Schmutzsperre
Die Erfindung betrifft eine Schmutzsperre, welche insbesondere zum Auslegen im Wasser geeignet ist.
Schmutzsperren dieser Gattung sind bereits bekannt. Diesen haftet jedoch unter anderem der Nachteil an, dass die Auslegung der Sperre im Wasser verhältnismässig kompliziert ist. Folglich geht die Auslegung der vorbekannten Sperre im Wasser verhältnismässig langsam vor sich. Dies ist besonders dann nachteilig, wenn die Gefahr einer raschen Versen nutzung eines Gewässers droht.
Eine der Aufgaben der vorliegenden Erfindung ist, eine Einrichtung anzugeben, welche eine rasche Auslegung von Schmutzsperren ermöglicht.
Diese Aufgabe ist bei der Einrichtung der hier einleitend genannten Gattung erfindungsge- mäss so gelöst, wie dies im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 definiert ist.
Nachstehend sind Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine der möglichen Situation beim Auslegen der vorliegenden Schmutzstoffsperre, Fig. 2 perspektivisch eine erste Ausführung der vorliegenden Sperre, bei welcher die einzelnen Sektionen derselben einerends an eine Boje angeschlossen sind, Fig. 3 in einem Querschnitt eine der Sektionen der Sperre aus Fig. 2, Fig. 4 in einem vertikalen Schnitt den Anschluss einer der Sperrensektionen an die Boje gemass Fig. 2,
Fig. 5 in einem vertikalen Schnitt die Verbindung von zwei aufeinander folgenden Sperrensektionen mit Hilfe eines Flansches,
Fig. 6 in einer Frontansicht eine der möglichen Ausführungen des Kupplungsflansches der vorliegenden Sperre,
Fig. 7 einen Schnitt B-B durch den Flansch aus Fig. 6,
Fig. 8 einen vertikalen Schnitt C-C durch den Flansch aus Fig. 6,
Fig. 9 bis 14 perspektivisch und in einem Schnitt eine weitere Ausführung des Flansches,
Fig. 15 perspektivisch den Flansch aus Fig. 10 im Einsatz,
Fig. 16 bis 20 in Seitenansicht Vorrichtungen, mit deren Hilfe eine der Endpartien
Fig. 21 perspektivisch eine weitere Ausführungsmöglichkeit des Flansches,
Fig. 22 und 23 die vorliegende Sperre als Uferbarriere,
Fig. 24 bis 26 perspektivisch eine weitere Ausführungsmöglichkeit des Flansches,
Fig. 27 die Sperre zusammengerollt zu einem Wickel,
Fig. 28 eine Tasche zur Aufnahme der Sperre aus Fig. 27,
Fig. 29 eine Transportpalette zur Aufnahme der Sperre aus Fig. 27,
Fig. 30 einen zweiteiligen Container zur Aufnahme der Sperre aus Fig. 27,
Fig. 31 die Sperre aufgewickelt auf einer Haspel,
Fig. 32 bis 35 die Sperre, welche in einem Schlauchmodul untergebracht ist, und
Fig. 36 bis 38 eine weitere Ausführung der Boje.
Fig. 1 zeigt eine der möglichen Situationen beim Auslegen der vorliegenden Schmutzstoffsperre im Wasser. Fig. 2 zeigt perspektivisch eine der Ausführungen der vorliegenden Schmutzstoffsperre. Diese Sperre weist einen gemeinsamen Verankerungsteil 10, welcher schwimmfähig ist. Dieser Haupt- bzw. Verankerungsteil 10 kann auch als eine Boje bezeichnet werden. Diese Boje 10 kann mit Hilfe von Ankerseilen 9 an Ort und Stelle verankert sein. Von diesen ist in Fig. 2 nur eines der Ankerseile 9 gezeichnet. Im dargestellten Fall weist die Boje 10 einen Grundkörper 11 auf, welcher schwimmfähig ausgeführt ist. Dieser Grundkörper 11 der Boje 10 kann hohl oder aus einem schwimmfähigen Material, wie z.B. aus einem Schaumstoff sein. Der Bojengrundkörper 11 hat im dargestellten Fall einen dreieckförmigen Grundriss, sodass die Boje 10 drei Seitenwände 12, 13 und 14 hat.
Die Sperre umfasst ferner Arme 15, 16 und 17, von welchen jeder einerends an eine der Seitenwände 12 bzw. 13 bzw. 14 der Boje 10 dicht angeschlossen ist. Der jeweilige Arm
bzw die jeweilige Sektion 15 bzw 16 bzw 17 der Sperre erstreckt sich von der Boje 10 weg und sie stehen praktisch rechtwinklig zu jener Seitenwand 12 bzw 13 bzw 14 der Boje 10, an die die Sektion 15 bzw 16 bzw 17 angeschlossen ist
Fig 3 zeigt schematisch einen Schnitt durch eine der Sektionen 15 bzw 16 bzw 17 der Sperre Der Arm 15 bzw 16 bzw 17 ist als ein Doppelschlauch ausgeführt Ein solcher Arm 15 bzw 16 bzw 17 weist demnach einen ersten bzw ausseren Schlauch 21 und einen zweiten bzw inneren Schlauch 22 auf Der zweite Schlauch 22 hat einen kleineren Durchmesser als der erste Schlauch 21 Der zweite Schlauch 22 ist im ersten Schlauch 21 so angeordnet, dass sich die beiden Schlauche 21 und 22 im betriebsfähigen Zustand in derselben Richtung erstrecken
Die Schlauche 21 und 22 sind aus einem nachgiebigen Material, beispielsweise aus. einer Folie Der Innenschlauch 22 ist so ausgeführt, dass er mit gasformigen Medium, beispielsweise mit Luft von geringem Überdruck gefüllt werden kann Folglich soll das Material dieses inneren Schlauches 22 aus einem Material sein, welches zumindest im wesentlichen gas- bzw luftdicht ist Dieses Material kann beispielsweise eine Kunststofffolie oder ein imprägnierter textiler Stoff sein Die Endbereiche 41 des Innenschlauches 22 sind praktisch luftdicht verschlossen Dieser zweite Luftschlauch 22 stellt den für den Betrieb der Sperre erforderlichen Auftrieb jener Sperrensektion sicher, in welcher sich der Innenschlauch 22 befindet Die Hohe des Druckes des gasformigen Mediums im Innenschlauch 22 ist jeweils so gewählt, dass der Rucken der Sperre mit dem gewünschten Mass aus der Wasseroberflache ragt, damit die Sperre ihre Sperrenfunktion im Bereich des Wasserspiegels ausüben kann
Im oberen Bereich bzw im Ruckenbereich des zweiten Schlauches 22 ist zumindest ein Ventil 20 angeordnet, durch welches das gasformige Medium in den zweiten Schlauch 22 eingebracht werden kann Das Ventil 20 soll so ausgeführt sein, dass es das Aufblasen des Innenschlauches 22 ermöglicht, da es verhindert, dass die Luft aus dem Innenschlauch 22 unkontrolliert entweicht und dass die Luft nach der Beendigung des Betriebes der Sperre aus
dem Innenschlauch 22 kontrolliert entweichen kann Solche Ventile 20 sind bekannt und auf dem Markt erhaltlich Das Ventil 20 geht durch das Material bzw durch den Rucken 24 der ersten Hülle 21 hindurch, damit das Ventil 20 von aussen her zuganglich ist
Im dargestellten Fall ist der jeweilige Endbereich des Armes 15 bzw 16 bzw 17 mit je zwei Ventilen 20 versehen Die Ventile 20 des jeweiligen Paares sind in der Langsnchturg dieses Schlauches 22 hintereinander angeordnet Die beiden Ventile 20 des jeweiligen Paares im Endbereich des Innenschlauches 22 sind in einem kleinen Abstand voneinander angeordnet und sie befinden sich möglichst nahe an der Endwand 41 des Innenschlauches 22
Die beiden Schlauche 21 und 22 wurden, wenn sie mit einem Fluid voll ausgefüllt waren, einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, wie dies in Fig 3 angedeutet ist In der Tat weist nur der Innenschlauch 22 einen praktisch kreisförmigen Querschnitt auf, wenn dieser Schlauch 22 mit dem Gas ausgefüllt ist Der zwischen dem Innenluftschlauch 22 und dem Aussenschlauch 21 vorhandene Raum 23 ist wahrend des Betriebes der Sperre mit einem flussigen Medium 23 ausgefüllt Normalerweise ist Wasser dieses flussige Medium Der Innenschlauch 22, weil dieser mit einem Gas ausgefüllt ist, schwimmt oben im Zwischenraum 23 Auf diesem Innenschlauch 22 liegt der Rucken 24 des Aussenschlauches 21 und in dieser Weise tragt der Innenschlauch 22 den Aussenschlauch 21 im Wasser In einem Ruhezustand wurden die vom genannten Rucken 24 abstehenden Seitenabschnitte 191 und 192 des Aussenschlauches 21 von den Aussenseiten des Innenschlauches 22 vertikal herabhangen und praktisch parallel zueinander verlaufen Zumindest wahrend der Verlegung der Sperre, wenn sich die Sektion 15 bewegt, strömt Wasser durch den Innenraum 23 hindurch, sodass der Grundkorper des Aussenschlauches 21 einen eher eiförmigen Querschnitt dabei aufweist Auf das Material des Aussenschlauches 21 werden hinsichtlich der Undurchlassig- keit desselben unter diesen Umstanden keine hohen Ansprüche gestellt Dieses Mstenal kann beispielsweise ein textlies Gewebe oder aber auch eine Kunststofffohe sein
Die Schlauche 21 und 22 können sonst in einer an sich bekannten Weise ausgeführt sein
Entscheidend ist, dass sich oben wenigstens eine schwimmfähige Kammer 22, gefüllt vorteilhaft mit einem gasförmigen Medium, über der Flüssigkeit, z.B. über dem Wasser, befindet, welche die gewünschte Sperrenfunktion ausübt, und dass sich unten, d.h. in der Flüssigkeit, wenigstens eine Kammer befindet, welche ein flüssiges Medium, z.B. Wasser enthält.
Fig. 4 zeigt vereinfacht und in einem vertikalen Schnitt den Anschluss einer der Endpartien des Armes 15 bzw. 16 bzw. 17 an die Boje 10. Im in Fig. 4 dargestellten Fall ist der Anschluss des ersten Armes 15 an die Boje 10 in einem vertikalen Schnitt dargestellt. Der Anschluss erfolgt mit Hilfe einer ersten Kupplungseinrichtung 25. Diese Einrichtung 25 umfasst einen Flansch 26, welcher einen im wesentlichen ringförmigen Grundkörper 27 aufv/eist. Die Innenfläche dieses Grundkörpers 27 ist konvex und zudem noch dachartig ausgeführt, so- dass diese Innenfläche zwei Dachseiten 28 und 29 aufweist, zwischen welchen sich ein stumpfer Winkel erstreckt. Dieser Winkel kann nur wenige Grad kleiner sein als 180 Grad. In der Aussenfläche 51 des Grundkörpers 27 sind umlaufende Rillen 31 und 32 ausgeführt, welche zweckmässigerweise einen viereckförmigen Querschnitt aufweisen. Je eine dieser Rillen 31 bzw. 32 ist einer der Rand- bzw. Stirnpartien 33 bzw. 34 des Flansches 26 zugeordnet. Die jeweilige Rille 31 bzw. 32 verläuft praktisch parallel zur betreffenden Stirnpartie bzw. -fläche 33 bzw. 34 des Flansches 26.
Für die Aufnahme des Flansches 26 der ersten Kupplungseinrichtung 25 an der Boje 10 ist eine Fassung 35 aussen an der jeweiligen Seitenwand 12 bzw. 13 bzw. 14 der Boje angebracht. Diese Fassung 35 hat einen etwa platten- bzw. scheibenförmigen Grundkörper 36. Diese Platte 36 hat eine plane Ober- bzw. Grossfläche 37, welche der Seitenwand 12 der Boje 10 zugeordnet ist. Ueber diese Grossfläche 37 ist die Fassung 35 an der Boje 10 befestigt. In der gegenüberliegenden, d.h. von der Boje 10 abgewandten Grossfläche der Scheibe 36 ist eine flache Ausnehmung bzw. Vertiefung 38 ausgeführt. Der Verlauf der Seitenwand bzw. des Randes dieser Ausnehmung 38 entspricht dem Verlauf der äusseren Kontur des Grundkörpers 27 des Flansches 26. Die erste Stirnpartie 33 des Flansches 26 ist der ersten Seitenwand 12 der Boje 10 zugewandt und der Fassung 35 zugeordnet. Der die
Stirnfläche 34 aufweisende Rand des Flansches 26 liegt in der Vertiefung 38. Es sind Mittel 39 vorgesehen, welche den genannten Randbereich 34 des Flansches 26 in der Vertiefung 38 festhalten. Diese Mittel 39 können beispielsweise als ein Spann- oder Rastmechanismus ausgeführt sein. Die genannten Mittel 39 greifen beispielsweise in die erste Rille 32 des Flansches 26 ein, wodurch eine Befestigung des Flansches 26 an der Boje 10 erreicht werden kann, welche auch einem starken Wellengang standhalten kann.
Die jeweilige Endpartie 47 der äusseren Hülle 21 des Armes 15 bzw. 16 bzw. 17 ist offen. Dies trifft auch für jene Endpartie 47 zu, welche der Boje 10 zugeordnet ist. Die Länge der äusseren Hülle 21 in ihrer Umfangsrichtung entspricht der Länge des Umfanges des Flansches 26. Deswegen ist es möglich, die Endpartie 47 des äusseren Schlauches 21 über die die gegenüberliegende Umfangsrille 31 aufweisende Randpartie des Flansches 26 zu überziehen. Diese Endpartie 47 der äusseren Hülle 21 wird so weit über den Rand 33 des Flansches 26 gezogen, bis diese Schlauchendpartie 47 die zweite umlaufende Rille 34 überbrückt bzw. überdeckt.
Es ist eine Einrichtung 40 vorgesehen, mit deren Hilfe die Endpartie des Aussenschlauches 21 auf der Randpartie 34 des Flansches 26 befestigt sein kann. Diese Befestigungseinrichtung 40 kann federnd oder schliessbar sein und sie ist auch so ausgeführt, dass sie in die Umlaufrille 31 passt. Diese Einrichtung 40 soll ferner so ausgeführt sein, dass die Verbindung zwischen dem Flansch 26 und dem Aussenschlauch 21 eine hohe Zugfestigkeit aufweist. Die Einrichtung 40 kann beispielsweise als ein Befestigungsring ausgeführt sein, welcher auf die Aussenseite des Endabschnittes 47 der äusseren Hülle 21 aufgesetzt wird, welcher die genannte umlaufende Rille 31 des Flansches 26 umgibt bzw. überdeckt. Je nach der Ausführung des Ringes 40 kann dieser selbsttätig, beispielsweise wegen der Wirkung einer dem Ring 40 eigenen Vorspannkraft, oder unter Anwendung einer äusserer Kraft geschlossen werden. Dabei drückt der Ring 40 den unter diesem liegenden Teil des Endabschnittes 47 der äusseren Hülle 21 in die Umlaufrille 31 hinein, wodurch die äussere Hülle 21 an den genannten Flansch 26 befestigt wird. Da dieser Flansch 26 an die Boje 10 angeschlossen ist, welche verankert ist, gilt auch dieses Ende 47 der Sektion 15 bzw. 16
bzw. 17 als fest verankert. Die gegenüberliegende Endpartie 47 des Aussenschlauches 21 ist in der vorstehend bereits beschriebenen Weise mit einem weiteren Flansch 26 versehen.
Diese zuletzt genannte Endpartie 47 des Sperrenkörpers 15 ist mit Hilfe einer Schleppvorrichtung 4 an ein Schleppboot 2 anschliessbar. Diese Schleppvorrichtung 4 umfasst ein Hauptseil 41 sowie an dieses angeschlossene Zweigseile 42, 43, 44 und 45. Das eine Ende des Hauptseiles 41 ist an das Schleppboot 2 angeschlossen. Die ersten bzw. gemeinsamen Enden der Zweigseile 42 bis 45 sind am anderen Ende des Hauptseiles 41 befestigt, sodass sich diese Zweigseile 42 bis 45 vom Hauptseil 41 weg verzweigen, und zwar gegen die genannte Endpartie 47 des Sperrenarmes 15 hin. Die Zweigseile 42 bis 45 bilden eine obere Gruppe und eine untere Gruppe, von welchen jede je zwei der Zweigseile 42 und 43 bzw. 44 und 45 umfasst. Die anderen Enden der Zweigseile 42 bis 45 sind am zuletzt genannten Endflansch 26 anschliessbar.
Es ist ein weiterer Schlauch 5 vorgesehen, welcher einerends an eines der Ventile 20 am Innenschlauch 22 angeschlossen ist. Dieses Ende des Druckluftschlauches 5 ist an die dem Schleppboot 2 zugewandte Endpartie des Sperrenarmes 15 angeschlossen. Auf dem Schleppboot 2 ist eine Druckluftquelle 3, z.B. ein Ventilator vorhanden, an welche das andere Ende des Druckluftschlauches 5 angeschlossen ist. Ueber den Druckluftschlauch 5 kann der Innenschlauch 22 aufgeblasen werden, wenn die Druckluftquelle 3 im Betrieb ist.
Es gibt Anwendungsfälle, für welche die Länge einer Sektion 15 usw. der Sperre zu kurz ist. In solchen Fällen können zwei praktisch gleich ausgebildete Sperrenkörper 15 bzw. 16 bzw. 17 mit Hilfe eines einzigen Kupplungsflansches 25 mit- bzw. hintereinander geschaltet werden, wie dies in Fig. 5 angedeutet ist. Die einander zugewandten, offenen Endpartien 47 zweier zusammen zu verbindenden Sperrenkörper bzw. -Sektionen 15 werden über die einander gegenüberliegende Randpartien 31 und 32 des Flansches 26 überstülpt und in der vorstehend beschriebenen Weise mit Hilfe von zwei Befestigungseinrichtungen 40 an den Kupplungsflansch 26 angeschlossen (Fig. 7). Da die Endpartien 47 der äusseren Schläuche
21 offen sind, kann das Wasser zwischen den Innenräumen 23 der hintereinander geschalteten Aussenschläuche 21 frei strömen. Dadurch wirkt für den sehr leichten Foliendoppel- schlauch 15 bzw. 16 bzw.17 die Kupplungspartie 26 nicht als Störung für das Bewegungsspiel des Schlauches in den leichten Strömungen bzw. Wellenbewegungen in dem Wasser.
Die im Bereich dieses Verbindungsflansches 26 liegenden Enden 41 der inneren Schläuche
22 sind, wie bereits erwähnt, praktisch luftdicht verschlossen. Die einander zugewandten Endpartien 41 der hintereinander liegenden inneren Schläuche 22 können sich in einem Abstand voneinander befinden, sodass sich diese Endpartien 41 in Abständen auch vom Grundkörper 27 des Flansches 26 und somit auch von seinen inneren scharfen Karten 28 und 29 befinden. Diese Abstände sind deswegen von Bedeutung, weil das Folienmaterial der Innenschläuche 22, beispielsweise beim Wellengang, durch die Kanten 49 der Flanschinnenseiten 28 und 29 durchgescheuert werden könnten.
Damit der Auftrieb auch im Bereich des Kupplungsflansches 26 im Gleichgewicht zum übrigen Teil der Sperre ist, kann der Folienluftschlauch 22 so ausgeführt sein, dass er as Wasser im oberen Teil der Sperre verdrängt. In diesem Fall liegen die Stirnwände 52 der einander zugewandten Endpartien 41 der Innenschläuche 22 im Inneren des Kupplungsflansches 26. Um jedoch zu verhindern, dass das weiche und nachgiebige Material des Innenschlauches 22 durch die genannten Innenkanten 49 des Flansches 26 beschädigt wird, kann eine Einbuchtung 48 in jenem Bereich der Innenhülle 22 ausgeführt sein, welche der jeweiligen Innenkante 49 des Flansches 26 gegenüberliegt.
Um einen leichten und gleichmässigen Überdruck in den benachbarten Innenluftschläuchen 22 zu erreichen, ist einen Ueberbrückungsleitung 50 vorgesehen. Die eine Endpartie dieser Ueberbrückungsleitung 50 ist an eines der Ventile 20 eines der hintereinander geschalteten Folienluftschläuche 22 angeschlossen. Die andere Endpartie dieser Leitung 50 ist an eines der Ventile 20 des benachbarten Folienluftschlauches 22 angeschlossen. Diese Leitung 50 zwischen zwei benachbarten Luftschläuchen 22 bleibt im ausgelegten Zustand der Sperre in dauernder Verbindung mit den benachbarten Innenschläuchen 22.
Die Ueberbrückungsleitung 50 ist mit einem weiteren Ventil 20 versehen. Dieses Ventil 20 kann insbesondere dann verwendet werden, wenn die Sperre aus mehreren bis vielen Sektionen 15 bzw. 16 bzw. 17 zusammengesetzt ist. Der Querschnitt der Ueberbrückur.gs- schläuche 50 ist im Vergleich mit dem Querschnitt der Innenschläuche 22 gering. Bei Sperren, welche aus mehreren hintereinander geschalteten Sektionen 15 usw. bestehen, könnten sich die Luftwiderstände der einzelnen Ueberbrückungsschläuche 50 dermassen addieren, dass die von der Luftquelle 3 (Fig. 1) am meisten entfernt liegenden Innenschläuche 22 nicht genug Luft erhalten würden, um den erforderlichen Auftrieb der betreffenden Sektion 15 bzw. 16 bzw. 17 sicherzustellen. In solchen Fällen können zusätzliche Luftquellen 3 verwendet werden, welche entlang der Sperre verteilt angeordnet sind. Je eine dieser Luftquellen 3 kann an das Ventil 20 jener Ueberbrückungsleitung 50 angeschlossen sein, welche dieser Ueberbrückungsleitung 50 am nächsten liegt. Je nach gewähltem Auslegungsmodus ist es möglich, die Füllung mit dem gasförmigen Medium mit Hilfe eines zweiten Bootes 2 am anderen Ende der Sperre vorzunehmen.
Die Füllung der Schmutzstoff sperre mit Wasser kann beispielsweise so erfolgen, dass eine Zugvorrichtung, wie z.B. das Boot 2 ( Fig. 1), an das eine Ende der Sperre angeschlossen und in Bewegung gesetzt wird. Hierbei strömt das Wasser durch das der Zugeinrichtung 2 zugewandte Ende der Sperre in diese hinein und füllt den Zwischenraum 23 in den aufeinander folgenden Sperrensektionen 15 usw. aus.
Wenn man eine in sich geschlossene Sperre nur aus den einzelnen Sektionen 15, 16, 17 usw. ausbilden möchte, dann würden Knickstellen in den über die Kupplungsflansche 26 stumpf aneinander angeschlossenen Sektionen entstehen, damit eine beispielsweise kreis- bzw. ovalförmige Sperre entstehen kann. Dieses Problem kann durch die Verwendung der bereits beschriebenen Bojen 10 beispielsweise mit dem dreieckförmigen Grundriss gelöst werden. Wie dargelegt, steht die jeweilige Sektion 15 bzw. 16 bzw. 17 praktisch recntwinklig zur betreffenden Seitenwand 12 bzw. 13 bzw. 14 der Boje 10. Folglich schliessen die benachbarten Sektionen, beispielsweise die Sektionen 15 und 17 (Fig. 1 bzw. 2) zwischen sich einen Winkel, welcher kleiner ist als 180 Grad. Im vorliegenden Fall beträgt dieser
Winkel 120 Grad In diesem Fall konnte eine in sich geschlossene Sperre aus sechs Sektionen 15 usw und sechs Bojen 10 gebildet werden, ohne dass sich dabei Knickstellen in den Sperrensektionen 15 usw bilden Es durfte einleuchten, dass Bojen 10 mit dem Grundπss eines Fünf- bzw Sechseckes usw verwendet werden können, um Sperren aufbauen zu können, bei welchen der Winkel zwischen den benachbarten Sektionen offener als 120 Grad ist Mit Hilfe solcher Bojen 10 können in sich geschlossene Sperren mit Sektionen von vorgegebener Lange und ohne Knickstellen errichtet werden, deren Durchmesser wesentlich grosser ist als der Durchmesser jener in sich geschlossenen Sperre, welche Bojen 10 mit dem dreieckformigen Grundπss benutzt
Fig 6 zeigt in einer Frontansicht eine der möglichen Ausfuhrungen jenes Kupplungsflansches 26, welcher im Zusammenhang mit Fig 5 bereits teilweise beschrieben wurde Der Flansch 26 gemass Fig 6 hat einen praktisch eiförmigem Umπss, wobei der schma ere Abschnitt 58 dieses Flansches 26 sich wahrend des Betriebes der Sperre oben befindet Der gegenüberliegende Abschnitt 59 des eiförmigen Flanschgrundkorpers 27 befindet s ch wahrend des Betriebes dieser Barriere unten Dieser untere Abschnitt 59 begrenzt den Zwischenraum 23 der Sperre im Bereich des Flansches 26, wo sich wahrend des Betriebes der Barriere Wasser befindet Die sich einander gegenüberliegenden Endpartien 41 der nacheinander angeordneten Innenschlauche 22 (Fig 5) befinden sich im Bereich des oben hegenden Abschnittes 58 des Flansches 26
Der Kupplungsflansch 26 hat vier Oesen 61 , 62, 63 und 64, welche an der Aussenssite des Grundkorpers 27 des Flansches 26 angeordnet sind Fig 7 zeigt einen Schnitt B-B durch eine dieser Oesen 61 bis 64 Der Grundkorper 65 der Oese 61 bis 64 ist als ein flacher Auslaufer aus der Umfangsflache 51 des Flansches 26 ausgeführt Der Abstand zwischen den grossflachigen Seltenwanden 66 und 67 des Auslaufers 65 nimmt mit dem zunehmenden Abstand vom Flanschgrundkorper 27 ab, sodass der Grundkorper 65 des Auslaufers konisch verlauft Die grosste Breite des Auslaufers 65 befindet sich demnach in der Nahe der Aussenflache 51 des Flanschgrundkorpers 27 Diese Breite ist jedoch kleiner als der Abstand zwischen den umlaufenden Rillen 31 und 32 Durch die genannten Grossflachen 66
und 67 geht eine Bohrung 68 hindurch, durch welche eines der bereits genannten Schleppseile 42 bis 45 hindurchgeführt sein kann.
Die ersten zwei Oesen 61 und 62 befinden sich im Bereich der oberen Hälfte des Flanschgrundkorpers 27, und zwar im Bereich des Ueberganges zwischen dem schmäleren Abschnitt 58 und dem breiteren Abschnitt 59 des Flansches 26. Die übrigen zwei Oesen 63 und 64 befinden sich im Bodenbereich des breiteren Abschnittes 59 des Flanschgrundkorpers 27. An die ersten zwei Oesen 61 und 62 sind die ersten Zweigseile 42 und 43 der Zugeinrichtung 30 angeschlossen, welche sich in einem horizontalen Abstand voneinander befinden. An die zweiten bzw. unteren Oesen 63 und 64 sind die zweiten Zweigseile 44 und 45 der Zugeinrichtung 30 angeschlossen, welche sich ebenfalls in einem horizontalen Abstand voneinander befinden. Durch die genannten horizontalen Abstände geht die vertikale Hauptachse A des Flansches 26 senkrecht hindurch, welche diese horizontalen Abstände halbiert. Folglich erfolgt der Anschluss der Sperre an die Zugeinrichtung 30 symmetrisch. Durch einen solchen Anschluss der Zugeinrichtung 30 an die Sperre werden die Zugkräfte der Zugmaschine 2 in die Sperre während dem Aufbau der Sperre optimal übertragen. Dadurch wird die Gefahr eines Zerreissens der Sperre bei extremen Schwankungen der Zugkraft oder bei einem hohen Wellengang wirksam vermindert.
Fig. 8 zeigt in einem Querschnitt C-C den Flansch aus Fig. 6. Von der Innenseite des Flanschgrundkorpers 27 steht ein weiterer Vorsprung 53 ab, welcher aus den Dachseiten 28 und 29 hervortritt. In diesem sich zwischen den umlaufenden Rillen 31 und 32 befindlichen Vorsprung 53 ist eine radial verlaufende Oeffnung 54 ausgeführt, welche durch die ganze Dicke des Kranzes 27 hindurchgeht. Der Abstand zwischen Aussenflächen 55 des Vorsprunges 53, welche aus den Dachseiten 28 und 29 hervortreten, nimmt mit dem zunehmenden Abstand von den Dachseiten 28 und 29 ab, sodass diese Aussenflächen 55 zusammenlaufend sind, was wegen dem empfindlichen Material der Innenschläuche 22 wichtig ist.
Fig. 8 zeigt auch die Verbindung von zwei nacheinander geschalteten Sperrensektionen 15
in einem vertikalen Schnitt, welche der Darstellung aus Fig. 5 entspricht. Die überstehenden bzw. freien Abschnitte 52 der Endpartien 47 des Aussenschlauches 21 sind auf den mit Hilfe der Befestigungsvorrichtung 40 befestigten Abschnitt des Hüllenrandes 47 zurückgelegt. Dadurch wird der mittlere bzw. zwischen den umlaufenden Rillen 31 und 32 liegende Abschnitt des Flanschgrundkorpers 27 frei.
Fig. 9 bis 14 zeigen perspektivisch eine weitere Ausführung des Flansches, welcher eine Klemmung des Kupplungsringes 40 ermöglicht. Die Fig. 9 und 10 zeigen den Kupplungs- flansch 26 in einer dreidimensionalen Darstellung in zwei verschiedenen Ansichten. In der Aussenseite 51 des Grundkörpers 27 des Flansches 26 ist eine dritte umlaufende Nut bzw. Rille 69 (Fig. 9 bis 12) ausgeführt, welche sich praktisch in der Mitte zwischen den zwei bereits beschriebenen umlaufenden Rillen bzw. Nuten 31 und 32 befindet. Im Bereich dieser dritten Nut 69 befinden sich die bereits beschriebenen Oesen 61 bis 63. Im in Fig. 9 dargestellten Fall weist der Flansch 26 drei Oesen. Die ersten zwei Oesen 61 und 62 befinden sich im oberen Uebergangsbereich des Flansches 26, d.h. zwischen dem Oberteil 58 und dem Unterteil 59 des Flansches 26, wie dies bereits beschrieben worden ist. Die dritte Oese 63 befindet sich im unteren Bereich des Unterteiles 69 des Flansches 26. Der Flansch gemäss Fig. 10 hat nur zwei Oesen 61 und 62, welche sich im genannten Uebergangsbereich befinden.
Unter Umständen ist es erforderlich, beispielsweise wegen Wellengang oder Strömung, dass Abschnitte der Sperre verankert werden. Zu diesem Zweck sind die Flansche 26 mi Verankerungsaufnahmen 70 versehen. Die jeweilige Aufnahme 70 weist einen Materialblock 71 auf, welcher von der Aussenseite des Grundkörpers 27 des Flansches 26 absteht. In diesem Materialblock 71 ist eine radial verlaufende Bohrung 72 ausgeführt, welche zweck- mässigerweise eine Gewindebohrung ist. In dieser Bohrung 72 kann ein mit einem Aussengewinde versehenes Endstück (nicht dargestellt) eines Seiles oder ähnlichen eingeschraubt sein, an dessen anderem Ende ein Anker angeschlossen ist. Der Materialblock 71 kann mit dem Grundkörper 27 des Flansches 26 einstückig sein, sodass die Lage dieser Ankerauf
nahmen 70 im Umfangsbereich des Flansches 26 fix ist. Der Materialblock 71 kann jedoch auch so ausgeführt sein, dass er in der dritten umlaufenden Nut 69 verschiebbar ist Dies kann beispielsweise in der Weise erreicht werden, dass die Seitenwände der Nut 69 unterschnitten sind und dass ein Basisteil des Materialblockes 71 Seitenlappen aufweist (nicht dargestellt), welche in den unterschnittenen Seitenwänden der Nut 69 längsverschiebbar gelagert sind. Diese Aufnahmen 70 können jedoch auch zu anderen Zwecken ausgenützt werden. Fig. 11 zeigt einen Schnitt lllc und die Fig. 12 einen Schnitt llld in Fig. 9.
Wenn es zu erwarten ist, dass die Sperre dem Einfluss von sehr starken äusseren Kräften ausgesetzt wird, dann kann die Anzahl der Nuten 31 und 32 für die Aufnahme der Endpartien 47 der Aussenschläuche 21 vergrössert werden. Wenn man beispielsweise anstelle einer Aufnahmenut 31 zwei solche umlaufende Nuten in der Aussenseite 51 des Flanschgrundkorpers 27 nebeneinander vorsieht, dann können zwei Befestigungsringe 40 für die Halte- rung einer Endpartie 47 eines der Aussenschläuche 21 verwendet werden. In dieser Weise kann man die Sperre auch bei extremen Belastungssituationen eingesetzt werden.
Für extreme Belastungssituationen reicht die Kraft eines einzigen federnden Befestigungsringes 40 nicht aus, weil der Ring 40 in einer solchen Situation eine sehr hohe Haltekraft auf den in der Nut 31 bzw. 32 eingeklemmten Endabschnitt 47 des Aussenschlauches 21 ausüben muss. Vor allem in den Fig. 13 und 14 sind Einzelheiten einer Einrichtung 75 zum Spannen des Befestigungsringes 40 dargestellt, damit dieser die hohe Haltekraft ausüben kann. Im dargestellten Fall ist je eine Spannvorrichtung 75 einer der umlaufenden Nuten 31 und 32 zugeordnet. Es versteht sich jedoch, dass mehrere solche Einrichtungen 75 einer einzigen Aufnahmenut 31 bzw. 32 zugeordnet sein können.
Die Spanneinrichtung 75 umfasst ein Bett 76 im Grundkörper 27 des Flansches 26. Dieses Bett 76 befindet sich im Bereich der betreffenden Aufnahmenut 31 bzw. 32 und es ist so angeordnet, dass die Nut 31 bzw. 32 durch dieses Bett 76 hindurchlaufen kann. Zu diesem Bett 76 gehört auch eine Hülse 77, welche sich von der Innenseite des Flanschkranzes 27 gegen das Innere dieses Kranzes 27 hin fortsetzt. Wenigstens in diesem abstehenden Abschnitt der
Hülse 77 ist die Bohrung in dieser zweckmässigerweise mit einem Innengewinde versehen. Die Hülse 77 kann mit dem Grundkörper 27 des Flansches 26 einstückig sein. Die Bohrung in der Hülse 77 setzt sich in der umgekehrten Richtung bis in den Umfangsbereich 51 des Kranzes 27 fort. Aus den Zeichnungen ist ersichtlich, dass eine Einbuchtung 78 in der Au- ssenfläche 51 des Kranzes 27 vorhanden ist. Ausserdem kann eine seitliche Verdickung 79 (Fig. 13 und 14) des Kranzes 27 im Bereich der Hülse 77 vorhanden sein. Die Betten 76 der den Aufnahmerillen 31 und 32 zugeordneten Spanneinrichtungen 75 sind unter anderem wegen diesen Verdickungen 79 in der Umfangsrichtung des Kranzes 27 zueinander versetzt angeordnet.
Zur Spanneinrichtung 75 gehört auch ein Spannstück 80 für den Haltering 40. Dieses Spannstück 80 kann als ein Rohrstück 81 ausgeführt sein, welches sich von aussen her in die äussere Endpartie der Bohrung in der Hülse 77 einsetzen lässt. Von der Ausser seite her ist ein Schlitz 82 in der Wand des Rohrstückes 81 ausgeführt, wobei dieser Schlitz 82 senkrecht zur Längsachse des Rohrstückes 81 verläuft. Die Breite dieses Schlitzes 82 ist derart, dass der Spannring 40, welcher beispielsweise aus einem Stahlseil ausgeführt ist, in diesem seitlichen Schlitz 82 Platz finden kann. Es ist eine Schraube 83 vorgesehen, deren Bolzen durch das Rohrstück 81 hindurchgehen kann. Der Bolzen der Schraube 83 ist so lang ausgeführt, dass zumindest die Spitze des Schraubbolzens bis in den Gewindebereich der Hülse 77 am Flanschkranz 27 reichen kann.
Die Länge des Halteringes 40 in seiner Umfangsrichtung ist so bemesse, dass er sich über den Rand des Flansches 26 bis zur nächstliegenden Aufnahmenut 31 bzw. 32 prob emlos verschieben lässt. Der Haltering 40, um den das Ende 47 des Folienschlauches 21 gewickelt ist, wird in die umlaufende Nute 31 bzw. 32 in ungespanntem Zustand eingelegt. Hiernach wird der Ring 40 in den Seitenschlitz 82 im Rohrstück 81 eingesetzt, wonach die Schraube 83 in die Hülse 77 eingeschraubt wird. Hierbei bewegt sich das Rohrstück 81 abwärts und es nimmt den in diesem eingehängten Abschnitt des Halteringes 40 abwärts mit. Dies hat zur Folge, dass die übrige Partie des Halteringes 40 in die Tiefe der Aufnahmerille 31 bzw. 32 gezogen und hier gehalten wird, und zwar zusammen mit dem darunter befindlichen Teil des
Endabschnittes 47 des Aussenschlauches 21 Dadurch wird der ganze Kupplungsring 40 mit samt der um diesen Kupplungsring 40 herum geschlungene Folie 47 angespannt und zugsicher in der Nut 31 bzw 32 festgeklemmt Es versteht sich, dass für jede zu spannende Seite des Flansches 26 eine unabhängig betatigbare Spanneinrichtung 75 vorhanden ist
Fig 15 zeigt den Flansch 26 aus Fig 10 im Einsatz Dieser Flansch 26 dient als der Vorderflansch an einer Sperre, welche durch eine Zugmaschine 2 ausgelegt werden soll An diesen Vorderflansch 26 ist die Schleppeinrichtung 30 anschliessbar und dieser Flansch 26 kann daher auch als Schlepp- bzw Zugflansch bezeichnet werden Versuche haben gezeigt, dass der erste Flansch 26, an dem die Zugvorrichtung 30 angreift, so angeordnet sein soll, dass dieser Flansch 26 sich in einer leicht geneigten Stellung befinden soll Eine optimale Neigung hegt im Bereich zwischen etwa 20 bis 30 Grad von der Vertikalen Der untere Abschnitt 59 des Flansches 26 soll sich dabei vor dem oberen Abschnitt 58 des Flansches befinden, gesehen in der Schlepprichtung Die jeweils erforderliche Neigung des Vorderflansches 26 an einer Sperre kann man am einfachsten in der Weise erreichen, dass man die Langen der Zugseile in der Zugeinrichtung 30 dementsprechend einstellt (Fig 1) Der abgebildete Flansch 26 hat nur drei Oesen 61 bis 63 Im Fall dieses Vorderflansches 26 gemass Fig 15 ist die Lange des unteren Zweigseils 44 kleiner als die Lange der oberen zwei Zweigseilen 42 und 43 Durch die Grosse dieser Langendifferenz kann der Neigungswinkel des Vorderflansches 26 wie gewünscht eingestellt werden Für stärkere Belastungen wird ein Flansch 26 mit vier Oesen (Fig 6) bevorzugt An diese vier Oesen sind zwei obere Seile 42 und 43 und zwei untere Seile 44 und 45 angeschlossen In diesem Fall sind die unteren Seile 44 und 45 kurzer als die oberen Seile 42 und 43
Fig 16 bis 20 zeigen Vorrichtungen, mit deren Hilfe eine der Endpartien des Aussenschlauches 21 geschlossen sein kann Diese Endpartie ist vorteilhafterweise jene Endpartie der Sperre, welche von der Zugmaschine 2 abgewandt hegt An diesem Ende der Sperre kann beispielsweise ein Deckel 18 angebracht sein, welcher verhindert, dass das Wasser wahrend des Verlegens der Sperre aus dem Zwischenraum 23 am abgewandten Ende der Sperre
heraustritt. Dies ist deswegen von Vorteil, weil das sich am abschliessenden Deckel 18 stauende Wasser als ein Gewicht wirkt, welches dieses entfernte Ende der Sperre an Ort und Stelle versucht zu halten. Dies ist für die Entfaltung der Sperrenkörper 15 usw. im an die Zugmaschine 2 angeschlossenen Bereich günstig und es kann die Boje 10 oder ähnliche Halteeinrichtungen mehr oder weniger überflüssig machen.
Fig. 16 zeigt in einer Seitenansicht eine erste Ausführung eines solchen Abschlusses der Sperre. Fig. 17 zeigt diese Ausführung in einer rückwärtigen Ansicht. Am Ende des Aussenschlauches 21 ist ein Flansch 26 in der vorstehend beschriebenen Weise befestigt. Der Dek- kel 18 weist eine Grundplatte 85 auf, von deren Randpartie ein Kragen 86 in Form eine kurzen Zylinders achsial absteht. Der freie Rand dieses Kragens 86 für die Verbindung mit dem freien Rand des Flansches 26 ausgebildet. Der freie Rand des Kragens kann beispielsweise so ausgeführt sein, dass er mit der diesem zugeordneten umlaufenden Nut 31 bzw. 32 zusammenarbeitet. Der Deckel 18 ist mit eine Oeffnung 87 versehen, welche mit Hilfe eines Zusatzdeckels 88 verschliessbar ist.
Fig. 18 zeigt in einer Seitenansicht einen zweiten Abschluss der Sperre. Der Abschlussdek- kel 18 weist auch in diesem Fall einen plattenförmigen Grundkörper 85 auf. Dieser Deckel 18 ist jedoch mit Hilfe von Schrauben 89 an der freien Stirnfläche 33 bzw. 34 des Flansches 26 angeschraubt.
Fig. 19 zeigt in einer Seitenansicht eine dritte Ausführung eines solchen Abschlusses der Sperre. Der Abschlussdeckel 18 ist mit einem zusätzlichen Wasserfüllstutzen 90 ve'sehen. Dieser dient für das Befüilen des Zwischenraumes 23 mit einem flüssigen Medium. Dieses Medium, vorteilhaft Wasser, kann durch eine Pumpe mit einem entsprechenden Schlauch- anschluss (nicht dargestellt) geliefert werden. Diese Pumpe kann sich auf einem Schiff oder auf dem Festland befinden. Der Grundkörper 85 des Abschluss 18 gemäss Fig. 20 besteht aus einem Folienmaterial und dieses Material kann mit Hilfe des Halteringes 40 mit dem Flansch 26 verbunden werden.
Fig. 21 zeigt perspektivisch eine weitere Ausführung des Zugflansches 96. Diese Ausführung des Zugflansches 96 geht von der Erkenntnis aus, dass der Zug an die im Auslegen begriffene Sperre vor allem im unteren Bereich des Aussenschlauches 21 angreifen soll. Zu diesem Zweck weist der vorliegende Flansch 96 einen Grundkörper 97 auf, welcher im wesentlichen die Form eines kreisförmigen Ringes hat. Der Radius dieses Ringes 97 entspricht etwa jenem Radius des unteren Abschnittes des Aussenschlauches 21 , welcher durch den unteren Abschnitt 59 des in Fig. 6 abgebildeten Kupplungsflansches 26 bestimmt ist. Dieser Grundkörper 97 dieses Flansches 96 lässt somit den oberen Abschnitt 58 des Aussenschlauches 21 frei, wo sich der Innenschlauch 22 samt seinen Ventilen 20 befindet.
Der vorliegende Zugflansch 96 ist in einer an sich bekannten Weise an den Aussenschlauch 21 angeschlossen. Vom oberen Abschnitt des Flanschkörpers 97 steht ein Anschlussausläufer 98 beinahe senkrecht zur Ebene des Flanschgrundkorpers 97 ab, an welchen die Zu- geinreichung 30, ein Anker oder ähnliches anschliessbar ist. Im Querschnitt kann der Flanschgrundkörper 97 so ausgeführt sein, dass er eine scharfe Vorderkante 99 aufweist, sodass die Vorderkante 99 beim Schleppen dem in den Aussenschlauch 21 einströmenden Wasser nur einen möglichst kleinen Widerstand entgegensetzt. Dadurch werden Turbulenzen im einströmenden Wasser vermieden und eine gleichmässigere Füllung des Aussenschlauches 21 mit Wasser erreicht.
Fig. 22 und 23 zeigen die Verwendung der vorliegenden Sperre für den Uferschutz. Die flexible Sperre, welche in Fig. 22 abgebildet ist, ist im Flachwasser mit sanft ansteigenden Ufern verwendbar. Eine der Endpartien dieser Sperre ist mit einem der bereits beschriebenen Abschlussdeckel 18 versehen. Das Zugende der Sperre bleibt offen, sodass die Sperre im Wasser in der vorstehend beschriebenen Weise ausgelegt werden kann. Danach wird jener Abschnitt der Sperre, welcher das offene Ende der Sperre umfasst, an das Ufer gezogen. Dieser Abschnitt soll lang genug sein, damit die Reibung zwischen dem Sperrenkörper und dem Ufermaterial gross genug ist, um die Sperre an Ort und Stelle halten zu können. Diese
Sperre kann jedoch auch so ausgelegt werden, dass sie zunächst entfaltet und wie erforderlich positioniert wird. Erst nach dieser Positionierung wird die Sperre mit Wasser gefüllt. Zu diesem Zweck kann beispielsweise der Abschlussdeckel 18 gemäss Fig. 19 am wasser- seitigen Ende der Sperre angebracht sein, welcher den Wasserfüllstutzen 90 aufweist.
Die Auslegungsweise der Sperre gemäss Fig. 23 ist in den Fällen anwendbar, in welchen das Ufer steiler als im vorstehend behandelten Fall verläuft. In diesem Fall kann das ufersei- tige Ende der Sperre mit Hilfe der bereits beschriebenen Zugseile 30 an einer fixen Stelle am Ufer, beispielsweise an einem Baum, verankert sein. Diese flexible Sperre gemäss Figur 23 ersetzt die sonst üblichen speziellen Ufersperren, und sie kann am letzten Teil der S>chwimm- sperre montiert sein. Die Arbeitsschritte sind hier wie folgt:
Abschlussdeckel 18 anbringen,
Hochziehen der Sperre an den Ufer, wozu ein Seilzugapparat verwendet werden kann, zum Sperrenschutz wird eine Blache unterlegt und die Sperre wird an vorbereiteten Standorten, Baum, Titanverankerung usw. verankert.
Fig. 24 bis 26 zeigen eine weitere Möglichkeit für die Verbindung von zwei Sektionen 15 und 16 der vorliegenden Sperre hintereinander. In Fig. 24 ist schematisch und in einem vertikalen Schnitt die Ausbildung einer der Sektionen 15 der Sperre dargestellt, welche die hier genannte Kupplungsart ermöglicht. Die Endpartien des Aussenschlauches 21 dieser Sperrensektion 15 sind im wesentlichen gleich ausgebildet. Die jeweilige Endpartie 47 des Aussenschlauches 21 ist mit einer Kupplungsvorrichtung 100 versehen, wobei die Kupplungsvorrichtungen 100 an den beiden Enden 47 des Aussenschlauches 21 im wesentlichen gleich ausgebildet sind. Die Kupplungsvorrichtung 100 umfasst einen Kupplungskörper 101, welcher die Form eines unrunden und in sich geschlossenen Körpers hat. Ein solcher Kupplungskörper 101 kann im wesentlichen die Form des Umrisses eines Eis haben, was der Form des Flansches 26 gemäss Fig. 6 etwa entspricht. Bei einer solchen Form ist die Breite des Ringes 101 kleiner als die Höhe desselben. Wegen der unrunden Form des
Kupplungskörpers 101 ist es möglich, einen ersten solchen Körper 101 durch einen anderen solchen Körper 101 durch eine zweifache Drehbewegung hindurchzustecken und danach so geradezustellen, dass der erste Körper 101 hinter dem zweiten Körper 101 angeordnet ist und parallel zu diesem verläuft.
Ein solcher Kupplungskörper 101 ist der jeweiligen Endpartie des Aussenschlauches 21 zugeordnet (Fig. 24), wobei die Hauptebene des jeweiligen Kupplungskörpers 101 praktisch senkrecht zur Längsrichtung des Aussenschlauches 21 verläuft. Der Kupplungskörper 101 kann in der jeweiligen Endpartie 47 des Aussenschlauches 21 so befestigt sein, dass die Schlauchendpartie 47 so weit zurück umgeschlagen ist, dass der Kupplungskörper 101 im Inneren einer sich daraus ergebenden Falte Platz findet. Im dargestellten Fall ist die Endpartie 47 des Aussenschlauches 21 nach Innen zurückgeschlagen, was man in einer nachstehend genannten Weise weiter ausnützen kann. Die überstehende Kante dieses Randes 47 kann mit dem übrigen Material des Aussenschlauches 21 in einer an sich bekannten Weise verbunden sein.
Fig. 25 zeigt eine Zwischenphase des Verbindens zweier hintereinander liegenden Sektionen 15 und 16 der Sperre. Die Endpartie 47 der zweiten Sektion 16, welche den Kupplungskörper 101 enthält, wird, da das Material des Aussenschlauches 21 ja nachgiebig ist, gegenüber der Längsrichtung der Sperre schräg gestellt, damit dieser Kupplungskörper 101 durch die zugewandte Endpartie 47 in der vorangestellten Sektion 15 hindurchgesteckt werden kann. Es ist ohne weiteres möglich, den Kupplungskörper 101 der zweiten Sektion 16 durch den Kupplungsring 101 in der ersten Sektion 15 durchzuführen, weil die beiden Kupplungsringe 101 eine unrunde Form haben. Angenommen, dass die beiden Kupplungsringe 101 die Form der Kontur eines Eis haben, dann ist die Breite eines solchen Rings 101 kleiner als die Höhe desselben. Wenn man den ersten Ring 101 gegenüber jenem Ring 101, durch welchen der erste Ring hindurchgesteckt werden soll, so einstellt, dass der erste Ring 101 in Richtung seiner längeren Achse bzw. seiner Höhe durch den zweiten Ring 101 hindurchbewegt wird, dann kann der erste Ring 101 durch den zweiten Ring 101 hindurchgesteckt und dcrt so aufgerichtet werden, dass der erste Ring 101 sich hinter dem zweiten Ring befindet und
dabei praktisch parallel zum zweiten Ring 101 steht. Zwei in dieser Weise hintereinander verbundenen Sektionen 15 und 16 der Sperre sind in Fig. 26 abgebildet. Eine solche Verbindung von zwei Sperrensektion ist zugsicher, wenn die Kuppiungskörper 101 formstabil ausgeführt sind, was in der Praxis kein Problem darstellt.
Die Lage des ersten Kupplungskörpers 101 hinter dem zweiten Kuppiungskörper 101 (Fig. 26) könnte Undefiniert sein, was zur Lösung einer solchen Kupplung führen könnte. Um dies zu verhindern, weisen die nach innen zurückgeschlagenen Abschnitte des Hüllenrandes 47 an ihren freien Enden Verdickungen auf, sodass der hier eingesteckte und eingehakte Kupplungsring 101 zwischen dem hier eingebauten Ring 101 und der Verdickung gehalten ist.
Im Zusammenhang mit der Handhabung der Sperre stellt sich auch die Frage nach der Aufbewahrung derselben bzw. der Sektionen 15, 16 usw. derselben. Fig. 27 zeigt, dass die Sektion 15 bzw. die hintereinander bereits gekoppelten Sektionen 15, 16 usw. derselben flachgelegt und dann zusammengerollt werden können. Eine solche Aufbewahrung der Sperre ist platzsparend und ausserdem ermöglicht sie ein einfaches und rasches Entwickeln bzw. Abrollen und Auslegen der Sperre. Nachdem die Sperre bzw. ihre Sektionen zusammengerollt worden sind, kann der daraus resultierende Wickel in einer Tasche (Fig. 28), in einer Transportpalette (Fig. 29) oder in einem zweiteiligen Container (Fig. 30) aufbewahrt und gegebenenfalls auch gelagert werden. Insbesondere dann, wenn der Foliendoppelschiauch in einem Transportpalette aufbewahrt wird, kann die Länge einer so aufbewahrten Sperre im Extremfall 100 bis 400 Metern lang sein und sie kann als ein Stück oder als viele Einzelmodule bereits zusammengeflanscht bereit gehalten werden.
Der Foliendoppelschiauch kann (Fig. 31) auch auf Haspeln bereitgehalten werden. Selbstverständlich können die verschiedenen Varianten in beliebiger Kombination bereitgehalten werden, je nach speziellen Dispositiven, die für den Einsatz in Frage kommen bzw. in der Art wie für eine zu erwartende Unfallsituation benötigt wird.
Fig. 32, 33 sowie 34 zeigen die Aufbewahrungsmöglichkeit der Sperren bzw. deren Sektionen in Modulen. Fig. 32 zeigt die Kernfunktionsteile eines Schlauchmodules nämlich, zwei formstabile Kupplungsflanschen 112 und 113 sowie ein in sich selbst zusammengefalteter flexibler Folienschlauch 114. Das ganze Modul ist eingehüllt in einer Schutzfolie, z.B. in einer Schrumpffolie 115 oder untergebracht in einem Sack, welche als Lager- und Transportschutz gegen mechanische Beschädigungen sowie gegen Witterungseinflüsse bestimmt sind und vor dem Einsatz entfernt werden müssen. Als eine Transport- und Lagersicherung kann ein starkes Band 116 dienen, welches um das Modul direkt gespannt ist, damit die mit einiger Presskraft eingefaltete Folie im zusammengefalteten Zustand bleibt. Die Lösung aus Fig. 32 gestattet als einzige von diesen drei Beispielen anstelle der bevorzugten und zusammegen- falteten Sperre gemäss WO 96/13638 ein wendeiförmiges Falten der Sperre, etwa so, wie dies aus FR-PS 1 121 333 für die Faltung von Textilgeweben bekannt ist.
Fig. 33 geht von denselben Grundkomponenten aus, weist jedoch zusätzlich ein kleinquer- schnittiges Leitrohr 117 für das gasförmige Medium sowie ein grossquerschnittiges Leitrohr 118 für das flüssige Medium auf. Das Modul I20 gemäss Fig. 33 kann von einem stärkeren Schutzmantel 119 umgeben sein. Dieser Schutzmantel 119 kann z.B. auch eine dickwandige Schrumpffolie sein, die auf einer Seite mit einem Zugband 121 gehalten ist. Vor dem Auslegen der Sperre braucht lediglich das Zugband 121 gelöst, über den Luftanschluss 111 das gasförmige Medium und über die Wassereintrittsöffnung 112 das flüssige Medium eingebracht zu werden.
Fig. 34 zeigt ein robustes Modul 140 mit einem Gehäuse 143 sowie je einem Verschlussdek- kel 144 resp. 145 auf den beiden Endpartien des Moduls, wobei der Verschlussdeckel 145 vom Modul 140 abgehoben dargestellt ist. Die Lösung gemäss dieser Fig. 34 besitzt nur ein Führungsrohr für das gasförmige Medium und sie eignet sich z.B. für das Füllen durch Schleppen. Das Ausstossende bleibt mit dem Verschlussdeckel 144 verschlossen. Beim Beginn der Auslegung wird lediglich der Verschlussdeckel 145 weggenommen, so dass das Wasser über die Füllöffnung 142 eindringen kann. Das Gehäuse 143 schützt den
Folienschlauch 114 auch während einer langen Lagerdauer und kann dort Vorteile bieten, wo einige Module mit denselben Folienschläuchen mehrmals z.B. für Übungszwecke gebraucht werden.
Fig. 35 zeigt das Modul aus Fig. 34 in einem vergrösserten Massstab. Der Behälter 143 weist eine Doppelwandung 122, 123 auf. Mit der Doppelwandung kann Gewicht gespart und die Schwimmfähigkeit des Modules auch bei längerem Verbleib im Wasser sichergestellt werden. Beide Kupplungsflanschen 112 und 113 sind mehrteilig ausgebildet. Dies vereinfacht vor allem die Montage bzw. das Einlegen und Falten des Folienschlauches 114. Der Folienschlauch 114 wird durch je zwei innere Dichtringe 224, 225 in einer entsprechenden Ausnehmung 124 eines Flanschringes 125 mittels Schrauben 126, 127, 1271 dicht und kräftig mit dem jeweiligen Kupplungsflansch gehalten. Die Verschlussdeckel können schlossrie- gelartig über mehrere Bolzen 128 sowie einen dazu passenden Drehring gesichert werden. Das selbe System dient gleichzeitig auch für sichere Verriegelung zweier Kupplungsflanschen bei der Verbindung von Modulen. Eine Ausnehmung 130 sorgt dafür, dass der Verschlussdeckel 115 die Ventilnase 218 nicht betätigt.
Die drei dargestellten Varianten ergeben sehr interessante Einsatzmöglichkeiten, auch in Abhängigkeit vom besonderen Einsatzfall. Die Lösung gemäss Fig. 32 erlaubt, mit den kleinstmöglichen Grundkosten eine grosse Menge an Modulen bereitzuhalten und diese in kürzestmöglicher Zeit in grosser Länge auszulegen. Die Lösung gemäss Fig. 32 lässt es zu, dass der in sich selbst zusammengefaltete Folienschlauch als Doppelschlauch wie eine Handorgel je nach vorgesehener Länge auf z.B. 30, 50 oder 100 Meter Länge auf dem Wasser ausgezogen wird, wobei gleichzeitig mit der Luftfüllung begonnen werden kann. Die Sperre kann danach durch beliebige weitere Module verlängert werden. Die Sperrenauslegung kann ohne Unterbrechung der Luftfüllung erfolgen, wenn in den beiden Kupplungsflanschen 112 und 113 je ein Ventil 116 resp. 117 angeordnet ist und diese beim Anflanschen des jeweils nachfolgenden z.B. durch eine Nase 118 zwangsweise geöffnet wird. Das Zusammenkuppeln lässt sich bei dieser Variante mit geringer Kraft durchführen, da
das Folienmaterial in nicht gefülltem Zustand wie ein Stück Tuch der Bewegung des Kupplungsflansches folgt und dieser in den nächsten Kupplungsflansch von Hand einlegbar und zusammenspannbar ist.
Fig. 36 bis 38 zeigen eine Boje 10, die unter anderem eine analoge Funktion hat wie ein Schlauchmodul mit den Folienschläuchen. Fig. 36 zeigt einen Schnitt Xlla aus Fig. 38 für eine Kreuzungsboje. Fig. 37 zeigt einen Schnitt Xllb aus Fig. 36. Fig. 38 zeigt einen Ansicht XII aus Fig. 36. So kann über die Boje 10 sowohl das gasförmige Medium wie das flüssige Medium zu den Sperrensektionen 15 usw. zugeführt werden. Die Boje in der gezeigten Ausführung unterbricht allerdings die Luftströmung. Sie stellt in jeder Richtung das Ende oder den Anfang für die Luftströmung dar, je nach Betrachtung. Die Boje hat aber auch zwei weitere wichtige Funktionen. Durch eine Bodenöffnung 60 kann Wasser als das flüssige Medium über eine Tauchpumpe 161 in die untenliegende Kammer eingebracht werden. Die andere wichtige Funktion liegt in der Möglichkeit der Kreuzung. Mit den bisher beschriebenen Modulen können nur in einer Achsrichtung z.B. der X-X-Achse beliebige Länge zusammengebaut werden. Die Boje gestattet nun auch quer dazu, also in der Y- Y-Achse Module bzw. Sperren zu verlegen. Für die Auslegestrategie wird damit eine völlig neue Dimension eröffnet. In Bezug auf die Kupplungsanschlüsse ist die Boje identisch ausgebildet wie die entsprechenden Enden der Schlauchmodule. Die Boje ist so konzipiert, dass sie mit optimaler Eintauchtiefe schwimmt. Wichtig für die Sperrenfunktion ist, dass auch in dem Bereich der Boje die Sperre etwa gleich tief in das Wasser hinein und über den Wasserspiegel ragt. Ein weiterer Zweck der Boje ist das Verankern der betreffenden Stelle. Die jeweils nicht benötigten Öffnungen für das flüssige Medium werden durch Verschlussdeckel verschlossen. Mit den Bojen können auch zur Trennung eine bestimmte Anzahl Schlauchmodule benutzt werden. z.B. kann bei sehr grossen Sperrenlängen jeweils nach 10 Schlauchmodulen eine Boje gesetzt werden.
Diese Sperre kann gemäss W096/13638 so konzipiert werden, dass für die Betriebsweise das folgende Verfahren möglich ist:
Verfahren zum schnellen Auslegen einer biegungsfähigen Verunreinigungsschutzsperre, welche als Rohr zusammengefaltet bereit gehalten und in ausgelegtem Zustand doppelräu- mig, als asymmetrische, longitudinale und übereinanderiiegende Kammern geteilt, einer oberen Kammer mit Gas bzw. Luft und einer unteren mit einem flüssigen Medium als Ballast befüllbar ist. Das Rohr kann einerseits mit einem geschlossenen Ende als Sackboden und anderseits mit einem offenen, verschliessbaren Ende für das flüssige Medium und mit einem Verschluss für die Gas- bzw. Luftbefüllung ausgebildet sein, mit neben- oder ineinanderlie- genden Kammern bevorzugt in sich selbst, d.h. auf den eigenen biegungsfähigen Wänden zusammengefaltet, in einem Behälter befestigt bereitgehalten und die offene Seite des Rohres kann am einen Ende des Behälters ist. Die Füllung des biegungsfähigen Rohres kann auf Grund des Einlasses von gasförmigem und flüssigem Medium erfolgt, wobei das flexible Rohr in der Anfangsphase als Paket derart innerhalb des Behälters zusammengefaltet gelagert ist. Die Flüssigkeitskammer kann aber auch infolge Schleppen des Behälters im Wasser mit dem flüssigen Medium d.h. Wasser befüllt werden, bis das Rohr als Verunreinigjngs- schutzsperre vollständig entfaltet ist. Nach der vollständigen Entfaltung und Befüllung des biegungsfähigen Rohres mit den beiden Medien kann die offene Seite verschlossen werden. Das flüssige Medium kann ferner je nach Verhältnis entweder über Flüssigkeitspumpen oder aber durch Befüllen infolge Schleppen in die untere Kammer eingebracht werden. Im zweiten Fall wird der Doppelschlauch am Ende sackbodenartig ausgebildet, oder aber die betreffende Seite durch ein Deckel verschlossen. Das bevorzugte Ausführungsbeispiel gemäss der neuen Lösung hat abgesehen von den Ventilen) eine luftdicht verschlossene Kammer für das gasförmige Medium und eine offene und nach Bedarf verschliessbare Kammer für das flüssige Medium.