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DE1084719B - Verfahren zur Gewinnung von corticosteroidartigen Verbindungen aus Gaerloesungen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von corticosteroidartigen Verbindungen aus Gaerloesungen

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Publication number
DE1084719B
DE1084719B DE1957P0019705 DEP0019705A DE1084719B DE 1084719 B DE1084719 B DE 1084719B DE 1957P0019705 DE1957P0019705 DE 1957P0019705 DE P0019705 A DEP0019705 A DE P0019705A DE 1084719 B DE1084719 B DE 1084719B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
solvent
buffer
steroid
fermentation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1957P0019705
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Alfred Guercio
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Inc
Original Assignee
Pfizer Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pfizer Inc filed Critical Pfizer Inc
Publication of DE1084719B publication Critical patent/DE1084719B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P33/00Preparation of steroids

Landscapes

  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von corticosteroidartigen Verbindungen aus Gärlösungen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von bestimmten, auf fermentativem Wege erhaltenen Steroidverbindungen aus Gärlösungen.
  • Im Laufe der letzten Jahre sind viele Steroidverbindungen mit bestimmten Mikroorganismen behandelt worden. So ist beispielsweise die Oxydation von Steroiden, wie die Umwandlung der Verbindung S in Hydrocortison, mit einer Vielzahl von verschiedenen Mikroorganismen durchgeführt worden. Auch hat man Hydrocortison mit verschiedenen Mikroorganismen in Prednisolon umgewandelt. Ferner sind zahlreiche verwandte Verbindungen, wie 14,15-Oxidohydrocortison, 14-Oxyprednisolon und 14-Oxyhydrocortison, auf mikrobiologischem Wege hergestellt worden.
  • Es wurde nun ein neues Verfahren zur Gewinnung von Verbindungen der obengenannten Art aus diese enthaltenden Gärprodukten gefunden. Nach dem neuen Verfahren wird das Steroid aus der Gärlösung mit einem mit Wasser nicht mischbaren, organischen Lösungsmittel in bekannter Weise extrahiert und der Extrakt bei einem basischen pH-Wert durch Extraktion mit einer Puffersubstanz, die vorzugsweise ein Phosphat ist, gereinigt. Der Lösungsmittelextrakt wird dann so stark konzentriert, wie es für die Kristallisation des Produktes auf Grund seiner Löslichkeit in dem gewählten organischen Lösungsmittel erforderlich ist, Zu dem Konzentrat wird noch Puffersubstanzlösung hinzugefügt und das Gemisch zur Kristallisation des Produktes gekühlt und gerührt. Dadurch wird nach einem einfacheren Verfahren als bisher ein kristallines Produkt von hohem Reinheitsgrad gewonnen.
  • Das kristalline Produkt kann durch Umkristallisation aus einem mit Wasser nicht mischbaren, halogenierten Lösungsmittel, vorzugsweise aus Chloroform, das eine kleine Menge eines niedrigen Alkanols mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen enthält, weitergereinigt werden. Durch den Zusatz von Wasser zu diesem Gemisch wird das Steroid dann ausgefällt. Man erhält hierauf ein Produkt von sehr großer Reinheit, dessen Qualität sich in zufriedenstellender Weise für die Verwendung in pharmazeutischen Präparaten eignet.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden erstaunlich hohe Ausbeuten erzielt. Sie übersteigen im allgemeinen 70 °/o, bezogen auf das entsprechende, in der Gärlösung vorhandene Steroid. Oft enthalten die Gärprodukte mehr als ein Steroid. Das vorliegende Verfahren ermöglicht nun eine ausgezeichnete Reinigung von unerwünschten Verunreinigungen mit sehr ähnlicher Konstitution.
  • Bei einer Abänderung des oben dargelegten Verfahrens wird eine Steroidlösung, die durch Extraktion einer Gärlösung mit einem halogenierten Lösungsmittel der nachstehend beschriebenen Art erhalten wurde - vor der Kristallisation in Gegenwart von wäßriger Puffersubstanzlösung -, mit einer kleinen Menge eines niedrigen Alkanols mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen behandelt. Diese Behandlang führt zur Erzielung eines Produktes von hoher Reinheit.
  • Wird die Gärlösung mit einem Keton der nachstehend beschriebenen Art extrahiert, so wird die konzentrierte Ketonlösung - vor der Behandlung mit einem Alkanol und der Kristallisation in Gegenwart wäßriger Pufferlösung - mit einer großen Menge eines halogenierten Lösungsmittels der noch zu beschreibenden Art behandelt. Im allgemeinen enthält die Ketonlösung nach der Behandlung mit dem halogenierten Lösungsmittel etwa 30 Volumprozent Keton.
  • Die Gärlösung wird vorzugsweise unter Verwendung eines Diatomeenerdefilters bei einem schwach sauren pH-Wert, d. h. bei etwa 3 bis etwa 6, filtriert. Anschließend wird das filtrierte Produkt mit einem geeigneten Lösungsmittel extrahiert.
  • Zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens verwendet man als mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel für die erste Extraktion des Steroids aus der Gärlösung vorzugsweise Methylisobutylketon, Methyläthylketon, Methylenchlorid, Äthylenchlorid oder Chloroform. Die mit diesen Lösungsmitteln durchgeführte Extraktion kann diskontinuierlich, d. h. durch Umrühren eines Voiumteils Lösungsmittel mit der ein- bis fünffachen Menge Gärlösung und anschließendes Absetzenlassen und Trennen der Phasen, erfolgen. Dieses Verfahren kann mehrmals wiederholt werden, um eine vollständige Trennung zu gewährleisten. Die Extraktion kann aber auch in Füllkörpersäulen durchgeführt werden, in die die filtrierte Gärlösung und das Lösungsmittel im Gegenstrom geleitet werden. Bevorzugt bei dieser Art der Extraktion werden sogenannte Podbielniak-Exträktoren, da mit diesen die beste Extraktionswirkung erreicht wird: Ist der das Steroid enthaltende Lösungsmittelextrakt von der wäßrigen Phase abgetrennt, dann wird mit einer wäßrigen Lösung einer wasserlöslichen Puffersubstanz, wie einem Gemisch aus Natriumphosphaten, bei einem pH-Wert von etwa 7,5 bis etwa 9,0, gewaschen. Das Volumenverhältnis von Puffersubstanz zu Lösungsmittelextrakt kann etwa 1 : 3 bis etwa 2: 1 betragen. Der Puffer wird in Form einer verdünnten wäßrigen Lösung verwendet. Ein Puffer kann z. B. dadurch hergestellt werden, daß man eine 1 °/oige wäßrige Lösung von sekundärem Natriumphosphat mit so viel konzentrierter Natriumhydroxydlösung versetzt, daß ein pH-Wert von 8 bis 8,5 erreicht wird. Andere geeignete Puffersubstanzen sind Gemische aus Alkalimetallcarbonat und -bicarbonat, Alkalimetallacetat und Essigsäure oder Alkalimetallhydroxydkombinationen (je nach dem angestrebten pH-Wert). Fast jede wasserlösliche Kombination aus einer starken Base und einer schwachen Säure, die auf einen geeigneten pH-Wert eingestellt ist, erweist sich für diesen Zweck geeignet.
  • Die Extraktion mit einem Puffer kann diskontinuierlich oder in dem oben beschriebenen Gegenstromverfahren erfolgen. Der gereinigte Steroid-Lösungsmittelextrakt wird dann vorzugsweise durch Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum auf etwa-100 bis etwa 300 mg Steroid je ccm Lösung konzentriert. Je nach der im einzelnen zu gewinnenden Steroidverbindung variiert die günstigste Konzentration etwas. Für Prednisolon und Hydrocortison ist eine Konzentration von etwa 250 mg/ccm völlig ausreichend. Ist die erhaltene Konzentration zu hoch, so können sich vorhandene Verunreinigungen bei der Kristallisation der erwünschten Verbindung ebenfalls abscheiden.
  • Nach dem Einengen wird das Lösungsmittelkonzentrat mit etwa 1/2 bis 2 Volumteiien eines Puffers der oben beschriebenen Art bei einem pH-Wert von etwa 7,5 bis 9,0, vorzugsweise von 8 bis 8,5, behandelt. Das entstehende Zweiphasengemisch wird dann gekühlt und mehrere Tage langsam gerührt. Im allgemeinen wendet man eine Temperatur von 10° C oder darunter an. Temperaturen von wesentlich unter 0° C kommen nicht in Frage. Nach mehrstündigem, d. h. nach etwa 3- bis 20stündigem Rühren kann das kristalline Produkt aus dem flüssigen Zweiphasensystem entfernt werden. Dies kann man durch Filtrieren, Zentrifugieren usw. erreichen. Das abgetrennte Produkt wird darauf getrocknet.
  • Obwohl das Produkt in hoher Reinheit anfällt, kann man es, falls dies gewünscht wird, durch Kristallisation noch weiter reinigen. Zum Beispiel kann man es in einem Gemisch aus einem der oben genannten halogenierten Lösungsmittel, das eine kleine Menge (5 bis 35 °/o) eines niedrigen Alkanols mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen enthält, lösen. Als Lösungsmittel wird vorzugsweise Chloroform, als Alkanol Methanol verwendet, wobei auf etwa 30 bis 100 mg Kristalle je 1 ccm Lösungsmittel kommt. Das umkristallisierte Produkt kann dann dadurch gewonnen werden, daß man dem Gemisch nach und nach Wasser zusetzt, wobei man am zweckmäßigsten etwa 1/2 bis 3 Volumteile Wasser je Volumteil Lösungsmittel verwendet. Das Gemisch wird gerührt, worauf sich das umkristallisierte Produkt abscheidet. Es kann durch Filtrieren oder Zentrifugieren entfernt werden. Wird eine weitere Reinigung gewünscht, so kann man den obigen Prozeß wiederholen. Durch Konzentrieren der Mutterlauge, d. h. des Filtrats oder Zentrifugats aus dem oben beschriebenen Reinigungsverfahren, können weitere Stoffe gewonnen werden, die unter Umständen jedoch sehr unrein sind, so daß sie zu einer weiteren Reinigung zurückgeführt werden müssen.
  • Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens: Beispiel 1 Durch Einwirkung von Mycobacterium smegmatis auf Hydrocortison wurde eine Gärlösung hergestellt, die je 3,81 100 mg 41-Dehydrohydrocortison enthielt. Die Gärlösung enthielt außerdem 41-Dehydrohydrocortison nicht umgewandeltes Hydrocortison und strukturell verwandte Steroide. Die Gärlösung wurde mittels eines Diatomeenerdefilters bei einem pH-Wert von 4,0 filtriert. Dann wurde sie in einem Podbielniak-Extraktor mit Methylisobutyl keton extrahiert, wobei das Verhältnis von Lösungsmittel zu Gärlösung 1:3 betrug. Der Methyhsobutylketonextrakt wurde mit 1 Volumteil 1 °/oigem Dinatriumphosphat, das mittels konzentriertem Natriumhydroxyd auf einen pH-Wert von 8 eingestellt war, gewaschen. Die gewaschene Methylisobutylketonlösung des Steroids wurde durch Destillation zu einer Lösung konzentriert, die je ccm 250 mg 41-Dehydrohydrocortison enthielt. Dem Lösungsmittelkonzentrat wurde 1 Volumteil 1 °/aiges Dinatriumphosphat zugefügt, dessen pH-Wert mit Hilfe von Natriumhydroxyd auf 8,5 eingestellt war. Dann wurde das Gemisch auf 0° C gekühlt und 10 Stunden langsam gerührt. Das kristalline Produkt wurde abfiltriert und die Kristalle im Vakuum unter Anwendung von etwas Wärme getrocknet. Das getrocknete Produkt wurde darauf in einem Gemisch aus 90 Volumprozent Chloroform und 10 Volumprozent Methanol gelöst, wobei je ccm Lösungsmittelgemisch 50 mg Feststoff verwendet wurden. Das gereinigte Produkt wurde dadurch kristallisiert, daß man unter ständigem Rühren nach und nach die gleiche Raummenge Wasser zufügte. Das 41-Dehydrohydrocortison wurde bei einer Reinheit von über 900/, in einer Ausbeute von über 700/, erhalten.
  • Beispiel 2 Eine Gärlösung, die, wie in der USA.-Patentschrift 2 658 023 beschrieben, durch Züchtung von Curvularia lunata in einem Gärmedium hergestellt worden war und je 3,81 Gärlösung etwa 200 mg Hydrocortison neben anderen Steroiden enthielt, wurde bei einem pH-Wert von 4 filtriert. Das Produkt wurde anschließend dreimal mit j e 2 Volumteilen Methylisobutylketon extrahiert. Dann wurden die vereinigten Methylisobutylketonextrakte mit einem Natriumphosphatpuffer bei einem pH-Wert von 8 gewaschen und die Schichten getrennt. Die Ketonlösung wurde anschließend auf 250 mg Produkt je ccm Lösung konzentriert. Dem Lösungsmittelkonzentrat wurde 1 Volumteil 1 °/oiges, mit Natriumhydroxyd auf einen pH-Wert von 8,0 eingestelltes Dinatriumphosphat zugefügt. Dann wurde auf 5° C gekühlt, 15 Stunden langsam gerührt und das ausgefällte kristalline Produkt durch Filtrieren gewonnen. Das Hydrocortison wurde bei einer Reinheit von über 80 % in einer Ausbeute von über 70 °/o erhalten.
  • Beispiel 3 Eine Gärlösung; die durch Züchtung von Nocardia opaca in einem Gärmedium hergestellt worden war und je 3,81 Gärlösung etwa 200 mg Prednisolon neben anderen Steroiden enthielt, wurde bei einem pH-Wert von 4 filtriert. Das Produkt wurde dann m einem mit voller Kapazität arbeitenden Podbielniak-Extraktor (Modell 6900) mit Chloroform extrahiert, wobei das Verhältnis von Lösungsmittel zu Gärlösung 1 : 2 betrug. Die Chloroformlösung wurde bei einem pH-Wert von 9,0 mit einen Natriumbicarbonatpuffer gewaschen. Dann wurde auf 250 mg Produkt je ccm Lösung konzentriert. Zu dem Lösungsmittelkonzentrat wurde 1 Volumteil 1 °/oiges Natriumcarbonat, dessen pH-Wert mittels Natriumhydroxyd auf 8,5 eingestellt war, gegeben. Anschließend wurde das Gemisch auf 0° C gekühlt und 10 Stunden langsam gerührt. Das kristalline Produkt wurde filtriert und die Kristalleim Vakuum unter Anwendung von etwas Wärme getrocknet. Das getrocknete Produkt wurde in einem Gemisch aus 90 Volumprozent Äthylenchlorid und 10 Volumprozent Äthanol gelöst, wobei je ccm Lösungsmittelgemisch 50 mg Feststoff verwendet wurden. Das gereinigte Produkt wurde durch allmählichen Zusatz der gleichen Raummenge Wasser unter ständigem Rühren kristallisiert. Das kristalline abgeschiedene Produkt wurde filtriert und getrocknet. Beispiel 4 Eine Gärlösung, die je 3,81100 mg Prednison enthielt, wurde durch die Einwirkung von Micromonospora chalcea hergestellt. Die Gärlösung wurde bei einem p,1-Wert von 4,0 durch ein Diatomeenerde-Filtrierhilfsmittel filtriert. Dann wurde sie in einem mit Äthylenchlorid bei voller Kapazität arbeitenden Podbielniak-Extraktor (Modell 6080) extrahiert, wobei das Verhältnis von Lösungsmittel zu Gärlösung 1,4:1 betrug. Der Äthylenchloridextrakt wurde mit 1 Volumteil Natriumacetat-Natriumhydroxyd-Puffer, dessen p] ,-Wert auf 7,5 eingestellt war, gewaschen. Die gewaschene Äthylenchloridlösung des Steröids wurde durch Destillation zu einer Lösung konzentriert, die je ccm 250 mg Prednison enthielt. Zu dem Lösungsmittelkonzentrat wurde 1 Volumteil 1 °/oiges, mit Natriumhydroxyd auf einen pH-Wert von 7,5 eingestelltes Dinatriumphosphat gegeben. Anschließend wurde das Gemisch auf 10° C gekühlt und 20 Stunden gerührt. Das kristalline Produkt wurde abfiltriert und die Kristalle im Vakuum unter Anwendung von etwas Wärme getrocknet. Das getrocknete Produkt wurde anschließend in einem Gemisch aus Methylenchlorid und Alkohol gelöst und durch allmählichen Zusatz von Wasser unter ständigem Rühren ausgefällt. Beispiel 5 Eine Gärlösung, die, wie in der USA.-Patentschrift 2658023 beschrieben, durch Züchtung von Curvularia lunata in einem Gärmedium hergestellt worden war und je 3,81 Gärlösung etwa 200 mg Hydrocortison neben anderen Steroiden enthielt, wurde bei einem pH-Wert von 4 filtriert. Das Produkt wurde dann in einem bei voller Kapazität mit Methyläthylketon arbeitenden Podbiel niak-Extraktor (Modell 7500) extrahiert, wobei das Verhältnis von Lösungsmittel zu Gärlösung 1: 3 betrüg. Anschließend wurde das Methyläthylketon mit als Puffer dienendem Natriumphosphat bei einem pH-Wert von 8 gewaschen. Die Methyläthylketonlösung wurde auf 250 mg Produkt je ccm Lösung konzentriert. Darauf wurden 3 Volumteile Äthylenchlorid und 1/6 Volumteile - bezogen auf die Äthylenchloridmenge - Methanol zugefügt. Dann wurde allmählich so lange eine 1 °/oige Lösung von Natriumphosphat bei einem pH-Wert von 8,5 zugegeben, bis das Produkt vollständig auskristallisiert war. Das Gemisch wurde während des Zusatzes und noch einige Tage anschließend gerührt. Dann wurde filtriert, das Produkt mit einer kleinen Menge Lösungsmittelgemisch gewaschen und getrocknet.
  • Beispiel 6 Eine 100 mg Prednison je 3;81 enthaltende Gärlösung wurde durch die Einwirkung von Micromonospora chalcea hergestellt und dann bei einem pH-Wert von 4,0 durch ein Diatomeenerdefilter filtriert. Darauf wurde in einem Podbielniak-Extraktor (Modell 6900), der bei voller Kapazität mit Methylenchlorid arbeitete, extrahiert, wobei das Verhältnis von Lösungsmittel zu Gärlösung 1,4:1 betrug. Der Methylenchlorid-Extrakt wurde mit 1 Volumteil Natriumacetat-Natriumhydroxyd-Puffer, dessen pH-Wert auf 7,5 eingestellt war, gewaschen. Die gewaschene Methylenchloridlösung des Steroids wurde durch Destillation zu einer Lösung konzentriert, die je ccm 250 mg Prednison enthielt. Zu dem Lösungsmittelkonzentrat wurde 1 Volumteil 1 °/oiges, mit Natriumhydroxyd auf einen pH-Wert von 7,5 eingestelltes Dinatriumphosphat gegeben. Dann wurde das Gemisch auf 10° C gekühlt und 20 Stunden gerührt. Das kristalline Produkt wurde filtriert, und die Kristalle wurden im Vakuum unter Anwendung von etwas Wärme getrocknet. Anschließend wurde das getrocknete Produkt in einem Gemisch aus Methylenchlorid und Alkohol gelöst und durch den allmählichen, unter ständigem Rühren erfolgenden Zusatz von Wasser ausgefällt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Gewinnung von corticosteroidartigen Verbindungen aus Gärlösungen, in denen sie hergestellt wurden, dadurch gekennzeichnet, daß der durch Abfiltrieren der Gärlösung vom Mycel und Extraktion dieser Lösung mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel erhältliche Extrakt bei einem pH-Wert von etwa 7,5 bis etwa 9,0 mit einer wäßrigen Lösung eines Puffers gewaschen wird, die Pufferlösung abgeschieden, der mit dem Puffer gewaschene Lösungsmittelextrakt konzentriert wird, gegebenenfalls nochmals in einem halogenhaltigen Lösungsmittel, insbesondere Methylenchlorid, Äthylenchlorid oder Chloroform, und einer kleineren Menge eines niedrigen Alkanols mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen oder mit einer kleinen Menge eines niedrigen Alkanols mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen behandelt, dem Konzentrat bzw. der Lösung des Steroids eine wäßrige Lösung eines Puffers bei einem pH-Wert von etwa 7,5 bis 9,0 zugefügt, das Gemisch gekühlt und gerührt und die kristalline Steroidverbindung abgetrennt und gegebenenfalls umkristallisiert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umkristallisation eine Lösung des Steroids in einem Lösungsmittelgemisch aus einem niedrigeren Alkanol mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen und einem mit Wasser nicht mischbaren, organischen halogenhaltigen Lösungsmittel, insbesondere Methylenchlorid, Äthylenchlorid oder Chloroform, mit Wasser versetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Pufferlösung eine auf einen pg-Wert von etwa 8,0 bis 8,5 eingestellte wäßrige Lösung von Natriumphosphat und Natriumhydroxyd verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 602 769.
DE1957P0019705 1956-12-17 1957-11-20 Verfahren zur Gewinnung von corticosteroidartigen Verbindungen aus Gaerloesungen Pending DE1084719B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2602769A (en) * 1952-02-23 1952-07-08 Upjohn Co Oxygenation of steroids by mucorales fungi

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2602769A (en) * 1952-02-23 1952-07-08 Upjohn Co Oxygenation of steroids by mucorales fungi

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