DE850836C - Universalwerkzeugmaschine - Google Patents
UniversalwerkzeugmaschineInfo
- Publication number
- DE850836C DE850836C DEB1065A DEB0001065A DE850836C DE 850836 C DE850836 C DE 850836C DE B1065 A DEB1065 A DE B1065A DE B0001065 A DEB0001065 A DE B0001065A DE 850836 C DE850836 C DE 850836C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- slide
- headstock
- machine tool
- universal machine
- tool according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000003801 milling Methods 0.000 claims description 26
- 238000005553 drilling Methods 0.000 claims description 17
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 15
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 8
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 8
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 8
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 7
- 238000013459 approach Methods 0.000 claims description 4
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 3
- 238000012545 processing Methods 0.000 claims description 3
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 2
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 12
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 6
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 6
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B3/00—General-purpose turning-machines or devices, e.g. centre lathes with feed rod and lead screw; Sets of turning-machines
- B23B3/08—Turning-machines characterised by the use of faceplates
- B23B3/10—Turning-machines characterised by the use of faceplates with the faceplate horizontal, i.e. vertical boring and turning machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Drilling And Boring (AREA)
- Machine Tool Units (AREA)
Description
Bei den modernen Konstruktionen von Maschinenteilen, wie z. B. Wasserturbinen, Dampfturbinen,
Blocks von Dieselmotoren, Gehäuse von Dieselmotoren, Teilen für Sdhiffskonstruktionen und
Stromerzeugern ist es zur Verringerung der Bearfoeitungsze.it
dieser Teile und zur Erzielung einer größeren Genauigkeit wünschenswert, daß diese
Teile so wenig wie möglich umgespannt werden und
daß man sogar an diesen Teilen alle nötigen Bearbeitungen vornehmen kann, ohne sie verstellen zu
müssen. Dies ist besonders wichtig, wenn es sich um sehr schwere Stücke handelt, die häufig aus
mehreren Teilen bestehen und deren Aufbringung auf die Maschinen instbesondere wegen der Biegungen,
welche auftreten können, heikel ist.
In diesem Sinn hat man bereits auf den sogenannten Fräs- und Bohrwerken verschiedene Bearbeitungsvorgänge
vorgenommen, wie Ausbohren, Bohren, Planieren, Gewindeschneiden, Fräsen, ohne daß das Werkstück abgenommen werden muß.
Wenn jedoch an denselben Werkstücken Bearbeitungen vorgenommen werden sollen, die auf
einer Karusselldrehbank ausgeführt werden müssen, ist es notwendig, das Werkstück aus der Fräsmaschine
auszubauen, es auf eine Karusselldrehibank zu bringen und es von neuem auf dieser Maschine
anzubringen.
Die Erfindung bezweckt, diesen Übelständen dank einer Universalmaschine abzuhelfen, welche gestattet,
ohne Ausbau des Werkstücks an diesem Ausbdhr- oder Fräsbearbeitungen sowie Vertikaldrehbearbeitungen
vorzunehmen.
Hierfür umfaßt erfindungsgemäß diese Universalmaschine
wesentlich ein waagerechtes Bett, welches
mit Gleitschienen versehen ist, auf welchen ein Ständer gleiten kann, einen Fräs- und Bohrspindelstodk
mit waagerechter Arbeitsspindel, der lotrecht an diesem Ständer gleiten kann, einen Auflagetisch,
einen von diesem Auflagetisch getragenen Arbeitstisch,
welcher zur Aufnahme des Werkstücks bestimmt ist und mit der Schneidgeschwindigkeit in
Umdrehung versetzt werden kann, einen Werkzeugkopf, der an einem von dem Ständer getragenen
ίο Teil befestigt werden und feste Werkzeuge aufnehmen kann, und Führungsmittel, welche gestatten,
diesen Kopf nach Belieben in einer waagerechten Richtung zu verstellen, um die von diesem Kopf getragenen
Werkzeuge mehr oder weniger der Mitte des drehbaren Arbeitstisches z>u nähern.
Weitere Kennzeichen der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen
hervor, welche schematisch und nur beispielshalber verschiedene Ausführungsformen der Erfindung
zeigen.
Fig. ι ist eine Seitenansicht eines Ausführungsl
>eispiels einer erfindungsgemäßen Universalwerkzeugmaschine ;
Fig. 2 ist eine Profilteilansicht der auf Fig. 1 dargestellten Maschine;
Fig. 3 ist der entsprechende Grundriß; Fig. 4 ist eine Seitenansicht einer Abwandlung
der auf Fig. 1 bis 3 dargestellten Maschine;
Fig. 5 ist der der Fig. 4 entsprechende Grundriß; Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsabwandlung
;
Fig. 7 ist eine entsprechende Teilansicht im Grundriß, in größerem Maßstab;
Fig. 8 ist eine Teilseitenansicht einer dritten Ausführungsabwandlung, und zwar ebenfalls in
größerem Maßstab;
Fig. 9 ist ein der Fig. 8 entsprechender Teilgrundriß;
Fig. 10 bis 12 sind Seitenansichten einer der Maschine
der Fig. 8 und 9 ähnlichen Maschine, welche verschiedene Beanbeitungsvorgänge zeigen, die an
einem Gehäuse einer Wasserturbine mittels einer erfindungsgemäßen Maschine vorgenommen werden;
Fig. 13 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung
in Seitenansicht;
Fig. 14 ist ein entsprechender Grundriß; Fig. 15 ist eine teilweise Seitenansicht einer Abwandlung
der auf Fig. 13 dargestellten Ausführungsform, und
Fig. 16 ist ein der Fig. 15 entsprechender Grundriß.
Auf allen Grundrissen, d. h. auf Fig.. 3, 5, 7, 9, 14 und 16, ist der Klarheit der Zeichnung wegen
angenommen, daß der Ausleger und die von ihm getragene bewegliche Betätigungsanordnung entfernt
sind.
Bei der ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Universalmaschine, welche sehr schema- j tisch auf Fig. 1 bis 3'dargestellt ist, findet mau eine |
fio das Werkstück tragende Grundplatte bzw. einen I Auflagetisch 1, von der ein Teil 2 mit parallelen
Gleitschienen 3 versehen ist, auf welchen ein Bett 4 gleiten kann, dessen Längsachse senkrecht zu der
Richtung 'der Gleitschienen 3 liegt. Das Bett 4 ist j selbst mit Längsgleitschienen 5 versehen, auf welchen
sich ein Ständer 6 verstellen kann, der seiner-. seits 'mit lotrechten Gleitschienen 7 versehen ist,
■ welche die Gleitbewegung eines Schlittens 8 gestatten, welcher einen Spindelstock 9 zum Bohren und
Fräsen trägt.
In der Zeichnung ist angenommen, daß dieser Spindelstock entsprechend einer besonderen Anordnung
auf Gleitschienen des Schlittens 8 parallel zu der Richtung der Spindel, welche dieser Spindelj
stock gewöhnlich trägt, gleiten kann.
j Auf der Vorderseite des Spindelstocks, die für \ die Anbringung von Zusatzeinrichtungen ausgebildet
ist, ist ein Werkzeugkopf 10 befestigt.
In diesem Werkzeugkopf ist ein Gleitstück 11
angebracht, welches lotrecht gleiten und an seinem unteren Teil ein oder mehrere Schneidwerkzeuge,
.welche zur Ausführung der Vertikaldreharbeiten bestimmt sind, aufnehmen kann.
Der Mittelteil der das Werkstück tragenden j Grundplatte 1 ist ausgespart, um einen Arbeitstisch
12 aufzunehmen, der so angeordnet ist, daß er sich um eine lotrechte Achse drehen und von einer Vorrichtung
angetrieben werden kann, welche in der Zeichnung schematisch in der Form eines Elektromotors
13 und eines Untersetzungsgetriebes 14 dargestellt ist.
Die Betätigung der verschiedenen, soeben 'beschriebenen Organe erfolgt folgendermaßen: Das
Bett 4 wird auf den Gleitschienen 3 der Grundplatte mit Hilfe von drei Vorrichtungen mit Schraubenspindeln
15 durch drei synchronisierte Elektromotoren 16 verschoben.
Die Aufwärts- und Abwärtsbewegung des den Spindelstock tragenden Schlittens 8 an dem Ständer
wird mittels eines von einem Motor 18 angetriebenen Systems mit Schraubenspindel 17 erzielt.
Der Ständer 6 kann längs seines Bettes 4 mittels einer weiteren Vorrichtung mit Schraubenspindel
verstellt werden, welche auf der Zeichnung nicht sichtbar ist und durch einen Motor 19 angetrieben
wird. ,
Die waagerechte Verstellung des Spindelstocks 9 auf dem Schlitten 8 erfolgt ebenfalls durch eine ähnliche
Vorrichtung, welche durch einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Motor betätigt wird, welcher
sich unter einer Haube 20 befindet.
Schließlich wird die Aufwärts- und Abwärtsbewegung des die Werkzeuge tragenden Gleitstücks
11 in dem Spezialwerkzeugkopf 10 mittels einer nicht dargestellten Vorrichtung erzielt, welche entweder
von dem unter der Haube 20 gelegenen Motor für den Vorschub der Spindel oder des Spindelstocks
auf dem Schlitten 8 aus oder von dem Drehantrieb der Spindel der Maschine aus mittels einer
beliebigen Kupplungsvorrichtung betätigt werden kann, deren Verbindung selbsttätig beim Einsetzen
des Spezialwerkzeugkopfs 10 in die Vorderseite des Spindelstocks 9 hergestellt wird.
Nach der obigen Beschreibung dieser Maschine ist ihre Arbeitsweise klar: Das Werkstück wird auf
dem drehbaren Arbeitstisch 12 und, falls nötig, für
die Durchführung von Bohr- und Fräsarbeiten an großen Stücken, auch auf der Grundplatte ι Ix?-
festigt, deren Olerfläc'hen in derselben Ebene liegen. Wenn der Spezialwerkzeugkopf io nicht an den
Spindelstock 9 angesetzt ist, kann man in diesem Fall alle l>ei einem Fräs- und Bohrwerk üblichen
HoIir- und Fräsarlxiten vornehmen.
Wenn jedoch an demselben Stück auch Bearbeitungen vorgenommen werden sollen, welche auf der
Vertikal- oder Karusselldrehbank ausgeführt werden müssen, befestigt man dieses Werkstück nur
auf dem drehbaren Arleitstisch 12, und zwar mit Hilfe einer Unterlage oder vongeeignetenZwischenstücken,
wenn die Abmessungen dieses Stückes die des Tisches ül)ertreffen, damit sich das Werkstück
drehen kann, ohne auf der Grundplatte zu schleifen. Man bringt dann den Spezialwerkzeugkopf 10, wie
ol>en angegele.11, an der Vorderseite des Spindelstocks
9 an und setzt in diesen Kopf die nötigen Schneidwerkzeuge ein. Das Fräs- und Bohrwerk ist
dann in eine Karusselldrehbank verwandelt. Man kann das Werkzeug entweder durch die waagerechte
Verstellung des Spindelstocks 9 auf seinem Schlitten 8, oder durch die Verstellung des Bettes 4
auf seinen Gleitschienen 3 mehr oder weniger der Mitte des Arbeitstisches 12 nähern. Man hat auch
die Möglichkeit, diese Verstellungen mit der des Ständers 6 längs seines Bettes 4 zu kombinieren.
Die Dreharbeiten können natürlich entweder vor oder nach 'den Bohr- und Fräsarbeiten ausgeführt
werden.
Diese erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Universalwerkzeugmaschine findet ihre Anwendung
hauptsächlich bei der Bearbeitung von großen ringförmigen Werkstücken. Es ist zu bemerken,
daß die waagerechte Verstellung des Spindelstocks 9 auf seinem Schlitten 8 auf einen Wert
legrenzt ist, der im allgemeinen dem Werkzeug nicht gestattet, die Mitte des Arbeitstisches zu erreichen,
so daß es nicht möglich ist, Stücke kleiner Abmessungen, welche nur die Mitte des Tisches einnehmen,
vertikal zu drehen. In der Folge werden jedoc'h zwei Abwandlungen beschrie'len, welche die
Lösung dieses Sonderfalls gestatten. Die oben beschrieiene
Ausführungsform wird jedoch wegen ihrer F.infachheit vorzugsweise für die Bear1>eitung
der großen Werkstücke lenutzt.
Wenn die Werkstücke ringförmig sind und einen Durchmesser hal>en, der größer als der des Tisches
12 ist, kann man eine auf der linken Seite der Fig. 1
dargestellte Vorrichtung verwenden, welche durch einen Stern 21 gebildet wird, dessen XaIx; 22 an
dem Arbeitstisch 12 lefestigt wird und dessen Schenkel, deren Länge größer als der Halbmesser
des Arl>eitstisches ist. eine Oberfläche haben, die so'bearl>eitet ist, daß eine waagerechte elene Fläche
entsteht, auf welcher das Werkstück 'befestigt werden kann. Fs ist klar, daß. falls dieser Stern auf
dem Arl>eitstisch angebracht wird, das Bett nicht
in der in Fig. 1 dargestellten Stellung Weilen kann. Ks muß um eine Strecke nach rcdits verschoben
werden, die für den Finbau des Sterns hinreichend ist.
Gemäß einer Ausführungsabwandlung ist in Fig. 4 und 5 eine Maschine ähnlicher Bauart dargestellt,
welche jedoc'h zwei konzentrische Arbeitstische, d. h. einen runden Mitteltisch 23 und einen
ihn umfassenden, ringförmigen Tisch 24 aufweist. Dieser ringförmige Tisch 24 kann mit dem Mitteltisch
23 starr verbunden, z. B. mit Hilfe von Verbindungsbolzen, und von diesem angetrieben werden.
Er kann jedoch auch unabhängig angetrieben werden, so daß -bei der Bearbeitung eines großen
ringförmigen, auf diesen Tisch aufgebrachten Stük-
; kes der Arbiter sich z. B. auf den st ills teilenden
Mitteltisch stellen kann, um die BearlxMtung des Stückes zu überwachen und von der üler dem Mitteltisch
hängenden beweglichen Steuereinrichtung
25 aus zu steuern.
Die Arbeitsweise dieses zweiten Ausführungsj
beispiels der Maschine ist die gleiche wie die der unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis 3 beschriebenen
Ausführungsform, und der Antrieb dieser verschiedenen Organe erfolgt auf die gleiche Weise.
Obwohl in der Zeichnung der Fig. 4 und 5 die Tische 23 und 24 so dargestellt sind, daß ihre Oberfläche
oberhalb der Grundplatte 1 liegt, kann man auch sehr gut eine Maschine herstellen, bei welcher,
wie in der vorhergehenden Ausführungsform (Fig. 1 bis 3), die Olerflächen der Arbeitstische und die
Oberfläche der Grundplatte in dersellen Ebene liegen.
Hinsichtlich der beiden abigen Ausführungsformen war bemerkt worden, daß sie infolge ihrer
besonderen Ausbildung insbesondere für die Bearbeitung von ringförmigen Stücken bestimmt sind,
da das an dem Spezialwerkzeugkopf 10, welcher selbst unmittelbar an dem Spindelstock 9 .lefestigt
ist, angebrachte Werkzeug nicht die Mitte des Arbeitstisches erreichen konnte. Bei der Ausführungsform,
welche jetzt unter Bezugnahme auf Fig. 6 und 7 beschneien werden soll, ist das das Vertikaldrehwerkzeug
tragende Gleitstück n nicht an dem ; Spindelstock 9 mittels des Werkzeugkopfes 10 angebracht,
sondern ist an einem Schlitten 26 augebracht, der sich auf einem waagerechten Arm 2"}
j verschielen kann, welcher lotrecht längs der Gleitschienen 7 des Ständers gleiten kann, auf welchen
lereits der Schlitten 8 gleitet, welcher den Spindelstock trägt, sowie auf zwei zusätzlichen Gleitschieneu
28, welche auf einer benachbarten Seite des Ständers 6 angeordnet sind. Die lotrechte Verstellung
des Armes 27 kann mittels derselben Vorrich- : tung mit Schraubenspindel 17 erzielt werden, welche
j für die lotrechte Verstellung des den Spindelstock
tragenden Schlittens 8. benutzt wird, wobei geeigj nete Kupplungen vorgesehen sind, um von einem
Antrieb auf den anderen überzugehen. Der Schlitten
26 verschiebt sich auf dem Arm 27 auf Gleitschienen 29 und erhält seine Vorschubbewegung von
einem von diesem Arm getragenen lesonderen Antriebsmotor
31 aus über 'beliebige lekannte Übertragungsmittel durch die Schraubenspindel 30. Das
: Gleitstück 11 kann sich lotrecht in dem Schlitten 26
mittels einer nicht dargestellten Vorrichtung verstellen, welche über eine geeignete Kupplung elen-
falls von dem Vorschubmotor 31 des Schlittens 26
angetrieben werden kann, nachdem das Vorschubsystem zum Vorschub des Schlittens 26 an dem
Arm 27 vorher ausgekuppelt wurde. Die übrige Einrichtung der Maschine (Grundplatte,
Arbeitstische usw.) ist der unter Bezugnahme auf Fig. ι bis 5 beschriebenen ähnlich.
Die Arbeitsweise dieser Maschine ist in großen Zügen die gleiche wie die der vorher beschriebenen
Maschinen. Das Vorhandensein des besonderen Arms 27 und seines Werkzeugträgerschlittens 26
gestattet dem Werkzeug, eine erheblich größere Fläche zu bestreichen und insbesondere, gegebenenfalls
die Mitte des Arbeitstisches zu erreichen.
Ferner ist es mit dieser Maschine möglich, die Vertikaldrehwerkzeuge in ihrem Werkzeughalter,
d. 'h. dem Werkzeugkopf, an Ort und Stelle zu lassen, während iman Bohr- und Fräsarbeiten mit
dem Spindelstock vornimmt, und umgekehrt, den Fräser nicht von dem Spindelstock abzunehmen,
wenn man mit den Vertikaldrehwerkzeugen arbeitet. Bei einer vierten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Universalmaschine kann der die Vertikaldrehwerkzeuge tragende Arm aus dem Bearbeitungsfeld
herausgeschwenkt werden. Dies ist schematisch auf Fig. 8 und 9 dargestellt, auf welchen man gleichfalls die Grundplatte 1, den drehbaren
Arbeitstisch 12, das Bett 4, den Ständer 6 und den auf dem Ständer gleitenden, den Spindelstock
tragenden Schlitten 8 wiedererkennt, wobei alle diese Organe denen der oben unter Bezugnahme auf
Fig. ι bis 3 beschriebenen Ausführungsform gleichen.
Auf den seitliehen Gleitschienen 28 des Ständers 6 kann eine Platte 32 gleiten, an welcher ein
Scharnier 33 angebracht ist, welches einen Schwenkarm 34 hält, dessen Ansatz 35 sich gegen einen Teil
der Vorderseite des Schlittens 8 legen kann. Es ist natürlich ein beliebiges, nicht dargestelltes Verriegelungs-
und Blockierunigssystem vorgesehen, welches gestattet, diesen Arm 34 zu einem Stück mit
der Platte 32 zu vereinen. An diesem Schwenkarm sind waagerechte Gleitschienen, welche den Gleitsdhienen
29 der Fig. 6 ähnlich sind, zur Aufnahme des Schlittens 26 vorgesehen, welcher das Gleitstück
11 trägt, in welches die Vertikaldrehwerkzeuge eingesetzt werden können. Diese Gleitschienen,
der Schlitten 26 und das Gleitstück 11 sind den unter Bezugnahme auf die Fig. 6 und 7 beschriebenen
ähnlich. Die Vorschubbewegung des Schlittens 26 sowie die lotrechte Bewegung des
Gleitstücks 11, wenn ,sich der Schwenkarm 34 in der
auf Fig. 9 vollausgezogenen Arbeitsstellung befindet, werden durch den Motor für den Vorschub
des Spindelstooks 9 auf dem Schlitten 8 dank einer Kupplungsvorrichtung beliebiger bekannter Bauart
bewirkt, welche selbsttätig zum Eingriff kommt, wenn der Schwenkarm 34 mit der Vorderseite des
den Spindelstock tragenden Schlittens 8 in Beriihrung kommt. Natürlich gestatten Kupplungsvorrichtungen,
nach Belieben entweder den Vorschub des Schlittens 26 an dem Schwenkarm 34 oder den Vorschub
des Gleitstücks 11 in dem Werkzeugkopf 10
oder den Vorschub des Spindelstocks 9 auf seinem Schlitten 8 zu erhalten.
Die Vorschubbewegung des Schlittens 26 könnte auch z. B. durch eine unmittelbare Kupplung der
Vorschubspindel des Schlittens 26, welche der Spindel 30 der Fig. 6 entspricht, mit der Bohrspindel
der Maschine erhalten werden oder nodh einfacher durch eine unmittelbare Kupplung dieses Schlittens
26 entweder mit demBohrspihdelstock oder mit der Bohrspindel derart, daß der Schlitten 26 mit
dem Waagerechtvorschub des Spindelstocks oder der Bohrspindel einen Längsvorschub erfährt.
Die Arbeitsweise dieser Bauart der Maschine ist hinsichtlich ihrer Benutzung als Fräs- und Bohrwerk
die gleiche wie die der oben unter Bezugnahme auf Fig. ι bis 3 ^beschriebenen Bauart, ihre
Arbeitsweise als Vertikaldrehbank ist jedoch eine Kombination der vorhergehenden Bauarten (Fig. 1
bis 7). Der Schwenkarm 34 ist zwar von dem Spindelstock unabhängig, in dem auf Fig. 8 und 9 dargestellten
Beispiel ist er jedoch nicht selbständig und empfängt alle Antriebe von dem Spindelstock
aus.
Die Arbeitsweise der Ausführungsform der Fig. 8 und 9 ist folgende: Es sei angenommen,
daß die Platte 32 auf ihren Gleitschienen an dem oberen Teil des Ständers blockiert ist,
daß der Schwenkarm 34 nach hinten geschwenkt ist und daß er die in der Zeichnung strichpunktiert
dargestellte Stellung einnimmt. Während dieser Zeit kann die Maschine als Fräs- und Bohrwerk benutzt werden. Wenn man
jetzt Vertikaldrehbearbeitungen vorzunehmen wünscht, baut man den Fräser oder das auf die
Spindel der Maschine aufgesetzte Bohrwerkzeug aus, bringt dann den den Spindelstock tragenden
Schlitten 8 bis auf die Höhe der Platte 32 und verriegelt in dieser Stellung den Schlitten 8 und die
Platte mittels' einer beliebigen nicht dargestellten Vorrichtung miteinander. Man entriegelt die
Platte 32, so daß sie auf ihren Gleitschienen wieder frei !beweglich ist, und führt die durch den Schiitten
8, den Spindelstock, die Platte und den Schwenkarm gebildete Anordnung nach unten. Hierauf
schwenkt man den Schwenkarm 34, um ihn mit seiner Platte 32 in Berührung zu bringen, an
welcher man ihn verriegelt. Wenn man es vorzieht, kann man übrigens auch den Schwenkarm 34 verschwenken
und an seiner Platte 32 verriegeln, bevor die Gesamtanordnung lotrecht verstellt wird.
In jedem Fall setzt man hierauf in das Gleitstück 11 das Drehwerkzeug oder die Drebwerkzeuge ein,
wenn diese sich nicht 'bereits dort befinden.
Die Maschine ist dann bereit, ähnlich wie die der in Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform als
Vertikal- oder Karusselldrehbank zu arbeiten, jedoch mit dem Unterschied', daß die Vorschubbewegungen
des Werkzeugs nicht unmittelbar durch von einem selbständigen Arm 27 getragene Organe
und einem Motor 31 bewirkt werden, sondern von dem Spindelstock selbst aus, oder anders ausgedrückt,
man kann das Drehwerkzeug aufwärts bewegen, indem man das Gleitstück 11 aufwärts be-
wegt oder auch indem man den den Spindelstock tragenden Schlitten aufwärts bewegt, wodurch so
der mit diesem starr verbundene Schwenkarm mitgenommen wird. Das Werkzeug kann parallel zu
der Bohrspindel der Maschine durch die Verstellung des Schlittens 26 verstellt werden, welche
von diesem Spindelstock aus gesteuert wird. Man hat auch die Möglichkeit, es in der gleichen Richtung
durch Verstellung des Bettee 4 auf seinen Gleitschienen 3 zu verstellen. Schließlich ist es
auch möglich, es in einer waagerechten, zu der vorhergehenden senkrechten Richtung durch die Verstellung
des Ständers 6 auf dem Bett4 zu verstellen. Um die Maschine von neuem als Fräs- und Bohrwerk
zu benutzen, bringt man den den Spindelstock tragenden Schlitten 8 wieder an den oberen Teil des
Ständers 6, blockiert die Platte 32 auf ihren Gleitschienen 28, entriegelt den Schlitten 8, entriegelt
den Schwenkarm 34 von seiner Platte 32 und verao schwenkt ihn in seine zurückgezogene Stellung
gegen die Hinterseite des Ständers 6. Der Spindelstock ist nun für jede Bohr- und Fräsarbeit verfügbar.
Die verschiedenen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen von Fräs- und Bohrwerken weisen
alle eine mit einem drehbaren Arbeitstisch versehene Grundplatte 1 auf. Bei manchen Ausführungsformen,
wie z. B. auf Fig. 1 und 3, ist der drehbare Arbeitstisch 12 in die Grundplatte so eingelassen,
daß sich seine Oberseite in derselben Ebene wie die Oberseite der Grundplatte befindet.
Bei anderen Ausführungsformen, z. B. dem auf Fig. 4 und 6 dargestellten, liegt die Oberseite des Arbeitstisches
höher als die Oberseite der Grundplatte. Es sollen jetzt zwei Abwandlungen des erfindungsgemäßen
Bohrwerks beschrieben werden, welche mit einem hin und her gehenden Tisch an Stelle einer Grundplatte zum Halten des Werkstücks
versehen sind.
In Fig. 13 und 14 sieht man eine Maschine, deren
Aufbau mit dem der vorstehend beschriebenen Maschinen gemeinsame Punkte aufweist.
Die wesentlichen Unterschiede sind folgende: Der Ständer rulht unmittelbar auf einem Bett 45, welches
mit Gleitschienen46 versehen ist, längs welchen der Ständer gleiten kann (in der Zeichnung von links
nach rechts und umgekehrt). Ferner ist die Grundplatte ι durch ein weiteres Bett 47 ersetzt, welches
zu dem Bett 45 senkrecht liegt und mit Gleitschienen 48 versehen ist, längs welchen ein Tisch 49 gleiten
kann. Ein drehbarer Arbeitstisch 50 ist zur Aufnahme des Werkstücks auf dem verschiebbaren
Tisch 49 angelbracht. Wenn das Werkstück einen größeren Durchmesser besitzt als der drehbare Arbeitstisch
50, kann man auf diesem einen ringförmigen Tisch 51 so aufsetzen, wie ein ringförmiger
Tisch 24 auf den drehbaren Mitteltisch 23 der in Fig. 4 dargestellten Maschine aufgesetzt ist.
Der Arbeitstisch 50 wird durch einen kräftigen Motor in Umdrehung versetzt, der eine dauernde
Schnittleistung abgeben kann.
Mit dieser Maschine kann man alle Arbeiten ausführen, welche man bereits mit einem Bohrwerfk mit
[ dem üblichen Tisch ausführt. Man kann ferner mit j ihr Vertikaldrehbankanbeiten in der in bezug auf
die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Maschine erläuterten Weise vornehmen. Schließlich kann man sie als
Einständerhobelmaschine benutzen, indem man in den Werkzeughalter 11 Hobelwerkzeuge einsetzt
und dem Tisch eine schnelle (hin und her gehende Bewegung mit der geeigneten Schnittgeschwindigkeit
erteilt, anstatt ihm eine verhältnismäßig langsame Vorschubbewegung zu erteilen.
Es ist übrigens klar, daß alle weiteren, oben beschriebenen Kombinationen für die dargestellten
und beschriebenen'Bohrwerke mit Grundplatte auch auf Bohrwerke mit verschiebbarem Tisch anwendbar
sind. So kann man z. B. Bohrwerke mit einem starren Arm gemäß Fig. 6 und 7 oder mit einem
Schwenkarm gemäß Fig. 8 und 9 herstellen, welche einen verschiebbaren Tisch gemäß Fig. 13 und 14
aufweisen.
Auf Fig. 15 und 16 ist eine der auf Fig. 13 und
14 'dargestellten Maschine ähnliche Maschine gezeigt, jedoch mit dem Unterschied, daß der drehbare
Arbeitstisch52 in den verschiebbaren Tisch53
eingelassen ist, dessen Oberseite sich in derselben Ebene wie die Oberseite des drehbaren Arbeitstisches
befindet. Falls das Werkstück einen Durchmesser aufweist, der größer als der des drehbaren go
Arbeitstisches ist, kann man auf diesem einen Stern 54 in derselben Weise anbringen, wie ein
Stern 21 auf dem drehbaren Arbeitstisch 12 der in Fig. ι und 3 dargestellten Maschine angebracht
wurde.
Die allgemeine Einrichtung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine, die oben an Hand
einiger Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, gestattet, mit derselben Maschine Arbeiten auszuführen,
die gewöhnlich auf einem Fräs- und Bohrwerk ausgeführt werden, sowie Arbeiten, welche gewöhnlich auf einer Karusselldrehbank ausgeführt
werden. Sie kann auch durch den einfachen Anbau einer ein Bett und einen Hobeltisch umfassenden
Anordnung an die Grundplatte 1 die Arbeitsweise einer Einständerhobelmaschine ermöglichen.
In Fig. 10 bis 12 ist zur Unterstreichung dieser
Vorteile der vorliegenden Erfindung ein Beispiel für verschiedene Bearbeitungen gezeigt, welche an
einem Gehäuse einer Wasserturbine mittels ein und derselben Maschine vorgenommen werden, ohne daß
der Ausbau dieses Gehäuses nötig wird.
Die auf diesen Figuren dargestellte Maschine weist die in Fig. 8 und 9 dargestellte Bauart auf,
d. h. sie ist ein Fräs- und Bohrwerk, welches erfindungsgemäß mit einem drehbaren Arbeitstisch 12,
der einen das Werkstück tragenden Stern 21 trägt, sowie mit einem Schwenkarm 34 versehen ist.
In Fig. 10 ist das Gehäuse 36 konzentrisch zur Achse des drehbaren Arbeitstisches 12 auf dem
Werkstückträgerstern 21 !befestigt. Es ist angenommen,
daß dieses Gehäuse 'bereits der Fräsbearbeitung mittels des mit Fräswerkzeugen ausgerüsteten
Spindelstocks 9 unterworfen wurde. Nach 12s diesen Fräsvorgängen bringt man an dem Schlitten
26 des Schwenkarmes 34 am unteren Ende des .Gleitstücks
11 ein Vertikaldrehwefkzeug 37 an, um den
oberen Rand, des Gehäuses 36 abzurichten, indem man den Arbeitstisch 12 in Umdrehung versetzt und
dem Schlitten 26 seinen Vorschub erteilt.
Hierauf entfernt man das Werkzeug, ohne an das Gehäuse zu rühren, und ersetzt das Gleitstück 11
durch ein ähnliches, aiber längeres Gleitstück 11', so
daß man Bohrbeanbeitungen im Innern des Gehäuses vornehmen kann. Dies ist in Fig. 11 dargestellt.
Auf dieser Figur ist das Gleitstück 11' mit einem Vertikaldrehwerkzeug 38 versehen, welches
infolge der Drehung des AnbeitstisChes 12 das innere
Ausdrehen des Gehäuses gestattet. Zur Herstellung der drei 'bei 39 angegebenen abgesetzten Stellen benutzt
man die lotrechte Vorschubbewegung des Gleitstücks 11', indem man jedesmal die Schnitttiefe
durch die waagerechte Verstellung des Schlittens 26 regelt.
Schließlich macht man, immer ohne an das Gehäuse 36 zu rühren, das Gleitstück 11' frei, indem
man es z. B. ausibaut, schwenkt den Schwenkarm, um ihn aus der Beanbeitungszone zu entfernen,
setzt auf den Spindelstock einen Bohrkopf 40 auf, und bringt das Bohrwerkzeug 41 gerade über den
zu ibohrenden Bund 42. Dies ist in Fig. 12 dargestellt.
Man nimmt so eine erste Bohrung vor, indem man dem Werkzeug 41 eine lotrechte Vorschubbewegung
erteilt, wobei der Arbeitstisch 12 stillsteht, hierauf zieht man das Werkzeug zurück und
nimmt nach der Drehung dies Arbeitstisches 12 um einen geeigneten Winkel die zweite Bohrung vor
und so fort.
In Fig. 10 bis 12 ist nur ein kleiner Teil der an
dem Gehäuse 36 vorzunehmenden Bearbeitungen dargestellt. Die anderen erfolgen unter den gleichen
Bedingungen unter Verwendung der entsprechenden Werkzeuge, jedoch stets, ohne an das Gehäuse 36 zu
rühren.
Es ist zu betonen, daß die Erfindung nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen
'beschränkt ist, welche nur beispielshalber angegeben sind. So braucht bei der Ausführungsform der Fig. 6 ibis 9 der Waagerechtvorschub des
Spindelstocks 9 auf dem Schlitten 8 parallel zu der Bohrspindel nicht vorhanden zu sein, so daß der
Spindelstock unmittelbar nur auf dem Ständer 6 gleitet. Ferner kann für den Fall der Fig. 6 bis 9
die Hauptrichtung des Arms 27 oder 34, anstatt zu der Richtung der Bohrspindel parallel zu sein,
mit dieser einen gewissen Winkel bilden. Schließlich können die verschiedenen Anordnungen der
Grundplatte und der Arbeitstische der Fig. 1 bis 5 auch für die Ausführungsformen der Fig. 6 bis 9
verwendet werden.
Claims (21)
- Patentansprüche:i. Universalwerkzeugmaschine, gekennzeichnet durch ein waagerechtes Bett (4 oder 45) mit Gleitschienen (5 oder 46), auf welchen ein Ständer (6) gleiten kann, einen Spindelstock (9) mit waagerechter Arbeitsspindel zum Bohren und Fräsen, der lotrecht auf diesem Ständer gleiten kann, einen waagerechten Auflagetisch (1 oder 49), auf oder in welchem ein Arbeitstisch (12, 50 oder 52) gelagert ist, der zur Aufnahme des Werkstücks 'bestimmt ist und in waagerechter Ebene mit der Schneidgeschwindigikeit in Umdrehung versetzt werden kann, sowie einen Werkzeugkopf (10 oder 26) zur Aufnahme von festen Werkzeugen, der an einem von dem Ständer getragenen Teil !befestigt werden und mit oder an dem Ständer durch Führungsmittel in waagerechter Richtung verschoben werden kann, um die von diesem Kopf getragenen Werkzeuge mehr oder weniger der Mitte des Drehtisches zu nähern.
- 2. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel zur Verschiebung des Ständers (6) zur Annäherung an den Drehtisch durch feste waagerechte Gleitschienen (3) gebildet werden, die zu den Gleitschienen (5) des Bettes (4) des Ständers senkrecht stehen und dazu bestimmt sind, dieses Bett zu tragen.
- 3. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkopf (10) an einer Tragfläche auf der Vorderseite des Spindelstocks (9) befestigt ist, der achsparallel mit der Arbeitsspindel an waagerechten Gleitschienen auf einem Schlitten (8) verschiebbar ist, welcher lotrecht an dem Ständer (6) gleitet.
- 4. Universalwerkzeugmaschine nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkopf (10) von einem waagerechten Arm (27) getragen wird, welcher sich vorzugsweise rechtwinklig zur Achse des Bettes (4) erstreckt und lotrecht an dem Ständer (6) gleiten kann.
- 5. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ann (27) auf denselben Gleitschienen (7) gleitet wie der Spindelstock (9) bzw. der Schlitten (8) des Spindelstocks (9) sowie ferner auf von diesen Gleitschienen unabhängigen zusätzlichen Gleitschienen (28), welche auf einer anderen Seite des Ständers (6) liegen.
- 6. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkopf (10) einen Schlitten (26) bildet, der waagerecht längs des Arms (27) gleiten kann.
- 7. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (27) lotrecht unabhängig vom Spindelstock (9) am Ständer mittels einer Schraubenspindel (17) verschiebbar ist, die ihrerseits auch zur lotrechten Verschiebung des Spindelstocks bzw. des ihn tragenden Schlittens (8) dient, wobei Kupplungen für die wahlweise Verschiebung des einen oder anderen Teiles vorgesehen sind.
- 8. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (27) mit einem eigenen Antriebsmotor(3i) für den waagerechten, durch eine Schraubenspindel (30) bewirkten Vorschub des den Werkzeugkopf bildenden Sdhlittens (26) versehen ist.
- 9. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Werkzeugkopf (10) ein Gleitstück (11) als eigentlicher Träger des Drehwerkzeuges vorzugsweise lotrecht verstellbar angeordnet ist.
- 10. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch I, 3 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (11) des Werkzeugkopfes (10) mit einer Vorschubvorrichtung versehen ist, die ihren Antrieb durch ein mit einer Kupplung versehenes Getriel>e von dem Antriebsmotor(20) für den Waagerechtvorschub des Spindelstocks auf seinem Schlitten bzw. der Spindel im Spindelstock oder von der Drehbewegung der Spindel erhalt, \vol>ei dieses Getriebe selbsttätig mit seinem entsprechenden Antrieb in Eingriff kommt, wenn der Werkzeugkopf (10) am Spindelstock befestigt wird.
- 11. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch i, 4, 6, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet,a5 daß das Gleitstück (11) des Werkzeugschlittens(26) mit einer Vorschubvorrichtung versehen ist, die ihren Antrieb von dem Antriebsmotor (31) für den Waagerechtvorschub des Werkzeugschlittens an dem Arm (27) ,bei wahlweiser Kupplung des einen oder anderen Vorschubes erhält.
- 12. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der den Werkzeugkopf bzw. dessen Schlitten (26) tragende Arm als Schwenkarm (34) mit einem lotrechten Scharnier (33) gestaltet ist, welches von einer auf d'em Ständer (6) lotrecht an dessen zusätzlichen seitlichen Gleitschienen (28) gleitenden Platte (32) getragen wird derart, daß der Schwenkarm aus dem Bearbeitungsfeld herausgeschwenkt werden kann, wenn er nicht benutzt wird, während er in der Arbeitsstellung durch eine Verriegekingsvorrichtung mit der ihm als Unterlage dienenden Platte (32) starr verbindbar ist, wobei er sich mit einem Ansatz (35) gegen die Vorderseite des Schlittens {8) des Bohrspindelstocks (9) anlegen und mit diesem Schlitten in Anschlußstellung verriegelt werden kann derart, daß die Führung des Schlittens (26) des Wefkzeugkopfes (10) längs diesem Arm der Waage recht füll rung des Bohrspindelstocks auf dem Schlitten (8) auf der gleichen Ständerseite parallel verläuft.
- 13. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubbewegungen des Schlittens (26) des Werkzeugkopfes (10) und seines Gleitstückes (11) ihren Antrieb durch ein mit einzelnen Kupplungen versehenes Getriebe von dem Antriebsmotor (20) für den Waagerechtvorschub des Spindelstocks auf seinem Schlitten (8) bzw. der Spindel im Spindelstock erhalten, wobei dieses Getriebe selbsttätig mit der von diesem Antriebsmotor angetriebenen Übertragung in Eingriff kommt, wenn der Schwenkarm (34) an dem Schlitten (8) des Spindelstocks verriegelt wird.
- 14. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsvorschub des den Werkzeugfcopf bildenden Schlittens (26) auf dem Schwenkarm (34) durch starre Verbindung des Schlittens (26) mit dem auf dem Schlitten (8) waagerecht gleitenden Spindelstock (9) 'bewirkt wird.
- 15. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsvorschub des den Werkzeugkopf bildenden Schlittens (26) auf dem Schwenkarm (34) durch starre Längsverbindung des Schlittens (26) mit der von dem Bohrspindelkopf (9) getragenen Bohrspindel bewirkt wird.
- 16. L^niversal werkzeugmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Arbeitstisch (12) für das Werkstück in den Auflagetisch (1) eingelassen ist und mit diesem el>en abschneidet.
- 17. LTni Versalwerkzeugmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein abnehmbarer Stern (21) mit größeren Abmessungen als der drehbare Arbeitstisch (12) auf diesen konzentrisch aufgesetzt werden kann, um Werkstücke größeren Durohmessers aufzunehmen als sie der Arbeitstisch fassen kann.
- 18. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf bzw. in dem Auflagetisch (1 oder 49) drehbarer Mitteltisch (23) von einem gleichfalls drehbaren, ringförmigen Tisch (24) umfaßt ist, derart, daß diese beiden Tische unabhängig voneinander in Umdrehung versetzt werden können.
- 19. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι und 18, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Tisdh (24) an dem Mitteltisch (23) ^befestigt ist und von diesem in Umdrehung versetzt wird.
- 20. Universalwerkzeugmaschine nach Anspruch ι .bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der den drehbaren Arbeitstisch tragende Auflagetisch durch eine Grundplatte gebildet wird (Fig. ι bis 12).
- 21. Universalwerkzeugmaschine nach An^ spruch ι bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Arbeitstisch von einem Tisch (49 oder 53) getragen wird, der eine hin und her gehende Bewegung auf einem Bett (47) ausführen kann, welches quer zu einem Bett (45) verläuft, auf welchem sich der Ständer (6) verschieben kann.Hierzu 5 Blatt ZeichnungenQ 5378 9. 52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR850836X | 1948-12-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE850836C true DE850836C (de) | 1952-09-29 |
Family
ID=9319821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB1065A Expired DE850836C (de) | 1948-12-14 | 1949-12-13 | Universalwerkzeugmaschine |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH282461A (de) |
| DE (1) | DE850836C (de) |
| FR (2) | FR1011137A (de) |
| GB (3) | GB687334A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1005811B (de) * | 1952-07-26 | 1957-04-04 | Schiess Ag | Zahnrad-Waelzfraesmaschine mit Schabeinrichtung |
| DE1095626B (de) * | 1955-09-17 | 1960-12-22 | Ruhrstahl Ag | Senkrecht-Drehmaschine |
| DE1173766B (de) * | 1962-02-17 | 1964-07-09 | Thiel Geb | Horizontal-Fraes- und -Bohrwerk, insbesondere Gesenkfraesmaschine |
| DE1181525B (de) * | 1957-11-02 | 1964-11-12 | Sulzer Ag | Bohrmaschine |
| DE1267134B (de) * | 1959-11-25 | 1968-04-25 | Hjalmar Emanuel Sjoestrand | Planschleifmaschine |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB939362A (en) * | 1960-03-21 | 1963-10-16 | Innocenti Soc Generale | Improvements in boring, facing and milling machines comprising detachable tool head carrying members |
| DE8504586U1 (de) * | 1985-02-19 | 1985-11-21 | Schwäbische Hüttenwerke GmbH, 7080 Aalen | Fräs- und/oder Bohrmaschine |
| CN117583908A (zh) * | 2023-12-04 | 2024-02-23 | 通用技术齐齐哈尔二机床有限责任公司 | 镗铣床的立柱回转精确定位装置和镗铣床 |
-
1948
- 1948-12-14 FR FR1011137D patent/FR1011137A/fr not_active Expired
-
1949
- 1949-12-07 GB GB24108/51A patent/GB687334A/en not_active Expired
- 1949-12-07 GB GB24109/51A patent/GB687335A/en not_active Expired
- 1949-12-07 GB GB31404/49A patent/GB687278A/en not_active Expired
- 1949-12-12 CH CH282461D patent/CH282461A/fr unknown
- 1949-12-13 DE DEB1065A patent/DE850836C/de not_active Expired
-
1950
- 1950-01-20 FR FR59960D patent/FR59960E/fr not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1005811B (de) * | 1952-07-26 | 1957-04-04 | Schiess Ag | Zahnrad-Waelzfraesmaschine mit Schabeinrichtung |
| DE1095626B (de) * | 1955-09-17 | 1960-12-22 | Ruhrstahl Ag | Senkrecht-Drehmaschine |
| DE1181525B (de) * | 1957-11-02 | 1964-11-12 | Sulzer Ag | Bohrmaschine |
| DE1267134B (de) * | 1959-11-25 | 1968-04-25 | Hjalmar Emanuel Sjoestrand | Planschleifmaschine |
| DE1173766B (de) * | 1962-02-17 | 1964-07-09 | Thiel Geb | Horizontal-Fraes- und -Bohrwerk, insbesondere Gesenkfraesmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR59960E (fr) | 1954-09-22 |
| GB687278A (en) | 1953-02-11 |
| GB687335A (en) | 1953-02-11 |
| GB687334A (en) | 1953-02-11 |
| CH282461A (fr) | 1952-04-30 |
| FR1011137A (fr) | 1952-06-19 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE889252C (de) | An einem Fraes- und Bohrwerk anzubringender Werkzeugtraegerhilfskopf | |
| DE2535135C2 (de) | ||
| DE1552393B1 (de) | Schwerwerkzeugmaschine | |
| DE3328327A1 (de) | Verfahren zum bearbeiten eines werkstuecks in einer revolver-drehmaschine sowie nc-gesteuerte drehmaschine zur durchfuehrung eines solchen verfahrens | |
| EP1027955A2 (de) | Werkzeugmaschine | |
| DE2209031A1 (de) | Vorrichtung zum automatischen Anbauen von Bearbeitungseinheiten an eine Werkzeugmaschine | |
| DE2553216A1 (de) | Mehrkant-drehmaschine | |
| DE102008060297B3 (de) | Drehmaschine | |
| DE850836C (de) | Universalwerkzeugmaschine | |
| DE566008C (de) | Verfahren zur fliessenden Fertigung von Werkstuecken | |
| DE3136372A1 (de) | Doppelstaender-portalschleifmaschine | |
| DE2753386A1 (de) | Werkzeugmaschine | |
| DE701857C (de) | Koordinatenbohrmaschine | |
| EP0453875B2 (de) | Maschine zur spanenden Metallbearbeitung | |
| DE2636986A1 (de) | Drehbank | |
| DE68909781T2 (de) | Fräsmaschinen oder ähnliche komplexe Bearbeitungsmaschinen. | |
| DE2226617C2 (de) | ||
| DE223948C (de) | ||
| DE686819C (de) | Einrichtung zum Erzeugen von Ausnehmungen mit regelmaessigem Vielecksquerschnitt mit abgerundeten Ecken | |
| DE842442C (de) | Vorrichtung zur Bearbeitung von Rohren, insbesondere zum Trennen von Gussrohren, vorallem Schleudergussrohren, von Stahlrohren usw. | |
| DE1910083A1 (de) | Taktmaschine | |
| DE732767C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Turbinenraedern | |
| DE9015333U1 (de) | Vorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen an Werkzeugmaschinen | |
| DE3039986A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum freistellen der uebergaenge zwischen zylinder- und wangenflaechen von kurbelwellen oder dgl. | |
| DE914806C (de) | Plandrehanbau fuer Bohr-, Fraes- u. dgl. Werkzeugmaschinen |