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CH438289A - Verfahren zur Herstellung neuer 6B,19-Oxido-steroide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 6B,19-Oxido-steroide

Info

Publication number
CH438289A
CH438289A CH1641164A CH1641164A CH438289A CH 438289 A CH438289 A CH 438289A CH 1641164 A CH1641164 A CH 1641164A CH 1641164 A CH1641164 A CH 1641164A CH 438289 A CH438289 A CH 438289A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hydroxy
steroids
chloro
oxo
sub
Prior art date
Application number
CH1641164A
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Dr Wettstein
Georg Dr Anner
Karl Dr Heusler
Jaroslav Dr Kalvoda
Hellmut Dr Ueberwasser
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH1641164A priority Critical patent/CH438289A/de
Publication of CH438289A publication Critical patent/CH438289A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     6ss,19-Oxido-steroide       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein neues  Verfahren zur Herstellung von     6f,19-Oxido-steroiden     aus     19-unsubstituierten        6ss-Hydroxy-steroiden.    Die ge  nannten     Oxidosteroide    sind     wichtige    Zwischenprodukte  zur Gewinnung pharmakologisch wichtiger     19-Nor-          steroide,    z.

   B. von gewissen Derivaten des     19-Nor-          testosterons    und     19-Nor-progesterons.    So haben bei  spielsweise das     19-Nor-17a-methyl-testosteron,    das 19  Nor-17a,     äthinyl-testosteron    und Ester des     19-Nor-testo-          sterons    therapeutische     Verwendung    gefunden.  



  Alle     diese    Verbindungen     waren    bisher nur durch  Reduktion von     Steroidverbindungen    mit einem aroma  tischen     Ring    A zugänglich, welche ihrerseits aus unge  sättigten     3-Keto-steroiden    durch thermische Eliminierung  der     angularen        C-19-Methylgruppe    und gleichzeitige  Aromatisierung gewonnen werden mussten. Die gemäss  der vorliegenden Erfindung nunmehr leicht zugäng  lichen     6ss,19-Oxidosteroide    ermöglichen nun die Her  stellung von     19-Norsteroiden    auf äusserst einfache Weise,  ohne dass     dabei    der Ring A zuerst aromatisiert werden  muss.

    



  Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass  man auf     19-unsubstituierte        6ss-Hydroxy-steroide    oxy  dierend wirkende     Schwermetallacylate    einwirken lässt.  



  Als Ausgangsstoffe für das vorliegende Verfahren  eignen sich     6ss-Hydroxyverbindungen    der     Androstan-,          Pregnan-,        Cholan-,        Cholestan-,        Stigmastan-,        Spirostan-          und        Cardanolidreihe,    welche im Ringsystem, insbeson  dere in einer oder mehreren der Stellungen 1, 2, 3, 4, 5,  7, 8, 9, 11, 12, 14, 15, 16, 17, 20 und 21     westere        Sub-          stituenten    aufweisen können, wie freie oder funktionell  abgewandelte     Oxogruppen,

          veresterte    oder     verätherte          Hydroxylgruppen,        Alkyl-    (z. B.     Methyl)-    -Gruppen und/  oder Halogenatome. Unter funktionell abgewandelten       Oxogruppen    kommen     ketalisierte    oder in     Enolderivate,     z. B.     Enoläther    oder     Enolester,    übergeführte     Oxo-          gruppen    in Frage.     Ausserdem    können die Ausgangsstoffe  auch Doppelbindungen oder     Oxsdogruppen    aufweisen,  z.

   B. in 4,5-, 9,11- oder     16,17-Stellung.       Besonders wichtige Ausgangsstoffe sind solche     6fl-          Hydroxyverbindungen,    welche eine     44-3-Oxogruppierung     oder in 3- und     5-Stellung    solche     Substituenten    auf  weisen, welche die Ausbildung     einer        d4-3-Oxogruppie-          rung    ermöglichen, z. B. geschützte     3a,5a-Dihydroxy-          verbindungen,    z.

   B.     cyclische        Carbonate,        Sulfite,        Aceto-          nide    oder     Be.nzalverbindungen,    oder     veresterte    oder       verätherte        44-3-Hyd'roxyverhindungen    oder insbesondere  Ester und Äther von     3-Hydroxy-5a-halogensteroiden,     oder     Ketale    von     3-Oxo-5a@halogen-steroide,    welche z. B.

    durch     Anlagerung    von     unterhalogeniger    Säure an die  entsprechenden     5,6-ungesättigten    Verbindungen ent  stehen.  



  Spezifische Ausgangsstoffe sind z. B. die folgenden  Verbindungen:       3ss-Acetoxy-6ss        hydroxy-cholestan,          3,17-Dioxo-6ss        hydroxy-5a-    bzw.     5ss-androstan,     das     3,5-Carbonat    oder     3,5-Sulfit    des       3a,5a,6ss-Trihydroxy-20-oxo-pregnans,     das     3,5-Carbonat    oder     3,5-Sulfit    des       3a,5a@,6ss-Trihydroxy        17-oxo-androstans    oder des       3a,5a,6ss-Trihydroxy-17ss-acetoxy-androstans     oder die entsprechenden Verbindungen,

   in denen die  freien     Oxogruppen        ketalisiert    sind, sowie       3ss-Acetoxy-5a-chlor-    oder       3ss-Acetoxy-5        a-'brom-6ss-hydroxy-cholestan,          3ss-Acetoxy-5a-chlor-    oder       3ss-Acetoxy-5a-brom-6ss-hydroxy-spirostan,          3ss-Acetoxy-5a-cblor-    bzw.       3ss-Acetoxy-5a-brom-6ss-hydroxy-17-oxo-androstan,          3ss,17ss        Diacetoxy-5a-chlor-    bzw.       3ss,17,6-Diacetoxy-5a-brom-6ss-hydroxy-androstan,          3ss,17ss-Diacetoxy-5a-chlor-    bzw.

         3ss,17ss-Diacetoxy-5a-brom-6ss-hydroxy-17a-          methyl-androstan,          d4-3,17-Dioxo-6f        hydroxy-and'rosten,          3ss-Acetoxy-5a-chlor-6ss        hydroxy        16,17a-oxido-          20-oxo-pregnan;         die     17,20;20,21-Bismethylendioxyverbindung    des       3ss        Acetoxy-5a-chlor-6ss,17a,21-trihydroxy-          20-oxa-pregnans;          3ss,20ss-Diacetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-5a-pregnan;

            3ss-Acetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-16,17a-oxido-          20-oxo-5a-pregnan;     das     18,20-Lakton    der       3ss-Acetoxy-5v,-chlor-6ss,2W-diihydroxyi-5a-          pregnan-18-säure;          3ss-Acetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-20-oxo-pregnan;          3ss@17a        Diacetoxy-5a-chlorl-6ss-hydroxy-20@          oxo-pregnan;

            3fl-Acetoxy-5a-chlor-6ss        hydroxy-17a-valerianoyl-          oxy-20-oxo-pregnan,          3ss        Acetoxy-5a,chlor-6ss-hydroxy-17a-methoxy-          20-oxo-pregnan    usw.    In den genannten Ausgangsstoffen werden die freien       Ketogruppen    vor der verfahrensgemässen Reaktion vor  teilhaft, z. B. durch     Ketalisierung    mit     Äthylenglykol,     geschützt.  



  Die als     Ausgangsstoffe    verwendeten     6ss-Hydroxy-          Verbindungen    werden mit oxydierend! wirkenden       Schwermetallacylaten,    insbesondere mit     Bleitetraacy-          laten,    wie     Bleitetraacetat,        Bleitetrapropionat,        Bleitetra-          benzoat    und dergleichen, behandelt.  



  Die Reaktion, z. B.     mit        Bleitetraacetat,    kann auch  unter Zusatz einer schwachen Base     vorgenommen    wer  den. Das Verfahren lässt sich beispielsweise so durch  führen, dass man den Ausgangsstoff :in einem gegen  über dem Oxydationsmittel     inerten    Lösungsmittel, z. B.  einem Kohlenwasserstoff, löst,     Bleitetraacetat    und eine  schwache Base, z. B.     Calciumcarbonat,    zugibt und die       Reaktionsmischung    unter Rühren bei Normal- oder er  höhtem Druck     erhitzt.     



  Besonders geeignete Lösungsmittel sind gesättigte,       cyclische        Kohlenwasserstoffe,    wie     Cyclohexan,        Methyl-          cyclohexan,        Dimethylcyclohexan,    doch können auch  aromatische     Kohlenwasserstoffe,    wie Benzol, oder     halo-          genierte        Kohlenwasserstoffe,    z. B.     Tetrachlorkohlenstoff     oder     Hexachlorbutadien,    oder Gemische dieser Lösungs  mittel Verwendung finden. Die benötigte Reaktions  dauer hängt von der Temperatur bzw. von dem ver  wendeten Lösungsmittel ab.

   Beim Arbeiten mit Blei  tetraacetat, z. B. in siedendem     Methyleyclohexan,    ist  die Reaktion in der Regel nach etwa 1,5 bis 3     Stunden     beendet.  



  In den     verfahrensgemäss    erhaltenen     6ss,19-Oxyden     vorhandene geschützte     Hydroxygruppen,    z. B. in S  und 17- oder     20-Stellung,    können durch     Einwirkung     von basischen     Mitteln        hydrolysiert    werden.  



  In den oben genannten     Estern    bedeuten die Säure  reste, insbesondere solche von     aliphatischen,        cycloali-          phatischen,        araliphatischen    und aromatischen     Carbon-          säuren    mit 1-15     Kohlenstoffatomen,    z.

   B.     Formiate,     Acetate,     Propionate,        Butyrate,        Trimethylacetate,        Oenan-          thate,        Capronate,        Decanoate,        Cyclopentyl'propionate,          Valzrianate,        Benzoate,        Furoate,        Hexahydrobenzoate,          Phenylpropionate,        Trifluoracetate,    Äthyl- und     Methyl-          carbonate    usw.  



  Die erfindungsgemäss erhaltenen     6ss,19-Oxido-          steroide    lassen sich nach den     Verfahren    der deutschen  Patente     Nrn.   <B>1192</B> 195 oder 1 192196 in 44- bzw. d5  19-oxygenierte     Steroide    und     diese    nach bekannten  Methoden leicht in 19     Nor-steroide    umwandeln.  



  Die Temperaturen sind in den nachfolgenden Bei  spielen in     Celsiusgraden    angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  1 g     Calciumcarbonat    und 3 g     Bleitetraacetat    werden  in 100 ml     Methylcyclohexan        1/,4    Stunde auf etwa 100   erwärmt. Nach Zugabe von 373 mg     3ss        Acetoxy-5a-          chloro-6ss-hydroxy-cholestan    wird das     Reaktionsgemisch     weitere     31/2    Stunden unter Rühren am     Rückfluss    ge  kocht.

   Die abgekühlte Lösung wird von anorganischen  Salzen     abgenutscht,    der Rückstand erschöpfend mit  absolutem Äther gewaschen und :die vereinigten Filtrate  im Scheidetrichter mit     10ä        iger        Natriumthiosulfatlösung     und mit Wasser gewaschen.     Die    mit     Natriumsulfat    ge  trocknete Lösung wird im Vakuum eingedampft. Aus  dem     Eindampfrückstand    werden nach einmaliger Um  kristallisation aus     Äther-Methanol    218 mg     3ss-Acetoxy-          5a-chloro-6ss,19-oxido-cholestan    mit F. 134-139  er  halten.

   Aus der Mutterlauge können weitere 34 mg  eines etwas, unreineren Produktes (F. 129-132 ) isoliert  werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  2,5 g     Calciumcarbonat    und 6,0     Bleitetraacetat    wer  den in 200 ml     Cyclohexan    erhitzt. Zur siedenden U  sung gibt man 950 mg     3ss,17ss-Diacetoxy-5a-chlor-6ss-          hydroxy-androstan    und hält die Lösung     unter    Rühren       während    14 Stunden im Sieden. Dann kühlt man ab,       filtriert    die ungelösten Salze ab, wäscht mit Äther nach  und schüttelt das Filtrat mit Wasser aus.

   Aus der ge  trockneten     organischen    Lösung erhält man beim Ein  dampfen im     Wasserstrahlvakuum    1,17 g eines Rück  standes.     Dieser    wird durch     Chromatographie    an Alu  miniumoxyd' gereinigt. Durch Kristallisation der mit  Benzol     eluierten    Substanz aus Alkohol-     erhält    man das       3ss,17ss-Diacetoxy-5a-chlor-6ss,19-oxido-androstan    vom  F.     160-1610.     



  <I>Beispiel 3</I>  Zu einer Suspension von 7,5g     Calciumcarbonat    und  20 g     Bleitetraacetat    in 800 ml     Methylcyclohexan    gibt  man 4,0 g     3ss,20ss-Diacetoxy-5a-chlor-6fl-hydroxy-5a-          pregnan    und kocht das Reaktionsgemisch unter Rühren  während 3,5 Stunden unter     Rückfluss.    Dann kühlt man  ab, saugt die unlöslichen Salze ab und wäscht den  Niederschlag mit Äther nach. Das Filtrat wird mit       Kaliumjodid-    und verdünnter     Natriumthiosulfatlösung     gewaschen, getrocknet und im     Wasserstrahlvakuum    ein  gedampft.

   Man     erhält    5,2 g eines teilweise kristalli  sierten     Rückstandes.    Durch     Umlösen    aus     Aceton-Hexan     gewinnt man 2,8 g     3ss,20ss-Diacetoxy-5a-chlor-6ss,19-          oxido-5a4pregnan    vom F. 148-150 ;     [a]D    = +25  (in  Chloroform).  



  <I>Beispiel 4</I>  Eine Suspension von 3,0 g     Bleitetraacetat    und 1,4 g       Calciumcarbonat    werden in 120 ml     Cyclohexan    während  30 Minuten zum Sieden erhitzt. Dann gibt man 600 mg       3ss,17ss-Diacetoxy-Sa-brom    -     6ss    -     hydroxy    -     androstan    zu  und rührt die     siedende    Lösung noch 14 Stunden weiter.  Schliesslich kühlt man ab und arbeitet wie in Beispiel 2       beschrieben    auf. Man erhält 820 mg Rohprodukt, wel  ches durch     Chromatographie    an 20g Aluminiumoxyd  gereinigt wird.

   Aus den mit     Benzol-Hexan-1    :     1-Gemisch     und     mit        Benzol        eluierten    Fraktionen gewinnt man durch  Kristallisation aus     Äther-Hexan    250 mg     3ss,17ss-Diacet-          oxy-5a-brom-6ss,19-oxido-androstan    von F. 178-180 ;       [a']D    = -     5,4     (in Chloroform).  



  <I>Beispiel 5</I>  1 g     3ss,17ss-Diacetoxy-6ss-hydroxy-5a-androstan,    6 g       Bleitetraacetat    und 2 g     Calciumcarbonat    werden in      250     ml        Cyclohexan    unter Rühren während 14 Stunden  am     Rückflusskühler    gekocht. Das abgekühlte Reaktions  gemisch filtriert man durch     Celite    und wäscht den  Rückstand mit     Cyclohexan    nach.

   Die vereinigten Filtrate  werden     nacheinander    mit 5 %     iger        Kaliumjodid-    und       Natriumthiosulfatlösung    sowie mit Wasser ausgeschüttelt,  getrocknet und im     Wasserstrahlvakuum    eingedampft.  Der     erhaltene    Rückstand (1,2 g) wird aus     Äther-Petrol-          äther    kristallisiert und -liefert 600 mg     3ss,17ss-Diacetoxy-          6/3,19-oxido-5a-androstan    vom F. 145 .

      <I>Beispiel 6</I>    2,0 g     3/3,11        a,20ss-Triacetoxy-5        a-chlor-6ss    -     hydroxy-          pregnan    werden in     500        cm3        Cyclohexan    nach Zugabe  von 15,0 g     Bleitetraacetat    während 14 Stunden unter  Rühren und     Feuchtigkeitsausschluss    gekocht. Dann kühlt  man ab, trennt die ungelösten Salze durch     Filtration    ab  und wäscht den Filterkuchen mit Essigester nach. Das  Filtrat wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und im       Wasserstrahlvakuum    eingedampft.

   Man erhält 2,328 g  eines Teils kristallisierten Rückstandes. Er wird in Benzol  gelöst und die Lösung durch 30 g Aluminiumoxyd  filtriert. Aus den mit insgesamt 600     cm3    Benzol     eluierten     Fraktionen erhält man nach Kristallisation aus     Äther-          Pentan    1,03 g des     3ss,lla,20ss-Triacetoxy-5a-chlor-          6ss,19-oxid'o-pregnans    vom F. 228-230 .

   Aus den fol  genden, mit 200     cm3        Benzol-Essigester-1:1-Gemisch          eluierten    Fraktionen erhält man durch Kristallisation  der     Eindampfrückstände    aus Äther 452 mg der als Aus  gangsstoff verwendeten     5a-Chlor-6ss-hydroxy-Verbin-          dung    zurück.  



  <I>Beispiel 7</I>  Eine Suspension von 500 mg     3ss,11ss.20ss-Triacetoxy-          6ss-hydroxy-5a-pregnan    und 4,0 g     Bleitetraacetat    in  150     cm3        Cyclohexan    erhitzt man unter Rühren während  14 Stunden zum Sieden. Nach dem Abkühlen trennt  man die ungelösten Salze durch Filtration ab, wäscht  mit Essigester nach und schüttelt das Filtrat mit Wasser  aus. Aus der getrockneten organischen Lösung erhält  man 578 mg eines kristallisierten Rückstandes.

   Dieser  wird in     Benzol-Hexan-1    :     1-Gemisch    gelöst und an 30 g  Aluminiumoxyd'     chromatographiert.    Aus den ersten mit       Benzol-Essigester-9:1-Gemisch        eluierten        Fraktionen     (353 mg) erhält man durch Kristallisation aus Äther  das reine     3ss,11ss,20fl-Triacetoxy-6ss,19-oxid'o-5a-pregnan     vom F. 192-195 /l98-200 .

   Aus den späteren, eben  falls mit     Benzol-Essigester-9:        1-Gemisch        eluierten    Frak  tionen (50 mg) isoliert man durch Kristallisation aus  Äther das     3ss,11ss,20ss-Triacetoxy-6-oxo-5ss-pregnan    vom  F. 220-222 .  



  <I>Beispiel 8</I>  Eine Suspension von 10,0 g     3ss-Acetoxy-5a-chlor-6ss-          hydroxy-17-oxo-androstan    und 65 g     Bleitetraacetat    in  3,3 Liter     Cyclohexan    wird unter Rühren 14 Stunden  am     Rückfluss    gekocht. Man kühlt, filtriert, wäscht den  Filterrückstand mit Äther und schüttelt das Filtrat mit  verdünnter     Thiosulfatlösung    und mit Wasser aus. Nach  dem Verdampfen des organischen Lösungsmittels hinter  bleiben 12,1 g eines rohen Produktes, das aus Äther  Methanol umkristallisiert wird.

   Man erhält 6,3 g     3ss-          Acetoxy-5a-chlor-6ss,19-oxido-17    -     oxo    -     androstan    vom  F.180-182 .  



  In völlig analoger Weise erhält man aus 2,5 g     3ss-          Acetoxy-5a-brom-6ss-hydroxy-17-oxo-androstan   <B>1,51</B> g       3ss    -     Acetoxy    - 5a -Brom-     6ss,19        -oxido-17-oxo-androstan     vom F.

       174-178 /184-187 .            Beispiel   <I>9</I>  Eine Mischung von 2,5 g     3ss        Acetoxy-5a-chlor-6ss-          hyd'roxy-20-oxo-pregnan,    5 g     Calciumcarbonat    und 10 g       Bleitetraacetat    in 450 ml     Cyclohexan    wird 16 Stunden  am     Rückfluss    gekocht. Nach dem     Abkühlen    und Fil  trieren     wird    die Lösung mit verdünnter     Natriumsulfit          lösung    und     Wasser    gewaschen, getrocknet und unter  vermindertem Druck eingedampft.

   Durch     Umkristalli     Bieren des     Rohproduktes    aus Äther     erhält    man 1,47 g       3ss-Acetoxy-5a-chlor-6ss,19-oxido-20-oxo-pregnan    vom  F. 150-153 ;     [a]D    - +65  (in Chloroform).     IR    Banden  bei 5,78, 5,88, 6,70, 8,13, 9,12, 9,66, 10,60, 10,86  und     11,75,u.       In analoger Weise erhält man aus       3ss,17a-Diacetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-          20-oxo-pregnan    das       3ss,17a-Diacetoxy-5a-chlor-6ss,19-oxido-          20-oxo-pregnan    vom F. 187-187,5 .

      Zu einer     gerührten        Suspension    von 10,0 g     Blei-          (IV)-acetat    und 3,0 g     Calciumcarbonat    in 250     ml        Cyclo-          hexan    werden 1,5 g     3fl-Acetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-          17a@-valerianyl-oxy-20-oxo-pregnan    zugegeben. Das Ge  misch wird anschliessend 7 Stunden am     Rückfluss    ge  kocht.

   Nach Abkühlen auf 20      filtriert    man von anorga  nischen Anteilen ab, wäscht den Rückstand mit     Cyclo-          hexan    nach und schüttelt die     vereinigten    Filtrate nach  einander mit Wasser, 5 %     iger        Kaliumjodidlösung,   <I>5</I>     %iger          Natriumthiosulfatlösung    und erneut mit Wasser .aus.  Der durch Eindampfen der getrockneten organischen  Lösung im Vakuum erhaltene Rückstand beträgt etwa  2,1 g.

   Durch anschliessende Filtration einer Lösung  dieses Rückstandes in     Petroläther-Benzol-Gemisch    durch  die 30fache Gewichtsmenge Aluminiumoxyd (Aktivi  tät     1I    - neutral)     wird    zuerst ein aromatisch riechendes  Öl und dann mit reinem Benzol insgesamt 0,9 g reines         3ss-Ace@toxy-5a-chlor-6ss,19-oxido-17cc-          valerianyloxy-20-oxo-pregnan    erhalten.

      Die als Ausgangsstoffe verwendeten     Chlorhydrine     können in der folgenden Weise hergestellt werden:  Man behandelt eine Lösung von 150 g     Pregnenolon          acetat    an 5 Liter Äther mit<B>150</B> Chlorkalk (mit einem  Gehalt von<B>30%</B> aktivem Chlor) und 8,2 Liter Wasser.  Das Gemisch wird     kräftig        gerührt,    und nach 5 Minuten  gibt man 105     ml        Eisessig    und nach weiteren 25 Minuten  500 ml einer 10 %     igen        Kaliumjodidlösung    zu.

   Die     wäss-          rige    Phase wird abgetrennt, die ätherische Phase mit  einer 10%igen     Natriumthiosulfatlösung,    dann mit ver  dünnter     Natriumbicarbonatlösung    und mit Wasser ge  waschen. Man trocknet und dampft die Lösung hierauf  im     Wass@erstrahlvakuum    ein. Man behandelt den Rück  stand mit 800     ml    Aceton und     1'ässt    bei 0  über Nacht  stehen. Es     kristallisieren    so 47,5 g     3ss-Acetoxy-5a-chlor-          6fl-hydroxy-20-oxo-pregnan    aus; aus den     Mutterlaugen     können nochmals 58 g gewonnen werden.

   Nach dem       Umkristallisieren    aus Aceton     schmilzt    das Produkt bei  l96-197 . Optische Drehung     [a]D    = 25,5  (in Chloro  form. Im     IR-Spiektrum    sind Banden u. a. bei 2,75, 5,78,  5,88, 8,12, 8,68, 9,68 und 9,72     ,u    vorhanden.  



  In analoger Weise     erhält    man durch Anlagerung von       unterchloriger    Säure an das     17a-Acetoxy-pregnenolon-          acetat    das     3ss,17a-Diacetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-20-          oxo-pregnan    und an das     17a-Valeriany1.oxy-20-oxo-          pregnenolonacetat    das     3ss-Acetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-          17a-valerianyloxy-20-oxo-pregnan.         <I>Beispiel 10</I>  2,0 g     3ss,11a,

  20fl-Triacetoxy-5a-chlor-6ss-hydroxy-          pregnan    werden in 500 ml     Cyclohexan    nach Zugabe von  15,0 g     Bleitetraacetat    während 14 Stunden unter     Rühren     und     Feuchtigkeitsausschluss    gekocht. Dann kühlt man  ab,     trennt    die ungelösten Salze durch     Filtration    ab und  wäscht den Filterkuchen mit Essigester nach. Das Filtrat  wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und im Wasser       strahlvakuum    eingedampft. Man erhält 2,328 g     eines     teils     kristallisierten    Rückstandes.

   Er wird in Benzol  gelöst und die     Lösung    durch 30 g     Aluminiumoxyd     filtriert. Aus den mit     insgesamt    600     ml    Benzol     eluierten          Fraktionen    erhält man nach Kristallisation aus     Äther-          Pentan    1,03 g des     3ss,11a,20ss-Triäcetoxy-5a-chlor-          6ss,19-oxido-pregnans    vom F. 228-230 .

   Aus den fol  genden,     mit    200 ml     Benzol-Essigester-1:1-Gemisch          eluierten        Fraktionen        erhält    man durch     Kristallisation     der     Eindampfrückstände    aus Äther 452 mg der als  Ausgangsstoff verwendeten     5a-Chl#or-6ss-hydroxyverbin          dung    zurück.  



  <I>Beispiel 11</I>  Eine Suspension von 500 mg     3ss,11ss,20ss-Triacet-          oxy-6l        hydroxy        5a-pregnan    und 4,0 g     Bleitetraacetat    in  150     ml        Cyclohexan    erhitzt man unter Rühren     während     14 Stunden zum Sieden. Nach dem Abkühlen     trennt     man     die    ungelösten Salze durch     Filtration    ab, wäscht  mit     Essigester    nach und schüttelt das Filtrat mit Wasser  aus.

   Aus der getrockneten organischen     Lösung        erhält     man 578 mg eines     kristallisierten    Rückstandes. Dieser  wird in     Benzol-Hexan-1    :     1-Gemisch    gelöst und an 30 g  Aluminiumoxyd     chromatographiert.    Aus den ersten mit       Benzol-Essigester-9:        1-Gemisch        eluierten    Fraktionen  (353 mg) erhält man durch     Kristallisation    aus Äther  das reine     3ss,11ss,20ss-Triacetoxy-6ss,19-oxido-5a-pregnan     vom F. 192-195 /198-200 .

   Aus den späteren, eben  falls mit     Benzol-Essigester-9:        1-Gemisch        eluserten    Frak  tionen (50 mg) isoliert man durch     Kristallisation    aus  Äther das     3ss,11ss,20ss-Triacetoxy-6-oxo-5ss-pregnan    vom  F.     220-222 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 6ss,19-Oxido-steroi- den, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 19-unsub- stituierte 6ss-Hydroxy-steroide oxydierend wirkende Schwermetallacylate einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als oxydierend wirkende Schwer- metallacylate Bleitetraacylate verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Bleitetra acetat verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe 6ss Hydroxy-steroide verwendet, welche eine 44-3-Oxogruppierung aufweisen.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe 6,ss Hydroxy-steroide verwendet, welche in 3- und 5-Stellung solche Substituenten auf weisen, welche die Ausbildung einer d4-3-Oxogruppie- rung ermöglichen. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe 3a,5a,6/3-Trihydroxy-steroide verwendet, deren in 3- und 5- Stellung befindlichen Hydroxygruppen geschützt sind. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe 3ss-Acyloxy-6ss-hydroxy-5a- halogen-steroid'e verwendet. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass man in erhaltenen 6ss,19-Oxide-steroiden geschützte Hydroxy- gruppen durch Einwirkung von alkalischen Mitteln in Freiheit setzt.
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