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DE102019000117A1 - Dichtprofil, Herstellverfahren, Anschlussprofil für eine Fensterbank, Fensterbankmontageverfahren und Verwendung eines Compression-Molding-Verfahrens - Google Patents

Dichtprofil, Herstellverfahren, Anschlussprofil für eine Fensterbank, Fensterbankmontageverfahren und Verwendung eines Compression-Molding-Verfahrens Download PDF

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DE102019000117A1
DE102019000117A1 DE102019000117.6A DE102019000117A DE102019000117A1 DE 102019000117 A1 DE102019000117 A1 DE 102019000117A1 DE 102019000117 A DE102019000117 A DE 102019000117A DE 102019000117 A1 DE102019000117 A1 DE 102019000117A1
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DE
Germany
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sealing profile
sealing
window sill
profile
window
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Application number
DE102019000117.6A
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English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RBB ALUMINIUM PROFILTECHNIK AG
Original Assignee
RBB ALUMINIUM PROFILTECHNIK AG
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Publication date
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B1/00Border constructions of openings in walls, floors, or ceilings; Frames to be rigidly mounted in such openings
    • E06B1/70Sills; Thresholds
    • E06B1/702Window sills

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Joining Of Corner Units Of Frames Or Wings (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Dichtprofil (1) und ein Anschlussprofil sowie ein Herstellverfahren für ein solches Dichtprofil (1) und ein Montageverfahren für Fensterbänke mit einem solchen Dichtprofil (1).
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Verwendung eines Compression-Molding-Verfahrens zur Herstellung eines Dichtprofils (1) aus einem selbstfettenden Kunststoff für Fensterbankmontagen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Dichtprofil und ein Anschlussprofil sowie ein Herstellverfahren für ein solches und ein Montageverfahren mit einem solchen Dichtprofil. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Verwendung eines Compression-Molding-Verfahrens. Arbeitsfelder der Erfindung sind insbesondere Fensterbänke und ihre Montageverfahren im Bauwesen.
  • Es ist bekannt, dass Fensterbänke, insbesondere an Fassadenaußenseiten, über Abdichtungen verfügen müssen, um das Eindringen von Wasser in das umgebende Mauerwerk zu verhindern. An die Abdichtungen im Bereich der Fensterbänke werden hierbei sehr hohe Anforderungen gestellt, da bereits kleine Wassermengen, welche beispielsweise als Kriechfeuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen, dort nachhaltige Schäden verursachen können. Insbesondere die seitliche Abdichtung am Übergang zwischen Mauerwerk und Fensterbank und die Abdichtung zwischen Fensterbank und Fenster erfordern ausgefeilte technische Lösungen, da trotz der oft unterschiedlichen Längenausdehnungskoeffizienten von Fensterbank, Fensterrahmen und Mauerwerk eine vollständige und dauerhafte Abdichtung erreicht werden muss.
  • Die DE1866446U und die DE19730387A1 offenbaren beispielsweise mehrteilige Fensterbankkonstruktionen welche eine Abdichtung über abgewinkelte Dichtprofile erreichen. Die abgewinkelte Form der Dichtprofile ergibt sich dabei aus der Notwendigkeit, zur Erzielung einer ausreichenden Abdichtwirkung die Form der Dichtprofile der Kontur der Fensterbänke folgen zu lassen, welche üblicherweise über eine abgewinkelte Abtropfkante und eine ebenfalls abgewinkelte Anschraubkante verfügen. Üblich ist es, Dichtprofile über Extrudierverfahren endlos herzustellen, in einem weiteren Arbeitsschritt auf die gewünschte Länge zu schneiden und den länglichen Profilkörper mit einem zumeist grob rechtwinklig angesetzten Endstück zu versehen.
    Nach einem ersten bekannten Herstellverfahren werden endlos extrudierte Profile auf Länge geschnitten. In einem weiteren Prozessschritt, nämlich in einem thermischen Verfahren, wird ein Endbereich des Profilstückes abgewinkelt. Bei diesem Verfahren weisen beide Schenkel des Winkels einen identischen Querschnitt auf. Bei diesem Verfahren kann es durch die Umformung im Innenradius der Abwinklung zu Materialaufstauchungen und am Außenradius zu Materialdehnungen kommen.
  • Nach einem zweiten bekannten Verfahren werden endlos extrudierte Profile auf Länge geschnitten und in einem weiteren Prozessschritt beispielsweise durch Vulkanisieren das abgewinkelte Endstück am Profilkörper angebracht.
    In einer alternativen Vorgehensweise werden das Dichtprofil und das Endstück als separate Teile hergestellt und montiert.
  • Es ist Ziel der Erfindung eine verbesserte oder zumindest weitere Lösung für ein solches Dichtprofil, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Dichtprofils und ein Verfahren zur Montage eines solchen Dichtprofils vorzuschlagen, welcher möglichst einen Teil der im Stand der Technik bekannten Nachteile vermeidet oder zumindest vermindert.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mittels eines Dichtprofils gemäß dem Patentanspruch 1 sowie mittels eines Verfahrens zur Herstellung eines solchen Dichtprofils gemäß dem nebengeordneten Anspruch 7. Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Anschlussprofil nach Anspruch 8 sowie ein Montageverfahren nach Anspruch 10 bzw. eine Verwendung nach Anspruch 11.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben und mithin Teil der Beschreibung.
  • Das erfindungsgemäße Dichtprofil dient in einem hier besonders detailliert dargestellten Anwendungsfall zur Abdichtung von Anschlussprofilen, wie Fensterbank-Abschlüssen oder Fensterbank-Verbindern aus Aluminium. Es besteht aus einem in einem einzigen Herstellungsprozessschritt ausgebildeten L-förmigen Grundkörper, der aus einem einzigen Material ineinander übergehend, besonders bevorzugt nahtfrei ineinander übergehend, einen kurzen Schenkel und einen langen Schenkel aufweist. Der lange Schenkel weist zumindest einen zu einer langen Seite hin offenen Aufnahmeschlitz mit nach innen abstehenden Längslippen auf.
  • Das erfindungsgemäße Dichtprofil ist maßhaltiger als bisherige aus einem Stück bestehende Dichtprofile. Mit den nach der Erfindung zur Verfügung stehenden Dichtprofilen ist eine sichere Montage und eine dauerhaft gute Dichtwirkung gewährleistet. Der Einsatz von sonst zusätzlich erforderlichen Gleit-, Dicht- und Klebemitteln erforderlich kann eingespart werden. Die Montage vereinfacht sich. Die Akzeptanz des Dichtprofils bei Monteuren ist hochwahrscheinlich groß.
  • Ein Dichtprofil nach einer bevorzugten Ausführungsform ist in einem Compression-Molding-Verfahren aus dem einzigen Material, wie oben erwähnt, hergestellt worden. Das Material ist aus der Gruppe der selbstfettenden Kunststoffe ausgewählt, bevorzugt ein H-EPDM, besonders bevorzugt mit einer Dichte nach DIN ISO 1183-1 im Bereich um 1,12 kg/l und eine Härte nach ISO 868 im Bereich um 57 Sh A.
  • Das Compression-Molding-Verfahren erlaubt, in Bezug auf die Geometrie der hergestellten Teile, eine wesentlich größere Formenvielfalt als Extrudierverfahren, welche lediglich die Herstellung strangförmiger Gebilde zulassen.
  • Es ist beispielsweise die Herstellung von L-förmigen Teilen aus einem Guss und in einem Prozessschritt möglich, wobei die beiden Schenkel eines L-förmigen Teils unterschiedliche Querschnitte aufweisen können.
  • Das Compression-Molding-Verfahren arbeitet allerdings bei einer niedrigeren Produktionsgeschwindigkeit als die verbreitet angewandten Extrudierverfahren. Auch lassen sich bestimmte, für Fensterbankabdichtungen vorteilhafte Geometrien und Konturen mittels Compression-Molding nicht ohne weiteres erzeugen. Hierzu zählen insbesondere filigrane Strukturen, wie beispielsweise Dichtlippen und Hinterschneidungen, welche quer oder entgegen der Ausformrichtung verlaufen. Es ist außerdem bei der Wahl des Compression-Moldings mit aufwendigeren Nachbearbeitungen zu rechnen, beispielsweise ein Entgraten.
  • Einem erfindungsgemäßen Gedanken folgend, ist nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform die Verwendung eines H-EPDM's mit selbstfettenden Eigenschaften für die Herstellung der erfindungsgemäßen Dichtprofile vorgesehen. Limitierungen des Compression-Molding-Verfahrens können durch die besonderen Materialeigenschaften des H-EPDM's kompensiert werden. Es können beispielsweise quer zur Ausformrichtung verlaufende Konturen und entgegen der Ausformrichtung verlaufende Hinterschneidungen beschädigungsfrei ausgeformt werden.
  • Hierdurch können einteilige Dichtprofile hergestellt werden, welche in ihrem Aufbau für eine bestmögliche Abdichtung ausgelegt werden können.
  • Erfindungsgemäße Dichtprofile mit optimierter Profilgeometrie und hoher Passgenauigkeit lassen sich aufgrund der hohen Maßhaltigkeit und der guten Gleiteigenschaften des H-EPDM's ohne zusätzliche Gleit-, Dicht- und Klebemittel präzise montieren. Die Montage wird vereinfacht und kann auch von weniger geschulten Arbeitskräften mit gutem Ergebnis durchgeführt werden.
  • Die ordnungsgemäße Montage, insbesondere die einwandfreie Positionierung der Fensterbankbauteile, ist aufgrund der hohen Maßhaltigkeit der erfindungsgemäßen Dichtprofile leichter durchführbar und kann anhand diverser Anlagekanten und - flächen der erfindungsgemäßen Dichtprofile mit geringem Aufwand bereits vom Ausführenden sicher festgestellt werden. Der Aufwand für Kontrollen und Nachbesserungen reduziert sich. Die erfindungsgemäßen Dichtprofile werden bereits in einer grob L-förmigen Grundform hergestellt, welche der finalen Form der Dichtprofile nach der Montage weitestgehend entspricht. Innere Rückstellkräfte, welche auf lange Sicht die Formstabilität und damit die Dichtwirkung der Dichtprofile mindern könnten, werden so vermieden. Das verwendete H-EPDM behält die selbstfettenden Eigenschaften über einen langen Zeitraum, so dass ein Anbacken der Dichtprofile an die umgebenden Komponenten, insbesondere die Fensterbankelemente, unterbleibt. Die Dichtprofile behalten damit langfristig die Fähigkeit, insbesondere temperaturbedingte Längenänderungen der Fensterbankelemente ohne Dichtigkeitsverlust aufzunehmen.
  • Der Nachteil höherer Produktionskosten der im Compression-Molding-Verfahren hergestellten Dichtprofile wird durch die genannten Vorteile der vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Dichtprofile mehr als ausgeglichen.
  • Bei einem Dichtprofil nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform erstreckt sich mit Blick von hinten, also von der dem langen Schenkel abgewandten Seite, auf den kurzen Schenkel über die gesamte Länge des kurzen Schenkels von oben bis unten ein Anschlusssteg mit einer dichtenden Anlagefläche Fenster. Der Anschlusssteg entspricht zum Erreichen eines bündigen Längsabschlusses zumindest grob der Materialdicke eines Fensterbankrückens.
  • Die besondere Form ermöglicht den Fensterbankelementen Längenänderungen ohne Beeinträchtigung der Dichtwirkung.
  • Mit Blick von hinten, also von der dem langen Schenkel abgewandten Seite, auf den kurzen Schenkel über die gesamte Breite des kurzen Schenkels einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dichtprofils erstreckt sich ein Basissteg mit einer dichtenden Anlagefläche Fenster, bevorzugt als ein Querriegel gemeinsam mit dem Anschlusssteg nach Anspruch 3 ein auf dem Kopf stehendes L oder T ausbildend, dessen dann gemeinsame Anlagefläche Fenster unten und zur Seite hin bündig mit dem einzuschiebenden Fensterbankelement oder den einzuschiebenden Fensterbankelementen abschließt.
  • Aufgrund der Längenänderungen der Fensterbankelemente kann sich zwischen Fensterbankrücken und dem Anschlusssteg des Dichtprofils ein nicht vermeidbarer Spalt bilden. Der Querriegel dichtet unterhalb der Fensterbank liegende Bereiche gegen Feuchtigkeit ab, welche durch den nicht vermeidbaren Spalt eingedrungen ist.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform eines erfindungsgemä0en Dichtprofils sind von dem langen Schenkel weg, auf der dem Aufnahmeschlitz abgewandten Seite, Schottstege ausgebildet, nämlich bevorzugt in dem Fall zur Aufnahme eines Verbinders in einem parallel zum Aufnahmeschlitz verlaufenden mittigen Längsschlitz aufeinander zu ausgerichtet.
  • Die Schottstege dienen insbesondere dazu, einer Kapillarwirkung innerhalb des mittigen Längsschlitzes entgegen zu wirken.
  • Die Längslippen einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform sind zum geschlossenen Ende des Aufnahmeschlitzes hin geneigt ausgerichtet, bevorzugt mit drei dem kurzen Schenkel zugewandt im Aufnahmeschlitz dazu senkrecht angeordneten Schottlippen.
  • Die Neigung der Längslippen entgegen der Einführrichtung erleichtert das Einschieben des Fensterbankelementes in den Aufnahmeschlitz des Dichtprofils und erhöht die Haltewirkung der Längslippen auf das Fensterbankelement. Beim Ausformen stören die dabei unvorteilhaft geneigten Lippen wegen der Materialwahl erfreulicherweise nicht in einem prozesskritischen Ausmaß.
  • Die quer angeordneten Schottlippen blocken per Kapillarwirkung oder Winddruck eindringendes Wasser.
  • Ein den Erfindungsgedanken folgend gestaltetes Herstellverfahren für beispielsweise ein solches Dichtprofil, arbeitet mittels Compression-Molding in einer Form für ein nicht stranggussgeeignetes Profil, bevorzugt das in einer Seitenansicht grob L-förmige Dichtprofil, welche Form im selben einzigen Prozessschritt mittels einer positiven nach innen weisenden Kontur, bevorzugt einer Stegerhebung für den späteren Aufnahmeschlitz mit den Längslippen, Vertiefungen oder Durchbrüche ausbildet.
  • So erreicht das Verfahren eine hohe Maßhaltigkeit bei komplexer Geometrie des Dichtprofils. Es wird mithin langfristig eine hohe Dichtwirkung gewährleistet. Wegen dieser hohen Haltewirkung der Dichtlippen kann auf aufwendige Verschraubungen bei der Montage verzichtet werden.
  • Ein erfindungsgemäßes Dichtprofil umgreift zum Erreichen besonderer Vorteile, nämlich insbesondere im Fall eines Fensterbankabschlusses, das Anschlussprofil seitlich, bevorzugt mit einem von dem kurzen Schenkel abgewinkelten Übergriff, welcher Übergriff bevorzugt dem Anschlusssteg nach Anspruch 3 gegenüber von oben nach unten und besonders bevorzugt sogar etwas darüber hinaus unter Berücksichtigung eines Materialdepots mit Dehnungskapazität verläuft.
  • Die besonders guten Gleiteigenschaften des bevorzugt verwendeten H-EPDM's ermöglichen eine Montage der erfindungsgemäßen Dichtprofile ohne zusätzliche Gleitmittel.
  • Zu der besonderen Materialauswahl und dessen besonderer Eignung im Hinblick auf die Eignung als Spiel und Dichtung gebende Aufnahme und die eigentlich für das Ausformen unvorteilhafte Profilgeometrie wird nachfolgend das EPDM-H Material näher beschrieben.
    Das im Rahmen der Erfindung bevorzugt verwendete EPDM-H Material ist selbstfettend. Es hat eine Dichte nach DIN ISO 1183-1 im Bereich um 1,12 kg/l. Die nach ISO 868 ermittelte Härte beträgt etwa 57 Sh A. Der Spannungswert bei Raumtemperatur und ggf. 150°C und 100 % Dehnung gemäß DIN 53 504 beträgt etwa 3,1 MPa. Eine Zerreißfestigkeit wurde nach DIN 53 504 auf etwa 10,5 MPa bestimmt.
  • Bevor nachfolgend eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung eingehender an Hand von Zeichnungen beschrieben wird, ist zunächst festzuhalten, dass die Erfindung nicht auf die beschriebenen Komponenten oder die beschriebenen Verfahrensschritte beschränkt ist. Weiterhin stellt auch die verwendete Terminologie keine Einschränkung dar, sondern hat lediglich beispielhaften Charakter. Soweit nachfolgend in der Beschreibung und den Ansprüchen der Singular verwendet wird ist dabei jeweils der Plural mitumfasst, soweit der Kontext dies nicht explizit ausschließt.
  • Die Figuren zeigen:
    • 1 - eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Dichtprofils mit winklig angeordnetem Endstück in einer beispielhaften Ausführung zur Montage von zwei Fensterbankelementen in gerader Linie mittels Verbinder,
    • 2 - eine perspektivische Detailansicht des winklig angeordneten kurzen Schenkels eines Dichtprofils in einer beispielhaften Ausführung zur Montage von zwei Fensterbankelementen in gerader Linie mittels Verbinder,
    • 3 - eine perspektivische Ansicht eines Dichtprofils in teilmontiertem Zustand mit Verbinder und einem eingeschobenen Fensterbankelement,
    • 4a - ein Teilschnitt eines Dichtprofils in der Draufsicht mit winklig angeordnetem Endstück in einer beispielhaften Ausführung zur Montage als linksseitiger Fensterbankabschluss,
    • 4b - eine Seitenansicht eines Dichtprofils mit winklig angeordnetem Endstück mit Blickrichtung auf die Außenkante in einer beispielhaften Ausführung zur Montage als linksseitiger Fensterbankabschluss,
    • 4c - eine Ansicht von unten eines Dichtprofils mit winklig angeordnetem Endstück in einer beispielhaften Ausführung zur Montage als linksseitiger Fensterbankabschluss,
    • 5 - eine perspektivische Ansicht eines schematischen Fensterbankaufbaues mit montiertem Verbinder und montiertem Fensterbankabschluss,
    • 6a - eine perspektivische Ansicht eines Dichtprofils mit winklig angeordnetem Endstück in einer beispielhaften Ausführung zur Montage von zwei Fensterbankelementen als Innenwinkel mittels Verbinder und
    • 6b - eine perspektivische Ansicht eines Dichtprofils mit winklig angeordnetem Endstück in einer beispielhaften Ausführung zur Montage von zwei Fensterbankelementen als Außenwinkel mittels Verbinder.
  • 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Dichtprofil 1 in einer beispielhaften Ausführungsform insbesondere zur Abdichtung der Stoßkanten zweier Fensterbankelemente 11, welche entlang einer geraden Linie, also fluchtend, zueinander angeordnet sind. Eine Ansicht eines Dichtprofils 1 mit einem eingeschobenen Fensterbankelement 11 ist 3 zu entnehmen.
    Das Dichtprofil besteht im Wesentlichen aus einem kurzen Schenkel 2, einem langen Schenkel 3 und einem Winkelbereich 4.
  • Das erfindungsgemäß bevorzugte Herstellungsverfahren Compression-Molding und die dabei bevorzugte Materialauswahl eines H-EPDM's mit selbstfettenden Eigenschaften zur Herstellung des erfindungsgemäßen Dichtprofils 1 ermöglichen dabei, die Querschnitte des kurzen Schenkels 2, des langen Schenkels 3 und des Winkelbereichs 4 mit individuellen funktionsbezogenen Querschnitten in einem Prozessschritt herzustellen. Der kurze Schenkel 2 und der lange Schenkel 3 sind hierbei über den Winkelbereich 4 bereits gemäß der finalen Einbaulage winklig zueinander angeordnet. Auch erlaubt das erfindungsgemäße Herstellverfahren komplexe und filigrane Detailstrukturen des Dichtprofils 1, welche in den Figuren dargestellt sind, mit einer hohen Maßhaltigkeit auszuführen.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel verfügen die links- und rechtsseitigen Bereiche des langen Schenkels 3 jeweils über einen waagrechten Aufnahmeschlitz 25. Die links- und rechtsseitigen Aufnahmeschlitze 25 sind zum Einschub von Fensterbankelementen 11 vorgesehen. Die Aufnahmeschlitze 25 bilden eine liegende U-Form mit unterschiedlich langen Schenkeln. Die Innenseiten der Schenkel sind mit Längslippen 6 und quer dazu verlaufenden Schottlippen 24 versehen, welche sich im eingebauten Zustand abdichtend und haltend an die Fensterbankelemente 11 anlegen.
  • Quer verlaufende Schottlippen 24 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel nur in einem winkelnahen Bereich der Aufnahmeschlitze 25 angebracht. Der lange Schenkel 3 ist mittig in Längsrichtung mit einem vertikalen Längsschlitz 5 versehen, welcher vorgesehen ist, Längenausdehnungen von Fensterbankelementen 11, welche beispielsweise temperaturbedingt auftreten, aufzufangen, sowie gegen eindringendes Wasser abzudichten. Schottstege 8 begrenzen dabei die Kompensationsbewegung des Dichtprofils 1.
  • In einem Winkelbereich 4 sind der lange Schenkel 3 und der kurze Schenkel 2 in einem Winkel von bevorzugt 95° miteinander verbunden.
  • Der kurze Schenkel 2 ist vorgesehen, eine Abdichtung zu einem Fenster bzw. zu einem Fensterbankanschraubprofil hin zu gewährleisten und weist dabei funktionsbedingt einen deutlich anderen Querschnitt als der lange Schenkel 3 auf. Die Bestandteile des kurzen Schenkels 2 sind in 2 ausführlich beschrieben.
  • Sowohl der lange Schenkel 3 als auch der kurze Schenkel 2 sind an ihren Ober- und Unterseiten mit Dichtflächen 7 versehen, welche zur Anlage an einen Verbinder 10 vorgesehen sind. Ein Verbinder 10 in montiertem Zustand ist in 5 dargestellt.
  • 2 zeigt in einer perspektivischen Detailansicht den kurzen Schenkel 2, den Winkelbereich 4 und teilweise den langen Schenkel 3 eines erfindungsgemäßen Dichtprofils 1 in einer beispielhaften Ausführungsform zur Abdichtung der Stoßkante von zwei gerade zueinander stehenden Fensterbankelementen mit Blickrichtung schräg auf die fensterseitige Flanke des kurzen Schenkels 2.
  • Die fensterseitige Flanke des kurzen Schenkels 2 weist links- und rechtsseitig jeweils eine Anlagefläche Fensterbank 26 auf, welche zur Anlage an Anschraubkanten von Fensterbankelementen 11 bestimmt sind. Ein Fensterbankelement 11 ist dabei in montiertem Zustand in einen Aufnahmeschlitz 25 eines Dichtprofils 1 solcherart eingeschoben, sodass ein abgewinkeltes Endstück des Fensterbankelementes 11, welches als Anschraubkante vorgesehen ist, flächig an der Anlagefläche Fensterbank 26 anliegt. Eine Ansicht eines Dichtprofils 1 mit einem eingeschobenen Fensterbankelement 11 ist 3 zu entnehmen. Die fensterseitige Flanke des kurzen Schenkels 2 weist weiterhin einen vertikalen Anschlusssteg 22 und unten einen horizontalen Basissteg 23 auf, welche mit einer Anlagefläche Fenster 28 und einem Querriegel 29 in ein und derselben Ebene liegend zur Anlage an einen Fensterrahmen oder an ein Anschlussprofil bestimmt sind, ggf. indirekt mit zunächst parallel über mehrere Fensterelemente hinweg an der Wand entlang verlaufender Dichtbahn.
  • Die Anlagefläche Fenster 28 und insbesondere der Querriegel 29 verhindern den Durchtritt von Feuchtigkeit zwischen Fensterbrett und Fensterrahmen bzw. Anschlussprofil in das unterhalb des Fensterbrettes gelegene Mauerwerk. Die Anlageflächen Fensterbank 26 sind zur Anlagefläche Fenster 28 und zur Anlagefläche des Querriegels 29 zurückgesetzt, um Raum für die Anschraubkanten der Fensterbankelemente 11 zu geben. Der Querriegel 29 schließt nach unten mit einem Außenwinkel 20 ab, welcher bevorzugt als 95° Winkel ohne sichtbaren Radius oder Fase ausgeführt ist. Der Querriegel 29 weist dabei am Übergang zum langen Schenkel 3 einen Absatz 9 auf. Der Absatz 9 dient als Anlagekante zur Positionierung des Dichtprofils 1 während der Montage und wirkt haltgebend auf das montierte Dichtprofil 1. In 3 ist die Auflagefläche 15 eines Verbinders 10, welcher bevorzugt zur Aufnahme eines Dichtprofils 1 vorgesehen ist, zur Veranschaulichung angedeutet. Ein Innenwinkel 21 von bevorzugt 95° ist mit einem ausgeprägten Radius ausgeführt, wodurch auch im Winkelbereich 4 ein präziser Formschluss zwischen den oberen Dichtflächen 7 des Dichtprofils 1 mit dem Verbinder 10 erreicht wird, welcher für eine zuverlässige Abdichtung erforderlich ist. Im Innenbereich der Aufnahmeschlitze 25 der langen Schenkel 3 sind Längslippen 6 und quer dazu Schottlippen 24 angeordnet, welche eine Halte- und Dichtwirkung des Dichtprofils 1 zu den Fensterbankelementen 11 erzeugen beziehungsweise verstärken.
  • Die Längslippen 6 sind hierbei, zur Verstärkung der Halte- und Dichtwirkung, und auch zur Erleichterung der Montage geneigt angeordnet. Das erfindungsgemäße Verfahren Compression-Molding und die Materialauswahl eines H-EPDM's mit selbstfettenden Eigenschaften zur Herstellung des erfindungsgemäßen Dichtprofils 1 ermöglichen dabei, im Gegensatz zu bekannten Verfahren, die Neigung der längs angeordneten Längslippen 6 entgegen der Ausformrichtung des Dichtprofils 1 aus dem Werkzeug verlaufen zu lassen.
  • 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein erfindungsgemäßes Dichtprofil 1 mit einem einseitig eingeschobenem ersten Fensterbankelement 11 und einem Verbinder 10 in einer beispielhaften Ausführungsform zur Abdichtung der Stoßkante von zwei gerade zueinander stehenden Fensterbankelementen 11 mit Blickrichtung schräg auf die fensterseitigen Anlageflächen. Ein erstes Fensterbankelement 11 ist in einen nicht sichtbar dargestellten seitlichen Aufnahmeschlitz 25 des Dichtprofils 1 bis zum Anschlag an die Seitenkante der Anlagefläche Fenster 28 eingeschoben.
  • Erkennbar dargestellt ist ein fensterseitiger Fensterbankrücken 16 der abgewinkelten Anschraubkante des ersten Fensterbankelementes 11. Ein nicht dargestelltes zweites Fensterbankelement 11 ist vorgesehen, in den noch freien zweiten Aufnahmeschlitz 25 eingeschoben zu werden. Ein Verbinder 10, welcher bevorzugt als metallenes Blechelement mit einem Querschnitt ähnlich eines liegenden H ausgebildet ist, ist von der fensterabgewandten Seite in den in den 1 und 2 sichtbar dargestellten vertikalen Längsschlitz 5 des Dichtprofils 1 eingeschoben und deckt mit seinem Oberteil das Dichtprofil 1 insbesondere auch den Längsschlitz 5 abdichtend ab. Unterhalb des Dichtprofils 1 ist durch eine Auflagefläche 15 das Unterteil des Verbinders 10 angedeutet. Ein vertikaler Steg, welcher Ober- und Unterteil des Verbinders 10 miteinander verbindet und welcher in montiertem Zustand von dem vertikalen Längsschlitz 5 des Dichtprofils 1 aufgenommen wird, ist in dieser Ansicht nicht sichtbar.
  • Erkennbar ist, dass die Anlagefläche Fensterbank 26 des Dichtprofils 1 gegenüber der Anlagefläche Fenster 28 zurückgesetzt ist. Das Maß der Zurücksetzung entspricht dabei in etwa der Materialstärke der abgewinkelten Anschraubkante der Fensterbankelemente 11.
  • In einer zweiten, nicht bildlich dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, den Verbinder nicht in Form eines liegenden H, sondern flach auszuführen. In diesem Fall würde das Dichtprofil 1 mit seiner Unterseite auf der Auflagefläche einer Konsole oder einem sonstigen Stützelementen lagern.
    In beiden genannten Ausführungsformen ist vorgesehen, eine fensterseitige Stirnseite einer Auflagefläche 15 an den Absatz 9 des Querriegels 29 anzulegen. Der Absatz 9 dient dabei dazu, das Dichtprofil 1 während der Montage zu positionieren und im verbauten Zustand das Dichtprofil 1 in der gewünschten Position zu halten.
  • 4a zeigt in einer Draufsicht im Teilschnitt ein erfindungsgemäßes Dichtprofil 1' in einer beispielhaften Ausführungsform zur Abdichtung eines seitlichen Fensterbankabschlusses. Dargestellt ist ein Dichtprofil 1' für einen, bei Blickrichtung von außen auf das Fenster, linksseitigen Fensterbankabschluss. Im geschnittenen Bereich des langen Schenkels 3' ist das Innere eines Aufnahmeschlitzes 25' sichtbar, welcher zur Aufnahme eines Randbereiches eines in dieser Figur nicht dargestellten Fensterbankelementes 11 bestimmt ist. Im Innenbereich des Aufnahmeschlitzes 25' sind quer und längs verlaufende Lippen 24', 6' erkennbar dargestellt, welche haltend und abdichtend auf das eingeschobene Fensterbankelement 11 wirken. Im nicht geschnittenen Bereich des langen Schenkels 3' ist eine obere Dichtfläche 7' erkennbar, welche als abdichtende Anlagefläche an einen nicht dargestellten Fensterbankabschluss 35 bestimmt ist. An dem langen Schenkel 3' sind linksseitig in Abständen Schottstege 8' angeordnet, welche in eingebautem Zustand an dem Endstück 35 anliegen abdichten und die Ausdehnung der Fensterbank aufnehmen. Stirnseitig zum Fenster hin weist das Dichtprofil 1' eine Anlagefläche Fenster 28' auf, welche zur abdichtenden Anlage, bevorzugt an einen Fensterrahmen oder ein Anschlussprofil, vorgesehen ist. Der kurze Schenkel 2' ist mit einem grob rechtwinklig abstehenden Übergriff 38 versehen. Der Übergriff 38 legt sich in montiertem Zustand abdichtend um die Außen- und Oberkante der fensterseitigen Stirnseite eines Fensterbankabschlusses 35 herum an die Aluminiumkontur an. Die fensterabgewandte Flanke des kurzen Schenkels 2' weist eine nicht dargestellte Konturierung auf, welche sich in die fensterseitige Stirnfläche des Fensterbankabschlusses 35 einschmiegt.
  • Insbesondere der Übergriff 38, die Lippen 6', 24' und die Schottstege 8' erfordern die Herstellung mittels des erfindungsgemäßen Compression-Molding-Verfahrens.
  • 4b zeigt ein Dichtprofil 1' in einer beispielhaften Ausführungsform zur Abdichtung eines linksseitigen Fensterbankabschlusses in einer Seitenansicht von links. Erkennbar dargestellt sind ein kurzer Schenkel 2', ein langer Schenkel 3', Schottstege 8", ein Absatz 9 und ein Übergriff 38. Der Absatz 9" dient dabei zur korrekten Positionierung des Dichtprofils 1' während der Montage relativ zu einem in dieser Ansicht nicht dargestellten Fensterbankabschluss 35 und unterstützt im verbauten Zustand das Halten des Dichtprofils 1' in der gewünschten Position. Der Übergriff 38 umgreift in verbautem Zustand die Außen- und Oberseite der fensterseitigen Stirnseite des Fensterbankabschlusses 35 abdichtend und positionshaltend. Stirnseitig zum Fenster hin weist das Dichtprofil 1' eine Anlagefläche Fenster 28' auf.
  • 4c zeigt ein erfindungsgemäßes Dichtprofil 1' in einer Ansicht von unten. Erkennbar dargestellt sind ein kurzer Schenkel 2' ein langer Schenkel 3', Schottstege 8", ein Absatz 9', eine unterseitige Dichtfläche 7' und teilweise ein Übergriff 38. Stirnseitig zum Fenster hin weist das Dichtprofil 1' eine Anlagefläche Fenster 28' auf. Die unterseitige Dichtfläche 7' liegt im verbauten Zustand an einer korrespondierenden Fläche im Inneren des Fensterbankabschlusses 35 abdichtend an.
  • 5 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen schematisch dargestellten Fensterbankaufbau mit einer Verbindung von zwei Fensterbankelementen 11 und einem seitlichen Fensterbankabschluss.
  • Erkennbar dargestellt sind zwei Fensterbankelemente 11, deren Stoßkanten durch ein Dichtprofil 1 und einen Verbinder 10 abgedichtet und verbunden sind. An beiden Schmalseiten des Verbinders 10 sind Endstücke, der Kontur der Fensterbankelemente 11 folgend, bevorzugt in einem 95° Winkel, umgebogen. Ein Endstück des Verbinders 10 endet an den Abtropfkanten 13 der Fensterbankelemente 11. Das jenseitige, also fensterseitig abgewinkelte Endstück des Verbinders 10 schließt mit einer Anschraubfläche 12 sowohl den kurzen Schenkel 2 des Dichtprofils 1 als auch Randbereiche der Fensterbankelemente 11 zwischen sich und einer nicht dargestellten Befestigungsfläche, besonders bevorzugt einem Fensterrahmen oder einem Anschraubprofil, ein. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, die Fensterbankelemente 11 und den Verbinder 10 beispielsweise mittels Schraubverbindung an einem Fensterrahmen oder einem Anschraubprofil zu befestigen. Die Anschraubfläche 12 ist hierzu mit einer Befestigungsbohrung 14 zur Durchführung einer Befestigungsschraube ausgestattet.
    Der seitliche Abschluss des schematisch dargestellten Fensterbankaufbaues wird durch ein in den 4a bis 4c dargestelltes Dichtprofil 1` und einen bevorzugt metallenen Fensterbankabschluss 35 gebildet. Das Dichtprofil 1` ist in montiertem Zustand in den Fensterbankabschluss 35 eingeschoben und auf das Fensterbankelement 11 aufgesteckt. Der Übergriff 38 des kurzen Schenkels 2' des Dichtprofils 1` umschließt hierbei abdichtend und positionshaltend die Außen- und Oberkante der fensterseitigen Stirnfläche des Fensterbankabschlusses 35.
  • 6a zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein erfindungsgemäßes Dichtprofil 1" in einer beispielhaften Ausführungsform insbesondere zur Abdichtung der Stoßkanten zweier Fensterbankelemente 11, welche in einem Innenwinkel von grob 45° zueinander angeordnet sind. Der kurze Schenkel 2" ist hierbei nicht gerade ausgeführt, sondern v-förmig ausgebildet. Die geschlossene Seite des V zeigt dabei zum Fenster hin, hierdurch kann der kurze Schenkel 2‘‘ formschlüssig an eine Innenecke zur Anlage gebracht werden. Die fensterseitige Flanke des kurzen Schenkels 2‘‘ verfügt dabei, analog zum Aufbau des kurzen Schenkels 2 des Dichtprofils 1, über zwei Anlageflächen Fensterbank 26` und eine, hier allerdings v-förmige, Anlagefläche Fenster 28‘‘. Der Winkelbereich 4' mit dem Querriegel 29' folgt der Formgebung des kurzen Schenkels 2" und ist ebenfalls v-förmig ausgeführt.
  • Der an den Winkelbereich 4' anschließende lange Schenkel 3" entspricht in Form und Funktion dem langen Schenkel 3 des in 1 dargestellten Dichtprofils 1.
  • 6b zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein erfindungsgemäßes Dichtprofil 1‘‘‘ in einer beispielhaften Ausführungsform insbesondere zur Abdichtung der Stoßkanten zweier Fensterbankelemente 11, welche in einem Außenwinkel von grob 45° zueinander angeordnet sind. Der kurze Schenkel 2‘‘‘ ist hierbei nicht gerade ausgeführt, sondern v-förmig ausgebildet. Die offene Seite des V zeigt dabei zum Fenster hin, hierdurch kann der kurze Schenkel 2‘‘‘ formschlüssig an eine Außenecke zur Anlage gebracht werden.
    Die fensterseitige Flanke des kurzen Schenkels 2‘‘‘ verfügt dabei, analog zum Aufbau des kurzen Schenkels 2‘‘ des Dichtprofils 1‘‘, über zwei Anlageflächen Fensterbank 26" und eine v-förmige Anlagefläche Fenster 28‘‘‘.
    Der Winkelbereich 4‘‘ mit dem Querriegel 29‘‘ folgt der Formgebung des kurzen Schenkels 2‘‘‘ und ist ebenfalls v-förmig ausgeführt.
  • Der an den Winkelbereich 4‘‘ anschließende lange Schenkel 3‘‘‘ entspricht in Form und Funktion dem langen Schenkel 3 des in 1 dargestellten Dichtprofils 1.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Dichtprofil
    2
    kurzer Schenkel
    3
    langer Schenkel
    4
    Winkelbereich
    5
    Längsschlitz
    6
    Längslippe
    7
    obere Dichtfläche
    8
    Schottsteg
    9
    Absatz
    10
    Verbinder
    11
    Fensterbankelement
    12
    Anschraubfläche
    13
    Abtropfkante
    14
    Befestigungsbohrung
    15
    Auflagefläche
    16
    Fensterbankrücken
    20
    Außenwinkel
    21
    Innenwinkel
    22
    Anschlusssteg
    23
    Basissteg
    24
    Schottlippen
    25
    Aufnahmeschlitz
    26
    Anlagefläche Fensterbank
    28
    Anlagefläche Fenster
    29
    Querriegel
    35
    Fensterbankabschluss
    38
    Übergriff
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 1866446 U [0003]
    • DE 19730387 A1 [0003]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • DIN ISO 1183-1 [0010, 0032]
    • ISO 868 [0010, 0032]
    • DIN 53 504 [0032]

Claims (12)

  1. Dichtprofil (1), zur Abdichtung von Anschlussprofilen, wie Fensterbank-Abschlüssen (35) oder Fensterbank-Verbindern (10) aus Aluminium, 1.1 bestehend aus einem in einem einzigen Herstellungsprozessschritt ausgebildeten L-förmigen Grundkörper, der aus einem einzigen Material ineinander übergehend einen kurzen Schenkel (2) und einen langen Schenkel (3) aufweist, 1.2 wobei in dem langen Schenkel (3) zumindest zu einer langen Seite hin offen ein Aufnahmeschlitz (25) mit nach innen abstehenden Längslippen (6) ausgebildet ist.
  2. Dichtprofil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Compression-Molding-Verfahren aus dem Material hergestellt ist, welches Material aus der Gruppe der selbstfettenden Kunststoffe ausgewählt ist, bevorzugt ein H-EPDM, besonders bevorzugt mit einer Dichte nach DIN ISO 1183-1 im Bereich um 1,12 kg/l und eine Härte nach ISO 868 im Bereich um 57 Sh A.
  3. Dichtprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit Blick von hinten, also von der dem langen Schenkel (3) abgewandten Seite, auf den kurzen Schenkel (2) über die gesamte Länge des kurzen Schenkels (2) von oben bis unten ein Anschlusssteg (22) mit einer dichtenden Anlagefläche Fenster (28) ausgebildet ist, welcher Anschlusssteg (22) zum Erreichen eines bündigen Längsabschlusses zumindest grob der Materialdicke eines Fensterbankrückens (16) entspricht.
  4. Dichtprofil (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit Blick von hinten, also von der dem langen Schenkel (3) abgewandten Seite, auf den kurzen Schenkel (2) über die gesamte Breite des kurzen Schenkels (2) ein Basissteg (23) mit einer dichtenden Anlagefläche Fenster (28) ausgebildet ist, bevorzugt als ein Querriegel (29) gemeinsam mit dem Anschlusssteg (22) nach Anspruch 3 ein auf dem Kopf stehendes L oder T ausbildend, dessen dann gemeinsame Anlagefläche Fenster (28) unten und zur Seite hin bündig mit dem einzuschiebenden Fensterbankelement (11) oder den einzuschiebenden Fensterbankelementen (11) abschließt.
  5. Dichtprofil (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von dem langen Schenkel (3) weg, auf der dem Aufnahmeschlitz (25) abgewandten Seite, Schottstege (8) ausgebildet sind, nämlich bevorzugt in dem Fall zur Aufnahme eines Verbinders (10) in einem parallel zum Aufnahmeschlitz (25) verlaufenden mittigen Längsschlitz (5) aufeinander zu ausgerichtet.
  6. Dichtprofil (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längslippen (6) zum geschlossenen Ende des Aufnahmeschlitzes (25) hin geneigt ausgerichtet sind, bevorzugt mit drei dem kurzen Schenkel (2) zugewandt im Aufnahmeschlitz (25) dazu senkrecht angeordneten Schottlippen (24).
  7. Herstellverfahren für ein Dichtprofil (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, nämlich mittels Compression-Molding in einer Form für das in einer Seitenansicht grob L-förmige Dichtprofil, welche Form im selben einzigen Prozessschritt mittels einer positiven nach innen weisenden Stegerhebung den späteren Aufnahmeschlitz (25) mit den Längslippen (6) ausbildet.
  8. Anschlussprofil, nämlich Fensterbankabschluss oder Fensterbankverbinder, mit einem eingeschobenen Dichtprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
  9. Anschlussprofil nach Anspruch 8 im Fall des Fensterbankabschlusses, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtprofil (1) das Anschlussprofil seitlich umgreift, bevorzugt mit einem von dem kurzen Schenkel (2) abgewinkelten Übergriff (38), welcher Übergriff (38) bevorzugt dem Anschlusssteg (22) nach Anspruch 3 gegenüber von oben nach unten verläuft, besonders bevorzugt leicht oben und unten über die vertikale Anschlussprofilerstreckung hinaus.
  10. Montageverfahren für Fensterbänke aus Metall unter Verwendung von einem Dichtprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 6 bzw. unter Verwendung eines Anschlussprofils mit einem solchen Dichtprofil, bevorzugt nach Anspruch 9.
  11. Verwendung eines Compression-Molding-Verfahrens zur Herstellung eines Dichtprofils (1) aus einem selbstfettenden Kunststoff für Fensterbankmontagen.
  12. Verwendung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtprofil (1) zumindest abschnittsweise, besonders bevorzugt aber umlaufend, konturenkongruent mit dem Anschlussprofil nach Anspruch 8 geformt ist.
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