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CH345002A - Verfahren zur Reinigung von rohem Hecogenin - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von rohem Hecogenin

Info

Publication number
CH345002A
CH345002A CH345002DA CH345002A CH 345002 A CH345002 A CH 345002A CH 345002D A CH345002D A CH 345002DA CH 345002 A CH345002 A CH 345002A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
hecogenin
alcohol
raw
hydrocarbons
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Eric Holt Thomas
Charles Clayton John
Original Assignee
Glaxo Lab Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glaxo Lab Ltd filed Critical Glaxo Lab Ltd
Publication of CH345002A publication Critical patent/CH345002A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur     Reinigung    von rohem     Hecogenin            Hecogenin    ist ein     Steroid,    das aus     verschiedenen          pflanzlichen    Materialien, insbesondere aus Sisal, er  halten werden kann. Dieses     Steroid    ist ein nützliches  Ausgangsmaterial für die synthetische Herstellung  verschiedener Steroide, insbesondere von     Cortison    und  verwandter Verbindungen. Die Herstellung von     Heco-          genin    in grossen Mengen und im wesentlichen in  reiner Form ist daher von grosser Wichtigkeit, war  aber bisher mit Schwierigkeiten verbunden.  



  Das     Hecogenin    kommt in     Pflanzensaft    in Form des  entsprechenden     Saponins    vor. Es ist daher zunächst  notwendig, die     glykosidische    Bindung des     Saponins     zu     hydrolysieren.    Dies kann auf verschiedene Art er  folgen, z. B. indem der     Pflanzensaft        autolysieren    ge  lassen und der erhaltene Schlamm mit Säure     hydro-          lysiert    wird.  



  Das Produkt der Hydrolyse des natürlich vor  kommenden Stoffes ist gefärbt und enthält neben dem  gewünschten     Hecogenin    viele Verunreinigungen, wie  andere Steroide, Wachse, Gummi und andere Stoffe.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Ver  fahren zur Reinigung von rohem     Hecogenin,    wie es  insbesondere bei der Hydrolyse der entsprechenden  natürlich vorkommenden     Pflanzensaponine    anfällt.  Das rohe, direkt aus der Hydrolyse stammende     Heco-          genin    enthält bis zu 30%, im allgemeinen zwischen       5-25 /o        Hecogenin.    Das vorliegende Verfahren kann  direkt auf das rohe, aus der Hydrolyse des     Saponin-          materials    stammende     Hecogenin    angewandt werden.  Es kann aber auch auf Rohmaterial, das bereits einer  teilweisen Reinigung unterworfen wurde, angewendet  werden.

    



  Es war bereits vorgeschlagen worden, zur Extrak  tion und Reinigung von     Hecogenin    aus rohem     Heco-          genin    heisse Lösungsmittel, vorzugsweise gewisse       Kohlenwasserstoffe    zu verwenden, wobei zweckmässig    zuerst eine Extraktion mit kalten     Kohlenwasserstoffen     vorgenommen wird, um die Wachse zu extrahieren.  Obwohl man nach diesem Verfahren zufriedenstellend  arbeiten kann, ist eine Verbesserung von zwei Gesichts  punkten aus wünschenswert.

   Zunächst ist die Löslich  keit des     Hecogenins    in den vorgeschlagenen Lösungs  mitteln, insbesondere in heissen     Kohlenwasserstoffen,     im allgemeinen niedrig, so dass grosse Mengen der  artiger Lösungsmittel benötigt werden, was beim  Handhaben mit Schwierigkeiten verbunden ist. Ein  weiterer Nachteil ist der, dass einige rohe     Hecogenin-          rückstände    in Form eines wachsartigen komprimier  ten Kuchens vorliegen, der schwer in zufrieden  stellender Weise zu pulverisieren ist. Zur Erreichung  guter Resultate sollte die     Lösungsmittelextraktion     jedoch mit in fein verteiltem Zustand vorliegendem  Material durchgeführt werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass, wenn rohes     Heco-          genin    in einem Alkohol mit 1-5     Kohlenstoffatomen     (im folgenden als  niedriger Alkohol  bezeichnet) ge  löst und dann das     Hecogenin    aus einer Lösung aus  einem solchen Alkohol auskristallisieren gelassen  wird, ein unerwartet hoher Reinheitsgrad erreicht wird.  Als niedrige Alkohole werden vorzugsweise Äthanol  und Methanol verwendet.  



  Das Verfahren kann auf verschiedene Weise aus  geführt werden, wobei immer eine Kristallisation aus  einem niederen Alkohol erfolgt. Mit der Kristallisation  können andere Massnahmen kombiniert werden, die  ebenfalls zu einer Qualitätsverbesserung des Materials  führen. So kann das Rohmaterial vor oder nach der  Kristallisation aus Alkohol mit kalten     Kohlenwasser-          stoffen    zwecks Entfernung der Wachse extrahiert wer  den. Die Lösung des Rohmaterials kann auch mit Holz  kohle behandelt werden.

   Wie oben erwähnt, sind die  rohen Rückstände, die noch Wachse enthalten, ins-      besondere die Rückstände, die direkt von der Hydro  lyse des natürlich vorkommenden     Saponinmaterials     stammen, äusserst schwierig zu pulverisieren und daher  mit vielen Lösungsmitteln schwierig zu extrahieren.  Die Verwendung eines niedrigen Alkohols für die  Extraktion des rohen     Hecogenins    hat den Vorteil,  dass sich der feste Stoff schnell im Lösungsmittel       dispergiert,    das     Hecogenin    in Lösung geht und sich  eine Suspension bildet, die leicht abgetrennt werden  kann.

   Selbst wenn wachsige Rohmaterialien, die sich  der     Pulverisierung    stark widersetzen, benutzt werden,  verwandelt der Alkohol sie schnell in feines Pulver,  das sich sogleich im Lösungsmittel     dispergiert.     



  Die Löslichkeit des     Hecogenins    in niedrigen Alko  holen ist verhältnismässig hoch, so dass kleinere  Mengen     benötigt    werden als z. B. bei Verwendung  von     Kohlenwasserstoffen.     



  Das Verfahren kann beispielsweise so durchgeführt  werden, dass man das rohe     Hecogenin    mit dem nied  rigen Alkohol extrahiert, die ungelösten Verunreini  gungen aus der Lösung abtrennt und das     Hecogenin     dann direkt aus dieser Lösung auskristallisieren lässt.  



  Anderseits kann man auch die so erhaltene     Heco-          geninlösung    zur Trockne eindampfen und die Aus  kristallisation aus alkoholischer Lösung erst später  vornehmen.  



  Das entweder durch Kristallisation oder durch  Verdampfung zur Trockne erhaltene feste Material  kann mit Vorteil darauf mit kalten     Kohlenwasserstoffen,     insbesondere     aliphatischen        Kohlenwasserstoffen,    wie  Leichtpetroleum, extrahiert werden. Dadurch werden  die Wachse entfernt. Es ist auch möglich, das rohe       Hecogenin    mit kalten     Kohlenwasserstoffen    vor der  Alkoholextraktion zu behandeln, jedoch ergeben sich  in diesem Fall die oben angegebenen Schwierigkeiten.  



  Nach Extraktion des rohen     Hecogenins    mit einem  niedrigen Alkohol, Eindampfen zur Trockne und  Extraktion     mit    kalten     Kohlenwasserstoffen    wird nun  zweckmässig die Kristallisation aus alkoholischer  Lösung vorgenommen. Diese Massnahme kann dann  unterlassen werden, wenn das     Hecogenin    bereits nach  der ersten Alkoholextraktion auskristallisieren ge  lassen wurde (d. h. also, wenn die Alkohollösung nicht  einfach zur Trockne eingedampft wurde). Im all  gemeinen werden jedoch bessere Resultate erzielt,  wenn eine Umkristallisation aus Alkohol in dieser  Stufe vorgenommen wird, selbst dann, wenn die erste  Alkoholextraktion direkt vor einer     Auskristallisation     gefolgt war.

   Bei dieser zweiten Behandlung mit Alkohol  kann natürlich ebenfalls eine Behandlung mit Holz  kohle erfolgen, obwohl dies nicht notwendig ist, wenn  bei der ersten Alkoholextraktion eine solche durch  geführt wurde.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann im ein  zelnen beispielsweise folgendermassen durchgeführt  werden:  Die rohen     Hecogeninrückstände    werden mit dem       niedrigen    Alkohol als Lösungsmittel entweder in der  Wärme oder in der Kälte extrahiert, doch muss darauf  geachtet werden, dass genug Lösungsmittel vorhanden    ist, um alles     Hecogenin    aufzulösen. Vorzugsweise  wird die Extraktion in der Wärme ausgeführt, insbeson  dere beim Siedepunkt des Lösungsmittels, und Metha  nol als Lösungsmittel verwendet.

   Als zweckmässige       Lösungsmittelmenge    haben sich ungefähr 90     Vol.     Methanol, bezogen auf das Gesamtgewicht des     Iso-          Sapogenins,    erwiesen. Die Menge     Iso-Sapogenin    in  den rohen Rückständen kann natürlich durch vor  herige Extraktion in kleinem Massstab festgestellt wer  den. Die feinen Rückstände werden vorzugsweise mit  dem extrahierenden Lösungsmittel gründlich gerührt,  wodurch die gründliche     Dispergierung    des festen  Stoffes in der Flüssigkeit und die grösstmögliche Ex  traktion des     Hecogenins    in der Lösung gewährleistet  wird.  



  Die in der so erhaltenen Suspension enthaltenen  festen Stoffe können leicht abgetrennt werden, z. B. in  dem die Suspension absitzen gelassen und die über  stehende Flüssigkeit dekantiert wird, durch Zentri  fugieren oder Filtrieren, insbesondere in einer Filter  presse. Die Abtrennung des festen Stoffes aus der  Flüssigkeit kann in der Wärme oder in der Kälte  stattfinden, vorausgesetzt, dass, wenn die Extraktion  der rohen Rückstände in der Wärme durchgeführt  wird, genügend Lösungsmittel verwendet wird, um  das Ausscheiden von     Hecogenin    aus der Lösung beim  Kühlen vor der Abtrennung der festen Stoffe zu ver  meiden.  



  Es ist vorzuziehen, den alkoholischen Extrakt in  dieser Stufe mit entfärbender Holzkohle zu behandeln,  da dadurch die Farbe des Extrakts wesentlich ver  bessert wird und die folgenden Operationen leichter  durchgeführt werden können. Die Behandlung mit  Holzkohle erfolgt vorzugsweise in der Wärme, vor  teilhafterweise zur gleichen Zeit wie die eigentliche  Extraktion der rohen Rückstände, da dann die Holz  kohle gleichzeitig mit den verbleibenden festen Stoffen  aus der Extraktionslösung entfernt werden kann. Die  zu verwendende     Holzkohlenmenge    wird am besten  durch einen     Vorversuch    festgestellt, jedoch wird im  allgemeinen eine der     Iso-Sapogeninmenge    entspre  chende     Holzkohlenmenge    verwendet.  



  Der erhaltene, von festen Stoffen freie alkoholische  Extrakt enthält neben     Hecogenin    andere     Iso-Sapo-          genine    in Lösung, ferner wachsartige Stoffe und andere  Verunreinigungen, und muss daher in der Regel noch  weiter gereinigt werden. Eine erhebliche Reinigung  wird jedoch bereits durch die Alkoholextraktion er  zielt. Solche Extrakte weisen, insbesondere wenn ent  färbende Holzkohle benutzt wird, nur eine verhältnis  mässig geringe Färbung auf.  



  Dann kann der alkoholische Extrakt konzentriert  werden. Dies z. B. durch Verdampfung in der Wärme,  so dass dann das     Hecogenin    auskristallisiert. Bei Ver  wendung von 90     Vol.    Methanol zur Extraktion ist es  zweckmässig, den Extrakt auf ungefähr ein Viertel  einzudampfen, worauf das     Hecogenin    beim Kühlen  auskristallisiert und z. B. durch Filtration abgetrennt  werden kann, während weitere     Hecogeninmengen    in  üblicher Weise aus den Mutterlaugen erhalten werden      können. Der alkoholische Extrakt kann aber, wie  gesagt, auch zur Trockne eingedampft werden.  



  Sodann werden zweckmässig die wachsartigen Ver  unreinigungen entfernt. Dies kann zweckmässig durch  Extraktion der festen Stoffe mit kalten Kohlenwasser  stoffen, insbesondere     aliphatischen    Kohlenwasser  stoffen, erfolgen. Für diesen Schritt haben sich Leicht  petroleumfraktionen als geeignet erwiesen, wobei die  Fraktion zwischen 100 und 120 C sieden soll. Die  Extraktion wird vorzugsweise durch Rühren des  festen Stoffes mit dem Lösungsmittel in der Kälte  ausgeführt, wobei die     Lösungsmittelmenge    gering ge  halten werden soll, d. h. sie soll gerade zur Extraktion  der wachsartigen Verunreinigungen ausreichen. Das  Lösungsmittel kann dann z.

   B. durch Filtration ent  fernt und das zurückbleibende rohe     Hecogenin    mit  weiteren     Lösungsmittelmengen    gewaschen werden.  Es sei betont, dass, wenn in der vorhergehenden Ver  fahrensstufe das     Hecogenin    auskristallisieren gelassen  und nicht der alkoholische Extrakt zur Trockne ein  gedampft wurde, das Auslaugen mit und die Filtration  von den     Kohlenwasserstoffen    leichter ist.  



  Das aus der kalten Extraktion mit Kohlenwasser  stoffen erhaltene Material weist je nach der Herkunft  des ursprünglichen rohen     Hecogenins    verschiedene  Reinheitsgrade auf, aber im allgemeinen enthalten  solche Materialien 50-85%     Hecogenin.    Eine weitere  Reinigung, die gewöhnlich dann erwünscht ist, wenn  die Reinheit weniger als 80% beträgt, kann durch  Umkristallisation aus einem niedrigen Alkohol, wie  Methanol, vorzugsweise in Gegenwart einer kleinen  Menge,     zweckmässigerweise        5-25 ö,    entfärbender  Holzkohle, erreicht werden. Das so erhaltene um  kristallisierte Material hat im allgemeinen eine Rein  heit von 60-100%.  



  Bei der Synthese anderer Steroide, wie von     Cortison     und der Sexualhormone, ist es zweckmässig, als Aus  gangsmaterial einen     Hecogeninester,    vor allem das  Acetat, zu verwenden. Es zeigte sich, dass durch die       Acylierung    des     Hecogenins    oft eine weitere Reinigung  erreicht wird.  



  <I>Beispiel 1</I>  14 kg     Tanganyika-Sisalrückstände    werden mit  225 Litern Methylalkohol am     Rückfluss    1t/2 Stunden  lang gerührt. Nach     Absetzenlassen    der suspendierten  festen Stoffe wird der klare     methanolische    Extrakt  dekantiert. Die zurückbleibenden festen Stoffe werden  mit 225 Litern frischem Methanol nochmals eine  Stunde lang am     Rückfluss    gerührt. Nach Absetzen  lassen der suspendierten festen Stoffe wird der     Metha-          nolextrakt    nochmals dekantiert und die vereinigten  Extrakte zur Trockne eingedampft. Die letzten Spuren  Methanol werden unter vermindertem Druck ent  fernt.

   Der viskose Rückstand wird mit 18 Liter Benzin  vom Siedepunkt 100-120 C gerührt und filtriert. Der  Kuchen wird mit 6 Liter Benzin gewaschen und bei  80 C ofengetrocknet. Die 4,3 kg     blassgrünes    rohes       Hecogenin    werden am     Rückfluss    mit 73 Litern Methyl  alkohol, 1,1 kg Holzkohle und 0,5 kg     Kieselgur    zwei  Stunden lang erhitzt. Die Mischung wird durch ein    Filter aus rostfreiem Stahl filtriert, der Rückstand mit  6 Litern Methylalkohol gewaschen und das Filtrat  und die Waschflüssigkeiten abkühlen gelassen.

   Am  folgenden Tag wird das ausgefallene kristalline     Heco-          genin        abfiltriert,    mit 4 Litern Methanol gewaschen  und bei 80 C in einem Ofen getrocknet, wobei man  1,76 kg weissen festen Stoff erhält. Aus den Mutter  laugen werden nach     Eindampfung    auf ein Viertel des  Volumens weitere 0,5 kg festen Stoffes erhalten.    <I>Beispiel 2</I>  15 kg     Jamaica-Sisalrückstände    werden mit 280  Litern Methanol am     Rückfluss    eine Stunde lang ge  rührt. Die Mischung wird auf Raumtemperatur ab  gekühlt, durch eine Filterpresse filtriert und der  Filterkuchen mit 22 Litern Methanol gewaschen.

   Das  vereinigte Filtrat und     Waschflüssigkeit    wird mit 2,25 kg  Holzkohle und 1,6 kg     Kieselgur    eine halbe Stunde  lang am     Rückfluss    erhitzt, das Gemisch auf Raum  temperatur abgekühlt und durch eine Filterpresse  filtriert. Der Kuchen wird dann mit 22 Litern Metha  nol gewaschen. Das Filtrat und die Waschflüssigkeiten  werden vereinigt, auf 70 Liter konzentriert und ab  kühlen gelassen. Das kristallisierte Produkt wird  filtriert, mit 6 Litern Methanol gewaschen und bei  80 C im Ofen getrocknet, wobei man 2,26 kg erhält.  Die Mutterlaugen werden auf 6 Liter konzentriert und  abkühlen gelassen. Das kristallisierte Produkt wird  filtriert,     gzwaschen    und bei 80 C getrocknet und er  gibt weitere 0,89 kg.  



  2,94 kg des erhaltenen, teilweise gereinigten     Heco-          genins    werden aus 38 Liter Methylalkohol mit 0,29 kg  Holzkohle (18%) wie im Beispiel 1 umkristallisiert.  Es wird eine erste Fraktion von 1,57 kg und eine  zweite Fraktion von 0,49 kg erhalten.  



  <I>Beispiel 3</I>  25 kg     Tanganyika-Sisalrückstände    werden mit  270 Litern Methanol und 3 kg Holzkohle am     Rückfluss     eine Stunde lang gerührt. Dann     wird    das Gemisch  durch eine Filterpresse heiss filtriert. Den Filterkuchen  wäscht man mit 22 Litern Methanol; Filtrat und       Waschflüssigkeit    werden vereinigt und auf ungefähr  50 Liter eingedampft und über Nacht abkühlen ge  lassen. Der kristallisierte feste Stoff wird     abfiltriert     und mit 5 Litern Methanol gewaschen. Der Filter  kuchen wird mit 15 Litern Benzin vom Siedepunkt  100-120 C aufgeschlämmt und filtriert, der Kuchen  mit 5 Litern Benzin gewaschen und bei 80 C ge  trocknet.

   Man erhält 4,82 kg lederfarbiges rohes       Hecogenin.     



  Dann werden die Mutterlaugen auf 7 Liter kon  zentriert und abkühlen gelassen. Man     filtriert    das  kristalline Produkt ab und wäscht es mit 2 Litern  Methanol. Der Filterkuchen wird mit 1 Liter Benzin  vom Siedeintervall 100-120 C gerührt, filtriert, mit  200     cm3    Benzin gewaschen und bei 80 C getrocknet.  Man erhält so 0,26 kg.  



  Dann wird das     Hecogenin    durch     LJmkristallisieren     aus Methanol weiter gereinigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Reinigung von rohem Hecogenin, dadurch gekennzeichnet, dass man das rohe Heco- genin in einem Alkohol mit 1-5 C-Atomen löst und dann das Hecogenin aus einer Lösung in einem solchen Alkohol auskristallisieren lässt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das rohe Hecogenin bis zu 30% Hecogenin und ausserdem noch Wachse enthält.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- EMI0004.0008 .-' <SEP> I@zeichnet, <SEP> dass <SEP> man <SEP> die <SEP> Wachse <SEP> aus <SEP> dem <SEP> rohen <tb> y.@HicGgegn <SEP> mit <SEP> kalten <SEP> Kohlenwasserstoffen <SEP> entfernt. <tb> 3..Näfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> und <SEP> Unter ypth'2, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> man <SEP> die <tb> -vor <SEP> dem <SEP> Auskristallisieren <SEP> des <SEP> Hecogenins =@'@fermt.\ ' 4. Werfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Wachse nach dem Auskristallisieren des Hecogenins entfernt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Hecogenin aus dem rohen Hecogenin mit einem Alkohol mit 1-5 C-Atomen extrahiert, die festen Stoffe aus der Lösung abtrennt, die erhaltene Lösung konzentriert und das hecogenin- haltige Material daraus auskristallisieren lässt, worauf man das erhaltene kristalline Material zwecks Extra- hierens der Wachse mit kalten Kohlenwasserstoffen extrahiert. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach Extraktion mit Kohlenwasserstoffen das feste hecogeninhaltige Material aus einem Alkohol mit 1-5 C-Atomen umkristallisiert wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Hecogenin aus dem rohen Hecogenin mit einem Alkohol mit 1-5 C-Atomen extrahiert, die festen Stoffe aus der Lösung abtrennt, die erhaltene Lösung zur Trockne eindampft, die Wachse aus dem festen Stoff darauf mit kalten Kohlenwasserstoffen extrahiert und den hecogeninhaltigen Rückstand aus einem Alkohol mit 1-5 C-Atomen umkristallisiert. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass aliphatische Kohlenwasserstoffe verwendet werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass Leichtpetroleum verwendet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Methanol benutzt wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Äthanol benutzt wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das rohe Hecogenin in ungefähr 90 Vol. eines heissen Alkohols mit 1-5 C-Atomen, bezogen auf das Gewicht der im Rohmaterial vor handenen Sapogenine, gelöst wird. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lösung des hecogeninhaltigen Materials in einem Alkohol mit 1-5 C-Atomen mit entfärbender Holzkohle behandelt wird.
CH345002D 1955-02-21 1956-02-20 Verfahren zur Reinigung von rohem Hecogenin CH345002A (de)

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