[go: up one dir, main page]

DE1019549B - Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen - Google Patents

Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen

Info

Publication number
DE1019549B
DE1019549B DEH23021A DEH0023021A DE1019549B DE 1019549 B DE1019549 B DE 1019549B DE H23021 A DEH23021 A DE H23021A DE H0023021 A DEH0023021 A DE H0023021A DE 1019549 B DE1019549 B DE 1019549B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
vibrating
freely
impact
oscillating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH23021A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Hoesch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH23021A priority Critical patent/DE1019549B/de
Publication of DE1019549B publication Critical patent/DE1019549B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
    • D21B1/12Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam
    • D21B1/30Defibrating by other means
    • D21B1/303Defibrating by other means using vibrating devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbereiten von Faserstoffen in wäßriger Aufschwemmung durch vibrierende Aufbereitungsorgane.
  • Die beispielsweise zur Papiererzeugung verwendeten Faserstoffe- müssen zur Erzielung einer möglichst weitgehenden Verfilzung vor der Blattbindung aufbereitet und defibrilliert werden. Man hat sie zu diesem Zweck bisher Mahlorganen ausgesetzt, die gleichzeitig eine Quetsch-, Reib- und Scherwirkung auf die Faserstoffe ausüben. Diese kombinierte Art der Einwirkung der Mahlwerkzeuge auf die Faserstoffe ist jedoch unerwünscht, weil die Defibrillierung der Fasern nur durch die Quetschung erreicht wird, Reibung und Scherung aber zu einer unerwünschten Zerstörung der Fasern und zur Schleimbildung führen.
  • Ausgehend von dieser Erkenntnis hat man bereits versucht, eine reine Quetschwirkung auf die Fasern auszuüben, indem man sie mit stampfenden oder vibrierenden Mahlorganen behandelt. Trotz des an sich richtig eingeschlagenen Weges kommt die wirtschaftliche Anwendung der bekannten Verfahren jedoch für die heute in Betracht kommenden Produktionsmengen nicht in Frage. Besonders nachteilig wirkt es sich bei den bekannten Aufbereitungsvorrichtungen aus, daß bei der Schwingbewegung der verhältnismäßig großen Mahlorgane bei jedem Hub auch eine entsprechende Menge der Faserstoffsuspension mitbewegt wird, so daß die auf das Mahlorgan ausgeübte Energie zu eineue großen Teil unwirksam und damit unwirtschaftlich zur Bewegung der Suspension verbraucht wird und nur ein verhältnismäßig geringer Teil zur Erzielung der Quetschung verbleibt.
  • Da auch dieser Weg nicht zum Ziele führte, hat man versucht, die Faserstoffe in Schwingmühlen. aufzubereiten. Diese Schwingmühlen bestehen aus einem in Schwingungen versetzten Gefäß, in das die Aufschwemmung zusammen mit einer großen Anzahl von Metall- oder Porzellankugeln eingetragen wird. Die im Inneren des Gefäßes in freien Schwingungen vibrierenden Kugeln quetschen beim Aufprall aufeinander auf die zwischen ihnen befindlichen Fasern. Die Leistung solcher Mühlen ist jedoch klein und ihre Herstellung außerordentlich kostspielig. Darüber hinaus haben sie den Nachteil, daß die eingeführten Kugeln zum Verschleiß neigen und dadurch fremde Stoffe in den aufbereiteten Stoff gelangen, die sich für die anschließende Blattbildung als nachteilig oder wenigstens störend erweisen.
  • Zum Zerteilen und zur Verhinderung des Zusammenballens weitgehend entwässerter Fasermasse beim Trocknen ist es auch bereits bekannt, die Faserstoffe der Schlagwirkung eines aus zwangläufig schwingenden und aus frei schwingenden Körpern bestehenden Systems auszusetzen. Bei dieser bekannten Anordnung bestehen die zwangläufig schwingenden Körper jedoch aus Drähten oder Drahtgeflechten, die unter dem Anprall der frei schwingenden Körper ausweichen, so daß die zwischen. die frei schwingenden Schlagkörper und die zwangläufig schwingenden Drähte gelangenden Fasern nicht schlagartig beansprucht werden. Bei der Übertragung dieses Prinzips auf die Aufbereitung wäßriger Suspensionen ist auch nicht gewährleistet, daß die durch die Drähte oder Drahtnetze getrennten Schlagkörper genügend häufig aufeinandertreffen, um eine ausreichende Zerkleinerung und Aufbereitung der wäßrigen Fasersuspensionen zu erreichen.
  • Durch die Erfindung wird es ermöglicht, daß ohne die bisherigen Nachteile eine reine 0ue;tschwirkung auf die Fasern ausgeübt wird und ein hoher Stoffdurchsatz erzielt werden kann. Dieses Ziel wird. durch eine Vorrichtung erreicht, durch die die Faserstoffe der Einwirkung eines zwangläufig schwingenden Svstems und in diesem frei schwingender starrer Körper ausgesetzt werden, und deren Kennzeichen darin besteht, daß das zwangläufig schwingende System derart starr ausgebildet ist, da.ß die in ihm frei schwingenden Körper beim Auftreffen auf das zwangläufige System die in Wasser aufgeschwemmten, von beiden Systemen erfaßten Faserstoffe durch Schlagwirkung zerquetschen. Darüber hinaus wird. erreicht, daß die von den schwingenden Körpern verdrängten Aufschwemmungsmengen nur kurze Strecken zurücklegen müssen, so daß die Dämpfung der schwingenden Massen außerordentlich gering bleibt. Andererseits wird vermieden, daß sich die frei schwingenden Schlagkörper zu einer als geschlossenes Ganzes vibrierenden Masse zusammenballen, die dann nur an ihrer Begrenzungsfläche zusammen mit der Gehäusewandung eine Quetschwirkung auf die zwischen Gehäusewandung und zusammengeballter Masse befindlichen Fasern ausüben würde.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine schematische Darstellung einer bevorzugten Anordnung des schwingenden Systems, Fig.2 einen senkrechten Mittelschnitt durch die Vorrichtung und Fig. 3 einen Längsschnitt durch diese.
  • Aus Fig.1 erkennt man das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip. Mit 1 ist eine Reihe von zwangläufig, beispielsweise mit dem Gehäuse schwingenden Schlagkörpern bezeichnet, denen regelmäßig oder unregelmäßig frei schwingfähige Schlagkörper 2 eingelagert sind. Wird das aus den Schlagkörpern 1 bestehende System in Richtung des Doppelpfeiles in Schwingungen versetzt, so beginnen auch die Schlagkörper2 Schwingungen auszuüben und schlagen dabei gegen das Schlagkörpersystem 1. Man erkennt, daß einerseits die Weglängen, die die einzelnen frei schwingfähigen Schlagkörper 2 zurücklegen können, relativ klein sind, so daß nur eine geringfügige Bewegung der Aufschwemmung hervorgerufen wird, andererseits aber die Fasern in der durch das Schlagkörpersystem hindurchtretenden Aufschwetnmung häufig von Schlagkörpern getroffen, und defibrilliert werden. Die Körper 1 sind vorzugsweise sich über die Breite des zur Aufnahme der Aufschwemmung bestimmten Behälters erstreckende Stäbe, während die Körper 2 ebenfalls als Stäbe, aber auch als Kugeln, Ovalkörper, Stifte u. dgl. ausgebildet sein können. Gegebenenfalls kann man den. einzelnen Schlagkörpern eine Oberflächenprofilierung geben.
  • Die in den Fig.2 und 3 schematisch dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Behälter 3 mit einem Einlaß 4 und einem Auslaß 5, so daß die Aufschwemmung der Vorrichtung kontinuierlich zugeführt werden kann. Man erkennt wieder die Schlagkörpersätze 1 und 2 im Inneren des Behälters 3. Der Behälter 3 ist an Federn 6 aufgehängt und wird. durch einen Schwingungserzeuger fi in horizontaler und/oder vertikaler Richtung in Schwingungen versetzt. Die Anbringung der Schlagkörper 1 erfolgt beispielsweise über Zwischenplatten 8, wobei die Schlagkörper 2 in den verbleibenden Zwischenräumen zwischen den Körpern 1 angeordnet und frei schwingfähig sind.
  • Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann man entsprechend dem jeweiligen Bedarf periodisch oder kontinuierlich wählen. Durch Einschaltung einer oder mehrerer Trennwände im Inneren des Behälters 3 kann man eine entsprechende Vergrößerung der Weglänge der strömenden Flüssigkeit erreichen. Selbstverständlich kann man die. Vorrichtung auch durch den Anschlußstutzen 5 beschicken und die defibrillierte Aufschwemmung aus dem Anschluß 4 austreten lassen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierfaserstoffen, durch die die Faserstoffe der Einwirkung eines zwangläufig schwingenden Systems und in diesem frei schwingender starrer Körper ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das zwangläufig schwingende System (1) derart starr ausgebildet ist, daß die in ihm frei schwingenden Körper (2) beim Auftreffen auf das zwangläufig schwingende System die in Wasser aufgeschwemmten, von beiden Systemen (1, 2) erfaßten Faserstoffe durch Schlagwirkung zerquetschen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem erzwungen schwingenden Behälter (3) zur Aufnahme der Faserstoffaufschwemmung ein mit diesem Behälter schwingendes System von starren Schlagkörpern (1) vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das im Behälter (3) fest angeordnete Schlagkörpersystem (1) aus einem Bündel von den Behälter wenigstens annähernd überbrückenden, im Abstand voneinander angeordneten starren Stäben besteht.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das frei schwingende Sehlagkörpersystem (2) aus den Behälter (3) wenigstens annähernd überbrückenden Stäben besteht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das frei schwingende Schlagkörpersvstem (2) aus 0v alkörpern besteht.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsflächen wenigstens eines der beiden Systeme (1 bzw. 2) profiliert sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Behälters (3) Trennwände zur Verlängerung der Durchflußstrecke angebracht sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 741757,
DEH23021A 1955-02-17 1955-02-17 Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen Pending DE1019549B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH23021A DE1019549B (de) 1955-02-17 1955-02-17 Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH23021A DE1019549B (de) 1955-02-17 1955-02-17 Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1019549B true DE1019549B (de) 1957-11-14

Family

ID=7149438

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH23021A Pending DE1019549B (de) 1955-02-17 1955-02-17 Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1019549B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3500211A1 (de) * 1985-01-05 1986-07-10 Josef 7090 Ellwangen Rettenmaier jun. Vorrichtung zum zerstoeren einer inneren struktur von stoffen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741757C (de) * 1939-06-17 1943-11-17 Georg M Von Hassel Verfahren und Anlage zum Aufschliessen von faserhaltigen Rohstoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741757C (de) * 1939-06-17 1943-11-17 Georg M Von Hassel Verfahren und Anlage zum Aufschliessen von faserhaltigen Rohstoffen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3500211A1 (de) * 1985-01-05 1986-07-10 Josef 7090 Ellwangen Rettenmaier jun. Vorrichtung zum zerstoeren einer inneren struktur von stoffen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2954409C2 (de)
DE3617871A1 (de) Vorrichtung zum absieben von zellstoff bzw. papierbrei
DE915408C (de) Verfahren zum Betrieb einer Muehle
DE1043958B (de) Schwingzentrifuge
DE1019549B (de) Vorrichtung zum Aufbereiten von Faser-, insbesondere Papierstoffen
DE1121271B (de) Vorrichtung zum Nachloesen von Viskose
DE728204C (de) Vorrichtung zum Sichten von Faserstoffaufschwemmungen, insbesondere Papierstoff
CH430538A (de) Schneidvorrichtung für Garne
CH340701A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Faserstoffen
DE1483498A1 (de) Sieb
DE813027C (de) Homogenisiereinrichtung
DE320171C (de) Zentrifugalreiber mit Trockenvorrichtung zum Zerkleinern von Mineralien und anderen harten Stoffen
DE690273C (de) Zerkleinerungsvorrichtung
DE742647C (de) Vorrichtung zum Entwaessern von Frischtorf
DE748712C (de) Verfahren zur Zerstoerung von Schaum
DE665524C (de) Mahlanlage, bei der das zu behandelnde Gut einen in Schwingungen versetzten Behaelter durchlaeuft
DE488124C (de) Vorrichtung zum Aufbereiten von Formsand, bei der der fein verteilte Sand durch einen innerhalb einer umlaufenden Trommel erzeugten Wasserschleier hindurchgeworfen und darauf in der Trommel durchmischt wird
DE102010003176A1 (de) Schneidwerkzeug zum Entfernen von Kunststoff von einem Fensterrahmen
DE894541C (de) Vorrichtung zur Waeschereinigung im Wasserbottich
DE968302C (de) Entzunderungseinrichtung, bei der der Draht einen mit einem scharfkantigen Scheuermittel gefuellten Behaelter durchlaeuft
DE670333C (de) Vorrichtung zum Nassmahlen von Gut aller Art
DE2938501C2 (de) Vorrichtung zum Abscheiden von Fasergut aus Industrieabwässern
DE968537C (de) Vorrichtung zum Bearbeiten von mit Fluessigkeiten gemischten Farben oder aehnlichen Stoffen
DE815516C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von Seife
DE634714C (de) Vorrichtung zum Aufloesen von Zellstoffblaettern u. dgl.