Mehrzweck-Werkzeugmaschinen-Einrichtung. I: sind bereits Werkzeugmaschinen<B>be-</B> kannt, die mit Führungsbett, Support, Spin delstock und Reitstock ausgerüstet sind und die für verschiedene Bearbeitungen, wie Boh ren und Fräsen, verwendbar sind. An der artigen Werkzeugmaschinen herrscht in der ,jetzigen Wiederaufbauzeit. infolge des Krie ges starker Mangel. Die Erfindung betrifft eine Mehrzweck - Werkzeugmaschinen - Ein richtung, die mit einfachen Mitteln aufgebaut sein kann und bei entsprechender Ausbildung eine hohe. Zahl von verschiedenen Bearbei tungsarten ermöglicht.
Bei der erfindungsgemässen Mehrzweck Werkzeugmaschinen-Einrichtung mit Füh rungsbett, .Support und Spindelstock aufwei sender Werkzeugmaschine ist ein Oberschlit ten. des Supports von seinem Unterschlitten wegnehmbar und zur Bildung eines Tisches direkt auf .den Bettschlitten aufsetzbar. Weiterhin ist ein Gegenhalter für die Ar l;eitsspindel mit einer Nebenspindel ausge rüstet. Durch .die Umsetzung des Oberschlit tens auf den Bettschlitten kann auf diesem mit dem Unterschlitten ein grosser Arbeits tisch gebildet werden, der selbst auf dem Bettschlitten noch verschiebbar gelagert sein kann, und der ermöglichen bann, grosse Werk stücke, z. B.
Ständer, Getriebekästen und der gleichen auf der Maschine zu bearbeiten. Ausserdem kann durch die Umsetzbarkeit des Oberschlittens die. Möglichkeit gegeben sein, wahlweise Werkzeuge und Bearbeitungsvor richtungen, die für die Werkzeugmaschine vorgesehen sein können, auf dem Bettschlit ten für die verschiedensten Bearbeitungen anzubringen. So kann auf die Stelle des Bett schlittens, auf welche der Oberschlitten um gesetzt werden kann, z. B. ein Schraubstock oder ein Präge-Polierapparat oder ein Ab- steehsupport aufsetzbar sein. Es können an dieser :Stelle auch Werkstücke zur Bearbei tung aufsetzbar sein.
Auf .dem Unterschlitten können nach Abnahme des Oberschlittens ebenfalls Werkzeuge und Bearbeitungsvor richtungen, die für die Werkzeugmaschine vorgesehen sein können, aufsetzbar sein, um die Verwendbarkeit der Maschine zu erhöhen. Bei Lagerung der Nebenspindel im Gegen halter kann an Material insofern gespart sein. als für die Lagerung der Nebenspindel kein besonderer Lagerkörper erforderlich ist. Diese Nebenspindel kann derart angeordnet sein. dass sie, mit den entsprechenden Werkzeugen versehen, zum Vertikalbohren, zum Schräg bohren bzw. zum Fräsen und zum Schleifen dienen kann.
Die Arbeitsspindel mit dem Gegenhalter und der Nebenspindel sowie ein Reitstock, den die Maschine aufweisen kann; können in der Höhe einstellbar sein, um eine grosse Spitzenhöhe zu schaffen, z. B. um grö ssere Räder auf der Arbeitsspindel bearbeiten zu können. Auf einem Lagerarm für den Gegenhalter kann ein Bock vorgesehen sein, der eine Bohrung zum Einsetzen von zu be-, arbeitenden Stangen aufweist.
Der Bock kann schwenk- und feststellbar auf dem Lagerarm angebracht sein und für das Abstechen von Stangen auf der Maschine für die Stangen eine Führung bilden, wobei der Bock auch als Träger von Führungsrollen für ein Trans missionsorgan für den Antrieb der Neben. Spindel dienen kann.
Der Gegenhalter, in dem die Nebenspindel lagert, ist zweckmässig der art angekörnt, dass die Zentrierspitze des er wähnten Reitstockes der Maschine in der An körnung des an der Maschine angebrachten Gegenhalters angesetzt werden kann, um den Reitstock mit dem Gegenhalter zu verbin den, zum Zwecke, dem Gegenhalter durch den Reitstock eine vibrationsfreie Abstüt zung zu geben.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer Drehbank ohne Gegenhalter, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B. der Fig. 1, Fig. 3 - 22 'Verwendungsmöglichkeiten der Werkzeugmaschinen-Einrichtung unter Verwendung der für die Drehbank vorgese henen Bearbeitungsvorrichtungen. Die Drehbank besitzt ein Fundament 1. Dieses Fundament besteht zweckmässig in ei sensparender Weise aus armiertem Beton und gibt der Maschine eine gute, sichere Stand festigkeit.
Der auf dem Fundament befind liche Ständer 2 für den Spindelstock kann ebenfalls aus armiertem Eisenbeton oder aus Eisen bestehen. Am Fundament 1 ist der Motor 3 gelagert. Auf dem Fundament 1 be findet sich das Führungsbett 4 mit dem Bettschlitten 5. Fig. 2 zeigt, dass das Füh rungsbett 4 aus einem Rohrkörper besteht, der leicht herstellbar ist und grosse Durch biegungsfestigkeit .aufweist. Das Führungs bett 4 ist, wie Fig. 1 zeigt, über die ganze Maschinenlänge geführt, um mit dem Bett schlitten nicht nur bis zum Spindelstock her an, sondern bis- unter diesen fahren zu kön nen.
Der Bettschlitten 5 überdeckt die Bett führung vollständig und schützt sie dadurch gegen Späne und Wasser. Der Bettschlitten 5 ist zur besseren Führung verhältnismässig lang ausgebildet. Der Bettschlitten trägt den Support mit dem Unterschlitten 6 und dem Oberschlitten 7 mit dem in nicht gezeichne ter Weise abnehmbar angeordneten Stahlhal ter B. Der Oberschlitten 7 ist vom Unter schlitten 6, wegnehmbar und kann direkt auf dem Bettschlitten 5 aufgesetzt werden, wie es Fig. 3 im näheren zeigt. 9 stellt die vom Motor 3 aus antreibbare hohle Arbeitsspin del dar, die in dem Spindelstockkasten 10 sitzt.
Ausserdem ist im Spindelstockkasten 10 der Lagerarm 11 verschiebbar und wegnehm bar angeordnet für den in Fig. 10 .dargestell ten Gegenhalter 12 für die Arbeitsspindel 9. Dieser Gegenhalter 12 ist mit einer Bohrung zur Lagerung einer Nebenspindel 13 ausge rüstet. Diese Nebenspindel kann. mit den ent sprechenden Werkzeugen bestückt, als Bohr spindel (Fig. 10), als Frässpindel (Fig. 12), oder als Schleifspindel (Fig. 11 und 2-1) die nen.
Der Antrieb der Nebenspindel 13 erfolgt vom Motor 3, aus. Zu .diesem Zweck ist auf dem Lagerarm 11 ein Bock 14 vorgesehen (Fig. 1a), der Führungsrollen 15 für den Treibriemen 16 trägt; der zu der auf der Spindel 13 sitzenden Riemenscheibe 13' und zur Arbeitsspindel führt.- Der Bock 14 ist schwenkbar und in der jeweiligen Stellung feststellbar auf dem Lagerarm 11 angeord net und mit einer Bohrung versehen, in die bei entsprechend eingestelltem Bock eine zu bearbeitende Stange, die durch .die hohle Ar- beitespindel 9 hindurchgesteckt wird, zur Führung .eingesetzt werden kann, wie z. B.
für die .Stange 17 in Fig. 15 gezeigt ist. Der Spindelsto.ckkasten 10 ist in der Höhe ver- stellbar, und zwar geschieht dies von Hand mittels der Einstellspindel 1'8, er ist zweck mässig in seiner jeweiligen Lage feststellbar. 19 stellt den auf dem Führungsbett 4- ver schiebbar sitzenden Reitstock dar.
Der Reit stuck kann von Hand mittels der Spindel 2-0 in der Höhe verstellt und mittels Klemm hebeln in der jeweiligen Lage festgestellt werden.
Gemäss Fig. 3 ist der Oberschlitten 7 di rekt auf den Bettschlitten 5 umgesetzt, so dass der Unterschlitten 6 und .der Oberschlitten 7, von dem der Stahlhalter<B>8</B> abgenommen wor- den ist, in einer Ebene liegende Tischflächen bilden. Auf diese ist ein Getriebekasten 21 aufgesetzt. Die Bohrstange 212' ist von dem Reitstock 19 und der Arbeitsspindel 9' ge halten.
Gemäss Fig. 4 ist der Oberschlitten 7 ebenfalls vom Unterschlitten 6 abgenommen und direkt auf den Bettschlitten 5 aufgesetzt. Auf dem Oberschlitten 7 ist an Stelle des Stahlhalters ein Schraubstock 23 aufgesetzt, der das Werkstück, eine Stange 24, hält, die mittels dem auf der Arbeitsspindel aufge setzten Sägeblatt 25 abgeschnitten werden soll.
In den Fig. 5-8 ist der Oberschlitten 7 auf den Unterschlitten 6 aufgesetzt. Gemäss Fig. 5 ist die Drehbank gemäss Fig. 1 als Räummaschine eingerichtet. An der Stelle des Bettschlittens 5, an der der Oberschlitten direkt aufgesetzt werden kann, ist ein Schraubstock 216 angeordnet, der das Werk stück 2'7 trägt. Mit dem auf der Arbeits spindel angeordneten Räumwerkzeug werden in einer Bohrung des Werkstückes 217 Nuten gezogen.
Nach Fig. 6 ist der Spindelstockkasten 10 in seine Höchststellung gebracht, um eine grosse Spitzenhöhe zu erhalten, um ein auf einer auf der Arbeitsspindel sitzenden Plan scheibe 28 aufgespanntes Werkstück 2,9 von grossem Schwingdurchmesser zu bearbeiten. Der Drehstahl ist in einem Stahlhalter 8 auf dem Oberschlitten 7 eingespannt.
Gemäss Fig. 7 ist in der Spindel des Reit stockes 19 an Stelle der Zentrierspitze ein Spiralbohrer 30 eingespannt, um in das Werkstück 31, das in ein auf die Arbeits- spindel aufgebrachtes Futter 3'2 eingespannt ist, ein Loch zu bohren. Die Maschine arbei tet hier als Bohrbank.
Fig. 8 zeigt die Drehbank gemäss Fig. 1 bei der Verwendung als Leitspindeldrehbank. Zu diesem Zweck ist zwischen dem Reitstock 19 und der Arbeitsspindel 9 ein Werkstück 33 eingespannt, das von dem im Stahlhalter 8 befindlichen Drehstahl bearbeitet wird.
Fig. 9-14 zeigen Anwendungen der Drehbank gemäss Fit. 1, die durch ent- sprechende Umstellungen des am Lagerarm 11 angebrachten Gegenhalters ermöglicht sind. Gemäss Fig. 9 ist der Gegenhalter 12 auf der Reitstockseite auf den Lagerarm auf gesetzt und zur Bildung einer zweiten La gerung der in der Arbeitsspindel 9 einge spannten Frässpindel 34 benutzt. Zur vibra- tionsfreien Führung ist der Gegenhalter 12 an der dem Reitstock zugekehrten Seite in nicht gezeichneter Weise angekörnt, und in die Ankörnung die Zentrierspitze des Reit stockes 19 eingesetzt.
Fig. 10 zeigt die Maschine mit zum Ver tikalbohren eingerichteter Nebenspindel 13 des Gegenhalters. Der Gegenhalter 12 ist hier gegenüber seiner Stellung nach Fig. 10 durch Drehung des Lagerarmes um 18'0 ver- schwenkt.
Der Antrieb der Spindel 13 erfolgt von der Arbeitsspindel aus über den Riemenan trieb<B>116,</B> die Riemenscheibe 13' und die Füh rungsrollen 15 am entsprechend auf den La gerarm 11 aufgesetzten Bock 14. Für .diesen Antrieb ist zweckmässig auf der Arbeitsspin des ein Zahnradvorgelege angeordnet, durch welches die Drehzahl der Nebenspindel 13 eingestellt werden kann.
Gemäss Fig. 11 ist die Nebenspindel 1.3 zum Schleifen eingerichtet, indem auf der Spindel 13 die Schleifscheibe 35 angeordnet ist. Die Einrichtung der Maschine ist im übrigen die gleiche wie nach Fig. 10.
Mit der Schleifscheibe 3'5, können Flächen an Werkstücken geschliffen werden, die da zu auf .die von dem direkt auf den Bett schlitten 5 aufgesetzten Oberschlitten 7 und den Unterschlitten 6 gebildeten: Tischflächen, oder an Stelle .des Oberschlittens auf den Bettschlitten 5 aufgespannt werden, können.
Gemäss Fig. 12' ist in die Nebenspindel 13 an Stelle der Schleifscheibe in Fig. 11 ein Nutenfräser 3'6 eingespannt, mit dem in Werkstücke, die auf den Unterschlitten 6 aufgesetzt worden sind, Nuten eingefräst werden können.
Gemäss Fig. 135.-14 ist der Lagerarm 11. mit dem Gegenhalter gebenüber der in Fig. i 10--12 gezeichneten Anordnung um 180 ge- dreht in den Spindelstockkasten 10 einge setzt. Dadurch ist der Gegenhalter 12 von der rechten Seite auf die linke Seite des Spindel stockes gekommen. Der Bock ist derart .auf den Lagerarm aufgesetzt, dass seine Rollen 15 die entsprechende Umlenkung des Treib riemens besorgen.
Diese Umstellung wird vor genommen, wenn besonders grosse Arbeits stücke, die man nicht auf die Schlitten 6 und 7 stellen: kann, zu bearbeiten sind, für die jedoch auf der linken Seite der Maschine (Fig. 13) genügend Platz vorhanden ist. Fig. 14 zeigt, dass die in senkrechter Rich tung im Gegenhalter verstellbare Nebenspin del 18, auch durch Drehen des Lagerarmes 11 in jeder gewüschten Schräg- oder auch in waagrechter Stellung verwendbar ist, wobei zweckmässig eine Feststellvorrichtung für den Lagerarm vorgesehen ist, um die Spindel in der jeweiligen Lage zu fixieren.
Gemäss Fig. 115 ist die Drehbank als. Ab etechbank eingerichtet. Der Bock 14 ist ge genüber seiner Lage in Fig. 10 um 18,0 ver- schwenkt, und durch die Bohrung des Bok- kes 14 das Werkstück, eine Stange 17, hin durchgesteckt, die durch die hohle Arbeite spindel 9 hindurch in den Bereich des Stah les im Stahlhalter 8 auf dem auf den Unter schlitten 6 aufgesetzten Oberschlitten 7, reicht zur Vornahme von Abstecharbeiten.
Gemäss Fig. 16 ist auf dem Unterschlit ten 6 an Stelle des Oberschlittens ein Revol verkopf 37 aufgesetzt, gemäss Fig. 17 ein Innenschleifapparat 3,8, mit dem ein auf der Arbeitsspindel aufgesetzter Zylinder 3,9 be arbeitet werden kann.
Fig. 18 zeigt eine Verwendung der Ma schine als Rundschleifmaschine. Zu diesem Zweck ist auf dem Unterschlitten 6 ein Rund- sehleifapparat 40 aufgesetzt, mit dessen Schleifscheibe 41 das Werkstück 42 bear beitet wird, das zwischen der Arbeitsspindel und dem Reitstock 19 eingespannt ist.
Gemäss Fig. 19-20 ist die Maschine als Prägepoliermaschine eingerichtet. Der Präge polierapparat 43 ist auf dem Bettschlitten 5 aufgesetzt, und zwar an der Stelle, an der der Oberschlitten 7 direkt auf dem Bettschlit- ten angeordnet werden kann. 44 stellt das zu bearbeitende, an die Arbeitsspindel ange schlossene und vom Reitstock 19 mitgehal tene Werkstück dar.
Fig. 21 zeigt die Drehbank als Werk zeugschleifmaschine eingerichtet. Auf dem Unterschlitten 6 ist an Stelle des Oberschlit tens eine Werkstückaufnahmevorrichtung 45 aufgesetzt. Der Gegenhalter ist wieder auf der Reitstockseite am Lagerarm angeordnet. und auf seiner .Nebenspindel 18 ist eine Schleifscheibe 46 angebracht, mit welcher die Flächen des in die Vorrichtung einge spannten Werkstückes, z. B. einer Reibahle oder eines Fräsers, geschliffen werden.
Gemäss Fig. 22 ist auf dem Unterschlit ten 6 ein Teilkopf 47 aufgesetzt, an dem das zu bearbeitende Werkstück befestigt wird. Der Zahnradfräser 48, der zwischen der Ar beitsspindel und dem Gegenhalter 12, der ge genüber der vorbeschriebenen Einrichtungs art gemäss Fig. 2'1 um 180 gedreht ist, ein gespannt ist, dient zum Fräsen des Werk stückes, wobei der Teilkopf 47 die Teilarbeit ausführt. Zur vibrationsfreien Führung des Gegenhalters C ist die Zentrierspitze des Reitstockes 19 in der Ankörnung an dem Ge genhalter 12 angesetzt.