Isolierglasscheibe und Verfahren zu Ihrer Herstellung
Die Erfindung geht aus von einer Isolierglasscheibe mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Eine solche Isolierglasscheibe ist zum Beispiel aus der DE 28 16437 C2 bekannt.
In bekannten Isolierglasscheiben sind zwei einzelne Glasscheiben durch einen rahmenförmi- gen Abstandhalter miteinander verklebt. Die Abstandhalter bestehen zumeist aus metallischen Hohlprofilen, insbesondere aus Aluminium oder Stahl, welche den einzelnen Glasscheiben zugewandte Schenkel haben. Es ist bekannt, auf die Schenkel des rahmenförmigen Abstandhalters eine primäre, nicht abbindende Nersiegelungsmasse aufzutragen, bei wel- eher es sich meistens um ein Polyisobutylen handelt, das ist ein thermoplastischer Butylkau- tschuk. Aus der DE 28 03 132 C2 ist es bekannt, den Abstandhalter zum Beschichten mit der primären Nersiegelungsmasse auf einen Waagerechtförderer zu stellen, gegen eine Stützwand zu lehnen und mit seinem auf dem Waagerechtförderer liegenden Schenkel zwischen zwei einander zugewandten Düsen hindurchzufuhren, mit welchen auf beide Schenkel des Abstandhalters ein Strang aus der primären Nersiegelungsmasse aufgetragen wird. Gelangt eine. Ecke des Abstandhalters zwischen die Düsen, wird der Vorschub unterbrochen und der Abstandhalter entgegen seiner Norschubrichtung um 90 ° verschwenkt, wodurch der nächste Schenkel des rahmenförmigen Abstandhalters auf dem Waagerechtförderer zu liegen kommt, der dann als nächster beschichtet wird. So verfährt man weiter, bis der ge- samte Abstandhalter an seinen Schenkeln beschichtet ist. Ein so vorbereiteter Abstandhalter wird dann in einer ersten Montagestation auf eine erste Glasscheibe geklebt und in einer anderen Montagestation wird eine zweite Glasscheibe auf den noch freien Schenkel des Abstandhalters geklebt und die so gebildete Baugruppe in einer Flächenpresse auf eine für die Isolierglasscheibe vorgegebene Dicke verpresst.
Die primäre Nersiegelungsmasse dient nicht nur der Abdichtung der Isolierglasscheibe gegen das Eindringen von Feuchtigkeit oder - wenn die Isolierglasscheibe mit einem von Luft
BESTÄTIGUΝGSKOPIE
verschiedenen Gas gefüllt wurde - gegen den Verlust des von Luft verschiedenen Gases. Die primäre Versiegelungsmasse bewirkt als Montagehilfe auch einen vorläufigen Zusammenhalt der Isolierglasscheibe, welcher im Stand der Technik nachfolgend durch eine sekundäre Versiegelungsmasse dauerhaft gesichert wird. Bei den bekannten Isolierglasschei- ben wird die sekundäre Versiegelungsmasse in eine Randfuge gefüllt, welche durch die Außenseite des Abstandhalters und die beiden angrenzenden Glasscheiben begrenzt ist. Der weit überwiegende Anteil der sekundären Versiegelungsmasse liegt demgemäß auf der Außenseite des Abstandhalters zwischen den beiden einzelnen Glasscheiben und allenfalls ein kleinerer Teil davon dringt in die zwei Spalte zwischen die beiden Schenkel des Abstand- halters und den Glasscheiben ein, wo er auf die primäre Versiegelungsmasse trifft und an diese anschließt. Aus der US 5,439,716 A ist es bekannt, sowohl die primäre als auch die sekundäre Versiegelungsmasse nur zwischen den Schenkeln eines Abstandhalters, der aus einem Hohlprofil aus Stahl gebildet ist, und den angrenzenden Glasscheiben vorzusehen.
Es ist bekannt, als sekundäre Versiegelungsmasse eine aushärtende Kunststoftmasse zu ver- wenden, welche einen starren Verbund zwischen den beiden einzelnen Glasscheiben herstellt. In Isolierglasscheiben sind als sekundäre Versiegelungsmassen Thiokole und Polyurethane gebräuchlich.
Um den Fertigungsaufwand für eine Isolierglasscheibe zu verringern, ist es bekannt, anstelle von Abstandhaltern, die aus Hohlprofilstäben gebildet sind, einen massiven thermoplasti- sehen Abstandhalter zu verwenden, der in situ mittels einer Düse, die am Rand einer einzelnen Glasscheibe entlang bewegt wird, auf die Glasscheibe extrudiert und dann durch Ansetzen einer zweiten Glasscheibe mit dieser verklebt wird. Der in situ extrudierte Abstandhalter übernimmt die Aufgabe einer primären Versiegelungsmasse. Um den festen Verbund zwischen den einzelnen Glasscheiben der Isolierglasscheibe dauerhaft zu sichern, benötigt man auch in diesem Fall eine sekundäre Versiegelungsmasse, welche in die Randfuge eingefüllt wird, welche auf der Außenseite des thermoplastischen Abstandhalters besteht und von der einen bis zur anderen Glasscheibe reicht.
Eine Isolierglasscheibe, die dadurch gebildet wird, dass Glasscheiben unter Zwischenfügen eines Abstandhalters am Rand miteinander verklebt werden, benötigen ein Trockenmittel, welches im Innenraum der Isolierglasscheibe vorhandene Feuchtigkeit bindet, damit an der Innenseite der Glasscheiben bei einer Abkühlung der Taupunkt nicht unterschritten wird. Es ist bekannt, das Trockenmittel im Abstandhalter vorzusehen. Ist der Abstandhalter wie im Stand der Technik aus einem oder mehreren Hohlprofilstäben gebildet, dann enthalten diese das Trockenmittel üblicherweise in Gestalt eines lose eingefüllten Granulates (US 5,439,716 A), welches über eine Perforation der Innenseite des Abstandhalters mit dem In- nenraüm der Isolierglasscheibe in Verbindung steht.
Aus der US 6,470,561 Bl ist eine Isolierglasscheibe mit einem Abstandhalter bekannt, welcher aus einem U-Profil aus Stahl gebildet ist, dessen Basis nach außen und dessen Schenkel in das Innere der Isolierglasscheibe gerichtet sind. Ein solcher Abstandhalter hat keinen Hohlraum zum Aufnehmen eines Trockenmittels; dieses ist statt dessen in einen gasdurchlässigen Strang, zum Beispiel aus Polyurethan, eingelagert, welcher selbstklebend auf der Innenseite der Basis des U-Profils haftet. Ein solcher Abstandhalter kann mit gebogenen Ecken preiswerter als ein Abstandhalter aus metallischen Hohlprofilen hergestellt werden, welche mit losem Trockenmittel gefüllt sind. Sie sind jedoch labiler als Abstandhalter aus gebogenen Hohlprofilstäben und eignen sich daher nur für kleinformatige Isolierglasscheiben. Mit ihm hergestellte Isolierglasscheiben sind unter dem Handelsnamen Intercept be- kannt. Sie sehen auch weniger ansprechend aus als herkömmliche Isolierglasscheiben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weitere Möglichkeit aufzuzeigen, wie man ohne Einschränkungen bei der Qualität und den Abmessungen zu preiswerten, insbesondere für die Massenfertigung, geeigneten Isolierglasscheiben kommen kann.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Isolierglasscheibe mit den in den Patentansprüchen 1 und 2 angegebenen Merkmalen. Die Ansprüche 42 und 44 geben Verfahren zum Herstellen einer solchen Isolierglasscheibe an. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
In einer erfindungsgemäßen Isolierglasscheibe sind zwei einzelne Glasscheiben durch einen rahmenförmigen Abstandhalter miteinander verklebt. Der Abstandhalter hat eine Basis und zwei von der Basis ausgehende Schenkel, welche zwar über die Basis, nicht aber an ihren von der Basis entfernten Enden einstückig miteinander verbunden sind. Vorzugsweise sind die Schenkel nur über die Basis einstückig miteinander verbunden. Über der Basis besteht zwischen den Schenkeln ein Zwischenraum, welcher von einem ein Trockenmittel enthaltenden Strang überbrückt wird, welcher sich im Abstand von der Basis am besten über die volle Länge der Schenkel erstreckt und mit diesen verklebt ist. Das hat wesentliche Vorteile, welche sinnvoll zusammenwirken: ♦ Wenn die Schenkel des Abstandhalters nur an der Basis des Abstandhalters einstückig miteinander verbunden sind, ist das günstig für einen geringen Wärmeübergang zwischen den einzelnen Glasscheiben.
♦ Der Strang, welcher ein Trockenmittel enthält, wird nicht auf die Basis aufgetragen, sondern als Brücke zwischen den Schenkeln in einem Abstand von der Basis. Das bedeutet, dass zwischen der Basis und dem Strang ein Freiraum verbleibt, welcher für einen niedrigen Wärmeübergang zwischen den einzelnen Glasscheiben günstig ist.
♦ Ein von dem Strang mit dem Trockenmittel abgeschlossener Freiraum kann einen Beitrag zur Abdichtung der Isolierglasscheibe liefern. Wasserdampf, welcher aus irgendeinem Grund, zum Beispiel infolge einer Porosität, eines Risses oder infolge von Korrosion des Abstandhalters diesen durchwandert, gelangt in den vom Strang abgeschlossenen Freiraum, wird dort zurückgehalten und schließlich vom Trockenmittel absorbiert, so dass er den Innenraum der Isolierglasscheibe nicht erreicht.
♦ Die Erfindung ermöglicht eine doppelte Barriere gegen das Eindringen von Wasserdampf, welche eine gemäß der US 6,470,561 Bl auf die Basis des Abstandhalters aufgetragene poröse trockenmittelhaltige Masse schon deshalb nicht bietet, weil dort die Feuchtigkeit um die trockenmittelhaltige Masse herum wandern oder über die Schenkel eindringen kann. Eine zusätzliche Barriere kann durch eine die Schenkel des Abstandhalterprofils verbindende Zwischenwand gebildet werden, welche zwischen dem Strang der ein Trockenmittel enthält, und der Basis des Abstandhalterprofils liegt, und zwar mit Abstand von der Basis und bevorzugt auch mit
Abstand von dem Strang. Die Zwischenwand kann dünn sein und sie kann die mechanische Stabilität des Abstandhalterprofiles erhöhen.
♦ Der vorgenannte Vorteil einer verbesserten Wasserdampfsperre wird noch wesentlich verstärkt, wenn man den Strang nicht aus einem porösen Material, sondern aus einem dichten Material bildet, zum Beispiel aus einem Material auf der Grundlage von Polyisobutylen. In diesem Fall wirkt der Strang nicht nur als Absorber, sondern auch als Dichtung. Trotzdem kann er seine Aufgabe erfüllen, Feuchtigkeit aus dem Innenraum der Isolierglasscheibe zu binden, weil dafür lange Diftusionszeiten ohne Nachteil in Kauf genommen werden können. ♦ Der im Abstandhalter gebildete Freiraum hat den weiteren Vorteil, dass der Abstandhalter mit dem Material, welches das Trockenmittel enthält, gut angefüllt erscheint, obwohl der im Abstandhalter zur Verfügung stehende Raum nur teilweise ausgefüllt ist.
♦ Daraus ergibt sich der weitere Vorteil, dass das ansprechende Erscheinungsbild des Abstandhalters in der Isolierglasscheibe mit einem Minimum an Material, welches ein Trockenmittel enthält, erreicht werden kann.
♦ Der Strang läßt sich in situ auf die Schenkel extrudieren.
♦ Schwankungen im Durchsatz des Materials durch eine Düse, mit welcher das Material extrudiert wird, in welchem ein Trockenmittel enthalten ist, können dadurch ausgeglichen werden, dass die Düse die Oberfläche des Stranges definiert glättet und gegebenenfalls vorhandenes überschüssiges Material in den Zwischenraum zwischen den Schenkeln verdrängt, so dass sich auch bei Dosierungenauigkeiten eine gleichmäßig glatte Oberfläche des Stranges ergibt.
♦ Die Erfindung eignet sich für unterschiedliche Abstandhalter, insbesondere für solche aus extrudierten Kunststofϊprofilen.
Das Überbrücken der Schenkel des Abstandhalters durch den Strang wird erleichtert, wenn wenigstens einer der Schenkel im Abstand von der Basis einen Fortsatz hat, welcher sich in den Zwischenraum zwischen den Schenkeln erstreckt, den Spalt zwischen ihnen verengt und zugleich eine Fläche bietet, welche fur das Auftragen des Stranges besonders geeignet ist. Ein solcher Fortsatz stabilisiert die Lage des Stranges. Der Strang mit dem
Trockenmittel kann in den Spalt zwischen den Schenkeln, welcher durch den wenigstens einen Fortsatz verengt ist, eindringen und zu einer mechanischen Verzahnung zwischen dem wenigstens einen Fortsatz und dem Strang führen, welcher die Lage des Stranges auch dann sichert, wenn die Klebehaftung des Stranges einmal unzureichend sein sollte oder un- zureichend werden würde. Wenn an wenigstens einem der Schenkel des Abstandhalterprofils ein solcher Fortsatz vorhanden ist, genügt es, wenn der Strang den Zwischenraum zwischen dem Fortsatz und dem gegenüberliegenden Schenkel überbrückt oder - wenn zwei einander gegenüberliegende Fortsätze vorhanden sind - den Zwischenraum zwischen den beiden Fortsätzen überbrückt.
Vorzugsweise verwendet man Abstandhalter, welche an beiden Schenkeln einen sich über dessen Länge erstreckenden Fortsatz haben und die beiden Fortsätze gegeneinander gerichtet sind. Das ist für die Herstellung und Beschichtung des Abstandhalters am günstigsten.
Vorzugsweise verjüngen sich die von den Schenkeln ausgehenden Fortsätze in Richtung auf den gegenüberliegenden Schenkel. Besonders bevorzugt ist, dass die Fortsätze spitz zulau- fen. Damit lassen sich der Materialaufwand für den Abstandhalter, welcher vorzugsweise ein Kunststofrprofil ist, minimieren, der unter den Fortsätzen verbleibende Freiraum maxi- mieren und der Wärmeübergang zwischen den einzelnen Glasscheiben minimieren. Außerdem eignen sich spitz zulaufende Fortsätze besonders gut für eine Verzahnung der Fortsätze mit dem Strang, in welchen ein Trockenmittel eingelagert ist.
Der Strang, in welchen ein Trockenmittel eingelagert ist, hat bevorzugt eine konvexe Oberseite, Er könnte über die fern von der Basis liegenden Enden der Schenkel des Abstandhalters vorstehen. Vorzugsweise sollte der Strang mit dem Trockenmittel jedoch nicht über die Enden der Schenkel des Abstandhalters in den Raum zwischen den einzelnen Glasscheiben vorstehen. Vielmehr wird es bevorzugt, dass das von dem jeweiligen Schenkel entfernte freie Ende des jeweiligen Fortsatzes unterhalb einer Ebene liegt, welche die beiden fern von der Basis hegenden Enden der beiden Schenkel des Abstandhalters begrenzt. Vorzugsweise liegen die Fortsätze insgesamt unterhalb der genannten Ebene. Das kann man zum Beispiel dadurch erreichen, dass die Fortsätze von einer im mittleren Bereich der Schenkel
gelegenen Stelle ausgehen und sich auf kürzestem Wege dem gegenüberliegenden Schenkel annähern, oder dadurch, dass sie zwar von den Enden der Schenkel, welche von der Basis entfernt sind, ausgehen, sich aber dem gegenüberliegenden Schenkel und zugleich der Basis annähern.
Vorzugsweise liegen die Fortsätze einander mit Abstand gegenüber. Das hilft, Material zu sparen und die Wärmebrücke zwischen den einzelnen Glasscheiben zu verringern. Es ist jedoch auch insbesondere bei spitz zulaufenden Fortsätzen möglich, dass sich die Fortsätze berühren, ohne einstückig ineinander überzugehen.
Vorzugsweise sind die Fortsätze bezüglich einer die Basis des Abstandhalters schneiden- den, längs verlaufenden Symmetriebene spiegelsymmetrisch ausgebildet. Das ist für die Fertigung am günstigsten.
Der Abstandhalter selbst wird vorzugsweise aus einem extrudierten Kunststofϊprofil hergestellt; auf diese Weise läßt sich das Abstandhalterprofil mit seinen beiden Schenkeln und den davon ausgehenden Fortsätzen, welche den Strang mit dem Trockenmittel tragen, be- sonders günstig herstellen,
Der Strang kann nach Wunsch des Kunden gefärbt sein. Er besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff, welcher für Wasserdampf nur so gering durchlässig ist, dass die im Innenraum der Isolierglasscheibe vorhandene Feuchtigkeit tatsächlich von dem Trockenmittel noch aufgenommen werden kann. Vorzugsweise wird der Strang aus einem pastösen Kunststoff, in welchem ein Trockenmittel dispergiert ist, unmittelbar auf den oder die Fortsätze extru- diert, wo er erkaltet, mit dem Abstandhalter verklebt und den Spalt zwischen den Schenkeln oder ihren Fortsätzen überbrückt. Ein solcher Strang kann in derselben Station, in welcher eine primäre und gegebenenfalls eine sekundäre Versiegelungsmasse auf die Schenkel des Abstandhalterprofils aufgetragen werden, zeitgleich oder zeitlich überlappend extrudiert werden. Als Material für den Strang eignet sich besonders ein thermoplastischer Kleber, insbesondere auf der Basis von Polyisobutylen, zum Beispiel ein Material, welches auch für thermoplastische Abstandhalter in Isolierglasscheiben benutzt und unter der Marke TPS®
auf Maschinen der Lenhardt Maschinenbau GmbH verarbeitet wird (WO96/06456 A2). Es können aber auch Materialien verwendet werden, die sonst als primäre oder sekundäre Versiegelungsmassen in Isolierglasscheiben Verwendung finden können, z.B. ein Hot-melt, Polyurethan, Thiokol oder ein Silikon.
Zum Herstellen einer erfindungsgemäßen Isolierglasscheibe geht man vorzugsweise so vor, dass man zunächst einen Profilstab bereitstellt, aus welchem ein rahmenförmiger Abstandhalter gebildet wird. Auf den geraden Profilstab trägt man zur Bildung des trockenmittel- haltigen Stranges eine pastöse, klebende Masse auf, welche das Trockenmittel enthält. Die Masse wird zum Beispiel auf die der Basis des Profilstabs abgewandte Seite der Schenkel des Profilstabes aufgetragen, insbesondere auf den wenigstens einen Fortsatz, den ein
Schenkel des Profilstabs vorzugsweise hat, um eine für das Auftragen der pastösen Masse besonders geeignete Fläche zu erhalten. Gleichzeitig oder zeitlich überlappend wird eine primäre Versiegelungsmasse, insbesondere ein Polyisobutylen, auf die Außenseiten der beiden Schenkel aufgetragen. Dann wird der Profilstab zu einem rahmenförmigen Gebilde ge- formt und geschlossen. Das kann dadurch geschehen, dass vier geradlinige Profilstäbe mit Eckverbindern zu dem rahmenförmigen Gebilde zusammengefügt werden. Vorzugsweise wird der Rahmen jedoch aus einem einzigen Profilstab gebildet, welcher zu diesem Zweck gebogene Ecken erhält. Gegebenenfalls erforderliche spanende Bearbeitungen an den für die Ecken vorgesehenen Stellen und an den Enden der Profilstäbe werden vor dem Auftra- gen der trockenmittelhaltigen Masse und der primären Versiegelungsmasse durchgeführt. Der beschichtete Abstandhalter wird an eine erste Glasscheibe angesetzt und mit dieser verklebt. Dann wird eine zweite Glasscheibe parallel zur ersten Glasscheibe an den Abstandhalter angesetzt und mit ihm verklebt. Die auf diese Weise gebildete halbfertige Isolierglasscheibe wird auf ihre vorgegebene Dicke verpresst. Zuletzt wird der Abstandhalter noch durch Auftragen einer sekundären, aushärtenden Versiegelungsmasse mit den beiden Glasscheiben verbunden, um einen mechanisch festen Verbund der Isolierglasscheibe zu erhalten. Die sekundäre Versiegelungsmasse kann sich über die gesamte Basis des Abstandhalters von der einen Glasscheibe bis zur anderen Glasscheibe erstrecken, sie kann aber auch auf einen Spalt zwischen der Außenseite der beiden Schenkel des Abstandhalters und den angrenzenden Glasscheiben beschränkt sein. Im zuletzt genannten Fall kann die sekundäre
Versiegelungsmasse auch bereits zeitgleich oder zeitlich überlappend mit der primären Versiegelungsmasse auf den noch geraden, noch nicht zum Rahmen geschlossenen Profilstab aufgetragen werden.
Bei Verwendung einer primären Versiegelungsmasse, welche sowohl eine hinreichende Ab- dichtung als auch einen hinreichend festen mechanischen Verbund der Isolierglasscheibe bewirkt, kann eine gesonderte sekundäre Versiegelungsmasse entfallen; eine solche primäre Versiegelungsmasse kann zum Beispiel ein reaktives Hot-ttielt sein, ein Heißschmelzkleber mit einem z.B. durch Wärme härtbaren (vernetzenden) Bestandteil. Mit einer einzigen Versiegelungsmasse kann man auskommen, wenn diese in ihren Eigenschaften ein hinreichen- des Abdichtvermögen mit einer hinreichenden Festigkeit verbindet. Sie sollte zur Erzielung der Festigkeit abbinden und aushärten und zugleich eine gewisse Dauerelastizität bewahren, um die erforderliche Dichtung zu bewirken.
Die Erfindung ist aber nicht darauf angewiesen, mit nur einer Art von Versiegelungsmasse zu arbeiten. Für eine lange Lebensdauer der Isolierglasscheiben ist die Verwendung von zwei Versiegelungsmassen günstig, die sich in ihren Eigenschaften sinnvoll ergänzen: Eine primäre Versiegelungsmasse, die wie ein Polyisobutylen eine besondere Eignung zur Abdichtung hat, und eine sekundäre Versiegelungsmasse, welche eine besondere Eignung zum dauerhaft festen Verbinden der Glasscheiben hat, insbesondere eine aushärtende Kunststoffmasse, wie zum Beispiel ein Polyurethan oder ein Thiokol (Polysulfid), ein reaktives Po- lyisobutylen, ein Silikon oder auch ein reaktives Hot-melt.
Sowohl die primäre Versiegelungsmasse als auch die sekundäre Versiegelungsmasse können vor dem Zusammenbauen der Isolierglasscheibe auf die Außenseite Schenkel des Abstandhalters aufgetragen werden. Das kann gleichzeitig, zum Beispiel durch Koextrusion, oder zeitlich nacheinander oder zeitlich überlappend geschehen, am besten zuerst die primä- re Versiegelungsmasse und danach die sekundäre Versiegelungsmasse. Zweckmäßigerweise schließt die primäre Versiegelungsmasse an den Innenraum der Isolierglasscheibe und die sekundäre Versiegelungsmasse unmittelbar an die vom Innenraum der Isolierglasscheibe abgewandte Seite der primären Versiegelungsmasse an und erstreckt sich bis zum Rand der
Isolierglasscheibe. Dabei stellt die vorzugsweise vor der sekundären Versiegelungsmasse aufgetragene primäre Versiegelungsmasse schon beim Auftragen der sekundären Versiegelungsmasse eine wirksame Barriere für die sekundäre Versiegelungsmasse dar. Diese Barriere kann von der sekundären Versiegelungsmasse beim Verpressen der Isolierglasscheibe nicht überwunden werden. So wird ein für die Dichtigkeit und den Zusammenhalt der Isolierglasscheibe vorteilhafter zweistufiger Verbund erzielt. Beide Versiegelungsmassen werden bevorzugt in ein und derselben Station aufgetragen, so dass eine gesonderte Versiegelungsstation, in welcher im Stand der Technik die sekundäre Versiegelungsmasse erst nach dem Zusammenfügen der Glasscheiben zu einer Isolierglasscheibe appliziert wird (DE 28 16 437 C2), entfallen kann. Da es sich bei den Versiegelungsstationen im allgemeinen um die teuersten Stationen in einer Isolierglasfertigungslinie handelt, bedeutet das eine enorme Kostenersparnis bei erheblich geringerem Platzbedarf.
Die primäre Versiegelungsmasse und die sekundäre Versiegelungsmasse können bereits auf die Schenkel der Profilstäbe aufgetragen werden, bevor diese zu einem Abstandhalterrah- men geformt werden. Eine Vorrichtung, wie sie in der DE 28 03 132 C2 zum Verschieben und Verschwenken von Abstandhalterrahmen beim Beschichten von deren Schenkeln mit einer primären Versiegelungsmasse beschrieben ist, wird bei einer solchen Art der Herstellung einer Isolierglasscheibe nicht benötigt.
Die Erfindung eignet sich nicht nur für Isolierglasscheiben, in welcher zwei einzelne Glas- Scheiben durch einen rahmenförmigen Abstandhalter miteinander verklebt sind, sondern auch für Isolierglasscheiben, in welcher mehr als zwei Glasscheiben jeweils paarweise durch einen rahmenförmigen Abstandhalter miteinander verklebt sind, insbesondere für Isolierglasscheiben, in welchen drei einzelne Glasscheiben durch zwei rahmenförmige Abstandhalter miteinander verklebt sind.
Vorzugsweise ist der Abstandhalter so angeordnet, dass er bündig mit den Rändern der einzelnen Glasscheiben abschließt. Bei abgestuften Isolierglasscheiben, welche aus einer größeren und einer kleineren Glasscheibe zusammengesetzt sind, schließt der Abstandhalter dementsprechend vorzugsweise bündig mit dem Rand der kleineren Glasscheibe ab. Ein
bündiger Abschluß ermöglicht die größte Versiegelungstiefe und vermindert sowohl die Gefahr von Absplitterungen vom Rand der Isolierglasscheibe, als auch deren Verunreinigung durch eventuell überquellende Versiegelungsmasse. Der Abstandhalter kann sogar so angeordnet sein, dass er über den Rand der einzelnen Glasscheiben vorsteht und dadurch selbst den Rand der Isolierglasscheibe bildet. Das vermindert zusätzlich die Gefahr von Absplitterungen vom Rand der Isolierglasscheibe, insbesondere beim Transport und beim Einbau der Isolierglasscheibe in einen Fensterrahmen oder in eine Fassade.
Zu einem optimalen Schutz der Ränder der Glasscheiben gelangt man mit einer Ausführungsform, bei welcher der Abstandhalter eine Basis mit zwei sich über die Schenkel des Abstandhalters hinaus in entgegengesetzte Richtungen erstreckenden Fortsätzen hat, welche die Ränder der einzelnen Glasscheiben abdecken und ihnen dabei vorzugsweise anliegen. Die Ränder der Glasscheiben sind dann vollständig geschützt und wann immer die Isolierglasscheibe aufgestellt wird, steht sie auf der Basis des Abstandhalters und deren Fortsätzen. Diese Fortsätze erstrecken sich vorzugsweise ununterbrochen in Längsrichtung des Abstandhalterprofils, könnten aber auch ohne größere Einbuße an Schutzwirkung unterbrochen sein. Diese Ausführungsform erleichtert die Handhabung von frisch hergestellten Isolierglasscheiben beträchtlich:
Da keine hinderliche Versiegelungsmasse am Rand der Isolierglasscheibe übersteht, sondern sich verdeckt zwischen dem Rand der Glasscheiben und den seitlichen Fortsätzen des Abstandhalters befindet, kann die Isolierglasscheibe gleich versandfertig abgestapelt oder direkt in Fensterrahmen eingesetzt werden, ohne dass man das Erhärten der Versiegelungsmasse abwarten müsste.
Als Abstandhalter eignen sich solche, die aus Profilstäben aus Metall oder Kunststoff gebildet sind. Insbesondere bei Abstandhaltern, die aus Kunststoff bestehen, ist es von Vorteil, wenn sie eine Basis haben, welche 2 mm bis 5 mm dick ist, insbesondere 2,5 mm bis 4 mm. Eine solche Basis, die deutlich dicker ist als bei Abstandhaltern im Stand der Technik, ist nicht nur günstig, weil sie die Gasdichtigkeit und Wasserdampfdichtigkeit der Isolierglasscheibe verbessert, sondern auch deshalb, weil sie die mechanische Stabilität des Abstandhalters erhöht, das Ausbilden von Ecken im Abstandhalter ohne die Verwendung
gesonderter Eckverbindungsstücke begünstigt, wie es in der vom selben Anmelder eingereichten deutschen Patentanmeldung 102004005 354.5 offenbart ist, und das Verbinden von Profilstäben für Abstandhalter, ohne gesonderte Geradverbindungsstücke einzusetzen, begünstigt, wie es in der vom selben Anmelder eingereichten deutschen Patentanmeldung 102004005 471.1 offenbart ist.
Vorzugsweise besteht der Abstandhalter wenigstens teilweise aus einem Kunststoff. Für die Erfindung geeignete Kunststoffprofile können in großen Längen preiswert durch Extrusion gebildet werden. Abstandhalter aus Kunststoff ermöglichen einen geringeren Wärmeübergang von der einen Glasscheibe zur anderen Glasscheibe als metallische Abstandhalter. Da- bei kann es zur Erhöhung der Gasdichtigkeit und Dampfdichtigkeit der Isolierglasscheibe durchaus vorteilhaft sein, wenn die Außenseite der Basis des Abstandhalters metallisch ist. Sie kann zum Beispiel dünn metallisiert sein, was den Wärmeübergang durch den Abstandhalter nicht wesentlich erhöht. Es ist auch mögüch, durch ein Verfahren der Koextrusion ein Abstandhalterprofil aus Kunststoff zu erzeugen, welches auf der Außenseite seiner Ba- sis mit einer Metallfolie versehen ist.
Eine andere vorteilhafte Möglichkeit, die Gasdichtigkeit und Dampfdichtigkeit eines Abstandhalters aus Kunststoff zu verbessern, besteht darin, in die Basis des Abstandhalters eine Diffusionsbarriere einzubetten, insbesondere eine Metallfolie. Eine solche innenliegende Diffüsionsbarriere kann nach einem Verfahren der Koextrusion in das Abstandhalterprofil eingebettet werden.
Auf der Außenseite der Schenkel des Profilstabes ist vorzugsweise ein in dessen Längsrichtung verlaufender konkaver Oberflächenbereich vorgesehen, aufweichen vorzugsweise die sekundäre Versiegelungsmasse aufgetragen ist. Auf der der Basis des Abstandhalters abgewandten Seite des konkaven Oberflächenbereichs befindet sich vorzugsweise ein ebener Oberflächenbereich, aufweichen die primäre Versiegelungsmasse aufgetragen ist. Mit diesem ebenen Oberflächenbereich ergibt sich für die primäre Versiegelungsmasse, welche für die Gasdichtigkeit und Dampfdichtigkeit von besonderer Bedeutung ist, ein definierter Dichtspalt von vorgegebener Breite und Tiefe. Auf der anderen Seite des konkaven
Oberflächenbereichs, d. h. in der Nachbarschaft des äußeren Randes der Isolierglasscheibe, hat der Abstandhalter zweckmäßigerweise einen weiteren ebenen Oberflächenbereich, welcher parallel zu dem ersten ebenen Oberflächenbereich verläuft, auf welchem die primäre Versiegelungsmasse haftet. Vorzugsweise sind die beiden ebenen Oberflächenbereiche ko- planar. Das erleichtert die korrekte Ausrichtung des Abstandhalters beim Verpressen der Isolierglasscheibe. Auf diesen weiteren ebenen Oberflächenbereich wird die sekundäre Versiegelungsmasse ebenfalls aufgetragen oder sie wird aus dem konkaven Oberflächenbereich des Abstandhalters dorthin verdrängt, wenn die Isolierglasscheibe verpresst wird.
Die sekundäre Versiegelungsmasse sollte sich im Spalt zwischen den Schenkeln des Ab- standhalters und den Glasscheiben über eine Tiefe von wenigstens 5 mm erstrecken, noch besser über eine Tiefe von 6 mm bis 8 mm. Vorzugsweise erstreckt sich die sekundäre Versiegelungsmasse über die gesamte Höhe der Schenkel des Abstandhalters, soweit diese nicht von primärer Versiegelungsmasse bedeckt sind. Ist eine primäre Versiegelungsmasse auf die Schenkel aufgetragen, schließt die sekundäre Versiegelungsmasse unmittelbar an diese an, wobei Lücken möglichst vermieden werden sollen. Wird nur mit einer einzigen Versiegelungsmasse gearbeitet, welche sowohl die erforderliche Abdichtung als auch den dauerhaften mechanischen Verbund bewirkt, dann sollte diese sich auch über die gesamte Höhe der Schenkel des Abstandhalters erstrecken. Eine große Dichttiefe, die ohne Verkleinerung des lichten Innenmaßes des rahmenförmigen Abstandhalters ermöglicht wird, wenn jegliche Versiegelungsmasse nur zwischen dem Abstandhalter und den beiden einzelnen Glasscheiben vorgesehen ist, weil der Abstandhalter dann bündig mit dem Rand der Glasscheiben angeordnet werden kann, begünstigt das Arbeiten mit nur einer einzigen Versiegelungsmasse, bei welcher es sich zum Beispiel um einen reaktiven, einkomponentigen Dicht- und Klebstoff auf der Basis eines Polyisobutylens (Butyl) oder um einen reaktiven Heiß- schmelzkleber (Hot-melt) handeln kann. Durch den Einsatz eines solchen Kleb- und Dichtstoffes als alleiniger Versiegelungsmasse lassen sich Kosteneinsparungen bei der Isolierglasfertigung erzielen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt. Gleiche oder einander entsprechende Teile sind in den verschiedenen Beispielen mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.
Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil einer erfindungsgemäßen Isolierglasscheibe,
Figur 2 zeigt als Detail einen Querschnitt durch den in Figur 1 eingesetzten Abstandhalter,
Figur 3 zeigt den Abstandhalter aus Figur 2 mit einer primären Dichtmasse beschichtet und mit einem aufgetragenen trockenmittelhaltigen Strang,
Figur 4 zeigt den Abstandhalter aus Figur 3 zusätzlich mit einer sekundären Dichtmasse beschichtet,
Figur 5 zeigt den Abstandhalter aus Figur 4 zwischen zwei Glasscheiben in der Phase des Zusammenbaus der Isolierglasscheibe,
Figur 6 zeigt einen Ausschnitt aus der Isolierglasscheibe in Figur 1 in einer Schrägansicht,
Figur 7 zeigt in einer Darstellung wie in Figur 4 einen Abstandhalter mit abgewandelter Querschnittsgestalt, der mit nur einer einzigen Versiegelungsmasse beschichtet ist, noch ohne einen trockenmittelhaltigen Strang,
Figur 8 zeigt in einer Darstellung entsprechend der Figur 1 eine Isolierglasscheibe, in welche der Abstandhalter aus Figur 7 nach Auftragen eines trockenmittelhaltigen Strangs eingesetzt ist,
Figur 9 zeigt die Isolierglasscheibe, aus Figur 8 in einer Schrägansicht,
Figur 10 zeigt in einer Darstellung wie in Figur 7 ein drittes Beispiel eines Abstandhalters mit abgewandelter Querschnittsgestalt,
Figur 11 zeigt in einer Darstellung entsprechend der Figur 8 eine Isolierglasscheibe, in welche der Abstandhalter aus Figur 10 eingesetzt ist,
Figur 12 zeigt die Isolierglasscheibe aus Figur 11 in einer Schrägansicht,
Figur 13 zeigt einen Querschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel eines Abstandhalters,
Figur 14 zeigt in einer Darstellung wie in Figur 3 den Abstandhalter nach dem Auftragen eines Stranges mit Trockenmittel und einer primären Versiegelungsmasse,
Figur 15 zeigt in einer Darstellung entsprechend der Figur 1 eine Isolierglasscheibe mit dem Abstandhalter aus Figur 14 im Querschnitt,
Figur 16 zeigt die Isolierglasscheibe aus Figur 15 in einer Schrägansicht,
Figur 17 zeigt die Isolierglasscheibe aus Figur 15 mit einer eingesetzten Sprosse, die
Figuren 18 bis 22 zeigen in Darstellungen entsprechend den Figuren 13 bis 16 ein Ausführungsbeispiel mit einer vierten Ausführungsform eines Abstandhalters und die
Figuren 23 bis 27 zeigen in Darstellungen entsprechend den Figuren 13 bis 16 ein Beispiel mit einer fünften Ausführungsform eines Abstandhalters,
Figur 28 zeigt in einer Schrägansicht den Bereich einer Verbindungsstelle in einem Abstandhalter,
Figur 29 zeigt die Verbindung zweier Profilstabenden durch einen Keil,
Figur 30 zeigt in einer Schnittdarstellung entsprechend der Figur 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Isolierglasscheibe, und
Figur 31 zeigt in einer Schnittdarsellung wie in Figur 30 ein letztes Ausführungsbeispiel einer Isolierglasscheibe.
Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Isolierglasscheibe 1, bestehend aus zwei einzelnen Glasscheiben 2 und 3, zwischen denen sich ein rahmenförmiger Abstandhalter 4 befindet, welcher als Einzelteil in Figur 2 dargestellt ist. Der Abstandhalter 4 hat im Querschnitt ein von einem C-Profil abgeleitetes Profil mit einer Basis 5, welche eine ebene Außenseite 6 hat. Von der gegenüberliegenden Innenseite 7 der Basis 5 gehen zwei spiegelbildlich gleiche Schenkel 11 aus, die an ihren von der Basis 5 entfernten Enden gegeneinander gerichtete kurze Vorsprünge 8 haben. Die den Glasscheiben 2 und 3 zugewandten Schenkel 11 des Abstandhalters 4 haben angrenzend an die Innenseite 12 des Abstandhalters 4 einen ersten ebenen Oberflächenbereich 13, angrenzend an die Außenseite 6 der Basis 5 einen zweiten ebenen Oberflächenbereich 14 und dazwischen einen konkaven Oberflächenbereich 15, dessen tiefster Punkt in Höhe der Innenseite 7 der Basis 5 liegt.
Der Abstandhalter 4 ist aus einem Kunststoff-Profilstab gebildet, welcher durch Strangpres- sen hergestellt werden kann. Die Basis 5 des Abstandhalters 4 ist vorzugsweise dicker ausgebildet als seine Schenkel 11. Vorzugsweise ist die Basis 5 an der dünnsten Stelle 2,5 mm bis 4 mm dick. Die Höhe des Abstandhalterprofils, gemessen von der Außenseite 6 der Basis 5 bis zur gegenüberliegenden Innenseite 12 des Abstandhalters 4 beträgt vorzugsweise 10 mm bis 12 mm. Unter der Innenseite 12 des Abstandhalters 4 wird hier die der Basis 5 abgewandte Endfläche der Schenkel 11 oder Schenkel verstanden, welche dem Innenraum 17 der Isolierglasscheibe zugewandt sind.
Zwischen der Basis 5 und den kurzen Vorsprüngen 8 der Schenkel 11 haben diese längs verlaufende Fortsätze 36, welche gegeneinander gerichtet sind, ohne sich zu berühren, so dass zwischen ihnen ein längs verlaufender Spalt 37 besteht, der vorzugsweise enger ist als der Spalt zwischen den Vorsprüngen 8. Der Aufbau des Abstandhalterprofils ist symmetrisch zu der die Basis 5 schneidenden Längsmittelebene 38.
Die vom selben Erfinder beim Deutschen Patentamt eingereichte Patentanmeldung 100 2004 005 747.6 offenbart, wie aus solchen Profilstäben durch Biegen ein rechteckiger Rahmen gebildet werden kann.
Auf den Fortsätzen 36 liegt ein Strang 18, welcher ein Trockenmittel enthält. Zu diesem Zweck kann der Strang 18 zum Beispiel aus einem Kunststoff als Matrix-Material gebildet sein, in welches ein körniges oder pulvriges Trockenmittel eingelagert ist. Der Strang 18 besteht vorzugsweise aus einem thermoplastischen Material und wird am besten unmittelbar heiß auf die Fortsätze 36 extrudiert, auf denen er nach dem Erkalten fest haftet. Dabei dringt ein Teil des Materials in den Spalt 37 und verzahnt sich dort mit den Rändern der Fortsätze 36. Unter dem Strang 18 verbleibt im Abstandhalter 4 ein Freiraum 39.
Um einen solchen Abstandhalter 4 mit zwei Glasscheiben 2 und 3 zu einer Isolierglasscheibe verbinden zu können, wird auf den ebenen Oberflächenbereich 13 der beiden Schenkel 11 des Abstandhalters 4 ein Strang aus einer primären Versiegelungsmasse 19 aufgetragen (Figur 3), wohingegen auf den konkaven Oberflächenbereich 15 der beiden Schenkel 11 je- weils ein Strang aus einer sekundären Versiegelungsmasse 20 aufgetragen wird (Figur 4). Die primäre Versiegelungsmasse 19 ist vorzugsweise ein nicht abbindendes Polyisobutylen. Die sekundäre Versiegelungsmasse 20 ist vorzugsweise ein abbindendes Polyurethan oder Thiokol. Vorzugsweise wird die sekundäre Versiegelungsmasse 20 geringfügig versetzt nach der primären Versiegelungsmasse 19 aufgetragen, weil dann der Strang der primären Versiegelungsmasse 19 eine Barriere für die sekundäre Versiegelungsmasse 20 bildet. Zu diesem Zweck können die Düsen für die beiden Versiegelungsmassen in Längsrichtung des den Abstandhalter bildenden Profilstabes hintereinander angeordnet sein, so dass ein an den Düsen vorbeibewegter Profilstab zuerst die Düse für die primäre Versiegelungsmasse und danach die Düse für die sekundäre Versiegelungsmasse passiert. Alternativ kann man den Profilstab festlegen und die Düsen an ihm entlang bewegen. In diesem Fall soll die Düse für die primäre Versiegelungsmasse vor der Düse für die sekundäre Versiegelungsmasse laufen. Damit die sekundäre Versiegelungsmasse 20 sich nicht über die primäre Versiegelungsmasse 19 schiebt, wird die sekundäre Versiegelungsmasse 20 vorzugsweise, wie in Figur 4 dargestellt, etwas flacher aufgetragen als die primäre Versiegelungsmasse 19, so dass
zwischen der primären Versiegelungsmasse 19 und der sekundären Versiegelungsmasse 20 ein stufenförmiger Absatz 21 gebildet wird. Trotz des Versatzes zwischen dem Auftragen der primären und der sekundären Versiegelungsmassen 19 und 20 können beide in ein und derselben Vorrichtung auf die oben beschriebene Weise aufgetragen werden. Zugleich kann in derselben Vorrichtung der Strang 18, welcher ein Trockenmittel enthält, auf die Fortsätze 36 extrudiert werden.
Ist der Abstandhalter 4 beschichtet und der Strang 18 auf die Fortsätze 36 aufgetragen, wie in Figur 4 dargestellt, kann er an eine der beiden Glasscheiben 2, 3 angesetzt und dann die andere Glasscheibe 3, 2 an die gegenüberliegende Seite des Abstandhalters 4 angesetzt und der Abstand der Glasscheiben 2, 3 durch Verpressen auf eine für die Isolierglasscheibe vorgegebene Dicke reduziert werden (Figur 5). Es ist aber auch möglich, den wie in Figur 4 beschichteten Abstandhalter 4 zwischen zwei parallel, nebeneinander angeordnete Glasscheiben 2, 3 einzufügen und diese dann gegen den Abstandhalter 4 zu bewegen und auf die vorgegebene Dicke zu verpressen (Figur 5). Dabei werden die aus der primären Versiege- lungsmasse 19 und der sekundären Versiegelungsmasse 20 gebildeten Stränge gestaucht, ein Teil der Versiegelungsmasse verdrängt und füllt den Spalt zwischen den Schenkel 11 und den Glasscheiben 2, 3 komplett aus, wie in Figur 1 dargestellt. Bei richtiger Dosierung der Versiegelungsmassen 19, 20 quillt weder primäre Versiegelungsmasse 19 über die Innenseite 12 des Abstandhalters 4 in den Innenraum 17 der Isolierglasscheibe 1 noch quillt sekundäre Versiegelungsmasse 20 aus der Isolierglasscheibe 1 nach außen.
Es sei noch daraufhingewiesen, dass es günstig ist, wenn die primäre und die sekundäre Versiegelungsmasse 19 und 20 so auf die Schenkel 11 aufgetragen werden, dass die Breite des Abstandhalters 4 einschließlich der darauf aufgetragenen primären Versiegelungsmasse 19 von dem Absatz 21 in Richtung auf die Innenseite 12 des Abstandhalters 4 abnimmt. In entsprechender Weise nimmt die über die sekundäre Versiegelungsmasse 20 gemessene
Breite des Abstandhalters 4 vom Absatz 21 ausgehend zur Basis 5 hin ab. Das hat den Vorteil, dass beim Verpressen der Isolierglasscheibe 1 keine Blasen in den Versiegelungsmassen 19, 20 eingeschlossen werden, weil die Luft, ausgehend von Absatz 21, aus dem Spalt
einerseits in den Innenraum 17 und andererseits in die äußere Umgebung verdrängt wird (Figur 5).
Vorzugsweise ist der Abstandhalter 4 so auf die Größe der Glasscheiben 2 und 3 abgestimmt, dass sie den gleichen Umfang haben. Dann schließt, wie in Figur 1 dargestellt ist, die Außenseite 6 der Basis 5 des Abstandhalters 4 bündig mit dem Rand der beiden Glasscheiben 2 und 3 ab. Vom Rand der Isolierglasscheibe 1 bis zur Innenseite 12 des Abstandhalters 4 ergibt sich eine große Versiegelungstiefe mit mäßiger Spaltbreite, was sowohl für die Abdichtung der Isolierglasscheibe 1 als auch für deren festen Verbund günstig ist.
Die Dicke der Basis 5 ist so gewählt, dass sie hinreichend gasdicht und wasserdampfdicht ist. Um ihre Gasdichtigkeit und Wasserdampfdichtigkeit zu erhöhen, kann man zusätzliche Maßnahmen ergreifen: So kann man in die Basis 5 eine Metallfolie integrieren oder die Außenseite der Basis 5 mit einer dünnen Metallfolie überziehen, welche sich beidseitig in den konkaven Oberflächenbereich 15 hinein erstreckt.
Das in den Figuren 7 bis 9 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, dass die Fortsätze 36 des Abstandhalters 4 nicht stumpfenden, sondern spitz zulaufend ausgebildet sind, wobei sie sich stärker aneinander annähern als im ersten Ausführungsbeispiel, ohne einander jedoch zu berühren.
Das in den Figuren 10 bis 12 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in den Figuren 7 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, dass die spitz zulaufenden Fortsätze 36 nicht vom mittleren Bereich der Schenkel 11 ausgehen, sondern von den fern von der Basis 5 liegenden Enden der Schenkel 11, wobei die Fortsätze 36 an die Stelle der in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen vorgesehenen kurzen Vorsprünge 8 treten. Während im Ausführungsbeispiel der Figuren 7 bis 9 die Fortsätze 36 sich auf kürzestem Wege dem jeweils gegenüberliegenden Schenkel 11 annähern, tun sie das im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 10 bis 12 nicht, sondern erstrecken sich dort ungefähr unter einem Winkel von 45 ° gegen die Basis 5 und den jeweils gegenüberliegenden Schenkel 11.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 10 bis 12 kommt man mit besonders wenig Material für das Abstandhalterprofil aus und erreicht den niedrigsten Wärmeübergang zwischen den einzelnen Glasscheiben 2 und 3.
Die in den Figuren 7 bis 12 dargestellten Ausführungsbeispiele unterscheiden sich von dem in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispiel außerdem darin, dass nicht zwei verschiedene Versiegelungsmassen, sondern nur eine einzige Versiegelungsmasse 25 auf die Außenseite der Schenkel 11 aufgetragen wird. Sie kann in diesem Fall, wie in den Figuren 7 und 10 dargestellt, mit linsenförmigem Querschnitt auf den konkaven Oberflächenbereich 15 der Schenkel 11 aufgetragen werden und wird beim Verpressen der Isolierglasscheibe in die durch die beiden ebenen Oberflächenbereiche 13 und 14 begrenzten Spalte hinein verdrängt, so dass sie sich praktisch über die gesamte Höhe der Schenkel 11 erstreckt.
In allen vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der Strang 18 so angeordnet, dass er nicht über die Ebene 16 vorsteht, welche die Enden der Schenkel 11 begrenzt.
Das in den Figuren 13 bis 16 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführangsbeispiel darin, dass die Schenkel 11 einen konkaven Oberflächenbereich 15 haben, welcher so gestaltet ist, dass sich die Breite des Abstandhalters 4 ausgehend von dem ebenen Oberflächenbereich 13 bis zur Außenseite 6 der Basis 5 verringert und dass die Schenkel 11 an der Basis 5 nicht mehr in einen zweiten ebenen Oberflächenbereich übergehen. Abweichend vom ersten Ausführungsbeispiel wird bei der Herstellung der Isolierglasscheibe die sekundäre Versiegelungsmasse 20 erst nachträglich aufgetragen, nachdem die beiden Glasscheiben 2 und 3 mit dem Abstandhalter 4 über die primäre Versiegelungsmasse 19 verklebt sind. Außerdem ist der Umriss des Abstandhalters 4 etwas kleiner gewählt als der Umriss der Glasscheiben 2 und 3, so dass sich die sekundäre Versiegelungsmasse 20 in dünner Schicht auch über die Außenseite 6 der Ba- sis 5 von der einen Glasscheibe 2 bis zur anderen Glasscheibe 3 erstrecken kann.
Der Strang 18 reicht bis nahe an die beiden Glasscheiben 2 und 3 heran und bestimmt mit seinem Aussehen, welches vorzugsweise matt-schwarz ist, im wesentlichen das
Erscheinungsbild des Abstandhalters der Isolierglasscheibe. Ein matt-schwarzes Erscheinungsbild ist besonders günstig, weil es mit farbigen Fensterrahmen und Türrahmen harmoniert und deren Farbe widerspiegelt, ohne aufdringlich zu sein.
Die Figur 17 zeigt, wie in einer solchen Isolierglasscheibe 1 eine Sprosse 22 angeordnet werden kann. Die Sprosse 22 ist als Hohlprofilstab ausgebildet und mit einem Endstück 23 verbunden, welches eine Platte 24 hat, von welcher sich ein erster Fortsatz 26 in die Sprosse 22 erstreckt. Von der anderen Seite der Platte 24 erstreckt sich ein zweiter Fortsatz 27 durch den Strang 18 hindurch in den Freiraum 9 unter dem Strang 18, wobei durch eine widerhakenförmige Kontur des zweiten Fortsatzes 27 erreicht werden kann, dass er hinter den Fortsätzen 36 einrastet und zuverlässig am Abstandhalter 4 verankert wird. Durch eine widerhakenförmige Kontur des ersten Fortsatzes 26 kann man dessen Verschiebung in der Sprosse 22 erschweren. Eine unerwünschte Bewegung der Sprosse 22 in Längsrichtung des Abstandhalters 4 verhindert der Strang 18, auf welchem die Platte 24 liegt und welcher den zweiten Fortsatz 27 umschließt.
Das in den Figuren 18 bis 22 dargestellte Ausführangsbeispiel unterscheidet sich von dem in den Figuren 13 bis 17 dargestellten Ausführangsbeispiel darin, dass die Fortsätze 36 der Schenkel 11 in ähnlicher Weise spitz zulaufend ausgebildet sind wie im Beispiel der Figuren 10 bis 12 und dass die Größe des Abstandhalters im Umriss der Größe der Glasscheiben 2 und 3 gleicht, wobei die sekundäre Versiegelungsmasse 20 nur zwischen den Schenkeln 11 und den Glasscheiben 2 und 3 angeordnet ist, aber nicht die Außenseite 6 der Basis 5 bedeckt. Im übrigen ist die Kontur der Außenseite der Schenkel 11 sehr ähnlich der im Beispiel der Figuren 13 bis 17.
Das in den Figuren 23 bis 26 dargestellte Ausführangsbeispiel unterscheidet sich von dem in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführangsbeispielen darin, dass nur einer der beiden Schenkel 11 einen Fortsatz 36 aufweist, welcher sich bis in die Nähe des gegenüberliegenden Schenkels 11 erstreckt. Auch in diesem Falle erstreckt sich der Strang 18, welcher auf dem Fortsatz 36 haftet, von der Innenseite des einen Schenkels 11 bis zur gegenüberliegenden Innenseite des gegenüberliegenden Schenkels 11. Die konvexe Kontur des Stranges 18
erhebt sich geringfügig über die Innenseite 12 des Abstandhalters 4, gebildet durch die fern von der Basis 5 liegenden Endflächen der Schenkel 11. In diesem Beispiel mit einem unsymmetrisch aufgebauten Abstandhalterprofil kann sich der Fortsatz 27 des Sprossenendstückes 23 nicht bis in den Freiraum 39 unter dem Strang 18 erstrecken, sondern schlägt an dem Fortsatz 36 an. Der Fortsatz 27 kann an den mit Hinterschnitten ausgebildeten oberen Enden der Schenkel 11 verankert werden, und ist zu diesem Zweck z.B.,, wie in Figur 27 dargestellt, sich gabelförmig spreizend ausgebildet.
Um die Verbindungsstelle des Abstandhalterrahmens 4 in der Isoherglasscheibe nicht sichtbar werden zu lassen, wird sie vorzugsweise mit einer Plakette 29 abgedeckt, wie es in Fi- gur 28 beispielhaft dargestellt ist. Im dargestellten Beispiel hat die Plakette 29 auf ihrer Rückseite zwei Fortsätze 30, welcher durch die trockenmittelhaltige Masse 18 hindurch in den darunter liegenden Freiraum 39 gesteckt und dadurch verankert werden kann. Die Fortsätze 30 verhindern zugleich, dass sich beim weiteren Hantieren mit dem rahmenförmigen Abstandhalter 4 die beiden zusammengesteckten Enden des Profilstabes seitlich gegen- einander verschieben. Falls eine solche Plakette 29 unerwünscht ist, kann ein seitlicher Versatz zwischen den beiden Profilstabenden auch dadurch verhindert werden, dass man in den Freiraum 39 einen Keil 31 einfügt, wie in Figur 29 dargestellt. Dieser Keil 31 wird anschließend durch die trockenmittelhaltige Masse 18 abgedeckt.
Der Keil 31 und die Fortsätze 30 der Plakette 29 können auch Widerhaken haben, die sich einem Auseinanderziehen der Profilstabenden widersetzen. In einem solchen Fall müssen die Profilstabenden nicht komplementär ineinandergreifen, wie es zum Beispiel in Figur 8a dargestellt ist, sie könnten statt dessen stumpf zusammenstoßen. Das ist geeignet, die Verbindung der Profilstabenden zu vereinfachen.
Das in den Figuren 28 und 29 dargestellte Ausführangsbeispiel unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführangsbeispielen weiterhin darin, dass die Schenkel 11 des Abstandhalterprofils im Abstand von der Basis 5 noch durch eine Zwischenwand 40 verbunden sind. Eine solche Zwischenwand 40 kann insbesondere bei dünnwandigen Abstandhalterprofilen deren mechanische Stabilität erhöhen. Sie kann darüberhinaus ein Widerlager für
das Einsetzen von Sprossenendstücken bilden. Schließlich bildet es eine zusätzliche Barriere gegen das Eindifϊündieren von Wasserdampf.
An den oberen Enden der Schenkel 11 sind über die Länge des Profilstabes verlaufende, gegeneinander gerichtete Fortsätze 36 vorgesehen, auf eiche die trockenmittelhaltige Masse als Strang aufgetragen wird. Außenseitlich der Fortsätze 36 sind an den Schenkeln 11 Schultern 41 vorgesehen, welche das Verankern von Versiegelungsmasse 25 auf der Außenseite der Schenkel 11 begünstigen. Im dargestellten Ausführangsbeispiel der Figur 28 ist auf die Außenseite der Schenkel 11 eine einheitliche Versiegelungsmasse 25 aufgetragen, z.B. ein reaktives Hot-melt, welches sowohl die nötige Abdichtung zwischen dem Abstand- halter 4 und den Glasscheiben der Isolierglasscheibe als auch die dauerhafte und fest Verbindung mit diesen bewirkt.
Figur 30 zeigt einen Schnitt durch eine Isolierglasscheibe entsprechend der Figur 11. Abweichend vom Beispiel der Figur 11 ist jedoch im Beispiel gemäß Figur 30 der Abstandhalter 4 aus einem dünnwandigen Profilstab gebildet, dessen Flanken 11 im Abstand von der Basis 5 durch eine zur Basis 5 parallele Zwischenwand 40 verbunden sind. Die oberen Enden der Schenkel 11 haben über ihre Länge gegeneinander gerichtete Fortsätze 36, welche rechtwinklig von den Schenkeln 11 abstehen. Die Fortsätze 36 tragen einen Strang 18 aus einer trockenmittelhaltigen Masse, welcher sich nahezu über die gesamte Breite des Abstandhalterprofils erstreckt. Vorzugsweise ist der Strang 18 durch Extrudieren in situ auf die Fortsätze 36 aufgetragen. Er könnte aber auch vorgefertigt und wie ein Klebeband auf die Fortsätze 36 appliziert werden.
Auf die Außenseite der Schenkel 11 ist - wie im Beispiel gemäß der Figur 11, eine einheitliche Versiegelungsmasse 25 aufgetragen, z.B. ein reaktives Hot-melt. Das in Figur 30 dargestellte Abstandhalterprofil kann durch Extrudieren aus Kunststoff hergestellt werden. Die Zwischenwand 40 kann wie im Ausführangsbeispiel gemäß Figur 27 als Stütze oder Widerlager für einen Sprossenfuß dienen.
Das in Figur 31 dargestellte Ausführangsbeispiel unterscheidet sich von dem in Figur 30 dargestellten Ausführangsbeispiel darin, dass das Abstandhalterprofil ein auf der Innenseite offenes und im übrigen im wesentlichen rechteckiges, dünnwandiges Kastenprofil ist. Es kann durch Extrudieren aus Kunststoff oder z.B. durch Rollen aus Blech, insbesondere aus Stahlblech, gebildet werden. Ein weiterer Unterschied zu der Figur 30 besteht darin, dass auf die Außenseite der Schenkel 11 eine primäre Versiegelungsmasse 19 aufgetragen worden ist, wohingegen auf der Außenseite der Basis 5 zwischen den Glasscheiben 2 und 3 eine Randfuge vorgesehen ist, in welche nach dem Zusammenbauen der Isolierglasscheibe eine sekundäre Versiegelungsmasse 20 eingefüllt ist.
Bezugszahlenliste:
1. Isolierglasscheibe
2. Glasscheibe
3. Glasscheibe 4. Abstandhalter
5. Basis
6. Außenseite von 5
7. Innenseite von 5
8. Vorsprünge
11. Schenkel, Schenkel des Abstandhalters
12. Innenseite des Abstandhalters
13. erster ebener Oberflächenbereich
14. zweiter ebener Oberflächenbereich
15. konkaver Oberflächenbereich 16. Ebene
17. Innenraum der Isolierglasscheibe
18. Strang
19. primäre Versiegelungsmasse
20. sekundäre Versiegelungsmasse 21. Absatz
22. Sprosse
23. Endstück
24. Platte
25. einzige Versiegelungsmasse 26. erster Fortsatz
27. zweiter Fortsatz
29. Plakette
30. Fortsatz
31. Keil
36. Fortsätze
37. Spalt
38. Symmetrieebene
39. Freiraum
40. Zwischenwand 41. Schulter