Einäugige Spiegelreflexkamera mit einer Vorwahleinrichtung für die Blende Die Erfindung betrifft eine einäugige Spiegel reflexkamera mit einer Vorwahleinrichtung für die Blende, die sich bei der Bildaufnahme selbsttätig unmittelbar vor dem öffnen des Verschlusses auf den vorgewählten Blendenwert einstellt.
Bei bekannten Kameras dieser Art ist der Aufbau der Vorwahleinrichtung verhältnismässig kompliziert. Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen Nachteil und betrifft eine Kamera der vorerwähnten Art, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Blenden- verstellvorrichtung einen Blendenmitnehmer sowieein mit diesem über eine Rutschkupp11ung verbundenes,
von einer Antriebsvorrichtung betätigbares Verstell- glied aufweist und dass die Blendenvorwahleinrich- tung einen Anschlag für den Blendenmitnehmer steuert. Durch den Erfindungsgegenstand lässt sich, eine verhältnismässig grosse Betriebssicherheit und eine besondere Eignung für die Verwendung von Wechselobjektiven -erreichen, bei denen dann m#it einer Antriebsvorrichtung die in die verschieden artigen Objektive eingebauten Blenden betätigt wer den können.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, das die Verwendung aus- wechseilbarer Objektive mit unterschiedlichen Brenn weiten und öffnungsverhältnissen gestattet.
Fig. <B>1</B> zeigt eine Seitenansicht, teilweise irn ver tikalen Mittellängsschnitt.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung bei axial auseinandergezogener Lage der Einzelteile.
Fig. <B>3</B> zeigt einen Schnitt nach, der Linie III-III in Fig. 1.
Die aus den Fig. <B>1</B> und 2 ersichtliche, Objektiv- fassung umfasst eine Blendenvorwahleinrichtung, die fest am Kameragehäuse angeschlossen ist und eine Blendenverstellvorrichtung, die einen Teil des Wech- selobjektivs bildet, dessen optische Teile nicht dar gestellt sind.
Die Bfendenverstellvorrichtung besteht aus einem Bajonettring <B>1</B> mit einer peripheren Handhabe la und Bajonettverschlussansätzen lb (Fig. <B>1),</B> ül den drehbar ein Blendenmitnehmer 2 eingesetzt ist. Der Blendenmitnehmer 2 ist topfförmig ausgebildet und weist einen ringf-lanschförmigen Boden 2a auf, des sen Innenseite als Reibfläche ausgebildet ist.
Im Blen- denmitnehmer 2 ist ein ringförmiges Verstellglied <B>3</B> axial verschieb-bar gelagert, dessen am Boden 2a an liegende Seite'ebenfalls als Reibfläche ausgebildet ist. Es ist mit einer Innenverzahnung 3a versehen.
Der Blendenmitnehmer 2 ist vom durch einen Spreng- ring <B>5</B> abgeschlossen, der ein rückwärtiges: Widerlager für einen am Verstellglied anliegenden federnden Wellring <B>6</B> bildet, durch den dir- Reibflächen des Blendenmitnehmers 2 und des Verstellgliedes, <B>3</B> mit vorbestimmtem Druck kraftschlüssig aneinanderge- presst sind.
Der Boden 2a weist einen radial nach innen vorspringenden und axial nach vorn abgewin kelten Steueransatz<B>2b</B> auf, der mit einem radialen Steuerzapfen 7a der Blende<B>7</B> zusammenarbeitet (Fig. <B>1).</B> Am Blendenmitnehmer 2 sitzt ferner ein radial nach aussen vorspringender und axiall nach hinten abgewinkelter Ansatz 2c, der durch eine, peri pher langgestreckte Ausnehmung lc des Bajonett- ringes <B>1</B> hindurch-ragt.
Mit dem Bajonettring <B>1</B> ist ferner ein Indexring <B>8</B> undrehbar verbunden, der eine Marke 8a für die Entfernungseinstellung undeine Skala<B>8b</B> mit Blen- denwerten zur Ablesung der Tiefenschärfe trägt.
Der Indexring<B>8</B> übergreift teilweise einen drehbar ge lagerten ringförmigen Entfernungseinstellring <B>9,</B><I>der</I> eine Skala 9a mit den einstellbaren Entfernungswerten trägL Die Blendenvorwahleinrichtung weist einen ring förmig ausgebildeten Vorwahleinstellring <B>10</B> auf, der drehbar gelagert ist und auf der Aussenseite mit einer peripheren Handhabe 10a sowie einer Blenden- skala <B>10b</B> versehen ist, die mit einer Marke ld am Bajonettring <B>1</B> zusammenarbeitet.
Mit dem Vorwahl- einstellring <B>10</B> ist ein Anschlagring<B>11</B> fest verbunden, der einen mit dem Ansatz 2c zusammenarbeitenden radialen Anschlag Ila und einen axialen Anschlag llb aufweist. Der axiale Anschlag llb arbeitet mit einem radialen Ansatz 12a eines nach aussen vorste henden Flansches<B>12b</B> eines kameragehäusefesten Zwischenringes 12 zusammen. Der hintere Rand des Zwischenringges 12 ist mit einer Rastverzahnung 12c versehen.
Zwischen dem Flansch<B>12b</B> und einem nach innen vorspringenden ringförinigen rad#ialen Ansatz 10c des Vorwahleinstellringes <B>10</B> -ist eine Wellfeder <B>13</B> angeordnet.
Der hintere Rand des ring- förrnigen Vorwahleinstellringes <B>10</B> weist eine Ver zahnung<B>1</B> Od auf, in die das eine Ende einer Rastfeder 4 ein,-reift, die fest mit dem gegenüber dem Kamera- Crehäuse <B>27</B> drehbar gelagerten Zeiteinstellring 14 ver- C bunden ist. Das andere Ende der Rastfeder 4 arbeitet mit der Verzahnung 12c des Zwischenringes 12 zu sammen.
Zur Führung des Zeiteinstellringes 14 und zur Halterung des Zwischenringes 12 ist ein Anschluss- ring <B>15</B> vorgesehen, der mit dem Kameragehäuse<B>27</B> verschraubt ist. Der Anschlussring <B>15</B> weist radiale Bajonettverschlussvorsprünge 15a auf, mit denen die Bajonettverschlussansätze lb des Bajonettringes <B>1</B> zusammenarbeiten.
Am Kameragehäuse<B>27</B> sitzt ein Frontring 44 (Fig. <B>1).</B> Im Anschlussring <B>15</B> ist ein Betätigungsring<B>16</B> drehbar geführt, der einen sich durch einen Schlitz im Frontring 44 in das Kamera gehäuse<B>27</B> erstreckenden axialen Stift<B>17</B> undeinen nach innen radial vorspringenden und axia,1 nach vorn abgewinkelten Mitnehmerstab 16a aufweist, dessen freies Ende derart angeordnet und ausgestaltet ist, dass es in die Verzahnung 3a des Verstellgliedes <B>3</B> ein greift.
Der Stab 16a ragt durch einen Schlitz le (Fig. <B>1)</B> im Bajonettring <B>1</B> hindurch, dessen periphere Länge die entsprechende Bogenlänge des Drehwinkels der Blende von der grössten bis zur kleinsten Öffnung und den Renkweg g derBajonettverschlussansätze über- steigt. Der Betätigungsring<B>16</B> ist ferner mit einem ins Gehäuse<B>27</B> hineinragenden axialen Ansatz<B>16b</B> versehen.
Zur Einstellung der Zeit dient eine kamera- gehäusefest auf dem Anschlussring <B>15</B> angeordnete Marke 14a.
Die Verbindung der an der Objektivfassung an geordneten Blendenverstellvorrichtung mit der An triebsvorrichtung, die im Kameragehäuse unterge bracht ist, erfolgt mittels des Stiftes<B>17.</B>
Die Antriebsvorrichtung umfasst einen einarmigen Schwingliebel <B>18,</B> der um eine kameragehäusefeste Achse<B>19</B> schwenkbar gelagert ist. Am Schwinghebel <B>18</B> sitzt ein axialer Anschlagstift 18a, an dem das eine zu einem Schenkel verlängerte Ende einer als Torsions-Schrauben:feder ausgebildeten, auf der Schwenkachse<B>19</B> gelagerten Antriebsfeder 20 anliegt. Der andere Schenkel der Antriebsfeder 20 liegt an einem Ansatz 21a eines ebenfalls um die Achse<B>19</B> schwenkbar gelagerten zweiarmigen Spannhebels 21 an.
Am Schwinghebel<B>18</B> ist ferner ein zur Achse <B>19</B> paralleler Arm 22 angebracht (Fig. <B>1</B> und<B>3).</B> In eine Bohrung des Armes 22 ist das eine Endt einer Rückholfeder <B>23</B> eingehängt, deren anderes Ende an einem kameragehäusefesten Bolzen 24 ver ankert ist. Der Arm 22 weist ferner einen Längs schlitz 22a auf, in dem ein am Schwenkspiegel<B>25</B> des Reflexsuchers angeordneter Stift 25a geführt ist. Der freie Endteil des Schwinghebels<B>18</B> ist mit einem einseitig offenen Längsschlitz <B>18b</B> versehen, in den der Stift<B>17</B> eingreift.
Auf der Achse<B>19</B> ist ferner ein einarmiger Steuerhebel<B>26</B> schwenkbar gelagert, der einen Ansatz 26a aufweist, der in einem Querschlitz des am Ka meragehäuse<B>27</B> längsverschiebbar geführten Aus lösers<B>28</B> eingreift. Der Auslöser<B>28</B> steht unter dem Einfluss einer Rückholfeder 43. Am freien Ende des Steuerhebels<B>26</B> ist eine zweiarmige Klinke<B>30</B> um eine Querachse<B>29</B> schwenkbar gelagert. Die Klinke<B>30</B> steht unter dem Einfluss einer Feder<B>31</B> und weist am einen Ende eine Anschlagfläche 30a auf, die mit einem Anschlag 21<B>b</B> eines um die Achse<B>19</B> schwenkbar gelagerten Spannhebels 21 zusammen arbeitet. Das andere Klinkenende ist mit einem seitlichen Ansatz<B>30b</B> versehen.
Zur Auslösung des Verschlusses ist am Betäti gungsring<B>16</B> ein in das Kameragehäuse<B>27</B> hinein ragender Anschlag<B>16b</B> (Fig. 2) vorgesehen, in des sen Bewegungsbahn eine Nase 32a einer Verschluss- schaltklinke <B>32</B> hineinragt.
Diese ist am Gehäuse<B>27</B> schwenkbar gelagert und mit einer Schulter<B>32b</B> ver sehen, welche in der in Fig. <B>3</B> dargestellten Ruhelage der Klinke<B>32</B> unter einen Ansatz eines auf der Verschlussantriebswelle <B>33</B> angeordneten Schaltrades 34 greift und dieses dadurch gegen Drehen in dem durch einen Pfeil<B>y</B> angedeuteten Drehsinn des Ver- schlussablaufes sperrt.
Das Verschlussschaltrad 34 weist einen zweiten Ansatz auf, der mit einem seitlich vorstehenden Arm 34a versehen ist. Am Gehäuse<B>27</B> sind ein Sperrhaken<B>35</B> und ein Hebel<B>36,</B> an denen<B>je</B> eine Rückstellfeder <B>37</B> bzw. <B>38</B> angreift, um eine gemeinsame Achse<B>39</B> schwenkbar gelagert. Der Sperrhaken<B>35</B> sowie der Hebel<B>36</B> liegen in der in Fig.3 dargestellten Ruhelage kraftschlüssig an einem gehäusefest angeordneten Stift 40 an.
Der Sperrhaken<B>35</B> weist eine Klaue 35a auf, die ein Fangmaul besitzt, das in der Bewegungsbahn des Ansatzes<B>30b</B> der Klinke<B>30</B> liegt, wenn diese in der in Fig. <B>3</B> dargestellten Drehlage durch Schwenken des Steuerhebels<B>26</B> um die Achse<B>19</B> in der Pfeilrich tung bewegt wird.
Am Gehäuse<B>27</B> ist ein zweiarm#iger Sperrhebel 41 um eine zur Achse<B>19</B> parallele Achse 42 schwenkbar gelagert, deren längerer Arm 41a in der in Fig. <B>3</B> dargestellten Ruhelage am Arm 22 des Schwinghebels anliegt, wogegen der kürzere Arm 41b in der durch den Pfeil x angedeuteten Bewegungsbahn des Ansatzes 21a beim Schwenken des Sperrhebels 21 um die Achse<B>19</B> liegt.
Wird, ausgehend von der in Fig. <B>3</B> dargestellten Ruhestellung, der Auslöser<B>28</B> durch Fingerdruck auf den am freien Ende befindlichen Handknopf betätigt, so schwenkt dieser über den Ansatz 26a den Steuer hebel<B>26</B> um die Achse<B>19.</B> Da der Steuerhebel<B>26</B> und der Spannhebel 21 mittels der Klinke<B>30</B> mit einander verbunden sind, nimmt der Spannhebel 21 an dieser Schwenkbewegung teil, wobei der Ansatz 21a den anliegenden Schenkel der Antriebsfeder 20 mitnimmt und diese spannt.
Im Endgang trifft der Ansatz 21a auf den Arm 41b des Sperrhebels 41 auf und bewirkt die Schwenkbewegung des letzteren im Uhrzei- drehsinn um die Achse 42; dadurch gibt der Hebelarm "er 41a den Arm 22 des Schwing- hebels <B>18</B> frei.
Dieser wird unter dem Einfluss der an seinem Stift 18a angreifenden Kraft der Feder 20, die auf ihn ein wesentlich grösseres Drehmoment aus übt als das durch die Feder23 erzeugte Gegendreh moment, im Gegenuhrzeigerdrehsinn um die Achse <B>19</B> geschwenkt.
Da durch die Stift-Schlitzverbindung <B>17,18</B> der Schwinüebel <B>18b</B> mit dem Betätigungs ring<B>16</B> gekuppelt ist, wird, letzterer zwangläufig im Gegenuhrzeigerdrehsinn, bezogen auf Figg. <B>3,</B> gedreht, unter Mitnahme des Verstellgliedes <B>3</B> mittels der in dessen Verzahnung 3a eingreifenden Mitnehmer- stanae 16a.
Durch den an der Schwenkbewegung des Schwing hebels<B>18</B> beteiligten Arm 22 wird der Spiegel<B>25</B> über die Stift-Schlitzverbindung 25a, 22a aus dem optischen Aufnahmestrahlengang herausgeschwenkt.
Im Endgang der Schwenkbewegung des Steuer hebels<B>26</B> läuft der Ansatz<B>30b</B> der Klinke<B>30</B> auf die schräge FangEfläche der Klaue 35a auf und ge langt unter vorübergehendem Hochschwenken des Sperrhakens c 35 um die Achse 39 in das Fang- maul, in welchem er festsitzt. Dadurch sind auch der die Klinke<B>30</B> tragende Steuerhebel<B>26</B> und der durch die Klinke<B>30</B> festgehaltene Spannhebel 21 arretiert.
Im Endgang der Drehbewegung des Betätigungs ringes<B>16</B> nimmt der Ansatz<B>16b</B> die gemäss Fig. <B>3</B> in seine Bewecunorsbahn hineinragende Nase 32a der Verschlussschaltklinke, <B>32</B> mit und schwenkt diese, bezogen auf Fig. <B>3,</B> im Uhrzeigerdrehsinn um ihre Achse so weit, dass ihre Schulter<B>32b</B> das Schaltrad 34 freigibt.
Dieses dreht sich unter der Wirkung einer nicht dargestellten, im Verschluss angeordneten Feder in Richtung des Pfeiles<B>y.</B> Hierdurch wird ihr axialer Arm 34a gegen den Sperrhaken<B>35</B> und den Hebel <B>36</B> bewegt und schwenkt diese um deren Achse<B>39.</B> Dabei wird der Sperrhaken<B>35</B> so weit geschwenkt, dass die Klaue 35a den Ansatz 30b der Klinke<B>30</B> freigibt. Zugleich schwenkt der<B>Hebel 36</B> die Klinke<B>30</B> um ihre, Achse<B>29,</B> wodurch die Verbin dung dem Spannhebel 21 und dem Steuerhebel<B>26</B> gelöst wird. Beide Hebel können nunmehr getrennt in die Ausgangsstellung zurückgehen.
Bezüglich des Spannhebells 21 geschieht dies unmittelbar durch die Feder 20, welche dadurch so weit -entspannt wird, dass der Schwinghebeil <B>18</B> unter dem Einfluss der Rückholfeder <B>23</B> in die in Fig. <B>3</B> gezeigte Stel lung zurückgeführt wird. Dabei wird infolge der Stift-Schlitzverbindung 25a, 22a der Spiegel<B>25</B> wieder in die Beobachtungslage gemäss Fig. <B>3</B> zurückge schwenkt.
Der durch den Ansatz 26a mit dem Auslöser<B>28</B> P Cr kuppelte Steuerhebel 26 wird durch die Rückhol - feder 43 zusammen mit dem Auslöser in die Aus gangslage zurückgeführt.
Durch die voneinander unabhängige Zurückfüh rung des Spannhebols 21 und des Steuerhebels<B>26</B> ist eine sichere Funktion sowohl bei langen als auch bei kurzen Beliehtungszeiten gewährleistet, un abhängig davon, ob der Auslöser<B>28</B> lang- oder kurzzeitig betätigt wird. In letzterem Falle hält bei, langer Belichtungszeit der Sperrhaken<B>35</B> unabhängig von der B,etätiounor des Auslösers, auch nach dessen Freigabe den Steuer- und den Spannhebel<B>26,</B> 21 so lange in der Auslösestellung, bis der Verschluss betätigt worden ist und das Schaltrad 34 über den Sperrhaken<B>35</B> und Hebel<B>36</B> die Schaltklinke<B>30</B> freigibt.
Anderseits wird bei sehr kurzen Belichtungs- ze-iten erreicht, dass die gesamte Einricht-ung ein schliesslich des Spiegels<B>25</B> wiederum unabhängig von der Lage des Auslösers<B>28</B> sofort nach Beendi gung einer Aufnahme in die Ruhestellung zurück geführt wird. Hierbei gibt der Sperrhaken<B>35</B> n#icht nur die Klinke<B>30</B> frei, sondern diese wird, zusätzlich durch den Hebel<B>36</B> so weit geschwenkt, dass sie, ihrer seits den Spannhebel 21 freigibt, der dann unter dem Einfluss der Antriebsfeder 20 in dir, Ruhestellung zurückkehrt.
Der Steuerhebel<B>26</B> w-ird dann erst nach Freigabe des Auslösers mit diesem zusammen unter dem Einfluss der Rückstellfeder 43 in die in Fig. <B>3</B> dargestellte Ruhelage zurückgeschwenkt, wobei die Klinke<B>30</B> wiederum den Steuerhebel<B>26</B> mit dem Spannhebel 21 kuppelt.
Durch den im vorstehenden beschriebenen Ablauf der Antriebsvorrichtung ist mittels des Stiftes<B>17</B> der Betätigungsring<B>16</B> um einen Winkel geschwenkt wor den, der etwas grösser ist als der zur Einstellung der Blende auf die kleinste öffnung erforderliche Winkel. Diese Bewegung ist, wie bereits erwähnt, über den Mitnehmerstah 16a und die Verzahnung 3a auf das Verstellglied <B>3</B> übertragen worden. Das Verstellglied nimmt dabei den Blendenmitnehmer 2 infolge der Rutschkupplung so weit mit, bis der Ansatz 2c am Anschlag<B>1</B> la der Blendenvorwahleinrichtung zur An lage kommt.
Ist diese Stellung erreicht, bleibt der Blendenmitnehmer 2 in seiner Lage, während das Verstellglied <B>3</B> bei schleifender Rutschkupplung die Drehbewegung bis zum Ende mitmacht. Der Nfit- nehmer 2 hat dabei mittels des Ansatzes 2b und des Steuerzapfens 7a die Blende<B>7</B> auf den jeweils einge stellten Wert verstellt.
Bei der Rückbewegung des Be- tätigungsringes <B>16</B> werden wiederum das Verstell- glied <B>3</B> und der Blendenmitnehmer 2 einschliesslich seiner Ansätze<B>2b</B> und 2c bis in die Stellung grösster Öffnung der Blende zurückgeführt.
Soll die Einstellung der Blendenwerte- geändert werden, wird der Vorwahleinstellring <B>10</B> so weit<B>ge-</B> dreht, bis der gewünschte Blendenwert der Skala<B>10b</B> auf die Marke ld eingestellt ist. Bei dieser Stell- bewegung wird der fest mit dem Einstellring<B>10</B> ge- kuppelte Anschlagring<B>11</B> gedreht und dadurch der Anschlag<B>1</B> la für den Ansatz 2c in die gewünschte Stellung gebracht.
Die dargestellte Vorwahleinrichtung ist normaler weise zur Einstellung von Lichtwerten mit dem Zeit- einstellring 14 über die Rastfeder 4 gekuppelt.<B>Soll</B> lediglich die Blende verstellt werden, -so wird, der VoTwahleinsteHring <B>10</B> in Richtung der optischen Achse entgegen der Wirkung der Wellfeder <B>13</B> so weit vorgeschoben, bis die Verzahnung<B>10d</B> aus der Rastfeder 4 ausrastet. Nunmehr kann die Blenden- vorwahleinrichtung ohne Beeinflussung der Zeitein stellung auf andere Blendenwerte verstellt worden.
Zur Auswechslung des Objektivs wird, der Bajo- nettring <B>6</B> so weit gedreht, bis die Bajonettverschluss- ansätze lb aus dem Bereich der Vorsprünge 15a herausgelangen. Dann kann das Objektiv nach vorn abgezogen werden. Die zur Auswechslung verwen deten Objektive sind jeweils mit gleichartig ausge stalteten Blendenverstellvorrichtungen ausgerüstet.
Die Antriebsvorrichtung kann dadurch verein facht werden, dass der Spannhebel 21 unmittelbar mit dem Auslöser<B>28</B> gekuppelt wird. Bei, dieser Variante ist<B>die</B> Zurückführung von Teilen der Antriebseinrichtung und des Spiegels<B>25</B> in die Ruhe- bzw. Beobachtungsstellung von der Betätigung des Auslösers<B>28</B> abhängig.
Es kann ein beliebiger Verschluss, z. B. ein Schlitz- verschluss oder ein Zentralverschluss, vorgesehen sein. Iungsfeder <B>(6)</B> stehende, ringförmig ausgebildete Ver- stellgolied <B>(3)</B> in den topfförmig gestalteten Blenden- mitnehmer (2) eingesetzt ist, dessen ringförmiger Boden (2a) auf der Innenseite als Reibfläche aus gebildet ist.
<B>3.</B> Kamera nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kupplungsfeder aus einem in axialer Richtung federnden Wellring <B>(6)</B> besteht, der axial unverschiebbar in den Blendenmitnehmer (2) eingesetzt ist.
4. Kamera nach Patentanspruch mit auswechsel barem Objektiv, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenverstellvorrichtung (2,<B>3, 5, 6)</B> an dem aus wechselbaren Objektiv und die Blendenvorwahlein- richtung <B>(10, 11)</B> kamerafest angeordnet sind.
<B>5.</B> Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der verstellbare Anschlag (lla) für den Blendenmitnehmer (2) zur Einstellung nach Lichtwerten mit einem Zeiteinstellglied (14) kuppel- bar ist.
<B>6.</B> Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verstellglied <B>(3)</B> eine Verzah nung (3a) aufweist, in die ein Mitnehmer (16a) ein greift, der an einem gegenüber dem Kameragehäuse <B>(27)</B> drehbar gelagerten Betätigungsring<B>(16)</B> sitzt.
<B>7.</B> Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens die Betätigungsfedern der Antriebsvorrichtung im Kameragehäuse<B>(27)</B> untergebracht sind.
<B>8.</B> Kamera nach Unteranspruch<B>7,</B> dadurch<B>ge-</B> kennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung eine durch die Betätigung des Auslösers<B>(28)</B> spannbare Antriebs feder (20) und eine dieser entgegenwirkende schwä chere Rückholfeder <B>(23)</B> umfasst.
<B>9.</B> Kamera nach den Unteransprächen <B>6</B> und<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsfeder (20) an einem Schwinghebel<B>(18)</B> angreift, der mit dem B-etätigungsring <B>(16)</B> durch eine Stift-Schlitzverbin- dung <B>(17, 18b)</B> gekuppelt ist.
<B>10.</B> Kamera nach Unteranspruch<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsfeder (20) als Torsions-Schraubenfeder ausgebildet ist, deren eines Ende an einem Widerlager (18a) am Schwinghebel <B>(18)</B> und deren anderes Ende an einem Ansatz (21a) eines um die Achse<B>(19)</B> des Schwinghebels<B>(18)</B> schwenkbaren, zweiarinigen Spannhebels (21) an liegt, der durch den Auslöser<B>(28)</B> verstellbar ist.
<B>11.</B> Kamera nach Unte#ranspruch <B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Schwinghebel<B>(18)</B> einen Arm (22) aufweist, mit dem ein durch den Spann hebel (21) auslösbarer Sperrhebe#l (41) zusammen arbeitet.
12. Kamera nach Unteranspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (22) des Schwing hebels<B>(18)</B> mit einem Steueerschlitz (22a) versehen ist, in den ein am Schwenkspiegel<B>(25)</B> sitzender Stift (25a) eingreift.
<B>13.</B> Kamera nach Unteransprach <B>9,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass der Betätigungsring<B>(16)</B> einen Anschlag<B>(16b)</B> aufweist, der im Endgang der Dreh-