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AT92796B - Selbsttätiger Elektromagnetausschalter. - Google Patents

Selbsttätiger Elektromagnetausschalter.

Info

Publication number
AT92796B
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Authority
AT
Austria
Prior art keywords
switch
plug
coil
locking device
lever
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Leonhard Kahn
Original Assignee
Leonhard Kahn
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leonhard Kahn filed Critical Leonhard Kahn
Application granted granted Critical
Publication of AT92796B publication Critical patent/AT92796B/de

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Man hat schon vorgeschlagen, einen automatischen Ausschalter in einem Sicherungsstöpsel unterzubringen, aber der praktische Erfolg blieb aus, weil der Ausschalter samt Spule gemeinsam in dem Stöpselinnern in solider Ausführung mit unbedingt sicherer Wirkung nicht unterzubringen war. Um nun'allen Teilen, namentlich auch der Spule, die für eine entsprechende elektromagnetische Ausschaltekraft erforderliche Grösse geben zu können, ist gemäss der vorliegenden Erfindung die Anordnung so getroffen, dass im   Stöpselinnern   im wesentlichen nur die Spule untergebracht ist, während der eigentliche Schalter aussen auf dem Stöpseldeckel angeordnet wird.

   Das hat ausser dem Vorteil einer   grösseren und   besser isolierten Spule noch den Vorzug, dass die'eigentlichen Ausschaltkontakte von der Spule entfernt sind und die Stromunterbrechung nicht im Innern des üblichen Porzellanstöpsels und in der unmittelbaren Nachbarschaft der Spule stattfindet, so dass sowohl die Gefahr einer Explosion des Stöpsels als die einer Beschädigung der Spule durch den Lichtbogen wegfällt. Der eigentliche Ausschalter wird dabei zweckmässig als Drehschalter ausgeführt, was den weiteren Vorteil hat, dass man Kontaktflächen, Unterbrechungsweg und auch die Abreissgeschwindigkeit wesentlich vergrössern kann, ohne den Schalter unverhältnismässig gross zu machen. Dabei können alle Teile genügend stark ausgeführt werden, um eine beträchtliche Lebensdauer des Schalters zu bedingen. 



  Schliesslich aber werden Schalter und insbesondere seine Kontakte der Kontrolle zugänglich und können etwaige Schmelzperlen leicht festgestellt und beseitigt werden. 



   Die Sperrvorrichtung für den Drehschalter wird dabei gleichzeitig so eingerichtet, dass sie den Drehschalterknopf auch in der ausgeschalteten Lage festhält, und die Lösung dieser Sperrung kann erst erfolgen, wenn der ganze Sicherungsstöpsel aus der Fassung des Sicherungsbrettes herausgeschraubt wird, wodurch vermieden wird, dass ein Wiedereinschalten unter Kurzschluss erfolgt. Schraubt man den so wieder eingeschalteten Stöpsel dann wieder in die Fassung ein, so schaltet er sofort selbsttätig wieder'aus, wenn der Kurzschluss noch besteht. 



   Für den Fall des gelegentlichen Versagens des Ausschalters ist noch in bekannter Weise eine zusätzliche Schmelzsicherung angebracht. Diese liegt aber nicht, wie bei bekannten Einrichtungen einfach im Innern des Stöpsels, wobei sie beim Durchschmelzen die Schalterteile und die Spule verletzten könnte, sondern sie liegt in einem besonderen Kanal in der Stöpselwandung und hat somit keinerlei Einfluss auf das Stöpselinnere. 



   Bei einer zweiten Ausführungsform ist zwischen dem Hebel der Sperrvorrichtung für den Drehschalter und dem Kern'noch ein Zwischenhebel oder irgendeine andere Übersetzung eingeschaltet. Diese Übersetzung kann entweder durch Hebel-oder auch durch Zahnräder, durch Druckluftkolben u. dergl. ausgeführt werden und ist so eingerichtet, dass durch sie die von dem Kern ausgeübte Kraft vergrössert und damit die Sperrvorrichtung sicherer ausgelöst wird. 



  Die genaue   Auslösung   kann dann gemäss der vorliegenden Erfindung noch dadurch eingestellt werden, dass der Sperrzahn in seiner Stellung zu dem Schlitz des Drehschalters eingestellt werden kann. Dadurch kann man nach Belieben die Ausschaltung empfindlicher machen. 



    Weiter erscheint es zweckmässig, den Ausschalter für Wechselstrom und für Gleichstrom gleich empfindlich zu machen, so dass der Stöpsel ohne weiteres für beide Stromarten benutzt   

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 werden kann. Es wird dies dadurch erreicht, dass man die Spule selbst nicht wie bisher üblich, aus Holz oder Pappe macht, sondern aus Kupfer oder Messing. Die bei Wechselstrom in dieser Hülse auftretenden Wirbelströme, die bei Gleichstrom nicht entstehen, veranlassen dann, dass der Schalter bei Wechselstrom auf die gleiche Stromstärke anspricht, wie bei Gleichstrom.

   Anstatt die ganze Hülse aus Kupfer oder Messing oder einem ähnlichen Metall zu machen, kann man sie auch innen oder aussen mit einem Mantel aus derartigem Stoff umgeben oder den Kern selbst mit einem ähnlichen Mantel versehen, der gegebenenfalls als galvanischer Überzug oder auch als aufgewickelte, in sich kurz geschlossene Spule ausgeführt sein kann. Um eine Bremsung der Bewegung des Kerns zu erreichen, kann man ihn auch in Öl, Glyzerin oder eine andere Flüssigkeit legen oder den Abstand zwischen Kern und Spulenwandung so gering machen, dass bei der Bewegung ein Luftwiderstand auftritt. 



   Zwei beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt, 
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 während Fig. 3 und 4 die entsprechenden Ansichten der zweiten Ausführungsform darstellen. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 ist in dem Sicherungsstöpsel (t die Spule b untergebracht. Zu dieser Spule gehört ein Kern, dessen unterer Teil c aus Eisen und dessen oberer Teil   d   aus Messing oder einem anderen nicht magnetisierbaren Stoff bestellt. 



  Der Kern wird durch eine leichte Feder e, die sich gegen den Bund f legt, ständig nach unten gezogen. Über dem Kern liegt ein um g drehbarer Hebel, der die Sperrvorrichtung darstellt und mit einer Nase   li-in Schlitze   des Drehknopfes i eingreifen kann. Eine kleine Feder j drückt die Nase beständig gegen den Knopf i. Der Sperrhebel besitzt ausserdem einen   Ansatz Je,   an dem eine kleine Zugstange      angreift, die in der Nähe des Gewindes m mit einer kleinen Platte n durch einen Schlitz im Stöpselkörper nach aussen tritt. Der Drehknopf i trägt zwei Bürsten o, die sich gegen die Winkelstücke   11   legen können. Er steht in bekannter Weise unter der Wirkung einer   Spiralfeder'1,   die ihn   ständig in   die Ausschaltlage zurückzuführen strebt. 



   Wenn die Bürsten o an den   Kontaktstücken p   anliegen, so schnappt die   Nase li   in den einen Schlitz des Drehknopfes ein und hält den Schalter in dieser Stellung fest. Tritt ein Kurzschluss oder eine wesentliche Steigerung der Stromstärke ein, so zieht die Spule b den Eisenkern c unter Spannung der Feder e in sich hinein, wobei der obere Teil d gegen den Sperrhebel stösst und die Nase lt infolgedessen aus dem Schlitz des Drehknopfes   i   herausgeht. 



  Jetzt kann unter Wirkung der Feder   q   der Schalter sich öffnen, wobei die Bürsten o von den   Kontaktstücken jp zurückgehen.   Dabei kann noch ein besonderer Abreisskontakt an den Bürsten vorgesehen sein. Durch dieses Öffnen des Schalters wird der Stromkreis unterbrochen. Gleichzeitig schnappt aber auch die Nase   A   in den anderen Schlitz r des Drehschalters ein, was durch den Kern, da dieser nach Unterbrechung des Stromes wieder zurückgeht, nicht gehindert wird, und hält den Schalter in seiner Offenstellung fest, so dass er nicht von Hand aus in die Schlusslage zurückgedreht werden kann.

   Um den Schalter wieder zu schliessen, muss man den ganzen Stöpsel herausschrauben und die Platte   n   herunterziehen, wobei die Nase aus dem   Schlitz l'heraustritt   und den Knopf wieder freigibt. Jetzt erst kann durch Drehen des Knopfes das Einschalten wieder erfolgen, wobei dann die Nase      in den ersten Schlitz wieder einschnappt und den Schalter in der eingeschalteten Stellung festhält. 



   An einer Stelle ist in den Stöpselkörper noch ein Schmelzdraht s als weitere Sicherung eingelassen, der jedoch so bemessen ist, dass er erst durchschmilzt, wenn beim Nichtfunktionieren des Schalters die   Stromstärke noch   mehr zunimmt. Er dient nur als weitere Sicherheitsvorrichtung für unvorhergesehene Fälle. Bei der Ausführungsform der ganzen Einrichtung als gewöhnlicher Ausschalter für Leitungen, Lampen, Motoren usw. fällt das Gewinde   in   fort, und der ganze Körper ist nur auf einem entsprechenden Sockel angebracht. 



   Bei der zweiten Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 greift in den   Drehschalter,/   der um c drehbare Hebel d mit der Nase b ein und hält ihn in der Sperrlage fest. Auf das Ende dieses Hebels wirkt nun der Kern e der Spule f nicht unmittelbar ein, sondern unter 
 EMI2.2 
 



  Auf den Kern wirkt eine   Druckfed. erj, die   ihn ständig nach oben gegen den   Hebel 11   drückt.
Erreicht der durch die Spule f fliessende Strom eine bestimmte Stärke, so wird der 
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 der Sperrzahn bei b den Schalter a freigibt und ihn ebenso wie bei der vorher beschriebenen   Ausführungsform   durch Einschnappen in einen zweiten Schlitz in der Unterbrechungsstellung sperrt. Dabei kann man die Eingriffstiefe des Sperrzahnes b im Schlitz des Drehschalters   t   noch durch eine   Schraube k   verstellen, so dass man dadurch die Sperrvorrichtung mehr oder weniger empfindlich machen kann.

   Infolge der   Kraftschlussverbindung   zwischen dem Kern e und dem   Hebel/t   (der Kern kann übrigens mit dem Hebel   A   auch durch ein Gelenk oder in anderer Weise verbunden sein), wird bei der durch die   Schraube 7 ;   bewirkten Verstellung 

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 des Hebels   cl   auch die Lage des Kerns e im Verhältnis zur   Spule f verändert, wodurch   die Empfindlichkeit des Schalters gleichfalls, u. zw. im gleichen Sinne wie durch die Verstellung des Hebels d beeinflusst wird. 



   Die Zurückziehung des Sperrzahnes b von Hand aus erfolgt wieder wie bei der früheren Ausführungsform durch eine   Zugstange   mit nach aussen tretender Platte oder   Knopf in.   Die Spule ist im vorliegenden Falle aus Kupfer, Messing oder einem ähnlichen Metall ausgeführt, um bei Wechsel-bzw. Gleichstrom den Schalter stets auf dieselbe Stromstärke ansprechen zu lassen. Nur die Oberplatte n der Spule ist als Eisenplatte ausgeführt, bzw. mit einer Eisenauflage versehen. Wie schon gesagt, kann die Spule nach innen oder aussen mit einem   Kupfer-oder Messingmantel versehen   sein oder man kann auch den Kern entsprechend ummanteln. 



   Die feststehenden Kontakte o, gegen die sich die Kontakte      des Drehschalters q legen, sind auf einer Blattfeder r befestigt, die in der Kontaktstellung gespannt ist und somit beim Auslösen des Schalters diesem noch eine Beschleunigung erteilt, die sich zu der ihm von seiner. 



  Feder s erteilten hinzu addiert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Elektromagnetausschalter in Form eines Sicherungsstöpsels für elektrische Leitungen, Apparate usw., dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschalter selbst mit seinen Kontakten aussen auf dem Deckel des Sicherungsstöpsels angebracht ist oder den Deckel des Stöpsels bildet, während der innere Hohlraum des Stöpsels im wesentlichen für die Elektromagnetspule freibleibt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Ausschalters nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter als Drehschalter ausgeführt ist.
    3. Ausführungsform des Ausschalters nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung des Drehschalters aus einem mit einer Nase zi versehenen Hebel besteht, welche Nase in zwei Schlitze des Knopfes (i) des Drehschalters eingreifen kann und ihn sowohl in der Schaltstellung als auch in der Auslösestellung festhalten kann.
    4. Ausführungsform des Ausschalters nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass EMI3.1
    5. Ausführungsform des Ausschalters nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellschraube auf den Hebel der Sperrvorrichtung einwirkt und dadurch gleichzeitig die Nase desselben gegenüber dem Schlitz des Knopfes des Drehschalters verstellt, als auch auf den kraftschlüssig oder zwangschlüssig mit dem Hebel verbundenen Kern der Spule einwirkt und seine Höhenlage zur Spule ändert.
    6. Ausführungsform des Ausschalters nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem beweglichen Kern (e) und der Sperrvorrichtung des Schalters eine Übersetzung (Hebelübersetzung, Zahnradübersetzung, Druckluftübersetzung usw. ) eingeschaltet ist, um die Auslösekraft für den Schalter zu vergrössern.
    7. Ausführungsform des Ausschalters nach Anspruch 1, 2, 3,4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenkern einen Mantel aus Kupfer, Messing od. dgl. besitzt, der gegebenenfalls auf galvanischem Wege hergestellt ist.
    8. Ausführungsform des Ausschalters nach Anspruch 3,4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslösung der Sperrvorrichtung bei offenem Schalter von Hand aus durch eine Zugstange ) od. dgl. erfolgt, deren Angriffsknopf ( so nahe an dem Gewinde des Stöpsels liegt, dass man den Stöpsel erst aus seiner Fassung herausschrauben muss, um den Knopf zugänglich zu machen.
    9. Ausführungsform des Ausschalters nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit zusätzlicher Schmelzsicherung, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schmelzsicherung (8)'in einem besonderen, in der Wandung des Sicherungsstöpsels vorgesehenen Kanal eingelegt ist.
AT92796D 1920-12-13 1921-12-12 Selbsttätiger Elektromagnetausschalter. AT92796B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE92796X 1920-12-13

Publications (1)

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Family

ID=5644351

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AT92796D AT92796B (de) 1920-12-13 1921-12-12 Selbsttätiger Elektromagnetausschalter.

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