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Drehbares Trommelfilter zur Entwässerung nasser Stoffe mit unterhalb der Filterfläche auf dem Trommelumfang verteilten Zellen, die nacheinander unter Saugwirkung gesetzt werden.
Die Erfindung bezieht sich auf solche drehbare Trommelfilter, bei denen unterhalb der Filterflächen auf dem Trommelumfang Zellen verteilt sind, die nacheinander unter Saugwirkung gesetzt werden und dadurch nassen, auf die Filterfläche aufgebrachten Stoffen die Feuchtigkeit entziehen. Bei solchen Filtern konnte bisher das Ansaugen von Luft nicht verhindert werden. weil die Verbindung der Saugzellen mit der Saugleitung sich nicht beliebig unterbrechen liess.
Diese unerwünschte Luftansaugung trat namentlich zu Beginn des Arbeitens sowie dann ein, wenn ein Teil der Filterfläche von der zu entfeuchtenden Schicht entblösst wurde. Um diesen Nachteil der bekannten Apparate zu beseitigen, kommt es deshalb bei der Erfindung darauf
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Zweck sind den Saugzellen Absperrorgane vorgeschaltet, mit deren Hilfe die Zellen beliebig wirkungslos gemacht werden können. Zeigt es sich z. B. während des Betriebes, dass ein Teil
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Filterfläche gehörenden Saugzelle oder Zellen, um diesen Teil des Filters wirkungslos zu machen und damit die Luft von der Saugleitung fern zu halten. Zu Beginn des Arbeitens werden mit Hilfe der Absperrorgans nur diejenigen Saugzellen an die Saugleitung angeschlossen, die zu der bereits mit einer Schicht bedecktcn Filterfläche gel1üren.
Die Absperrorgane für die Saugzellen werden zweckmässig in den Ringkanal eingeschaltet, der sich in an sich bekannter Weise an die Saugleitung anschliesst und in welchen die Saugzellen
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Fig. 5 zeigt im Schnitt eine andere Ausführungsform mit nahe am Umfang der Trommel angeordnetem Saugrohr.
Fig. 6 veranschaulicht im Schnitt eine dritte Ausführungsform, die im wesentlichen eine Umkehrung'des in Fig. 1 dargestellten Trommelfilters ist.
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gestellten Beispiel sind mehrere solcher Kammern 11 gruppenweise vereinigt, um sie gemeinsam unter Saugwirkung setzen zu können. Dies Absaugen erfolgt vom Innern der Trommel aus. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Kammern 11 etwa in der Mitte der Trommel mit einer Auslass- öffnung 12 versehen, an die sich die Absaugeleitung anschliesst.
Diese besteht für jede Gruppe von Saugkammern 11 aus je einem von der Auslassöffnung 12 nach aussen geführten Kanal 13, der, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, in entsprechende, durch die Stirnwand 7 und den Drehzapfen 2 geführte Kanäle 14 mündet. Die Mündungen der Kanäle 14 werden gemäss Fig. 2 und 3 durch einen Deckel 15 dicht verschlossen gehalten, welcher durch Druckfedern 16 gegen den Zapfen 2 der Trommel 1 gepresst wird.
Die Kammern 11 bezw. deren Hälften sind gemäss Fig. 2 nach der Auslassöffnung 12, d. h. nach der Absaugestelle zu allmählich in ihrem Querschnitt erweitert, so dass sich die Flüssigkeit nicht anstauen kann.
Der Deckel 15 ist mit einem Ringkanal 17 versehen (Fig. 4), welcher sich durch Verschlusskörper 18 in mehrere Abschnitte unterteilen lässt und durch einen Stutzen 79 mit der Saugleitung der Pumpe in Verbindung steht.
Die Wirkungsweise der Ausführungsform nach Fig. 1 ist folgende. Sobald die Einführung der zu entfeu, chtenden Stoffe von oben her durch den Trichter 20 beginnt, sind alle Verschlusskörper 18 geschlossen, so dass gemäss Fig. 4 der Kanalabschnitt 21 mit dem Stutzen 79 in Verbindung steht. Es erfolgt also die Absaugung der Feuchtigkeit nur an dem Teil der Trommelfläche, die dem Kanalabschnitt 21 entspricht.
Nach Massgabe der Weiterdrehung der Trommel 1 und der darauf sich bildenden Schicht werden die Verschlusskörper 18, die bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiele aus von aussen her durch Steckschlüssel drehbaren Hahnkörpern bestehen, nacheinander geöfmet und somit der Kanal 17 vergrössert, bis schliesslich der ganze Kanal mit den Mündungen der Kanäle 14 der Kammern 11 in Verbindung steht.
Bei der dargestellten Trommel ist angenommen, dass die Saugwirkung an der Stelle der Abnahme der Stoffe ausgeschaltet ist. Diese nicht'saugende Zone ist in Fig. 1 durch einfache Schranur kenntlich gemacht. Die entfeuchtete Schicht wird von der Trommel 1 durch eine kleine
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Saugwirkung an der Abnahmestelle der Trommelumfläche auszuschalten, ist der Ringkanal gemäss Fig. 4 bei 24 unterbrochen ; wenn die Mündungen 74 an dieser Stelle 24 vorbeigedreht werden, wird ihre Verbindung mit der Pumpe aufgehoben und infolgedessen an der der Unter-
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Hinter der Abgabestelle der Stoffe ist in an sich bekannter Weise eine Reinigungsvorrichtung vorgesehen.
Diese besteht bei dem dargestellten Beispiel aus einer Bürstenwalze 25 und einem parallel zu ihr liegenden Brau, serohr 26, das gegen die Trommel 1 und teilweise auch gegen die
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Reste von der Trommelfläche 10 entfernt. Um nun zu verhindern, dass das aus dem Brauserohr 26 tretende Wasser ap die bereits beinahe entfeuchtete Schicht gelangt, findet an der Wirkungsstelle der Reinigungsvorrichtung innerhalb der ausgeschalteten Zone 28 eine Absaugung des Reinigungswassers statt. Zu dem Zweck ist inmitten der Unterbrechungsfläche 24 des Deckels 15 (Fig. 4) eine kleine Aussparung 29 vorgesehen, die mit dem Saugstutzen 79 durch eine Zweigleitung 30 (Fig. 3) verbunden ist.
Die Mündungen der Kanäle 14 treten nacheinander mit der Aussparung 29 bezw. der Sa-u, gleitu, ng 30, 19 in Verbindung, so dass die der betrenenden Mündung 74 bezw. der Aussparung 29 entsprechende Zone 31 der Trommel 1 saugend wirkt.
Gemäss Fig. 3 ist die Anordnung so getroSen, dass mit dem Offnen des Verschlusse !' 32 des Brauserohres 26 auch die Aussparung 29 bezw. die Zweigleitung 30 in den Bereich der Saugwirkung der Pumpe gebracht wird. Zu dem Zweck ist in der Zweigleitung 30 ein Verschlusskörper 33 vorgesehen, der durch ein Hebelgestänge 34 mit dem Verschlusskörper J2 des Brauserohres 26 in zwangläuilger Verbindung steht, und zwar so, dass beim Schliessen des Verschlusskörpers 32
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möglichst nahe am Trommelumfang und nahezu senkrecht über der Trommelachse angeordnet.
Bei der vorbeschriebenen Ausführungsform münden die Kanäle 11, 13 in einen Sangstutzen 9, der tiefer. liegt als die jeweils am oberen Teile der Trommel befindlichen Ansaugekanäle. Bei dem Beispiel der Fig. 5 dagegen liegen die Kanäle 13 in demselben Abstand von der Trommelmitte wie der Sangstutzen 35. Der Stutzen 35 ist an einem Ring 36 befestigt, der vorteilhaft in die Stirnwand 7 der Trommel 1 eingeschliffen ist und an dem Lagerbock 4 festgehalten wird.
Um auch hier eine gute Abdichtung zwischen dem Ring und der Trommelwand zu erzielen, sind Druckfedern 37 vorgesehen, die den Ring 36 gegen die Stirnwand 7 der Trommel pressen. Der Kanal 36 ersetzt bei dem Beispiel nach Fig. 5 den Deckel 15 der vorbeschriebenen Ausführung- form. Ebenso wie jener ist auch der Ring 36 durch Verschlusskörper in mehrere Abteilungen. unterteilt, um zu Beginn des Arbeitsvorganges das Ansaugen von Luft zu verhindern. Ferner kann der Ring 36 an einer Stelle unterbrochen sein, um an der Abnahmestelle der Stoffe die Saugwirkung auszuschalten.
Dadurch, dass der Ring 36 beinahe denselben Durchmesser besitzt, wie die Trommel selbst, ergibt sich die Möglichkeit, durch zahlreich vorgesehene Verschlüsse in ihm die Veränderung der wirksamen Saugfläche des Trommelfilters besser dem fortschreitenden Arbeitsgang anzupassen, indem sich eine grössere Unterteilung des Ringes 36 und damit der Trommelkammern herbeiführen lässt.
Das Trommelfilter nach Fig. 6 bildet im wesentlichen eine Umkehrung des in Fig. 1 dargestellten Trommelfilters, indem, anstatt wie dort von oben, die Zuführung der zu entfeuchtenden
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Bottich 38 erfolgt. Die Abnahme der Stoffe geschieht ebenfalls an einer nicht saugenden Stelle der Trommelfläche 1. Da bei der Ausführungsform nach Fig. 6 gegenüber der nach Fig. 1 die
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und des nicht weiter dargestellten Trommeldeckels dieselbe.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Drehbares Trommelniter zur Entwässerung nasser Stoffe mit unterhalb der Filterfläche auf dem Trommelumfang verteilten Zellen, die nacheinander unter Saugwirkung gesetzt werden,
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