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Lumineszierender Schirm und Verfahren zu seiner Herstellung
Die Erfindung betrifft im allgemeinen lumineszierende Schirme (Leuchtschirme)'für Elektronenröh- ren und Verfahren zur Herstellung von solchen Schirmen. Besonders betrifft die Erfindung sehr dünne
Schichten von kolloidalen Phosphorteilchen und Verfahren zur Bildung solcher Schichten.
Bei einigen Anwendungsgebieten sind besonders dünne Phosphorschichten erwünscht ; bei bestimmten
Kathodenstrahlröhren, bei denen besonders die Verwendung solcher Schichten angezeigt ist, wird ein Leuchtschirm eingesetzt, der aus übereinandergelagerten Schichten von verschiedenen Phosphorarten zusammengesetzt ist, von denen jede Licht einer andern Farbe abgibt. Beim Arbeiten mit so einer Röhre wird ein selektives Eindringen von Elektronen in den Schirm erhalten, indem entweder die Geschwindigkeit eines einzelnen Elektronenstrahles variiert oder eine Mehrzahl von Strahlen verschiedener Geschwindigkeiten verwendet wird, um die verschiedenen Phosphorschichten selektiv zur Bildung von Farbbildern anzuregen.
Da derFarbausgang eine Funktion des Eindringens des Strahles in den Schirm ist, müssen die übereinandergelagerten Phosphorschichten dünn sein, damit das Eindringen von einer Phosphorschichte zur andern und somit die Farbselektion mit der Signalschaltspannung ausgeführt werden kann.
Ein erfindungsgemäss lumineszierender Schirm mit Schichten aus unterschiedliche Farbe erzeugenden Teilchen bestehend aus Phosphormaterial ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine dieser Schichten aus einer Mehrzahl von die Dicke eines einzelnen Teilchens aufweisenden Teilschichten bildenden Ablagerungen von Phosphorteilchen besteht.
Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung eines derartigen lumineszierenden Schirmes mit einer Oberfläche, auf der sich eine Schichte von Phosphorteilchen befindet, besteht darin, dass diese Oberfläche mit einem Teilchen absorbierenden Film bedeckt wird, Phosphorteilchen auf diesem Film abgelagert werden, der Überschuss der an diesem Film nicht haftenden Teilchen entfernt und das Verfahren wiederholt wird, um einen aus mehreren Schichten gebildeten Schirm gewünschter Dicke zu erhalten.
Kurz gesagt besteht gemäss einem Merkmal der Erfindung ein lumineszierender Schirm aus zumindest einer Schicht, die aus einer oder mehreren Ablagerungen von dichtgepackten Phosphorteilchen gebildet ist. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung können Leuchtschirme, die sich zur Verwendung von nach dem Eindringungsprinzip arbeitenden Kathodenstrahlröhren eignen, aus einer Mehrzahl von übereinander befindlichen Schichten aus Phosphorteilchen bestehen, wobei es entweder 1. Schirme mit durchgehenden Schichten oder 2. Schirme mit vielfach beschichteten Teilchen sein können.
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angezogen werden, um an ihnen zu haften. Gemäss einer Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung wird eine Trägeroberfläche, z. B. eine Glasfrontplatte mit einem solchen adsorbierenden Film bedeckt.
In den Zeichnungen zeigen Fig. l einen Längsschnitt einer Kathodenstrahlröhre mit einem Leuchtschirm, Fig. 2 und 3 vergrösserte Schnitte von Schirmen mit einer Schicht bzw. mehrschichtige Schirme, die sich zur Verwendung in der Röhre gemäss Fig. l eignen, Fig. 4 eine vergrösserte Schnittansicht eines abgeänderten mehrschichtigen Schirmes nachFig. 3, Fig. 5 einen Schnitt eines vielfach beschichteten Teilchens, Fig. 6 eine abgeänderte Form des Teilchens nach Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt durch einen mehrschichtigen
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Leuchtschirm mit nach Fig. 6 beschichteten Teilchen und schliesslich Fig. 8 einen stark vergrösserten Schnitt durch eine Phosphorschicht.
In Fig. 1 besteht eine Kathodenstrahlröhre 10 aus einer Hülle 11 mit einem Hals 12, einer Frontplat- te 14 und einem Verbindungstrichter 16. Mit einer Elektronenspritze 18 imHalse 12 kann ein Strahl 20 von Elektronen gegen die Frontplatte 14 geschleudert werden. Ein leitfähiger Überzug 26 ist auf der In- nenseite des Trichters 16 vorgesehen ; er dient als Beschleunigungselektrode. Ein hohes Spannungspoten- tial wird der Elektrode 26 mittels in dem Trichter 16 eingeschlossener Anschlussteile (schematisch mit dem Pfeil 28 angezeigt) erteilt. Ein magnetisches Ablenkjoch 30 kann zwecks Ablenkung des Elektronen- strahles 20 zum Abtasten eines Rasters über der Frontplatte 14 vorgesehen sein.
Ein auf der Innenseite der Frontplatte 14 befindlicher Leuchtschirm 32 besteht aus einer oder mehre- ren Schichten aus Phosphorteilchen. Der Schirm 32 kann z. B. aus einer einzigen Schicht von Teilchen bestehen, um entweder einen Lichtausgang einer einzigen Farbe oder von Weiss zu ergeben. Der Schirm kann aber auch aus einer Mehrzahl von übereinandergelagerten Schichten aus Phosphorteilchen von kol- loidaler Grösse zusammengesetzt sein, um Licht verschiedener Farben zu erzeugen.
Die Erfindung kann zur Herstellung von Leuchtschirmen verschiedener Arten, einschliesslich von
Schirmen für Schwarz-Weiss-Kathodenstrahlröhren sowie auch für Schirme für Mehrfarben-Kathoden- strahlröhren verwendet werden.
Bei einem einschichtigen Schirm 32 muss die Elektrode 34 nicht vorhanden sein, sie kann aber auch zur Erzielung einer nachträglichen Beschleunigung und der damit verbundenen Vorteile dienen.
Fig. 2 stellt einen Leuchtschirm 38 dar, der aus nur einer aus Phosphorteilchen gebildeten Schicht 40 besteht und der in die Röhre 10 eingesetzt werden kann. Die Schicht 40 zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine Dicke aufweist, die wesentlich grösser ist als die Grösse der Teilchen, so dass eine die Dicke vieler Teilchen aufweisende, lückenfreie Schicht erhalten wird. Da die Teilchen in diesem Beispiel von kolloidaler Grösse sind, ist die Schicht sehr dünn und weist ein gutes Lichtübertragungsvermögen auf. Eine lichtreflektierende Metallschicht 41 aus z. B. Aluminium ist auf die Phosphorschicht 40 aufgebracht.
Fig. 3 stellt einen dreischichtigenLeuchtschirm 48 dar, der in der Röhre 10 zur Herstellung von Farbbildern verwendet werden kann. Der Schirm 48 besteht aus drei übereinandergelagertenSchichten 50, 52, 54 aus kolloidalen Phosphorteilchen. Die Phosphorschichten 50, 52, 54 können miteinander oder auch, wie gezeigt, abwechselnd mit inerten (nicht lumineszierenden) Trennschichten 56, 58 in Berührung stehen.
Die Trennschichten 56, 58 können z. B. aus pulverisiertem Glimmer, Vermiculit, kolloidaler Kiesel- säure, Bentonit, Kaolin, Vanadinpentoxyd oder Talk bestehen. Diese Trennschichten können nach einem der Verfahren, wie sie noch zur Niederschlagung der Phosphorschichten 50, 52, 54 beschrieben werden sollen, aufgetragen werden. Die Trennschichten 56, 58 dienen unter anderem zur Herabsetzung der Farbver- unreinigung des Lichtausganges. Der Schirm 48 enthält auch eine lichtreflektierende Metall-Rückenschicht 59 aus z. B. Aluminium.
Eine andere Ausführungsform des Schirmes 48 ist in Fig. 4 gezeigt, in der gleiche Bezugsziffern für gleiche Teile des Schirmes 48 nach Fig. 3 eingetragen sind. In Fig. 4 ist ein Leuchtschirm 60 gezeigt, der auf dem Träger 14 angeordnet ist und der ein oder mehrere verhältnismässig dünne, nicht poröse, aus kol- loidalen Teilchen bestehende Schichten 50, 52 einschliesst, die sich auf einer verhältnismässig dicken pulverigen Phosphorschicht 62 befinden, die aus Teilchen, die grösser sind als die kolloidalen Teilchen, z. B. aus Teilchen von sedimentärer Grösse, besteht. Wie bei dem Schirm 48 nach Fig. 3 sind inerte Trennschichten 56, 58 zwischen benachbarten Phosphorschichten und eine lichtreflektierende Metallschicht 59 auf der Phosphorschicht 50 vorgesehen.
Der Schirm 60 gemäss Fig. 4 hat neben andern Vorteilen auch den, dass er eine Auswahl der zur Bildung der Schirme verwendeten Verfahren zur Bildung der ersten Phosphorschicht 62 gestattet. So könnte, z. B.. das bekannte Absetzverfahren verwendet werden.
Beim Niederschlagen einer aus Phosphorteilchen bestehendenschicht werden adsorbierende Filme von polymeren Materialien mit Schutzkolloideigenschaften verwendet.
Es soll jetzt ein Verfahren zur Herstellung eines Schirmes mit einer dünnen Phosphorauftragung gemäss Fig. 2, 3 und 4 erläutert werden.
Der absorbierende Film kann zwischen die Teilchen und deren Trägeroberflächeeingesetzt werden, entweder 1. nach dem Flächenbeschichtungsverfahren, nach welchem eine Trägeroberfläche mit einem adsorbierenden Film beschichtet und dann in einer Dispersion von nichtbeschichteten Teilchen gebadet wird, oder 2. nach dem Teilchenbeschichtungsverfahren, nach dem jedes Teilchen mit einem absorbierenden Film beschichtet und hierauf eine mit einem Iilm versehene Trägeroberfläche in einer Dispersion von mit einem Film versehenen Teilchen gebadet wird.
Um nach demFlächenbeschichtungsverfahren eine einzigephosphorschicht wie die Schicht 40 gemäss
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2tenMaterials mitSchutzkolloideigenschaften, z. B. eine Lösung von Gelatine in Wasser eingeführt wird, um diese mit der Innenseile der Frontplatte 14 in Kontakt zu bringen und die Frontplatte vollständig mit einem Ge- latinefilm zu beschichten. Der Überschuss an adsorbierender filmbildender Flüssigkeit wird durch Abgiessen aus der Hülle entfernt. Es bleibt dann ein sehr dünner Film der Flüssigkeit auf der Frontplatte 14 zurück.
Eine Lösung von ungefähr 0,1% Gelatine in Wasser ergibt einen ausgezeichneten adsorbierenden Film.
Die wässerigeGelatinelösung wird vorzugsweise durch Säurezusatz auf einen pH-Wert von ungefähr 4 eingestellt. Es können verschiedene Säuren verwendet werden Eisessig ist, wie festgestellt werden konnte, geeignet.
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GelatineSuspension entfernt und die Frontplatte, zwecks Entfernung aller nicht fest an dem Gelatinefilm haftender Vermiculiteteilchen, mit Wasser gewaschen.
Eine grün emittierende Zinkorthosilikat-Phosphorschicht mit Mangan aktiviert, wird dann auf die erste Trennschicht wie folgt aufgebracht.
Die Frontplatte wird dann mit 0,1% Gelatinelösung gewaschen und sodann mit Wasser, um den gan- zen Überschuss derGelatine zu entfernen, wonach ein dünner Gelatinefilm verbleibt. Nun wird die Frontplatte zwecks Härtung der Gelatine getrocknet, dann nochmals mit Wasser gewaschen und zwecks Entfernung des überschüssigen-Wassers geschleudert.
DieFrontpIatte wird mit der grünen Phosphorsuspension bedeckt und in der mit Bezug auf die Bildung der Vermiculiteschicht beschriebenen Weise geschleudert. Der Überschuss an der grünen Phosphorsuspension wird von der Frontplatte entfernt, wonach die Frontplatte zur Entfernung der losen nichthaftenden grünen Phosphorteilchen mit Wasser gewaschen wird.
Die Verfahrensstufen des Waschens mit Gelatinelösung, Wasser, grüner Phosphordispersion und Wasser werden wiederholt, um sechs Auftragungen von grünen Phosphorteilchen vorzusehen und eine Schicht mit einem Gesamtgewicht von ungefähr 0, 29 mg/cm2 zu schaffen. Die grüne Phosphorschicht wird mit einer Zeigen Kaliumsilikatlösung gewaschen und getrocknet.
Hierauf wird eine zweite Vermiculite-Trennschicht auf die grüne Phosphorschicht in der gleichen
Weise, wie die erste Trennschicht auf die blaue Phosphorschicht aufgebracht worden war, aufgetragen, wobei jedoch eine 0, l%ige GelatinelÖsung verwendet wird.
Eine rot emittierende Phosphorschicht bestehend aus Zink-Magnesium-Kadmium-Silikat und Phosphor, aktiviert mit Mangan, wird auf die zweite Trennschicht aufgebracht.
Je sechs Auftragungen von Gelatine und rotem Phosphor werden auf die zweite Vermiculite-Trennschicht in der gleichen Weise, wie bei der Bildung der grünen Phosphorschicht, aufgebracht.
Die Frontplatte, auf der sich nunmehr blaue, grüne und rote Phosphorschichten befinden, wird schliesslich nach bekannten Verfahren aluminisiert. Ein Nitrocellulosefilm wird aufdierotePhosphorschichtauf- gebracht, indem dieser auf Wasser schweben gelassen wird, wonach das Wasser unter diesem abdekantiert wird. Eine Aluminiumschicht wird auf den Nitrocellulosefilm aufgedampft. Die beschichtete Frontplatte wird dann zusammen mit den andern Bestandteilen zu einer Kathodenstrahlröhre zusammengesetzt, wonach diese dem üblichenAusheizen und Evakuieren sowie andern bei derRöhrenherstellung in der Industrie üblichen Verfahrensstufen unterworfen wird.
Um nach dem Teilchenbeschichtungsverfahren eine einzelne Phosphorschicht, wie die Schicht 40 der Fig. 2 herzustellen, wird zuerst auf jedes der einzelnen Phosphorteilchen eine adsorbierende Schicht aufgebracht, die eine Haftwirkung gegenüber einer Trägeroberfläche, wie die Frontplatte 14, aufzeigt. Die mit einem Film zu versehenden Teilchen können in einer Gelatine-Wasserlösung gebadet werden. Die Gelatinelösung kann die gleiche sein, wie diejenige, die bei dem Flächenbeschichtungsverfahren zum Aufbringen der Teilchenschichten beschrieben worden ist. Die Phosphorteilchen werden eine kurze Zeitspanne hindurch in der Gelatinelösung gerührt, dann von der Gelatinelösung entfernt und zwecks Entfernung des nichtanhaftenden Gelatines gründlich gewaschen. Jedes einzelne Teilchen wird mit einem dünnen Gelatinefilm versehen.
Die mit einem Gelatinefilm versehenen Phosphorteilchen können dann auf eine Trägeroberfläche,
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latinefilm auf den Teilchen eine adsorbierende Wirkung hat, werden die mit einem solchen Film versehenen Teilchen. von derTrägeroberfläche angezogen und auf dieser in einer die Dicke eines einzelnen Teilchens aufweisenden Schicht adsorbiert.
Die bis jetzt beschriebenen Schirme gehören der durchgehenden Schicht-Type an, bei welcher eine Phosphorschicht kontinuierlich über den ganzen Träger oder die ganze Frontplatte verläuft. Bei mehr- schichtigen Schirmen von nach dem Eindringungsprinzip arbeitenden Kathodenstrahlröhren werden eine Mehrzahl solcher Schichten übereinandergelagert. Jedoch können mehrschichtige Schirme nicht nur auf diese Weise, sondern gemäss einem andern Merkmal der Erfindung auch so gebildet werden, dass zunächst Basisteilchen (die al''Innenkörper dienen), wie z. B. kleinste Glaskugeln oder Phosphorteilchen, mit Trennund andern Phosphors hichten versehen werden, wonach diese beschichteten Basisteilchen auf dem Träger in einer kontinuierlich verlaufenden Schicht aufgebracht werden.
Solche Schirme, bei denen Phosphorschichten auf einzelnen Teilchen aufgelagert sind, werden aus bestimmtenerwägungen für mehrschichtige Schirme vorgezogen ; sie können als Schichten-Teilchen-Schirme bezeichnet werden.
Fig. 5 stellt ein lumineszierendes Material dar, bei dem Glasteilchen als Unterlage für mehrere Phos-
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phorschichten verwendet werden. Die Kugeln entsprechen der Trägeroberfläche, die die Unterlage für die bisher beschriebenen Schirme darstellt. Die verwendeten Kugeln können z. B. einen Durchmesser von 40 u aufweisen. In Fig. 5 besteht z. B. ein vielfach beschichtetes Teilchen aus einer Glaskugel 70, auf der nachstehende Schichten in folgender Reihenfolge aufgebracht sind : Eine Schicht aus einem ersten Phosphor 71, eine erste nichtlumineszierende Trennschicht 72, eine Schicht eines zweiten Phosphors 73, eine zweite nichtlumineszierende Trennschicht 74 und eine Schicht eines dritten Phosphors 75. Die ersten, zweiten und drittenPhosphorarten emittieren jedesLicht einer andern Farbe.
Auf diese Weise ist auf jeder Kugel ein mehrschichtiger Schirm gebildet. Gewünschtenfalls kann zum Schutz der Teilchen während der nachfolgenden Manipulationen und der Schirmherstellung eine dritte nichtlumineszierende Schicht 76 über die äussere Phosphorschicht 75 aufgetragen werden.
Anstatt eine nichtlumineszierende Glaskugel als Basis und Trägeroberfläche für die verschiedenen Phosphorschichten zu verwenden, kann auch ein Phosphorteilchen selbst für diesen Zweck verwendet werden. In diesem Fall dient das Basis-Phosphorteilchen nicht nur als Trägeroberfläche, sondern auch, bei geeigneter Wahl, als erste Phosphorschicht entsprechend der Schicht 71 der Fig. 5. Dies ist in Fig. 6 dargestellt.
Fig. 6 zeigt ein vielfach beschichtetes Phosphorteilchen, das aus einem Teilchen 80 eines ersten Phosphors besteht, auf dem nachstehende Schichten in folgender Reihenfolge aufgetragen sind : Eine erste nichtlumineszierende Trennschicht 81, eine Schicht 82 eines zweiten Phosphors, eine zweite nichtlumineszierende Trennschicht 83, eine Schicht 84 eines dritten Phosphors und als Schutzschicht eine dritte nichtlumineszierende Schicht 85. Das Teilchen 80 kann z. B. eine Grösse von 5 bis 40 1 aufweisen. Jede der drei Phosphorarten leuchtet in einer andern Farbe.
Fig. 7 zeigt einen mehrschichtigen Leuchtschirm hergestellt aus vielfach beschichteten Phosphor- teilchen nach Fig. 6. Auf Grund der Darstellung in verhältnismässig kleinem Massstab ist in Fig. 7 die
Mehrzahl derBeschichtungen auf den vielfach beschichtetenTeilchen schematisch dargestellt. Der Schirm der gleichen Art kann aus vielfach phosphorbeschichteten Glaskugeln gemäss Fig. 5 hergestellt sein.
Der Schirm besteht aus einer Schicht 91 von beschichteten Phosphorteilchen auf einem Träger 92, z. B. einer Frontplatte einer Kathodenstrahlröhre. Die Schicht 91 ist beispielsweise mit einer im wesent- lichen zwei Teilchen entsprechenden Dicke gezeigt.
Ein organischer in der Wärme zersetzbarer Film 93 wird auf die beschichteten Teilchen aufgetragen.
Dieser kann z. B. aus Nitrocellulose oder Methylmethacrylat bestehen. Eine Aluminiumschicht 94 wird auf den Film 93 aufgedampft. Der Film 93 wird dann durch Verflüchtigung im Vakuum während des Entgasens undEvakuierens der Röhre entfernt. Die Vorgangsweise bei der Bildung des Filmes 93 und der Aluminiumschicht 94 können denen gleichen, die bei der Herstellung von andersartigen Kathodenstrahlröhren verwendet werden.
Als Beispiel für die Herstellung eines Leuchtschirms mit vielfach beschichteten Teilchen wird die folgende Beschreibung mit Bezug auf die Herstellung von beschichteten Phosphorteilchen gemäss Fig. 8 ausgeführt.
Basisteilchen aus blauem Phosphor werden zunächst in einenBehälter versetzt und mit einer die Teilchen adsorbierenden Flüssigkeit, z. B. einer wässerigen Gelatinelösung gewaschen. Der erhaltene Film wird gemäss den zuvor angegebenen Lehren angesäuert. Die mit dem Film beschichteten Basisteilchen werden dann gebadet bzw. in Wasser gewaschen. Hierauf wird die erste Trennschicht auf die Basisteilchen aus blauem Phosphor nach einem ähnlichen Bad- oder waschvorgang aufgebracht. Ein nichtlumineszierendes Material, z. B. Kieselsäure- oder Glimmerkolloide, wird dispergiert in Wasser in den Behälter zusammen mit den beschichteten Basisteilchen aus blauem Phosphor versetzt.
Wenn die erste Trennschicht dick genug ist, wird auf diese erste Trennschicht der blauen Phosphorteilchen die grüne Phosphorschicht aufgebracht, u. zw. in gleicher Weise wie die erste Trennschicht. Hierauf wird die zweite Trennschicht über die grüne Phosphorschicht in gleicher Weise wie die erste Trennschicht aufgebracht.
Sodann wird die rote Phosphorschicht auf jedem der einzelnen beschichteten Teilchen gebildet. Nach der letzten Auftragung des roten Phosphors können die beschichteten Teilchen, zwecks Sicherstellung der Haftung der Phosphorteilchenschichten, einer Endbehandlung unterworfen werden.
Sodann werden die vielfach beschichteten Teilchen auf die Frontplatte einer Kathodenstrahlröhrege- mäss einem der bekannten Verfahren nach Aufschlemmungs- oder Absetzverfahren aufgebracht. Dann kann die Schicht aus vielfach beschichteten Teilchen mit einem Film versehen und aluminisiert werden, wie in Fig. 7 gezeigt.
Es soll nun ein Beispiel für die Herstellung von vielfach beschichteten Phosphorteilchen beschrieben werden
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Blau emittiernder Zinksulfid-Phosphor, mit Silber aktiviert (im Handel mit P7 bezeichnet), wird für die Basisteilchen verwendet, auf die dann die Phosphorbeschichtungen aufgebracht werden sollen.
50 g blaue Phosphorteilchen (Teilchengrösse von 5 bis 20 Il) werden, zusammen mit 0, 10/0 wässeriger
Gelatinelösung mit einem pH-Wert von 4, in eine Flasche versetzt. Hierauf wird 10-15 min gerührt und dann 5 min stehengelassen. Die Gelatinelösung wird abgegossen, wonach die nassen blauen Phosphorteil- chen mit einem auf ihnen befindlichen Gelatinefilm zurückbleiben. Diese Teilchen werden, um sie von nichtanhaftendem Gelatinematerial zu befreien, in der Flasche dreimal mit Wasser gewaschen.
Hierauf wird eine erste Kieselsäure-Trennschicht auf die blauen Phosphorteilchen aufgebracht.
Die mit Kieselsäure beschichteten blauen Teilchen werden dann mit einer Schicht von grün emittie- rendem Zinkorthosilikat-Phosphor aktiviert mit Magnesium beschichtet. Hierauf wird eine zweite Trenn- schicht aus kolloidaler Kieselsäure auf die grüne Phosphorschicht aufgetragen.
Sodann wird eine. Schicht aus rotem Phosphor auf die zweite Kieselsäure-Trennschicht aufgebracht, wobei eine Suspension von Zink-Magnesium-Cadmiumsilikat-Phosphor, mit Mangan aktiviert, in der
Weise aufgetragen wird, wie mit Bezug auf die Herstellung von Schirmen mit durchgehenden Schichten beschrieben ist.
Als letzte Beschichtung werden die Basisteilchen aus blauem Phosphor in einer Gelatinelösung und dann in einer kolloidalen Kieselsäuredispersion gewaschen, um auf ihnen eine dünne Kieselsäureschicht zu schaffen.
Fig. 8 erläutert den ganzen oder einen Teil einer Phosphorschichtanordnung von übereinanderlagernden, dichten, die Dicke eines einzelnen Teilchens aufweisenden Unterlagsschichten. Die Phosphorschicht kann z. B. die ganze oder einen Teil der Schicht 40 der Fig. 2 oder der Schicht 54 der Fig. 3 darstellen.
Wie in Fig. 8 gezeigt, besteht die Schicht aus drei adsorbierenden Gelatinefilmen und drei dichten Unterlagsschichten aus Phosphorteilchen aus gleichem Phosphormaterial, die nach dem Flächenbeschichtungsverfahren aufgetragen worden waren, wobei abwechselnd Säure- und Waschungen mit Phosphordispersionen vorgenommen wurden.
Beim Auftragen der Schicht gemäss Fig. 8 wird zuerst ein adsorbierender Gelatinefilm A auf den Träger 14, in Fig. 5 als Frontplatte gezeigt, vorgesehen. Ein Waschen des adsorbierenden Films A mit einer Dispersion von Phosphorteilchen führt dazu, dass die Phosphorteilchen al an diesem haften bleiben. Eine sodann vorgenommene saure Waschungundeinezweite Waschung mit der oben beschriebenen Phosphordispersion führt dazu, dass die Phosphorteilchen a an dem Gelatinefilm A haften. In gleicher Weise kön- nen Phosphorteilchen ag auf den Gelatinefilm A mittels einer Waschung mit einer dritten Phosphordispersion nach einer zweiten sauren Waschung aufgetragen werden.
Solche abwechselnd vorgenommene saure Waschungen und Waschungen mit Phosphordispersion werden wiederholt, bis im wesentlichen keine zusätzliche Phosphorablagerung vor sich geht. Das Ergebnis ist eine verhältnismässig dichte, die Dicke eines einzelnen Teilchens aufweisende Unterlagsschicht von Phosphorteilchen al, a2 und ag usw., die eine im wesentlichen vollständige Bedeckung des adsorbierenden Gelatinefilms A schafft. In gleicher Weise wird der adsorbierende Gelatinefilm B auf die erste Unterlagsschicht der Phosphorteilchen al, a2 und ag und sodann eine zweite, die Dicke eines einzelnen Teilchens aufweisende Unterlagsschicht von Phosphorteilchen bl, b2 uns bus auf den adsorbierenden Film B aufgebracht.
Diese Verfahrensstufen werden wieder wiederholt, um den adsorbierenden Gelatinefilm C und die dritte Unterlagsschicht von Phosphorteilchen cl, c2 und cg zu schaffen. Wird eine dickere Phosphorschicht, gewünscht, so können zusätzliche dichte Schichten auf die Schicht cl'cl und Cg aufgebracht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lumineszierender Schirm mit Schichten aus unterschiedliche Farbe erzeugenden Teilchen bestehend aus Phosphormaterial, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine dieser Schichten aus einer Mehrzahl von die Dicke eines einzelnen Teilchens aufweisenden Teilschichten bildenden Ablagerungen von Phosphorteilchen besteht.