator als auch das feste \letallborhydrid enthaltende Plätzchen oder Körnchen können im vorliegenden. Verfahren angewandt werden.
  • Als Ausgangsmaterial für den vorliegenden Polymerisationsprozeß können auch äthylenhaltige Gase, die Wasserstoff und Kohlenwasserstoffe, wie sie in den Raffineriegasen enthalten sind, also z. B. Methan., Äthan, Propan usw. enthalten, verwendet werden. Es empfiehlt sich jedoch, als Ausgangsstoff ein Äthylen zu verwenden. das so rein und, konzentriert wie nur irgend möglich ist.
  • Zweckmäßig ist es, die Berührung der Katalysatoren mit Sauerstoff. Kohlensäure, Wasser oder Schwefelverbindungen auf ein Minimum zu beschränken oder ganz zu vermeiden.
  • Die gemeinsame Verwendung einer Polymerisationstemperatur zwischen etwa 220 und 260° C und eines flüssigen Kohlenwasserstoffes, z. B. von Benzol, Xylol. Dekalin (Dekahydronaphtha.Iin) oder Methyldeka,lin, als Reaktionsmedium zwecks Erzeugung von Äthylenpolymerisaten mit spezifischen Viskositäten (. 1f) im Durchschnitt zwischen etwa 10 000 und 30 000 in kontinuierlicher Arbeitsweise bei verhältnismäßig langlaufenden einmaligen. Durchsätzen und reinen Katalysatoren ist zweckmäßig.
  • Die Kontaktzeit oder Durchsatzgeschwinäigkeit bei dem Polymerisationsverfahren wird unter Berücksichtigung der anderen Variablen in diesem Verfahren, der Katalysatoren, der speziellen Art des gewünschten Produktes und des bei einem gegebenen Versuch oder Durchgang über diesen Katalysator gewünschten Ausmaßes der Äthylenumwandlung festgelegt. Im allgemeinen kann diese Veränderliche leicht bestimmt werdcrt, um zu den erwünschten Ergebnissen zrt gclangcn. Wenn man die aus Äthylen bestehenden Ausgangsstoffe ununterbrochen zu und von den Katalysatoren fließen läßt, liegen die geeigneten Stundendurchflußgeschwindigkeiten gewöhnlich zwischen, etwa 0.1 und 10, vorzugsweise etwa 0,5 und 5, am besten bei etwa 2 Volumen ÄthylendösunglStunde! Volumen Katalysator. Als Reaktionsmedium dient gewöhnlich ein aromatischer Kohlenwasserstoff, z. B. Benzol, 1ylol oder Tetralin (Tetrahydronaphthalin), oder ein cycloaliphatischer Kohlenwasserstoff, z. B. Dekalin. (Dekahydronaphthalin). Die Menge Äthylen in solchen Lösungen kann zwischen etwa 2 und 50, vorzugsweise 2 und 10, oder beispielsweise zwischen 5 und 10 Gewichtsprozent schwanken.
  • Beobachtet wurde, daß bei einem Abfallen der Äthylenkonzentration in dem flüssigen Reaktionsmedium unter etwa 2 Gewichtsprozent das Molekulargewicht und die Schmelzviskosität der polymeren Produkte scharf absinken. Die Geschwindigkeit der Äthylenpolymerisation nimmt mit zunehmender Konzentration des Äthylens in dem flüssigen Reaktionsmedium zu. Die Geschwindigkeit der Äthylenpolymerisation unter Bildung hochmolekularer normalerweise fester Polymerisate ist jedoch vorzugsweise nicht derart, daß diese Polymerisa.te in Mengen entstehen. die ihre Löslichkeit in denn flüssigen. Reaktionsmedium, die gewöhnlich bei 5 bis 7 Gewichtsprozent liegt, unter den Reaktionsbedingungen übersteigen, ungeachtet der Mengen polymerer Produkte, die daneben noch von dem Katalysator adsorbiert werden. Obwohl Äthylenkonzentrationen in, dem flüssigen Reaktionsmedium vcn über 10 Gewichtsprozent angewandt werden können, werden doch Lösungen des Äthylcnpclymerisats von über 5 bis 10 % in dem Reaktionsmedium sehr viskos und sind schwer zu handhaben. und eine erhebliche Spaltung der festen .\Ictalloxydkatalysatorteilchen oder -fragmente kann eiiitretcit. die zur Folge hat, daß der Katalysator mit der Lösung der Polymerisationsprodukte in feiner \'crtcilung übergeht, wodurch erhebliche Katalysator-\-t rlustc iin Reaktionsgefäß entstehen.
  • licini ansatzweisen Verfahren werden Betriebszeiten zwischen i/- und etwa 10 Stunden, gewöhnlich zwischen 1 und etwa 4 Stunden angewandt, wobei der Autoklav mit Äthylen in dem Maße beschickt wird, wie der Druck infolge Umwandlung des Äthylens al;fii1lt.
  • Das (ic-wichtsverhältnis von Lösungsmittel zu Katalysator kann im Falle von Fließsystemen im Bereich von etwa 5 bis etwa 2000 oder selbst höher, vorzugsweise zwischen etwa 50 und 1000, schwanken. Die Anwendung hoher Verhältnisse Lösungsmittel zu Katalysator, die durch die Gegenwart eines reaktionsfähigen Metallborhydrids in der Reaktionszone möglich gemacht werden kann, ist zur Erreichung hoher Polvmerisatausbeuten sehr wichtig.
  • Äthylen, Propylen oder ihre Gemische können in der Gasphase und in Abwesenheit eines flüssigen Reaktionsmediums in Gegenwart der reaktionsfähigen Metallborhydride und der Metalloxyde polymerisiert werden. Zur Vervollständigung des Ablaufs der gewünschten Polymerisationsreaktion kann man dann den festen Katalysator z. B. durch Extraktion mit geeigneten Lösungsmitteln behandeln, um aus ihm die festen Polymerisationsprodukte zu gewinnen. Im Interesse erhöhter Olefinumwan.dlungsgeschwindigkeiten und ununterbrochener Gewinnung fester Produkte aus dem Katalysator empfiehlt es sich, die Umwandlung von Äthylen in Gegenwart eines geeigneten flüssigen Reaktionsmediums zu bewirken. Das flüssige Reaktionsmedium kann außerdem dazu verwandt werden, um das Olefin mit dem Katalysator durch Herstellung einer Lösung des Olefins in dem flüssigen Reaktionsmedium in Berührung zu bringen.
  • Es können verschiedene Gruppen von Kohlenwasserstoffen oder deren Gemischen, die unter den Polymerisationsbedingungen des vorliegenden Verfahrens flüssig und, praktisch inert sind, angewandt werden. Aus der Reihe der aromatischen Kohlenwasserstoffe, besonders der Aromaten mit einem Ring, seien genannt: Benzol, Toluol, Kylole, Mesitylen und Xylol-p-Cymol-Geniische. Ferner kann Tetrahydronaphthalin angewandt werden. Schließlich können aromatische Kohlenwasserstoffe angewandt werden, zu denen Äthylbenzol, Isopropylbenzol, n-Propyll:enzol, sek.-Butylbenzol, tert.-Butylbenzol, Äthyltoluol. Äthylxylole, Hemimellitol, Pseudocumol, Prehnitol, Isodurol, Diäthylbenzole, Isoamylbenzol gehören. Geeignete aromatische Kohlenwasserstofffraktionen können durch selektive Extraktion von aromatischen Naphthas, aus der Hydroformierung als Destillat oder Bodenprodukte, aus den Fraktionen der Spaltprozesse usw. erhalten werden.
  • Es können auch gewisse Alkylnaphthaliiie angewandt werden, die unter den vorliegenden Polymerisationsbedingungen flüssig sind, z. B. 1-Methylnaphthalin, 2-Isopropylnaphtlia:lin, 1-n-Amylnaphthalin bzw. in der Technik anfallende Fraktionen, die diese Kohlenwasserstofte enthalten.
  • Im vorliegenden Verfahren können auch gewisse Gruppen von aliphatischen Kohlenwasserstoffen als flüssige Reaktionsmedien benutzt werden. So sind verschiedene gesättigte Kohlenwasserstoffe (Alkane und Cycloalkane) geeignet, die unter den Polymerisa._ tionsbedingungen flüssig sind. Es können entweder reine Alkane bzw. Cycloa.lkane oder technisch zugängliche, von Katalysatorgiften befreite Gemische angewandt werden. So eignen sich z. B. Stra.ight-r-un-Benzine oder Kerosene, die Alkane und Cvcloa.lkane enthalten. Besonders können flüssige oder verflüssigte Alkane benutzt werden, z. B. n-Pentasi, n-Hexan, 2,3-Diniethylbutan, n-Octan, Isooctan (2,2,4-Tri methylpentan), ri-Decan, n-Dodecan, Cyclohexan.. Methylcyclohexan, Dimethylcyclopentan, Äthylcyclohexan, Dekalin (Dekahydronaphthalin), Illethyldekalin. Dimethyldekalin_ Angewandt werden können als flüssiges Reaktionsmedium auch flüssige Olefine, z. B. n-Hexane, Cyclohexen, 1-Octen, Hexadecene.
  • Die normalerweise festen Polymerisationsprodukte, die auf der Katalysatoroberfläche zurückgehalten werden, oder die schmierfettähnlichen Äthylenpolymerisate können in gewisser Weise selbst wie ein verflüssigtes Reaktionsmedium fungieren; es ist aber höchst zweckmäßig, in diesem Falle dann, wie erwähnt, einen die Viskosität herabsetzenden Kohlenwasserstoff zur Reaktionszone zu geben.
  • Das flüssige Reaktionsmedium soll durch Säurehehandlung, z. B. mit wasserfreier Toluolsulfonsäure, Schwefelsäure:, oder durch gleichwertige- l')ehandlungen, z. B. finit Aluminiumhalogeniden oder anderen Frie.del-Crafts-Katalysatoren, Maleinsäureanhydrid, Ca.lciuin, Calciumhydrid, Natrium oder anderer. Alkalimetallen, Alkalihydriden, Lithiumalumin.iumhydrid, Wasserstoff und Hydrierungskatalysatoren, Filtration durch eine Säule von Kupferkörnern oder Metallen der VIII. Gruppe usw. oder durch Kombination solcher Behandlungen von Katalysatorgiften befreit werden.
  • Die Xvlole wurden durch Kochen am Rückfluß mit einem Gemisch von 1-1o0 3-A1203-Katalysa.tor und Li A1 H4 (50 ccm Xvlol-1 g Kata.lysator-0,2 g Li A1 H4) bei Atmosphärendruck und anschließende Destillation der Xylole gereinigt. Eine noch wirksamere Reinigung des Lösungsmittels kann durch Erhitzen auf etwa 225 bis 250° C mit entweder Natrium und Wasserstoff oder NaH in einem Druckgefäß erreicht werden.
  • Die Temperatur während. des Äthylenumwa:n.dlungsprozesses kann leicht mit Hilfe der großen flüssigen Masse mit verhältnismäßig hoher Wärmekapazität in der Reaktionszone eingestellt werden. Das flüssige Reaktionsmedium kann durch Wärmeaustausch innerhalb oder außerhalb der Reaktionszone gekühlt werden. Bemerkt sei jedoch., daß in einigen Fällen das Lösungsmittel als Gasphase anwesend sein kann,.
  • Wenn als Lösungsmittel z. B. Nylole! angewandt werden, kann unter den Reaktionsbedingungen eine geringe Alkylierung derselben; durch Äthylen. erfolgen. Propylen ist ein noch weit stärkeres Alkylie:rungsmittel als Äthylen. Wenn daher Propylen in der Beschickung vorhanden ist, empfiehlt es sich, ein nichtalkylierl>ares Lösungsmittel, z. B. Dekaliri,, zu benutzen. Das Alkylat (Alkylierungsprodukt) wird in dem vorliegenden. Verfahren mit dem Fett entfernt, es kann, daraus durch fraktionierte Destillation. abgetrennt und gegebenenfalls in die Polymerisationszone zurückgeführt werden.
  • Die Zeichnung erläutert ein Verfahren, nach dein die Erfindung durchgeführt werden kann. Man; leitet das olefinische Beschickungsmaterial, z. B. Äthylen oder ein Äthylen-Propylen-Geniisch, durch den Kompressor 10, in welchem der Druck auf einer geeigneten Höhe, z. B. zwischen 35 und 140 a:t, gebracht wird, und von. dort in die Kammer 11, die mit einem geeigneten. Reduktionsmittel, z. B. metallischem Kupfer von 150° C, beschickt ist, und dann in die Kammer 12, die mit einem Entwässerungsmittel, z. B. adsorhierendem Aluminiumoxyd, wasserfreiem Calciumsulfat, Kieselsäuregel oder einem gleichwertigen Trocknungsmittel, versehen ist. Aus der Kammer 12 wird das getrocknete Beschickungsmaterial in. die Kammer 13 geleitet, in. der es von Kohlensäure befreit wird. Die Kammer 13 ist mit einem geeigneten Reagens, z. B. mit auf Asbest niedergeschlagenem Natriumhydroxyd oder mit irgendeinem anderen wirksamen. Kohlensäure aufnehmenden Mittel versehen. Nach Verlassen der Kammer 13 kann die Beschickung gegebenenfalls noch weiter getrocknet werden. Die so gereinigte Beschickung enthält gewöhnlich weniger als 50 Teile pro Million Sauerstoff und besitzt einen Taupunkt unter -45° C. Die gereinigte Beschickung wird dann in einen Absorber 14 geleitet, in welchem es im Gegenstrom mit Lösungsmittel zusammentrifft. Dieses Lösungsmittel oder flüssige Reaktionsmedium kann in den Absorber mit Hilfe der Pumpe 15 durch die Ven:tille-itung 16 und den Wärmeaustauscher 17 geleitet werden., in welchem die Beschickung auf eine geeignete Absorptionstcinpera.tur, gewöhnlich zwischen etwa 15 und 35' C gcliracht wird. Es können auch höhere. oder tiefer( Temperaturen angewandt werden. Umlauflösungstnittel aus Leitung 61 kann ebenfalls in den Absorber geleitet werden, oder es kann als einziges Ahscrpticnsniccliuni angewandt werden. In dem Absorber 14 wird eine Lösung erzeugt, die zwischen etwa 2 und 30 °!o Olefin, z. B. etwa 7 Gewichtsprozent Äthylen. enthält, und von dort durch die Ventilleitung; 18 zur endgültigen Reinigung in die Kammer 19 al;gezcgen. Diese Kammer kann ein aktives Metall oder 3'Ietallhydrid, z. B. Natrium oder ein anderes Alkalinietall, ein Erdalkalimetall, ein Alkalihydrid oder ein Erdalkalihydrid, enthalten. Am besten wird sie mit Calciumhydrid gefüllt. Diese Kammer 19 wird auf Temperaturen zwischen etwa, 100 und 280° C gebracht. Wenn die Beschickung rein genug ist, kann die Kammer 19 durch nicht in der Zeichnung vermerkte Leitungen umgangen und die Beschickung unmittelbar in das Reaktionsgefäß 25 eingeführt werden.
  • Aus der Kammer 19 werden das Äthylen und das Lösungsmittel in die Leitung 20 und von dort durch die Pumpe 21 in den Erhitzer 22 geleitet, in welchem sie auf die z. B. zwischen. 200 und, 275° C liegende Polymerisationstemp.eratur gebracht werden. Von dem Erhitzer 22 gelangt die Beschickung durch Leitung 23 und von dort durch Leitung 24 in den unteren Teil der Reaktionskammer 25. Obwohl eine große Zahl geeigneter Reaktionsbehälter angewandt werden kann, wird hier ein besonderer Autoklav benutzt, der durch in geeigneter Weise angebrachte Prallplatten26 inobere unduntereKammerabschnitte eingeteilt ist. In den unteren Teil des Reaktionsgefäßes reicht ein Rührer 27. An den Wänden des Autoklavs sind geeignete Pradlplatten 28 angebracht. Der Rührer vermag zwischen 20 und. 1000 Umdrehungen pro Minute zu machen. Er wird meist mit 650 Umdrehungen betrieben. Aus dieser Anordnung geht hervor, daß der Katalysator, das reaktionsfähige Meta@llborhydrid und das olefinische Material und das flüssige Reaktionsmedium in dein unteren Teil des Reaktionsgefäßes 25 in hohem Maße miteinander vermischt werden. Das Reaktionsgefäß 25 kann zu Beginn mit dem als Katalysator wirkenden Metalloxyd aus der Gruppe VI a und dem Metaljborhydrid, z. B. Li B H4, durch einen Fülltrichter oder entsprechende Vorrichtungen beschickt werden, während der Reaktion können weitere Mengen Metalloxydkatalysator und Metallbarhydride, wenn erforderlich, in Zwischenräumen auf geeignete Weise zugegeben werden..
  • Gegebenenfalls kann ein. Teil des vorgetrockneten Lösungsmittels durch die Ventilleitung 29 und den Erhitzer 30 geschickt werden, in welchem es auf eine Temperatur zwischen etwa 150 und 300° C erhitzt wird, um von dort in eine mit den Praljplatten: 32, dem Rührer 33 und einem Einlaß 34 für das AlkaIimetall versehene Kontaktkammer 31 zu gelangen. In dicscr Kon.taktkaminer 31 wird eine innige Dispersion des Alkalimetalls in dem Lösungsmittel hergestellt und aus der oberen verhältnismäßig ruhigen Zone der Kontaktkammer 31 durch die Ventilleitung 35 in die Leitung 24 abgezogen, um durch die Pumpe 36 in das Reaktionsgefäß 25 gedrückt zu werden. Ein. anderes sehr brauchbares Verfahren zur Reinigung des Lösungsmittels in der Kontaktkammer 31 besteht darin" dieses Lösungsmittel finit einem Alka:lihydrid, gewöhnlich NaH, und einem aus 10 Gewichtsprozent Mo 03 auf y-Aluminiumoxyd bestehenden Katalysator zu reinigen, wobei man etwa 3 bis 10 Gewichtsprozent aufgebrachte n Metalloxyds pro Gewichtsteil Alkalihydrid anwendet, und zwar bei eitler Temperatur zwischen etwa 135 und 270° C und einer Durchsatzgeschwindigkeit zwischen, etwa 1/E und 10 Volumen Lösung/StundeA'olunien Katalysator.
  • In dein Reaktionsgefäß 25 wird die Polymerisation von Ätiiyleul oder die Mischpolymerisation von Äthylen mit anderen Monooletinen, z. B. Propylen, bei geeigneten Temperaturen und Drücken bewirkt. Die übliche Kcizentration des Äthylens in dem Lösungsmittel. welches in das Reaktionsgefäß eintritt, liegt gewöhnlich bei 10 Gewichtsprozent, während die aus dem Reaktionsgefäß abfließende Flüssigkeit gewöhnlich eine 2- bis 5gewichtsprozentige Lösung von festem Polymerisat in dem Lösungsmittel darstellt. Wenn man ein Homopolymerisat des Äthylens herzustellen wünscht. das eine Schmelzviskosität von 2 # 105 bis etwa 5 - 105 Poises aufweist, liegen die besten Temperaturen zwischen etwa 230 und 275° C. Die Reaktionszeit kann zwischen etwa. 10 und 100 Minuten schwanken.
  • Selbstverständlich kann man statt des einen Reaktionsgefäßes eine Anzahl von Reaktionsgefäßen benutzen, die entweder parallel oder in Reihe geschaltet sind. Bei #'rwendu.g von Reaktionsgefäßen e# in Reihenschaltung sind Variationen in der Temperatur und im Druck, in der Oleffinkonzentration, im Lösungsmittel und in der Katalysa,torkonzentration möglich, so daß sowohl das mittlere Molekulargewicht und der Molekulargewichtsbereich des Produktes als auch das Ausmaß der Umwandlung in jeder Stufe noch genauer eingestellt werden können. Bei der Verwendung einer Anzahl miteinander verbundener Reaktionsgefäße mit den- . dazugehörigen Nebenleitungen und Ventilen kann man auch jedes Reaktionsgefäß aus dem System abschalten, wenn es gereinigt oder repariert werden muß.
  • Der obere Teil des Reaktionsgefäßes 25 stellt eine ruhige Absetzzone dar, in dir sich feine Katalysatorteilchen und Metallbörhydrid aus der Lösung des polymeren Produktes in denn. Reaktionslösungsmittel abscheiden und unter dem Einfluß der Schwere, in den unteren, in Bewegung befindlichen Teil des Reaktionsgefäßes zurückkehren. Die verhältnismäßig klare Lösung der Reaktionsprodukte in dem Lösungsmittel wird aus dem oberen Teil des Reaktionsgefäßes 25 durch die Leitung 37 und ,das Ausgleichsventil 38 abgezogen, in welchem der Druck auf etwa 1 bis etwa 17,5 at abzusinken. vermag. Das Gemisch wird durch das Ventil 38 horizontal in eine Trennvorrichtung (z. B. von der Art eines Zyklons) 39 geleitet, in welchem eine Temperatur von wenigstens 150° C aufrechterhalten wird. Aus dieser Trennvorrichtung 39 wird ein Gas, das eine wesentliche Menge an von Giften befreitem Äthylen enthält, durch die. Ventilleitung 40 abgezogen. In die Trennvorrichtung 39 kann durch Leitung 51 heißes Lösungsmittel eingeführt werden. uni eine Abscheidung des Polymerisats an den Wänden der Trennvorrichtung zu verhindern. Nach einer bevorzugten Arbeitsweise wird die klare aus dem Reaktionsgefäß 25 abfließende Flüssigkeit durch das Ventil 38 bis auf den Dampfdruck des Lösungsmittels hefüntergespannt, während die Temperatur im Abscheider 39 bei etwa 200° C bleibt. Bei dieser Arbeitsweise wird praktisch alles Äthylen und ein wesentlicher Teil des Benzols aus dem Abfluß (aus dem ReaktiönsgefäB,25) entfernt und kann (durch nicht eingc.,zeichictx,tT,eitungeii-rrii't Hilfe einer Pumpe) wieder in das Reaktionsgefäß zurückgeleitet werden. Die verhältnismäßig konzentrierte Polymerisatlösung kann wie nachstehend beschrieben behandelt werd.
  • Die Lösung des Polymerisats indem Lösungsmittel wird aus dem Abscheider 39 durch die Ventilleitung 41 in das Filter 42 abgezogen., in welchem alle feinen Katalysatorteilchen, die bis hierher gelangt sein können, abgetrennt und durch die Ventilleitung 43 abgezogen werden. Gegebenenfalls kann die Polynierisatlösung der Wirkung eines Ultraschallvibrators unterworfen werden, durch den die Zusammenballung der sehr feinen Katalysatorteilchen bewirkt wird. so daß diese leichter abfiltriert werden können.
  • Die Lösung des polymeren Produktes wird vom Filter 42 durch Leitung 44 in den Kühler 45 abgezogen, in welchem ihre Temperatur auf etwa 20 bis 90° C eingestellt wird, worauf sie durch Leitung 46 auf das Filter 47 gelangt. Das feste polymere Produkt wird vorn Filter 47 bei 48 entfernt und das Lösungsmittel bzw. Reaktionsmedium durch Leitung 49 abgezogen, von wo ein Teil durch die Ventilleitung 50 aus dem System herausgenommen und ein anderer Teil durch Ventilleitung 51, die Pumpe 52 und den Erhitzer 53 in den Abscheider 39 gelangt, während der Rest durch Ventilleitung 54 in dieFraktioniervorrichtting 55 fließt.
  • Die Fällung des Polymerisats aus der Lösung in Leitung 44 kann durch Zusatz von Nichtlösungsmitteln, wie niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen, z. B. Propan, Alkoholen, Ketonen (Aceton) usw., eingeleitet werden. Das bei 48 entfernte polymere Produkt des Verfahrens kann verschiedenen Behandlungen unterworfen «-erden, um es für die Umwandlung in das technische Endprodukt vorzubereiten.. So kann es in verschiedener Weise behandelt werden, uni das eingeschlossene Lösungsmittel zu entfernen; es kann zu bandähnlichen Gebilden verpreßt, getrocknet usw. werden.
  • In der Fraktioniervorrichtung 55 wird das Lösungsmittel bzw. flüssige Reaktionsmedium verdampft und, als Kopfprodukt durch Leitung 56 abgeführt, wobei ein Teil aus dem System durch die l,'eritilleitung 57 herausgenommen werden kann, obwohl vorteilhafter die Flüssigkeit durch die Ventilleitung 58 in den, Kühler 59 geführt wird, in weichem ihre Temperatur auf etwa 20 bis 80° C gebracht wird, von wo aus sie in die Pumpe 60 gelangt. Die Pumpe 60 preßt die Flüssigkeit durch die Ventilleitung 61- und den Wärmeaustauscher 17 in den Absorber 14, uni eine Lösung von frischen Ätliylenausgangsstoffen. für das Polymerisationsverfahren herzustellen. Ein Teil der Lösung wird ferner durch die Pumpe 60, durch die Ventilleitung 62 in den oberen Teil des Absorbers 63 gepreßt. Wieder in Umlauf befindliche Gase aus der Trennvorrichtung 39 und Leitung 40 werden durch die Ventilleitung 64 und den Kompressor 65 über die Leitung 66 in den unteren Teil des Absorbers 63 geführt, in welchem Äthylen selektiv in dem Lösungsmittel absorbiert wird, um auf diese U'eise eine Lösung zu erzeugen, deren Konzentration an Äthylen zwischen etwa 2 und 10 Gewichtsprozent liegt, die aus dein Absorber 63 durch die Ventilleitung 67 in die Leitung 20 entladen wird, von wo aus sie in den Reaktionsbehälter 25 gelangt Die nicht absorbierten Gase werden ans dem Absorber 63 durch die Ventilleitung 68 herausgenommen.
  • Flüssige Reaktionsprodukte mit Siedepunkten über dem Siedebereich des -Reaktionsmediums können aus der Fraktioniervorrichtung 55 und dein Verfahren durch Ventilleitung 69 entladen werden, vorzugsweise schickt man sie aber durch die Ventilleitung 70 in eine zweite Fraktioniervorrichtung 71. Ein in, verhältnismäßig kleiner Menge erzeugtes Nebenprodukt des vorliegenden Polymerisationsverfahrens bei Anwendung eines alkylierbaren aromatischen Kohlenwasserstoffes, z. B. von Xylo1, als Lösungsmittel ist ein durch Umsetzung dieses alkylierbaren aromatischen Kohlenwasserstoffes mit Äthylen (oder Propy len, wenn dieses ein Bestandteil der Beschickung war) gebildetes Alkylat. Diese alkylierten aromatischen Kohlenwasserstoffe werden in. dem Turm 71 verdampft und fraktioniert und. durch Leitung 72 Herausgenommen. Es ist gewöhnlich zweckmäßig, wenigstens einen Teil des Alkylats durch Ventilleitung 73 in die Leitung 41 zurückzuführen, um es als Verdünnungs- und Lösungsmittel in dem Filter 42 zu benutzen. Der Rest des Alkylats kann aus dem System durch Ventilleitung 74 abgeleitet oder er kann in dcii Kreislauf zurückgeleitet werden, um ihn als einen Teil des flüssigen Reaktionsmediums in der Reaktionsvorrichtung 25 zu verwenden.
  • Vcrhältn.ismäßig kleine Mengen von niedriginolekularen schmierfettähnlichen, Äth.ylenpolymerisaten entstehen bei deni Polyinerisationsverfahren vorliegender Erfindung: sie werden als Bodenfraktion aus dein Turm 71 durch die Ventilleitung 75 abgezogen.
  • Bei einem anderen Arheitsverfahren im Anschluß an die Filtration der feinen Katalysatorteilchen in dein Filter 42 wird die verdünnte Lösung der Äthylenpolyinerisate in, dem Lösungsmittel, z. B. Benzol, in einen Turm eingeführt, der heißes Wasser oder ein Gemisch von Wasser und Dampf enthält, wobei die Temperatur so hoch ist, daß das Lösungsniittel (oder ein azeotropes Gemisch- von Lösungsmittel und Wasser) aus der Lösung schnell abdestilliert und ein wäßriger Schlamm des festen Polymerisats finit etwa 1 bis 5 Gewichtsprozent Polymerisat gebildet wird. Dieser wäßrige Polymerisa.tschlamm kann in der üblichen Weise konzentriert werden, uni ihn auf einen Gehalt von etwa 10 bis 15 Gewichtsprozent Polymerisat zu bringen, der dann zentrifugiert werden kann, um ein Polvmerisat zu erhalten., das nur eine kleine Menge Wasser enthält und in jeder üblichen Vorrichtung gründlich getrocknet werden kann. Das bei dieser schnellen Destillation als Kopfprodukt übergehende Lösungsmittel kann kondensiert, aus einer Schicht flüssigen Wassers abgetrennt, zwecks weiterer Trocknung destilliert und. schließlich mit Hilfe von Trocknungsmitteln, z. B. Kieselsäu.regel oder Tonerdegel, gründlich getrocknet werden. ehe man es in den Speicher oder die Polymerisation.szone zurückleitet.
  • Nach einem anderen Verfahren wird die, Polvmerisat:lösung in einem aromatischen Lösungsmittel, aus der die feine Katalv satorteilchen entfernt worden sind, zur Trockne versprüht.
  • Bei der Erörterung der folgenden Beispiele wird die bedeutende Wirkung der reaktionsfähigen Meta,llborhydride als Aktivatoren der Palymerisation auf Grund. folgender >;Überlegungen offenbar. In den. Versuchen, die ohne einen Aktivator unter Verwendung eines aus 8 Gewichtsprozent vorreduzierten Molybdänoxyds auf i,-Aluminiumoxyd bestehenden Katalysators und eines Verhältnisses von reinen Xv lolen zu Katalysator (ccm/g) von 5 durchgeführt wurden, wurden pro Gramm Katalysator bei 230° C und. einem anfänglichen Äthylendruck von 70 at 0,5 g feste Äthylenpolymere erhalten, wobei immer wieder Äthylen in das Reaktionsgefäß aufgedrückt wurde, bis kein weiteres Äthvlen mehr von dem Reaktionsgemisch absorbiert werden konnte. Es konnte kein festes Polymerisat erzeugt werden, wenn getrocknetes und von Kohlensäure befreites Äthylen. bei einem Partialdruck von etwa 46 at mit 2,0 g eines Wolf ramoxyd-Zirkoniumoxyd-Katalysators (der mit Wasserstoff bei 450° C und Atmosphärendruck vorreduziert worden war) bei 250°C 21 Stunden lang in Berührung gebracht wurde.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern. Das Reaktionsgefäß war in jedem Falle ein Druckgefäß mit einem Fassungsvermögen von 250 ccm und einem magnetisch betriebenen Rührer. Durch einen ständigen Stickstoffstrom wurde die Luft während der Beschickung aus dem Reaktionsgefäß verdrängt. Restliche Luft wurde aus dem Autoklav mit Hilfe von Wasserstoff ausgespült, ehe die Reaktion einsetzte. Beispiel 1 Es wurde 1 g Katalysator aus 8 Gewichtsprozent Molybdän auf v-Aluminumoxyd nach Vorreduktion mit Wasserstoff bei 480° C eingesetzt. Der Katalysator wurde in Form eines Filterkuchens angewandt, der auf eine Maschengröße von 58 bis 1050 pro qcm gebracht worden war. Weiter wurde das Reaktionsgefäß mit 0,2 g Lithiumborhydrid und 100 ccm gereinigten Xylolen als Lösungsmittel beschickt. Der Inhalt des Gefäßes wurde unter geringem Wasserstoffdruck auf 249° C erhitzt, dann wurde Äthylen bis zu einem Partialdruck von etwa 58 at eingeführt, wobei der Inhalt gerührt wurde. In das Reaktionsgefäß wird dann von Zeit zu Zeit Äthylen eingeleitet, um den anfänglichen Partialdruck aufrechtzuerhalten. Die Reaktion war nach 345 Minuten beendet. Es wurden 9,3 g eines Polymerisats erhalten, das sich in einen zähen biegsamen Film umwandeln ließ; das Polymerisat hatte eine spezifische Viskosität (17 rel - 1 - 105) von 24600. eine Schmelzviskosität von 1,4 - 106 Poises und eine Dichte bei 24° C von 0,963. Daneben waren 0,40g eines fettähnlichen Polymerisats und 1,0g alkylierte Xvlole entstanden.
  • Bei einer @@'iederholung dieses Versuches konnte bei Ersatz des Lithiumborhvdrids durch die gleiche Gewichtsmenge Natriumborhydrid bei 247° C, einem Äthylenpartialdruck von etwa 56at und innerhalb von 12 Stunden kein festes Polymerisat erhalten werden;, es entstanden 1,46 g eines fettähnlichen Polymerisats und 2,33 g alkylierte Xylole. Das Natrium hat nach der Paulingschen Skala eine Elektronegativität von 0,9, und N a B H4 reagiert mit Wasser bei gewöhnlichen Temperaturen (0 bis 25° C) nur sehr langsam. Beispiel 2 Bei einer Wiederholung des Beispiels 1 wurde das Lithiumborhydrid zwecks Erzeugung eines festen Äthylenpol_vnierisats durch Magnesiumborhvdrid ersetzt. Das Verfahren und das entstandene Produkt entsprachen völlig dem Beispiel 1. Beispiel 3 Bei einer Wiederholung des Beispiels 1 wurde das Lithiumborhvdrid zwecks Erzeugung eines festen Äthvlenpolymerisats durch Aluminiumborhvdrid ersetzt. Das Verfahren und das entstandener Produkt entsprachen völlig dem Beispiel 1. Beispiel 4 In- -das Reaktionsgefäß wurden 2,0 g eines Katalysators eingebracht, der aus 20 Gewichtsprozent Woffrainoxvd -auf Zirl;oniumoxvd bestand und eine Maschengröße von 130 pro qcm hatte (er war bei 450 C und Atmosphärendruck mit Wasserstoff vorreduziert worden), 0,5g Lithiumborhydrid und 100ccin Isooctan. Der Inhalt des Reaktionsgefäßes wurde unter Rühren bei einem schwachen Wasserstoffdruck auf 250 C (2rliitzt; hierzu wurde Äthylen bis zu einem Partialdruck von etwa 50 at gegeben, der über 17 Stunden lang aufrechterhalten wurde. Irrhalten wurden 2,36 g feste; Polymerisat, 0,74 g fettähnliches Polynieri>at und 1,3 g Alkylierungsprodukt. Beispiel 5 Das Reaktionsgefäß wird mit 2.0g des Wolfranioxyd-Zirkoniumoxyd-Katalysators des Beispiels 4, 0,5 g Lithiuniliorhvdrid und 100 ccm Dekalin, das mit Kieselsäuregel behandelt war, beschickt. Unter einem schwachen Wasserstoffdruck wird der Inhalt unter Rühren auf 225° C erhitzt und danach mit Äthylen bis zu einem Partialdruek von etwa 66,5 at beschickt. Die Reaktion läuft 20 Stunden, während welcher Zeit Äthylen je nach Bedarf zwecks Aufrechterhaltung des anfänglichen Partialdruckes nachgegeben wird. Erhalten wurden 8,9 g eines festen Äthylenpolymerisats, das einen zähen und biegsamen Film zu bilden vermochte, eine Schmelzviskosität von 1,8 - 105 Poises und eine Dichte (bei 24° C) von 0.9608 hatte. Ein Alkylat (Alkylierungsprodukt) des Dekalins entstand als 1Vebenprodukt in einer Menge von 1,0 g. Beispiel 6 Das Beispiel 5 wurde wiederholt, nur wurde Lithiunil)orhydrid durch Magnesiumborhydrid ersetzt. Es entstand ein zähes, biegsames Äthylenpolymerisat. Beispiel 7 Das Beispiel 6 wurde wiederholt, nur wurde L.ithiumliorhydrid durch Aluminiumborhydrid ersetzt. Es entstand ein zähes, biegsames Äthylenpolymerisat.
  • In den obigen Beispielen bedeutet »spezifische Viskosität« - (relative Viskosität - 1) - 105 und »relative Viskosität« das Verhältnis der Ausflußzeit einer Lösung von 0.125 g Polymerisat in 100 ccm gereinigten lvlolen bei 110' C aus einem Viskosimeter zu der Ausflußzeit von 100 ccm reiner lylole bei 110 °C. Die Schmelzviskosität wird nach dem Verfahren von 1) i e n e > und K 1 e m m . j. Appl. Phys., 17. S. 458 bis 471 (1946), bestimmt.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Polymerisate können den verschiedenen Nachbehandlungen unterworfen werden. Sie können gepreßt, mechanisch verwalzt, zu Filmen verarbeitet, gegossen bzw. zu Schwämmen oder Latices verarbeitet werden. I?s können ihnen Antioxydantien, Stabilisatoren. Füllstoffe, Streckmittel, Weichmacher, Pigmente. Insektizide und Fungizide einverleibt werden. Die Polyäthylene können als Üfiherzugsmittel oder Bindemittel angewandt werden.
  • Die erfindungsgemäßen Polymerisate, besonders jene mit hohen spezifischen Viskositäten, können mit den niedrigermolekularen Polyäthylenen vermischt werden, um diesen die Steifheit oder Biegsamkeit oder andre gewünschte Eigenschaften der erfindungsgeni"ßen Produkte zu verleihen. In ähnlicher Weise köni.cn die nach den erfindungsgemäßen Verfahren herg:stellten festen, harzartigen Produkte in jedem gewünschten Mengenverhältnis mit Kohlenwasserstoffölen, Wachsen, wie z. B. Paraffinwachsen und Petro-Tatuni, mit Esterwachsen, mit hochmolekularen Polybutylenen und mit anderen organischen Stoffen verini,;cht werden. Kleine zwischen 0.01 und 1°/o der nach dein vorliegenden Verfahren hergestellten verschiedenen Ätlivlenpolvmerisate liegende -Mengen können in Schmierölen gelöst oder dispergiert werden, um den Viskositätsindex zu erhöhen und den Ölverbrauch herabzusetzen, wenn diese mit Zusatz versehenen Öle in Motoren angewandt werden.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erzeugten. ein llolekulargewicht von 50 000 oder mehr aufweisenden 1'olyinerisate können in kleinen Mengen zur wesentlichen Erhöhung der Viskosität von leichtfließenden Kohlenwasserstoffölen und als Gelierungsmittel für derartige Öle benutzt werden.
  • Die erfindungsgemäßen Polymerisate können verschiedenen chemischen Reaktionen unterworfen werden; nian kann sie halogenieren und wieder enthalogenieren. z. B. durch Behandlung mit Stilfurylchlorid sulfohalogenieren, ferner sulfonieren.

Claims (6)

  1. PArix-r"srRt`Cirs: 1. Verfahren zur Polymerisation von Äthylen oder Propylen allein oder von Äthylen im Gemisch mit Propylen oder anderen Monoolefinen zu Produkten mit Molekulargewichten von wenigstens 300 bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines oxydische,n Ka,talysa,tors, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ausgangsmaterial bei Temperaturen zwischen 75 und 325° C in Gegenwart eines Borhydrids eines Zletalls, dessen Elektronegativität nach der Paulingschen Skala mindestens 1 ist und dessen Borhydridverliindung bei 25° C heftig mit Wasser unter Bildung von Wasserstoff reagiert, und mindestens eines Oxyds eines Metalls der Gruppe VI a des Periodischen Systems polymerisiert bzw. niischpolvmerisiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation bzw. Mischpolymerisation in einem flüssigen Kohlenwasserstoff durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das benutzte, katalytisch wirksame Metalloxyd, besonders Molybdäntriox_yd, zuvor teilweise reduziert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das benutzte, katalytisch wirksame Metalloxyd auf ein schwer reduzierbares Metalloxyd als' Träger aufgebracht wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß <las Borhydrid Lithium-, Magnesium-oder Aluminiumhorhvdrid ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation bzw. Mischpolymerisation bei Drücken zwischen etwa 1 und 1000 kg/cm= durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 813 214, 836 711; deutsche Patentanmeldungen Z 1119 IVc/39c (bekanntgemacht am 28. B. 1952), Z 771 IVc/39c (bekanntgemacht am 29. 5. 1952), B 7335 IVc/39c (1 @-kanntgemacht am 19. 6. 1952) ; britische Patentschrift Nr. 682 420; USA.-Patentschrift Nr. 2 212 155; Franz K r c z i 1, Kurzes Handbuch der Polymerisationstechnik, Bd. 1, S.213.
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