WO2026000003A1 - Kommissionieranlage und verfahren zum kommissionieren von artikeln - Google Patents
Kommissionieranlage und verfahren zum kommissionieren von artikelnInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Kommissionieranlage (1) umfassend eine erste Fördertechnik (2a) zum Fördern eines Quellbehälters (QB, QB', QB'') in eine Abgabeposition (Pa), eine zweite Fördertechnik (2b) zum Fördern eines Zielbehälters (ZB, ZB', ZB'') in eine Aufnahmeposition (Pb), und eine Steuerungseinheit (7), wobei zumindest ein Verbindungsabschnitt (5a) einer Fördertechnik (2a) mehrere antreibbare Förderrollen (6) umfasst, die eine im Wesentlichen horizontale Förderebene (E) ausbilden, wobei der Verbindungsabschnitt (5a) einen ersten Förderbereich (8a) mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderrollen (6') und einen radial außerhalb des ersten Förderbereichs (8a) liegenden zweiten Förderbereich (9a) mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten antreibbaren Förderrollen (6'') umfasst, wobei eine Sensoreinrichtung (10) vorgesehen ist, um eine Ist-Orientierung (O_ist) eines, in einem Erfassungsbereich (11a) des Verbindungsabschnitts (5a) befindlichen Quellbehälters (QB, QB', QB'') zu ermitteln und wobei die Förderrollen (6') des ersten Förderbereichs (8a) und die Förderrollen (6'') des zweiten Föderbereichs (9a) in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung (O_ist) von der Steuerungseinheit (7) derart ansteuerbar sind, dass der Quellbehälter (QB, QB', QB'') in der Abgabeposition (Pa) in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll-Orientierung (O_soll) positionierbar ist.
Description
KOMMISSIONIERANLAGE UND VERFAHREN ZUM KOMMISSIONIEREN VON ARTIKELN
Die Erfindung betrifft eine Kommissionieranlage zum Kommissionieren von Artikeln aus einem, in einer Abgabeposition befindlichen, Quellbehälter in einen, in einer Aufnahmeposition befindlichen, Zielbehälter, umfassend eine erste Fördertechnik zum Fördern des Quellbehälters in einer ersten Förderrichtung in die Abgabeposition, und eine zweite Fördertechnik zum Fördern des Zielbehälters in einer zweiten Förderrichtung in die Aufnahmeposition , wobei die Fördertechniken, jeweils einen Eingangsabschnitt, einen Ausgangsabschnitt, und einen, insbesondere kurvenförmigen, Verbindung s ab schnitt, der den Eingangsabschnitt, mit dem Ausgangsabschnitt, verbindet, aufweisen, und eine Steuerungseinheit zur Steuerung der Kommissionieranlage. Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Kommissionieren von Artikeln aus einem, in einer Abgabeposition befindlichen, Quellbehälter in einen, in einer Aufnahmeposition befindlichen Zielbehälter.
Kommissionieren ist ein Prozess in der Logistik und im Lagerwesen, bei dem Waren gemäß einer bestimmten Auftragsliste zusammengestellt werden. Es handelt sich um den Vorgang, bei dem einzelne Artikel aus einem Lager entnommen und zu einer Sendung oder Lieferung zusammengestellt werden. Ziel des Kommissionierens ist es, die richtigen Produkte in der richtigen Menge und in der richtigen Qualität für einen bestimmten Kundenauftrag bereitzustellen. Die Artikel werden meist in geeigneten (Quell-)Behältem mittels einer geeigneten ersten Fördertechnik aus dem Lager zu einem Kommissionierarbeitsplatz gefördert und für eine gewisse Taktzeit in einer Abgabeposition angehalten. Gleichzeitig wird in der Regel ein weiterer (Ziel-)Behälter mittels einer geeigneten zweiten Fördertechnik zum Kommissionierarbeitsplatz gefördert und für eine gewisse Taktzeit in einer Aufnahmeposition angehalten. Der Mitarbeiter, der die Zusammenstellung vornimmt, auch Kommissionierer, Greifer oder Picker bezeichnet, greift danach eine entsprechend des Auftrags vorgegebene Anzahl von Artikeln aus dem Quellbehälter und legt diese im Zielbehälter ab. Danach wird der Zielbehälter mittels der zweiten Fördertechnik von der Aufnahmeposition weggefördert, beispielsweise zu einer Packstation, in der die kommissionierten Artikel verpackt werden. Je nach Auftrag kann auch der Quellbehälter mittels der ersten Fördertechnik von der Abgabeposition weggefördert werden und es kann beispielsweise ein weiterer Quellbehälter mit anderen Artikeln bereitgestellt
werden, die wiederum in den Zielbehälter oder in einen weiteren Zielbehälter übergeben werden, usw.
Eine beispielhafte Kommissionieranlage ist in der EP 2 794 433 B 1 dargestellt.
Ziel von Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Kommissionierung ist stets die Verkürzung von Greifzeiten. Je schneller die Zusammenstellung der Waren erfolgt, desto vorteilhafter wirkt sich dies auf die Performance der Kommissionieranlage bzw. des Kommissioniersystems aus. Zudem soll die Zahl der Fehlentnahmen auf ein Minimum reduziert werden. Um dies zu erreichen ist es vorteilhaft, die Griffhöhe und Grifftiefe soweit möglich zu minimieren und konstant zu halten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine Kommissionieranlage und ein Kommissionierverfahren anzugeben, welche die Übergabe der Artikel für den Kommissionierer erleichtern.
Die Aufgabe wird mit der eingangs genannten Kommissionieranlage dadurch gelöst, dass zumindest einer der Verbindungsabschnitte mehrere Förderelemente umfasst, die eine im Wesentlichen horizontale Förderebene ausbilden, wobei zumindest ein Teil der Förderelemente des Verbindung s ab Schnitts antreibbar ist, um den Quellbehälter auf der Förderebene in die Abgabeposition oder den Zielbehälter in die Aufnahmeposition zu bewegen, dass der zumindest eine Verbindungsabschnitt einen ersten Förderbereich mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderelementen und einen radial außerhalb des ersten Förderbereichs liegenden zweiten Förderbereich mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten antreibbaren Förderelementen umfasst, dass eine Sensoreinrichtung vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, eine Ist-Orientierung eines, in einem festgelegten Erfassungsbereich des zumindest einen Verbindung s ab Schnitts befindlichen, Quellbehälters oder Zielbehälters zu ermitteln und dass die Steuerungseinheit dazu ausgebildet ist, zumindest einen Teil der Förderelemente des ersten Förderbereichs und zumindest einen Teil der Förderelemente des zweiten Förderbereichs in Abhängigkeit der ermittelten Ist- Orientierung derart individuell anzusteuern, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition oder der Zielbehälter in der Aufnahmeposition in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll- Orientierung positionierbar ist. Dadurch können schlecht positionierte Quellbehälter oder Zielbehälter automatisch erkannt und in eine gewünschte Soll-Position gebracht werden, in der eine einfache und ergonomische Handhabung für den Kommissionierer
(Kommissionierperson) möglich ist, insbesondere ein Übergeben einer Anzahl von Artikeln aus dem in der Abgabeposition befindlichen Quellbehälter in den in der Aufnahmeposition befindlichen Zielbehälter. Dies erleichtert nicht nur die Arbeit für den Kommis sionierer, sondern führt vorzugsweise auch zu einer Reduzierung der Kommissionierzeiten, da schlecht positionierte und damit vergleichsweise schlecht zugängliche Behälter nicht mehr manuell ausgerichtet werden müssen.
Der Verbindung s ab schnitt der zweiten Fördertechnik kann eine Fahrbahn umfassen und es kann ein fahrerloses Transportfahrzeug vorgesehen sein, das auf dieser Fahrbahn in der zweiten Förderrichtung bewegbar ist, um den Quellbehälter in die Abgabeposition oder den Zielbehälter in die Aufnahmeposition zu bewegen, insbesondere transportieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die zweite Fördertechnik entweder den Quellbehälter oder den Zielbehälter transportiert, abhängig davon, welcher der beiden Behälter durch die zweite Fördertechnik gefördert wird. Die jeweils andere Fördertechnik übernimmt dann den Transport des anderen (Ziel- oder Quell-) Behälters. Dadurch kann eine Kommissionieranlage bereitgestellt werden, bei der ein sehr flexibler Transport und insbesondere nicht zwingend stetiger Transport mittels des fahrerlosen Transportfahrzeugs durchführbar ist.
Das fahrerlose Transportfahrzeug kann über eine, insbesondere drahtlose, Kommunikationsverbindung mit der Steuerungseinheit verbunden sein, wobei die Kommunikation beispielsweise über WLAN, Bluetooth oder Mobilfunk erfolgen kann. Dadurch kann die Steuerungseinheit das Fahrzeug gezielt ansteuem und dessen Position und Bewegungsabläufe koordinieren.
Alternativ kann der Verbindungsabschnitt der zweiten Fördertechnik mehrere in der zweiten Förderrichtung hintereinander angeordnete Förderelemente umfassen, die eine im Wesentlichen horizontale Förderebene ausbilden, wobei zumindest ein Teil der Förderelemente des Verbindungsabschnitts der zweiten Fördertechnik antreibbar ist, um den Zielbehälter auf der Förderebene in der zweiten Förderrichtung in die Aufnahmeposition zu bewegen oder den Quellbehälter in die Abgabeposition zu bewegen. Dadurch wird eine einfache Ausführungsform mit im Wesentlichen stetigem Transport bereitgestellt.
Vorzugsweise umfasst der Verbindungsabschnitt der zweiten Fördertechnik einen ersten Förderbereich mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderelemente und einen radial außerhalb des ersten Förderbereichs liegenden zweiten
Förderbereich mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten antreibbaren Förderelemente und ist die Sensoreinrichtung dazu ausgebildet, eine Ist-Orientierung eines, in einem festgelegten Erfassungsbereich des Verbindung s ab Schnitts der zweiten Fördertechnik befindlichen Quellbehälters oder Zielbehälters zu ermitteln und die Steuerungseinheit ist dazu ausgebildet, zumindest einen Teil der Förderrollen des ersten Förderbereichs und zumindest einen Teil der Förderrollen des zweiten Förderbereichs in Abhängigkeit der ermittelten Ist- Orientierung derart individuell anzusteuern, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition oder der Zielbehälter in der Aufnahmeposition in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll- Orientierung positionierbar ist. Dadurch können sowohl der Quellbehälter in der Abgabeposition als auch der Zielbehälter in der Aufnahmeposition in einer gewünschten Soll-Position für den Kommissionierer bereitgestellt werden, was die Übergabe (also Entnahme und Abgabe) der Artikel weiter erleichtert.
Die Sensoreinrichtung kann eine Anzahl von Sensoren zur Erfassung einer für die Ist-Orientierung repräsentativen Messgröße umfassen und es kann eine Auswerteeinheit zur Ermittlung der Ist-Orientierung aus der erfassten Messgröße vorgesehen sein. Die Auswerteeinheit ist vorzugsweise Teil der Sensoreinrichtung oder Teil der Steuerungseinheit. Beispielsweise kann die Anzahl von Sensoren zumindest einen optischen Sensor, insbesondere Bildsensor, und/oder zumindest eine Lichtschranke und/oder ein Lichtgitter und/oder einen Abstandssensor umfassen. Je nach konkretem Anwendungsbereich können ein oder mehrere, gegebenenfalls auch verschiedene, geeignete Sensortypen verwendet werden. Insbesondere kann die Sensoreinrichtung mehrere unterschiedliche Sensortypen kombinieren, z. B. Bildsensoren, Lichtschranken und Abstandssensoren, um eine robuste und redundante Erfassung der Ist-Orientierung und Anwesenheit der (Quell-, Ziel-) Behälter zu ermöglichen.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform werden ein oder mehrere Bildsensoren in Form von Kameras verwendet, welche Bilder des oder der Erfassungsbereiche aufnehmen können. Die Aus Werteeinheit ist hierbei dazu ausgebildet, die Ist-Orientierung/en anhand eines geeigneten Bilderkennungsmodells zu ermitteln. Es könnten z.B. aus dem Bereich der industriellen Bildverarbeitung bekannte Smart-Kameras verwendet werden, welche die Bilderkennung und Auswertung bereits integriert haben.
Vorzugsweise umfasst die Steuerungseinheit eine Regelungseinheit, die dazu ausgebildet ist, aus der ermittelten Ist-Orientierung und der vorgegebenen Soll-Orientierung eine Stellgröße für Antriebseinheiten der Förderelemente des ersten Förderbereichs, und Antriebseinheiten
der Förderelemente des zweiten Förderbereichs zu ermitteln. Die Steuerungseinheit ist hierbei dazu ausgebildet, die Antriebseinheiten mit den ermittelten Stellgrößen anzusteuern. Dadurch wird eine Feedback-Regelung oder „Closed-loop“ Regelung ermöglicht, wodurch der Fehler zwischen der Ist-Orientierung und Soll- Orientierung des Quellbehälters und/oder Zielbehälters automatisch ausgeregelt werden kann. Die Regelungseinheit kann einen geeigneten Regler, z.B. PI-Regler oder PID-Regler, oder ggf. auch komplexere Reger umfassen. Die Regelungseinheit kann als Hardware und/oder Software ausgebildet sein. Die Regelung hat, insbesondere gegenüber einer reinen Steuerung (d.h. ohne Feedback bzw. Open-Loop-Control) den Vorteil, dassgegebenenfalls auch allfällige Störeinflüsse berücksichtigt und ausgeregelt werden können, sodass die Soll-Orientierung zuverlässig erreicht werden kann. Beispielsweise können derart Einflüsse veränderter Reibungsbedingungen zwischen Behälterboden und Förderelementen, etwa aufgrund einseitiger Beladung der Behälter, besser bzw. automatisch berücksichtigt werden.
Um den Quellbehälter und/oder den Zielbehälter von der Ist-Orientierung in die Soll-Orientierung zu verlagern, ist die Steuerungseinheit vorzugsweise dazu ausgebildet, den relevanten Teil der Förderelemente des ersten Förderbereichs und den relevanten Teil der Förderelemente des zweiten Förderbereichs mit unterschiedlichen Drehzahlen und/oder unterschiedlichen Drehmomenten und/oder unterschiedlichen Drehrichtungen anzusteuern.
Die Abgabeposition oder die Aufnahmeposition liegt in der ersten Förderrichtung insbesondere nach dem Erfassungsbereich am Verbindungsabschnitt der ersten Fördertechnik. In analoger Weise liegt die Aufnahmeposition oder die Abgabeposition in der zweiten Förderrichtung insbesondere nach dem Erfassungsbereich am Verbindung s ab schnitt der zweiten Fördertechnik. Vorzugsweise wird ein hinreichend großer Abstand zwischen dem Erfassungsbereich und der Abgabeposition bzw. der Aufnahmeposition vorgesehen, sodass ausreichend Zeit für die Neu-Orientierung zur Verfügung steht, insbesondere, ohne die Fördertechnik stoppen zu müssen.
Die Sensoreinrichtung kann zusätzlich dazu ausgebildet sein, eine Länge des Quellbehälters oder Zielbehälters in Richtung der ersten Förderrichtung und/oder eine Länge des Zielbehälters oder Quellbehälters in Richtung der zweiten Förderrichtung zu detektieren und die Steuerungseinheit kann dazu ausgebildet sein, zumindest einen Teil der antreibbaren Förderelemente des jeweiligen Verbindung s ab Schnitts in Abhängigkeit der ermittelten Länge derart
anzusteuern, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition anhaltbar ist und/oder der Zielbehälter in der Aufnahmeposition anhaltbar ist. Dadurch können unterschiedliche Längen der Behälter berücksichtigt werden und die Behälter trotz unterschiedlicher Längen zuverlässig in der gewünschten Abgabeposition bzw. Aufnahmeposition positioniert werden.
Zusätzlich zur Sensoreinrichtung kann ein Anwesenheitssensor vorgesehen sein, der dazu ausgebildet ist, eine Anwesenheit des Quellbehälters und/oder Zielbehälters, insbesondere im Verbindungsabschnitt, zu detektieren und die Steuerungseinheit kann dazu ausgebildet sein, in Abhängigkeit der detektierten Anwesenheit zumindest einen Teil der antreibbaren Förderelemente des jeweiligen Verbindung s ab Schnitts derart anzusteuern, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition anhaltbar ist und/oder der Zielbehälters in der Aufnahmeposition anhaltbar ist. Diese Ausführung kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn als Sensoreinrichtung zur Ermittlung der Orientierung keine Kamera verwendet wird, sondern z.B. eine Lichtschranke oder eine Anzahl von Abstandssensoren. Der Anwesenheits sensor kann beispielsweise einen Bewegungsmelder, Drucksensor, eine Lichtschranke, etc. umfassen, die in einer geeigneten Erfassungsposition angeordnet sind.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführung kann zumindest ein Teil der Förderelemente zumindest eines Verbindung s ab Schnitts durch Förderrollen gebildet sein. Die Förderrollen können eine Antriebseinheit, insbesondere elektrischen Drehantrieb, umfassen, welcher ein Statorelement zur ortsfesten Montage an einem Gestellelement und ein Rotorelement zur Bereitstellung eines Drehmoments aufweist.
In alternativen Ausführungen können die Förderelemente durch Antriebsrollen (L>D), kurze Antriebsräder (L<D), im Wesentlichen kugelförmig Förderelemente, im Wesentlichen tonnenförmige Förderelemente, Gliederelemente, Gurte, und/oder Gurt-B änder/Riemen gebildet sein.
Ein Kurvenwinkel des Verbindung s ab Schnitts der ersten Fördertechnik beträgt vorzugsweise zumindest 90°, besonders vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180°. Ein Kurvenwinkel des Verbindungsabschnitts der zweiten Fördertechnik beträgt vorzugsweise zumindest 90°, besonders vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180°. Dadurch kann die Kommissionieranlage in vorteilhafter Weise an verschiedene Förderwege der Quellbehälter bzw. Zielbehälter angepasst werden.
Zumindest einige der Förderrollen des ersten Förderbereichs zumindest eines Verbindungsabschnitts können konisch oder zylindrisch ausgebildet sein und/oder zumindest einige der Förderrollen des zweiten Förderbereichs zumindest eines Verbindungsabschnitts können konisch oder zylindrisch ausgebildet sein. Insbesondere die konischen Förderrollen ermöglichen unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten bei gleicher Drehzahl, was für die Kurvenfahrt vorteilhaft ist.
Vorzugsweise können die konischen Förderrollen des ersten und zweiten Förderbereichs jeweils so angeordnet sein, dass der größere Durchmesser radial außen liegt. Dadurch lassen sich bei gleicher Drehzahl verschiedene Umfangsgeschwindigkeiten realisieren. Ein Konus- winkel der konischen Förderrollen kann vorzugsweise an eine Krümmung des jeweiligen Verbindung s ab Schnitts angepasst sein.
Es ist vorteilhaft, wenn die beiden Fördertechniken bezüglich einer gedachten, im Wesentlichen vertikalen, Symmetrieebene im Wesentlichen spiegelsymmetrisch angeordnet sind, sodass die Aufnahmeposition und die Abgabeposition einander zugewandt und vorzugsweise gleich weit von der gedachten Symmetrieebene beabstandet sind. Der Arbeitsplatz für den Kommis sionierer befindet sich dabei vorzugsweise im Bereich zwischen der Abgabeposition und der Aufnahmeposition und ist vorzugsweise im Wesentlichen gleich weit davon beabstandet. Dadurch kann eine hohe Ergonomie erreicht werden.
Mit Vorteil kann im Bereich der Symmetrieebene insbesondere die Sensorvorrichtung, insbesondere ein in tangentialer Richtung zum insbesondere kurvenförmigen Verbindungsabschnitt gerichteter, Lasersensor zum Erfassend der Position des Quellbehälters oder Zielbehälters angeordnet sein.
Vorteilhafterweise kann zur Verbesserung der Ergonomie der Bereich zwischen Abgabe- und Aufnahmeposition abgeflacht oder ausgespart sein, insbesondere im Bereich der Symmetrie- ebene. Dies erleichtert dem Kommis sionierer oder einem Handhabungsroboter den Zugriff auf die Artikel.
Gemäß einer Ausführungsform kann der Arbeitsplatz alternativ oder zusätzlich zum Kommis- sionierer auch für ein Robotersystem zum Kommissionieren von Artikeln ausgebildet sein. Das Robotersystem kann insbesondere mobile oder stationäre artikulierende Roboterarme umfassen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Kommissionierarbeitsplatz alternativ oder zusätzlich für ein automatisiertes Robotersystem ausgebildet sein, das die Übergabe der Artikel zwischen Quell- und Zielbehälter übernimmt. Das Robotersystem kann insbesondere einen oder mehrere stationäre oder mobile Roboterarme umfassen
Die Drehachsen zumindest eines Teils der Förderrollen zumindest eines Verbindungsabschnitts sind vorzugsweise quer zur jeweiligen Förderrichtung ausgerichtet, insbesondere in einer im Wesentlichen radialen Richtung. Alternativ oder zusätzlich ist vorzugsweise die Förderebene zumindest eines Verbindungsabschnitts, zumindest über einen Teil seiner Länge in Umfangsrichtung kreisringförmig. Alternativ oder zusätzlich kann zumindest ein Teil der Förderrollen zumindest eines Verbindungsabschnitts eine Länge in Richtung ihrer Drehachsen aufweisen, die zumindest 20%, vorzugsweise zumindest 30% einer Breite der Förderebene beträgt. Alternativ oder zusätzlich kann zumindest ein Verbindung s ab schnitt zumindest zwei verschiedene Typen von Förderrollen umfassen, wobei die zumindest zwei verschiedene Typen von Förderrollen vorzugsweise eine unterschiedliche Länge und/oder einen unterschiedlichen Durchmesser und/oder eine unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit und/oder eine unterschiedliche Form aufweisen. Durch eine geeignete Kombination der genannten Maßnahmen kann die Kommissionieranlage an verschiedene Gegebenheiten angepasst werden.
Die Drehachsen der Förderrollen können vorteilhafterweise so angeordnet sein, dass sie sich im Mittelpunkt eines Krümmungsradius des Verbindungsabschnitts schneiden. Alternativ können die Drehachsen der Förderrollen versetzt angeordnet sein, insbesondere bei konischen Rollen, um eine gleichmäßige Umfangsgeschwindigkeit entlang der Kurve zu gewährleisten.
Vorzugsweise ist der Verbindungsabschnitt zumindest einer Fördertechnik derart ausgebildet, dass während des Förderns ein Teil des Quellbehälters oder des Zielbehälters auf den Förderrollen des ersten Förderbereichs aufliegt und ein Teil des Quellbehälters oder des Zielbehälters auf den Förderrollen des zweiten Förderbereichs aufliegt. Dadurch wird sichergestellt, dass der jeweilige Behälter zuverlässig in der Soll- Orientierung ausgerichtet werden kann.
Der Eingangsabschnitt und/oder der Ausgangsabschnitt zumindest einer Fördertechnik kann einen Rollenförderer mit mehreren in der jeweiligen Förderrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen umfassen, wobei zumindest ein Teil der Förderrollen individuell oder gemeinsam antreibbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Eingangsabschnitt zumindest einer Fördertechnik eine Fahrbahn umfassen und es kann ein fahrerloses Transportfahrzeug
zum Antransport des Quellbehälters oder Zielbehälters auf der Fahrbahn zum jeweiligen Verbindung s ab schnitt vorgesehen sein und/oder der Ausgangsabschnitt zumindest einer Fördertechnik kann eine Fahrbahn umfassen und es kann ein fahrerloses Transportfahrzeug zum Abtransport des Quellbehälters oder Zielbehälters auf der Fahrbahn vom jeweiligen Verbindung s ab schnitt vorgesehen sein.
Es kann in manchen Anwendungen vorteilhaft sein, wenn der Verbindungsabschnitt der ersten Fördertechnik und/oder der Verbindungsabschnitt der zweiten Fördertechnik einen dritten Förderbereich mit insbesondere Förderelementen, insbesondere mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten, vorzugsweise individuell, antreibbaren Förderrollen, umfasst, wobei der dritte Förderbereich in radialer Richtung innerhalb des ersten Förderbereichs, zwischen dem ersten und zweiten Förderbereich, oder außerhalb des zweiten Förderbereichs liegt. Der dritte Förderbereich kann insbesondere dazu dienen, den Behälter während der Kurvenfahrt oder beim Übergang in die Abgabe- bzw. Aufnahmeposition zusätzlich zu stabilisieren, indem er eine, insbesondere gleichmäßige, Auflagefläche, insbesondere über die Breite des Behälters, bereitstellt. Durch gezielte Ansteuerung der Förderrollen dieses Bereichs - insbesondere bei radialer Anordnung - kann zudem eine Feinjustierung der Orientierung des Behälters erfolgen, beispielsweise durch differenzierte Umfangsgeschwindigkeiten. Hierzu können die Förderelemente des dritten Förderbereichs entweder drehbar gelagert sein - beispielsweise zur passiven Mitführung des Behälters - oder aktiv angetrieben werden, um gezielt zur Stabilisierung oder Feinpositionierung des Behälters beizutragen.
Die Aufgabe wird weiters mit dem eingangs genannten Verfahren gelöst, indem folgende Schritte durchgeführt werden: Fördern eines, eine Anzahl von Artikeln enthaltenden, Quellbehälters in einer ersten Förderrichtung auf einer von mehreren Förderrollen gebildeten, im Wesentlichen horizontalen, Förderebene eines, insbesondere kurvenförmigen, Verbindungsabschnitts einer ersten Fördertechnik, der einen Eingangsabschnitt mit einem Ausgangsabschnitt der ersten Fördertechnik verbindet, in Richtung einer Abgabeposition oder eines Zielbehälters in eine Aufnahmeposition durch Antreiben zumindest eines Teils der Förderrollen mittels einer Steuerungseinheit, Fördern eines Zielbehälters in einer zweiten Förderrichtung entlang eines, insbesondere kurvenförmigen, Verbindungsabschnitts einer zweiten Fördertechnik, der einen Eingangsabschnitt mit einem Ausgangsabschnitt der zweiten Fördertechnik verbindet, in Richtung einer Aufnahmeposition oder eines Quellbehälters in Richtung einer Abgabeposition, Ermitteln einer Ist-Orientierung des Quellbehälters oder Zielbehälters in einem
festgelegten Erfassungsbereich des Verbindungsabschnitts der ersten Fördertechnik mittels einer Sensoreinrichtung, Individuelles Antreiben zumindest eines Teils von mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen eines ersten Förderbereichs und zumindest eines Teils von mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen eines radial außerhalb des ersten Förderbereichs liegenden zweiten Förderbereichs des Verbindungsabschnitts der ersten Fördertechnik mittels der Steuerungseinheit in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung derart, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition oder der Zielbehälter in der Aufnahmeposition in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll-Orientierung positioniert wird, und Übergeben einer Anzahl von Artikeln aus dem in der Abgabeposition befindlichen Quellbehälter in den in der Aufnahmeposition befindlichen Zielbehälter. Es ergeben sich die vorstehend beschriebenen Vorteile.
Vorzugsweise umfasst der Verbindungsabschnitt der zweiten Fördertechnik eine Fahrbahn und der Quellbehälter oder Zielbehälter wird mittels eines fahrerlosen Transportfahrzeugs auf der Fahrbahn bewegt. Alternativ kann der Verbindungsabschnitt der zweiten Fördertechnik mehrere in der zweiten Förderrichtung hintereinander angeordnete Förderrollen umfassen, die eine, im Wesentlichen horizontale, Förderebene ausbilden, wobei der Quellbehälter oder der Zielbehälter durch Antreiben zumindest eines Teils der Förderrollen mittels der Steuerungseinheit bewegt wird. Es ergeben sich die vorstehend beschriebenen Vorteile.
Vorzugsweise wird mittels der Sensoreinheit eine Ist-Orientierung des Quellbehälters oder Zielbehälters in einem festgelegten Erfassungsbereich des Verbindung s ab Schnitts der zweiten Fördertechnik ermittelt und es werden mehrere in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen eines ersten Förderbereichs und mehrere in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen eines radial außerhalb des ersten Förderbereichs liegenden zweiten Förderbereichs des Verbindung s ab Schnitts der zweiten Fördertechnik von der Steuerungseinheit in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung derart individuell angetrieben, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition oder der Zielbehälter in der Aufnahmeposition in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll- Orientierung positioniert wird. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Vorzugsweise wird mittels einer Anzahl von Sensoren der Sensoreinrichtung eine für die Ist- Orientierung repräsentativen Messgröße erfasst und mit einer Aus Werteeinheit wird die Ist-
Orientierung aus der erfassten Messgröße ermittelt. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Vorzugsweise wird mittels einer in der Steuerungseinheit implementierten Regelungseinheit aus der ermittelten Ist-Orientierung und der vorgegebenen Soll-Orientierung eine Stellgröße für Antriebseinheiten (oder zumindest einer Antriebseinheit) der Förderrollen des ersten Förderbereichs und Antriebseinheiten (oder zumindest einer Antriebseinheit) der Förderrollen des zweiten Förderbereichs ermittelt und werden die Antriebseinheiten von der Steuerungseinheit mit den ermittelten Stellgrößen angesteuert. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Vorzugsweise wird der Teil der Förderrollen des ersten Förderbereichs und der Teil der Förderrollen des zweiten Förderbereichs mit unterschiedlichen Drehzahlen und/oder unterschiedlichen Drehmomenten und/oder unterschiedlichen Drehrichtungen angesteuert, um den Quellbehälter und/oder den Zielbehälter von der Ist-Orientierung in die Soll- Orientierung zu positionieren. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Mittels der Sensoreinrichtung kann eine Fänge (oder Position einer Referenzmarkierung) des Quellbehälters oder Zielbehälters in der ersten Förderrichtung und/oder eine Länge (oder Position einer Referenzmarkierung) des Quellbehälters oder Zielbehälters in der zweiten Förderrichtung detektiert werden und die Steuerungseinheit kann zumindest einen Teil der Förderrollen des jeweiligen Verbindungsabschnitts in Abhängigkeit der ermittelten Länge derart ansteuern, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition und/oder der Zielbehälter in der Aufnahmeposition angehalten wird. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Mittels eines zusätzlich zur Sensoreinrichtung vorgesehenen Anwesenheitssensors oder mittels der Sensoreinrichtung kann zusätzlich eine Anwesenheit des Quellbehälters oder Zielbehälters detektiert werden und die Steuerungseinheit kann in Abhängigkeit der detektierten Anwesenheit zumindest einen Teil der Förderrollen des jeweiligen Verbindungsabschnitts derart ansteuern, dass der Quellbehälter in der Abgabeposition angehalten wird und/oder der Zielbehälter in der Aufnahmeposition angehalten wird. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Der Quellbehälter oder Zielbehälter kann am Verbindung s ab schnitt der ersten Fördertechnik in einem Kurvenwinkel von zumindest 90°, vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180° bewegt werden und/oder der Quellbehälter oder Zielbehälter kann am Verbindung s ab schnitt
der zweiten Fördertechnik in einem ein Kurvenwinkel von zumindest 90°, vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180° bewegt werden. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Der Quellbehälter oder Zielbehälter kann am Eingangsabschnitt und/oder am Ausgangsabschnitt der ersten Fördertechnik mittels eines, eine Mehrzahl von in der ersten Förderrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen umfassenden, Rollenförderers bewegt werden und/oder dass der Quellbehälter oder Zielbehälter kann am Eingangsabschnitt und/oder am Ausgangsabschnitt der zweiten Fördertechnik mittels eines, eine Mehrzahl von in der zweiten Förderrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen umfassenden, Rollenförderers bewegt werden. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Alternativ oder zusätzlich kann der Quellbehälter oder Zielbehälter am Eingangsabschnitt und/oder am Ausgangsabschnitt der ersten Fördertechnik mittels eines fahrerlosen Transportfahrzeugs auf einer Fahrbahn bewegt werden und/oder der Quellbehälter oder Zielbehälter kann am Eingangsabschnitt und/oder am Ausgangsabschnitt der zweiten Fördertechnik mittels eines fahrerlosen Transportfahrzeugs auf einer Fahrbahn bewegt werden. Es ergeben sich die oben beschriebenen Vorteile.
Insbesondere die Steuerungseinheit, Sensoreinrichtung, und/oder Regelungseinheit, können als mikroprozessorbasierte Hardware ausgeführt sein, wobei die Funktionen dieser Einheiten als Software implementiert sind. Dabei kann eine gemeinsame mikroprozessorbasierte Hardware für mehrere Funktionen verwendet werden. Eine solche Einheit kann gleichfalls auf Hardware in Form eines sogenannten Field Programmable Gate Array (FPGA), Programmable Eogic Device (PED) oder einer anwendungsspezifischen integrierten Schaltung (ASIC) oder anderer integrierter Schaltkreis ausgeführt sein. Auch hierbei können mehrere Einheiten auf einer solchen Hardware integriert sein. Eine Einheit kann gleichfalls als analoger Schaltkreis oder analoger Computer implementiert sein. Weiters sind auch beliebige Mischungen oder Kombinationen dieser Ausführungen möglich.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine Kommis sionieranlage einer beispielhaften ersten Ausführungsform der Erfindung in einer Draufsicht;
Fig. 2 eine Kommis sionieranlage einer beispielhaften ersten Ausführungsform der Erfindung in einer Draufsicht;
Fig. 3 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Kommissioniervefahrens.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Fig.l zeigt eine Kommissionieranlage 1 einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung in einer Draufsicht. Die Kommissionieranlage 1 dient in bekannter Weise zum Kommissionieren von Artikeln A aus einem Quellbehälter QB in einen Zielbehälter ZB, wie in Fig.l durch den dicken geschwungenen Pfeil angedeutet ist. Der Quellbehälter QB ist in Fig.l in drei Positionen dargestellt, die mit QB, QB‘, QB“ gekennzeichnet sind und der Zielbehälter ZB ist ebenfalls in drei Positionen dargestellt, die mit ZB, ZB‘, ZB“ gekennzeichnet sind.
Der Quellbehälter QB kann mittels einer ersten Fördertechnik 2a in einer ersten Förderrichtung Ra in eine Abgabeposition Pa gefördert werden. Der in der Abgabeposition Pa befindliche Quellbehälter ist in Fig.1 mit QB“ angedeutet. Die erste Förderrichtung Ra ist mit Pfeilen angedeutet. Der Zielbehälter ZB kann mittels einer zweiten Fördertechnik 2b in einer zweiten Förderrichtung Rb in eine Aufnahmeposition Pb gefördert werden. Der in der Aufnahmeposition Pb befindliche Zielbehälter ist in Fig.l mit ZB“ angedeutet. Die zweite Förderrichtung Rb ist mit Pfeilen angedeutet.
Die beiden Fördertechniken 2a, 2b sind im dargestellten Beispiel bezüglich einer gedachten und im Wesentlichen vertikalen Symmetrieebene SE im Wesentlichen spiegelsymmetrisch angeordnet. Die Abgabeposition Pa und die Aufnahmeposition Pb sind daher einander zugewandt und in etwa gleich weit von der gedachten Symmetrieebene SE beabstandet. Im
Bereich zwischen der Abgabeposition Pa und der Aufnahmeposition Pb befindet sich ein Kommissionier- Arbeitsplatz, an dem sich bei manueller Kommissionierung eine Person befinden kann oder bei automatisierter Kommissionierung ein geeigneter (nicht dargestellter) Handhabungsroboter befinden kann.
Die erste Fördertechnik 2a weist einen Eingangsabschnitt 3a, einen Ausgangsabschnitt 4a und einen kurvenförmigen Verbindungsabschnitt 5a auf, der den Eingangsabschnitt 3a mit dem Ausgangsabschnitt 4a verbindet. In analoger Weise weist die zweite Fördertechnik 2b einen Eingangsabschnitt 3b, einen Ausgangsabschnitt 4b und einen kurvenförmigen Verbindungsabschnitt 5b auf, der den Eingangsabschnitt 3b mit dem Ausgangsabschnitt 4b verbindet. Die beiden Fördertechniken 2a, 2b können im Wesentlichen gleichartig ausgebildet sein, wie im Beispiel gemäß Fig.l. Die beiden Fördertechniken 2a, 2b können aber ggf. auch unterschiedlich ausgeführt sein, wie nachfolgend anhand Fig.2 noch erläutert wird.
Die Verbindungsabschnitte 5a, 5b umfassen jeweils mehrere in der jeweiligen Förderrichtung Ra, Rb hintereinander angeordnete, insbesondere drehbare, Förderelemente 6‘, 6“, 6‘“ die eine im Wesentlichen horizontale Förderebene E ausbilden. Zumindest ein Teil der Förderelemente 6‘, 6“, 6“ ‘der Verbindungsabschnitte 5a, 5b ist antreibbar, um den Quellbehälter QB auf der Förderebene E in der ersten Förderrichtung Ra in die Abgabeposition Pa zu bewegen bzw. um den Zielbehälter ZB auf der Förderebene E in der zweiten Förderrichtung Rb in die Aufnahmeposition Pb zu bewegen. Der auf der Förderebene E des Verbindungsabschnitts 5a der ersten Fördertechnik 2a befindliche Quellbehälter QB ist mit QB‘ angedeutet. Der auf der Förderebene E des Verbindung s ab Schnitts 5b der zweiten Fördertechnik 2b befindliche Zielbehälter ZB ist mit ZB‘ angedeutet.
In der dargestellten Ausführungsform weisen die Förderelemente 6‘, 6“, 6‘“ im Wesentlichen längliche, insbesondere zylindrische, Förderrollen auf. Alternativ könnten die Förderelemente 6‘, 6“, 6‘“ aber beispielsweise auch im Wesentlichen kugelförmig oder im Wesentlichen tonnenförmig oder konisch ausgebildet sein. Auch eine Kombination verschiedener Förderelemente 6‘, 6“, 6‘“ wäre natürlich denkbar. Der Einfachheit halber wird die Erfindung nachfolgend jedoch beispielhaft anhand der Förderrollen beschrieben.
In der dargestellten Ausführungsform umfasst der Verbindungsabschnitt 5a der ersten Fördertechnik 2a einen ersten Förderbereich 8a mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderrollen 6‘ und einen radial außerhalb des ersten
Förderbereichs 8a liegenden zweiten Förderbereich 9a mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderrollen 6“. In analoger Weise umfasst der Verbindung s ab schnitt 5b der zweiten Fördertechnik 2b einen ersten Förderbereich 8b mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderrollen 6‘ und einen radial außerhalb des ersten Förderbereichs 8b liegenden zweiten Förderbereich 9b mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderrollen 6“.
Zusätzlich weisen gemäß dem gezeigten Beispiel der Verbindung s ab schnitt 5a der ersten Fördertechnik 2a und der Verbindungsabschnitt 5b der zweiten Fördertechnik 2b jeweils einen dritten Förderbereich 18a, 18b mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten, vorzugsweise individuell antreibbaren, Förderrollen 6‘“ auf. Der dritte Förderbereich 18a, 18b liegt hier in radialer Richtung zwischen dem ersten Förderbereich 8a, 8b und dem zweiten Förderbereich 9a, 9b. Alternativ könnte der dritte Förderbereich 18a, 18b in radialer Richtung innerhalb des ersten Förderbereichs 8a, 8b oder außerhalb des zweiten Förderbereichs 9a, 9b liegen (nicht dargestellt). Die Förderrollen 6‘“ des dritten Förderbereichs 18a, 18b können ggf. anstatt direkt angetrieben lediglich drehbar (indirekt von benachbarten Förderrollen antreibbar) gelagert sein. Ein gemeinsamer Antrieb der Förderrollen 6‘“ wäre gleichfalls denkbar.
Die Verbindungsabschnitte 5a, 5b weisen in der dargestellten Ausführungsform zwei verschiedene Typen von Förderrollen 6‘, 6“ einerseits und Förderrollen 6‘“ andererseits auf. Die Förderrollen 6‘ der ersten Förderbereiche 8a, 8b und die Förderrollen 6“ der zweiten Förderbereiche 9a, 9b sind im Wesentlichen gleich ausgebildet und haben eine geringere Länge als die Förderrollen 6‘“ der dritten Förderbereiche 18a, 18b. Die verschiedenen Typen von Förderrollen 6‘, 6‘, 6‘“ könnten alternativ oder zusätzlich beispielsweise einen unterschiedlichen Durchmesser und/oder eine unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit und/oder eine unterschiedliche Form aufweisen. Unterschiedliche Formen könnten beispielsweise die genannte zylindrische und konische Form sein.
Im gezeigten Beispiel umfassen die Eingangsabschnitte 3a, 3b und die Ausgangsabschnitte 4a, 4b beider Fördertechniken 2a, 2b jeweils einen Rollenförderer. Die Rollenförderer weisen jeweils mehrere in der jeweiligen Förderrichtung Ra, Rb hintereinander angeordneten
Förderrollen 6 auf. Zumindest ein Teil der Förderrollen 6 ist, beispielsweise individuell oder gemeinsam, antreibbar, um den jeweiligen Quellbehälter QB oder Zielbehälter ZB zu bewegen.
Ein individueller Antrieb kann beispielsweise analog wie bei den Förderrollen 6‘, 6“ so ausgeführt sein, dass jede angetrieben Förderrolle 6 eine separate, insbesondere elektrische, Antriebseinheit aufweist, beispielsweise einen geeigneten Elektromotor. Ein gemeinsamer Antrieb kann so ausgestaltet sein, dass eine Mehrzahl von Förderrollen 6 jeweils durch eine gemeinsame Antriebseinheit angetrieben ist, vorzugsweise wiederum durch einen Elektromotor. Die Mehrzahl von Förderrollen 6 kann beispielsweise mit einem geeigneten Koppelantrieb, wie z.B. einem Riementrieb, Kettentrieb, Zahnradtrieb, etc. verbunden sein. Beispielsweise könnte jede Förderrolle 6 angetrieben sein oder jede zweite, jede dritte oder allgemein jede nte Förderrolle 6.
In einer alternativen Ausführungsform könnten die Eingangsabschnitte 3a, 3b und/oder die Ausgangsabschnitte 4a, 4b beispielsweise jeweils eine Fahrbahn 16 aufweisen, auf der ein fahrerloses Transportfahrzeug zum Transport des Quellbehälters QB oder Zielbehälters ZB zum Verbindungsabschnitt 5a, 5b bewegbar ist (siehe Fig.2).
Zur Steuerung der verfügbaren Funktionen der Kommissionieranlage 1 ist eine Steuerungseinheit 7 vorgesehen. Die Steuerungseinheit 7 kann eine geeignete Hardware und/oder Software aufweisen. Die Steuerungseinheit 7 dient hier insbesondere zur Ansteuerung der Förderrollen 6 der Eingangsabschnitte 3a, 3b, der Ausgangsabschnitte 4a, 4b und der Förderrollen 6‘, 6“, 6“‘der Verbindungsabschnitte 5a, 5b.
Weiters ist eine Sensoreinrichtung 10 vorgesehen, die dazu ausgebildet ist, eine Ist-Orientierung O_ist eines, in einem festgelegten oder festlegbaren Erfassungsbereich 1 la des Verbindung s ab Schnitts 5a der ersten Fördertechnik 2a befindlichen Quellbehälters QB zu ermitteln, hier z.B. des Quellbehälters QB‘. Die Steuerungseinheit 7 ist dazu ausgebildet, zumindest einen Teil der Förderrollen 6‘ des ersten Förderbereichs 8a und zumindest einen Teil der Förderrollen 6“ des zweiten Förderbereichs 9a in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung O_ist derart individuell anzusteuem, dass der Quellbehälter QB in der Abgabeposition Pa in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll-Orientierung O_soll positionierbar ist, wie durch den Quellbehälter QB“ symbolisiert ist.
Im dargestellten Beispiel ist die Sensoreinrichtung 10 zusätzlich dazu ausgebildet, eine Ist- Orientierung O_ist eines, in einem festgelegten oder festlegbaren Erfassungsbereich 11b des Verbindungsabschnitts 5b der zweiten Fördertechnik 2b befindlichen Zielbehälters ZB zu ermitteln, hier z.B. des Zielbehälters ZB‘. Die Steuerungseinheit 7 ist zusätzlich dazu ausgebildet, zumindest einen Teil der Förderrollen 6‘ des ersten Förderbereichs 8b und zumindest einen Teil der Förderrollen 6“ des zweiten Förderbereichs 9b in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung O_ist derart individuell anzusteuern, dass der Zielbehälter ZB in der Aufnahmeposition Pb in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll- Orientierung O_soll positionierbar ist, wie durch den Zielbehälter ZB“ angedeutet ist.
Die Sensoreinrichtung 10 umfasst, vorzugsweise eine Anzahl von, Sensoren 12 zur Erfassung einer für die Ist-Orientierung O_ist repräsentativen Messgröße M. Zudem ist vorzugsweise eine Aus Werteeinheit 13 zur Ermittlung der Ist-Orientierung O_ist aus der erfassten Messgröße M vorgesehen. Die Auswerteeinheit 13 kann Teil der Sensoreinrichtung 10 sein, wie in Fig.l angedeutet ist, könnte aber auch Teil der Steuerungseinheit 7 sein.
Im dargestellten Beispiel weist die Sensoreinrichtung 10 einen optischen Sensor 12 in Form eines Bildsensors, insbesondere einer geeigneten Kamera, auf. Die Kamera kann als Messgröße M eine Anzahl von Bildern der beiden Erfassungsbereiche 1 la, 11b aufnehmen. Alternativ oder zusätzlich könnten auch andere oder weitere geeignete Sensoren 12 in geeigneten Erfassungspositionen vorgesehen sein, beispielsweise Lichtschranken, Lichtgitter, Abstandssensoren, etc.
In der Auswerteeinheit 13 kann beispielsweise ein geeignetes Bilderkennungsmodell implementiert sein, das in der Anzahl von der Kamera aufgenommenen Bildern den Quellbehälter QB bzw. Zielbehälter ZB erkennt und deren Ist-Orientierung (insbesondre relativ zur jeweiligen Fördertechnik) bestimmen kann. Die Soll- Orientierung kann entweder fix vorgegeben sein oder beispielsweise über eine geeignete (nicht dargestellte) Benutzerschnittstelle durch einen Benutzer vorgegeben werden. Die Soll- Orientierung kann beispielsweise einen gewissen Gierwinkel um die Hochachse des Quellbehälters QB bzw. Zielbehälters ZB umfassen.
Die Steuerungseinheit 7 kann eine geeignete Regelungseinheit 15 umfassen, die dazu ausgebildet ist, aus der ermittelten Ist-Orientierung O_ist und der vorgegebenen Soll-Orientierung O soll eine Stellgröße S für Antriebseinheiten der Förderrollen 6‘ des ersten Förderbereichs 8a, 8b und Antriebseinheiten der Förderrollen 6“ des zweiten Förderbereichs 9a, 9b zu
ermitteln. Die Steuerungseinheit 7 kann die Antriebseinheiten mit den ermittelten Stellgrößen S ansteuem, um die Soll-Orientierung O_soll einzustellen, insbesondere einzuregeln. Die Regelungseinheit 15 kann einen geeigneten Regler enthalten.
Um den Quellbehälter QB und/oder den Zielbehälter ZB von der Ist-Orientierung O_ist in die Soll- Orientierung O_soll zu positionieren kann die Steuerungseinheit 7 beispielsweise den Teil der Förderrollen 6‘ des ersten Förderbereichs 8a, 8b und den Teil der Förderrollen 6“ des zweiten Förderbereichs 9a, 9b mit unterschiedlichen Drehzahlen und/oder unterschiedlichen Drehmomenten und/oder unterschiedlichen Drehrichtungen ansteuern. Dadurch können der Quellbehälter QB und der Zielbehälter ZB insbesondere um ihre Hochachsen rotiert (um bestimmte Winkel verdreht) werden.
Wie in Fig.1 ersichtlich ist, liegt die Abgabeposition Pa in der ersten Förderrichtung Ra vorzugsweise nach dem Erfassungsbereich 11a am Verbindung s ab schnitt 5a der ersten Fördertechnik 2a und die Aufnahmeposition Pb liegt in der zweiten Förderrichtung Rb vorzugsweise nach dem Erfassungsbereich 11b am Verbindungsabschnitt 5b der zweiten Fördertechnik 2b. Die zur Positionsänderung des Quellbehälters QB vorgesehenen Förderabschnitte 8a, 9a mit den Förderrollen 6‘, 6“ können in der ersten Förderrichtung Ra zwischen dem Erfassungsbereich 11a und der Abgabeposition Pa angeordnet sein. Ggf. können sich die Förderab schnitte 8a, 9a in der ersten Förderrichtung Ra auch über die gesamte Fänge des Verbindungsabschnitts 5 a erstrecken.
In analoger Weise können die zur Positionsänderung des Zielbehälters ZB vorgesehenen Förderabschnitte 8b, 9b mit den Förderrollen 6‘, 6“in der zweiten Förderrichtung Rb zwischen dem Erfassungsbereich 11b und der Aufnahmeposition Pb angeordnet sein. Ggf. können sich die Förderabschnitte 8b, 9b in der zweiten Förderrichtung Rb auch wiederum über die gesamte Länge des Verbindungsabschnitts 5b erstrecken und somit beispielsweise unmittelbar an die Förderrollen 6 des Eingangsabschnitts 3a, 3b bzw. an die Förderrollen 6 des Ausgangsabschnitts 4a, 4b angrenzen.
Optional kann die Sensoreinrichtung 10 dazu ausgebildet sein, eine Länge (oder Position einer Referenzmarkierung) des Quellbehälters QB in Richtung der ersten Förderrichtung Ra und/oder eine Länge (oder Position einer Referenzmarkierung) des Zielbehälters ZB in Richtung der zweiten Förderrichtung Rb zu detektieren. Beispielsweise kann ein, insbesondere in tangentialer Richtung zum insbesondere kurvenförmigen Verbindung s ab schnitt 5a, 5b
gerichteter, Lasersensor zum Erfassen der Position des Quellbehälters QB oder Zielbehälters ZB vorgesehen sein (nicht dargestellt). Die Steuerungseinheit 7 kann dazu ausgebildet sein, zumindest einen Teil der antreibbaren Förderrollen 6‘, 6“ des jeweiligen Verbindungsabschnitts 5a, 5b in Abhängigkeit der ermittelten Länge (oder Position einer Referenzmarkierung) derart anzusteuern, dass der Quellbehälter QB in der Abgabeposition Pa anhaltbar ist und/oder der Zielbehälter ZB in der Aufnahmeposition Pb anhaltbar ist.
Es könnte zusätzlich zur Sensoreinrichtung 10 ein geeigneter Anwesenheits sensor 14a, 14b vorgesehen sein, der dazu ausgebildet ist, eine Anwesenheit des Quellbehälters QB und/oder Zielbehälters ZB in einem Detektionsbereich zu detektieren. Die Steuerungseinheit 7 kann dazu ausgebildet sein, in Abhängigkeit der detektierten Anwesenheit zumindest einen Teil der antreibbaren Förderrollen 6‘, 6“ des jeweiligen Verbindungsabschnitts 5a, 5b derart anzusteuern, dass der Quellbehälter QB“ in der Abgabeposition Pa anhaltbar ist und/oder der Zielbehälters ZB“ in der Aufnahmeposition Pb anhaltbar ist.
Als Anwesenheits sensor 14a, 14b kann beispielsweise eine Lichtschranke verwendet werden, wie in Fig.l angedeutet ist. Gleichfalls wären andere geeignete Sensoren, z.B. Bewegungsmelder oder elektrischer (Druck-)Schalter insbesondere als Anwesenheitssensor denkbar.
Im dargestellten Beispiel sind die Eingangsabschnitte 3a, 3b jeweils gerade und die Ausgangsabschnitte 4a, 4b sind jeweils gerade und im Wesentlichen parallel zu den Eingangsabschnitten 3a, 3b angeordnet. Die Verbindung s ab schnitte 5a, 5b weisen somit jeweils einen Kurvenwinkel von 180° auf. Natürlich ist dies nur beispielhaft und es wären je nach Anordnung der Eingangsabschnitte 3a, 3b und Ausgangsabschnitte 4a, 4b auch andere Kurvenwinkel denkbar, z.B. 90° oder 135°.
Im dargestellten Beispiel sind die Förderrollen 6‘ des ersten Förderbereichs 8a der Verbindungsabschnitte 5a, 5b zylindrisch ausgebildet und die Förderrollen 6“ des zweiten Förderbereichs 9a, 9b der Verbindungsabschnitts 5a, 5b sind ebenfalls zylindrisch ausgebildet. Alternativ könnte jedoch zumindest ein Teil der Förderrollen 6‘ eines ersten Förderbereichs 8a und/oder zumindest ein Teil der Förderrollen 6“ eines zweiten Förderbereichs 8a, 8b konisch ausgebildet sein. Die konischen Förderrollen 6‘, 6“ würde hierbei jeweils so angeordnet sein, dass der größere Durchmesser radial außen liegt. Dadurch lassen sich bei gleicher Drehzahl verschiedene Umfangsgeschwindigkeiten realisieren. Ein Konuswinkel der konischen
Förderrollen 6‘, 6“ kann beispielswiese an eine Krümmung des jeweiligen Verbindungsabschnitts 5a, 5b angepasst werden.
Die Drehachsen der Förderrollen 6‘, 6“ der Verbindungsabschnitte 5a, 5b sind quer zur jeweiligen Förderrichtung Ra, Rb ausgerichtet, vorzugsweise im Wesentlichen normal zur Förderrichtung Ra, Rb. Insbesondere können die Drehachsen zumindest eines Teils der Förderrollen 6‘, 6“ in einer im Wesentlichen radialen Richtung bezüglich der Krümmung des jeweiligen Verbindung s ab Schnitts 5a, 5b angeordnet sein. Die Drehachsen zumindest eines Teils der Förderrollen 6‘, 6“ können sich beispielsweise im Mittelpunkt eines Krümmungsradius des jeweiligen Verbindungsabschnitts 5a, 5b schneiden. Die Drehachsen können aber auch anders angeordnet sein, insbesondere mit mehreren unterschiedlichen Schnittpunkten zwischen jeweiligen Drehachsen, insbesondere für konische Förderrollen, die so angeordnet sind, dass ein Abschnitt des Rotorelementes in der Förderebene liegt.
Die jeweiligen Förderebenen E (Förderflächen) der Verbindungsabschnitte 5a, 5b sind zumindest über einen Teil ihrer Länge in Umfangsrichtung kreisringförmig. Die Drehachsen zumindest eines Teils der Förderrollen 6‘, 6“ können sich hierbei im Kreismittelpunkt des kreisringförmigen Abschnitts schneiden.
Im dargestellten Beispiel weisen die Verbindungsabschnitte 5a, 5b an ihren äußeren Umfangsseiten jeweils im Bereich der Abgabeposition Pa bzw. Aufnahmeposition Pb einen, insbesondere unmittelbar an die Symmetrieebene SE anschließenden, abgeflachten Bereich auf. Dadurch wird die Zugänglichkeit für den Kommis sionierer verbessert.
Die Förderrollen 6‘ des ersten Förderabschnitts 8a und die Förderrollen 6“ des zweiten Förderabschnitts 8b der Verbindungsabschnitte 5a, 5b weisen im dargestellten Beispiel jeweils eine Länge in Richtung ihrer Drehachsen auf, die im Bereich von 20% einer Breite der Förderebene E quer zur jeweiligen Förderrichtung Ra, Rb beträgt. Natürlich ist dies nur beispielhaft zu verstehen und die Förderrollen 6‘, 6“ könnten ggf. auch länger oder kürzer, gegebenenfalls im jeweiligen Verbindungsabschnitt 5a, 5b auch unterschiedlich, sein. Die Länge ist vorzugsweise so festgelegt, dass während des Förderns ein Teil des Quellbehälters QB‘ oder des Zielbehälters ZB‘ auf den Förderrollen 6‘ des ersten Förderbereichs 8a, 8b aufliegt und ein Teil des Quellbehälters QB‘ oder des Zielbehälters ZB‘ auf den Förderrollen 6“ des zweiten Förderbereichs 9a, 9b aufliegt.
Nachfolgend wird anhand von Fig.2 eine beispielhafte zweite Ausführungsform der Kommissionieranlage 1 beschrieben. Der Einfachheit halber wird lediglich auf die wesentlichen Unterschiede Bezug genommen. Hinsichtlich der gemeinsamen Merkmale wird auf die obige Beschreibung zur ersten Ausführungsform verwiesen, die in analoger Weise auch für die zweite Ausführungsform Gültigkeit hat.
Die Kommissionieranlage 1 weist wiederum eine erste Fördertechnik 2a und eine zweite Fördertechnik 2b auf. Die erste Fördertechnik 2a ist im Wesentlichen identisch ausgebildet wie bei der ersten Ausführungsform gemäß Fig.l. Die zweite Fördertechnik 2b unterscheidet sich hier jedoch dadurch von der ersten Ausführungsform, dass der Verbindungsabschnitt 5b eine Fahrbahn 16 umfasst und dass ein fahrerloses Transportfahrzeug 17 vorgesehen ist, das auf der Fahrbahn 16 in der zweiten Förderrichtung Rb bewegbar ist, um den Zielbehälter ZB in die Aufnahmeposition Pb zu bewegen, die in Fig.2 durch Bezugszeichen ZB“ angedeutet ist.
Zusätzlich umfasst auch der Eingangsabschnitt 3b eine Fahrbahn 16, um den Zielbehälter ZB mittels des fahrerlosen Transportfahrzeugs 17 zum Verbindungsabschnitt 5b anzutransportieren und der Ausgangsabschnitt 4b umfasst eine Fahrbahn 16, um den Zielbehälter ZB mittels des fahrerlosen Transportfahrzeugs 17 vom Verbindungsabschnitt 5b abzutransportieren. Das fahrerlose Transportfahrzeug 17 kann beispielsweise eine geeignete Ladefläche zur Aufnahme des Zielbehälters ZB aufweisen.
Das fahrerlose Transportfahrzeug 17 kann beispielsweise über eine geeignete, insbesondere drahtlose, Kommunikationsverbindung mit der Steuerungseinheit 7 kommunizieren. Die drahtlose Kommunikationsverbindung kann beispielsweise einen bekannten Datenübertragungsstandard nutzen, wie z.B. Mobilfunk, WLAN, Bluetooth, etc. Dadurch kann die Steuerungseinheit 7 das fahrerlose Transportfahrzeug 17 entsprechend ansteuem, um einen gewünschten Zielbehälter ZB zum richtigen Zeitpunkt an der Aufnahmeposition Pb zu positionieren.
Anhand von Fig.3 wird nachfolgend ein beispielhaftes Verfahren zum Kommissionieren von Artikeln A aus einem, in einer Abgabeposition Pa befindlichen, Quellbehälter QB“ in einen, in einer Aufnahmeposition Pb befindlichen, Zielbehälter ZB“ beschrieben. Das Verfahren wird vorzugsweise mittels der erfindungsgemäßen Kommissionieranlage 1 einer beliebigen Ausführungsform durchgeführt. Lediglich beispielhaft werden die Verfahrensschritte anhand der ersten Ausführungsform der Kommissionieranlage 1 beschrieben (siehe Fig.l).
In einem ersten Schritt S1 wird ein Quellbehälter QB, der eine Anzahl von Artikeln A enthält, in der ersten Förderrichtung Ra auf der im Wesentlichen horizontalen Förderebene E des kurvenförmigen Verbindungsabschnitts 5a der ersten Fördertechnik 2a in Richtung der Abgabeposition Pa gefördert.
In einem weiteren Schritt S2 wird ein Zielbehälter ZB in der zweiten Förderrichtung Rb auf der im Wesentlichen horizontalen Förderebene E des kurvenförmigen Verbindungsabschnitts 5b der zweiten Fördertechnik 2b in Richtung der Aufnahmeposition Pb gefördert. Der Zielbehälter ZB kann leer sein oder kann bereits eine Anzahl von bestimmten Artikeln A enthalten. Die Schritte S 1 und S2 können zeitgleich oder sequenziell durchgeführt werden.
In einem weiteren Schritt S3 wird mittels der Sensoreinrichtung 10 eine Ist-Orientierung O ist des Quellbehälters QB‘ im festgelegten Erfassungsbereich 11a des Verbindungsabschnitts 5a der ersten Fördertechnik 2a ermittelt. Alternativ oder zusätzlich kann mittels der Sensoreinrichtung 10 eine Ist-Orientierung O ist des Zielbehälters ZB‘ in festgelegten Erfassungsbereich 11b des Verbindungsabschnitts 5b der zweiten Fördertechnik 2b ermittelt werden.
In einem weiteren Schritt S4 wird zumindest ein Teil der in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen 6’ des ersten Förderbereichs 8a und zumindest ein Teil der in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen 6“des radial außerhalb des ersten Förderbereichs 8a liegenden zweiten Förderbereichs 9a des Verbindung s ab Schnitts 5a der ersten Fördertechnik 2a von der Steuerungseinheit 7 in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung O ist des Quellbehälters QB derart angetrieben, dass der Quellbehälter QB“ in der Abgabeposition Pa in der vorgegebenen Soll- Orientierung O_soll positioniert wird.
Alternativ oder zusätzlich kann in Schritt S4 zumindest ein Teil der in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen 6’ des ersten Förderbereichs 8b und zumindest ein Teil der in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderrollen 6“ des radial außerhalb des ersten Förderbereichs 8b liegenden zweiten Förderbereichs 9b des Verbindungsabschnitts 5b der zweiten Fördertechnik 2b von der Steuerungseinheit 7 in Abhängigkeit der ermittelten Ist- Orientierung O_ist des Zielbehälters ZB derart angetrieben werden, dass der Zielbehälter ZB“ in der Aufnahmeposition Pb in der vorgegebenen Soll-Orientierung O_soll positioniert wird.
Schließlich wird in einem weiteren Schritt S5 eine festgelegte Anzahl von Artikeln A aus dem in der Abgabeposition Pa befindlichen Quellbehälter QB“ in den in der Aufnahmeposition Pb befindlichen Zielbehälter ZB“ übergeben. Die Übergabe wird in der Regel manuell von einem Kommissionierer anhand eines vorgegebenen Kommissionierauftrags durchgeführt. Alternativ könnte die Übergabe der Artikel A jedoch gegebenenfalls automatisiert durch einen geeigneten (nicht dargestellten) Handhabungsroboter durchgeführt werden.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
B e z u g s z e i c h e n a u f s t e l l u n g Kommissionieranlage 14a, 14b Anwesenheits Sensoren der ers- Fördertechnik ten/zweiten Fördertechnika erste Fördertechnik 15 Regelung seinheit b zweite Fördertechnik 16 Fahrbahn Eingangsabschnitt 17 fahrerloses Transportfahrzeuga, 3b Eingangsabschnitt der ers- 18 dritter Förderbereich ten/zweiten Fördertechnik4 18a, 18b dritter Förderbereich der ers-
Ausgangsabschnitt ten/zweiten Fördertechnika, 4b Ausgangsabschnitt der ers- S Stellgröße ten/zweiten Fördertechnik O_ist Ist-Orientierung Verbindungsabschnitt O_soll Soll- Orientierung a, 5b Verbindungsabschnitt der ers- Pa Abgabeposition ten/zweiten Fördertechnik Pb Aufnahmeposition Förderelemente QB, QB', QB" Quellbehälter in ', 6", 6"'Varianten der Förderelemente verschiedenen Positionen Steuerungseinheit ZB, ZB', ZB" Zielbehälter in vererster Förderbereich schiedenen Positionen a, 8b erster Förderbereich der ers- A Artikel ten/zweiten Fördertechnik SE Symmetrieebene zweiter Förderbereich Ra, Rb Förderrichtungen a, 9b zweiter Förderbereich der ers- E Förderebne ten/zweiten Fördertechnik M Messgröße 0 Sensoreinrichtung 1 Erfassungsbereich 1a, 11b Erfassungsbereich der ers- ten/zweiten Fördertechnik 2 Sensor 3 Aus werteeinheit 4 Anwesenheitssensor
Claims
1. Kommissionieranlage (1) zum Kommissionieren von Artikeln (A) aus einem, in einer Abgabeposition (Pa) befindlichen, Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in einen, in einer Aufnahmeposition (Pb) befindlichen Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“), umfassend eine erste Fördertechnik (2a) zum Fördern des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) in einer ersten Förderrichtung (Ra) in die Abgabeposition (Pa) oder des Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in die Aufnahmeposition (Pb), und eine zweite Fördertechnik (2b) zum Fördern des Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in einer zweiten Förderrichtung (Rb) in die Aufnahmeposition (Pb) oder des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) in die Abgabeposition (Pa), wobei die Fördertechniken (2a, 2b) jeweils einen Eingangsabschnitt (3a, 3b), einen Ausgangsabschnitt (4a, 4b) und einen, insbesondere kurvenförmigen, Verbindungsabschnitt (5a, 5b), der den Eingangsabschnitt (3a, 3b) mit dem Ausgangsabschnitt (4a, 4b) verbindet, aufweisen, und eine Steuerungseinheit (7) zur Steuerung der Kommissionieranlage (1), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Verbindung s ab schnitte (5a) mehrere Förderelemente (6) umfasst, die eine im Wesentlichen horizontale Förderebene (E) ausbilden, wobei zumindest ein Teil der Förderelemente (6) des Verbindungsabschnitts (5a) antreibbar ist, um den Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) auf der Förderebene (E) in die Abgabeposition (Pa) oder den Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) in die Aufnahmeposition (Pb) zu bewegen, dass der zumindest eine Verbindungsabschnitt (5a) einen ersten Förderbereich (8a) mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderelementen (6‘) und einen radial außerhalb des ersten Förderbereichs (8a) liegenden zweiten Förderbereich (9a) mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten antreibbaren Förderelementen (6“) umfasst, dass eine Sensoreinrichtung (10) vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, eine Ist-Orientierung (O_ist) eines, in einem festgelegten Erfassungsbereich (11a) des zumindest einen Verbindungsabschnitts (5a) befindlichen Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) zu ermitteln und dass die Steuerungseinheit (7) dazu ausgebildet ist, zumindest einen Teil der Förderelemente (6‘) des ersten Förderbereichs (8a) und zumindest einen Teil der Förderelemente (6“) des zweiten Förderbereichs (9a) in Abhängigkeit der ermittelten Ist- Orientierung
(O ist) derart individuell anzusteuern, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) oder der Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“ ) in der Aufnahmeposition (Pb) in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll-Orientierung (O_soll) positionierbar ist.
2. Kommissionieranlage (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) eine Fahrbahn (16) umfasst und dass ein fahrerloses Transportfahrzeug (17) vorgesehen ist, das auf dieser Fahrbahn (16) in der zweiten Förderrichtung (Rb) bewegbar ist, um entweder den Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in die Abgabeposition (Pa) oder den Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) in die Aufnahmeposition (Pb) zu transportieren.
3. Kommissionieranlage (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) mehrere in der zweiten Förderrichtung (Rb) hintereinander angeordnete Förderelemente (6) umfasst, die eine im Wesentlichen horizontale Förderebene (E) ausbilden, wobei zumindest ein Teil der Förderelemente (6) des Verbindungsabschnitts (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) antreibbar ist, um den Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) auf der Förderebene (E) in der zweiten Förderrichtung (Rb) in die Aufnah- meposition (Pb) zu bewegen oder den Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in die Abgabeposition (Pa) zu bewegen.
4. Kommissionieranlage (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) einen ersten Förderbereich (8b) mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten individuell antreibbaren Förderelementen (6‘) und einen radial außerhalb des ersten Förderbereichs (8b) liegenden zweiten Förderbereich (9b) mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten antreibbaren Förderelemente (6“) umfasst und dass die Sensoreinrichtung (10) dazu ausgebildet ist, eine Ist-Orientierung (O_ist) eines, in einem festgelegten Erfassungsbereich (11b) des Verbindung s ab Schnitts (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) befindlichen Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) zu ermitteln und dass die Steuerungseinheit (7) dazu ausgebildet ist, zumindest einen Teil der Förderelemente (6‘) des ersten Förderbereichs (8b) und zumindest einen Teil der
Förderelemente (6“) des zweiten Förderbereichs (9b) in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung (O ist) derart individuell anzusteuern, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) oder der Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) in der Aufnahmeposition (Pb) in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll- Orientierung (O_soll) positionierbar ist.
5. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (10) eine Anzahl von Sensoren (12) zur Erfassung einer für die Ist-Orientierung (O_ist) repräsentativen Messgröße (M) umfasst und dass eine Auswerteeinheit (13) zur Ermittlung der Ist-Orientierung (O_ist) aus der erfassten Messgröße (M) vorgesehen ist, wobei die Aus werteeinheit (13) vorzugsweise Teil der Sensoreinrichtung (10) oder Teil der Steuerungseinheit (7) ist.
6. Kommissionieranlage (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Sensoren (12) zumindest einen der folgenden Sensoren umfasst: optischer Sensor, insbesondere Bildsensor, Lichtschranke, Lichtgitter, Abstandssensor.
7. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (7) eine Regelungseinheit (15) umfasst, die dazu ausgebildet ist, aus der ermittelten Ist-Orientierung (O_ist) und der vorgegebenen Soll-Orientierung (O_soll) eine Stellgröße (S) für Antriebseinheiten der Förderelemente (6‘) des ersten Förderbereichs (8a, 8b) und Antriebseinheiten der Förderelemente (6“) des zweiten Förderbereichs (9a, 9b) zu ermitteln und dass die Steuerungseinheit (7) dazu ausgebildet ist, die Antriebseinheiten mit den ermittelten Stellgrößen (S) anzusteuern.
8. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (7) dazu ausgebildet ist, den Teil der Förderelemente (6‘) des ersten Förderbereichs (8a, 8b) und den Teil der Förderelemente (6“) des zweiten Förderbereichs (9a, 9b) mit unterschiedlichen Drehzahlen und/oder unterschiedlichen Drehmomenten und/oder unterschiedlichen Drehrichtungen anzusteuem, um den Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) und/oder den Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) von der Ist-Orientierung (O_ist) in die Soll- Orientierung (O_soll) zu positionieren.
9. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeposition (Pa) oder die Aufnahmeposition (Pb) in der ersten Förderrichtung (Ra) nach dem Erfassungsbereich (11a) am Verbindungsabschnitt (5a) der ersten Fördertechnik (2a) liegt und/oder dass die Aufnahmeposition (Pb) oder die Abgabeposition (Pa) in der zweiten Förderrichtung (Rb) nach dem Erfassungsbereich (11b) am Verbindungsabschnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) liegt.
10. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (10) dazu ausgebildet ist, eine Fänge des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in Richtung der ersten Förderrichtung (Ra) und/oder eine Fänge des Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) oder Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) in Richtung der zweiten Förderrichtung (Rb) zu detektieren und dass die Steuerungseinheit (7) dazu ausgebildet ist, zumindest einen Teil der antreibbaren Förderelemente (6‘, 6“) des jeweiligen Verbindungsabschnitts (5a, 5b) in Abhängigkeit der ermittelten Fänge derart anzusteuern, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) anhaltbar ist und/oder der Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in der Aufnahmeposition (Pb) anhaltbar ist.
11. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur Sensoreinrichtung (10) ein Anwesenheitssensor (14a, 14b) vorgesehen ist, der dazu ausgebildet ist, eine Anwesenheit des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) und/oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) zu detektieren und dass die Steuerungseinheit (7) dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit der detek- tierten Anwesenheit zumindest einen Teil der antreibbaren Förderelemente (6‘, 6“) des jeweiligen Verbindungsabschnitts (5a, 5b) derart anzusteuern, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) anhaltbar ist und/oder der Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in der Aufnahmeposition (Pb) anhaltbar ist.
12. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kurvenwinkel des Verbindungsabschnitts (5a) der ersten Fördertechnik (2a) zumindest 90°, vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180° beträgt und/oder dass ein
Kurvenwinkel des Verbindung sab Schnitts (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) zumindest 90°, vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180° beträgt.
13. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Förderelemente (6‘, 6“, 6‘“) zumindest eines Verbindung s ab Schnitts (5a, 5b) Förderrollen umfasst ist und/oder zumindest ein Teil der Förderelemente (6‘, 6“, 6‘“) zumindest eines Verbindungsabschnitts (5a, 5b) im Wesentlichen kugelförmige Förderelemente umfasst und/oder zumindest ein Teil der Förderelemente (6‘, 6“, 6‘“) zumindest eines Verbindungsabschnitts (5a, 5b) im Wesentlichen tonnenförmige Förderelemente umfasst.
14. Kommissionieranlage (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige der Förderrollen (6‘) des ersten Förderbereichs (8a) zumindest eines Verbindungsabschnitts (5a, 5b) konisch und/oder zumindest einige der Förderrollen (6‘) zylindrisch ausgebildet sind und oder zumindest einige der Förderrollen (6“) des zweiten Förderbereichs (9a, 9b) zumindest eines Verbindungsabschnitts (5a, 5b) konisch und/oder zumindest einige der Förderrollen (6‘) zylindrisch ausgebildet sind.
15. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Drehachsen zumindest eines Teils der Förderelemente (6‘, 6“) zumindest eines Verbindungsabschnitts (5a, 5b) quer zur jeweiligen Förderrichtung (Ra, Rb) ausgerichtet sind, insbesondere in einer im Wesentlichen radialen Richtung.
16. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderebene (E) zumindest eines Verbindung s ab Schnitts (5a, 5b), zumindest über einen Teil seiner Länge in Umfangsrichtung, kreisringförmig ist.
17. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Förderelemente (6‘, 6“) zumindest eines Verbindungsabschnitts (5a, 5b) eine Länge in Richtung ihrer Drehachsen aufweist, die zumindest 20%, vorzugsweise zumindest 30% einer Breite der Förderebene (E) beträgt.
18. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Verbindung s ab schnitt (5a, 5b) zumindest zwei verschiedene Typen von Förderelementen (6‘, 6“) umfasst, wobei die zumindest zwei verschiedene Typen von Förderelementen (6‘, 6“) vorzugsweise eine unterschiedliche Länge und/oder einen unterschiedlichen Durchmesser und/oder eine unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit und/oder eine unterschiedliche Form aufweisen.
19. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindung s ab schnitt (5a, 5b) zumindest einer Fördertechnik (2a, 2b) derart ausgebildet ist, dass während des Förderns ein Teil des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder des Zielbehälters (QB, QB‘, QB“) auf den Förderelementen (6‘) des ersten Förderbereichs (8a, 8b) aufliegt und ein Teil des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder des Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) auf den Förderelemente (6“) des zweiten Förderbereichs (9a, 9b) aufliegt.
20. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsabschnitt (3a, 3b) und/oder der Ausgangsabschnitt (4a, 4b) zumindest einer Fördertechnik (2a, 2b) einen Rollenförderer mit mehreren in der jeweiligen Förderrichtung (Ra, Rb) hintereinander angeordneten Förderrollen (6) umfasst, wobei zumindest ein Teil der Förderrollen (6) individuell oder gemeinsam antreibbar ist.
21. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsabschnitt (3a, 3b) zumindest einer Fördertechnik (2a, 2b) eine Fahrbahn (16) umfasst und dass ein fahrerloses Transportfahrzeug (17) zum Antransport des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) auf der Fahrbahn (16) zum jeweiligen Verbindungsabschnitt (5a, 5b) vorgesehen ist und/oder dass der Ausgangsabschnitt (4a, 4b) zumindest einer Fördertechnik (2a, 2b) eine Fahrbahn (16) umfasst und dass ein fahrerloses Transportfahrzeug (17) zum Abtransport des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) auf der Fahrbahn (16) vom jeweiligen Verbindungsabschnitt (5a, 5b) vorgesehen ist.
22. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindung s ab schnitt (5a) der ersten Fördertechnik (2a) und/oder der Verbindung s ab schnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) einen dritten Förderbereich (18a, 18b) mit mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten, vorzugsweise individuell antreibbaren, Förderelementen (6“‘) umfasst, wobei der dritte Förderbereich (18a, 18b) in radialer Richtung innerhalb des ersten Förderbereichs (8a, 8b), zwischen dem ersten Förderbereich (8a, 8b) und zweiten Förderbereich (9a, 9b) oder außerhalb des zweiten Förderbereichs (9a, 9b) liegt.
23. Kommissionieranlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördertechniken (2a, 2b) bezüglich einer gedachten, im Wesentlichen vertikalen, Symmetrieebene (SE) im Wesentlichen spiegelsymmetrisch angeordnet sind, sodass die Aufnahmeposition (Pb) und die Abgabeposition (Pa) einander zugewandt und vorzugsweise gleich weit von der gedachten Symmetrieebene (SE) beabstandet sind.
24. Verfahren zum Kommissionieren von Artikeln (A) aus einem, in einer Abgabeposition (Pa) befindlichen, Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in einen, in einer Aufnahmeposition (Pb) befindlichen Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“), umfassend folgende Schritte:
Fördern eines, eine Anzahl von Artikeln (A) enthaltenden, Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) in einer ersten Förderrichtung (Ra) auf einer von mehreren Förderelementen (6) gebildeten, im Wesentlichen horizontalen Förderebene (E) eines, insbesondere kurvenförmigen, Verbindungsabschnitts (5a) einer ersten Fördertechnik (2a), der einen Eingangsabschnitt (3a) mit einem Ausgangsabschnitt (4a) der ersten Fördertechnik (2a) verbindet, in Richtung einer Abgabeposition (Pa) oder eines Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in eine Aufnahmeposition (Pb) durch Antreiben zumindest eines Teils der Förderelementen (6) mittels einer Steuerungseinheit (7),
Fördern eines Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in einer zweiten Förderrichtung (Rb) entlang eines, insbesondere kurvenförmigen, Verbindungsabschnitts (5b) einer zweiten Fördertechnik (2b), der einen Eingangsabschnitt (3b) mit einem Ausgangsabschnitt (4b) der zweiten Fördertechnik (2b) verbindet, in Richtung einer Aufnahmeposition (Pb) oder eines Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) in Richtung einer Abgabeposition (Pa), gekennzeichnet durch
Ermitteln einer Ist-Orientierung (O ist) des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“)
oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in einem festgelegten Erfassungsbereich (11a) des Verbindung s ab Schnitts (5a) der ersten Fördertechnik (2a) mittels einer Sensoreinrichtung (10),
Individuelles Antreiben zumindest eines Teils von mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderelemente (6‘) eines ersten Förderbereichs (8a) und zumindest eines Teils von mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderelemente (6“) eines radial außerhalb des ersten Förderbereichs (8a) liegenden zweiten Förderbereichs (9a) des Verbindungsabschnitts (5a) der ersten Fördertechnik (2a) mittels der Steuerungseinheit (7) in Abhängigkeit der ermittelten Ist-Orientierung (O_ist) derart, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) oder der Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) in der Aufnahmeposition (Pb) in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll-Orientierung (O_soll) positioniert wird, und
Übergeben einer Anzahl von Artikeln (A) aus dem in der Abgabeposition (Pa) befindlichen Quellbehälter (QB, QB‘, QB“ in den in der Aufnahmeposition (Pb) befindlichen Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“ ).
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) eine Fahrbahn (16) umfasst und dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) mittels eines fahrerlosen Transportfahrzeugs (17) auf der Fahrbahn (16) bewegt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) mehrere in der zweiten Förderrichtung (Rb) hintereinander angeordnete Förderelemente (6) umfasst, die eine im Wesentlichen horizontale Förderebene (E) ausbilden, wobei der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) oder der Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) durch Antreiben zumindest eines Teils der Förderelemente (6) mittels der Steuerungseinheit (7) bewegt wird.
27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Sensoreinheit (10) eine Ist-Orientierung (O ist) des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in einem festgelegten Erfassungsbereich (11b) des Verbindungsabschnitts (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) ermittelt wird und dass mehrere in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderelemente
(6‘) eines ersten Förderbereichs (8b) und von mehreren in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Förderelemente (6“) eines radial außerhalb des ersten Förderbereichs (8b) liegenden zweiten Förderbereichs (9b) des Verbindungsabschnitts (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) von der Steuerungseinheit in Abhängigkeit der ermittelten Ist- Orientierung (O ist) derart individuell angetrieben werden, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) oder der Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) in der Aufnahmeposition (Pb) in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Soll- Orientierung (O_soll) positioniert wird.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Anzahl von Sensoren (12) der Sensoreinrichtung (10) eine für die Ist-Orientierung (O_ist) repräsentativen Messgröße (M) erfasst wird und dass mit einer Auswerteeinheit (13) die Ist-Orientierung (O_ist) aus der erfassten Messgröße (M) ermittelt wird.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer in der Steuerungseinheit (7) implementierten Regelungseinheit (15) aus der ermittelten Ist-Orientierung (O_ist) und der vorgegebenen Soll- Orientierung (O_soll) eine Stellgröße (S) für Antriebseinheiten der Förderelemente (6‘) des ersten Förderbereichs (8a, 8b) und Antriebseinheiten der Förderelemente (6“) des zweiten Förderbereichs (9a, 9b) ermittelt wird und dass die Antriebseinheiten von der Steuerungseinheit (7) mit den ermittelten Stellgrößen (S) angesteuert werden.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil der Förderelemente (6‘) des ersten Förderbereichs (8a, 8b) und der Teil der Förderelemente (6“) des zweiten Förderbereichs (9a, 9b) mit unterschiedlichen Drehzahlen und/oder unterschiedlichen Drehmomenten und/oder unterschiedlichen Drehrichtungen angesteuert werden, um den Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) und/oder den Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) von der Ist-Orientierung (O_ist) in die Soll-Orientierung (O_soll) zu positionieren.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Sensoreinrichtung (10) eine Länge des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“ ) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in der ersten Förderrichtung (Ra) und/oder eine Länge des Quellbehälters (QB) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) in der zweiten Förderrichtung (Rb) detektiert wird und dass die Steuerungseinheit (7) zumindest einen Teil der Förderelemente (6‘, 6“) des jeweiligen Verbindungsabschnitts (5a, 5b) in Abhängigkeit der ermittelten Länge derart ansteuert, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) und/oder der Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) in der Aufnahmeposition (Pb) angehalten wird.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines zusätzlich zur Sensoreinrichtung (10) vorgesehenen Anwesenheitssensors (14a, 14b) oder mittels der Sensoreinrichtung (10) zusätzlich eine Anwesenheit des Quellbehälters (QB, QB‘, QB“ ) oder Zielbehälters (ZB, ZB‘, ZB“) detektiert wird und dass die Steuerungseinheit (7) in Abhängigkeit der detektierten Anwesenheit zumindest einen Teil der Förderelemente (6‘, 6“) des jeweiligen Verbindungsabschnitts (5a, 5b) derart ansteuert, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) in der Abgabeposition (Pa) angehalten wird und/oder der Zielbehälters (ZB“) in der Aufnahmeposition (Pb) angehalten wird.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälter (ZB) am Verbindungsabschnitt (5a) der ersten Fördertechnik (2a) in einem Kurvenwinkel von zumindest 90°, vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180° bewegt wird und/oder der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) am Verbindungsabschnitt (5b) der zweiten Fördertechnik (2b) in einem ein Kurvenwinkel von zumindest 90°, vorzugsweise zumindest 135°, insbesondere 180° bewegt wird.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) am Eingangsabschnitt (3a) und/oder am Ausgangsabschnitt (4a) der ersten Fördertechnik (2a) mittels eines, eine Mehrzahl von in der ersten Förderrichtung (Ra) hintereinander angeordneten Förderelemente (6) umfassenden, Rollenförderers bewegt wird und/oder dass der Quellbehälter (QB, QB‘,
QB“) oder Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) am Eingangsabschnitt (3b) und/oder am Ausgangsabschnitt (4b) der zweiten Fördertechnik (2b) mittels eines, eine Mehrzahl von in der zweiten Förderrichtung (Rb) hintereinander angeordneten Förderelemente (6) umfassenden, Rollenförderers bewegt wird.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) am Eingangsabschnitt (3a) und/oder am Ausgangsabschnitt (4a) der ersten Fördertechnik (2a) mittels eines fahrerlosen Transportfahrzeugs (17) auf einer Fahrbahn (16) bewegt wird und/oder dass der Quellbehälter (QB, QB‘, QB“) oder Zielbehälter (ZB, ZB‘, ZB“) am Eingangsabschnitt (3b) und/oder am Ausgangsabschnitt (4b) der zweiten Fördertechnik (2b) mittels eines fahrerlosen Transportfahrzeugs (17) auf einer Fahrbahn (16) bewegt wird.
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