Reinigungsgerät für den Scherkopf eines Rasierapparates und Behälter hierfür
Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät für den Scherkopf eines Rasierapparates, insbesondere eines elektrischen Rasierapparates, mit einem Gehäuse, welches eine Aufnahmevorrichtung für den Scherkopf und einen Behälter für Reinigungsflüssigkeit aufweist, die dem Scherkopf zugeführt wird. Außerdem betrifft die Erfindung einen Behälter für Reinigungsflüssigkeit für ein Reinigungsgerät für den Scherkopf eines Rasierapparates.
Ein derartiges Reinigungsgerät sowie Behälter hierfür mit Reinigungsflüssigkeit sind durch das "Clean & Charge", Type 5301 der Firma Braun bekanntgeworden. Das bekannte Gerät dient dem Reinigen des Scherkopfes sowie dem Laden und Aufbewahren des Rasierapparates.
Der Trockenrasierapparat wird hierzu mit seinem Scherkopf nach unten in ein Aufnahmeteil eingesetzt, welches anschließend mehrfach mit Reinigungsflüssigkeit gefüllt wird. Während des Reingungsprozesses wird der Trockenrasierapparat zeitweise in Betrieb gesetzt, die Reinigungsflüssigkeit löst Haarreste und am Scherkopf haftende Beläge und transportiert sie zu dem Behälter für Reinigungsflüssigkeit zurück, aus welchem zuvor die Reinigungsflüssigkeit zum Scherkopf hin gefördert wurde. Während des Reinigungsprozesses ist der Trockenrasierapparat mit der Reinigungsvorrichtung elektrisch verbunden. An den eigentlichen Reinigungsprozeß schließt sich dann ein Trocknungsvorgang an. Hierbei verdunstet die noch am Scherkopf anhaftende Flüssigkeit. Wegen dieser pro Reinigungsvorgang jeweils geringfügigen Verdunstungsmenge sowie wegen der während des Gebrauchs langsam ansteigenden Belastung der Reinigungsflüssigkeit mit aufgenommenen Belägen und Haarresten muß der Behälter in regelmäßigen Abständen gegen einen neuen ausgetauscht werden. Bei der bekannten Vorrichtung ist eine elektrische Füllstandsanzeigevorrichtung vorgesehen, die nach Absinken des Flüssigkeitspegels im Behälter um ein bestimmtes Maß dies dem Benutzer durch ein entsprechendes Lichtsignal auf einer Anzeigeeinrichtung, die am Gehäuse des Reinigungsgerätes angebracht ist, anzeigt. Zur Steuerung des Lichtsignals sind Elektroden vorgesehen, die in den Behälter hineinragen und bis zum Absinken des Flüssigkeitspegels um ein bestimmtes Maß durch die Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt werden. Das Lichtsignal wird dann ausgelöst, wenn sich die Elektroden oberhalb des Flüssigkeitsspiegels befinden.
Zwar arbeitet die elektrische Anzeigevorrichtung für das Unterschreiten eines Flüssigkeitspegels sehr genau und zuverlässig, jedoch stellt sie einen nicht zu vernachlässigenden Kostenfaktor dar und ist mit erheblichem Montageaufwand verbunden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Reinigungsgerät der oben genannten Art zu schaffen, daß eine sichere Überwachung des Flüssigkeitspegels im Behälter durch den Benutzer ermöglicht, dabei jedoch einen minimalen Kosten- und Montageaufwand verursacht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gehäuse im Bereich mindestens einer der Seitenwände des Behälters mit mindestens einem Fenster zur Füllstandskontrolle des Behälters vorgesehen ist, daß die Seitenwände zumindest im Bereich des Fensters aus einem transparenten Material ausgebildet sind, und daß der Behälterboden eine demgegenüber geringere Transparenz aufweist. Durch den eingefärbten Behälterboden erscheint die Reinigungsflüssigkeit in der Farbe des Bodens und es entsteht ein scharfer Kontrast an der Oberfläche. Gleichzeitig kann der Behälter durch die Transparenz der Seitenwand gut eingesehen werden.
Zwar sind Schaugläser zur Pegelinspektion grundsätzlich bekannt, jedoch weisen sie den Nachteil auf, daß sich bei farbloser oder wenig eingefärbter Flüssigkeit der Pegel nur sehr schlecht ablesen läßt. Da der Behälter fast komplett durch das Gehäuse des Reinigungsgerätes verschlossen ist, ist bei Einsicht von außen in den abgedunkelten Behälter der Flüssigkeitsspiegel nur sehr unklar und unscharf zu erkennen. Ein Einfärben der Reinigungsflüssigkeit, wodurch der Flüssigkeitsspiegel zumindest ewas besser sichtbar gemacht werden könnte, ist jedoch auch nicht erwünscht.
Besonders vorteilhaft in Bezug auf die Herstellung des Behälters ist es, wenn sämtliche Seitenwände und die obere Begrenzungswand des Behälters aus Material gleicher Transparenz bestehen. Bei der Montage des Behälters muß dann nur ein wannenförmiges Teil mit dem Boderi verbunden werden.
Der Behälter selbst ist vorteilhafterweise lösbar mit dem Gehäuse verbunden, so daß die Reinigungsflüssigkeit nach Verbrauch auf komfortable Weise durch Ersetzen der alten Kartusche durch eine frische erneuert werden kann.
Um die Pegelhöhe der im Behälter enthaltenen Reinigungsflüssigkeit noch deutlicher anzeigen zu können, ist es von Vorteil, daß im Gehäuse eine Beleuchtungseinrichtung vorgesehen ist. Dies verstärkt den Kontrast zwischen dem befüllten und unbefüllten Bereich des Behälters enorm. Durch diese Maßnahme kann selbst bei heller Außenumgebung der Pegelstand des in dem Reinigungsgerät befindlichen Behälters sehr genau abgelesen werden. Die Beleuchtungseinrichtung kann dabei weißes oder aber auch farbiges Licht aussenden. Vorteilhafterweise ist die Beleuchtungseinrichtung derart ausgeführt, daß sie zumindest teilweise in den Behälter hineinragt, wodurch die Oberfläche der Reinigungsflüssigkeit sehr kontrastreich gegenüber der Umgebung dargestellt ist. Die Beleuchtungseinrichtung besteht vorzugsweise aus mindestens einer LED.
Eine besonders einfach aufzubauende Ausführungsform der Erfindung, bei welcher der Standort der Beleuchtungseinrichtung relativ frei gewählt werden kann, zeichnet sich dadurch aus, daß die Beleuchtungseinrichtung einen Lichtleiter aufweist, welcher sich von der Beleuchtungseinrichtung in Richtung auf bzw. in den Behälter hinein erstreckt. Somit läßt sich eine Beleuchtungseinrichtung auch unter schwierigsten Einbaubedingungen realisieren und die freie Oberfläche der Reinigungsflüssigkeit im Behälter optimal ausleuchten.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Beleuchtungseinrichtung zumindest teilweise in die Reinigungsflüssigkeit hineinragt, wodurch sich besondere optische Effekte, welche von der Einragtiefe abhängen, erreichen lassen. Dadurch stellen sich nämlich abhängig vom Flüssigkeitspegel im Behälter relativ zur Lichtquelle verschiedene optische Erscheinungsformen und Helligkeiten des Lichtes ein, welche zur Ablesung des Flüssigkeitsstandes genutzt werden können. Diese Darstellung läßt sich noch dadurch verstärken, daß mit farbigem Licht bzw. farbigen oder mehrfarbigen Lichtleitern dafür gesorgt ist, daß sich mit Änderung des Flüssigkeitspegels auch die farbliche Darstellung der beleuchteten Flüssigkeit ändert.
Die Erfindung betrifft auch einen Behälter für Reinigungsflüssigkeit für ein Reinigungsgerät für den Scherkopf eines Rasierapparates mit einem Behälterboden und damit verbundenen Seitenwänden.
Solche Behälter werden bereits als Nachfüllkartuschen für das oben genannte Braun "Clean & Charge" angeboten. Die bekannten Kartuschen enthalten eine farblose Reinigungsflüssigkeit und sind komplett aus einem blau eingefärbten Kunststoffmaterial hergestellt. Der Flüssigkeitspegel der im Behälter enthaltenen Reinigungsflüssigkeit läßt sich selbst dann nicht
exakt ablesen, wenn sich die Kartusche außerhalb des Reinigungsgerätes befindet. Aber selbst wenn die farblose Reinigungsflüssigkeit in einen Behälter aus komplett transparentem Mateπal gegeben wird, läßt sich der Flüssigkeitsspiegel nur sehr schwer und ungenau erkennen.
Der Erfindung liegt daher auch die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Behälter für Reinigungsflüssigkeit zu schaffen, bei welchem sich der Flüssigkeitsspiegel klar und kontrastreich darstellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stirnwände aus transparentem Material ausgebildet sind und der Behälterboden eine demgegenüber geringere Transparenz aufweist. Durch die erfindungsgemäße Lösung ist durch die transparenten Seitenwände selbst eine farblose Flüssigkeit deutlich zu erkennen, da durch den eingefärbten Boden farbiges Licht in die Flüssigkeit eingekoppelt wird und den Kontrast zwischen dem Flüssigkeitsspiegel und der Umgebung verstärkt.
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht dabei vor, daß sowohl die Seitenwände als auch die obere Begrenzungswand des Behälters transparent sind. Vorteilhafterweise enthält der Behälter eine im wesentlichen farblose Reinigungsflüssigkeit.
Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgendes Beschreibung der Ausführungsbeispiele. Dabei bilden alle beschriebenen oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand vorwiegender Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüche oder deren Rückbeziehung.
Hierzu zeigt:
Fig. 1 die Gesamtansicht eines erfindungsgemäßen Reinigungsgerätes,
Fig. 2 die Ansicht eines erfindungsgemäßen Behälters für Reinigungsflüssigkeit und
Fig. 3 einen Schnitt durch einen Behälter, der in das Reinigungsgerät eingesetzt ist.
Das in Fig. 1 dargestellte Reinigungsgerät 1 besitzt ein Gehäuse 2, in welchem eine wan- nenförmig ausgebildete Aufnahmevorrichtung 3 für den Scherkopf eines der Übersichtlich-
keit halber nicht zeichnerisch dargestellten Rasierapparates vorgesehen ist. Während des Reinigungsprozesses wird der Aufnahmevorrichtung bei eingesetztem elektrischem Rasierapparat Reinigungsflüssigkeit zugeführt, so daß sich die Scherteile des Scherkopfes innerhalb der zugeführten Reinigungsflüssigkeit befinden, welche durch entsprechende Rücklaufleitungen wieder dem Behälter mit Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird. Um eine optimale Reinigung sicherzustellen wird der elektrische Rasierapparat während des Reinigungsprozesses auch in Gang gesetzt, wozu er mit dem an das elektrische Netz angeschlossene Reinigungsgerät 1 elektrisch verbunden wird. Hierzu weist das Gehäuse 2 einen Haltearm 4 auf, an dessen freiem Ende elektrische Kontakte 5 vorgesehen sind, die nach entsprechendem Niederdrücken des Betätigungsknopfes 6 eine elektrische Verbindung mit dem Rasierapparat herstellen bzw. aufheben.
Das Gehäuse 2 ist vertikal verschiebbar auf einer Bodenplatte 7 gelagert, so daß der Behälter für Reingungsflüssigkeit seitlich in das Gehäuse eingesetzt werden kann. Zum Entriegeln der Verbindung zwischen der Bodenplatte 7 und dem Gehäuse 2 ist eine Entriegelungstaste 8 vorgesehen.
Damit der Füllstand der Reinigungsflüssigkeit im Behälter durch den Benutzer überwacht und ggf. ein Austausch des Behälters vorgenommen werden kann, ist das Gehäuse 2 mit einem transparenten Fenster 9 versehen. Durch dieses Fenster 9 hindurch kann der Flüssigkeitspegel 10 sehr deutlich abgelesen werden, da die Seitenwände des Behälters zumindest im Bereich des Fensters 9 transparent ausgebildet sind, während der Behälterboden eine demgegenüber wesentlich geringere Transparenz aufweist und insbesondere blau eingefärbt ist.
Ein solcher Behälter ist in den Fig. 2 und 3 ausführlich dargestellt. Gemäß Fig. 2 besteht der Behälter 11 aus einem Behälterboden 12, einer umlaufenden Seitenwand 13 und einer oberen Begrenzungswand 14. Die Seitenwand 13 und die obere Begrenzungswand 14 sind einstückig als wannenförmiges Bauteil aus transparentem Material ausgebildet. Der Behälterboden 12 dagegen ist mit einem Farbstoff, insbesondere einem blauem Farbstoff eingefärbt und wird entlang seinem Rand mit der umlaufenden Seitenwand 13 verschweißt, so daß ein geschlossener Behälter entsteht. Ist dieser Behälter 11 mit farbloser Reinigungsflüssigkeit gefüllt, so erscheint für den Betrachter die Flüssigkeit aufgrund des eingefärbten Behälterbodens 12 in derjenigen Farbe, in der der Behälterboden eingefärbt ist, in diesem Fall in bläulicher Einfärbung. Der aktuelle Füllstand des Behälters ist von außen durch die transpa-
renten Seitenwände 13 gut einzusehen und zeichnet sich klar und farbig gegenüber der Umgebung ab.
Der Behälter 11 ist im Bereich der oberen Begrenzungswand 14 mit einer Auslaßöffnung 15 und einer Rücklauföffnung 16 versehen. In die Auslaßöffnung 15 taucht nach Einsetzen des Behälters 11 in das Gehäuse 2 des Reinigungsgerätes 1 eine Pumpeneinrichtung ein, welche die Reinigungsflüssigkeit vom Behälter 11 in die Aufnahmevorrichtung 3 pumpt. Von dort aus gelangt die Flüssigkeit dann über die Rücklauföffnung 16 zurück in den Behälter 11. Während dieses Umlaufes durchläuft die Reinigungsflüssigkeit mindestens eine - zeichnerisch nicht dargestellte - Filtereinrichtung, durch welche Haarstaub und sonstige Verunreinigungen zurückgehalten werden.
Um den Füllstand bzw. den Flüssigkeitspegel 10 der Reinigungsflüssigkeit 17 besonders deutlich anzeigen zu können, wenn der Behälter 11 im Gehäuse 2 angeordnet ist, sieht eine Ausführungsform der Erfindung, die in Fig. 3 dargestellt ist, vor, eine Beleuchtungseinrichtung in das Reinigungsgerät 1 zu integrieren. Um dies darzustellen zeigt Fig. 3 einen Schnitt durch den Behälter 11 , der durch die Rücklauföffnung 16 gelegt ist. Die Beleuchtungseinrichtung ist in diesem Fall als LED 18 ausgeführt, welche derart im Gehäuse 2 angeordnet ist, daß sie nach dem Verriegeln des Behälters 11 mit Reinigungsflüssigkeit 17 durch das Absenken des Gehäuses 2 nach unten in den Behälter 11 hineinragt. Sobald das Reinigungsgerät 1 in Betrieb gesetzt wird, wird auch die LED mit einer Spannungsquelle 19 verbunden, so daß die Oberfläche der Reinigungsflüssigkeit 17 angestrahlt wird. Dadurch läßt sich der Flüssigkeitspegel 10 durch das Fenster 9 des Gehäuses 2 sehr deutlich und kontraststark ablesen. Die Reinigungsflüssigkeit 17 die an sich farblos ist, erscheint aufgrund der Einfärbung des Gehäusebodens 12 in dessen Farbe. Die LED 18 ist innerhalb einer Kapselung 20 angeordnet, die sich durch die Rücklauföffnung 16 hindurch erstreckt. Die Kapselung 20 nimmt dabei selbstverständlich nur einen Teilbereich des Öffnungsquerschnittes der Rücklauflöffnung 16 ein, so daß der Rücklauf der Reinigungsflüssigkeit in den Behälter 11 weiterhin gewährleistet ist. Die Kapselung 20 ist gegenüber dem Behälter 11 durch den Dichtring 21 abgedichtet. Die Kapselung 20 kann auch einstückig mit einem Rücklaufrohr ausgebildet werden. Aufgrund der Kapselung der LED 18 ist es auch möglich, die Beleuchtungseinrichtung bis unterhalb des Flüssigkeitspegels 10 in die Reinigungsflüssigkeit 17 hineinragen zu lassen, wodurch sich besondere optische Effekte in Abhängigkeit von dem Pegelstand einstellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kapselung selbst unterschiedlich eingefärbt ist.
Statt die LED 18 durch eine Kapselung 20 vor der Reinigungsflüssigkeit 17 zu schützen, kann auch ein Lichtleiter verwendet werden, der das Licht der außerhalb des Behälters 11 angeordneten LED durch eine Öffnung im Behälter 11 in diesen hineinführt.