Verfahren und Vorrichtung zum Ermitteln der Position einer Markierung eines endlosen Trägermaterials
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zum Ermitteln der Position einer als Referenz dienenden Markie¬ rung eines endlosen Trägermaterials, bei dem bzw. bei der zum Ermitteln der Position das endlose Trägermaterial in einen Drucker oder Kopierer eingelegt wird.
Insbesondere bei Hochleistungsdruckern mit einer Druckge¬ schwindigkeit von größer 150 Blatt DIN A4 pro Minute werden zum Positionieren von Druckbildern auf dem endlosen Träger¬ material Markierungen mit Hilfe von Sensoranordnungen im Drucker oder Kopierer erfasst. Beispielsweise werden in einem Randbereich des Trägermaterials vorgesehene Randlö¬ cher mit Hilfe so genannter Lochsensoren erfasst. Alterna¬ tiv oder zusätzlich können auf das Trägermaterial vorge¬ druckte Marken mit Hilfe einer Sensoranordnung, insbesonde¬ re mit Hilfe eines Markensensors, im Drucker oder Kopierer erfasst werden. Mit Hilfe der erfassten Position einer solchen Markierung wird mindestens eine weitere Position mit Hilfe einer Steuereinheit des Druckers insbesondere abhängig von der voreingestellten Formularlänge bestimmt. Vorzugsweise wird die Position eines im Trägermaterial vorgesehenen Querfalzes bestimmt. Mit Hilfe der ermittelten Position wird die Markierung oder die bestimmte Position an einer Sollposition positioniert, um ausgehend von dieser Sollposition ein Druckbild exakt auf dem Trägermaterial zu positionieren.
Um weitere Positionen auf dem Trägermaterial, insbesondere einen Querfalz im Trägermaterial, exakt an einer Sollposi¬ tion positionieren zu können, ist es erforderlich, die Position des Querfalzes in Bezug auf die erfassbaren Rand- löcher und/oder in Bezug auf die erfassbaren vorgedruckten Marken, zu erfassen, um die exakte Lage des Trägermaterials im Drucker oder Kopierer sowie die Lage weiterer Positio-
nen, insbesondere weiterer Querfalze im Trägermaterial exakt bestimmen und positionieren zu können. Mit Hilfe der erfassten Positionen einer Markierung im Drucker oder Ko¬ pierer werden Abläufe gesteuert und/oder Fehlerzustände überwacht.
Bei einem bekannten Hochleistungsdrucker der Baureihe CB der Anmelderin wird eine als Trägermaterial dienende Pa¬ pierbahn 16 nach dem Einlegen an einer Positionsmarkierung positioniert. Die Positionsmarkierung ist, wie in Fig. 1 dargestellt, eine Kante eines Lineals 12 quer zur Hauptför¬ derrichtung der Papierbahn 16, das an einer schwenkbaren Vorrichtung 14 befestigt ist, so dass das Lineal 12 mit Hilfe der Schwenkvorrichtung 14 in Richtung des Pfeils Pl zur Papierbahn 16 hin geschwenkt werden kann. Im herunter¬ geschwenkten Zustand berührt die Unterkante des Lineals 12 die Oberfläche der Papierbahn 16 oder ist unmittelbar über der Papierbahn 16 angeordnet, um Mess- bzw. Positionie¬ rungsfehler zu vermeiden. Die Papierbahn 16 wird dem Dru- cker in Richtung des Pfeils P2 zugeführt, wobei die durch den Pfeil P2 angegebene Richtung die Hauptförderrichtung ist, in der die Papierbahn 16 dem Drucker zum Bedrucken zugeführt wird.
Die im heruntergeschwenkten Zustand an der Papierbahn 16 sichtbare Kante des Lineals 12 bildet die Positionsmarkie¬ rung, an der eine in oder auf der Papierbahn 16 aufgebrach¬ te Markierung exakt ausgerichtet werden muss, um ausgehend von dieser Position einen so genanten Synchronisiervorgang durchzuführen. Bei einem Solchen Synchronisiervorgang wird die Papierbahn 12 soweit in Richtung des Pfeils P2 geför¬ dert, bis eine Markierung mit Hilfe einer im Drucker ange¬ ordneten Sensoranordnung erfasst wird. Ausgehend von der bis zum Eintreffen der Markierung an der Sensoranordnung geförderten Länge der Papierbahn 16 und der Ist-Position der Papierbahn 16 beim Eintreffen der Markierung an der
Sensoranordnung wird die weitere Positionierung der Papier¬ bahn 16 im Drucker gesteuert.
Im vorliegenden Fall enthält die Papierbahn 16 einen Quer- falz 18, der als Perforation in der Papierbahn 16 ausgebil¬ det ist und eine Trennstelle zwischen zwei benachbarten bedruckbaren Formularen bildet. Die Formulare sind zu be¬ druckende Abschnitte der Papierbahn 16, die bei einer Wei¬ terverarbeitung der Papierbahn 16 beispielsweise die Länge eines Einzelblattes festlegen.
Zum Positionieren des Querfalzes 18 wird die Papierbahn 16 mit Hilfe von Bedieneingaben von einer Bedienperson durch langsames Vorwärtsfördern der Papierbahn 16 in Richtung des Pfeils P2 und/oder ein langsames Fördern der Papierbahn 16 in entgegengesetzter Richtung des Pfeils P2 so lange hin und her gefördert, bis der Querfalz 18 an der Linealkante des Lineals 12 exakt ausgerichtet ist. Dieser Vorgang ist relativ aufwendig und erfordert viel Übung und Geschick der Bedienperson. Alternativ oder zusätzlich kann auf die Pa¬ pierbahn 16 eine Markierung aufgedruckt sein, die auch als Marke bezeichnet wird. Die Marke wird dann ähnlich wie die Randlöcher mit Hilfe einer Sensoranordnung im Drucker oder Kopierer erfasst, wobei vorzugsweise das Eintreffen der vorderen oder hinteren Markenkante an der Sensoranordnung erfasst und zur Steuerung der Positionierung der Papierbahn 16 genutzt wird.
In Fig. 1 ist weiterhin ein zweiter Querfalz 20 darge- stellt, der wie der erste Querfalz 18 als Perforation in der Papierbahn 16 ausgebildet ist. Der Bereich zwischen dem ersten Querfalz 18 und dem zweiten Querfalz 20 ist ein Druckbereich eines ersten Formulars.
In Fig. 2 ist die Papierbahn 16 mit den Querfalzen 18 und 20 nach Fig. 1 dargestellt. Gleiche Elemente haben gleiche Bezugszeichen. Auf der Papierbahn 16 ist eine erste Marke
22 in Form eines gedruckten Rechtecks dargestellt. Die erste Marke ist in Bezug auf die Hauptförderrichtung P2 der Papierbahn 16 unmittelbar nach dem Querfalz 18 im linken Randbereich der Papierbahn 16 angeordnet. Dieser Randbe- reich wird bei einer Weiterverarbeitung der bedruckten Papierbahn 16 z.B. abgeschnitten oder befindet sich nach dem Binden mehrerer Druckseiten in einem nicht sichtbaren Randbereich. Eine zweite Marke 24 in Form eines auf die Papierbahn 16 gedruckten Rechtecks ist in Papierlaufrich- tung P2 unmittelbar nach dem zweiten Querfalz 20 angeord¬ net.
Die Querfalze 18 und 20 begrenzen einen ersten Druckbe¬ reich, der auch als Formular bezeichnet wird, wobei der Abstand zwischen den Querfalzen 18 und 20 auch als Formu¬ larlänge bezeichnet wird. An den ersten Druckbereich schließt nach dem Querfalz 20 ein zweiter Druckbereich an, der dieselbe Formularlänge hat wie der erste Druckbereich. Unmittelbar nach dem zweiten Querfalz 20 ist die zweite Marke 24 angeordnet und hat die gleiche Lage zum Querfalz 20 und zum linken Rand der Papierbahn 16, wie die erste Marke 22 zum Querfalz 18 und zum linken Rand der Papierbahn 16.
Ausgehend von der Größe der aufgedruckten Marken 22 und 24 ist ein Erfassungsbereich einer Sensoranordnung im Drucker oder Kopierer vorgesehen, der in einem so genannten Erfas¬ sungsfenster die Papierbahn 16 abtastet und ermittelt, ob und gegebenenfalls wann eine Markenkante in diesem Erfas- sungsfenster an der Sensoranordnung eintrifft. Dieses Fens¬ ter ist für die erste Marke 22 in Fig. 2 mit 26 bezeichnet und für die zweite Marke 24 mit 28. Das Fenster gibt jedoch lediglich den Bereich der Papierbahn an, der auf Grund der Abmessungen und Position der Marken 22, 24 mit Hilfe der Sensoranordnung abgetastet wird und ist somit auf der Pa¬ pierbahn 16 weder vor noch nach dem Bedrucken sichtbar.
Nach dem Einlegen der Papierbahn 16 in den Drucker ist die vordere Markenkante exakt an der Linealkante des Lineals 12 durch langsames Vor- und/oder Zurückbewegen der Papierbahn 16 auszurichten. Anschließend muss die Bedienperson die Lage und Breite der am Lineal ausgerichteten Marke 24 quer zur Hauptförderrichtung P2 abmessen und über ein Bedienfeld in den Drucker eingeben. Die Sensoranordnung zum Erfassen der Marke im Drucker wird dann entsprechend quer zur Haupt¬ förderrichtung so verschoben, dass die Marke 24 beim Durch- lauf der Papierbahn 16 durch den Drucker vom Erfassungsbe¬ reich der Sensoranordnung erfasst wird.
Alternativ oder zusätzlich kann der Erfassungsbereich der Sensoranordnung in y-Richtung der Position der Marke 24 angepasst werden. Ferner wird der Abstand zwischen der dem Querfalz 18 zugewandten Markenkante der Marke 24 und dem Querfalz 18 als Parameter im Drucker beispielsweise durch eine Eingabe einer Bedienperson über eine Eingabeeinheit voreingestellt. Ferner ist der Abstand zwischen dem Quer- falz 18 und dem Querfalz 20, d.h. die Formularlänge, bzw. der Abstand zwischen der Vorderkante der ersten Marke 22 und der Vorderkante der zweiten Marke 24, ebenfalls als Parameter durch eine Eingabe der Bedienperson voreinge¬ stellt.
Vor allem das exakte Positionieren der zu erfassenden Mar¬ kierung, d.h. der Marke 24 oder des Querfalzes 18 am Lineal 12, als auch das exakte Vermessen der Breite und der Lage der Marke 24 ist recht aufwendig und erfordert auch bei geschultem Fachpersonal relativ viel Zeit. Ferner können
Fehler beim Messen und Eingeben der am Lineal 12 abgelese¬ nen Werte auftreten.
Alternativ können die Marken 22 und 24 an einer beliebigen anderen Stelle jedes Formulars angeordnet sein. Beispiels¬ weise können die Marken 22 und 24 als grafische Elemente
für ein zu erzeugendes Gesamtdruckbild genutzt werden und insbesondere Bestandteil eines Logos sein.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vor- richtung anzugeben, die eine für die Positionierung eines zu bedruckenden endlosen Trägermaterials im Drucker oder Kopierer relevanten Markierung des Trägermaterials auf einfache Art und Weise ermitteln und bei denen Fehler ver¬ mieden werden.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen ange¬ geben.
Durch das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 wird auf einfache Art und Weise ein Zeigegerät auf der relevanten Position der Markierung positioniert und die Position des Zeigegerätes erfasst. Dadurch ist eine einfa- che und sichere Ermittlung der Position der Markierung möglich, wobei Fehler bei der Erfassung weitestgehend aus¬ geschlossen sind. Durch das Positionieren des Zeigegerätes ist ferner ein exaktes Justieren der Papierbahn nicht mehr erforderlich. Abhängig vom Erfassungsbereich der Sensoran- Ordnung ist das Erfassen der relevanten Position der Mar¬ kierung in einem relativ großen Bereich möglich. Vorzugs¬ weise umfasst das Ermitteln der Position auch das Übertra¬ gen der mit Hilfe einer Sensoranordnung erfassten Position an eine Steuereinheit des Druckers oder Kopierers.
Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ermitteln einer für die Positionierung eines zu bedru¬ ckenden endlosen Trägermaterials im Drucker oder Kopierer relevanten Markierung des Trägermaterials. Die Vorrichtung hat eine Sensoranordnung, in der ein Erfassungsbereich der Markierung des in den Drucker oder Kopierer eingelegten endlosen Trägermaterials angeordnet ist. Ferner hat die
Vorrichtung ein Zeigegerät, dass an einer für die Positio¬ nierung des Trägermaterials im Drucker oder Kopierer rele¬ vanten Position der Markierung positionierbar ist. Die Sensoranordnung erfasst die Position des positionierten Zeigegerätes .
Durch diese Vorrichtung ist es möglich, die Position der Markierung auf einfache Art und Weise zu erfassen. Das Positionieren des Zeigegerätes auf der Markierung bzw. an der relevanten Position der Markierung ist schnell und ohne großen Aufwand möglich, wodurch das Ermitteln der Position relativ schnell und fehlerfrei erfolgt. Ein hochgenaues Ausrichten der Markierung am Drucker oder Kopierer wie beim Stand der Technik ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht erforderlich. Ferner kann die mit Hilfe der Sensoran¬ ordnung ermittelte Position an eine Steuereinheit des Dru¬ ckers oder Kopierers übertragen und durch diese Steuerein¬ heit weiterverarbeitet werden, wodurch Fehler beim Ablesen und bei der Eingabe der Position vermieden werden.
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden auf die in den Zeichnungen dargestellten bevor¬ zugten Ausführungsbeispiele Bezug genommen, die an Hand spezifischer Terminologie beschrieben sind. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Schutzumfang der Erfindung dadurch nicht eingeschränkt werden soll, da derartige Ver¬ änderungen und weitere Modifizierungen an den gezeigten Vorrichtungen und den Verfahren sowie derartige weitere Anwendungen der Erfindung, wie sie darin aufgezeigt sind, als übliches derzeitiges und künftiges Fachwissen eines zuständigen Fachmanns angesehen werden. Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, nämlich:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Papierzufüh- rung eines Hochleistungsdruckers;
Fig. 2 einen Ausschnitt einer zu bedruckenden endlosen Papierbahn mit aufgedruckten Markierungen;
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Papierzufüh- rung eines Hochleistungsdruckers gemäß der Erfin¬ dung; und
Fig. 4 eine schematische Schnittdarstellung des Hoch¬ leistungsdruckers nach Fig. 3, wobei die zu be- druckende Papierbahn und der Papierförderweg durch den Drucker dargestellt ist.
In Fig. 3 ist ein Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Hoch¬ leistungsdruckers dargestellt, der einen ähnlichen Aufbau hat, wie der bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 in der Beschreibungseinleitung beschriebene bekannte • Hochleis¬ tungsdrucker. Gleiche Elemente haben gleiche Bezugszeichen. Einer Papierzuführung 10 des Hochleistungsdruckers wird eine Papierbahn 16 in Richtung des Pfeils P2 zugeführt. Die Papierbahn 16 wird der Papierzuführung 10 des Druckers beispielsweise von einem Stapel oder einer Papierrolle (nicht Dargestellt) zugeführt. Im Unterschied zu den in Fig. 2 dargestellten Marken sind bei der Papierbahn 16 nach Fig. 3 größere Marken auf die Papierbahn 16 gedruckt, die als grafisches Element Bestandteil des Druckbildes sind, insbesondere eines Firmenlogos.
Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert, untertei¬ len Querfalze 18, 20, 30, 32, 34 die endlose Papierbahn 16 in Druckbereiche mit gleicher Formularlänge. Jeder dieser Abschnitte enthält eine Markierung 36, 38, 40, 42, 44, die jeweils dieselben Abmessungen und dieselbe Position im Druckbereich haben. Somit hat jede der Markierungen 36 bis 44 die gleiche Abmessung und Position in y-Richtung als auch denselben Abstand von einem benachbarten Querfalz 18, 20, 30, 32, 34.
Eine tastsensitive Sensoroberfläche 46 ist unterhalb der in den Drucker eingelegten Papierbahn 16 angeordnet. Die Sen¬ soroberfläche 46 bildet vorzugsweise mit der im Einzugsbe¬ reich der Papierzuführung 10 benachbarten Flächen eine gemeinsame ebene Fläche, so dass die Papierbahn 16 am Ein¬ zug der Papierbahn 16 in den Drucker problemlos über die Sensoroberfläche 46 gleiten kann. Alternativ können auch Messverfahren mit Hilfe von Magnetfeldern, induktiven Mess¬ verfahren oder potentiometrischen Messverfahren sowie UIt- raschallmessverfahren eingesetzt werden, bei denen die jeweilige Sensoranordnung auch unterhalb einer Abdeckplatte angeordnet sein kann, durch die hindurch eine Eingabe mit Hilfe eines Zeigegerätes problemlos möglich ist. Dadurch ist die Sensoranordnung dann nicht zwingend tastsensitiv im Wortsinn.
Zur automatisierten Justage eines Sensors zum Erfassen der Markierungen 36, 38, 40, 42, 44 im Drucker, der die Markie¬ rung zur Papierlaufsteuerung erfasst, ist es insbesondere erforderlich, dass die y-Abmessung und die y-Position der
Marken 36 bis 44 exakt bekannt ist. Zum exakten Positionie¬ ren der Druckbilder ist es weiterhin erforderlich, dass der Abstand zwischen der Markierung 42 und dem benachbarten Querfalz 32 exakt bekannt ist. Eine Bedienperson verfährt die Papierbahn 16 nach dem Einlegen mit Hilfe von Bedien¬ eingaben in x-Richtung so, dass der Querfalz 32 und die Markierung 42 auf der Sensoroberfläche 46 liegt. Eine exak¬ te Positionierung des Querfalzes 32 und/oder der Markierung 42 in einem bestimmten Bereich der Sensoroberfläche 46 ist dazu nicht erforderlich. Alternativ kann zwischen dem Er¬ fassen der Position des Querfalzes 32 und der Position der Markierung 42 ein Vorschub der Papierbahn 16 durch eine Bedieneingabe einer Bedienperson erfolgen, wobei der beim Vorschub zurückgelegte Weg der Papierbahn 16 erfasst und bei der Positionsbestimmung berücksichtigt wird.
Die Bedienperson zeichnet mit Hilfe eines Zeigegerätes sowohl die Position des Querfalzes 32 als auch den Umriss der Markierung 42 nach. Das Zeigegerät ist im Ausführungs¬ beispiel nach Fig. 3 ein Stift, der auch als Griffel be- zeichnet wird und der in Fig. 3 vergrößert dargestellt ist. Der Stift 48 ist komplementär zur Sensoroberfläche 46 der Sensoranordnung ausgebildet. Bei einer druckempfindlichen Oberfläche, wie z.B. einem Glidepad mit einem optischen, einem kapazitiven oder einem Ultraschallmessverfahren, kann ein beliebiger Stift genutzt werden, durch den die Bedien¬ person einen Druck durch die Papierbahn 16 hindurch auf die Sensoroberfläche 46 ausüben kann.
Bei anderen Messverfahren, insbesondere beim induktiven Messverfahren oder beim Messverfahren mit Hilfe eines Mag¬ netfeldes, kann es erforderlich sein, -dass der Stift ein bestimmtes Material oder eine Schaltungsanordnung enthält. Zusätzlich kann am Stift 48 eine Eingabetaste angeordnet sein, durch die die Position des Stiftes 48 auch erfasst werden kann, wenn dieser keinen Druck auf die Sensorober¬ fläche 46 oder die Papierbahn 16 ausübt. Auch können andere Zeigegeräte, wie z.B. Lichtgriffel oder ein Fadenkreuz, eine sogenannte Lens-Maus verwendet werden. Mit Hilfe des jeweiligen Zeigegerätes 48 wird, wie bereits erwähnt, die Position von zur Positionierung der Papierbahn 16 erforder¬ lichen Markierungen vorgenommen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 3 wird wie bereits erwähnt mit Hilfe des Stiftes 48 der Querfalz 32 markiert, indem ein Teilbereich des Querfalzes 32 mit dem Stift 48 nachgezogen wird. Ferner wird mit Hilfe des Stiftes 48 der Umriss der Markierung 42 nachgezogen. Eine nicht darge¬ stellte Steuereinheit des Druckers erfasst die über die Sensoroberfläche 46 eingegebenen Positionen des Querfalzes 32 und der Markierung 42 und bestimmt mit Hilfe dieser ermittelten Positionen die Lage der Markierung 42 zum Dru¬ cker und die Lage der Papierbahn 16 im Drucker. Durch die
Eingabe des Umrisses der Markierung 42 ermittelt die Steue¬ rung weiterhin die Lage und die Ausdehnung der Markierung 42 in y-Richtung.
Wie bereits im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 erwähnt, ist im Drucker mindestens eine weitere Sensoranordnung vorgesehen, die das Eintreffen vorzugsweise der Vorderkante der Markierungen 36 bis 44 erfasst, wobei ausgehend von der erfassten Markenkante die Lage der Papierbahn 16 im Drucker und/oder den Umdruckzeitpunkt von Druckbildern auf die
Papierbahn 16 gesteuert wird. Der Erfassungsbereich dieser Sensoranordnung ist beispielsweise 0,8 mm in x-Richtung und 4 mm in y-Richtung. Die Markierungen 36 bis 44 können ins¬ besondere dann, wenn sie als grafisches Element in das zu erzeugende Druckbild integriert sind, an jeder beliebigen Stelle auf dem Formular zwischen zwei Querfalzen 32, 30 angeordnet sein. Um die Markierung 42 an jeder Stelle er¬ fassen zu können, ist die Sensoranordnung zum Erfassen der Markierung 42 in y-Richtung verschiebbar angeordnet. Auf Grund des mit Hilfe der Sensoroberfläche 46 eingegebenen
Umrisses der Markierung 42 ermittelt die Steuereinheit eine geeignete Position der Sensoranordnung zum Erfassen der Markierung 42 in y-Richtung und verfährt diese Sensoranord¬ nung mit Hilfe eines Stellantriebs in diese geeignete Posi- tion.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Sensorober¬ fläche beleuchtet, so dass auch Markierungen, die auf der Rückseite der Papierbahn 16 aufgedruckt sind, durch die Papierbahn 16 hindurch scheinen, wodurch zumindest die
Umrisse dieser Markierungen für eine Bedienperson von der in Fig. 3 dargestellten Oberseite der Papierbahn 16 sicht¬ bar sind und mit Hilfe des Zeigegerätes 48 markierbar sind. Die Sensoroberfläche hat zumindest die Breite einer maximal mit Hilfe des Druckers bedruckbaren Papierbahnbreite. Dabei kann die tastsensitive Sensoroberfläche auch aus mehreren tastsensitiven Teilbereichen zusammengesetzt sein, die
aneinandergrenzen. Vorzugsweise wird als Sensoroberfläche 46 ein hochauflösendes Grafiktablett mit geeigneter Abmes¬ sung verwendet .
In Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Druckers dargestellt, in der lediglich schematisch einige Elemente der Papierführung dargestellt sind. Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert, ist im Bereich der Pa¬ pierzuführung 10 eine Sensoranordnung 50, insbesondere ein Grafiktablett, in die Oberfläche der Papierzuführung 10 eingelassen worden. Die Papierbahn 16 wird beim Fördern in Richtung des Pfeils P2 über die Sensoroberfläche 47 hinweg in den Drucker gefördert. Mit Hilfe des Zeigegerätes 48 kann eine Position auf der Papierbahn 16, insbesondere die Position einer auf der Papierbahn 16 enthaltenen Markierung 42 nachgezogen und dadurch eingegeben werden.
Alternativ ist auch eine Punkteingabe möglich. Bei einer Punkteingabe entfällt das Nachziehen von Umrissen bzw. von Linien. So können z.B. auch Eckpunkte der Markierung 42 und/oder zwei Punkte auf dem Querfalz 32 mit Hilfe des Zeigegerätes 48 eingegeben werden. Die Papierbahn 16 ist über mehrere Umlenkwalzen 52 bis 62 durch den Drucker ge¬ führt, wobei die Position der auf der Oberseite der Papier- bahn 16 aufgedruckten Markierung 42 und der weiteren Mar¬ kierungen 36, 38, 40 und 44 mit Hilfe einer Sensoranordnung 64 erfasst werden. Nachdem die Position der Markierung 42 mit Hilfe des Zeigegerätes 48 eingegeben und durch die Sensoranordnung 50 erfasst worden ist, wird die Papierbahn 16 während eines Initialisierungsvorgangs soweit in Rich¬ tung des Pfeils P2 gefördert, bis die Vorderkante einer Markierung 44 an der Sensoranordnung 64 eintrifft.
Die Sensoranordnung 64 ist, wie bereits erläutert, in y- Richtung nach Fig. 3 derart ausgerichtet, dass sie das Eintreffen der Markierungen 36 bis 44 erfasst. Beim Ein¬ treffen einer Markenkante wird diese Position der Papier-
bahn 16 dann als Initialisierungsposition, d.h. als Aus¬ gangsposition, für das weitere Fördern der Papierbahn 16 durch den Drucker, insbesondere zum Positionieren der Pa¬ pierbahn 16 während des Druckprozesses, genutzt. Ausgehend von dieser Position wird' die Papierbahn 16 an eine Sollpo¬ sition verfahren, die als Ausgangsposition für einen Druck- prozess dient. Nachfolgend wird die Papierbahn 16 zu einem vorbestimmten Zeitpunkt vor dem Umdrucken eines Druckbildes auf diese Papierbahn 16 von dieser Sollposition aus gestar- tet.
Ist, wie im Zusammenhang mit Fig. 3 bereits erläutert, eine Markierung auf der Rückseite der Papierbahn 16 vorhanden und ist die Position dieser Markierung mit Hilfe der Sen- soranordnung 50 erfasst worden, so kann alternativ oder zusätzlich zu der Sensoranordnung 64 eine Sensoranordnung 66 zum Erfassen des Eintreffens der Vorderkante dieser auf der- Rückseite der Papierbahn 16 angeordnete Markierung an der Sensoranordnung 66 sein. Mit Hilfe dieser Sensoranord- nung 66 kann die Positionierung der Papierbahn 16 und der Druckprozess auf gleiche Weise gesteuert werden, wie mit Hilfe der Sensoranordnung 64. Ausgehend von der beschriebe¬ nen Initialisierungsposition beim Eintreffen der Vorderkan¬ te der Markierung 44 an der Sensoranordnung 64 können von der Steuereinheit des Druckers alle weiteren Positionen der weiteren Querfalze 18, 20, 30 bis 34, und der weiteren Markierungen 36 bis 42 bestimmt werden. Alternativ zu den verfahrbaren Sensoranordnungen 64, 66 kann auch eine Sen¬ soranordnung mit einem Erfassungsbereich über die gesamte im Drucker verarbeitbare Papierbahnbreite vorgesehen sein, wobei ausgehend von der mit Hilfe der Sensoranordnung 50 erfassten Position ein Sensorbereich aus diesem Gesamtsen¬ sorbereich ausgewählt wird, in dem das Eintreffen von Mar¬ kierungen überwacht wird.
Ferner werden mit Hilfe der Sensoranordnungen 64 und 66 nur Kanten von Markierungen überwacht, die in einem bestimmten
Zeitfenster, d.h. bei voreingestellter Fördergeschwindig- keit der Papierbahn 16 an einer bestimmten Stelle angeord¬ nete Markierungen erfasst werden. Alternativ zu den Markie¬ rungen 36 bis 44 können auch in einem Randbereich der Pa- pierbahn 16 angeordnete Randlöcher markiert und somit deren Position mit Hilfe der Sensoranordnung 50 exakt erfasst werden. Werden z.B. die Umrisse von zwei hintereinander angeordneten Randlöchern mit Hilfe des Zeigegerätes 48 eingegeben und die Position eines zwischen diesen Randlö- ehern angeordneten Querfalzes, so kann die Lage des Quer¬ falzes zu diesen Randlöchern von der Steuereinheit des Druckers sehr einfach und genau ermittelt werden.
Alternativ zu der in Fig. 4 dargestellten Anordnung kann auch anstatt des tastsensitiven Sensors 50 eine Anordnung zum Erfassen der Position des Zeigegerätes 48 vorgesehen sein, die oberhalb der Papierbahn angeordnet ist, jedoch die Lage des Zeigegerätes 48 zum Drucker exakt bestimmen kann.
Obgleich in den Zeichnungen und in der vorhergehenden Be¬ schreibung bevorzugte Ausführungsbeispiele gezeigt und detailliert beschrieben worden sind, sollte sie lediglich als rein beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend angesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrie¬ ben sind und sämtliche Veränderungen und Modifizierungen, die derzeit und künftig im Schutzumfang der Erfindung lie¬ gen, geschützt werden sollen.
Bezugszeichenliste
10 PapierZuführung
12 Lineal
14 Schwenkanordnung
16 Papierbahn
18, 20, 30, 32, 34 Querfalz
22, 24, 36 bis 44 Markierung
46 Tastsensitive Sensoroberfläche
48 Zeigegerät
50 Tastsensitiver Sensor
52 bis 62 Umlenkwalzen
64 Markenanordnung
Pl, P2 Richtungspfeile