DE1092766B - Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Vorwaehlblende - Google Patents
Einaeugige Spiegelreflexkamera mit VorwaehlblendeInfo
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/02—Diaphragms
- G03B9/07—Diaphragms with means for presetting the diaphragm
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine einäugige Spiegelreflexkamera mit einer Vorwählblende, die sich selbsttätig
im Augenblick der Aufnahme unmittelbar vor Öffnen des Verschlusses auf den vorgewählten Blendenwert
einstellt.
Bei derartigen Kameras hat der komplizierte Aufbau der Vorwahleinrichtung, insbesondere die Anordnung
der Spannfeder in Bauteilen, die am Objektiv befestigt sind, vielfach zu Störungen Anlaß gegeben.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß eine Blendenstellvorrichtung vorgesehen
ist, die einen Blendenmitnehmer sowie ein mit diesem über eine Reibungskupplung verbundenes, von
einer Antriebsvorrichtung bewegbares Stellglied und außerdem einen mittels einer Blendenvorwähleinrichtung
gesteuerten Anschlag für den Blendenmitnehmer umfaßt.
Vorteilhaft weisen der Mitnehmer und das Stellglied zusammenwirkende Reibungsflächen auf, die
unter Federwirkung gegeneinandergeführt sind. Dabei ist zweckmäßig das ringförmig ausgebildete Stellglied
in den topfförmig gestalteten Blendenmitnehmer eingesetzt. Am Blendenmitnehmer ist mindestens eine
Anpreßfeder für das Verstellglied gelagert. Die Anpreßfeder kann aus einem in axialer Richtung federnden
gewellten Ring bestehen.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind bei Kameras mit Auswechselobjektiven die Blendenstellvorrichtung
an dem auswechselbaren Objektiv und die Blendenvorwähleinrichtung kamerafest angeordnet.
Vorzugsweise ist der verstellbare Anschlag für den Blendenmitnehmer bei Einstellung nach Belichtungswerten mit dem Zeiteinsteller kuppelbar. Weiterhin
weist das Stellglied vorzugsweise am Innenradius eine Verzahnung auf, in die ein Lappen eines an der
Kamera drehbar gelagerten Betätigungsringes eingreift.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zumindest der Kraftspeicher der Antriebsvorrichtung
im Kameragehäuse untergebracht.
Vorteilhaft umfaßt die Antriebsvorrichtung eine durch den Auslöser gespannte Antriebsfeder und eine
dauernd in entgegengesetzter Richtung wirkende schwächer dimensionierte Rückholfeder. Dabei greift
die Antriebsfeder an einem Schwinghebel an, der mit dem Betätigungsring über eine Stift-Schlitz-Verbindung
zusammenwirkt. Die Antriebsfeder ist dann als Spiralfeder ausgebildet, deren eines Ende an einem
Widerlager des Schwinghebels und deren anderes Ende an einem Anschlag eines um die Achse des
Schwinghebels in Spannrichtung der Feder schwenkbaren, zweiarmigen Spannhebels anliegt, der durch
den Auslöser verstellbar ist.
Der Schwinghebel weist zweckmäßig einen Arm Einäugige Spiegelreflexkamera
mit Vorwählblende
mit Vorwählblende
Anmelder:
Agfa Aktiengesellschaft,
Leverkusen-Bayerwerk,
Kaiser -Wilhelm -Allee
Carl Baur, Baldham bei München,
und Dipl.-Ing. Erich Burger, München,
sind als Erfinder genannt worden
auf, mit dem ein durch den Spannhebel auslösbarer Sperrhebel zusammenwirkt. Der Arm des Schwinghebels
ist weiterhin mit einem Steuerschlitz versehen, in den ein fest am Schwenkspiegel angeschlossener
Stift eingreift.
Vorteilhaft arbeitet ein Anschlag des Betätigungsringes mit einer am Ende des Schwenkweges vorgesehenen
Verschlußhalteklinke zusammen, die ein mit dem Verschluß ablaufendes Schaltrad freigibt. Dabei
kann weiterhin ein vom Kameraauslöser unmittelbar betätigter Steuerhebel vorgesehen sein, dessen eines
Ende eine schwenkbar gelagerte, mit einem Anschlag zur Mitnahme des Spannhebels versehene Klinke
trägt. Mit der Klinke wirkt ein Sperrhaken zusammen, der diese während des Belichtungsvorganges
feststellt. Zweckmäßig weist das Schaltrad einen Ansatz auf, der am Ende des Belichtungsvorganges den
die Rückführung des Steuerhebels hemmenden Sperrhaken ausschwenkt. Dabei ist vorteilhaft weiterhin
ein vom Schaltrad betätigter Hebel vorgesehen, der mittels einer Anschlagfläche die Klinke des Steuerhebels
zur Freigabe des Spannhebels schwenkt.
Die erfindungsgemäße Kamera zeichnet sich durch eine außerordentliche Betriebssicherheit aus. Sie ist
darüber hinaus besonders geeignet für die Verwendung von Wechselobjektiven, bei denen dann mit einer
Antriebsvorrichtung die in die verschiedenartigen Objektive eingebauten Blenden betätigt werden können.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die selbständige Rückstellung des Klappspiegels, unabhängig
von der Dauer der Betätigung des Auslösers.
009 6+7/169
Tn der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Objektivfassung mit Teilen der Kamera in einer Seitenansicht, teilweise geschnitten,
Fig. 2 die gleiche Objektivfassung in einer auseinandergezogenen perspektivischen Darstellung und
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie ITI-III in Fig. 1.
Das Ausführungsbeispiel zeigt eine Anordnung, die die Verwendung auswechselbarer Objektive mit unterschiedlichen
Brennweiten und Öffnungsverhältnissen gestattet. Die Objektivfassung umfaßt dabei eine
Blendenvorwahleinrichtung, die fest an der Kamera angeschlossen ist, und eine Blendenstellvorrichtung,
die einen Teil des Wechselobjektivs bildet, dessen optische Teile nicht dargestellt sind.
Die Blendenstellvorrichtung besteht aus einem Bajonettring 1 mit einer äußeren Handhabe la und
Bajonettansätzen 1 b, in den verdrehbar ein Blendenmitnehmer 2 eingesetzt ist. Der Blendenmitnehmer 2
ist topfförmig ausgebildet und weist einen sich in radialer Richtung zur optischen Achse erstreckenden
ringförmigen Ansatz 2 a auf. In den Blendenmitnehmer 2 ist ein ringförmiges Stellglieds in Achsrichtung
verschiebbar eingesetzt. Der Innenumfang des Stellgliedes ist mit einer Verzahnung 3 a versehen.
Der Blendenmitnehmer 2 trägt weiterhin einen Sprengring 5, der den rückwärtigen Anschlag für
einen am Stellglied anliegenden federnden gewellten Ring 6 bildet. Das Stellglied weist weiterhin einen
sich in Richtung des Ansatzes 2a erstreckenden, im oberen Bereich parallel zur optischen Achse abgewinkelten
Steueransatz 2 & auf, der an einem Steuerstift 7a der Blende 7 anliegt. Weiterhin ist parallel
zum Außenumfang eine Anschlaglasche 2c vorgesehen, die sich durch eine schlitzförmige Ausnehmung
Ic des Bajonettringes 1 erstreckt.
An dem Bajonettring 1 ist ferner ein Indexring 8 unverdrehbar angeschlossen, der den Index 8a für die
Entfernungseinstellung und eine Skala 8 b mit Blendenwerten zur Ablösung der Tiefenschärfe trägt.
Der Indexring 8 übergreift teilweise einen drehbar gelagerten Entfernungseinsteller 9, der eine Skala 9 a
mit den einstellbaren Entfernungswerten trägt.
Die Blendenvorwahleinrichtung besteht aus einem ringförmig ausgebildeten Vorwahleinsteller 10, der
drehbar gelagert ist und eine Handhabe 10a sowie eine Blendenskala 10 b aufweist, die mit einem Index
Iß* am Bajonettring 1 zusammenwirkt. Fest mit dem Vorwahleinsteller 10 ist ein Anschlagring 11 verbunden,
der einen radialen, mit der Anschlaglasche 2 c zusammenwirkenden Anschlag 11 α und einen axialen
Anschlag 11 & aufweist. Der axiale Anschlag 11 & wirkt mit einem Anschlag 12a einer sich in radialer
Richtung nach außen erstreckenden Kante 12 b des Zwischenringes 12 zusammen. Das kameraseitige Ende
des Zwischenringes 12 ist mit einer Rastverzahnung 12 c versehen. Zwischen der Kante 12 & und einem
ringförmigen radialen Ansatz 10 c des Vorwahleinstellers 10 ist eine Wellfeder 13 angeordnet. Das
kameraseitige Ende des ringförmigen Vorwahleinstellers 10 weist eine Verzahnung 10d auf, in die das
eine Ende einer Rastfeder 4, die fest mit dem gegenüber der Kamera verdrehbar gelagerten Zeiteinsteller
14 verbunden ist, eingreift. Das andere Ende der Rastfeder 4 wirkt mit der Verzahnung 12 c des kamerafesten
Zwischenringes 12 zusammen.
Zur Führung des Zeiteinstellers 14 und zur Halterung des Zwischenringes 12 ist ein Anschlußring 15
vorgesehen, der mit der Kamera verschraubt ist. Der Anschlußring 15 weist Bajonetthaltelaschen 15 a auf,
an denen die Bajonettansätze Ib des Bajonettringes 1 feststellbar sind. Im Anschlußring 15 ist ein Betätigungsring
16 verdrehbar geführt, der einen sich durch einen Schlitz im Frontring 44 in das Kamerainnere
erstreckenden Bolzen 17 und einen in entgegengesetzter Richtung abgewinkelten Lappen 16 a aufweist,
dessen Spitze so ausgestaltet ist, daß sie in die Verzahnung 3 a des Stellgliedes 3 eingreifen kann. Der
Lappen 16a ist dabei durch einen Schlitz Ie im Bajonettring 1 geführt, dessen Länge die Bogenlänge
des Drehwinkels der Blende von der größten bis zur kleinsten öffnung und den Renkweg des Bajonetts
übersteigt. Zur Einstellung der Zeit dient ein kammerafest auf dem Anschlußring angeordneter Index
14 a.
Die Verbindung der an der Objektivfassung angeordneten Blendenstellvorrichtung mit der Antriebsvorrichtung,
die im Kameragehäuse untergebracht ist, wird über den Bolzen 17 durchgeführt.
Die Antriebsvorrichtung umfaßt einen Schwinghebel 18, der um eine kamerafeste Achse 19 drehbar
gelagert ist. Auf den Schwinghebel ist ein Anschlagstift 18a vorgesehen, an dem der eine Schenkel einer
Antriebsfeder 20 anliegt. Die Antriebsfeder 20 ist als Spiralfeder ausgebildet und um die Achse 19 gewunden.
Der andere Schenkel der Antriebsfeder liegt an einem Ansatz 21 α eines ebenfalls um die Achse 19
verschwenkbaren zweiarmigen Spannhebels 21 an. Am Schwinghebel 18 ist ferner ein Arm 22 angebracht. In
eine Bohrung des Armes 22 ist das eine Ende einer Rückholfeder 23 eingehängt, deren anderes Ende an
einem kamerafesten Bolzen 24 angeschlossen ist. Der Arm 22 weist ferner einen Steuerschlitz 22a auf, in
dem ein am Schwenkspiegel 25 des Reflexsuchers angeordneter Stift 25 a geführt ist. Das dem Drehpunkt
gegenüberliegende Ende des Schwinghebels 18 ist als einseitig offene Schlitzführung 18 b ausgebildet, in die
der Bolzen 17 eingreift. Auf der Achse 19 ist weiterhin ein Steuerhebel 26 gelagert, der über einen Ansatz
26 a mit dem am Kameragehäuse 27 geführten Auslöser 28 in Verbindung steht. Am freien Ende des
Steuerhebels 26 ist eine zweiarmige Klinke 30 um eine Achse 29 drehbar gelagert. Die Klinke 30 steht
unter der Wirkung einer Feder 31 und weist eine Anschlagfläche 30a auf, die mit einem Anschlag 21 h des
Spannhebels 21 zusammenwirkt. Der andere Arm ist mit einem seitlichen Ansatz 30 b versehen.
Zur Auslösung des Verschlusses ist am Betätigungsring
16 ein sich in das Kamerainnere erstreckender Anschlag 16 & vorgesehen. In den Weg, den der Anschlag
16 b bei Auslösung durchläuft, ragt eine Nase 32 a einer Verschlußschaltklinke 32, die mit einer weiteren
Nase 32 b ein auf der A^erschlußantriebswelle 33
angeordnetes Schaltrad 34 in Ruhestellung festlegt.
Das Verschlußschaltrad weist ferner eine axial abgewinkelte Nase 34a auf, die nach Auslösung einen
Sperrhaken 35 und einen Hebel 36 entgegen der Wirkung je einer Rückstellfeder 37 bzw. 38 um eine gemeinsame
Achse 39 verschwenkt. Der Sperrhaken 35 sowie der Hebel 36 liegen dabei in Ruhestellung unter
der Federspannung an einem gehäusefest angeordneten Stift 40 an. Der Sperrhaken 35 weist eine Klaue
35 a auf, die so bemessen ist, daß sie den Ansatz 306
der Klinke 30 festhalten kann.
Weiterhin ist ein zweiarmiger Sperrhebel 41, der um eine gehäusefesten Achse 42 schwenkbar ist, vorgesehen.
Der eine Arm 41 α des Sperrhebels liegt in Ruhestellung am Arm 22 des Schwinghebels an, der
andere Arm 41 b ist in dem durch Pfeil χ bezeich-
^ /bt>
neten Weg angeordnet, den der Ansatz 21 α des Sperrhebels 21 nach Auslösung zurückliegt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung des Erfindungsgegenstandes ist folgende: Wird bei der in
Fig. 3 dargestellten Ruhestellung der Auslöser 28 betätigt, so nimmt dieser über den Ansatz 26 α den
Steuerhebel 26 mit. Da der Steuerhebel 26 und der Spannhebel 21 mittels der Klinke 30 \-erbunden sind,
wird auch der Spannhebel 21 verschwenkt. Durch die
Aufnahme in die Ruhestellung zurückgeführt wird. Hierbei gibt der Sperrhaken 35 nicht nur die Klinke
30 frei, sondern diese wird zusätzlich durch den Hebel 36 so weit verschwenkt, daß sie ihrerseits den Spannhebel
21 freigibt, der dann unter der Wirkung der Antriebsfeder
20 in die Ruhestellung zurückkehrt. Der Steuerhebel 26 wird dann erst nach Freigabe des Auslösers
unter der Wirkung einer schwachen Rückstellfeder 43 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zurück-
Schwenkbewegung des Ansatzes 21 α werden die io geschwenkt, wobei die Klinke 30 wiederum den
beiden Enden der Antriebsfeder 20 gegeneinander verstellt und diese dadurch gespannt. Der Ansatz 21 α betätigt
weiterhin in der Endstellung den Sperrhebel 41 derart, daß der Arm 41a vom Arm 22 abgehoben wird.
Steuerhebel 26 mit dem Spannhebel 21 kuppelt.
Durch den im vorstehenden beschriebenen Ablauf der Antriebsvorrichtung ist über den Bolzen 17 der
Betätigungsring 16 über einen Winkelweg ver-
Da die nunmehr wirksame Federkraft der Feder 20 15 schwenkt worden, der etwas größer ist als der Winkelwesentlich größer als die Kraft der Rückholfeder 23 weg zur Einstellung der Blende auf die kleinste OfF-ist,
verschwenkt der eine Schenkel der Antriebsfeder
20 über den Anschlagstift 18 a den Schwinghebel 18.
20 über den Anschlagstift 18 a den Schwinghebel 18.
Dieser nimmt dabei den Bolzen 17 mit. Infolge der
an dem Anschlag 11 α der Blendenvorwahleinrichtung zur Anlage kommt. Ist diese Stellung erreicht, bleibt
der Blendenmitnehmer 2 in seiner Lage, während das
nung. Diese Bewegung ist über den Lappen 16 α und
die Verzahnung 3 a, in die dieser Lappen eingreift, auf das Stellglied 3 übertragen worden. Das Stellglied
Schlitzführung 18 b, in der der Bolzen 17 gleiten kann, 20 nimmt dabei den Blendenmitnehmer 2 infolge der Reiwird
der mit dem Bolzen 17 fest verbundene Betäti- bungskupplung so weit mit, bis die Anschlaglasche 2 c
gungsring 16 um die optische Achse geschwenkt und
löst dadurch die Blendenstellvorrichtung aus. Gleichzeitig wird der Schwenkspiegel 25 über den Steuerschlitz 22 α des Armes 22 und den Stift 25 α aus dem 25 Stellglieds die Drehbewegung bis zum Ende mit-Aufnahmestrahlengang herausgeführt. macht. Der Mitnehmer 2 hat dabei mittels des Steueran-
löst dadurch die Blendenstellvorrichtung aus. Gleichzeitig wird der Schwenkspiegel 25 über den Steuerschlitz 22 α des Armes 22 und den Stift 25 α aus dem 25 Stellglieds die Drehbewegung bis zum Ende mit-Aufnahmestrahlengang herausgeführt. macht. Der Mitnehmer 2 hat dabei mittels des Steueran-
Während der Spannbewegung des Spannhebels 21 satzes 2b und des Steuerstiftes Ta die Blende 7 auf den
ist der Steuerhebel 26 so weit geschwenkt worden, daß jeweils vorgewählten Wert eingestellt. Bei der Rücksich
die Klinke 30 mit dem Ansatz 30 b hinter der bewegung des Betätigungsringes 16 werden wiederum
Klaue 35 a des Sperrhakens 35 festgelegt hat. Dabei ist 30 das Stellglieds und der Blendenmitnehmer 2 einder
Spannhebel 21 weiterhin gegenüber dem Steuerhebel 26 arretiert.
Gegen Ende der Drehbewegung des Betätigungsringes 16 schlägt der Anschlag 16 b gegen die Nase
32 a der Verschlußschaltklinke 32 und nimmt diese 35 Blendenwert der Skala 10 b auf den Index Id einüber einen kurzen Winkelweg mit. Dadurch wird das gestellt ist. Bei dieser Stellbewegung wird der fest mit Schaltrad 34 freigegeben und dreht sich unter der
Wirkung einer nicht dargestellten, im Verschluß angeordneten Feder in Richtung des Pfeiles y. Diese Bewegung bewirkt durch öffnen und Schließen der Ver- 40
schiußsektoren die Belichtung. Am Ende dieser Bewegung wird die Nase 34a gegen den Sperrhaken 35
und den Hebel 36 geführt und schwenkt diese. Dabei wird der Sperrhaken 35 so weit ausgelenkt, daß
32 a der Verschlußschaltklinke 32 und nimmt diese 35 Blendenwert der Skala 10 b auf den Index Id einüber einen kurzen Winkelweg mit. Dadurch wird das gestellt ist. Bei dieser Stellbewegung wird der fest mit Schaltrad 34 freigegeben und dreht sich unter der
Wirkung einer nicht dargestellten, im Verschluß angeordneten Feder in Richtung des Pfeiles y. Diese Bewegung bewirkt durch öffnen und Schließen der Ver- 40
schiußsektoren die Belichtung. Am Ende dieser Bewegung wird die Nase 34a gegen den Sperrhaken 35
und den Hebel 36 geführt und schwenkt diese. Dabei wird der Sperrhaken 35 so weit ausgelenkt, daß
die Klaue 35 α den Ansatz 30 & der Klinke 30 freigibt. 45 kung der Wellfeder 13 so weit vorgeschoben, bis die
Gleichzeitig verschwenkt der Hebel 36 die Klinke 30, Verzahnung 10 d aus der Rastfeder 4 ausrastet. Nun-
schließlich seiner Anschlagteile2& und Ic bis in die
größte Öffnungsstellung der Blende zurückgeführt. Zur Einstellung der Blendenwerte wird der Vorwahleinsteller
10 so weit gedreht, bis der gewünschte
dem Einsteller 10 gekuppelte Anschlagring 11 gedreht und dadurch der Anschlag 11 α für die Anschlaglasche
2 c in die gewünschte Stellung gebracht.
Die dargestellte Vorwahleinrichtung ist zur Einstellung von Belichtungswerten mit dem Zeiteinsteller 14
über die Rastfeder 4 gekuppelt. Soll lediglich die Blende gestellt werden, so wird der Vorwahleinsteller
10 in Richtung der optischen Achse entgegen der Wir-
so daß die Verbindung zwischen dem Spannhebel 21 und dem Steuerhebel 26 unterbrochen wird. Beide
Hebel können nunmehr getrennt in die Ausgangsstellung zurückgehen.
Hierdurch wird die Antriebsfeder 20 völlig entspannt. Der Schwinghebel 18 kann nun unter der Wirkung
der Rückholfeder 23 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zurückgeführt werden. Dabei wird infolge
mehr kann die Blendenvorwahleinrichtung ohne Beeinflussung der Zeiteinstellung auf andere Blendenwerte eingestellt werden.
Zur Auswechslung des Objektivs wird der Bajonettring 1 so weit gedreht, bis die Bajonettansätze 1 b aus
dem Bereich der Haltelaschen 15 a herausgeführt sind. Dann kann die Optik nach vorn abgezogen
werden. Die zur Auswechslung verwendeten Objek-
der Stift-Schlitz-Verbindung 22a, 25a der Spiegel 25 55 tive sind jeweils mit gleichartig ausgestalteten
in die Beobachtungslage geführt. Blendenverstellvorrichtungen ausgerüstet.
Der Zweck dieser Anordnung besteht darin, einer- Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene Aus-
seits bei langen Belichtungszeiten eine sichere Funk- führungsform beschränkt. So kann beispielsweise die
tion auch dann zu gewährleisten, wenn der Auslöser Antriebsvorrichtung dadurch vereinfacht werden, daß
28 nur sehr kurz betätigt wird. In diesem Falle 60 der Spannhebel 21 unmittelbar mit dem Auslöser 28
hält der Sperrhaken 35 unabhängig von der Betäti- gekuppelt wird. Bei dieser Einrichtung wird die Zu-
gung des Auslösers, auch nach dessen Freigabe den rückführung von Teilen der Antriebseinrichtung und
Steuer- und den Spannhebel 26, 21 so lange in der des Spiegels 25 in die Ruhe- bzw. Beobachtungsstel-
Auslösestellung, bis der Verschluß betätigt worden lung von der Betätigung des Auslösers 28 abhängig
ist und das Schaltrad 34 über Sperrhaken 35 und 65 gemacht.
Hebel 36 die Schaltklinke 30 freigibt. Andererseits Die erfindungsgemäße Anordnung ist unabhängig
wird bei sehr kurzen Belichtungszeiten erreicht, daß davon anwendbar, ob — wie beim Ausführungsbei-
die gesamte Einrichtung einschließlich des Spiegels 25 spiel vorgesehen — ein Schlitzverschluß oder ein
wiederum, unabhängig davon, wie lange der Auslöser anderer Verschluß, beispielsweise ein Zentral-
28 niedergedrückt wird, sofort nach Beendigung der 70 Verschluß, benutzt werden soll.
Claims (17)
1. Einäugige Spiegelreflexkamera mit Vorwählblende, gekennzeichnet durch eine Blendenstellvorrichtung,
die einen Blendenmitnehmer (2) sowie ein mit diesem über eine Reibungskupplung verbundenes,
von einer Antriebsvorrichtung bewegbares Stellglied (3) und außerdem einen mittels einer
Blendenvorwähleinrichtung (10, 11) gesteuerten Anschlag (Ha) für den Blendenmitnehmer (2)
umfaßt. ίο
2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (2) und das Stellglied
(3) zusammenwirkende Reibungsflächen aufweisen, die unter Federwirkung gegeneinander geführt
sind.
3. Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das ringförmig ausgebildete
Stellglied (3) in den topfförmig gestalteten Blendenmitnehmer (2) eingesetzt und am Blendenmitnehmer
(2) mindestens eine Anpreßfeder für das Verstellglied (3) gelagert ist.
4. Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpreßfeder aus einem in axialer Richtung federnden, gewellten Ring (6) besteht.
5. Kamera mit Auswechselobjektiven nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blendenstellvorrichtung (2, 3, 5, 6) an dem auswechselbaren
Objektiv und die Blendenvorwähleinrichtung (10, 11) kamerafest angeordnet sind.
6. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der verstellbare Anschlag (lla) für den Blendenmitnehmer (2) bei Einstellung nach Belichtungswerten
mit einem Zeiteinsteller (14) kuppelbar ist.
7. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellglied (3) vorzugsweise am Innenradius eine Verzahnung (3 a) aufweist, in die ein Lappen
(16 a) eines an der Kamera drehbar gelagerten Betätigungsringes (16) eingreift.
8. Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
der Kraftspeicher der Antriebsvorrichtung im Kameragehäuse untergebracht ist.
9. Kamera nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung eine durch
den Auslöser (28) gespannte Antriebsfeder (20) und eine dauernd in entgegengesetzter Richtung
wirkende, schwächer dimensionierte Rückholfeder (23) umfaßt.
10. Kamera nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsfeder (20) an
einem Schwinghebel (18) angreift, der mit dem Betätigungsring (16) über eine Stift-Schlitz-Verbindung
(17, 18 b) zusammenwirkt.
11. Kamera nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsfeder (20) als
Spiralfeder ausgebildet ist, deren eines Ende an einem Widerlager (18a) des Schwinghebels (18)
und deren anderes Ende an einem Ansatz (21 a) eines um die Achse des Schwinghebels (18) in
Spannrichtung der Feder schwenkbaren, zweiarmigen Spannhebels (21) anliegt, der durch den
Auslöser (28) verstellbar ist.
12. Kamera nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwinghebel (18) einen Arm (22) aufweist, mit dem ein durch den Spannhebel (21) auslösbarer
Sperrhebel (41) zusammenwirkt.
13. Kamera nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (22) des Schwinghebels
(18) mit einem Steuerschlitz (22 a) versehen ist, in den ein fest am Schwenkspiegel (25) angeschlossener
Stift (25a) eingreift.
14. Kamera nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Anschlag (16 b) des Betätigungsringes (16) mit einer am Ende des Schwenkweges vorgesehenen
Verschlußklinke (32) zusammenarbeitet, die ein mit dem Verschluß ablaufendes Schaltrad (34)
freigibt.
15. Kamera nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 14, gekennzeichnet durch einen vom
Kameraauslöser (28) unmittelbar betätigten Steuerhebel (26), dessen eines Ende eine schwenkbar
gelagerte, mit einem Anschlag (30 a) zur Mitnahme des Spannhebels (21) versehene Klinke (30)
trägt, und einen Sperrhaken (35), der die Klinke (30) während des Belichtungsvorganges festhält.
16. Kamera nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltrad (34) einen Ansatz
(34a) aufweist, der am Ende des Belichtungsvorgangs den die Rückführung des Steuerhebels (26)
hemmenden Sperrhaken (35) ausschwenkt.
17. Kamera nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Schaltrad (34) betätigter
Hebel (36) vorgesehen ist, der mittels einer Anschlagfläche die Klinke (30) des Steuerhebels (26)
zur Freigabe des Spannhebels (21) schwenkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 647/169 11.60
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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| CH7068159A CH369016A (de) | 1958-04-16 | 1959-03-12 | Einäugige Spiegelreflexkamera mit einer Vorwahleinrichtung für die Blende |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA29263A DE1092766B (de) | 1958-04-16 | 1958-04-16 | Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Vorwaehlblende |
Publications (1)
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| DE1092766B true DE1092766B (de) | 1960-11-10 |
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| DEA29263A Pending DE1092766B (de) | 1958-04-16 | 1958-04-16 | Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Vorwaehlblende |
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1958
- 1958-04-16 DE DEA29263A patent/DE1092766B/de active Pending
-
1959
- 1959-03-12 CH CH7068159A patent/CH369016A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH369016A (de) | 1963-04-30 |
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