CH340701A - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Faserstoffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von FaserstoffenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Faserstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auf bereiten von Faserstoffen in wässriger Aufschwem- mung durch vibrierende Aufbereitungsorgane sowie eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung.
Die beispielsweise zur Papiererzeugung verwen deten Faserstoffe müssen zur Erzielung einer mög lichst weitgehenden Verfilzung vor der Blattbindung aufbereitet und defibrilliert werden. Man hat sie zu diesem Zweck bisher Mahlorganen ausgesetzt, die gleichzeitig eine Quetsch-, Reib- und Scherwirkung auf die Faserstoffe ausüben. Diese kombinierte Art der Einwirkung der Mahlwerkzeuge auf die Faser stoffe ist jedoch unerwünscht, weil die Defibrillie- rung der Fasern nur durch die Quetschung erreicht wird, Reibung und Scherung aber zu einer uner wünschten Kürzung und Zerstörung der Fasern und zur Schleimbildung führen.
Ausgehend von dieser Erkenntnis hat man be reits versucht, eine reine Quetschwirkung auf die Fasern auszuüben, indem man sie mit stampfenden oder vibrierenden Mahlorganen behandelt. Trotz des an sich richtig eingeschlagenen Weges kommt die wirtschaftliche Anwendung der bekannten Verfahren jedoch für die heute in Betracht kommenden Produk tionsmengen nicht in Frage.
Besonders nachteilig wirkt es sich bei den bekannten Aufbereitungsvor richtungen aus, dass bei der Schwingbewegung der verhältnismässig grossen Mahlorgane bei jedem Hub auch eine entsprechende Menge der Faserstoffsus- pension mitbewegt wird, so dass die auf das Mahl organ ausgeübte Energie zu einem grossen Teil un wirksam und damit unwirtschaftlich zur Bewegung der Suspension verbraucht wird und nur ein verhält nismässig geringer Teil zur Erzielung der Quetschung verbleibt. Da auch dieser Weg nicht zum Ziele führte, hat man versucht, die Faserstoffe in Schwingmühlen auf zubereiten.
Diese Schwingmühlen bestehen aus einem in Schwingungen versetzten Gefäss, in das die Auf- schwemmung zusammen mit einer grossen Anzahl von Metall- oder Porzellankugeln eingetragen wird. Die im Innern des Gefässes in freien Schwingungen vibrierenden Kugeln quetschen beim Aufprall aufein ander auf die zwischen ihnen befindlichen Fasern. Die Leistung solcher Mühlen ist jedoch klein und ihre Herstellung ausserordentlich kostspielig.
Darüber hinaus haben sie den Nachteil, dass die eingeführten Kugeln zum Verschleiss neigen und dadurch fremde Stoffe in den aufbereiteten Stoff gelangen, die sich für die anschliessende Blattbildung als nachteilig oder wenigstens störend erweisen.
Durch die Erfindung wird ein Verfahren geschaf fen, das es ermöglicht, ohne die bisherigen Nach teile eine reine Quetschwirkung auf die Fasern aus zuüben und einen hohen Stoffdurchsatz erlaubt. Dieses Ziel wird gemäss der Erfindung dadurch er reicht, dass die Faserstoffe der Schlagwirkung von zwangläufig schwingenden und von zwischen diesen angeordneten und gegenüber den erstgenannten be weglichen Schlagkörpern ausgesetzt werden. Dadurch wird einmal erreicht, dass die von den schwingenden Körpern verdrängten Aufschwemmungsmengen nur kurze Strecken zurücklegen müssen, so dass die Dämpfung der schwingenden Massen ausserordentlich gering bleibt.
Anderseits wird vermieden, dass sich die beweglichen Schlagkörper zu einer als geschlos senes Ganzes vibrierenden Masse zusammenballen, die dann nur an ihrer Begrenzungsfläche zusammen mit der Gehäusewandung eine Quetschwirkung auf die zwischen Gehäusewandung und zusammengeball ter Masse befindlichen Fasern ausüben würde. Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfin dungsgemässen Verfahrens ist im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer be vorzugten Anordnung der schwingenden Körper, Fig. 2 einen senkrechten Mittelschnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung, Fig.3 einen Längsschnitt durch die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung und Fig. 4 einen Schnitt durch eine weitere Ausfüh rungsform gemäss der Erfindung.
Aus Fig. 1 erkennt man das der Erfindung zu grunde liegende Prinzip. Mit 1 ist eine Reihe von zwangläufig, beispielsweise mit dem Gehäuse schwin genden Schlagkörpern bezeichnet, denen regelmässig oder unregelmässig bewegliche Schlagkörper 2 einge lagert sind. Wird das aus den Schlagkörpern 1 be stehende System in Richtung des Doppelpfeils in Schwingungen versetzt, so beginnen auch die Schlag körper 2 Schwingungen auszuüben und schlagen dabei gegen das Schlagkörpersystem 1.
Man erkennt, dass einerseits die Weglängen, die die einzelnen Schlagkörper 2 zurücklegen können, relativ klein sind, so dass nur eine geringfügige Bewegung der Aufschwemmung hervorgerufen wird, anderseits aber die Fasern in der durch das Schlagkörpersystem hin durchtretenden Aufschwemmung häufig von Schlag körpern getroffen und defibrilliert werden. Die Kör per 1 sind vorzugsweise sich über die Breite des zur Aufnahme der Aufschwemmung bestimmten Behäl ters erstreckende Stäbe, während die Körper 2 eben falls als Stäbe, aber auch als Kugeln, Ovalkörper, Stifte und dergleichen ausgebildet sein können.
Ge gebenenfalls kann man den einzelnen Schlagkörpern eine Oberflächenprofilierung geben.
Die in den Fig. 2 und 3 schematisch dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Behälter 3 mit einem Einlass 4 und einem Auslass 5, so dass die Auf- schwemmung der Vorrichtung kontinuierlich zuge führt werden kann. Man erkennt wieder die Schlag körpersätze 1 und 2 im Innern des Behälters 3. Der Behälter 3 ist an Federn 6 aufgehängt und wird durch einen Schwingungserzeuger 7 in horizontaler und/oder vertikaler Richtung in Schwingungen ver setzt. Die Anbringung der Schlagkörper 1 erfolgt bei spielsweise über Zwischenplatten 8, wobei die Schlag körper 2 in den verbleibenden Zwischenräumen zwi schen den Körpern 1 angeordnet und gegenüber den letzteren beweglich sind.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Vor richtung kann man entsprechend dem jeweiligen Be darf periodisch oder kontinuierlich wählen. Durch Einschaltung einer oder mehrerer Trennwände im Innern des Behälters 3 kann man eine entsprechende Vergrösserung der Weglänge der strömenden Flüssig keit erreichen. Selbstverständlich kann man die Vor richtung auch durch den Anschlussstutzen 5 be schicken und die defibrillierte Aufschwemmung aus dem Anschluss 4 austreten lassen. Die in Fig.4 dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht aus einem Behälter 3 mit einem Einlass 4 und einem Auslass 5.
Die Aufschwemmung wird der Vorrichtung konti nuierlich zugeführt.
Die umlaufende Unwucht 7 ist bei dieser Aus führungsform an einer der Seitenwandungen ange bracht und versetzt das Gehäuse 3 in horizontale Schwingungen. Im Gehäuse 3 sind die Zwischen wände 12 fest angebracht und schwingen daher ge meinsam mit dem Gehäuse. Zwischen den Zwischen wänden hängen Metallblättchen, die über Distanz stücke 10 auf Drähten aufgereiht sind. Die Blättchen 9 können infolge ihrer gelenkigen Aufhängung zwi schen den Zwischenwänden 12 frei schwingen, so dass auch hier der Faserstoff der Schlagwirkung von zwangläufig schwingenden und von zwischen diesen angeordneten und gegenüber den erstgenannten be weglichen Schlagkörpern ausgesetzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Aufbereitung von Faserstoffen in wässriger Aufschwemmung durch vibrierende Auf bereitungsorgane, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffe der Schlagwirkung von zwangläufig schwingenden und von zwischen diesen angeordneten und gegenüber den erstgenannten beweglichen Schlag körpern ausgesetzt werden. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass in einem erzwungen schwingenden Behälter zur Aufnahme der Faserstoffe mit diesem Behälter fest verbundene und zwischen diesen angeordnete und gegenüber den erstgenannten bewegliche Schlagkör per enthalten sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Behälter fest ver bundenen Schlagkörper ein Bündel von den Behälter überbrückenden, im Abstand voneinander angeord neten Stäben bilden, die zwischen sich die beweg lichen Schlagkörper aufnehmen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Schlagkörper als den Behälter wenigstens annähernd überbrük- kende Stäbe ausgebildet sind. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Schlagkörper als Kugeln und/oder Ovalkörper ausgebildet sind. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Behälter fest ver bundenen Schlagkörper als den Behälter in Durch flussrichtung durchsetzende Trennwände ausgebildet sind, zwischen denen mit Distanzstücken abwech selnd auf Drähten aufgereihte Metallblättchen als bewegliche Schlagkörper angeordnet sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch Il und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mit Zu- und Abführungen zur konti- nuierlichen Beschickung mit Faserstoffen versehen ist. . 6.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des Behälters Trennwände zur Verlänge rung der Durchflussstrecke angebracht sind. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 1-3 und 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schlagkörper wenigstens teil weise profiliert sind.
Applications Claiming Priority (1)
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1956
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