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CH451192A - Verfahren zur Herstellung von Hydrazinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hydrazinverbindungen

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Publication number
CH451192A
CH451192A CH991965A CH991965A CH451192A CH 451192 A CH451192 A CH 451192A CH 991965 A CH991965 A CH 991965A CH 991965 A CH991965 A CH 991965A CH 451192 A CH451192 A CH 451192A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hydrazine
hydrazine compounds
compounds
preparation
formula
Prior art date
Application number
CH991965A
Other languages
English (en)
Inventor
Schindler Wolfgang D Dipl-Chem
Pietrzok Hubertus Dr Dipl-Chem
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wolfen Filmfab Veb filed Critical Wolfen Filmfab Veb
Publication of CH451192A publication Critical patent/CH451192A/de

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Hydrazinverbindungen
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Hydra  zinverbindungen    der Formel    HOsS- (CH2) n-NH-NH-R    in der R   Wasserstoff,-CONH2,-CSNH2    oder
NH2-C=NH und n 2 bis 4 bedeuten.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese wasserlöslichen Hydrazinverbindungen in einfacher Weise herzustellen.



   Es ist bereits bekannt, Hydrazino-alkylsulfosÏuren durch Anlagerung von Hydrazinhydrat an   Alkylensul-    fosäuren herzustellen. Die dabei entstandenen Hydrazinverbindungen sind nur in Form ihrer Benzalverbindung isolierbar, deren Spaltung mit konzentrierter Salzsäure dann erst die freie   Hydrazinverbindung lie-    fert. Das bekannte Verfahren ist also umständlich und zeitraubend. zweck der Erfiindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und leicht   isolierbare    Hydrazinverbindungen herzustellen. Überraschenderweise wurde gefunden und damit die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe gel¯st, dass man die oben genannten Hydrazinverbindungen in einfacher Weise dadurch herstellen kann, dass man Sultone der Formel
EMI1.1     
 mit Hydrazinhydrat   (N2H4.

   H20)    oder Hydrazinverbindungen der Formel   NH2-NH-R    umsetzt, wobei R und n die oben angegebene Bedeutung besitzen.



   Dass die Umsetzung in derartig eindeutiger Weise vonstatten geht, war durchaus nicht zu erwarten. Vielmehr ist bekannt, dass bei ähnlichen Reaktionen zumindest zwei verschiedene Verbindungen   nebeneinan-    der entstehen, z. B. e, ine Mono-un eine Bis-Verbindung, deren Reinigung und Abtrennung sehr schwierig sind.   Ausserdem    werden   erfindungsgemäss    die Hydra  zinverbindungen    in guter Ausbeute und grosser Reinheit erhalten.



   In der pharmazeutischen und fotografischen Industrie besteht grosses Interesse an diesen Hydrazinverbindungen, die z. B. als Zwischenprodukte für die Herstellung von   Pyrazolonen      (5),      Pyrazolidin-dionen    (3, 5) oder davon abgeleiteten Verbindungen verwendet werden.



   Beispiel   1       H030- (CH2) 4-NH-NH,   
Zu 100 g 60 %iger wÏssriger L¯sung von Hydrazinhydrat werden unter Umsch tteln 28 g Butansulton in mehreren kleinen Portionen zugegeben. Die dabei entstehende heftige exotherme Reaktion wird durch Kühlung des Reaktionsgefässes mit Wasser verlangsamt. Nach Beendigung der Reaktion   lässt    man das Gemisch 2 Stunden stehen und destilliert das über  schüssige    Hydrazinhydrat im Vakuum ab.   De,    n sirupösen Rückstand nimmt man mit 300 ml Methanol auf, kühlt die Lösung auf   0  C    ab und fällt   anschliessend    die   Hydrazinverbindung    durch Zugabe von Tetrachlorkohlenstoff aus. Man erhält 33, 5 g (theoretische Ausbeute).

   Die farblosen   Kirstalle    besitzen nach Reinigung mit Methanol einen Schmelzpunkt von 163 bis   165  C.   



   Beispiel 2    H03S (CH2) 3NHNH2   
Zu 50 g wässrigem   50  /Oigen Hydrazinhydrat wer-    den unter   Umschütteln    12,   2 g Propansulton zugesetzt.   



  Nach Beendigung der stark exothermen Reaktion, die wie im B, eispiel 1 durch äussere Kühlung gemässigt wird, behandelt man das Gemisch weiter, wie im Beispiel   1    angegeben. Man erhält 12 g (78  /o der Theorie) farblose Kristalle. Sie werden aus einer Lösung von Methanol und Propanol (1 : 1) umkristallisiert und schmelzen bei 195 bis   197  C.   



   Beispiel 3
HO3S-(CH2)4-NH-NH-CS-NH2
9, 1 g Thiosemicarbazid werden in   lOOml wässri-    gem   50  'Oigen    Methanol gelöst. Der Lösung werden bei Zimmertemperatur unter   Umschütteln    14 g Butansulton zugesetzt. Man   lässt    das Gemisch mindestens 20 Stunden stehen und destilliert dann das Lösungsmittel im Vakuum ab. Dem so erhaltenen klaren viskosen Rückstand werden nach   mehrtätigem    Stehen nochmals 100 ml Methanol zugegeben. Das Gemisch wird kurz aufgekocht. Man erhält nach Abkühlung   12 g (53 O/o    der Theorie) farblose Kristalle, die aus Äthylalkohol umkristallisiert werden und dann bei 195 bis   196     C schmelzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hydrazinverbindun- gen der Formel HO3S-(CH2)n-NH-NH-R in der R Wasserstoff, -CONH2, -CSNH2 oder NH2-C=NH I und n 2 bis 4 bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass Sultone der Formel EMI2.1 mit Hydrazinhydrat oder Hydrazinverbindungen der Formel NH2-NH-R umgesetzt werden, wobei R und n die oben angegebene Bedeutung besitzen.
CH991965A 1964-12-28 1965-07-15 Verfahren zur Herstellung von Hydrazinverbindungen CH451192A (de)

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CH451192A true CH451192A (de) 1968-05-15

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CH991965A CH451192A (de) 1964-12-28 1965-07-15 Verfahren zur Herstellung von Hydrazinverbindungen

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Also Published As

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AT251555B (de) 1967-01-10

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