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Stromwender für elektrische Maschinen
Die Erfindung betrifft einen Stromwender für elektrische Maschinen, mit an den Lamellen oder Stegen an einer Seite befestigten, radial vorstehenden U-förmigen Anschlussfahnen.
Bei derartigen Stromwendern sind die Anschlussfahnen für die Leiterenden der Ankerwicklung in radialen Schlitzen befestigt, welche in die ankerseitigen Stirnflächen der stromleitenden Stege eingeschnit- ten-vorzugsweise eingesägt-sind ; die hiezu erforderliche Zugänglichkeit dieser Stirnflächen erschwert die Formgebung und Herstellung insbesondere solcher Stromwender, deren Lamellen innerhalb einer Pressform mit isolierenden Naben vereinigt werden sollen. Weiters sind aus der brit. Patentschrift Nr. 847, 182 und aus der franz. Patentschrift Nr. 1, 129, 842 Kollektoren bekannt, bei denen die Ankerdrähte unmittelbar mit aus der Lamellen-Oberfläche herausgeschälten Anschlusshaken verbunden werden, welche Möglichkeit jedoch ausschliesslich auf dünne Ankerdrähte beschränkt ist.
Nach der Erfindung werden nun bei Stromwendern dereingangs beschriebenen Art diese Nachteile und Schwierigkeiten dadurch vermieden, dass an den U-förmigen Anschlussfahnen der die Schenkel verbindende Steg unter einem aus jeder Lamelle herausgeschälten Haken liegt, der mit seinem freien, radial abgebogenen Ende den Steg umfasst und in die darunter befindliche Schälmulde drückt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Stromwenders sind an jeder Lamelle beiderseits des Befestigungshakens Nuten angebracht, in welche die Anschlussfahnen mit über ihren Steg vorstehenden Ansätzen eingreifen.
Bei diesem erfindungsgemäss aufgebauten Stromwender ist zur Vermeidung von Übergangswiderständen beim Stromdurchgang zweckmässig noch eine Lötverbindung vorgesehen, für welche jedoch kein zusätzlicher Arbeitsgang benötigt wird, weil nach Anschliessen der Ankerwicklungen durch eine einzige Tauchlötung gleichzeitig sämtliche Anschlussfahnen mit den einzelnen Stegen als auch mit den angeschlossenen Wicklungsenden gut stromleitend verbunden werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Stromwenders in Fig. l im Quer-
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das anschlussseitige Ende einer Kollektorlamelle sowie Fig. 4-6 drei Varianten zugehöriger Anschlussfahnen.
In einer Nabe 10 aus Isolierstoff sind die Kollektorlamellen 11 durch hakenförmige Ansätze 12 verankert ; am Stirnende jeder Lamelle 11 ist an einem Abschnitt 13 (Fig. 3) einer längs der Lauffläche verlaufenden Oberflächenschicht ein Haken 14 gebildet.
Dieser Abschnitt 13 ist zwecks Verwendung eines einfachen Schälwerkzeuges seitlich durch zwei parallele Nuten 16 und 17 begrenzt, die in die Lamelle vor Ausschälen des Hakens 14 achsenparallel eingesägt werden.
Auf dieses durch Abschälen des Befestigungshakens 14 freigelegte Lamellenende wird nun eine U-förmige Anschlussfahne 20 mit ihrem Steg 18 aufgesetzt, dessen Breite geringer ist als die Länge des Hakens 14, welcher somit-wie in Fig. 2 veranschaulicht-abgebogen und verformt wird (15) und dadurch die Anschlussfahne an der Lamelle festhält. Das Einsetzen und Ausrichten der Anschlussfahne wird durch die äusseren Kanten der Nuten 16 und 17 sehr erleichtert ; die Halterung kann auch noch dadurch verbessert werden, dass die Anschlussfahnen gemäss Fig. 5 bzw. Fig. 6 unter ihrem Steg 18 vorstehende Ansätze 21 bzw. 23 tragen, welche in die seitlichen Nuten der Lamelle hineinragen.
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Der mit den Anschlussfahnen 20 versehene Stromwender wird auf der nicht gezeichneten Ankerwelle befestigt, wonach zwischen die Fahnenschenkel die Enden 22 der Ankerwicklung eingeführt und die Schenkelenden jeder Anschlussfahne ; gegeneinander gebogen werden ; schliesslich werden diese Anschlüsse der Wicklung und ebenso die durch die abgebogenen Haken 15 gesicherte Verbindung zwischen Lamellen und Anschlussfahnen zur Herabsetzung der Übergangswiderstände sowie Erhöhung der Festigkeit - zweckmässig im Tauchverfahren - verlötet. Beim dargestellten Stromwender wird die Bildung von Lotbrücken zwischen den einzelnen Lamellen dadurch vermieden, dass die dieselben trennenden Isolierstoffschichten aus der Aussenseite des Stromwenders vorstehende Rippen 24 bilden.
Es hat sich gezeigt, dass erfindungsgemäss ausgebildete Stromwender allen Festigkeits-Anforderungen genügen und insbesondere auch hohen Drehzahlen gewachsen sind ; ausserdem ergibt sich ein sehr günstiger Stromverlauf von den Lamellen zu den Ankerwicklungen. Diese Eigenschaften sind besonders bei Stromwendern für elektrische Maschinen mithoher Strombelastung-z. B. für Andrehmotoren für Brennkraftmaschinen-mit Formwicklungen grosser Drahtquerschnitte sehr erwünscht.
PATENTANSPRÜCHE. :
1. Stromwender für elektrische Maschinen, mit an den Lamellen oder Stegen an einer Seite befestigten, radial vorstehenden U-förmigen Anschlussfahnen, dadurch gekennzeichnet, dass an den U-förmigen Anschlussfahnen (20) der die Schenkel verbindende Steg (18) unter einem aus jeder Lamelle (11) herausgeschälten Haken (14) liegt, der mit seinem freien, radial abgebogenen Ende den Steg umfasst und in die darunter befindliche Schälmulde drückt.