[go: up one dir, main page]

CH377329A - Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen

Info

Publication number
CH377329A
CH377329A CH6149758A CH6149758A CH377329A CH 377329 A CH377329 A CH 377329A CH 6149758 A CH6149758 A CH 6149758A CH 6149758 A CH6149758 A CH 6149758A CH 377329 A CH377329 A CH 377329A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
urethane
sulfonyl
carbon atoms
radical
alkyl
Prior art date
Application number
CH6149758A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr Aumueller
Gerhard Dr Korger
Rudi Dr Weyer
Wolf-Helmut Dr Wagner
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEF23423A external-priority patent/DE1048907B/de
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Publication of CH377329A publication Critical patent/CH377329A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/53X and Y not being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylcarbamic acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
Es ist bekannt, dass man   p-Toluolsulfonylurethane    erhält, wenn man auf   p-Toluolsulfonyl-isocyanat    Alkohole einwirken lässt. Beispielsweise wird in der deutschen Patentschrift Nr. 845042 die Herstellung von   N- (p-Toluolsulfonyl)-isopropylurethan    durch Umsetzung von p-Toluolsulfonyl-isocyanat mit Isopropylalkohol angegeben. In der gleichen Patentschrift wird auch das N-(p-Toluolsulfonyl)-methylurethan erwähnt. Ferner wird die Umesterung von   N- (p-Toluolsulfonyl)-isopropylurethan    bzw. von   N- (p-    Toluolsulfonyl)-methylurethan mit   Dodecylalkohol    zu   N- (p-Toluolsulfonyl)-dodecylurethan beschrieben.   



   Es wurde bereits vorgeschlagen, Sulfonylurethane mit blutzuckersenkender Wirkung, die als orale Antidiabetika geeignet sind, dadurch herzustellen,   dal3    man Sulfonylisocyanate der Formel    R-SOz-NCO,    worin R einen Phenylrest, in dem 1 oder 2 Wasser  stoffatome    durch Alkyl-bzw.

   Alkoxygruppen mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen oder durch Halogenatome substituiert sein können oder einen   Naphthyl-    (2)-, einen 5, 6, 7,   8-Tetrahydronaphthyl-(2)-,    einen 4-Phenoxy-benzol-,   einen 4-Diphenylrest    oder einen Alkyl-,   Cycloalkyl-bzw.    Cycloalkylalkylrest mit   3    bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit aliphatischen Alkoholen mit   4    bis 8 Kohlenstoffatomen bzw. mit araliphatischen Alkoholen, deren Alkylgruppe 2 bis 4   Kohl, enstoffatome enthält, behandelt oder      entspre-    chend substituierte Sulfonylurethane, die sich von anderen Alkoholen ableiten, mit aliphatischen Alkoholen mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen bzw.

   mit araliphatischen Alkoholen, deren Alkylengruppe 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthÏlt,   umestert    oder   entspre-    chend substituierte   Sulfonvlharnstoffe,    deren freie Aminogruppe disubstituiert ist, mit aliphatischen Alkoholen mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen bzw. mit araliphatischen Alkoholen, deren Alkylengruppe 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthält, spaltet oder entsprechend substituierte Sulfonamide, vorzugsweise in Form ihrer Alkalisalze, mit   Halogenameisensäure-    estern, die sich von aliphatischen Alkoholen mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen bzw.

   von araliphatischen Alkoholen, deren Alkylengruppe 2 bis 4   Kohlenstoff-    atome enthält, ableiten, umsetzt, wobei auch andere Verbindungen, die im Verlauf der Reaktion wie Isocyanate reagieren, für die Umsetzung verwendet werden können.



   Es wurde nun gefunden, dass man   Sulfonyl-    urethane mit spezieller Wirkung gegen Coccidien, beispielsweise Eimeria tenella, welche die Formel    R-SO2NH-CO-O-CHo-CH2ORt    aufweisen, worin R einen Phenylrest, in dem 1 oder 2 Wasserstoffatome durch Alkyl-bzw.

   Alkoxygruppen mit h¯chstens 6 Kohlenstoffatomen oder durch Halogenatome substituiert sein können, oder einen Naphthyl- (2)-, einen 5, 6, 7,   8-Tetrahydronaphthyl-(2)-,    einen Phenylalkylrest mit höchstens 10   Kohlenstoff-    atomen, einen   4-Phenoxy-benzol-,    einen   4-Diphenyl-    rest oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-bzw.

     Cycloalkyl-    alkyl, rest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen und   Rt    einen Alkylrest mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen bedeuten,   herstellm kann,    indem man Sulfonylisocyanate der Formel    R-SO2-N=C=O,    oder Sulfonylcarbaminsäureester der Formel    R-SOn,-NFI-CO-OR2,    worin   R2    für einen niedrigmolekularen Alkylrest   steht, mit entsprechenden a-Hydroxy-, B-alkoxy-    äthanen umsetzt. 



   Die Verfahrensprodukte können in ihre Salze übergeführt werden.



   Im Gegensatz zu den vorstehend erwähnten berei, ts vorgeschlagenen Verbindungen besitzen   insbe-    sondere Sulfonylurethane der Formel    R-SO > -NH-COO-CH2-CH2-OCH3    überraschenderweise keine oder nur eine untergeordnete   blutzuckersenkende    Wirkung und beeinflussen somit den   Kohlenhydratstoffwechsel    der Tiere nicht im Sinne der oralen   Antidiabetika.   



   Als Ausgangsstoffe kommen nach dem Verfahren gemäss der Erfindung neben der unsubstituierten Verbindung solche Benzolsulfonylisocyanate in Frage, die ein oder zwei geradkettige oder verzweigte Alkyl-bzw. Alkoxygruppen mit höchstens 6   Kohlen-    stoffatomen und bzw. oder Halogenatome enthalten.



  Beispielsweise seien genannt : o-, m-und   p-Toluolsulfonylisocyanat,       o-,    m-und p-Athyl-benzolsulfonylisocyanat,    o-,    m-und   p-n-Propyl-benzolsulfonylisocyanat,    o-, m- un   p-Isopropyl-benzolsulfonylisocyanat,    weiterhin entsprechende o-, m-und   p-Alkoxy-    benzolsulfonylisocyanate, wie o-, m-und   p-Methoxy-benzolsulfonylisocyanat,      
Dialkyl-benzolsulfonylisocyanate,
Dialkoxy-benzolsulfonylisocyanate,
Alkyl-alkoxy-benzolsulfonylisocyanate,   
Mono-und   Dihalogenbenzolsulfonylisocyanate    sowie   Halogenalkyl-bzw.   



   Halogenalkoxy-benzolsulfonylisocyanate.



  Insbesondere sind solche Verbindungen geeignet, die in m-oder   p-Stellung    substituiert sind. Weiterhin sind auch geeignet geradkettige oder verzweigte Alkansulfonylisocyanate, wie    n-Propan-,    Isopropan-,   n-Butan-,    Isobutan-, sek.-Butan-,   tert.-Butan-,    3-Methylbutan-,    n-Hexan-, n-Heptan-, n-Octan-sulfonylisocyanat,       Cycloalkansulfonylisocyanate,    wie Cyclopentan-,
Cyclohexan-,   Cycloheptan-sulfonylisocyanat,       Cycloalkylalkan-sulfonylisocyanate,    wie    Cyclohexylmethan-sulfonylisocyanat sowie       Naphthyl- (2)- bzw.    5, 6, 7,   8-Tetrahydro-       naphthyl- (2)- oder 4-Phenoxy-benzol-,

      bzw.



     4-Diphenyl-sulfonylisocyanate    und    o-Benzylsulfonylisocyanate.   



  An Stelle der vorstehend beschriebenen   Sulfonyl-    isocyanate können auch, wie gesagt,   Sulfonylurethane,    insbesondere die Methyl-oder Athylurethane, als Ausgangsstoffe verwendet werden.



   Zur Umsetzung mit den vorstehend genannten Verbindungen werden   a-Hydroxy-ss-alkoxy-äthane    herangezogen. Als Alkoxygruppen können die Verbindungen beispielsweise   Methoxy-,    Athoxy-, Propoxy-und Butoxygruppen enthalten, wobei die beiden letztgenannten auch verzweigt sein können ; insbesondere ist die Methoxygruppe geeignet (Glykol  monomethyläther).   



   Die Umsetzung wird zweckmässig in üblicher Weise vorgenommen. Im Falle der Umesterung arbeitet man zweckmässig in Gegenwart von katalytisch wirkenden tertiären organischen Basen, Alkalihydroxyde oder   Alkalialkoholaten.   



   Die Verfahrenserzeugnisse bilden sehr gut kri  stallisierende,    leicht zu reinigende Alkali-,   insbeson-    dere Natriumsalze, eine Eigenschaft, die für die Verabreichung der Produkte besonders wertvoll ist, um so mehr, als sich diese Salze durch grosse Stabilität und leichte Wasserlöslichkeit bei annähernd neutraler Reaktion auszeichnen.



   Die   Verfahrenserzeugnisse,    die zweckmässig in Form ihrer Salze, aber auch in Gegenwart von Stoffen, welche zur Salzbildung führen, verwendet werden können, stellen wertvolle Mittel für die Tierheilkunde dar und sollen zur Bekämpfung der   Hühner-Coccidiose    dienen.



   Bei den erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen handelt es sich um eine neuartige   Substanz-    klasse ohne Sulfonamidcharakter mit einer spezifisch gegen die Erreger der Coccidiose gerichteten Wirk  samkeit.    Eine Einwirkung auf Bakterien findet nicht statt. Infolgedessen entfällt die Möglichkeit einer Resi, stenzentwicklung der   Darmbakterien    gegenüber Sulfonamiden.



   Der folgende Versuchsbericht gibt in tabella  rischer Übersicht über    die Wirksamkeit von   N- (4-      Methyl-benzolsulfonyl)-(ss-methoxyäthyl)-urethan    und verwandten Urethanen im prophylaktischen Schlundversuch und im therapeutischen   Trinkwasserversuch    Aufschluss :
Tabelle   1    Prophylaktische Schlundsondenversuche    Durchschnittliche Dosis ¯berlebende Nr.

   PrÏparat Gewichtszunahme g/kg Gesamtzahl bei Versuchsende   
1 0, 01   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)- 8/10 +-17,    4 g    (ss-methoxyäthyl)-urethan   
2 0, 01  >  8/10   +23,    0 g
3 0, 01   N-4-Isopropyl-benzolsulfonyl-       (, ss-methoxyäthyl)-urethan 4110 + 11,    8 g
Die Versuche wurden mit experimentell infizierten (Eimeria tenella) Küken durchgeführt ; die dadurch bedingte Sterblichkeit war bei den infizierten, nicht behandelten Kontrollen (hier nicht aufgeführt) in jedem Versuch 100%ig. Die angegebene Dosis wurde mit der Schlundsonde täglich einmal an 7-8 aufeinanderfolgenden Tagen, beginnend unmittelbar nach der Infektion, verabreicht.

   Die ¸ berlebende Gesamtzahl   stellt das Verhältnis der 10-12 Tage nach Versuchsbeginn überlebenden Tiere zur   Gesamt-    zahl der in den Versuch genommenen Tiere dar.



  Die jeweils durchgeführte Sektion ergab Heilung dieser Tiere.



   Tabelle   II      Therapeutische Trinkwasserversuche   
Konzentration von   N- (4-Methyl-benzol-Durchschnittliche      Nr. sulfonyl)-(¯-methoxy-Ïthyl)-urethan @@@@@@ Gewichtszunahme im Trinkwasser bei Versuchsende   
1 0, 2%6/10 +9, 8 g
2 0, 2% 9/15 +10, 4 g
3 0, 2% 7/13 + 10, 7 g
Die Versuche wurden mit experimentell   infizier-    ten (Eimeria tenella) K ken durchgeführt ; die dadurch bedingte Sterblichkeit war bei den infizierten, nicht behandelten Kontrollen (hier nicht aufgeführt) in jedem Versuch 100%ig. Die Küken erhielten auf dem   Höhepunkt    der   Erkrankung (4-5    Tage nach der Infektion) 3 Tage lang beliebig viel Wasser, in dem das Präparat in der angegebenen Konzentration als Natriumsalz gelöst war.

   Die   überlebende    Gesamt  zahla >     stellt das Verhältnis der 10-12 Tage nach Ver  suchsbeginn    überlebenden Tiere zur Gesamtzahl der in den Versuch genommenen Tiere dar. Die jeweils durchgeführte Sektion ergab Heilung dieser Tiere.



   Eine besondere Bedeutung als   Coccidiose-Mittel    erhalten die Verfahrensprodukte dadurch, da¯ ihre leicht l¯slichen Alkalisalze mit Tetracyclinbase oder   Tetracyclinhydrochlorid    oder Tetracyclin-Derivaten, wie z. B.   Pyrrolidino-methyl-tetracyclin,    kombiniert und gegebenenfalls unter Zusatz von die Oxydation von Tetracyclin hintanhaltenden Substanzen, wie Natriumcyansulfit, dem Trinkwasser der Tiere zugesetzt werden können. Die Konzentrationen können beispielsweise 0, 2 bis 0,   3  /o Sulfonylurethan    und 0, 01 bis 0, 03    /o    Tetracyclin betragen.

   Die Verwendung von Tetracyclin als   Coccidiosemittel    ist zwar bekannt, Versuche im Trinkwasserversuch haben aber gezeigt, dass beispielsweise bei Verwendung einer wässrigen Lösung von 0, 2% N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-(¯methoxyäthyl)-urethan und 0,   02  /o Tetracyclin-    hydrochlorid  berraschenderweise eine über die additive Wirksamkeit der beiden Komponenten hinausgehende Potenzierung insofern erzielt wird, als eine Steigerung der vorstehend angegebenen Dosen jeder einzelnen Komponente für sich allein zu keinem besseren therapeutischen Ergebnis führt.



   Tabelle   111       Kombinationsversuche   
Konzentration im Trinkwasser Durchschnittliche Nr. von   N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)- von @@@@@ Gewichtszunahme     (¯-methoxy-Ïthyl)-urethan Tetracyclin Gesamtzahl bei Versuchsende
1 0,   2 /o-5/10 + 3, 1 g       -0,    02% 8/10 +10, 8 g
0,   2 /o    0,   02 /o      10/10 + 14, 6    g
2 0,   2  /.-9/25+ 8, 0 g     -0,   02"/.

   15/25+12,    0 g
0,   2 /o    0, 02 %   22/25+12,    6 g
3 0,   2 /o-7/13 + 10,    7 g  -0, 8/13 +13, 2 g
0,   20/o.    0,   02a/o 13/13-f+16,    5 g
Die Versuche wurden mit experimentell infizierten (Eimeria tenella) Küken durchgeführt ; die dadurch bedingte Sterblichkeit war bei den infizierten, nicht behandelten Kontrollen (hier nicht aufgeführt) in jedem Versuch 100 ig. Die Küken erhielten auf dem   Höhepunkt    der Erkrankung   (4-5    Tage nach der Infektion) drei Tage lang beliebig viel Wasser, in dem das   Sulfonylurethan    in der angegebenen Konzentration als Natriumsalz gelöst war.

   Die   überlebende Gesamtzahl¯ stellt das Verhältnis der   10-12    Tage nach Versuchsbeginn überlebenden Tiere zur   Gesamt-    zahl der in den Versuch genommenen Tiere dar. Die jeweils durchgeführte Sektion ergab Heilung dieser Tiere.



   Die neuen Verfahrenserzeugnisse sind in ihrer speziellen Wirksamkeit bekannten Verbindungen ver gleichbarer Struktur, wie beispielsweise dem N- (p Toluolsulfonyl)-methylurethan, überlegen. Im Rahmen der vorstehenden Tabelle I führt eine Dosis von 0, 01 g/kg   N- (p-Toluolsulfonyl)-methylurethan nur    zu einer        Überlebenden   Gesamtzahl   van    1/10.



   Beispiel   
N- (4-Methyl-benzoIsuIfonyl)- (-methoxy-  äthyl)-urethan    a) 47 g   p-Toluolsulfonyl-isocyanat    werden in 100   cms      Äthylenglykolmonomethyläther    gelöst, wobei starke Erwärmung auftritt. Man erhitzt die Lösung noch 15 Minuten auf dem Dampfbad, lässt erkalten und kühlt mit Eis. Beim   Anreiben kristallisiert    das   
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-(methoxy-  äthyl)-urethan    aus. Die Ausbeute beträgt 40 g ; der Schmelzpunkt der Substanz liegt bei   131-133 .    Durch Einengen n der Mutterlauge kann noch eine weitere   Substanz-    menge gewonnen werden. Das Sulfonylurethan lässt sich beispielsweise aus Methanol Umkristallisieren; der Schmelzpunkt bleibt unverändert.



   Zur ¯berf hrung in das Natriumsalz suspendiert man 550 g   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)- (, B-methoxy-      äthyl)-urethan-zweckmässig    in der 5-bis   lOfachen    Menge - ¯thylalkohol und versetzt unter Rühren mit der äquivalenten Menge konzentrierter Natronlauge. Man rührt einige Stunden nach und saugt das gebildete Natriumsalz ab. Die Ausbeute beträgt 540 g. Das Salz schmilzt bei 212-213¯ C und löst sich in Wasser leicht unter neutraler Reaktion auf.



  Du ; rch Abdestillieren im Vakuum erhält man eine weitere Substanzmenge, die durch Uberführen in das freie Urethan gereinigt werden kann. b) 460 g rohes   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-    methyl-urethan   (etwa 94  /oig),    2000 cm3 Glykolmonomethyläther und 4 g Natriumhydroxyd oder die entsprechende Menge Natriummethylat bzw. 202 g Triäthylamin werden 4 Stunden zum gelinden Sieden erhitzt. Der gebildete Methylalkohol destilliert langsam durch einen absteigenden Kühler mit hohem Aufsatz ab. Man engt im Vakuum ein und gewinnt 1, 55 Liter Glykol-monomethyläther zur ck. Der feste Rückstand wird in 4 Liter etwa 1 % igem Ammoniak durch Erwärmen gelöst. Man kühlt ab, filtriert und säuert das Filtrat unter Rühren vorsichtig an.

   Man erhält einen Kristallbrei von   N- (4-Methyl-benzol-    sulfonyl)-(¯-methoxyÏthyl)-urethan, den man absaugt und mit Wasser   nachwäscht.    Die Kristalle schmelzen nach dem Trocknen bei   126-127 .    Die Ausbeute beträgt 476 g   (87  /o    der Theorie). Das Produkt kann ohne weitere Reinigung gemäss Beispiel la in das Natriumsalz übergeführt werden.



   In der nachstehenden Tabelle wird eine Reihe von   N-Sulfonylw-methoxy-äthyl)-urethanen    aufgeführt, die aus   Sulfonylisocyanaten    und Glykol-monomethyläther gemäss Beispiel la und aus Sulfonylmethylurethanen   durchUmesterunggemässBeispiel lb    in durchweg guten Ausbeuten hergestellt worden sind.



  Tabelle IV Nr. Produkt schmelzpunkt methode nach
Biespiel Kristallisationsmittel
1   N-Benzolsulfonyl-(ss-methoxy-       äthyl)-urethan      73-74     1b ¯thanol/Wasser
2   N- (4-Athyl-benzolsulfonyl)-     (¯-methoxy-Ïthyl)-urethan 109-111¯ 1b Isopropanol
3   N- (4-Isopropyl-benzolsulfonyl)-     (¯-methoxy-Ïthyl)-urethan 81-83¯ 1b Methanol/Wasser
4   N- (4-Chlor-benzolsulfonyl)-       (,-methoxy-äthyl)-urethan      117-1190 la    Methanol
5   N-(3-Chlor-4-methyl-benzol ! sulfonyl)-       (f-methoxy-äthyl)-urethan 113-1150    la Methanol
6   N- (3, 4-Dimethoxy-benzolsulfonyl)-     (¯-methoxy-Ïthyl)

  -urethan 90-91¯ 1b ¯thanol/Wasser
7   N-Naphthalin- (2)-sulfonyl-     (¯-methoxy-Ïthyl)-urethan 110-112¯ 1b Methanol/Wasser
8   N-Cyclohexan-sulfonyl-       (f-methoxy-äthyl)-urethan    n 66-68¯ 1b Essigester
9   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-     (¯-Ïthoxy-Ïthyl)-urethan 79-81¯ 1b ¯ther 10   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)- 8lig     (¯-butoxy-Ïthyl)-urethan als Natriumsalz   211-213  lb    Wasser

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen der Formel R-S02-NH-CO-0-CH2-CH2-ORi worin R einen Phenylrest, in dem 1 oder 2 Wasser stoffatome durch Alkyl-bzw. Alkoxygruppen mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen oder durch Halogen- atome substituiert sein können, oder einen Naphthyl (2)-, einen 5, 6, 7, 8-Tetrahydronaphthyl- (2)-, ein, en Phenylalkylrest mit höchstens 10 Kohlenstoffatomen, einen 4-Phenoxy-benzol-, einen 4-Diphenylrest oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-bzw. Cycloalkylalkylrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen und Ri einen Alkylrest mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man Sulfonylisocyanate der Formel R-SO2-N=C=O, oder Sulfonylcarbaminsäureester der Formel R-SO2-NH-CO-OR2, worin R2 für einen niedrigmolekularen Alkylrest steht, mit entsprechenden a-Hydroxy--alkoxy- äthanen umsetzt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die Verfahrensprodukte in ihre Salze überführt.
CH6149758A 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen CH377329A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF23423A DE1048907B (de) 1957-07-09 1957-07-09 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
DEF0026035 1958-06-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH377329A true CH377329A (de) 1964-05-15

Family

ID=25974045

Family Applications (4)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6149758A CH377329A (de) 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
CH1150363A CH379485A (de) 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
CH159764A CH380714A (de) 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
CH1150463A CH392487A (de) 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen

Family Applications After (3)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1150363A CH379485A (de) 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
CH159764A CH380714A (de) 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
CH1150463A CH392487A (de) 1957-07-09 1958-07-07 Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen

Country Status (1)

Country Link
CH (4) CH377329A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH380714A (de) 1964-08-15
CH392487A (de) 1965-05-31
CH379485A (de) 1964-07-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH377329A (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
DE1179200B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Benzolsulfonyl-N'-methyl-cyclohexylharnstoffen
AT200583B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylurethanen
AT201608B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylharnstoffen
DE1668199B2 (de) Benzolsulfonyl-3-(2-hydroxycyclohexyl)harnstoffe
DE1048907B (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
CH374984A (de) Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen
DE1157211B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen
DE1122070C2 (de) Verfahren zur Herstellung von diuretisch wirksamen Disulfamylanilinverbindungen
DE1668199C3 (de) Benzolsulfonyl-3-(2-hydroxycyclohexyl)harnstoffe
AT228798B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylharnstoffen
DE1153357B (de) Verfahren zur Herstellung von Azidobenzolsulfonylharnstoffen
AT219052B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylharnstoffen
CH380717A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylharnstoffen
CH358073A (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
DE1014099B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylurethanen
CH363652A (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonylharnstoffen
DE2355917A1 (de) Verfahren zur herstellung von hochreinem 1.3-bis-(beta-aethylhexyl)-5-amino- 5-methyl-hexahydropyrimidin
DE1058504B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Cyclohexylmethylensulfonyl-urethanen
CH338185A (de) Verfahren zur Herstellung eines oral wirksamen Antidiabetikums
CH465597A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylharnstoffen
DE1075587B (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonylurethanen
DE1156782B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen
CH365078A (de) Verfahren zur Herstellung von Benzthiazol-2-sulfonyl-harnstoffen
DE1076664B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-Benzolsulfonyl-N'-benzyl-harnstoffen