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CH337194A - Verfahren zur Herstellung progestativ wirksamer Ester des 17a-Oxy-progesterons mit verlängerter Wirkungsdauer - Google Patents

Verfahren zur Herstellung progestativ wirksamer Ester des 17a-Oxy-progesterons mit verlängerter Wirkungsdauer

Info

Publication number
CH337194A
CH337194A CH337194DA CH337194A CH 337194 A CH337194 A CH 337194A CH 337194D A CH337194D A CH 337194DA CH 337194 A CH337194 A CH 337194A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
progesterone
oxy
sep
action
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emanuel Dr Kaspar
Karl-Heinz Dr Pawlowski
Karl Prof Dr Junkmann
Martin Dr Schenck
Original Assignee
Schering Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Ag filed Critical Schering Ag
Publication of CH337194A publication Critical patent/CH337194A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung     progestativ        wirksamer    Ester des     17a-Oxy-progesterons     mit verlängerter Wirkungsdauer    Das     17a-Oxy-progesteron    zeigt nach Angaben  von     Butenandt    (Naturwissenschaften,     Bd.    30, Seite 4),  im     Claubergtest    bei einer Dosis von 5 mg am Kanin  chen noch keine     progestative    Wirksamkeit.  



  Es ist daher überraschend, dass manche seiner  bisher nicht beschriebenen Ester sich unter etwas  abgeänderten, aber untereinander gleichen Bedingun  gen durch eine     progestative    Wirksamkeit auszeichnen,    die diejenige des Progesterons nicht nur z. T. sogar  erheblich     übertrifft,    sondern dabei auch ganz erheb  lich länger anhält.  



  So ergibt sich bei einmaliger Injektion der Lösun  gen von je 10 mg Substanz in Sesamöl beim mit       Östradiol    vorbehandelten infantilen Kaninchen die in  der nachfolgenden Tabelle aufgeführte Wirkungs  dauer.  
EMI0001.0012     
  
    Verlängerung <SEP> der
<tb>  Substanz <SEP> Dauer <SEP> Wirkungsdauer <SEP> gegenüber
<tb>  Progesteron:

  
<tb>  Progesteron <SEP> 51/z <SEP> Tage <SEP> 0 <SEP> @o
<tb>  17a-Oxy-progesteron-propionat <SEP> 51/z <SEP> Tage <SEP> 0 <SEP> %
<tb>  17a-Oxy-progesteron-butyrat <SEP> 8 <SEP> Tage <SEP> 45
<tb>  17a-Oxy-progesteron-valerianat <SEP> 111/z <SEP> Tage <SEP> 110
<tb>  17a-Oxy-progesteron-capronat <SEP> 11 <SEP> Tage <SEP> 100
<tb>  17a-Oxy-progesteron-önanthat <SEP> 81/z <SEP> Tage <SEP> 55 <SEP> %
<tb>  17a-Oxy-progesteron-caprylat <SEP> 3 <SEP> Tage <SEP>  <  <SEP> 0       Aufnahmen von     Uterusschnitten    jeweils am  10. Tage nach der Injektion zeigen, dass beim     Vale-          rianat    und     Capronat    die     Sekretionsphase    noch voll  besteht, während sie beim Progesteron schon wieder  ganz verschwunden ist.  



  Diese Ergebnisse ermöglichen die Entwicklung  von Hormonpräparaten für die     Humanmedizin,     welche es gestatten, mit Hilfe einer einzigen Injektion  die     Sekretionsphase    des Uterus über einen physio  logisch richtigen Zeitraum aufrechtzuerhalten.  



  Wichtig ist hierfür wegen der in der Regel erfor  derlichen relativ hohen Konzentrationen auch, dass  die neuen Ester gute Löslichkeiten wenigstens in be  stimmten, zur Injektion geeigneten Lösungsmitteln    aufweisen, was für die bisher einzig in der Literatur  erwähnten     17a-Oxy-progesteronester,    nämlich das  Acetat und das     Benzoat,        keineswegs    zutraf.  



  Gegenstand des Patentes ist nun ein Verfahren  zur Herstellung     progestativ    wirksamer Ester des     17a-          Oxy-progesterons    mit     protahierter    Wirkungsdauer,  das dadurch gekennzeichnet ist, dass man     17a-Oxy-          progesteron    oder ein Derivat desselben     mit    funk  tionell abgewandelter     3-Ketogruppe    mit einem reak  tionsfähigen Säurederivat einer     aliphatischen        Carbon-          säure    mit 4-7     Kohlenstoffatomen    umsetzt und,

   falls  man von einem Derivat des     17a-Oxy-progesterons     ausgegangen ist, die in     3-Stellung        befindliche    Grup  pierung in die     Ketogruppe    umwandelt.      Als     reaktionsfähige    Säurederivate     kommen    vor  zugsweise die     Halogenide    oder     Anhydride    der ge  wünschten Säuren in Betracht.  



  <I>Beispiel 1</I>  1 g     17a-Oxyprogesteron    werden mit 30     cm3     frisch Best.     Valeriansäureanhydrid    15 Stunden unter       N"    auf 160-165  erhitzt. Das überschüssige An  hydrid wird mit Wasser und     Pyridin        ausgerührt    und  das     17a-Valerianat    mit Äther ausgezogen.

   Nach  Waschen des Ätherauszuges mit verdünnter Schwefel  säure,     Natriumbicarbonat    und Wasser wird der Äther  im Vakuum bis zur Trockne abgedampft und das  rohe     17a-Oxy-progesteron-17-valerianat    aus     Isopro-          pyläther        umkristallisiert.    F. 137-139 , Nadeln,  [a] D = + 59  (c = 1 in Chloroform).  



  <I>Beispiel 2</I>  1 g     17a-Oxy-progesteroh    werden mit 30     cm3          Propionsäureanhydrid    in Gegenwart von 1,056 g       p-Toluolsulfonsäure    16 Stunden bei Zimmertempe  ratur unter Stickstoff umgesetzt. Das überschüssige       Anhydrid    wird dann     mit    Wasser und     Piperidin    zer-    setzt und der Ester     ausgeäthert.    Nach Waschen des  Ätherauszuges mit verdünnter Schwefelsäure,     Na-          triumbicarbonat    und Wasser wird der Äther im  Vakuum bis zur Trockne abgedampft.

   Das so erhal  tene rohe     3-Enol-17a-oxy-progesteron-3,17-dipro-          pionat    wird in 40     cm3    Methanol gelöst und in Gegen  wart von 1,4     cm3        konzentrierter    Salzsäure 1 Stunde  am     Rückfluss    partiell verseift. Das     Methanol    wird  dann im Vakuum bis zur Trockne abgedampft und  das     17a-Oxy-progesteron-17-propionat    aus     Isopropyl-          äther        umkristallisiert.    F. 160-162  (derbe     Nadeln),     [a] D = + 61  (c = 1 in Chloroform).  



  In analoger Weise werden dargestellt:       17a-Oxy-progesteron-butyrat,    F. 123,5-l24,5 ,  [a] D = + 54  (c = 1, Chloroform),       17a-Oxy-progesteron-önanthat,    F. 1l3,5-115 ,  [a]22<B>'</B> _ + 56  (c = 1, Chloroform),       17a-Oxy-progesteron-caprylat,    F.75-75,5 ,  [a125 = + 53,8  (c = 1, Chloroform).

    Löslichkeiten im Vergleich zu Progesteron und  zu 17a -     Oxy-progesteron    -17 -     acetat        (mgfcm3,    bei  Raumtemperatur):  
EMI0002.0045     
  
    Sesamöl <SEP> Lävulinsäure-butylester
<tb>  Progesteron <SEP> l6-20 <SEP> 80-90
<tb>  17a-Oxy-progesteron-17-acetat <SEP> <B><I>-0,5</I></B> <SEP> 5-8
<tb>  17a-Oxy-progesteron-17-propionat <SEP> 7-10 <SEP> 70-80
<tb>  17a-Oxy-progesteron-17-butyrat <SEP> 10-15 <SEP> 120-130
<tb>  17a-Oxy-progesteron-17-valerianat <SEP> 25-29 <SEP> 350-400
<tb>  17a-Oxy-progesteron-17-önanthat <SEP> 10-15 <SEP> 95-100
<tb>  17a-Oxy-progesteron-17-caprylat <SEP> mischbar <SEP> mischbar       <I>Beispiel 3</I>  2,

  0 g     17a-Oxy-progesteron    werden in 50 cm=       Önanthsäureanhydrid    mit 2,3 g     p-Toluolsulfosäure-          hydrat    unter Stickstoff- und     Lichtausschluss    4 Tage  bei 37  geschüttelt, danach 60     cm3    Methanol und  0,78     cm3        konzentrierte    Salzsäure hinzugefügt und so  lange unter     Stickstoff    am     Rückfluss    erhitzt, bis mit       Tetranitromethan    keine Farbreaktion auf     Enol    mehr  eintritt (75 Minuten).

   Nun wird nach Abkühlung  20     cm3        Pyridin    und 50     cm3    Wasser zum Reaktions  gemisch gegeben und eine     Wasserdampfdestillation          im    leichten Vakuum bei 50-55  unter Stickstoff an  geschlossen.

   Der     Dampfdestillationsrückstand    wird       mit        Methylenchlorid    ausgeschüttelt, die     Methylen-          chloridlösung    mit     2n-Salzsäure,        Natriumbicarbonat     und Wasser gewaschen,     dann    getrocknet und     im    Va  kuum unter     Stickstoff    eingedampft.

   Der bald kristalli  sierende Rückstand wird mit     Pentan        verrrieben    und  ergibt nach dem Absaugen 2,2 g     17a-Oxy-proge-          steronönanthat    mit einem Schmelzpunkt von 95 bis  104 . Nach dem     Umkristallisieren    aus     Isopropyläther     verbleiben 1,8g mit einem Schmelzpunkt von 108  bis 110 . Weitere Umkristallisation erhöht den  Schmelzpunkt auf 113,5-115 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung progestativ wirksamer Ester des 17a-Oxy-progesterons mit protrahierter Wirkungsdauer, dadurch gekennzeichnet, dass man 17z-Oxy-progesteron oder ein Derivat desselben mit funktionell abgewandelter 3-Ketogruppe mit einem reaktionsfähigen Säurederivat einer aliphatischen Carbonsäure mit 4-7 Kohlenstoffatomen umsetzt und, falls man von einem Derivat des 17a-Oxy- progesterons ausgegangen ist,
    die in 3-Stellung be findliche Gruppierung in die Ketogruppe umwandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 17a-Oxy-progesteron mit Halogeniden der aliphatischen Carbonsäuren von 4 bis 7 Kohlenstoffatomen umsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 17a-Oxy-progesteron mit Anhydriden der aliphatischen Carbonsäuren von 4 bis 7 Kohlenstoffatomen umsetzt.
CH337194D 1953-12-12 1954-10-19 Verfahren zur Herstellung progestativ wirksamer Ester des 17a-Oxy-progesterons mit verlängerter Wirkungsdauer CH337194A (de)

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