Schutzhaube für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Schutzhaube für Kraftfahrzeuge, Kraftfahr¬ zeugteile, Maschinen oder dergleichen gemäß dem Oberbegriff des An¬ spruchs 1.
Derartige Schutzhauben für Kraftfahrzeuge, Maschinen oder dergleichen sind besonders zum präventiven Schutz sowohl der Oberflächen gegen abrasive oder chemische Emissionen, wie beispielsweise Staub, Flugrost, Vogelkot, Kondensations- und Staubnässe, eindringende Nässe als auch gegen mechanische Beschädigungen, wie beispielsweise Kratz- und Schleifschäden und daraus resultierenden Schäden bei Stand-, Lager¬ und Transportzeiten, vorgesehen.
Aus der DE 199 04 140 Al ist bereits eine Verpackung für Kraftfahrzeu¬ ge bekannt, die eine formangepasste Schutzhaube aus einem elasti¬ schen Material umfasst, die das gesamte Fahrzeug bis zur Unterkante untergreift und mittels an ihren Rändern angreifenden Spannzügen an der Karosserie festgespannt ist. Im Bereich der Radkästen sind Beschnittbereiche vorgesehen, die die vorderen Radausschnitte nicht überdecken. Im hinteren Bereich findet eine vollständige Überdeckung statt. Diese Schutzhaube führt beim Transport des zu schützenden Ob¬ jektes durch Anströmung zu einem geschwindigkeitsabhängigen Abhe¬ ben und Aufblähen der Schutzhaube. Dadurch kommt es zu einer Bal¬ lonbildung beziehungsweise zum Flattern oder Aufschlagen des Materi¬ als, wodurch Oberflächenschäden verursacht werden.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird in der DE 201 10 609 Ul vorge¬ schlagen, im Bereich der Radläufe an der Schutzhaube jeweils ein Halte¬ element vorzusehen, die an den Radläufen angreifen, um ein Eindringen des Fahrtwindes im Bereich der Radläufe zu verhindern. Diese Halteele¬ mente befinden sich zur Befestigung der Schutzhaube in einem Aus¬ gangszustand, bei dem die Halteelemente von dem Radlauf wegstehen. Zum Überführen in eine Befestigungsposition werden die Halteelemente umgeschlagen, so dass diese unter Vorspannung an dem Radlauf anlie¬ gen. Dadurch wird die Schutzhaube gespannt und ein Eindringen von Luft im Bereich der Radläufe vermieden.
Am unteren Ende der Halteelemente zum Schweller hin gerichtet sind zum Schutz des Eckbereiches zwischen dem unteren Ende des Radlaufes und dem Schweller Taschen ausgebildet. Diese Taschen verhindern das Eindringen von Luft und ermöglichen eine sichere und feste Befestigung der Schutzhaube. Jedoch kann sich in Abhängigkeit der Verfahrwege während dem Transport des Fahrzeuges in den Taschen Schmutz an¬ sammeln. Insbesondere bei der Wiederverwendung von Schutzhauben kann dies nachteilig sein.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Schutzhaube zu schaffen, die das zu schützende Objekt auf seiner gesamten Oberfläche optimal schützt, während des Transportes ein sicheres Anliegen der
Schutzhaube gewährleistet, das Ansammeln von Schmutz verhindert und ermöglicht, dass die Schutzhaube einfach zu handhaben ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltun¬ gen und Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung von zumindest einem weite¬ ren Halteelement, das jeweils einer Körperkante zugeordnet ist und ge¬ trennt voneinander in eine Halteposition überführbar oder eingeschlagen wird, ist eine flexible Anpassung an unterschiedliche Geometrien ermög¬ licht. Beispielsweise können Abschnitte mit unterschiedlichen Steigungen bezüglich dem Verlauf der Körperkante geschützt werden und dazu die¬ nen, dass die Schutzhaube zu diesen Körperkanten unter Spannung fest¬ gehalten wird, ohne dass in diesen Bereich Fahrtwind, Schmutz oder dergleichen eindringt. Durch die Anordnung von mindestens zwei ge¬ trennt zueinander einzuschlagenden Halteelementen entlang einer Kör¬ perkante des zu schützenden Objektes wird des Weiteren der Vorteil er¬ zielt, dass beim Aufziehen der Schutzhaube auf das Objekt zunächst ein Halteelement an der entsprechenden Körperkante befestigt oder einge¬ schlagen wird, wodurch eine Vorfixierung der Schutzhaube zum Gegens¬ tand ermöglicht ist und nach dem vollständigen Aufziehen der Schutz¬ haube das zumindest eine weitere Halteelement an der Körperkante in eine Befestigungs- oder Halteposition übergeführt wird. Dadurch wird das Aufziehen der Schutzhaube erleichtert, da während dem Aufziehen ein einfaches Positionieren der Haube zum Gegenstand gegeben ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorge¬ sehen, dass die zueinander angeordneten Halteelemente sich vollständig entlang der Körperkante erstrecken. Dadurch wird ein guter Sitz bezie¬ hungsweise eine geschlossene Anordnung der Schutzhaube zum Objekt ermöglicht, wodurch das Eindringen von Fahrtwind verhindert ist. Des Weiteren wird dadurch ermöglicht, dass in Eckbereichen oder Über¬ gangsbereichen eine Taschenbildung verhindert ist, die zur Ansammlung von Verschmutzungen neigt.
Die zumindest zwei Halteelemente sind bevorzugt derart ausgebildet, dass nach dem getrennten Positionieren in einer Halteposition ein Über¬ lappungsbereich ausgebildet ist. Durch den Überlappungsbereich wird ermöglicht, dass eine Trennstelle zwischen zwei zueinander benachbar¬ ten Halteelementen überbrückt wird. Gleichzeitig ist dadurch ermöglicht, dass eine Vorspannung oder Haltekraft des einen Halteelementes auf das benachbarte Halteelement übertragen werden kann, wodurch gleichzeitig eine Sicherung gegeben ist. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das überlappte Halteelement kürzer als das zu über¬ lappende Halteelement ausgebildet ist und zur erhöhten Sicherheit eine Vorspannkraft des zu überlappenden Halteelementes auf das überlappte Halteelement zu übertragen ist.
Die Halteelemente weisen nach einer vorteilhaften Ausführungsform im Überlappungsbereich kraft- und/oder formschlüssige Verbindungsele¬ mente auf, um die Anordnung in der Halteposition zusätzlich zu sichern. Dadurch können die zumindest zwei Halteelemeπte in der Halteposition als ein durchgehendes Halteelement wirken, wodurch erhöhte Kräfte für die feste Anordnung der Schutzhaube an der entsprechenden Körperkan¬ te gegeben sind. In dem Überlappungsbereich können beispielsweise als Verbindungselemente Klettstreifen, Klips- oder Rastverbindungselemen¬ te, Druckknöpfe oder dergleichen vorgesehen sein.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorge¬ sehen, dass ein zum Unterboden ragendes Ende eines Halteelementes sich zumindest bis zur Abschlusskante des Radlaufes oder des Radlauf¬ schutzes erstreckt und ein den Schwellerbereich schützender Beschnitt¬ bereich eine untere Kante aufweist, die gegenüber dem untersten Ab¬ schnitt des Halteelementes zurückversetzt ist. Dadurch wird insbesonde¬ re eine Taschenbildung in dem EΞckbereich oder Übergangsbereich von Radkasten zum Schweller vermieden. Darüber hinaus kann eine sichere und feste Anordnung gegeben sein. Durch den zurückversetzten Beschnittbereich gegenüber der untersten Kante des Halteelementes wird ein faltenfreies Anliegen der Schutzhaube am Objekt geschaffen.
Bevorzugt ist bei erhöhten Anforderungen an die Haltefunktion der Schutzhaube im Übergangsbereich zwischen dem Radkasten und dem Schwellerbereich ein gummielastisches Spannelement vorgesehen, das einerseits an einem unteren Abschnitt des Halteelementes und anderer¬ seits an einen den Schwellerbereich schützenden Beschnittbereich an¬ greift. Das gummielastische Spannelement wird über einen am Radkas¬ ten ausgebildeten Eckbereich gestülpt und dient vorteilhafterweise als zusätzliche Vorfixierung der Schutzhaube beim Aufziehen auf einen Ge¬ genstand beziehungsweise ein Fahrzeug. Diese Ausgestaltung ist auch auf weitere Eckbereiche am Fahrzeug, wie beispielsweise Tür, Motorhau¬ be oder dergleichen, sowie auf jegliche weitere Gegenstände mit einem Eckbereich übertragbar.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass zwei Hal¬ teelemente für eine Befestigung der Schutzhaube am Radlauf vorgese¬ hen sind, wobei die Trennstelle zwischen den zwei Halteelemeπten be¬ vorzugt in einem oberen Bereich des Radlaufs vorgesehen ist, so dass ein Überlappungsbereich, beispielsweise zwischen einer Zehn-Uhr- und Zwei-Uhr-Position, vorgesehen ist. Diese Anordnung weist den Vorteil auf, dass zwei identische Formteile verwendbar sind, die einen Teil eines Halteelementes bilden. Dadurch können die Werkzeug- und Herstel¬ lungskosten reduziert sein.
Nach einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung ist vor¬ gesehen, dass für eine Radlaufbefestigung drei Halteelemente vorgese¬ hen sind, wobei zwei Halteelemente vorzugsweise identisch ausgebildet sind und im Wesentlichen die Höhe des Schwellerbereiches überdecken und das dritte Halteelement sich zumindest zwischen einem Bereich der zwei vorgenannten Halteelemente erstreckt. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass die zwei im Schwellerbereich angeordneten Halte¬ elemente eine Vorfixierung beim Aufbringen der Schutzhaube auf den Gegenstand bilden und nach dem vollständigen Aufziehen der Schutz¬ haube das dritte Halteelement eingeschlagen oder eingehangen wird, um die Schutzhaube durch Verspannen auf dem Gegenstand zu fixieren.
Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung für eine Radlauf¬ befestigung ist vorgesehen, dass drei Halteelemente sich jeweils in etwa über ein Drittel der Länge entlang einer Körperkante des Radlaufes erstrecken. Dadurch kann die Gleichheit der Teile erhöht werden.
Aufgrund von einem aerodynamischen Design oder dergleichen kann erfindungsgemäß darüber hinaus bei drei unterschiedlichen oder durch die Anordnung von mehreren Halteelementen eine gute Anpassung an den Verlauf einer Körperkante zur sicheren Anordnung in einer Haltepo¬ sition gegeben sein.
Die Halteelemente sind vorteilhafterweise aus in Taschen eingelagerten Formteilen gebildet. Hierbei können streifenförmige Formteile aus Kunst¬ stoff, wie beispielsweise aus PP, als auch aus Pappe gepresstem Vlies¬ material oder weiterem Verbundmaterial, vorgesehen sein. Die verwen¬ deten Materialien sind vorzugsweise recyclebar, insbesondere mit dem Material der Schutzhaube. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Formteile unmittelbar an den Beschnittbereich angenäht oder mit diesem verschweißt vorgesehen sind. Des Weiteren kann alternativ vorgesehen sein, dass ein Formteil auf einem Schutzhaubenmaterial aufgeklebt, auf- gepresst oder zwischen zwei Schichten eines Formteiles eingelegt ist und ein freier Randbereich des Halteelementes mit einem Rand des Beschnittbereiches vernäht oder verschweißt wird.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Halteelemente ist nicht auf die Anwendung eines Radlaufes beschränkt. Vielmehr können jegliche weite¬ re Körperkanten und Eckbereiche an einem Fahrzeug, Fahrzeugteil, Teil einer Maschine oder einem sonstigen Objekt zur Anbringung von wenigs¬ tens zwei Halteelementen vorgesehen sein, die Teil eines zu schützenden Objektes mit einer Schutzhaube sind.
Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiter¬ bildungen derselben werden im Folgenden anhand den in den Zeichnun¬ gen dargestellten Beispielen näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungs¬ gemäß angewandt werden. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Kraftfahrzeuges mit einer Schutzhaube,
Figur 2 eine perspektivische Darstellung einer ersten erfin¬ dungsgemäßen Ausführungsform von Halteelemen¬ ten mit einer Schutzhaube in einer vorfixierten Posi¬ tion,
Figur 3 eine perspektivische Darstellung der erfindungsge¬ mäßen Schutzhaube mit Halteelementen in einer Halteposition,
Figur 4 eine schematische Darstellung einer alternativen
Ausführungsform der Erfindung und
Figur 5 eine schematische Darstellung einer weiteren alter¬ nativen Ausführungsform der Erfindung.
In Figur 1 ist eine Schutzhaube 11 dargestellt, welche auf einem Fahr¬ zeug aufgezogen ist. Die Schutzhaube 11 ist beispielsweise einteilig aus¬ gebildet und weist je nach Kundenwunsch unterschiedliche Beschnittbe¬ reiche auf. Bei der dargestellten Ausführungsform ist ein Beschnittbe¬ reich 13 für eine Windschutzscheibe, ein Beschnittbereich 14 für eine Fahrertür und ein Beschnittbereich 16 zum Anbringen von Fahrzeugpa¬ pieren oder Erkennungsdaten für ein Fahrzeug sowie ein Beschnittbe¬ reich 17 für eine Kühleröffnung vorgesehen. Weitere Bereiche können wahlweise eingebracht werden.
Die Schutzhaube 11 ist bevorzugt aus einem Kunststoffmaterial bzw. Kunststoffverbundmaterial hergestellt, welches von außen nach innen wasser-, schmutz- und ölundurchlässig ist, sowie von innen nach außen luft-, wasserdampf- und lichtdurchlässig ausgebildet ist. Beispielhaft wird die Schutzhaube aus einem Polypropylen-Vlies nach DIN 6001, kurz PP-
Vlies genannt, ausgewählt, dessen Vlieskonstruktion nach DIN 61210 durch ein Filamentvlies und dessen Versteifung nach DIN 611210 durch thermische Bindung gekennzeichnet ist. Das Vliesmaterial verfügt bei¬ spielsweise über eine Reißfestigkeit in Längsrichtung von mindestens 100 N/5 cm und im Querschnitt > 25 N. Das Gewicht des Materials be¬ trägt in diesem Fall beispielsweise 70 g/m2 ± 10 g/ m2. Selbstverständ¬ lich können auch andere geeignete Materialien verwendet und eingesetzt werden. Als Polymere können Polyethylen, Polyethersulfone, Polyamide oder dergleichen in Betracht kommen.
Die Schutzhaube 11 umfasst eine vordere und hintere Radlaufabdeckung 21, welche an die Form des Kotflügels und den Verlauf eines Radlaufes 22 angepasst ist. Dadurch ist ermöglicht, dass die Räder frei zugänglich sind. Zur Fixierung der Radlaufabdeckung 21 zum Radlauf 22 ist zumin¬ dest ein Halteelement 24, 24' vorgesehen, dessen erfindungsgemäße Ausführungsformen in den Figuren 2 bis 5 näher beschrieben sind.
Die Halteelemente 24, 24' sind gemäß einer ersten Ausführungsform aus einem flach streifenförmigen Formkörper mit einer gekrümmten Form ausgebildet, der in eine Tasche eingesetzt ist. Der Formkörper ist bevor¬ zugt aus biegeelastischem Kunststoffmaterial hergestellt. Alternativ kön¬ nen ebenso metallische oder nichtmetallische Materialien wie Pappe, Karton oder faserverstärkte Kunststoffe, gepresste Vliesmaterialien oder Verbundmaterialien aus Papier und/oder Kunststoff und/oder Metall vor¬ gesehen sein. Eine derartige Ausführungsform ist in der DE 201 10 609 Ul beschrieben, auf weiche vollinhaltlich Bezug genom¬ men wird. Anstelle eines flach streifenförmigen Formkörpers zur Ausge¬ staltung eines Halteelementes können auch weitere geometrische For¬ men vorgesehen sein, die zur Einnahme einer Halteposition geeignet sind. Hierbei können im Querschnitt auch kreissegmentförmige, drei- oder mehreckige oder bauchige Geometrien oder dergleichen vorgese¬ hen sein.
Nach einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Halteelemente 24, 24' kann vorgesehen sein, dass diese unmittelbar mit einem Beschnitt¬ bereich der Schutzhaube 11 verbunden sind. Hierbei könnte bevorzugt
gepresstes Vliesmaterial vorgesehen sein. Ein derartiges Vliesmaterial kann auch als Schutzhaubenmaterial verwendet werden. Des Weiteren können gepresste Vliese, Pappe, Verbundmaterialien aus natürlichen oder synthetischen Fasern vorgesehen sein.
Zur Befestigung der Schutzhaube 11 am Radlauf 22 ist gemäß den Figu¬ ren 2 und 3 eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform dargestellt, bei der mehrere Halteelemente 24, 24' getrennt voneinander aus einer Nichteingriffsposition 26 in eine Halteposition 27 übergeführt werden. Drei Halteelemente 24, 24' sind an den Verlauf einer Körperkante 29 des Radlaufes 22 angepasst, um die Radlaufabdeckung 21 zum Radlauf 22 zu fixieren. Ein erstes Halteelement 24' weist beispielsweise eine Länge auf, welche sich im Wesentlichen entlang des Schwellerbereiches 31 er¬ streckt. Beim Aufziehen der Schutzhaube 11 wird das erste Halteelement 24' am Radlauf 22 vorfixiert. Dabei können ein oder beide Halteelemente 24' am Radlauf 22 angreifen. Analoges erfolgt bei den weiteren Radläu¬ fen des Fahrzeuges. Dadurch ist ein erleichtertes Aufziehen der an die Form des Fahrzeuges angepassten Schutzhaube 11 ermöglicht. Somit werden in einem ersten Schritt beim Aufziehen der Schutzhaube 11 die Halteelemente 24' am jeweiligen unteren Ende des Radlaufes 22 positio¬ niert. Zusätzlich kann ein Gummielement 33 über einen Eckbereich 34 am Radlauf 22 zur zusätzlichen Fixierung gestülpt werden. Dieses gum¬ mielastische Element 33 ist mit einem Ende an dem Halteelement 24' und mit seinem anderen Ende an einem Beschnittbereich 36 zur Abde¬ ckung des Schwellers eines Fahrzeuges vorgesehen. Alternativ zum gummielastischen Element 33 kann auch ein Hakenelement mit einem gummielastischen Band zum Befestigen vorgesehen sein.
Nach dem Befestigen der Halteelemente 24' wird das gemäß Figur 2 in einer Nichteingriffsposition 26 dargestellte Halteelement 24 eingeschla¬ gen, so dass dieses die Körperkante 29 des Radlaufes 22 umgreift und die Schutzhaube zum Radlauf fixiert.
Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass nach dem Einschlagen aller Hal¬ teelemente 24, 24' Überlappungsbereiche 38 ausgebildet sind. Dadurch kann eine durch den Krümmungsverlauf des Halteelementes 24 erzielte
Vorspannung auf das Halteelement 24' übertragen werden. Insbesonde¬ re bei einer kurzen Ausgestaltung des Halteelementes 24' ist nur eine geringe Vorspannung erzielbar, so dass das Halteelement 24' durch den überlappenden Abschnitt des Halteelementes 24 in einer gesicherten Position gehalten wird.
Die Halteelemente 24 und 24' können zusätzlich im Überlappungsbereich 38 Verbindungselemente 39 aufweisen. Gemäß den Figuren 2 und 3 ist beispielsweise als Verbindungselement 39 ein Haftklettenversschluss dargestellt.
Durch die Ausgestaltung des Halteelementes 24', welches sich bis zu einer Abschlusskante 41 des Radlaufes 22 oder darüber hinaus erstreckt und einer unteren Kante 43 des Beschnittbereiches 36, welche gegen¬ über einem unteren Abschnitt 42 des Halteelementes 24' geringfügig zurückversetzt ist, wird eine faltenfreie Ausgestaltung im Eckbereich 34 geschaffen. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine Anordnung der Schutz¬ haube 11 ohne Taschenbϊldung.
Das Halteelement 24 gemäß Figur 3 kann durchgehend oder gemäß der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform zweigeteilt ausgebildet sein, wobei darunter zu verstehen ist, dass zwei Formkörper in jeweils einer Tasche aus Schutzhaubenmaterial vorgesehen sind, wobei diese wie ein durchgehendes Formteil durch die Einbringung einer Naht 44 wirken. Alternativ kann die Naht 44 auch durch eine Trennstelle vorgesehen sein, so dass anstelle der Naht 44 ein Überlappungsbereich 38 ausgebil¬ det ist.
In Figur 4 ist eine alternative Ausgestaltung der Halteelemente 24, 24' für eine Radlaufbefestigung vorgesehen. Die Halteelemente 24, 24' wei¬ sen jeweils in etwa die gleiche Länge auf, so dass jeweils in etwa ein Drittel der Körperkante 29 des Radlaufes 22 durch ein Halteelement 24, 24' überdeckt ist. Diese Ausgestaltung kann den Vorteil aufweisen, dass drei gleiche Formkörper als Halteelemente verwendbar sind, um eine Fixierung der Schutzhaube 11 am Radlauf 22 vorzusehen. Darüber hin-
aus kann jedes Halteelement 24, 24' eine hinreichende Vorspannung zum Angreifen oder Hintergreifen der Körperkante 29 aufweisen.
In Figur 5 ist eine weitere alternative Ausführungsform der Erfindung vorgesehen. Zur Befestigung der Schutzhaube 11 am Radlauf 22 sind zwei Halteelemente 24' vorgesehen, welche beispielsweise in etwa in einer 12 Uhr-Position einen Überlappungsbereich 38 bilden. Diese Aus¬ bildungsform eignet sich insbesondere bei spiegelbildlich ausgebildeten Geometrien, wodurch das linke und rechte Halteelement 24' als Gleich¬ teil ausgebildet ist. Alternativ kann diese Ausführungsform auch bei ei¬ ner spiegelsymmetrisch abweichenden Geometrie vorgesehen sein, um durch die Herstellung von nur zwei Halteelementen eine Befestigung der Schutzhaube an einer Körperkante 29 zu erzielen.
Sämtliche Merkmale der vorbeschriebenen Ausführungsformen sind für sich erfindungswesentlich und können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden.