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CH448197A - Verfahren zur Erhöhung der Kriechstromfestigkeit von Oberflächen elektrischer Isolierteile - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Kriechstromfestigkeit von Oberflächen elektrischer Isolierteile

Info

Publication number
CH448197A
CH448197A CH830666A CH830666A CH448197A CH 448197 A CH448197 A CH 448197A CH 830666 A CH830666 A CH 830666A CH 830666 A CH830666 A CH 830666A CH 448197 A CH448197 A CH 448197A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
parts
insulating parts
tracking resistance
fatty acid
acid esters
Prior art date
Application number
CH830666A
Other languages
English (en)
Inventor
Theo Dipl Ing Weckend
Mensching Guenter
Raubach Heinz Dr Dipl-Chem
Baumgart Siegfried
Jahn Hans Dr Dipl-Chem
Original Assignee
Liebknecht Transformat
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Liebknecht Transformat filed Critical Liebknecht Transformat
Priority to CH1673567A priority Critical patent/CH486755A/de
Publication of CH448197A publication Critical patent/CH448197A/de

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/30Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes
    • H01B3/40Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes epoxy resins

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur Erhöhung der     Kriechstromfestigkeit    von Oberflächen elektrischer     Isolierteile       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung  der     Kriechstromfestigkeit    von Oberflächen elektrischer  Isolierteile aus Kunstharzen, gefüllten Kunstharzen oder       Kunstharzlaminaten.     



  Es ist bekannt, Kunstharze für die Herstellung von  Isolierteilen in der Elektrotechnik einzusetzen. In bezug  auf ihre     Kriechstromfestigkeit    erfüllen sie aber häufig  nicht die gestellten Anforderungen. So erreichen     z.B.     Isolierteile aus     Bisphenyl-Epoxydharzen    nach DIN-Ent  wurf 53 480 (Dezember 1961) nur     Kriechstromfestigkei-          ten    der Stufe A 3b.  



  Es ist bekannt, die     Kriechstromfestigkeit    von Isolier  teilen durch Auftragen eines Lackes zu verbessern, doch  ist der erzielte Effekt nicht dauerhaft.  



  Weiterhin ist das     Aufsintern    von     Polyfluorcarbonen     auf     Isolatoroberflächen    bekannt. Nachteilig bei diesem  Verfahren ist die erforderliche hohe Temperatur, die  naturgemäss häufig nicht angewandt werden kann, da  sich mitunter der zu behandelnde Formkörper uner  wünscht verändert.  



  Ein anderes bekanntes Verfahren zur Verbesserung  der     Kriechstromfestigkeit    von Isolierteilen aus     Epoxyd-          harzen    verwendet einen Lack, der sich aus einem     epo-          xydgruppenhaltigen,        härtbaren        Anilinharz,    das mehr als  eine     Epoxydgruppe    aufweist, und einem Härter, vorzugs  weise einem     Anhydrid    einer     Dicarbonsäure,    zusammen  setzt. Dieses     Verfahren    soll zu der relativ günstigen       Kriechstromfestigkeit    von A 3c nach DIN-Entwurf  53 480 (Dezember 1961) führen.  



  Aber auch eine derartige     Kriechstromfestigkeit    ist  für die neuesten Anforderungen der Hochspannungstech  nik noch nicht ausreichend. Deshalb berücksichtigt der  vorstehende DIN-Entwurf für die Bewertung der Kriech  stromfestigkeit zusätzlich die sogenannte Aushöhlung.  So ergibt sich für Isolierstoffe der Kategorie A 3c noch  eine bessere Differenzierung. Der Isolierstoff mit der  besten     Kriechstromfestigkeit    ist ein solcher, der in der  Kategorie A 3c die geringste Aushöhlung aufweist.    Der Zweck der Erfindung ist die Erzielung von Iso  lierteilen höchster     Kriechstromfestigkeit.     



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kriech  stromfestigkeit von elektrischen Isolierteilen aus Kunst  harzen durch Oberflächenbehandlung zu erhöhen.  



  Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst,  dass die Isolierteile mit     epoxydierten        Fettsäureestern    und       Härtungsmitteln    bei Temperaturen zwischen 60 und  200  C behandelt werden.  



  Mitunter ist es     zweckmässig,    wenn die     epoxydierten          Fettsäureester    bis zu     400%    Füllstoffe, beispielsweise  Quarzmehl, oder     Thixotropiemittel,    beispielsweise kolloi  dale Kieselsäure, enthalten. Die     epoxydierten    Fettsäure  ester können auch in Kombination mit anderen     härtba-          ren,        epoxydgruppenhaltigen    Verbindungen eingesetzt  werden.  



  Für die Erfindung geeignete     epoxydierte    Fettsäure  ester werden in bekannter Weise durch     Epoxydierung     von ungesättigten     Fettsäureestern    ein- oder mehrwerti  ger Alkohole mit     Persäuren    oder Wasserstoffperoxid  erhalten. Als     Härtungsmittel    kommen alle Verbindungen  in Betracht, die zum Aushärten von     Epoxydharzen    ge  eignet sind, vorzugsweise     Dicarbonsäuren    und bzw. oder  deren     Anhydride,    aber auch     Phenole.    Als Füllstoffe sind  alle zu verwenden, die in der Kunststoffindustrie üblich  sind.  



  Die Behandlung der     Isolierteiloberflächen    mit den       epoxydierten        Fettsäureestern    und den     Härtungsmitteln     kann in bekannter Weise durch Auftragen, Tauchen,  Aufspritzen und andere Verfahren erfolgen.  



  Nachfolgende Beispiele sollen die Erfindung erläu  tern. Die Anwendung bei nicht genannten Kunstharz  typen und Behandlungsverfahren kann in sinngemässer  Weise erfolgen.  



  <I>Beispiel 1</I>  Ein     Epoxydharzformstoff    mit einer     Kriechstromfe-          stigkeit    von A 3b (DIN-Entwurf 53 480 vom Dezember  1961) wird mit einer bei 130  C hergestellten Mischung      von 100 Gewichtsteilen     epoxydiertem    Sojaöl     (Epoxyd-          äquivalent    202), 50 Gewichtsteilen     Phthalsäureanhydrid     und 2 Gewichtsteilen     Dimethylbenzylamin    überzogen  und 1 Stunde bei 120 C gehalten. Falls erforderlich,  kann zur Steigerung der Oberflächenhärte noch 6 Stun  den auf 180  C erhitzt werden.  



  Das erhaltene     Isolierteil    besitzt eine Kriechstrom  festigkeit der Stufe A 3c. Die Aushöhlung nach 101  Tropfen beträgt 0,20 mm.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ein     Polyesterharzformstoff    mit einer Kriechstrom  festigkeit von A 3a wird mit einer Mischung von 100  Gewichtsteilen     epoxydiertem    Sojaöl und 60 Gewichtstei  len     Hexahydrophthalsäurenanhydrid    überzogen und 24  Stunden bei 90 C gehalten. Das erhaltene Isolierteil  besitzt eine     Kriechstromfestigkeit    von A 3c und die Aus  höhlung nach 101 Tropfen beträgt 0,05 mm.  



  <I>Beispiel 3</I>  Ein aus     Phenolharzpressmassen    hergestelltes     Isolier-          teil    mit einer     Kriechstromfestigkeit    von A 1 wird mit  einer Mischung von 100 Gewichtsteilen     epoxydierten     Sojaöl, 40 Gewichtsteilen     Hexahydrophthalsäureanhy-          drid,    9 Gewichtsteilen     Adipinsäure    und 5 Gewichtsteilen       Dimenthylbenzylamin    überzogen und 1 Stunde auf 140 C  erhitzt. Falls erforderlich, kann nach 12 Stunden bei  150  C nachgehärtet werden.  



  Das erhaltene Isolierteil besitzt eine     Kriechstromfe-          stigkeit    von A 3c. Die Aushöhlung beträgt nach 101  Tropfen 0,1 mm.  



  <I>Beispiel 4</I>  Ein     Epoxydharzformstoff    mit einer     Kriechstromfe-          stigkeit    von A 3b wird bei einer Mischung aus<B>100</B> Ge-         wichtsteilen        epoxydiertem    Sojaöl, 40 Gewichtsteilen     Te-          trahydrophthalsäureanhydrid,    10 Gewichtsteilen     Adipin-          säure    und 300 Gewichtsteilen Quarzmehl überzogen und  1 Stunde auf 120  C erhitzt. Anschliessend kann zur  Steigerung der     Obenflächenhärte    nach 6 Stunden auf  <B>1800</B> C erhitzt werden.  



  Das erhaltene Isolierteil besitzt eine Kriechstrom  festigkeit der Stufe A 3c. Die Aushöhlung nach<B>101</B>  Tropfen beträgt 0,20 mm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erhöhung der Kriechstromfestigkeit von Oberflächen elektrischer Isolierteile aus Kunsthar zen, gefüllten Kunstharzen oder Kunstharzlaminaten, da durch gekennzeichnet, dass die Isolierteile mit epoxy- dierten Fettsäureestern und Härtungsmitteln bei Tem peraturen zwischen 60 und 200 C behandelt werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als Härtungsmittel Dicarbonsäuren und/ oder deren Anhydride verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die epoxydier- ten Fettsäureester bis zu 400% Füllstoffe, beispielsweise Quarzmehl, enthalten. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die epoxydier- ten Fettsäureester Thixotropiemittel, beispielsweise kol loidale Kieselsäure, enthalten.
CH830666A 1965-06-14 1966-06-09 Verfahren zur Erhöhung der Kriechstromfestigkeit von Oberflächen elektrischer Isolierteile CH448197A (de)

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DD11411865 1965-11-09

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