DE524121C - Vorrichtung zur ununterbrochenen Aufbereitung von Formsand - Google Patents
Vorrichtung zur ununterbrochenen Aufbereitung von FormsandInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Aufbereitung des Formsandes
zur Herstellung von Gießformen. Der Formsand besteht aus einem Gemisch von wirklichem
Sande, also Kieselsäureteilchen, mit Ton oder Lehm, wozu in manchen Fällen sogenannte
Kernöle, Kleister oder andere plastische Stoffe usw. treten.
Die Erfindung schlägt eine Vorrichtung vor, mittels welcher diese Bestandteile in ununterbrochenem Arbeitsgange besonders rasch und innig vermischt werden.
Die Erfindung schlägt eine Vorrichtung vor, mittels welcher diese Bestandteile in ununterbrochenem Arbeitsgange besonders rasch und innig vermischt werden.
Zu diesem Zweck bringt die Erfindung in einer an beiden Enden offenen, umlaufenden
und schrägliegenden Trommel, welche am einen Ende die Bestandteile aufnehmen und
am anderen Ende den fertig aufbereiteten Formsand abliefern soll, ein Kettenschlagwerk
an, das den Trommelquerschnitt nur an
ao seinem tiefsten Punkt bestreicht und mit genügend
hoher Geschwindigkeit umläuft, um das Gut kräftig aufzuwirbeln und in die sich nach oben hin erweiternden freien Räume
außerhalb des Schlagwerks auszubreiten, damit es von dort wieder in den Bereich des
Schlagwerks zurückfällt, um immer wieder von den Schlagarmen getroffen zu werden.
Um die Aufbereitungsleistung weiterhin zu steigern, bildet die Erfindung die an den
Enden der Schlagketten befindlichen Schlagkörper kammartig aus. Dieselben werden mit
verhältnismäßig engen Kammschlitzen versehen, die auf die aufgewirbelten Sandknollen
und Sandteile in verstärktem Maße einwirken.
Schrägliegende Trommeln, die an beiden Enden offen sind, hat man für Mörtelmischzwecke
bereits verwendet. Sie drehen sich aber selbst nicht und sind mit ganz einfachen
und langsam umlaufenden Rührarmen versehen. Infolgedessen ist es ausgeschlossen,
mittels dieser bekannten Vorrichtung auch nur im allergeringsten Maße eine Wirkung'
hervorzurufen, die für den hier vorliegenden Arbeitszweck nutzbar gemacht werden könnte.
Gleichfalls zur Herstellung von Mörtel o. dgl. sind auch schon Drehtrommeln mit
offenen Enden vorgeschlagen worden, die am einen Ende die Bestandteile des Mischgutes
aufnehmen und am anderen Ende das fertige Mischgut abliefern sollen. Bei diesen bekannten
Vorrichtungen sind aber die Trommeln waagerecht gelagert und infolgedessen mit schräg gestellten Rührflügeln ausgestattet,
welche gleichzeitig sowohl eine Mischwirkung als auch eine Förderwirkung ausüben. Es
handelt sich also auch dort um bloße Rührwerke, die keinerlei Aufbereitungswirkung
auf Formsand auszuüben vermögen und bei denen das außerhalb des Rührwerkes befindliche
Gut praktisch überhaupt keine Bearbeitung erfährt.
Demgegenüber wird beim Erfindungsgegen-
stände die axiale Bewegung des Gutes allein
durch die Trommel, und zwar durch die einstellbare Neigung und die Drehbewegung derselben,
herbeigeführt. Dem Rührwerk ist dagegen keine Förderwirkung übertragen. Das
Rührwerk des Erfindungsgegenstandes besteht aus einem rasch umlaufenden nachgiebigen
Schlagwerk, und zwar insbesondere aus einem Kettenschlagwerk an sich bekannter Art.
ίο Durch die Vereinigung dieses Schlagwerks, welches mit hoher Geschwindigkeit umläuft,
mit einer schrägliegenden und in ihrer Schräglage verstellbaren Drehtrommel, derart, daß
das Schlagwerk den Trommelquerschnitt nur an seinem tiefsten Punkte bestreicht, wird
eine Sandaufbereitungsvorrichtung von sehr rascher und vorzüglicher Wirkung und von
überraschender Einfachheit geschaffen. Das Schlagwerk wirbelt das Gut auf; letzteresbreitet
sich über die freien Räume außerhalb des Schlagwerks aus und fällt wieder in den Bereich
der Schlagarme hinein. Auf diese Weise wird durch ein sich immer und immer wiederholendes
Auf treffen der Schlagarme und ihrer Schlagkörper auf das aufgewirbelte Gut eine
gründliche Zerkleinerung der sich zunächst bildenden Knollen usw. und eine sehr innige
Mischung aller Bestandteile erreicht, so daß in ununterbrochenem Arbeitsgange auf einem
verhältnismäßig kurzen Wege Formsand von bester Beschaffenheit gewonnen wird.
Insbesondere auch die Zerkleinerungswirkung unterstützt die Erfindung noch durch die
kammartige Ausbildung der an den Enden der nachgiebigen Schlagarme befestigten
Schlagkörper. Man hat bei Mörtelmischern an langsam laufenden Rührwerken schon
rechen- oder gabelartige Rührarme verwendet. Die Zinken solcher Rührarme durchschneiden
aber das Gut nur sehr langsam und sind nicht in der Lage, einzelne Knollen
zu zerkleinern, die in ihren Bereich kommen. Wenn ihnen solche Knollen frei zufallen wurden,
können sie dieselben höchstens ablenken. Die Schlagkörper sollen hier dagegen zertrümmernd
wirken, und diese Leistung wird durch die kammartige Ausbildung verbessert. Zugleich erhöht sich auch infolge des Durchkämmens
der aufgewirbelten Sandteile die Mischwirkung.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt die neue Vorrichtung teilweise im Längsschnitt und teilweise in Seitenansicht.
Abb. 2 ist ein teilweiser Grundriß, Abb. 3 ein senkrechter Schnitt nach Linie
3-3 der Abb. 1.
Die Drehtrommel 1 steckt in einem Rahmen aus je zwei unteren und oberen
(J-Eisen 2, 3 mit Zwischenständern 4 und passenden Querverbindungen. Der Rahmen ist
um Zapfen 5 in Lagern 6 auf Fundamentklötzen 7 in seiner Schräglage einstellbar.
Hierzu dienen Schraubspindeln 8 mit einer als Schneckenrad ausgebildeten Mutter 9, in
welche eine Schnecke auf einer Spindel 10 mit Handrad 11 eingreift.
Der Rahmen besitzt Lager 13 mit Rollen 12 zur Stützung der Trommel 1, und zwar
läuft diese mittels zweier Ringe 16 auf den Rollen 12. Sie kann sich drehen, aber nicht
in der Längsrichtung verschieben.
Ein Motor 20 auf einer Tragplatte 21 treibt mittels einer Kette 22 ein Kettenrad 23 auf
einer Welle 24, die in Lagern ruht. Sie treibt mittels einer Kette 26 eine Welle 27, welche
mittels einer Kette 28 die Trommel 1 in langsame Umdrehung versetzt.
Eine bei 31, 32 gelagerte Welle 30 trägt das
Schlagwerk mit den Kettenarmen oder sonst geeignet nachgiebig ausgebildeten Armen 40.
Das Lager 31 steht beispielsweise in einem querliegenden U-Eisen 33, während das Lager
32 durch einen Hängebock 34 an den oberen Rahmenteilen 3 aufgehängt ist.
Die Ketten 40 des Schlagwerks sitzen an Naben oder Stellringen 41 und sind so lang,
daß sie mit ihren Schlagkörpern 42 nur den tiefsten Punkt des Trommelquerschnitts bestreichen.
Das gegen die Trommelachse exzentrische Schlagwerk dreht sich rasch und wirbelt mittels seiner nachgiebigen Arme das
Gut kräftig auf, so daß dessen Teile sich in dem freien Raum außerhalb des Rührwerks
gründlich mischen. Die Teile fallen dann immer wieder in die Bahn der Schlagarme
hinein, und diese zertrümmern namentlich mit ihren Schlagkörpern 42 alle Knollen und
Knoten, die sich gebildet haben.
Zur Verstärkung der Zertrümmerungs- und Mischwirkung dienen die kammartigen
Schlitze, mit denen die Schlagkörper 42 ausgerüstet sind, 10S
Die Bestandteile, aus denen der Formsand bereitet werden soll, werden durch einen Trichter
50 in das obere Ende der Trommel 1 eingebracht, und zwar zweckmäßig ebenfalls ununterbrochen
durch ein Förderband 70 o. dgl. Die Trommel fördert das Gut allein und allmählich,
während das Schlagwerk lediglich die Aufwirbelung, Zertrümmerung und Mischung
besorgt. Der fertige Formsand kann am anderen Ende der Trommel 1 von einem
Förderbande 60 aufgenommen und weitergeleitet werden.
Für den Fall, daß Gutteile an der inneren Trommelfläche haften bleiben, wird diese von
einem Schaber 80 bestrichen, der auf einer in Lagern 82 mittels einer schwingenden Welle
gehalten wird und unter dem Einfluß einer
Feder 84 steht. Die Lager 82 sitzen an Querstucken 83. Ein Anschlag 85 begrenzt die
Bewegung des Schabers 80 gegen den Zug der Feder 84.
5
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Claims (2)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zur ununterbrochenenAufbereitung von Formsand o. dgl. mit einer an beiden Enden offenen, umlaufenden und schrägliegenden Trommel mit umlaufendem Rührwerk, dadurch gekennzeichnet, daß das Rührwerk aus einem den Trommelquerschnitt nur an seinem tiefsten Punkte bestreichenden Kettenschlagwerk an sich bekannter Art besteht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Schlagketten kammartige Schlagkörper angebracht sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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