CH188841A - Federnde Stütze, insbesondere für Sitzmöbel. - Google Patents
Federnde Stütze, insbesondere für Sitzmöbel.Info
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- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
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Description
Federnde Stütze, insbesondere für Sitzmöbel. Die Erfindung betrifft federnde Stützen und bezieht sich insbesondere auf Stützen für ,Sitzmöbel, deren Duschfederung zur federnd nachgiebigen Aufnahme der Sitzlast dient. Es war bisher üblich, dass solche federnde Stützen aus Federstahl oder Stahlrohren oder bei geringerer Federung auch aus Holz be standen.
Gemäss der Erfindung sollen minde- stens die federnd nachgiebigen Teile der Stützen dagegen aus federnden Glassorten bestehen. Hierfür kommt vor allem das als einschichtiges Sicherheitsglas bekannte Hart glas in Frage.
Es ist zwar schon bekannt, dass dieses Glas gute elastische Eigenschaften besitzt, aber diese sind .noch nicht ausgenutzt worden, um daraus Teile herzustellen, welche als federnde Teile dazu bestimmt sind, Kräfte elastisch aufzuspeichern und wieder herzugeben. Nach ,der Erfindung aus sol chem Glas hergestellte federnde Stützen haben den Vorteil gegenüber federnden Stahl stützen,
dass sie vollkommen glatt sind, keiner Oberflächenbearbeitung bedürfen, und. ,dass sie gegenüber Witterungseinflüssen und Korrosion beständig und infolge ihrer Durch- sichtigkeit leicht zu reinigen, also hygienisch sind.
Die erfindungsgemäss aus Glas bestehen- den Stützen können an sich in ähnlicher Weise bezw. U-förmig ,gebogen und belastet sein,
wie dies bei Sitzmöbelstützen aus fe- derndem Stahl bekannt ist. Da sich jedoch Glas einfacher in ebenen Tafeln herstellen lässt, sollen zweckmässige Ausführungsformen ,des Erfindungsgegenstandes .aus ebenen Glw- teilen zusammengesetzt sein.
Auch hierbei kann man die federnde Nachgiebigkeit des Glases bei Bdegungsbeanspruchung zur fe dernden Aufnahme einer Sitzlast wirksam heranziehen.
Die Zeichnungen zeigen verschiedene Ausführungsformen von erfindungsgemässen Stützen und ihre Anordnung an Sitzmöbeln, und zwax zeigen:
Fäg. 1 einen .Stuhl. mit einem Paar gebo gener ,Stützen, Pig. 2 einen Stuhl mit solchen gebogenen und mit Hilfsstützen, Fig. 3 eine Einzelheit zu einem Sitz nach Fig. l oder 2, Fig. 4 einen Stuhl mit aus mehreren Teilen zusammengesetzten Stützen,
Fig. 5 eine Einzelheit hierzu, Fig. 6 einen weiteren Stuhl mit aus meh reren Teilen zusammengesetzten Stützen, Fig. 7 eine Einzelheit hierzu, Fig. 8 einen weiteren -Stuhl mit aus mehreren Teilen zusammengesetzten Stützen, Fig. 9 einen Teilquerschnitt längs der Linie IX-IX der Fig. 8, Fig. 10 eine Einzelheit der Stützenver- bindung.
Gemäss Fig. 1 besitzt der Stuhl eine Sitz fläche 1 aus irgendeinem geeigneten Mate rial, die auf :den Querholmen 2 und 3 auf liegt, welche auf den gebogenen Glasstützen 4 an den Verbindungsstellen 5 und ss be festigt sind.
Die Verbindungsteile bei 5 :sind nach Art einer Schelle unter Zwischenlage einer Gummiumhüllung 7 mittels Schrauben 8 an :die Stütze 4 angepresst; die Verbin dungsteile bei 6 sind je auf,das obere Stützen ende ebenfalls unter Zwischenlage einer Gummiumhüllung '9 aufgeschoben. Die Fede rung :des Sitzes entspricht der Nachgiebig keit der Stützen 4 .gegenüber Biegung.
Beim Stuhl der Fig. 2 ist die Stütze 4 noch durch eine Hilfsstütze 10 unterstützt und :gehalten, die aus anderem Material. als Glas bestehen kann. Sitz und Lehne werden durch die Sitzgurte oder Stäbe 11 gebildet, welche um die Stützen 4 herumgreifen. Die Stütze 4 wirkt mit der Stütze 10 so zusam men, :dass beide bei unbelastetem Stuhl sich gegenseitig in ,der .gezeichneten Stellung halten.
Fi.g. 3 zeigt eine Umhüllung 12 der 'Sei- tenkanten der Stütze, die zum Beispiel an der untern Auflagefläche der Stütze 4 des Stuhls na:eh Fig. 1 oder 2 angeordnet sein kann. Die die beiden Kanten U-förmig um fassenden Seitenteile 12 sind durch den un- tern Teil 13 zu einem Stück verbunden, auf dem die .Stütze aufruht.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4 ist der Sitz in ähnlicher Weise wie in Fig. 1 über einen Querholm 2 und die mit der Lehne durch Zapfen 24 verbundene Haltevorrich tung 6 auf .den federnden Stützen gelagert. Diese bestehen je aus einem untern horizon talen Glasteil 14 und einem obern Teil 15. sowie einem senkrechten Pfosten 16. Die Teile 14 und 15 bestehen aus Teilen von ebenen Glastafeln, während der Pfosten 16, ,der nicht nachgiebig zu sein braucht, aus anderem Material besteht.
Die Stütze 1'4 ist in. einem rückwärtigen Schuh 17 und einem untern :gekrümmten Ende 18 des Pfostens 16 hohlgelagert, so ,dass sie sieh frei durch biegen kann.
Die Stütze 15 bist am obern Ende 19 des Pfostens 16 eingespannt ,gehal ten und durch die Haltevorrichtung 6 der Rückenlehne des Sitzes 1 belastet, so,dass sie sich unter der Wirkung der Last frei schwin gend federnd durchbiegt. Zur Unterstützung des Stützenteills 15 ist noch eine kürzere und schmalere Federlage 20 vorgesehen, die eben falls am Ende 19 unterhalb .der Lage 1,5 ein gespannt :gehalten ist.
Der Pfosten 16 ist aus zwei Teilen zusammengesetzt, welche mittels iSchrauben 21 :gegeneinander gedrückt wer den und dabei zwischen den Gummilagen 22 und 23 die Glasfedern 14, 15 und 20 fest halten. Der :Sitz 1 ist, wie in Fig. 5 ver grössert gezeigt, in -der Haltevorrichtung 6 durch drehbare Zapfen 24 gelagert, damit ,die freie Fede.rungsbewegun:g ermöglicht wird. Ebenso ist der Sitz 1 auf der obern abgerundeten Kante 25 des Holmes 2 neig bar gelagert.
Die Federung wird gemeinsam von den Federn 14, 15 und 20 aufgenommen, indem unter Last die Federn 15 und 20 sich frei durchbiegen, während die Feder 14 sich durch die abgerundete Form des Endes 18 nach abwärts zum Boden biegt.
Die Ausführungsform der Fig. 6 unter scheidet sich von der der Fig. 4 im wesent lichen dadurch, dass die vordern Pfosten und der Querholm aus einem einzigen H-förmi- gen ebenen Glasstück 26 gebildet sind, das zusammen mit den Federstützen 14 und 15 in Eckstücken 27 und 28 aus anderem Ma terial eingelegt ist .
Fig. 7 zeigt näher die Ausbildungsform des obern Eckstückes 28, das aus einem äussern Teil 29 und einem innern Teil 3,0 besteht, die durch eine versenkt angeordnete Schraube 31 miteinander verbunden sind und die Glasstreifen 216 und 15 unter Zwischen- lage von Gummihülsen 23 und 32 ein gespannt halten.
Fig. 8 und 9 zeigen eine Ausführungs form, bei der die vordern Pfosten durch Glas streifen 33 gebildet sind, deren Ebene paral lel zur Längsachse des Stuhls sich befindet. Durch diese Anordnung federn die Pfosten wenig oder nicht bei der Belastung. Zwischen den Pfosten 33 kann das H-förmige Stück 26 in ähnlicher Weise, wie in Fig. 6 gezeigt, angeordnet sein, dessen Ebene rechtwinklig zu der der Pfosten 33 steht. Die Pfostenteile sind untereinander und mit der untern Feder 14 und der obern 15 im wesentlichen durch Verkleben verbunden, und jede Verbindungs stelle ist durch die Eckstücke 34 und 35 be deckt und geschützt.
Fig. 10 zeigt eine unmittelbare Eckver- bindung zwischen dem Pfosten 33 und der Feder 15 bezw. 14. Die Feder greift in eine Aussparung 36 des Pfostens 33 und ist dort durch Einspannen und durch Verkleben ge halten.
Bei den verschiedenen Ausführungsfor men der Erfindung können die Glasstützen oder ihre Teile mit einer Schutzschicht ver sehen sein, zum Beispiel aus aufgeklebten durchsichtigen Zellulosederivaten. Ferner können auch die Glasstützen oder ihre ein zelnen Teile aus mehreren Glasschichten zu sammengesetzt sein, die miteinander durch eine Zwischenlage verklebt sind. Ist diese Zwischenlage nachgiebig, so kann die Fede rungswirkung und die Fähigkeit zur Auf nahme und Wiederhergabe von Federkräften auch bei beträchtlichen Belastungen inner halb der Elastizitätsgrenzen hierdurch be trächtlich gesteigert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCll Federnde Stütze, insbesondere für Sitz möbel, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens die federnd nachgiebigen Teile der Stütze aus federnden Glassorten bestehen. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Federnde Stütze nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die federnd nachgiebigen Teile der Stütze aus Einschichten-Sicherheitshartglas be stehen. 2.Stütze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren Teilen von ebenen Glastafeln und Ver- bindungsorganen zusammengesetzt ist. 3. Stütze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie in Schuhen unter Zwischenlage elastischen Materials frei durchbiegbar gelagert ist. 4.Stütze nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus je einem untern und einem obern waagrechten Teil aus Glas und einem senkrechten Pfostenteil zusammengesetzt ist, wobei der untere Teil in einem rück wärtigen Schuh und dem Pfostenteil im Abstand von der untern Auflagefläche gelagert ist, und die Auflagefläche des vordern Pfostenteils gekrümmt ist. 5.Stütze nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Pfostenteil derselben zusammen mit dem je die Stützen eines Stützenpaares verbindenden Querholm eines von den Stützen getragenen Sitzes aus eineue H-förmg geschnittenen Stück einer ebe nen Glastafel besteht. 6.Stütze nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass an den senkrechten Pfosten teilen weitere versteifend wirkende Teile von Glastafeln angeordnet sind, deren Tafelebene je zur Längsebene der Stütze parallel läuft. 7. Stütze nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeich- net, dass die den vordern Pfosten bilden den Schenkel der H-förmigen Scheibe und die zu diesen in senkrechter Ebene stehenden weiteren Glastafelteile der Pfosten in gemeinsamen Eckstücken ge fasst und miteinander verklebt sind. B.Stütze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein äusserer Teil der selben aus einem einzigen Glasstreifen gebogen und in der gebogenen Form durch einen innern als federnde Hilfs stütze wirkenden Teil gehalten ist, der mit dem äussern Teil an zwei Stellen ver bunden ist. 9. Federnde Stütze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Glasteile der Stütze von einer Deckschicht aus durchsichtigen Zellulosederivaten bedeckt und geschützt sind. 10. Federnde Stütze nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren Glasschichten besteht, die un ter Zwischenlage einer mit den benach barten Ebenen der Glasteile verklebten nachgiebigen Zwischenschicht miteinan der verbunden sind.
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