Federnde Stütze, insbesondere für Sitzmöbel. Die Erfindung betrifft federnde Stützen und bezieht sich insbesondere auf Stützen für ,Sitzmöbel, deren Duschfederung zur federnd nachgiebigen Aufnahme der Sitzlast dient. Es war bisher üblich, dass solche federnde Stützen aus Federstahl oder Stahlrohren oder bei geringerer Federung auch aus Holz be standen.
Gemäss der Erfindung sollen minde- stens die federnd nachgiebigen Teile der Stützen dagegen aus federnden Glassorten bestehen. Hierfür kommt vor allem das als einschichtiges Sicherheitsglas bekannte Hart glas in Frage.
Es ist zwar schon bekannt, dass dieses Glas gute elastische Eigenschaften besitzt, aber diese sind .noch nicht ausgenutzt worden, um daraus Teile herzustellen, welche als federnde Teile dazu bestimmt sind, Kräfte elastisch aufzuspeichern und wieder herzugeben. Nach ,der Erfindung aus sol chem Glas hergestellte federnde Stützen haben den Vorteil gegenüber federnden Stahl stützen,
dass sie vollkommen glatt sind, keiner Oberflächenbearbeitung bedürfen, und. ,dass sie gegenüber Witterungseinflüssen und Korrosion beständig und infolge ihrer Durch- sichtigkeit leicht zu reinigen, also hygienisch sind.
Die erfindungsgemäss aus Glas bestehen- den Stützen können an sich in ähnlicher Weise bezw. U-förmig ,gebogen und belastet sein,
wie dies bei Sitzmöbelstützen aus fe- derndem Stahl bekannt ist. Da sich jedoch Glas einfacher in ebenen Tafeln herstellen lässt, sollen zweckmässige Ausführungsformen ,des Erfindungsgegenstandes .aus ebenen Glw- teilen zusammengesetzt sein.
Auch hierbei kann man die federnde Nachgiebigkeit des Glases bei Bdegungsbeanspruchung zur fe dernden Aufnahme einer Sitzlast wirksam heranziehen.
Die Zeichnungen zeigen verschiedene Ausführungsformen von erfindungsgemässen Stützen und ihre Anordnung an Sitzmöbeln, und zwax zeigen:
Fäg. 1 einen .Stuhl. mit einem Paar gebo gener ,Stützen, Pig. 2 einen Stuhl mit solchen gebogenen und mit Hilfsstützen, Fig. 3 eine Einzelheit zu einem Sitz nach Fig. l oder 2, Fig. 4 einen Stuhl mit aus mehreren Teilen zusammengesetzten Stützen,
Fig. 5 eine Einzelheit hierzu, Fig. 6 einen weiteren Stuhl mit aus meh reren Teilen zusammengesetzten Stützen, Fig. 7 eine Einzelheit hierzu, Fig. 8 einen weiteren -Stuhl mit aus mehreren Teilen zusammengesetzten Stützen, Fig. 9 einen Teilquerschnitt längs der Linie IX-IX der Fig. 8, Fig. 10 eine Einzelheit der Stützenver- bindung.
Gemäss Fig. 1 besitzt der Stuhl eine Sitz fläche 1 aus irgendeinem geeigneten Mate rial, die auf :den Querholmen 2 und 3 auf liegt, welche auf den gebogenen Glasstützen 4 an den Verbindungsstellen 5 und ss be festigt sind.
Die Verbindungsteile bei 5 :sind nach Art einer Schelle unter Zwischenlage einer Gummiumhüllung 7 mittels Schrauben 8 an :die Stütze 4 angepresst; die Verbin dungsteile bei 6 sind je auf,das obere Stützen ende ebenfalls unter Zwischenlage einer Gummiumhüllung '9 aufgeschoben. Die Fede rung :des Sitzes entspricht der Nachgiebig keit der Stützen 4 .gegenüber Biegung.
Beim Stuhl der Fig. 2 ist die Stütze 4 noch durch eine Hilfsstütze 10 unterstützt und :gehalten, die aus anderem Material. als Glas bestehen kann. Sitz und Lehne werden durch die Sitzgurte oder Stäbe 11 gebildet, welche um die Stützen 4 herumgreifen. Die Stütze 4 wirkt mit der Stütze 10 so zusam men, :dass beide bei unbelastetem Stuhl sich gegenseitig in ,der .gezeichneten Stellung halten.
Fi.g. 3 zeigt eine Umhüllung 12 der 'Sei- tenkanten der Stütze, die zum Beispiel an der untern Auflagefläche der Stütze 4 des Stuhls na:eh Fig. 1 oder 2 angeordnet sein kann. Die die beiden Kanten U-förmig um fassenden Seitenteile 12 sind durch den un- tern Teil 13 zu einem Stück verbunden, auf dem die .Stütze aufruht.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4 ist der Sitz in ähnlicher Weise wie in Fig. 1 über einen Querholm 2 und die mit der Lehne durch Zapfen 24 verbundene Haltevorrich tung 6 auf .den federnden Stützen gelagert. Diese bestehen je aus einem untern horizon talen Glasteil 14 und einem obern Teil 15. sowie einem senkrechten Pfosten 16. Die Teile 14 und 15 bestehen aus Teilen von ebenen Glastafeln, während der Pfosten 16, ,der nicht nachgiebig zu sein braucht, aus anderem Material besteht.
Die Stütze 1'4 ist in. einem rückwärtigen Schuh 17 und einem untern :gekrümmten Ende 18 des Pfostens 16 hohlgelagert, so ,dass sie sieh frei durch biegen kann.
Die Stütze 15 bist am obern Ende 19 des Pfostens 16 eingespannt ,gehal ten und durch die Haltevorrichtung 6 der Rückenlehne des Sitzes 1 belastet, so,dass sie sich unter der Wirkung der Last frei schwin gend federnd durchbiegt. Zur Unterstützung des Stützenteills 15 ist noch eine kürzere und schmalere Federlage 20 vorgesehen, die eben falls am Ende 19 unterhalb .der Lage 1,5 ein gespannt :gehalten ist.
Der Pfosten 16 ist aus zwei Teilen zusammengesetzt, welche mittels iSchrauben 21 :gegeneinander gedrückt wer den und dabei zwischen den Gummilagen 22 und 23 die Glasfedern 14, 15 und 20 fest halten. Der :Sitz 1 ist, wie in Fig. 5 ver grössert gezeigt, in -der Haltevorrichtung 6 durch drehbare Zapfen 24 gelagert, damit ,die freie Fede.rungsbewegun:g ermöglicht wird. Ebenso ist der Sitz 1 auf der obern abgerundeten Kante 25 des Holmes 2 neig bar gelagert.
Die Federung wird gemeinsam von den Federn 14, 15 und 20 aufgenommen, indem unter Last die Federn 15 und 20 sich frei durchbiegen, während die Feder 14 sich durch die abgerundete Form des Endes 18 nach abwärts zum Boden biegt.
Die Ausführungsform der Fig. 6 unter scheidet sich von der der Fig. 4 im wesent lichen dadurch, dass die vordern Pfosten und der Querholm aus einem einzigen H-förmi- gen ebenen Glasstück 26 gebildet sind, das zusammen mit den Federstützen 14 und 15 in Eckstücken 27 und 28 aus anderem Ma terial eingelegt ist .
Fig. 7 zeigt näher die Ausbildungsform des obern Eckstückes 28, das aus einem äussern Teil 29 und einem innern Teil 3,0 besteht, die durch eine versenkt angeordnete Schraube 31 miteinander verbunden sind und die Glasstreifen 216 und 15 unter Zwischen- lage von Gummihülsen 23 und 32 ein gespannt halten.
Fig. 8 und 9 zeigen eine Ausführungs form, bei der die vordern Pfosten durch Glas streifen 33 gebildet sind, deren Ebene paral lel zur Längsachse des Stuhls sich befindet. Durch diese Anordnung federn die Pfosten wenig oder nicht bei der Belastung. Zwischen den Pfosten 33 kann das H-förmige Stück 26 in ähnlicher Weise, wie in Fig. 6 gezeigt, angeordnet sein, dessen Ebene rechtwinklig zu der der Pfosten 33 steht. Die Pfostenteile sind untereinander und mit der untern Feder 14 und der obern 15 im wesentlichen durch Verkleben verbunden, und jede Verbindungs stelle ist durch die Eckstücke 34 und 35 be deckt und geschützt.
Fig. 10 zeigt eine unmittelbare Eckver- bindung zwischen dem Pfosten 33 und der Feder 15 bezw. 14. Die Feder greift in eine Aussparung 36 des Pfostens 33 und ist dort durch Einspannen und durch Verkleben ge halten.
Bei den verschiedenen Ausführungsfor men der Erfindung können die Glasstützen oder ihre Teile mit einer Schutzschicht ver sehen sein, zum Beispiel aus aufgeklebten durchsichtigen Zellulosederivaten. Ferner können auch die Glasstützen oder ihre ein zelnen Teile aus mehreren Glasschichten zu sammengesetzt sein, die miteinander durch eine Zwischenlage verklebt sind. Ist diese Zwischenlage nachgiebig, so kann die Fede rungswirkung und die Fähigkeit zur Auf nahme und Wiederhergabe von Federkräften auch bei beträchtlichen Belastungen inner halb der Elastizitätsgrenzen hierdurch be trächtlich gesteigert werden.
Spring supports, in particular for seating furniture. The invention relates to resilient supports and relates in particular to supports for seating furniture, the shower suspension of which is used for resiliently resilient absorption of the seat load. It was customary up to now for such resilient supports to be made of spring steel or steel tubes or, if there is less suspension, also of wood.
According to the invention, on the other hand, at least the resiliently flexible parts of the supports should consist of resilient types of glass. Hard glass, known as single-layer safety glass, is particularly suitable for this purpose.
It is already known that this glass has good elastic properties, but these have not yet been used to produce parts which, as resilient parts, are intended to elastically store forces and then give them back. According to the invention made of sol chem glass resilient supports have the advantage over resilient steel supports,
that they are perfectly smooth, do not require any surface treatment, and. that they are resistant to the effects of the weather and corrosion and, due to their transparency, are easy to clean, ie hygienic.
The supports made of glass according to the invention can per se or in a similar manner. Be U-shaped, curved and loaded,
as is known from seat furniture supports made of resilient steel. However, since glass can be produced more easily in flat sheets, expedient embodiments of the subject matter of the invention should be composed of flat parts.
Here, too, the resilient flexibility of the glass can be used effectively to absorb a seat load when there is stress.
The drawings show various embodiments of supports according to the invention and their arrangement on seating furniture, and zwax show:
Fäg. 1 a .chair. with a pair of gebo gener, props, pig. 2 a chair with such curved and with auxiliary supports, FIG. 3 a detail of a seat according to FIG. 1 or 2, FIG. 4 a chair with supports composed of several parts,
Fig. 5 shows a detail of this, Fig. 6 shows another chair with supports composed of several parts, Fig. 7 shows a detail of this, Fig. 8 shows another chair with supports composed of several parts, Fig. 9 shows a partial cross-section along the line IX-IX of FIGS. 8, 10 a detail of the column connection.
According to Fig. 1, the chair has a seat surface 1 made of any suitable mate rial, which is on: the crossbars 2 and 3, which are fastened on the curved glass supports 4 at the joints 5 and ss be.
The connecting parts at 5: are in the manner of a clamp with the interposition of a rubber casing 7 by means of screws 8 on: the support 4; the connec tion parts at 6 are each on, the upper support end also with the interposition of a rubber cover '9 pushed. The suspension: the seat corresponds to the flexibility of the supports 4.
In the chair of Fig. 2, the support 4 is supported by an auxiliary support 10 and: held, which is made of a different material. can exist as glass. The seat and the backrest are formed by the seat belts or rods 11 which grip around the supports 4. The support 4 interacts with the support 10 in such a way that: when the chair is unloaded, both hold each other in the position shown.
Fi.g. 3 shows a covering 12 of the side edges of the support, which can be arranged, for example, on the lower support surface of the support 4 of the chair na: eh FIG. 1 or 2. The side parts 12 encompassing the two edges in a U-shape are connected by the lower part 13 to form one piece on which the support rests.
In the embodiment of FIG. 4, the seat is mounted on .den resilient supports in a manner similar to that in FIG. 1 via a cross member 2 and the holding device 6 connected to the back by pin 24. These each consist of a lower horizon tal glass part 14 and an upper part 15. and a vertical post 16. The parts 14 and 15 consist of parts of flat glass panels, while the post 16, which does not need to be flexible, made of other material consists.
The support 1'4 is hollow-mounted in a rear shoe 17 and a lower, curved end 18 of the post 16 so that it can bend freely.
The support 15 are clamped at the upper end 19 of the post 16, held th and loaded by the holding device 6 of the backrest of the seat 1 so that it bends freely vibrating resiliently under the action of the load. To support the support part 15, a shorter and narrower spring layer 20 is also provided, which is also held under tension if at the end 19 below the 1.5 layer.
The post 16 is composed of two parts, which by means of screws 21: pressed against each other and hold the glass springs 14, 15 and 20 between the rubber layers 22 and 23. The: seat 1 is, as shown enlarged in Fig. 5, mounted in the holding device 6 by rotatable pins 24 so that the free Fede.rungsbewegungun: g is made possible. Likewise, the seat 1 is mounted on the upper rounded edge 25 of the spar 2 tilt bar.
The suspension is taken up jointly by the springs 14, 15 and 20 in that the springs 15 and 20 flex freely under load, while the spring 14 flexes downwardly to the ground due to the rounded shape of the end 18.
The embodiment of FIG. 6 differs from that of FIG. 4 essentially in that the front posts and the cross bar are formed from a single H-shaped flat piece of glass 26 which, together with the spring supports 14 and 15 in FIG Corner pieces 27 and 28 made of other material is inserted.
7 shows in more detail the embodiment of the upper corner piece 28, which consists of an outer part 29 and an inner part 3, 3 which are connected to one another by a countersunk screw 31 and the glass strips 216 and 15 with the interposition of rubber sleeves 23 and 32 keep an excited.
Fig. 8 and 9 show an embodiment form in which the front posts are formed by glass strips 33, the plane of which is paral lel to the longitudinal axis of the chair. With this arrangement, the posts spring little or not under load. Between the posts 33, the H-shaped piece 26 can be arranged in a manner similar to that shown in FIG. 6, the plane of which is at right angles to that of the post 33. The post parts are connected with each other and with the lower spring 14 and the upper 15 essentially by gluing, and each connection point is covered by the corner pieces 34 and 35 be and protected.
FIG. 10 shows a direct corner connection between the post 33 and the spring 15, respectively. 14. The spring engages in a recess 36 of the post 33 and is held there by clamping and gluing ge.
In the various embodiments of the invention, the glass supports or their parts can be provided with a protective layer, for example made of glued-on transparent cellulose derivatives. Furthermore, the glass supports or their individual parts can also be composed of several glass layers which are glued to one another by an intermediate layer. If this intermediate layer is flexible, the springing effect and the ability to absorb and restore spring forces can be increased considerably even with considerable loads within the elastic limits.